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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste und ungekürzte Hörbuch
Diese CDs haben mir für den Unterricht sehr geholfen, Effi Briest nicht einfach nur zu Lesen, zu bearbeiten und zu interpretieren, sondern auch zu verinnerlichen. Ein entscheidender Unterschied ist mir nun im nachhinein aufgefallen.
Gert Westphal schafft es, mit seiner heiteren Betonung, den streckenweise doch melancholischen Text, den Figuren eine...
Am 30. Januar 2004 veröffentlicht

versus
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Ohrenschmaus
Nachdem ich schon "Irrungen, Wirrungen" aus der Radioropa-Audioriehe gehört und mir die angenehme, gut intonierte Stimme der Vorleserin gefallen hatte, beschloss ich mir auch diesen Roman Fontanes durchs Ohr gehen zu lassen.

Leider kann man bei diesem hier nicht von einem Ohrenschmaus sprechen. Die Vorleserin ist hier eine Andere, ihre Stimme klingt etwas...
Veröffentlicht am 1. April 2008 von D. Dahlen


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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste und ungekürzte Hörbuch, 30. Januar 2004
Von Ein Kunde
Diese CDs haben mir für den Unterricht sehr geholfen, Effi Briest nicht einfach nur zu Lesen, zu bearbeiten und zu interpretieren, sondern auch zu verinnerlichen. Ein entscheidender Unterschied ist mir nun im nachhinein aufgefallen.
Gert Westphal schafft es, mit seiner heiteren Betonung, den streckenweise doch melancholischen Text, den Figuren eine fröhliche, lebendige Stimmung zu geben. Besonders die Dialoge zwischen Mutter- und Vater- Briest sind, im Gegensatz zur Verfilmung Fassbenders, eher freundlich gesinnt und neckisch. Während Fassbender die Unterhaltungen der Eltern eher ernst, konfliktträchtig, angespannt und verstritten erscheinen lässt. Dieser heitere Tonfall Westphals, passte auch in meiner Vorstellung von einer lebenslustigen Effi besser, als Fassbenders
äußerst depressive, melancholische Darstellung Effis.
Mir ist klar geworden, wie unterschiedlich man einen Text interpretieren kann, wenn man ihn anders akzentuiert. Nach dem Motto: der Ton macht die Musik.
Ohne das Buch zusätzlich zu lesen, geht es glaube ich nicht so gut. Darum vielleicht erst ein bischen lesen, um sich eine eigene Vorstellung von Effi und der Stimmung machen zu können.
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Effi Briest- ein weites Feld..., 6. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte der jungen Effi Briest, die durch die Hochzeit mit dem Landrat Innstetten immer mehr an Lebensfreude verliert und sich schließlich in eine Affäre stürzt, die tragisch endet, ist eines der bedeutendsten Werke des deutschen poetischen Realismus. Auch wenn sich einige Passagen des Buches auf den ersten Blick eher schleppend lesen, reicht ein genauer Blick, um festzustellen, dass sich hinter diesen Passagen viel mehr verbirgt. Bereits in der Beschreibung des Innenhofes, die am anfang des Romans steht, versteckt sich der komplette Verlauf von Effis Leidensgeschichte, der sich erst nach genauer Interpretation der Motive zu erkennen gibt, als Beispiel die Schaukel und mit ihr das Motiv der Luft, des Schwebens, das den ganzen Roman hindurch ein Sinnbild für Effis Persönlichkeit darstellt. Auch die Leidenschaft und das Gefühl, die in diesem Roman zum Ausdruck kommen, werden erst bei genauem Betrachten und der Interpretation der einzelnen Motive und Stilmittel deutlich, dafür aber umso stärker, als sie in einem "normalen" Roman unserer Zeit überhaupt dargestellt werden könnten.

Wenn man bereit ist, sich auf Fontane und seinen -nicht immer leicht zu entschlüsselnden- Erzählstil einzulassen, bietet der Roman "Effi Briest" eine großartige Leseerfahrung und eine Geschichte, die in ihrer Tragik kaum größer sein könnte.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Ohrenschmaus, 1. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (ungekürzte Lesung) (Audio CD)
Nachdem ich schon "Irrungen, Wirrungen" aus der Radioropa-Audioriehe gehört und mir die angenehme, gut intonierte Stimme der Vorleserin gefallen hatte, beschloss ich mir auch diesen Roman Fontanes durchs Ohr gehen zu lassen.

Leider kann man bei diesem hier nicht von einem Ohrenschmaus sprechen. Die Vorleserin ist hier eine Andere, ihre Stimme klingt etwas nasal und sie liest nicht so enthusiastisch - eher gezwungen. Wen der niedrige Preis lockt dem sei dies als Warnung gereicht.

Wen die Sprachgüte nicht interessiert und sich nur für den Inhalt interessiert, der bekommt hier Fontanes vollständiges Werk (und nicht gekürzt wie bei vielen anderen Audioausgaben) zu einem niedrigen Preis.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...das ist ein zu weites Feld., 11. März 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (Gebundene Ausgabe)
"Die holden Wünsche blühen,
Und welken wieder ab,
Und blühen und welken wieder -
So geht es bis ans Grab.

Das weiß ich, und das vertrübet
Mir alle Lieb' und Lust;
Mein Herz ist so klug und witzig,
Und verblutet in meiner Brust".

Ob Theodor Fontane manchmal an die oben zitierten Worte des Dichters Heinrich Heine gedacht hat, als er Effi Briest den letzten Schliff verpasste? Der Schurke des Dramas, Major Crampas, jedenfalls ist ein großer Verehrer des deutschen Dichters, dessen Ansichten über das Leben und vor allem die Liebe er gerne auch vor der Heldin zum Besten gibt. Der Roman selbst ist voller Poesie, auch wenn die realistischen Elemente vorzuherrschen scheinen. Der tragisch gezeichnete Weg der blutjungen Effi Briest, die im zarten Alter von 17 Jahren ihre Hand dem doppelt so alten Adligen, Baron von Innstetten, zur Ehe reicht, weil sie von glanzvollen, gesellschaftlichen Zukunftsaussichten geblendet wird, aber viel zu schnell von der Realität eines unbefriedigenden Ehelebens eingeholt wird, was zu weitreichenden Folgen für alle Beteiligten führt, ist auf eine ganz besondere Art, manchmal sogar bewusst nur sehr wage in seinen Einzelheiten geschildert und lässt dem Leser sehr viel Raum für eigene Interpretationen.

Mit Wonne unterhält die 17jährige Effi ihre Freundinnen mit der Erzählung einer alten Lie-besgeschichte ihrer Mutter. Und eben dieser Verehrer aus längst vergangnen Tagen hält sich nun bei den Briests auf, die sich durch den Besuch des edlen Herrn, der mittlerweile zu Ansehen und Titel kam, sehr geehrt fühlen. Doch sehr groß ist die Überraschung für Effi, als sie erfährt, dass nun eben dieser Baron von Innstetten um ihre Hand angehalten hat. Was der Mutter einst verwehrt blieb, scheint sich jetzt so glänzend bei der Tochter zu erfüllen. Und Effi, von gesellschaftlichem Ehrgeiz gepackt, nutzt ihre Chance. Der große Altersunterschied der Verlobten bereitet den Brauteltern etwas Sorge, doch auch sie se-hen die großen Möglichkeiten ihrer Tochter, die von der behüteten Kinderstube eines bür-gerlichen Hauses direkt einen Platz in Adelskreisen und als Ehefrau eines angesehenen Landrats mit vielversprechenden Karriereaussichten eine gesicherte Existenz geboten be-kommt. Etwas bange ist Effi schon, wenn sie daran denkt, so weit von der Heimat im rau-en Hinterpommern einen neuen Anfang zu machen, doch die vielen Einkäufe zur Ausstat-tung ihres Ehestandes sorgen für Ablenkung. Nach einer ausgedehnten und ziemlich er-müdenden Hochzeitsreise bezieht das Paar ein düsteres Haus in Kessin. Effi ist bald überzeugt, dass es im Haus spukt und die Geschichte des Vorbesitzers in der ein Kapitäns, dessen Tochter und Chinese vorkommt, wobei letzterer eine ungeklärte und unheimliche Rolle spielt, beschäftigt die Phantasie der jungen Ehefrau, die aus beruflichen Gründen sehr oft von ihrem Ehemann allein gelassen wird und ungesunden Gedanken nachhängt. Innstetten zeigt sehr wenig Verständnis für die Ängste seiner Frau und auch dem Gebiet der Zärtlichkeiten vernachlässigt er ein sehnsüchtiges Herz. Auch die feine Gesellschaft erfüllt die Erwartungen Effis nicht. Nur der alte Gieshübler, erweist der jungen Dame Freundschaftsdienste, die sehr geschätzt werden. Etwas Abwechslung erfährt das ver-nachlässigte Naturkind, als ein alter Bekannter ihres Mannes, Major Crampas, in Kessin auftaucht. Crampas nährt den phantasievollen, hungrigen Geist Effis mit spannenden, oder sogar leicht frivolen Geschichten. Natürlich muss die Landrätin den charmanten Frauenheld in Gedanken mit ihrem Ehemann vergleichen, der das genaue Gegenteil von ihm ist. Crampas nennt Innstetten spöttisch einen Erzieher, der Effis Ängste in seinem Sin-ne gebrauche. Fast zu spät bemerkt Frau von Innstetten, wie nahe sie den neuen Freund bereits in ihre Intimsphäre hat eindringen lassen. Doch als sie sich schon aus der Gefah-renzone wähnt, flackern vertraute Wünsche wieder auf und sorgen für neue Ängste und Gefühle.

Effi Briest ist eine der bekanntesten Ehebrecherinnen der Literaturgeschichte. Doch ihr Ende ist nicht von einem festgelegten Schicksal bestimmt. Es sind vielmehr bewusste, menschliche Entscheidungen, die ihren Lauf besiegeln, doch diese hätten nicht unaus-weichlich getroffen werden müssen. Die Heldin wächst in einer Gesellschaft auf, in der strenge Regeln selbst das häusliche Leben bestimmen. In der jugendlichen Vorstellung Effis, in deren Welt diese ganz selbstverständlich gelten, ist eine Ehe mit dem so gegen-sätzlichen Innstetten eine natürliche Sache. Die Heldin glaubt ein ehrgeiziges Mitglied der Gesellschaft zu sein, die den beruflichen Fortschritt ihres Mannes als oberstes Gebot sieht. Um das Ziel zu erreichen, versucht sie opferbereit zu sein, doch bald bemerkt sie, dass das starre Lebensmuster nicht ihrer persönlichen Natur entspricht. Effi sehnt sich nach Geborgenheit, die sie mit Wärme und Zärtlichkeit verbindet. Doch der zurückhaltende Innstetten, dem es zur zweiten Natur geworden ist, stets vernunftbetont zu handeln und Zärtlichkeit oder gar Leidenschaft schon fast fürchtet, kann seiner Ehefrau nicht das ge-ben, was sie sich so sehnlich wünscht. Sehr oft wird beschrieben, wie Effi sich an ihren Mann schmiegt, sich an ihn klammert und dabei zeigt, wie sehr sie sich nach Berührung sehnt. Dann lesen wir bei Crampas, der von Anfang an sehr körperlich auf die junge Frau eingeht, sie flüchtig berührt und schließlich sogar ihre Hände mit heftigen Küssen benetzt. Die eigentlich so natürlichen Wünsche der Heldin nach Intimität werden so unwillkürlich auf ein gefährliches Gleis gelenkt. Von daher kann man wohl sagen, dass Effis Scheitern gesellschaftlich bedingt ist.
Oft wird in Kommentaren über das leidvolle Ende von Effi berichtet, aber im Roman wird auch betont, dass Innstetten leidvoll erkennen muss, wohin ihn gesellschaftliche Konventi-onen gebracht haben. Schließlich bekommt er nämlich den begehrten Aufstiegsposten, doch hat er das Gefühl sich von Herzen zu freuen bereits unwiderruflich verloren. Mit Bit-terkeit betrachtet er sein Leben, welches hätte unter Umständen so ganz anders sein kön-nen. Auch die Eltern Effis halten Rückschau und die Mutter fragt sich, ob sie nicht all das Leid hätte verhindern können, wenn sie ihre blutjunge Tochter nicht mit einem 20 Jahre älteren Mann verheiratet hätte. Und wie so oft in diesem Roman endet das Gespräch der Eheleute mit Briest mit den Worten des Ehemannes: "Ach, Luise, lass... das ist ein zu weites Feld."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ?????, 17. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest. Roman. (Taschenbuch)
Die Fragezeichen sind absichtlich gewählt, denn durch die Zwangslektüre im Deutsch-Leistungskurs und noch mehr durch die nervtötenden Interpretationen wurde möglicherweise bei mir eine innere Abwehrhaltung hervorgerufen, die dazu führte, dass Effi mir als Person komplett auf die Nerven ging und ich deshalb zu einer objektiven Beurteilung der Leistng Fonates nicht fähig bin. Jedoch muss ich sagen, dass mir persönlich der Erzählstil Fontanes nicht gefällt, was möglicherweise daran liegt, dass Fontane anscheinend die wörtliche Rede bevorzugt und der Leser die meisten Informationen, die die Handlung betreffen, aus Dialogen ziehen muss. Im Gegensatz dazu verzettelt sich Herr Fontane dann sehr lange an für die Handlung unwichtigen Beschreibungen von Landschaften, Gebäuden und sonstigem. Dies zusammen vermittelt dann den Eindruck der Langeweile, der hier von vielen Rezensenten beschrieben wird.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Duell, 12. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest, (Taschenbuch)
Theodor Fontane wurde erst sehr spät in seinem Leben als Romanschriftsteller erfolgreich und bekannt. Am bekanntesten wurde er dabei wohl mit der Geschichte der „Effi Briest".
Die Fabel dieses Romans hat ihre Quelle in der Wirklichkeit. Fontane - der auch lange als Journalist gearbeitet hatte - griff eine Zeitungsmeldung aus dem Jahre 1886 über ein Duell zwischen einem preußischen Offizier und einem Amtsrichter auf. Der Anlass war die Liebesaffäre zwischen dem Offizier und der Frau des Amtsrichters, Elisabeth von Ardenne.
Damit hatte Fontane sein Thema, wobei er den Schwerpunkt auf die Darstellung der Persönlichkeit der Hauptfigur - Effi - legt.
Fontane gelingt damit eine der beeindruckendsten Darstellungen des Schicksals einer Frau in der deutschen Literatur.
Der Inhalt sei hier nur kurz skizziert: Die 17-jährige Effi verlobt sich mit dem Landrat Geert von Instetten, der immerhin über 20 Jahre älter ist und früher ein Auge auf Effis Mutter geworfen hatte. Die lebhafte Effi langweilt sich im Haushalt Instettens tödlich, zumal er ihr auch nur wenig Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch die Geburt einer Tochter ändert an der für Effi betrüblichen Situation wenig. Erst ein schneidiger junger Offizier namens Crampas bringt ihre Gefühle in Wallung und Frauen, die sich langweilen, sind ja fast zu allem bereit. So hat sie eine kurze, aber heftige Affäre mit ihm und diese fast schon vergessen, als nach Jahren Instetten die Liebesbriefe von Crampas an Effi findet. Er duelliert sich mit Crampas, erschießt diesen und lässt sich von Effi scheiden, die Tochter bleibt bei ihm. Effi - die Ehebrecherin - gerät in gesellschaftliche Isolation und stirbt schließlich verzweifelt und schwermütig.
Fontane gelingt im Roman eine Darstellung Effis, die sie sehr sympathisch macht u d sie eher als Opfer gesellschaftlicher Konventionen und starrer preußischer Ehrbegriffe zeigt, denn als „Familienzerstörerin".
Neben der sehr subtilen Gestaltung dieser Frauengestalt ist vor allem die Prosa Fontanes zu loben - nicht umsonst hat Thomas Mann von sich behauptet, seine literarische Grundbildung bei Fontane erhalten zu haben. Dieses Werk gehört meines Erachtens zum Kanon deutscher Literatur - man muss es gelesen haben.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nur bedingt empfehlenswert, 15. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest, 4 Audio-CDs (Audio CD)
Die "Effi Briest" gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, also war es ein Muss, auch die Hörspielfassung zu erwerben. Zum Inhalt muss hier sicher nichts gesagt werden, da dieser hinreichend bekannt sein dürfte.
Die aufgebotenen Sprecher, durchweg Schauspieler von Rang und Namen wie Cordula Trantow, Paul Edwin Roth, Martin Held, erweckten mein Interesse. Leider wurde ich durch die vorliegende Fassung doch ziemlich enttäuscht. Zwar ist die Zusammenstellung des Textbuches teilweise gut gelungen, doch fehlen mir einige für mich wichtige Ereignisse, die den Kürzungen zum Opfer fielen (Nur ein Beispiel: Effis Besuch in Berlin, der einen Einblick auf ihre Persönlichkeit gibt, der den restlichen Romanverlauf verständlich macht.)
Die Besetzung der Stimmen war teilweise enttäuschend, vor allem Cordula Trantow als Stimme der Effi Briest ist in meinen Augen eine glatte Fehlbesetzung, die Stimme wirkt wie die einer älteren Frau, während es sich bei Effi doch anfangs um ein junges Mädchen handelt. Zum Teil sind die Texte vor allem der Frauenrollen sehr lieblos und hastig vorgetragen, was den Genuss beim Zuhören erheblich mindert. Gut besetzt sind auf jeden Fall die Personen von Vater Briest und Baron Instetten.
Angenehm ist die technische Seite des 4-CD-Hörspiels: ca. alle 5 Minuten wurde ein neuer Track gesetzt, was den Wiedereinstieg erleichtert, wenn man beim Zuhören unterbrochen wurde. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auf einer der CDs ein Bandfehler vorhanden ist.
Alles in allem: Die Hörbuchfassung, gelesen von nur einem Sprecher, gefällt mir um Klassen besser
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super zur Abivorbereitung, 18. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (ungekürzte Lesung) (Audio CD)
Ich habe mir das Hörbuch zur Abiturvorbereitung gekauft. Gelesen hatte ich das Buch bereits ein Jahr zuvor. Die Betonung ist eigentlich recht gut. Nur in Dialogen verliert man leider schnell den Überblick, da alle Stimmen gleich gesprochen werden und die Sprecherin ihre Stimme nicht verstellt, sodass man manche Stellen öfter hören muss um alles zu verstehen.
Zur Unterstützung bei gleichzeitigem Lesen der Lektüre oder zur Wiederholung ist das Hörbuch jedoch vollkommen ausreichend und vom Preis-Leistungsverhältnis her auch sehr gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Affäre im Dunkeln, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (Gebundene Ausgabe)
Der Roman Effi Briest gilt als DER Klassiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts deutschsprachiger Literatur und handelt von einer lebensfrohen jungen Frau, die eine Ehe mit dem sehr nüchternen und deutlich älteren Baron von Innstetten eingeht. Frisch verheiratet zieht Effi Briest zu ihrem Ehemann in die pommerische Provinz, wo sie die triste Umgebung und die öden gesellschaftlichen Konventionen sehr trübe stimmmen. Hinzu kommt, dass das vom jungen Ehepaar bewohnte alte Haus eine unschöne Vergangenheit hat und Effi, die leicht abergläubisch ist, oft nicht schlafen lässt. Innstetten selbst wird als sehr nüchterner und pragmatischer Charakter beschrieben, der die eigene Karriere über seine Ehe stellt und daher oft wochenlang fort ist. Der Ehebruch durch Effi ist daher vorgezeichnet.

Diese sehr realistische Geschichte endet tragisch, ohne dass Fontane den Ausgang irgendwie erklärt. Im Roman lässt er dazu Effis Vater die letzten (und im Roman mehrmals vorkommenden) Worte sagen: "Das ist ein zu weites Feld", was für einen damaligen Roman sehr modern war. Auch werden Effis Angstneurosen und ihre spätere Depression auf eine sehr anschauliche Art und Weise geschildert. Der Roman ist dennoch mehrheitlich in einer sehr nüchternen Sprache geschrieben, aber stellenweise auch recht schwer zu verstehen, wo antiqierte Begriffe benutzt werden.

Mich persönlich hat es ziemlich geärgert, dass der Roman den Leser in Bezug auf die Affäre ziemlich im Unklaren lässt, da sie in keiner Zeile geschildert wird. Das finde ich dann doch enttäuschend. Hier hätte Fontane, wie Flaubert bei "Madame Bovary", mehr Mut haben müssen, um von mir fünf Sterne zu bekommen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial von Gert Westphal umgesetzt, 8. Oktober 2007
Ich bin völlig begeistert von dieser einfühlsamen Hör-CD von Effi Briest. Gert Westphal schafft es durch seine passende Betonung und Lesegeschwindigkeit nahezu perfekt, den teilweise sehr langatmigen Text (eben Realismus!) genial zu vertonen.
Wenn Sie eine Hör-CD zu Effi Briest erstehen wollen, scheuen Sie nicht den vergleichsweise hohen Preis dieser NDR-Variante von 1987. Es lohnt sich allemal. Sehr empfehlenswert!
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Effi Briest
Effi Briest von Theodor Fontane
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