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Kundenrezensionen

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Preis:8,99 €
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Letztes Jahr konnte ich den knapp 25-jährigen Valer Barna-Sabadus bei der musikalisch großartigen Wiederbelebung von Hasses "Didone abbandonata" im Münchner Prinzegententheater erleben (über die Inszenierung schweigt man besser) und war hingerissen von den sängerischen und darstellerischen Qualitäten des jungen Künstlers.
Barna-Sabadus verfügt über einen leichten, beweglichen und dynamisch höchst modulationsfähigen Sopran, der -bei Countertenören selten- vor allem im Register über dem zweigestrichenen f über verblüffende Leichtigkeit und Beweglichkeit verfügt, was ihn zur Darstellung hoher Kastratenpartien geradezu prädestiniert erscheinen lässt.
So ist es mehr als verdient, dass Oehms diesem Ausnahmetalent eine erste Solo-Cd widmet, die alle vier großen Jarba-Arien aus Hasses Oper (1742 für den Kastraten Venturo Rocchetti geschrieben) enthält, dazu noch eine lange späte Kantate und eine von Porpora komponierte Einlagearie zu einem Pasticcio aus seiner Londoner Zeit. Die Münchner Hofkapelle unter M. Hofstetter begleitet schwungvoll, delikat und kompetent.
Wieder einmal wird klar, wie hoffnungslos unterschätzt Hasse immer noch ist. Ob der modische Titel "Hasse reloaded" und das Pop-Vorbildern geschuldete stylishe Cover hier Abhilfe zu schaffen vermag, ist fraglich, doch ist es zumindest sehr lobenswert, dass sich Barna-Sabadus einem breiteren Publikum nicht mit zigfach abgesungenen Händel-Schlachtrossen sondern mit einem diskographisch ausgesprochen raren Programm vorstellt.
Mein persönlicher Favorit auf der CD ist die elfeinhalb (!) Minuten lange Jarba-Arie "Cadra fra poco in cenere" in der der von Dido verschmähte Mohrenfürst die Vernichtung Karthagos prophezeit. Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Vertonungen dieses Textes entscheidet sich Hasse hier nicht für eine wütende Rachearie, sondern eine tief melancholische c-moll Meditation über die Vergänglichkeit weltlicher Macht von fast religiöser Ausdruckstiefe. Wie der junge Sänger diese emotional und technisch immens anspruchsvolle Aufgabe meistert ist schlichtweg großartig- die objektiv lange Zeit vergeht ohne einen Moment der Langeweile wie im Fluge und jegliches Zeitgefühl verliert sich im Strom von Hasses traumhaft komponierter und gesungener Musik.
Wenn Valer Barna-Sabadus mit seinem exzeptionellen Talent gut haushält und den Verlockungen und Fallstricken allzu frühen Ruhmes zu widerstehen vermag, kann man diesem jungen Künstler guten Gewissens eine glänzende internationale Karriere vorhersagen.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
44 Kommentare52 von 53 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Februar 2012
Gewöhnlich mag ich es nicht besonders, wenn Countertenöre zu sopranig daherkommen. Denn die Klangästhetik leidet in den allermeisten Fällen in der oberen Lage doch sehr (so zum Beispiel Waschinsky in seiner leider wenig überzeugenden Aufnahme von Farinelli-Arien). Umso mehr und umso positiver überraschte mich diese Einspielung, die ich hauptsächlich Hasses Musik wegen gekauft habe: Valer Barna-Sabadus' Stimme erinnert nur ganz, ganz selten an das "Sandige" einer typischen Counter-Höhe; weitestgehend ist sie sehr leicht und agil, und kann oft wirkliche Glanzpunkte setzen.

Das Besondere an dieser mit 10 Titeln recht "kurzen" Einspielung ist für mich auch die Gegenüberstellung zweier sehr unterschiedlicher musikalischer Gattungen: Der erste Teil der CD setzt sich aus Stücken aus der von (u.A.) Hasse vertonten Oper "Didone Abbandonata" zusammen. Er bietet mit Arien des Iarba einen wie ich finde für Solo-Alben außergewöhnlichen Überblick über eine bestimmte Partie, deren Höhepunkt zweifelsfrei das bereits von meinem Vorrezensenten erwähnte "Cadrà fra poco in cenere" ist -- eine Arie, die zu Tränen rührt und belegt, dass Barockmusik nicht "eo ipso" oberflächlich ist... und die von Hasse schon gar nicht. Der zweite Teil der CD hingegen beinhaltet die Solo-Kantate "La Gelosia", und damit ein Stück der "kleinsten" vokalen Gattung -- nach der Oper und der Serenade. Was dem Romantik-Komponisten die Zigeuner-Fantasie war, war dem Barockkomponisten das Hirtenidyll: so auch in La Gelosia, vollständig mit Vergleichsarie und wundervollen Rezitativen, die von Barna-Sabadus hinreißend musiziert sind. Es lohnt sich, genauer hinzuhören!

Das letzte Stück der CD ist eine Aufnahme der von Porpora für die Pasticcio-Variante von Hasses Artaserse geschriebenen Einlage "Or la nube procellosa". Hier wagt sich Barna-Sabadus in das Repertoire von Farinelli selbst... und das heißt von solchen zeitgenössischen Größen wie Vivica Genaux. In der Tat muss er sich keineswegs verstecken. Barna-Sabadus' Ornamentierung im Da-Capo Teil ist sogar deutlich mutiger als Genaux'... und dabei durchaus gelungen. Mir persönlich gefällt zwar Genaux' Timbre etwas besser, aber das ist wohl reine Geschmackssache.

Insgesamt ist diese CD ein sehr lohnendes Hörerlebnis! Abzüge in der Bewertung gibt's hauptsächlich wegen des dünnen und nicht allzu stabilen Booklets. Hasse selbst als unterbewertet und zu Unrecht in Vergessenheit geraten zu bezeichnen ist zwar abgegriffen, trifft aber mehr als zu. Wer neugierig auf Hasse ist, sollte sie auf jeden Fall kaufen, auch mit dem etwas dämlichen Titel!
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am 13. Februar 2012
Heute früh habe ich zwei Arien aus dieser CD im Radio meines neuen Liebelingssenders SWR2 gehört und war hin und weg. Sofort habe ich sie runtergeladen und jetzt bereue ich es, nicht die richtige CD zu besitzen (bei guten Werken hole ich das gerne nach!). Die Stimme von Valer Barna-Sabadus hat mich völlig in den Bann gezogen. Da ich selbst eine zeitlang gesungen habe, weiss ich wie schwierig es erst für einen Mann sein muss in dieser Stimmlage zu singen. Liebhaber von Bach, Vivaldi, Händel und Co. werden diese CD lieben!
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am 14. Februar 2012
Dieses CD ist das beste Erwerb aus dem Plattensegment, den ich in den letzten Jahren betätigt habe: dieser Valer Barna-Sabadus haut einen mit seinen Koloraturen und dem Schmelz in der Stimme förmlich um! Dass Herr Hasse solche einmalig schönen Arien schieb, wusste ich bis jetzt zu meinem grössten Bedauern nicht. Alle Arien werden auch von einer herrvorragenden Hofkapelle München unter dem Dirigat von Michael Hofstetter voller Schwung und Vitalität kongenial begleitet. Also- ran ans Download oder ans CD-Laden, ihr werdet es nicht bereuen!!! Ich würde am liebsten 10. Sterne geben!!!
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am 22. Dezember 2012
Ich habe Valer Barna-Sabadus kürzlich in Artaserse gehört und war begeistert. Dieses Album hat meine Erwartungen voll erfüllt! Eine absolute Empfehlung für Countertenorfans
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am 24. August 2014
Auch ich bin von dieser Stimme einfach hingerissen. Zufällig hörte ich diese Musik während einer Autofahrt und war sofort so fasziniert, daß ich die nächste Parkbucht ansteuerte, um mich diesem Genuß ganz konzentriert hinzugeben.
Zu Hause bestellte ich mir die CD dann über Amazon und habe sie inzwischen schon viele Male gehört. Diese Musik und vor allem die wunderbare Stimme von Valer Barna-Sabadus ergreift mich immer wieder.
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am 20. April 2013
Großartige Stimme, wunderbare Musik. Einfach zum "IMMER-WIEDER-HÖREN" und zum Weiterempfehlen an viele Interessierte, die Valer Barna- Sabadus stimmlich noch nicht kennenlernen durften....
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am 16. April 2013
sanft, einschmeichelnd und doch kraftvoll singt Valer Sabadus die schönsten Arien des damals wohl berühmtesten Opernkomponisten Europas. Die klaren Höhen und expressiven Tenorlagen erlauben ihm eine eindringliche Gestaltung und phantastische Klarheit. Valer Sabadus, eine phaszinierende Begabung.
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am 30. Juli 2014
für jeden, der Musik liebt. Tiefe Gefühle, Expressivität in Vollendung. Hasses Musik erscheint in ganz neuesm Glanz, den man so noch nie wahrgenommen hat.
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am 20. Januar 2013
Selten hört man einen Countertenor (Sopran) so perfekt und rein über alle Tonlagen. Ich kann diesen Sänger nur empfehlen. Die von ihm gesungenen altenglischen Lieder müssen auch sehr gut sein.
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