Kundenrezensionen


242 Rezensionen
5 Sterne:
 (121)
4 Sterne:
 (36)
3 Sterne:
 (38)
2 Sterne:
 (24)
1 Sterne:
 (23)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


102 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu diesem Film - weder zum Buch, noch zur älteren Verfilmung
Gleich einmal vorweg: Ich habe weder die Bücher von Stieg Larsson gelesen, noch die ältere Verfilmungsreihe gesehen. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Mensch von Vergleichen lebt. Jedoch sollte man meiner Meinung nach so objektiv an eine Rezension herangehen, dass man Käufern, welche wie ich keine Vorurteile haben und keine krampfhaften Vergleiche...
Veröffentlicht am 24. Mai 2012 von philemall

versus
1.0 von 5 Sternen Sehr Schwach
Unnötige Neuverfilmung eines ohnehin schon gerademal mittelmäßigen Romans. Es ist nunmal eine Tatsache, dass die Vorlage vielleicht ganz unterhaltsam ist, aber die US-Filmversion beweist nocheinmal, dass der Stoff einfach nicht für einen ganzen Film (in Überlänge!) reicht. Ich verstehe sowieso nicht, weshalb das Original nocheinmal verfilmt...
Vor 25 Tagen von The Bookavid veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

137 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen David Fincher orientiert sich zwar näher am Buch, ich bevorzuge dennoch den schwedischen Film..., 24. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Als Kenner der Stieg Larrson Bücher und der schwedischen Verfilmungen ist es mir alles andere als leicht gefallen vorurteilsfrei an David Finchers "Remake" heranzugehen. So sehr ich Finchers Filme und Machart von Filmen prinzipiell mag aber selbst sein Name täuscht nicht darüber hinweg dass ein fader Beigeschmack bleibt. Irgendwie nervt es (zumindest mich) einfach dass die Amis unbedingt von jedem erfolgreichen europäischen Film eine eigene Remakeversion draus machen müssen nur weil es in Amerika nicht üblich ist ausländische Filme auf Englisch zu synchronisieren und Filme mit englischen Untertiteln kaum erwünscht sind. Über diesen Sinn und Unsinn von amerikanischen Remakes kann man nunmal streiten, aber gut nachdem ich Finchers Version von "Verblendung" bzw. "The Girl With The Dragon Tattoo" sowohl auf Deutsch als auch im englischen Original gesehen habe hier nun mein Eindruck:

Zum einen muss man David Fincher zugestehen dass er sich im Vergleich zur schwedischen Verfilmung in einigen Punkten näher am Buch orientiert. Für Kenner des Buches ist dies sicherlich zu begrüßen allerdings geht dies meiner Meinung nach ein wenig auf Kosten der Darstellung der Charaktere und ihrer Beziehung zueinander. Hier haben die Macher der schwedischen Filme meiner Meinung nach ein gutes Gespür bewiesen vereinzelt Änderungen gegenüber der Buchvorlage vorzunehmen um den Charakteren mehr Raum zu geben. Wenn es beispielsweise im Finchers Film zur ersten Bettszene zwischen Lisbeth und Mikael kommt und Lisbeth am nächsten Tag zu Mikael sagt dass sie gerne mit ihm arbeitet, passiert dies zu einen Zeitpunkt wo sie noch nicht wirklich viel gemeinsame Leinwandauftritte hatten, dadurch ist es für mich nicht wirklich nachvollziehbar wie schnell sich Lisbeth und Mikael im Finchers Film näher kommen. Im schwedischen Film ist dies anders, hier recherchieren Lisbeth und Mikael mehr gemeinsam was vielleicht nicht originalgetreu aus dem Buch entnommen wurde, dennoch ist es hier für den Zuschauer in meinen Augen nachvollziehbarer wie sich mit der Zeit die Beziehung der beiden zueinander entwickelt. Abgesehen davon kommt es im schwedischen Film nicht zu einer solchen Aussage von Lisbeth weil die Darstellung von Noomi Rapace einen so "menschlichen" Zug eigentlich gar nicht zulässt aber dazu später
Einzelne Nebencharaktere kommen im schwedischen Film für mich auch besser zur Geltung, zum Beispiel Lisbeths neuer Vormund Björman hinterlässt im Originalfim mit seinem hämischen Grinsen einfach einen tiefgründigeren Eindruck.

Über die große Abänderung am Ende, die Fincher bereits angekündigt hatte, kann man diskutieren, ich verstehe nur nicht so recht warum er sich bei anderen Punkten näher am Buch orientiert als der schwedische Film und dann plötzlich am Ende vom Buch abweicht. Überhaupt empfinde ich Finchers Film nach der großen Auflösung rund um den Fall Harriett ein wenig zu sehr in die Länge gezogen, im schwedischen Film werden danach die weiteren Vorgänge zur Wennerström Affäre eher kurz gehalten während Fincher diesen etwas mehr Raum gibt. Wie gesagt das wirkt dann für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen und etwas langatmig.

Was jetzt die Darstellung der Lisbeth Salander angeht, gehen die Darstellungen von Noomi Rapace und Rooney Mara etwas auseinander. Rooney Mara stellt Lisbeth etwas psychiotischer, gleichzeitig aber auch verletzlicher, weicher und mädchenhafter dar. Ist prinzipiell nichts schlechtes und gibt dem erzählerischen Aspekt vielleicht mehr Raum dennoch hinterlässt Noomi Rapace für mich einen stärkeren Eindruck eben weil sie die Lisbeth eben nicht so "weich" und mädchenhaft darstellt sondern bei ihr mehr der von Hass getriebene Lisbeth Charakter zur Geltung kommt. Ist sicher Geschmackssache, ich bevorzuge nun mal die Darstellung von Noomi Rapace.
Daniel Craig macht seine Sache als Mikael prinzipiell gut, kommt aber in der Szene wo er angeschossen wird etwas lächerlich rüber. Keine Ahnung ob hier auch ein Funken Selbstironie in Bezug auf seine James Bond Rolle mitspielt, dennoch nimmt man ihm einen so weinerlichen Part nicht so recht ab...

Es gibt übrigens 2 Punkte die im schwedischen Film im Vergleich zur Buchvorlage abgeändert wurden und dadurch auch im Finchers Film so nicht drinnen sind, die mir aber dennoch in der schwedischen Verfilmung besser gefallen:

Zum einem trifft sich Lisbeth im schwedischen Film am Ende mit ihrer Mutter (im Buch und im Remake mit ihren früheren Vormund) wo sie ihr sagt dass es vielleicht einen Mann in ihrem Leben gibt. Gerade dieses Treffen sorgt im Film für einen besonderen Moment den ich im Buch ein wenig vermisse. Im Buch trifft sich Lisbeth zwar auch mit ihrer Mutter, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt dadurch fällt dieses auch anders aus, im Remake kommt Lisbeths Mutter gar nicht vor. Für mich ein großer Pluspunkt der schwedischen Verfilmung.

Der zweite Punkt ist die eigentliche Endsequenz die im Buch und im amerikanischen Film quasi identisch sind, im schwedischen Film hat man sich wiederum eine andere Szene für den Schluss aufgehoben die im Buch kurz vor dem Ende beschrieben wird, im amerikanischen Film wiederum gar nicht vorkommt

!!!ACHTUNG SPOILER!!!!:
Im schwedischen Film sieht man am Ende wie Mikael in den Nachrichten Lisbeth als die Frau identifiziert die Wennerströms Bankkonten geplündert hat. Kurz darauf sieht man wie Lisbeth sich außerhalb von Schweden scheinbar ein neues Leben mit dem Geld aufbaut.

Für mich irgendwie ein besserer Übergang zum zweiten Buch/Film als die Endsequenz des ersten Buches bzw. vom Finchers Film.

Ein weiterer Kritikpunkt im Bezug auf die Story !!!ACHTUNG SPOILER!!!:
Mir kommt es so vor dass David Fincher einen großen Fehler gemacht hat wenn man zum ersten Mal den Charakter in seinem Film sieht der hinter den Serienmorden steht. Gleich bei der ersten Szene dieses Charakters kommt dieser bereits irgendwie zwiespältig rüber, vielleicht ist es nur mir so vorgekommen aber ich hatte irgendwie den Eindruck dass Nichtkenner des Buches und des schwedischen Filmes schon recht früh wissen dass diese Person etwas mit Harrietts Verschwinden bzw. Tod zu tun hat .

Abschließend noch eines, im englischen Original lautet der Titel ja "The Girl With The Dragon Tattoo" allerdings kommt die besagte Tätowierung für mich im schwedischen Film weitaus beeindruckender rüber... Schon skurril da hatten die Amerikaner für ihren Film weitaus mehr Budget zur Verfügung als die Schweden und konnten sich anscheinend dennoch keine Tätowierung leisten die einen so ins Auge springt wie dies bei Noomi Rapace der Fall war...

Mein Fazit:
So skurril es auch klingt aber David Fincher macht meiner Meinung nach zu sehr den Fehler sich näher am Buch zu halten, wie schon gesagt geht dies für mich auf Kosten der Entwicklung der Charaktere, die im schwedischen Film mehr zur Geltung kommt. Vielleicht liegt es auch nur daran dass die schwedischen Filme ohne große Stars ausgekommen sind und für Noomi Rapace sowie Mikael Nyqvist das Sprungbrett zur internationalen Karriere waren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent - oder total überflüssig, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Man kann dem Film "Verblendung" zwei Extrempositionen zubilligen: entweder, man stellt sich auf die Seite der Liebhaber und lobt ihn wegen seiner Aufmachung, Bildgestaltung, Dramaturgie, usw. - oder man vertritt die Hasser-Seite und watscht den Film als vollkommen überflüssig ab!

Ich entscheide mich für die Liebhaberseite, da ich den Film hervorragend finde. David Fincher -ein Meister des Spannungsfilms mit Niveau und Tiefgang- kann die Geschichte herrlich düster, zynisch und mit beeindruckenden Bildern perfekt in Szene setzen. Daniel Craig ist -überraschend!- gut für die Hauptrolle besetzt worden und auch Rooney Mara weiß als Lisbeth Salander voll und ganz zu überzeugen. Der Film setzt das Buch hervorragend um, geht auf alle wichtigen Details gut ein und fängt die nordisch-winterliche Stimmung Skandinaviens so glaubhaft ein, dass man sich beim Filmschauen am Liebsten eine Decke umlegen würde. Abgerundet wird das ganze durch den genialen Soundtrack und die fantastische Musik.

Die Hasser-Seite kann den Film -ebenfalls sehr gut vertretbar- als völlig überflüssig abtun, da die vorhergehende Verfilmung mit Noomi Rapace ebenfalls brilliant ist.

Von daher ist der Film "Verblendung" ein interessantes Beispiel des gekonnten Remakes, bei dem man sich nicht entscheiden kann -oder eben sehr gut entscheiden kann-, ob einem das Original, das Remake oder alle beide gefallen.

FAZIT: Ein hervorragender Film, den man durchaus auch neben dem "Original" sehen kann, ohne enttäuscht zu werden. Es bleibt zu hoffe, dass Fincher die beiden anderen Teile ebenfalls verfilmen wird
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super spannend!, 5. August 2012
Von 
miraculum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Der Film mit Daniel Craig in der Hauptrolle war super spannend. Daniel Craig aber auch alle anderen Darsteller haben eine tolle schauspielerische Leistung abgegeben,so dass das Zuschauen über den ganzen Film viel Freude machte.

Ich habe lange keinen Film gesehen, der so viel Spannung erzeugte. Auch die Auflösung also das Ende des Films war nicht vorhersehbar. Die Handlungen von zwei Akteuren liefen lange Zeit parallel und man fieberte dem Zusammentreffen entgegen.
Das Ende gestaltete sich wie ein Psychokrimi. Dieses ruhige Heranpirschen an den Täter war kaum auszuhalten. Klasse gemacht!

Leider traf das Happy End, so wie ich es mir vorgestellt hatte, nicht ein. Der Fall wurde zwar gelöst und alle gingen wieder ihre Wege wie zuvor, aber ich hätte Mikael und Lisbeth gern am Ende zusammengesehen. Aber eigentlich wäre das auch unrealistisch gewesen. Also ist es ganz gut wie es ist. Top Film, sehr empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Remake, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Das Problem mit Remakes von Filmen die man schon gesehen hat, ist immer das man sich zu sehr an dem Original orientiert.
Das ging mir auch schon bei den Verfilmungen der Wallander-Romane von Henning Mankell so. Bei denen habe ich auch zuvor
die Bücher gelesen, und als Leser habe ich mir auch die einzelnen Figuren gedanklich vorgestellt. Persönlich fand ich
auch die Darstellung des Wallander von Kenneth Branagh besser als die von Rolf Lassgård.

Das gleiche tritt auch bei den Steig Larson-Verfilmungen zu Tage, Roman gelesen, Originalfilm gesehen und die Neuverfilmung
vergleicht man immer, wenn auch unbewusst, mit dem Vorgänger. Ist der Film zu sehr Hollywood, wie authentisch werden die
einzelnen Figuren dargestellt, orientiert sich der Regisseur zu sehr oder zu wenig an die Romanvorlage? Der Look wirkt zu
Anfang sehr amerikanisch, und man achtet sehr auf die Details, ob der Film auch wirklich in Schweden spielt, und während-
dessen man die Authentizität der Lokations visuell prüft, nimmt die Handlung langsam an Fahrt auf. Die Figur der Lisbeth
Salander wirkt hier auf mich noch etwas unterkühlter, Mikael Blomquist gibt sich hier smarter als im Original.

Und wenn man die Vergleiche zum Buch und schwedischem Original außen vor lässt, sich vom Kino im Kopf löst, bekommt man einen
sehr guten düsteren und spannenden Thriller zu sehen, bei dem auch die schauspielerischen Darstellerleistungen überzeugen.

Das Bild auf der Blu-ray ist gestochen scharf, auch bei den dunklen Aufnahmen. Allerdings lässt die Verpackung etwas zu wünschen
übrig. An sich eine schöne Aufmachung in einem schwarzen gehaltenen aufklappbaren Pappcover, jedoch ist der übliche Rückentext
mit FSK-Kennzeichnung lieblos mit einem Klebetikett befestigt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genauso sehenswert wie die schwedische Originalversion, 27. November 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Es gibt Bücherwürmer bzw. Leseratten auf der einen Seite und Filmliebhaber auf der anderen - ich zähle eindeutig zur zweiten Kategorie und bekenne offen dass ich die Buchvorlagen der Larsson-Trilogie nicht gelesen habe.
2010 wurde ich auf Amazon auf die Filme Verblendung, Verdammnis und Vergebung aufmerksam, habe sie bestellt und angesehen. Seitdem 2 x auf DVD, 1 x im ZDF und vor kurzem zum 4. x auf SKY. Damit dürfte klar sein dass mich die schwedischen Filme begeistern und ich der amerik. Neuverfilmung von VERBLENDUNG mit Skepsis entgegen sah.

Stieg Larsson Bestseller-Trilogie hat nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA und Kanada treue Fans, von daher war es (fast) absehbar dass eine US-Version der schwedischen Filme folgen wird. Die überwiegende Mehrheit der amerik. Kinobesucher hat null Bock auf Untertitel - wer kann es ihnen verdenken. Ausländische Filme werden in den USA generell nicht synchronisiert, keine Ahnung weshalb - denn das klappt ja auch bei sämtlichen Animationsfilmen sehr gut.
Im Fall von VERBLENDUNG ist alles klar, MGM hat bei der amerik. Neuauflage mit großem finanziellen Erfolg gerechnet und Recht behalten. Mit Fincher wurde ein Meister seines Fachs verpflichtet und mit Daniel Craig und Rooney Mara wurden die Hauptrollen erstklassig besetzt.
Mittlerweile habe ich die US-Version sowohl im Kino als auch auf englisch und deutsch bei SKY gesehen und soeben hier auf DVD bestellt. Von daher kann ich mitreden und erlaube mir eine Beurteilung.

Die Kritik die hier von einigen gegenüber Craig geäußert wird kann ich nicht nachvollziehen, er hat mir als 'Mikael Blomkvist' ebenso gut gefallen wie vor ihm Michael Nyqvist. Craig kannte ich nur aus seiner Rolle in Road to Perdition und Rooney Mara kannte ich nur aus The Social Network, von daher war ich Craig gegenüber völlig vorurteilsfrei.
Dass sich das zierliche Persönchen Mara nach DER ultimativen 'Lisbeth Salander' von Noomi Rapace überhaupt an die Rolle herangewagt hat ist ihr hoch anzurechnen!
Es dürfte Mara klar gewesen sein dass sie auf Gedeih und Verderb mit Rapace verglichen wird und es fast unmöglich ist deren schauspielerische Leistung zu toppen.
Das gilt allerdings nur für die Zuschauer die die schwedische Originalversion kennen - und die befinden sich in den USA und dem englisch sprechenden Teil von Kanada ganz klar in der Minderheit.
Christopher Plummer als Martin Vanger war klasse wie man es von dem Oscar-Preisträger und alten Hollywood-Haudegen nicht anders erwarten konnte. Allerdings war er m.E. kein bißchen besser als Sven-Bertil Taube im schwedischen Original. Das gilt auch für den Vergleich von Robin Wright zu Lena Endre in der Rolle der 'Erika Berger' und Stellan Skarsgård zu Peter Haber als 'Martin Vanger'. Robin Wright hat man in der deutschen Synchronisation die enervierende Piepsstimme von Irina von Bentheim verpasst - welch krasse Fehlentscheidung.
Summa summarum sind für mich (fast) alle gleichwertig, kein einziger Schauspieler der US-Version konnte die der schwedischen Originalversion toppen.

Finchers Verfilmung unterscheidet sich in Details, die auf Nichtkenner der Romanvorlage - die wie ich die schwedische Originalversion ZUERST gesehen haben - befremdlich wirken.
Dass Finchers Lisbeth gegenüber Blomkvist romantische Gefühle entwickelt und in der Schlussszene mit Enttäuschung auf dessen Beziehung zu Erika reagiert - mag schon sein dass das in Larssons Buch so zu lesen war - aber ich empfand das Weglassen jeglicher romantischer Gefühle von Salander gegenüber Blomkvist in der schwedischen Verfilmung als authentisch. Salander hatte es in ihrer Kindheit und Jugend hautnah mit 'Männern, die Frauen hassen' zu tun, ging psychisch und physisch jahrelang durch die Hölle und wurde als Erwachsene erst vor kurzem von ihrem neuen perversen Vormund brutal vergewaltigt - wer kann da schon auf ein happy end in den Armen von Blomkvist hoffen? Das hätte ich persönlich als an den Haaren herbei gezogen empfunden.
Apropos 'neuen perversen Vormund' - Yorick van Wageningen ist als 'Nils Bjurman' der US-Version geradezu eine Light-Version (damit ist ausdrücklich nicht sein Gewicht gemeint!) gegenüber Peter Andersson dem 'Nils Bjurman' der schwedischen Originalversion.
Die Vergewaltigungsszene und Lisbeths darauffolgenden Rachefeldzug im schwedischen Original wurde von Fincher keinesfalls besser oder eindrucksvoller in Szene gesetzt - im Gegenteil.

Warum man in Deutschland den Buch- und Filmtitel VERBLENDUNG gewählt hat ist nicht nachvollziehbar?
Larsson hat sein Buch unter dem wörtlich ins deutsche übersetzten Titel "Männer, die Frauen hassen" geschrieben und genauso hätte das Buch und der Film genannt werden sollen.
MGM hat noch eins draufgesetzt und den Film unter dem Titel 'The Girl with the Dragon Tatoo' veröffentlicht. Der ist wie der deutsche Titel völlig daneben.

Von mir gibt es - wie bei der Originalversion - die volle Punktzahl, allein schon weil ich den Film bis jetzt 3 x angesehen habe und dabei keinerlei Ermüdungserscheinungen verspüre. Wenn ich das nur von anderen Filmen in meiner DVD-Kollektion behaupten könnte, in der es von Rohrkrepierern (aufgrund guter Rezensionen auf Verdacht gekauft) nur so wimmelt.
Ich sehe der US-Version von Verdammnis mit Vorfreude entgegen und bin gespannt wer die Regie übernimmt und welche Schauspieler für die Rollen von 'Alexander Jalachenko', 'Ronald Niedermann' und nicht zuletzt 'Peter Teleborian' gefunden werden.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. *****
Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Also ich kenne die Bücher und die schwedische Verfilmung und finde diese Verfilmung top! Kann endlich mal sagen, dass auch die USA-Verfilmung von super Qualität ist. Besonders gelungen bei dieser Version sind die Schnitte bei den Parallelhandlungen. Ich bin übrigens genauso begeistert von der schwedischen Verfilmung sowie den Romanen. Ein Vergleich ist unnötig, da Künstler immer ihre Freiheit der Interpretation in Anspruch nehmen sollen. Und beide Verfilmungen sind sehr nah am Buch!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SEHR spannender Film. Keine Minute Langeweile., 10. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Ich kenne die Bücher nicht. Ich habe die schwedischen Verfilmungen gesehen und bin dabei fast eingeschlafen. Diese konnten mich überhaupt nicht fesseln und irgendwie habe ich hier - vielleicht auch weil ich sie so langweilig fand - auch die Handlung nicht verstanden. Ich vermute, dass die schwedischen Verfilmung für die Liebhaber des Buches die bessere Fassung sind, was den Fankreis erklären könnte. Irgendwie sind mir diese Verfilmungen zu ... zäh.

Da ich also bislang keine positiven Erfahrungen mit dieser Geschichte gemacht habe, bin ich sehr kritisch an die Neuverfilmung von Fincher herangegangen und war aber sehr positiv überrascht. Diese gestraffte und actiongeladenere Version entspricht meinem Verständnis von einem Thriller, wie er sein soll. Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Ich finde auch die schauspielerischen Besetzungen sehr gelungen. Ich bin froh, dass es diese Version doch noch gab, denn ansonsten wäre eine eigentlich sehr gute Geschichte an mir spurlos vorbeigegangen. Vielleicht lese ich jetzt doch noch das Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top - Thriller!!!, 5. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Also manchmal zweifle ich wirklich an der Intelligenz mancher Menschen!!! Man sollte sich im klaren sein das es durchaus Personen gibt die sich Rezensionen ansehen und einen Film wie diesen vielleicht durch die (derzeit) 6 vollkommen unverständlichen 1-Sterne Bewertungen im Regal stehen lassen!!!

Wenn ja gratuliere ich!! Dann haben sie es geschafft und verpassen einen der besten Thriller des Jahres!! Die Millenium Trilogie steht außerhalb jeder Diskussion!! Wie auch die schwedische Verfilmung!! UND auch Finchers Version!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top!!! Spitzenfilm, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Mal ganz davon abgesehen, das ich weder die Erstverfilmung noch das Buch kannte, war ich total begeistert von diesem Film. Habe ihn als erstes im Kino gesehen und nunmehr auch auf BluRay. Schauspieler spitzenklasse, starke Filmmusik und spannende Unterhaltung. Einer der besten Thriller die das Kino in den letzten Jahren zu bieten hatte.
Handlung und Inszenierung: 5 Sterne
Schauspieler: 5 Sterne
Filmmusik: 4 Sterne
Spannung: 5 Sterne
Action: 5 Sterne
Special Effects: 4 Sterne
Kamera: 5 Sterne
Qualität: 5 Sterne
Auf jeden Fall empfehlenswert und ein Film zum "mehrfach" schauen....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An sich gelungene Neuverfilmung des Bestsellers von Stig Larson, 21. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Inhalt:

Der Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hat gerade einen Prozess gegen den Unternehmer Wennerström wegen Verleumdung verloren, weil er die Behauptungen in seinem veröffentlichten Artikel nicht beweisen konnte. Er hat nicht nur eine empfindliche Geldstrafe zu zahlen, sondern auch seinen guten Ruf verloren. Der alternde Unternehmer Hendrik Vanger (Christopher Plummer), ein Gegenspieler Wennerströms, hat den Prozess beobachtet und engagiert Blomkvist. Dieser soll für ihn das Verschwinden seiner Nichte Harriet und den vermuteten Mord an ihr vor über 40 Jahren aufklären und damit in die tiefsten Geheimnisse des zerstrittenen Familienclans eindringen. Offiziell soll er die Memoiren Vangers schreiben. Neben einer großzügigen Bezahlung bietet er Blomkvist ferner an, die diesem fehlenden Beweise für Wennerströms kriminelle Machenschaften zu liefern. Blomkvist willigt schließlich ein. Im Laufe seiner Ermittlungen erhält er von der jungen verhaltensgestörten, aber hochintelligenten Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara) Hilfe, die wegen einiger Gewaltausbrüche in der Vergangenheit und in ihrer Kindheit seit über zehn Jahren unter amtlicher Betreuung steht. Nachdem ihr Vormund einen Schlaganfall erlitten hatte, erhält sie einen neuen Vormund, der seine Machtposition zunächst gnadenlos missbraucht. Blomkvists und Salanders Ermittlungen werden von den meisten der Familienmitglieder der Vangers nicht begrüßt. Als die beiden der Auflösung des Verschwindens Harriets nahe sind, geraten sie in Gefahr, da jemand versucht, dies mit allen Mitteln zu verhindern...

Kritik:

Bereits vor drei Jahren wurde die Reihe schon einmal (und sehr gut) verfilmt, es handelte sich dabei um eine schwedische Produktion mit relativ unbekannten Schauspielern. Wie so oft hat sich nunmehr Hollywood des Stoffes angenommen und neu verfilmt.

Um es vorweg zu nehmen, der Film ist nicht schlecht und durchaus sehenswert. Aber an die schwedische Erstverfilmung aus dem Jahr reicht er nicht heran. Und wer diese kennt, hat eigentlich keinen Grund, den Gang ins Lichtspielhaus für die Neuverfilmung anzutreten, da er nichts Besseres bietet. Schauspielerisch ist er bis in die Nebenrollen gut besetzt ' Daniel Craig, Stellan Skarsgard, Christopher Plummer und Robin Wright. Regie führt der renommierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur David Fincher. Die Verfilmung kommt vielleicht gerade deswegen recht düster daher, wie die Romanvorlage und der Regisseur erwarten lassen. Es empfiehlt sich allerdings, das Buch vor dem Kinobesuch zu lesen, da der Film trotz seiner zweieinhalb Stunden Spielzeit derart gerafft wirkt, dass man einige Szenen und die Verhaltensweise einiger Personen mit dem entsprechenden Hintergrundwissen besser bzw. überhaupt verstehen wird.

Fincher verzichtet in seinem Film nicht auf die stellenweise unerträgliche Härte und Grausamkeit der Romanvorlage, er setzt diese konsequent visuell um. Er schafft es dabei gekonnt, durch eine hervorragende Kameraführung, einem genialen Schnitt samt eines großartigen Tonschnitts sowie passenden Szenenbildern die Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit des Grundthemas aufzugreifen und schafft damit eine düstere Atmosphäre. Dies ist jedoch nicht jedermanns Sache. Die Vorstellung, die ich besuchte, wurde von mehreren Zuschauern bereits vorzeitig verlassen. Nahezu ironisch mutet die Besetzung der männlichen Hauptrolle an. Daniel Craig spielt den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist, der alles andere als ein knallharter Mann ist. Der derzeitige James-Bond-Darsteller überzeugt insoweit durchaus in seiner Rolle, allerdings kommen bereits beim Intro des Films erste Erinnerungen an sein Alter Ego auf, da der Vorspann denen der Bond-Filme irgendwie verdächtig ähnelt.

Es irritiert ferner, dass die meisten Nahaufnahmen von Schriftstücken in schwedisch gehalten sind, was auch erwartet werden kann, da der Film bekanntermaßen hauptsächlich in Schweden spielt. Von Zeit zu Zeit schleichen sich allerdings amerikanische Versionen ein (wie etwa die Bibel in Blomkvists Unterkunft oder der von Lisbeth vorgenommene Schriftzug der Tätowierung). Auch ist die Auflösung des Filmes im Vergleich zur Buchvorlage leicht angewandelt.

Der Film wurde für die Golden Globes 2012 in der Kategorie 'Beste Filmmusik' und 'Beste Hauptdarstellerin- Drama' (Rooney Mara) nominiert, ging aber leer aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Verblendung Steelbook [2 Discs] [Blu-ray]
Verblendung Steelbook [2 Discs] [Blu-ray] von David Fincher (Blu-ray - 2012)
EUR 11,60
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen