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331 von 367 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles, eher zwangloses MMORPG, das nicht jedem gefallen wird
Um es zu Beginn kurz zu machen: Guild Wars 2 ist in seiner Nische ein tolles MMORPG geworden, aber Guild Wars 2 ist ebenso nicht das perfekte MMORPG geworden, das jedem interessierten Spieler uneingeschränkt empfohlen werden kann. Das, was das Spiel in seinem Genre besonders macht und mir sehr gut gefällt ist auch gleichzeitig das, was anderen Spielertypen...
Veröffentlicht am 3. September 2012 von Phazonfreak

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rollenspiel oder Arcade-Game?
Dieses Spiel zerreißt mich. Auf der einen Seite habe ich mich verliebt, auf der anderen Seite bin ich schwer enttäuscht.
Fakt ist, dass sehr viel Potenzial in Guild Wars 2 steckt. Ich möchte kurz beschreiben, was mir am MMO-RPG von ArenaNet besonders gefällt:

+ Wunderschöne, atmosphärische Areale. Die Gestalter der...
Veröffentlicht am 23. Mai 2013 von Spiegelbild


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331 von 367 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles, eher zwangloses MMORPG, das nicht jedem gefallen wird, 3. September 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Um es zu Beginn kurz zu machen: Guild Wars 2 ist in seiner Nische ein tolles MMORPG geworden, aber Guild Wars 2 ist ebenso nicht das perfekte MMORPG geworden, das jedem interessierten Spieler uneingeschränkt empfohlen werden kann. Das, was das Spiel in seinem Genre besonders macht und mir sehr gut gefällt ist auch gleichzeitig das, was anderen Spielertypen überhaupt nicht zusagen wird. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass auf dem Spiel unendlich große Erwartungen lasten und es teils von den Medien und den Entwicklern, teils auch von der Spielerschaft selbst im Vorfeld in nicht erreichbare Höhen getrieben wurde, die fast nur zur Enttäuschung führen konnten. Aus diesem Grund erklärt sich die eher zwiespältige Reaktion auf das Spiel.

Ich will nun versuchen zu beschreiben, in welche Nische genau sich Guild Wars 2 mit seinem Konzept setzt und welchen Spielertyp dies am meisten ansprechen wird. Dies wird dann auch gleichzeitig deutlich machen, welche Spieler eher nichts mit Guild Wars 2 anfangen können:

Als Vertreter der MMORPGs besitzt das Spiel alle typischen Elemente des Genres. Man kreiert also seinen Charakter, sucht sich eine Klasse aus und gestaltet das Aussehen, erkundet die Spielwelt und löst Quests, entwickelt seinen Charakter immer weiter. In seinem Grundgerüst ist das Spiel also sehr typisch, allerdings gibt es Feinheiten, die es von anderen Vertretern etwas abheben.
Neben den fürs Genre eher klassischen statischen Quests, die mehrere Möglichkeiten zur Erfüllung bieten, wimmelt es in der Spielwelt von Guild Wars 2 auch von dynamischen Events, die plötzlich passieren, teilweise in verschiedenen Stufen ablaufen und denen man oft über ein Teil der Karte folgen muss. Sobald man durch ein Gebiet läuft wird man eigentlich ständig auf diese orange codierten Events aufmerksam gemacht.
Was am Anfang als wirklich tolle Idee erscheint und viel Spaß macht, nutzt sich mit der Zeit doch ein wenig ab, da sich diese Events sehr oft wiederholen und die Server momentan so voll sind, dass eigentlich ständig sofort Massen an Spielern zur Stelle sind. Obwohl die sichtbare Masse an Spielern teil der wirklich fantastischen Atmosphäre ist, denn es handelt sich hier nicht umsonst um ein MMORPG, so untergräbt sie ein wenig die spürbaren Konsequenzen, die eine Event-Kette haben könnte, wenn sie nicht erfolgreich abgeschlossen werden würde. Es gibt nämlich durchaus Änderungen in der Spielwelt, Händler stehen nicht zur Verfügung, Orte können nicht betreten werden usw., wenn nicht eingegriffen wird. Dies ist allerdings momentan im Großen und Ganzen nicht der Fall. Hier muss man warten, wie es sich in Zukunft entwickelt.

Die Masse an Spielern beeinflusst ebenso das Kampfsystem. Heilung und Unterstützung in der Gruppe läuft nicht direkt ab, sondern wird maßgeblich durch Timing und vor allem durch richtige Positionierung bestimmt. Ein Heilturm heilt nur in seinem Umkreis, ein platzierter Feuerkreis verwandelt alle Attacken nur in seinem Bereich in Flammenschaden usw. Das System gefällt mir sehr gut, da es in Kombination mit der Möglichkeit, fast alle Skills auch in Bewegung auszuführen, dazu führt, dass die Kämpfe sehr dynamisch ausgefochten werden. Gruppen müssen dadurch nicht extra geschlossen werden, Gruppen enstehen sehr spontan und jeder Spieler weiß zumeist intuitiv, welche Aktion gerade am Besten ist. Denn auch wenn meistens nicht groß vorher mit anderen Spielern in Kontakt getreten wird und das Spiel keine festgelegten Rollen besitzt, das System verleitet nicht zum Egoismus, da in einer Gruppensituation immer Spieler bereit sind, am Boden liegende Spieler wiederzubeleben und Unterstützungszauber zu wirken, weil man eben als Gruppe gewinnen will und auch nur so gewinnen kann und es Spaß macht.
Aber auch hier muss klargestellt werden, dass dies nicht jedem Spielertyp gefallen wird, denn Kämpfe erhalten dadurch einen eher chaotischen Charakter; Sie treten schnell auf, laufen sehr fetzig und teils unübersichtlich ab und sind genauso schnell wieder vorbei. Die Spieler kommen kurzfristig zusammen und sind genauso kurzfristig wieder unterwegs. Wem Planungsphase, klare Rollen und zwingende Kommunikation in der Gruppe wichtig ist, der ist zumindest im PvE ziemlich fehl am Platz und dürfte ob der Zwanglosigkeit innerhalb der Gruppe eher enttäuscht sein.

Um alleine oder in der Gruppe zum Erfolg beizutragen, kann man sich wie in anderen MMORPGs üblich in den Fähigkeiten seiner Klasse weiterentwickeln. Guild Wars 2 bietet hier eine Änderung vom Standard insofern, dass man stets nur maximal 10 Skills aussucht und gleichzeitig im Kampf verwenden kann, wobei die ersten fünf der angelegten Waffe(n) entsprechen und sehr schnell freigeschaltet werden und die anderen fünf durch die übliche Progression des Charakters mit der Zeit freigeschaltet werden. Ergänzt wird das Ganze durch ein Trait-System, das in verschiedenen Bereichen der Klasse passive Boni verleiht und ab bestimmten Stufen interessante Entscheidungsmöglichkeiten zulässt, wie der eigene Charakter mit den erworbenen Skills umgeht.
Doch auch hier trifft man wieder auf einen Zwiespalt: Auf der einen Seite (und dazu zähle ich mich) kann man sich daran erfreuen, dass man dynamisch zwischen Kämpfen (und durch die Fähigkeit des Waffenwechsels sogar während der Kämpfe) seine Skills anpassen kann und bei der Progression viele Freiheiten hat. Auf der anderen Seite kann man bemängeln, dass man während der Kämpfe durch die Beschränkung auf 10 Skills und den Skillzwang der Waffe in den ersten fünf Plätzen taktisch eingeschränkt ist. Das Skillsystem von Guild Wars 2 legt großen Wert auf Dynamik und Experimentierfreude, nicht auf breite Taktik während eines Kampfes.

Für mich der stärkste Aspekt des Spiels ist die Grafik und die Atmosphäre. Einziger wirklicher Wehrmutstropfen sind die okayen, aber nicht wirklich umfassenden Gestaltungmöglichkeiten des Aussehens des eigenen Charakters und auf technischer Ebene die teilweise doch arg grob aufgelösten (Boden)Texturen. Die Welt Tyria ist einfach wunderschön und kann mich trotz des Überflusses an MMORPGs im Fantasy-Szenario dann doch nochmal überzeugen. Vor allem die verschiedenartige Architektur der Hauptstädte und die Unterwasserwelt hat es mir sehr angetan, aber auch die unterschiedlichen Landschaften außerhalb der Städte laden sehr zum Erkunden und Bestaunen ein. Vorbildlich wurde dieser Aspekt in das Spiel mit den zu findenden Puzzles, Vistas und besonderen Orten integriert. Das Spiel weiß es einfach, den Entdeckertrieb zu belohnen. Man stelle sich vor, man schwimmt in dem angrenzenden Meer einer Stadt und stößt plötzlich auf eine Öffnung, die in dessen Abwassersystem führt. Man schwimmt hindurch und entdeckt ein unscheinbares Rohr, das in die Tiefe ragt. Einmal hindurchgeschwommen entdeckt man plötzlich eine riesige Höhle, die mit großen Schiffswracks gepflastert ist und eine unheimlich Stimmung verbreitet, fantastisch untermalt durch die Musik. Solche Momente hat man des Öfteren in Guild Wars 2.

Die persönliche Geschichte im PvE, die sich durch Rassenwahl, Entscheidungen bei Charaktererschaffung und mehreren Abzweigungen im Verlauf unterscheidet, erfüllt den Genre-Standard, ist aber kein Highlight des Spiels. An allen Ecken trifft man auf bekannte Fantasy-Klischees und die durchschnittlich vertonten Gespräche werden in ziemlich hölzern wirkenden Cutscenes gezeigt. Sie erfüllt dennoch gut ihren Zweck, denn sie bietet erfeulicherweise auch mal abweichende Aufgaben von dem Sammle- und Töte-Einerlei und nimmt im Verlauf immer mal wieder an Fahrt auf. Durchgehend spaßiger ist jedoch das Craften, da man viele sinnvolle Items kreieren kann. Rezepte werden nicht automatisch beim Steigern des Levels hinzugefügt, sondern müssen in der Welt aufgetrieben oder durch Probieren herausgefunden werden. Toll!
Abseits des PvE ist wie im ersten Teil der Reihe das PvP der wichtige Zeitvertreib in Guild Wars 2, da das PvE nach dem Beenden der persönlichen Geschichte ohne Raids und itembasiertem Endgame auskommen muss. Neben den üblichen instanzierten PvP Gebieten, in denen man hochgestuft auf Maximallevel mit anderen Spielern konkurrieren kann, ist das Herzstück ohne Frage das WvWvW, also serverübergreifende Großschlachten um Burgen, Versorgungswege und neutrale Fraktionen. 3 Server bekriegen sich hier in verschiedenen persistenten Szenarien abseits des PvE um Abschnitte, die bei Einnahme ein Punktekonto füllen lassen, welches in regelmäßigen Abständen den dominierenden Server ermittelt. Dies macht nicht nur aus sich heraus Spaß und weckt starke Wettbewerbsinstinkte, sondern hat durch Boni für die PvE Welt in verschiedenen Bereichen wie Craftingserfolg, Geschwindigkeit der Progression usw. auch spürbare Auswirkungen für den gesamten Server.
Allerdings wird es auch hier Spielertypen geben, die nur recht wenig damit anfangen können. Als einzelner Spieler, der mal ins PvP reinschnuppern will, wird man von Beginn an überfordert und gerät oftmals unter die Räder von marodierenden Horden. Wie in Welt-PvP üblich sammeln sich zumeist große Anhäufungen von Spielern, die recht chaotisch über die Karte wandern. Da kann man sich als einzelner sehr unwichtig vorkommen und sich frustriert abwenden, wenn man mal schon wieder gestorben ist und teilweise lange Strecken zurücklegen muss. Mehr Sinn macht und seinen eigentlichen Reiz entfaltet das WvWvW für organisierte Gilden, die strategisch Punkte erobern oder verteidigen und wo jeder einzelne seinen genauen Platz weiß. In einer gut abgestimmten Gilde kann das dann unglaublich viel Spaß machen.

Das Spiel muss leider in seiner Startphase noch immer mit Bugs und Problemen kämpfen. Einzelne Aspekte (Gruppensystem, Auktionshaus, Itemshop, Überlaufserver) brauchen noch Zeit, um sich zu entwickeln und für die Masse stabil zu laufen, allerdings läuft das Spiel schon jetzt ganz gut, wenn man denn einen geeigneten Rechner zur Verfügung hat. Guild Wars 2 ist nicht unbedingt das perfomanteste MMORPG und verlangt viel von dem Prozessor, gerade wenn viele andere Spieler dargestellt werden müssen. Ich würde sagen, wenn man das Spiel nicht gerade in den untersten Details spielen will, muss man zwingend einen nicht gerade uralten Quadcore-Prozessor sein eigen nennen, sonst wird man mit wiederkehrenden Ruckeleinlagen leben müssen. Grafikkarte und RAM sind zwar auch Faktoren, aber bei weitem nicht so wichtig wie die CPU.

Mir gefällt das Spiel, da mir die beschriebenen Eigenheiten von Guild Wars 2 sehr zusagen. Damit sollte aber hoffentlich auch deutlich geworden sein, dass das Spiel so niemals alle Spielertypen ansprechen werden wird und auch nie wollte. Wer MMORPGs sucht, die klare Klassenrollen, Endcontent bzw. Raids im PvE und taktisch organisierte Gruppenkämpfe bieten (was vollkommen legitim ist), der wird hier nicht fündig. Guild Wars 2 ist ein eher zwangloses Spiel, das man auch mal nur nebenbei laufen lassen kann oder auch längere Spielpausen ohne Probleme zulässt. Dies drückt sich letztendlich auch darin aus, dass man nach dem Kauf keine monatlichen Folgekosten leisten muss.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut, Guild Wars 2, am besten, 30. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Guild Wars 2 ist nicht perfekt, das ist klar. Es bringt auch nicht die, teilweise erhoffte, Revolution in MMOs. Und trotzdem ist es, neben WoW (ja, das habe ich gerade wirklich geschrieben xD), das beste das ich bis jetzt gespielt habe. Aber wieso? Nun zum einen wären da

+ Das Action lastige Gameplay

Natürlich nicht mit der Geschwindigkeit und den Möglichkeiten eines Shooters zu vergleichen, aber im Vergleich zu vielen anderen MMORPGs sehr schnell. Unter anderem auch weil man zwischen zwei ausgerüsteten Waffen im Kampf hin und her wechseln kann, und jede der Waffen bringt eigenen Fähigkeiten.

+ Das schnelle Leveln

Das mögen manche als Casualisierung sehen, was es gewissermasen ja auch ist. Das heißt aber nicht, dass es unbedingt schlecht sein muss. Wer wollte nicht mal alle Klassen auf 80 bringen ohne sich dabei für ein Jahr komplett von der Außenwelt abzuschotten? In GW2 ist das möglich. Und die niedrigstufigen Gegenden werden durch anpassen des Levels trotzdem nicht langweilig.

+ Weltereignisse / ständige Updates

Eines der besten Eigenschaften des Spiels. Immer wieder neue, WIRKLICH interessante, Events, bei denen auch neue Orte und Gegnertypen hinzukommen.

+ Firmenpolitik (Kein Abo)

Wie schon geschrieben. KEIN ABO!! Für Gelegenheitsspieler wirklich nützlich.

+/- Die Welt / Design

Einerseits ist das Weltdesign sehr schön anzusehen, die malerischen Wälder des Caledon Forests, die endlosen Weiten des Diessa Plateaus, die Gebirgsketten der Shiverpeak Mountains, leider wird es meiner Meinung nach mit der Zeit etwas eintönig.

+/- Die Quests

Diese sind ja bekanntlich in Form von Herzen vorhanden. Sie werden aufgefüllt in dem man bestimmte Dinge wiederholt durchführt nach dem Schema Seek and Destroy, natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, diese Unterscheiden sich jedoch kaum voneinander.

- Handwerkssystem

Sehr unübersichtlich und ohne Guide sehr umständlich zu meistern. Entweder man investiert sehr viel Zeit in Farming, oder kauft für teures Gold nen Batzen Material.

Alles in allem Zeit die ich gerne investiere :)

Mfg.
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter den Erwartungen, immer noch sehr gut, 14. April 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Zu Beginn meiner Rezension möchte ich erwähnen, dass ich 7 Jahre lang teils mehr, teils weniger exzessiv GW 1 gespielt habe. Ich schreibe diese Rezension hauptsächlich, da ich hier meiner Meinung nach viel zu viele, viel zu unfundierte Rezensionen mit 1-Stern-Bewertungen sehe, die scheinbar das Spiel nicht ansatzweise genug gespielt oder es verstanden haben. Es war absolut klar, dass dies kein GW 1.1 werden wird. Wem das nicht passt, hätte sich vielleicht im vorraus besser informieren und GW 2 gar nicht erst kaufen sollen. Ich habe momentan etwa 700 Spielstunden, davon etwa 600 mit meinem Dieb. Nun zu meiner eigentlichen Rezension.

In diesem Spiel gibt es im Verhältnis zu den meisten MMORPGs eine sehr breite Menge an Möglichkeiten. 5 Rassen und 8 Klassen stehen zur Auswahl, das macht schon einmal 40 Möglichkeiten. Des Weiteren gibt es einige Aussehensveränderungen und die sogenannte persönliche Geschichte, doch dazu später mehr. Die Erstellung entspricht natürlich nicht Sims, wer das erwartet hat, hat sich mal wieder zu wenig informiert. Endlich braucht man übrigens keine zwei Worte mehr für seinen Namen, absolute Verbesserung zu GW 1. Die Rassen sind sehr schöne Ideen, man trifft einige alte Bekannte aus GW 1, die man jetzt selbst spielen kann, so die Asura, die Norn und die Charr. Die Sylvari konnte man nicht sehen, dafür allerdings ihren Ursprung, den Baum im Funkenschwärmersumpf war es glaube ich.

Das Gameplay hat sich im Allgemeinen für meine Begriffe verbessert. Das verbesserte Movement der Charaktere sorgt für ein deutlich lebendigeres Erleben des Spieles. Man kann in alle Richtungen ausweichen und bei der Bewegung casten/kämpfen, so wirkt alles flüssiger als in jedem anderen Spiel, dass ich vorher gespielt habe. Das neue Questsystem ist keine Revolution, aber eine Verbesserung. Wenn man früher von Questgeber zu Questgeber laufen musste, um seine Quests abzugeben, so gibt es hier einfach ein größeres Areal in dem Quests absolviert werden können. Das entbindet einen davon, sich 5 Minuten Gedanken machen zu müssen, bevor man seine Quests zurückgibt, wie man das am ökonomischsten regeln kann, da die Laufwege oft riesig waren und dadurch immer stumpfe Pausen im Spiel entstanden. Zusätzlich dazu werden an bestimmten Orten nach bestimmten Regelungen oder durch Spieler Events ausgelöst. Auch keine Revolution, aber man hat immer etwas zu tun. Wenn man die Herzen oder die Events nicht machen will, lässt man es einfach. Wie in GW 1 erreicht man LvL 80 relativ einfach, das Spiel wird eigentlich erst dann interessant.

Die Story mag keine sonderlichen Twists haben, oder irgendwie besonders tiefe Charaktere offenbaren, jedoch gibt es immer einen NSC der einen zum schmunzeln bring. Sie führt einen eigentlich hauptsächlich durch die einzelnen Gebiete. Unterbrochen werden sie durch überspringbare Halb-Video-Sequenzen in denen Gespräche stattfinden. Die Charaktererstellung gibt einen gewissen Einfluss auf die erste Hälfte der Story, in der zweiten muss man oft spontan Entscheidungen treffen, wie z.B. sich einem bestimmten Orden anschließen. Einem Leser vom Lied von Eis und Feuer mag alles vielleicht etwas flach erscheinen. Einige Sequenzen haben durchaus epischen Charakter, die Endmission der Story etwa, oder ein Angriff auf eine Insel vor Löwenstein.

Der Build spielt keine so große Rolle mehr wie in Guild Wars 1. Die ersten 5 Waffenplätze werden durch die Waffe bestimmt. Jedoch gibt es für jede Klasse einige Möglichkeiten an Waffensets, so gibt es z.B. für den Dieb sicher mehr als 9 oder 10 Varianten, die eine eminente Wirkung auf den Gesamtbuild haben. Des Weiteren liegt auf dem Platz 6 eine Selfhealfertigkeit, 7,8 und 9 können mit Utilities belegt werden und der Platz auf der 0 ist eine deutlich stärkere Elitefertigkeit. Oft sind nur wenige wirklich gut, aber alle sind spielbar. Darüber hinaus hat man die Wahl zwischen 5 Eigenschaftsarten mit je maximal 30 Punkten die investiert werden können, auf Lvl 80 darf man 70 verteilen. Auf 5/15/25 gibt es einen vorherbestimmten Trait, auf 10/20/30 darf man sich einen von ca 13 aussuchen. Alles in allem wurde etwas abgespeckt, aber man muss zugeben, dass eine derartige Buildvielfalt wie in GW1 einfach zu sehr polarisiert, in Leute die Ahnung von Buildbauen haben und in die ohne. Dadurch entstand eine große Gruppe Noobs und eine große Gruppe Pros. Eigentlich sehr ähnlich wie in Deutschland, aber B2T Gw2 will möglichst viele Zielgruppen erreichen. Gerade die Farmsuchtis werden stark eingeschränkt, um etwas einehitlichere Möglichkeiten für jede Art von Spielern zu bieten. Ah und btw alle Klassen haben die Möglichkeit sich mitten im Kampf komplett neu einzustellen. So haben die meisten Klassen ein zweites Waffenset, dass die ersten 5 Waffenskills komplett neu auslegt, der Ele hat seine Elementareinstimmungen, der Ingenieur seine Waffenkits etc... Dadurch bietet sich die Möglichkeit sich auch mitten im Kampf neu auszulegen. Fernkampf - Nahkampf oder 1on1 -> Aoe.

Besonders schön finde ich alle Bemühungen Arenanets die Wirtschaft stabil zu halten. Dazu zählen die 15% Auktionsgebühr oder die Mystische Schmiede. Meiner Meinung nach sehr gute Maßnahmen, um so etwas zu vermeiden, wie dass halbwegs wertvolle Gegenstände nur noch in Bargeldäquivalenten bezahlt werden können -> siehe Ectos/Armbraces. (Die GW1ler wissen was ich meine)

Crafting ist relativ Mainstream ausgebaut, jedoch gibt es sehr verschiedene Möglichkeiten an seine Rohstoffe zu gelangen und diese zu verarbeiten. Auch das Erforschen neuer Rezepte gestaltet das ganze sehr viel attraktiver. Wenn man konsequent alles abbaut, was einem über den Weg läuft, der wird eher ein Problem damit haben, dass er seine Gegenstände noch nicht anlegen kann und nicht schon viel zu hoch ist.

Das Balancing gelang relativ gut, der Krieger hat sich zwar als Speedrun-Klasse etabliert, die anderen Klassen unterliegen ihm aber nur um Haaresbreite. Bisher habe ich noch keine Gruppe gesehen, die etwas sagte wie:"Wääh du bist Dieb, wir nehmen dich nicht mit!"

Wer sich über den Itemshop aufregt, hat sich diesen imo nicht richtig angesehen. Alle dort angebotenen Gegenstände bieten keine bis minimale Vorteile gegenüber anderen Spielern. Im Gegensatz zu GW1 kann man sich neue Charplätze/Bankplätze etc. auch einfach mit ingame Gold kaufen ! Wenn jemand meint 2000€ für dieses Spiel extra ausgeben zu müssen, dem kann ich nur danken, das nächste Addon kommt bestimmt wieder kostenlos !

Die Welt ist wunderschön designt. Ich hab schon mehrere hundert Screenshots von so vielen kleinen, aber versteckten Orten, die trotzdem mit viel Liebe designt wurden. Oft belohnen einen Jumping Puzzles mit einem traumhaften Anblick und einer kleinen Belohnung in Form einer Truhe. Das erkunden ist durchaus eine Disziplin für sich. Wer sagt 60% gingen zu schnell, soll doch mal bitte 100 machen, es besteht schon ein gewisser Anspruch. Auch hat man durch das Design einfach Lust alles zu erkunden und nicht einfach wie bei jedem Spiel durchzurushen. Gerade, dass das Rushen abgeschafft wurde, finde ich ist eine der besten Neuerungen. Jeder muss sich selbst darum kümmern und kann sich eben NICHT einfach durch Gems 10000000g kaufen und sich alles rushen lassen. Wo bleibt da der Spielspaß? Jumping Puzzles sind übrigens teils anspruchsvoll, teils einfach, also für jeden ist etwas dabei. Besonders schön finde ich es, wenn man zum Beispiel das gute alte ToA am Meeresgrund entdeckt.

Wie in GW1 erreicht man eine perfekte oder zumindest sehr gute Ausrüstung sehr einfach. Das wirkt wieder einer Polarisierung der Möglichkeiten einzelner Spieler entgegen. Zumindest gelbes Equip erreicht man locker mit dem ersten Char bis Lvl 80. Exotisch lässt sich recht einfach erlangen, z.B. durch erforschen der letzten Gebiete (soviel zu, das lohne sich nicht, weil man eh nur mit Müll belohnt wird), das "neue" aufgestiegene Equipment erfordert etwas mehr Zeit, ist jedoch auch nicht obligatorisch. Die 4,5 Stats pro Teil machen keinen signifikanten Unterschied. Es gibt natürlich wieder viele sehr teure oder schwer zu erreichende Skins, aber wer sich nicht die Mühe machen mag, muss dies auch nicht.

Das Lootsystem ist so gut wie nie. Es gibt kein "Boah _____ dich, du hast mir meinen Mob geklaut!!!!!!!!!!!!!!" von 12-jährigen mehr. Ab einem gewissen Minimalschaden, der schätzungsweise überfarmen verhindern soll, bekommt jeder Loot. Außerdem gibt es eine Lootsperre, die zwar relativ leicht umgangen werden kann, aber auch hier sind Maßnahmen gegen Dauerfarmen vorgenommen worden.

Dungeons sind ab Lvl 30 erreichbar und bieten durchaus einiges an Anspruch und Belohnungen. Zwar wird man dort oft unter Level 80 diskriminiert, aber es gibt durchaus auch noch freundliche Gruppen. Der Schwierigkeitsgrad ist viel diskutiert, oft sind die Bosse einfacher, als die regulären Gegner, so zum Beispiel oft im Zwielichtgarten. Das ändert nichts daran, dass sie durchaus Spaß machen. Besonders herauszuheben sind die Fraktale der Nebel, die mit einem steigenden Schwierigkeitslevel für jeden etwas bieten. Zwar gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt zu wenige einzelne Fraktale, aber durch die Steigerung machen sie immer Spaß, da sie immer einen gewissen Anspruch bieten.

Das Erfolgssystem ist relativ neu. Für viele Dinge verdient man Erfolgspunkte, für einige besondere auch einen Titel, der unter dem Namen angezeigt wird. In Gruppen kann dadurch jeder abschätzen, wie das allgemeine Spielverhalten der Mitspieler ist.

Das WvWvW ist eine sehr nette Idee. Die Karten sind extrem ausgeglichen. Durch die Effekte auf das PvE gibt es einen gewissen Anreiz für JEDEN Spieler, sich im WvWvW zu engagieren. Was für jeden, der sich nicht damit beschäftigt hat, aussehen mag, als ob 50 Leute sinnfrei in der Gegend rumlaufen, unterliegt einem oft strengen Regelungssystem, das eine gewisse Hierarchie und Disziplin der Mitglieder erfordert. Viele Gilden machen mehrmals täglich riesige Raids im TS. Durch Belagerungswaffen, Festen etc. gibt einem das ganze ein gewisses episches Gefühl. Nach einigen Wochen exzessivem WvW war es allerdings allmählich etwas ausgelutscht.

Das sPvP ist meiner Meinung nach deutlich besser als das von GW 1. Die Karten sind ausgeglichener, nur der Downstate nervt ein wenig, da man oft mitten im Finishing Move noch von einem zweiten Gegner getötet wird. Durch kleine kartenspezifische Extras, wie ein Trebuchet, oder bestimmte Waldtiere, die es zu töten gilt, entsteht eine gewisse Flexibilität. Ansonsten ist es das typische Erobern und Halten von 3 Punkten. Das Rangsystem wirkt etwas zu langwierig, ich habe nach sehr vielen Stunden dort erst Rang 20 erreicht (von 80/90). Benötigte Punkte natürlich exponentiell steigend. Dort zeigt sich eine gewisse Inkosequenz gegenüber dem PvE, es trübt allerdings den Spaß nicht wirklich, da das PvP vom PvE komplett getrennt ist. Wie in GW1 hat jeder Spieler Zugang auf Maximales Equip, nur werden mit steigendem Rang neue Skins erreichbar.

Das Gruppenspiel ist natürlich nicht wirklich vorhanden, wenn ihr es auch nicht darauf anlegt. Das ist der größte Kritikpunkt den ich bisher gelesen habe. Dazu kann ich nur sagen: sucht euch eine Gilde ! Im TS werden viele Aktionen geplant, Gildenmissionen, Dungeons, Fraktale, Storymissionen, PvP, Farmen - alles kann man mit seiner Gilde organisieren, dazu wird die Gilde dafür auch noch belohnt. Soviel zu: GW2 will nicht dass wir in Gruppen spielen >__> Das mag vielleicht für reguläre Gruppen gelten, die man spontan mit irgendwem erstellt und nach getaner Arbeit wieder auflöst. Diese erhalten hier nur wenige Vorteile. Dafür sind die Gilden von Gruppenspiel noch abhängiger. Gruppenspiel -> Einfluss für die Gilde -> Boost für die Mitglieder. Wer das nicht verstanden hat, sollte sich das Spiel nochmal neu ansehen. Ganz ehrlich, habt ihr in GW1 gegen Ende noch mit pugs gespielt? Helden waren mit genügend Micromanagement soooo viel besser als der Durchschnitt der Randoms. Ich spiele zumindest, wenn man von FoWSC absieht, in GW 2 deutlich mehr in einer Gruppe als in GW 1. Des weiteren sind Gruppen einfach nicht mehr so nötig. Die großen Weltenevents erfordern derart viele Spieler, dass ein langwieriges Gruppenbilden/abstimmen Stunden dauern würde. Gruppen waren auch in GW1 nur noch nötig um die wenigen Elitedungeons, die es nunmal gab, die in GW 2 vielleicht noch kommen werden, zu meistern. Allerdings auf sehr stupide Weise, und das sage ich als langjähriger FoWSCer/DoAler. Jegliche SCs erforderten bestimmte Builds von bestimmten Klassen, da bringen einem die 200 Skills auch nichts. In GW 2 kann jede Klasse jeden Dungeon meistern, wenn der Spieler etwas drauf hat. Wächter mögen gerne gesehen sein, aber prinzipiell gibt es keine Diskriminierung von Klassen. Wenn man ZG machen will, und eine Gruppe sagt glf1m ZG explo, kann man einfach beitreten und niemand sagt so etwas wie, jaa nee du bist Dieb, du stirbst eh nach 1 Minute. Außerdem habe ich in keiner negativen Kritik bisher sowas wie Kombos gelesen. Einer aus meiner Gilde spielt extrem gerne mit mir, weil meine Pistolenentladung in Kombination mit seiner Zeitschleife/ner anderen Mesmerkugel eine unglaublich hohe Zahl an Konfusionsstacks bildet -> extrem hoher Schaden. Es gibt viele AoE Heilungen, so kann man mal eben 10 Spieler auf einmal heilen, obwohl diese nicht in einer Gruppe sind. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten zusammenzuarbeiten. Man kann auch zusammen farmen, da der Loot ja nicht weniger wird, man kann zusammen Bosse legen, man kann zusammen Leveln.

Jetzt möchte ich noch kurz erwähnen, dass es monatliche! kostenlose! Updates gibt. Jeden Monat gibt es neuen Content, der zwar nicht immer gut ankommen mag, aber es gibt immer etwas neues zu tun. Wenn man dies mal mit LOTRO vergleicht, bringen diese zwar auch dauernd neuen Content, der ist aber auch nur minimal groß und ihr bezahlt jedes mal 15€ dafür. Was das Entwicklerteam da leistet ist wirklich gut.

Anpassung des Spielerlevels in niederen Gebieten wurde hier auch kritisiert. Meine Güte, wollt ihr wirklich in Low Level Gebieten rumlaufen, um irgendwie Anfänger auszulachen und ihnen die Mobs wegzunehmen oder sehe ich das falsch? Die Anpassung bewirkt nur, dass ihr auch in niederen Gebieten nicht einfach rumzergen könnt. Das gleicht wieder die Spielermöglichkeiten etwas aus.

Die Einrichtung von Dailies/Monthlies ist auch eine derartige Maßnahme. Man kann jeden Tag bestimmte Aufgaben erledigen. Man muss sich 5 von ca 10 aussuchen, darf also sogar auswählen was man gerne machen würde ! und erhält dafür eine gewisse Belohnung, die einem sogar erlaubt nach einiger Zeit mit nur 20 Minuten am Tag, auf Endgame/Aufgestiegenes Equipment Zugriff zu haben.

Auch das typische Leveln aus anderen Spielen wurde z.B. durch die Stufenanpassung unterbunden und verhindert dieses 1000€-investier-und-ohne-Arbeit-auf-Maximal-Level-Sei. Eigentlich ziemlich altruistisch von Anet. Es zwingt einen wirklich, entgegen der Meinung vieler Rezensenten, absolut NICHT dazu, mehr Geld zu investieren, als die 40€ für das Hauptspiel, was wirklich billig ist. Was hat man von einem F2P, wenn man einmal 100€ ausgibt, aber dann 1 Monat später schon das Neuste vom neuem auf dem Markt ist und man schon wieder Echtgeld investieren muss. Wer einmal GW2 kauft, hat alle Möglichkeiten offen.

Alles in Allem hat hier Anet einen extrem guten Job gemacht. Im Verhältnis zu JEDEM mir bekannten Spiel, haben die Hardcore-20h/Tag-Zocker hier viel weniger Vorteile gegenüber dem 2-h-Feierabend-Spieler. Alles wird hier etwas relativiert, um dieser Elitenbildung, die man von jedem Spiel kennt entgegen zu wirken. Die Ökonomie ist gut durchdacht und wird lange relativ stabil bleiben. Das Gameplay ist genial, die Grafik mehr als ansehnlich. Bugs werden zwar nicht immer schnell, aber zuverlässig gefixt. So wurde zum Beispiel endlich für jeden das Feuerschwert im PvP eingefügt. Und der größte Unterschied: Konzentration wird belohnt. Wer nicht ausweicht stirbt. Oft musste man nur den Tank vorschicken, Gegner anvisieren, Autoattack anmachen und konnte sich dann einen Kaffee machen. So nicht GW2.

Ich liebe das Spiel <3
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guild Wars geht in die zweite Runde!, 3. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Grafisch eines der schönsten MMOs! Die Atmosphäre dieser Online-Welt ist atemberaubend! Auch für Gelegenheitsspieler zu empfehlen. Respekt gebührt ArenaNet, die das Spiel fast wöchentlich mit neuen Inhalten füttern. Dabei ist genau wie beim Vorgänger keine Grundgebühr erforderlich!

Leider vermisse ich das Gameplay des Vorgängers. Die Auswahl an brauchbaren (und überhaupt vorhandenen!) Fähigkeiten ist sehr begrenzt. Hier glich der Umfang an verfügbaren Skills beim Vorgänger beinahe einem Sammelkartenspiel. Leider wurden auch die Fähigkeiten mit der Waffe verbunden, so dass man ziemlich schnell von einem Waffentyp abhängig werden kann, während andere Waffen fast gänzlich ihre Bedeutung verlieren.

Zudem fehlt es etwas an Langzeitmotivation. Ich habe in einem halben Jahr sechs verschiedene Charaktere hoch gespielt, da es nachdem ein Charakter auf Level 80 war und volle Ausrüstung hatte, nichts mehr zu tun gab.
Möchte man andererseits die seltenste Ausrüstungsstufe erwerben, stellt man fest, dass das Spiel sehr zeitintensiv wird.

Der von den Spielern überwiegend positiv aufgenommene WvW-Modus ist toll, konnte mich aber nur bedingt an den Bildschirm fesseln.

Fazit:
Preis/Leistung ist bei Guild Wars 2 absolut in Ordnung.
Klare Kaufempfehlung.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 17. März 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Guild Wars 2 beheimatet nun seit über einem halben Jahr die Regale der Märkte und der Spieler zu Hause, und somit auch das Regal zu meiner Rechten. Viel wurde versprochen, vieles wurde eingehalten, aber nur rund die Hälfte fällt meiner Meinung nach positiv aus. Vorweg: Diese Kritik ist subjektiv und spricht nicht für alle Spielertypen!

Was wurde uns von Guild Wars 2 versprochen?
Vieles wurde versprochen, vieles was eingefleischte Guild Wars 1 Fans wohl sehr wichtig war (man kann springen!), wurde auch eingehalten. Mit einem Neuartigen Levelsystem, einer belebten Welt und einem rießigen PvP Schlachtfeld wurde geworben (und das ist bei weitem noch nicht Alles). So gibt es im Interaktiven Welt gegen Welt gegen Welt Modus eine rießige PvP Welt die nach und nach von den verfeindeten Servern eingenommen werden muss. Je mehr Punkte man mit seinem Server erreicht umso mehr Boni werden für diesen freigeschaltet und nach einer Woche resettet. Keine Schlechte Idee, die Spieler organisieren sich (jedenfalls auf meinem Server) sehr gut. Es gibt ganze Trainingslager für Kommandeure und Übungsabende an denen Taktiken besprochen werden. Leider ergeht es GW2 genauso wie den meisten PvP fähigen mmorpg's, die Spieler teilen sich in zwei Lager: Diejenigen, die das Spiel zum Spaß spielen, und diejenigen die das Spiel Leben und viel zu ernst nehmen. Dort geht leider sehr viel vom "miteinander" verloren. Dennoch ein Pluspunkt für das Spiel, da es für seine Spieler nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Die belebte Welt sollte auch nicht unbenannt bleiben. Mit belebter Welt werden die Events bezeichnet die hier und da regelmäßig gestartet werden. Wer schnell Leveln will, läuft von einem Event zum anderen, leider sieht man so den ganzen Tag die immergleichen Events und viel Abwechslung herrscht nunmal nicht. Auserdem werden für viele Events auch Ansammlungen von Spielern benötigt (Ich möchte mich vom Wort Gruppen abwenden, da Gruppen außerhalb von Instanzen regelrecht nutzlos sind). In den Anfangsgebieten sind meist genügend Spieler unterwegs um die Events schnell und sicher abzuschließen, wenn sich die Spieler aber auf die Welt verteilen und man mitten in einer Quest in ein Event gerät, dass Alleine nicht zu schaffen ist, weit und breit kein Spieler zu sehen ist und das Event die Quest blockiert, ist das doch sehr ärgerlich. Noch ärgerlicher ist es, dass genau dieses Geschehen an der Tagesordnung ist und sich die Entwickler dort wohl sehr vertan haben. Also kein Pluspunkt für die Events, da sie eigentlich mehr nerven, als dass sie die Welt beleben.

Eine Persönliche Geschichte hat jeder Charakter in Guild Wars 2 zu bieten. Man steht oft vor Entscheidungen, die die Quests maßgeblich verändern. Eine schöne Idee im Grunde, leider sieht man sich doch zu häufig vor demn Problem, dass eine persönliche Quest (die in eigenständigen Instanzen stattfinden) alleine nicht zu bewältigen ist, obwohl der Charakter eine viel höhere Stufe besitzt, als die Quest dafür fordert. Mit meinem 80er Dieb saß Ich bereits Stunden an einer persönlichen Quest die für Stufe 59 angelegt war. In anderen mmo's kein Problem, in Guild Wars 2 ein Räuber des Spielspaßes und der Nerven (doch dazu später mehr).
Während der Quest sah ich mich einer Übermacht an Mobs gegenüber, die NPC's waren keine Hilfe und der Schaden der Mobs nicht zu tragen. Am Ende war meine komplette Rüstung zerstört und mein Plan eine Belagerungswaffe zu benutzen wurde in der Luft zerissen, da die Belagerungswaffe stets über ihr Ziel hinausschoss und somit nutzlos in der Ecke stand. Also erneut kein Pluspunkt für die persönliche Geschichte, da sie mir durch die häufige Notwendigkeit von Freunden zu unpersönlich wird.

Das Levelsystem in Guild Wars 2 sollte auch neue Maßstäbe setzen. Letztenendes, macht Guild Wars 2 nichts Anderes als andere mmorpg's, für eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten steigt man ein Level auf, dafür erhält man (ab Stufe 10) einen Eigenschaftspunkt und einen Fertigkeitspunkt. Leider kommt mir das Leveln ab einem gewissen Punkt schier sinnlos vor, da man nur noch levelt um höhere Instanzen betreten zu können. In Guild Wars 2 passt sich das Level des Charakters nämlich an die Umgebung an, d.h. Sollte ich mit Level 25 in einem Gebiet unterwegs sein, dass für einen Charakter der Stufe 10 bestimmt ist, wird mein Charakter ebenfalls auf Stufe 10 heruntergestuft. Daraus resultiert, dass Ich meinen Charakter bis Stufe 80 Leveln kann, aber wirklich Stärker wird er nicht, da er in jedem Gebiet automatisch abgeschwächt wird. So kommt es häufig vor, dass man mit einem Charakter der Stufe 80 noch seine Persönliche Questreihe beenden will, dort ebenfalls auf das entsprechende Level herabgestuft wird und die Quest nicht abschließen kann, weil man gerade keinen Freund zur Hand hat der helfen kann und selbst zu schwach ist. So drängt sich die Frage auf, warum man überhaupt seinen Charakter Levelt, denn beim Leveln geht es darum, dass der Charakter stärker wird, in Guild Wars 2 ist dies aber durch das angepasste Level so gut wie niemals der Fall. Die Entwickler hätten lieber die Möglichkeit einfügen sollen, die Levelanpassung an bzw. abschalten zu können, so wäre der Spielspaß durch einen zu starken Charakter nicht verloren gegangen und der Ärger auf Stufe 80 immernoch gegen 5 mobs der Stufe 40 zu verlieren wäre oft erspart geblieben. Also erneut keinen Pluspunkt für das Spiel, da das Levelsystem regelrecht überflüssig ist, da der Charakter mit den Leveln im Grunde nicht stärker wird.

Das Gruppensystem in mmo's ist oftmals das A und O. Nicht so in Guild Wars! (Leider muss ich mich auf WoW beziehen) Hat man während einer Quest in WoW einen gleichstufigen Freund gefunden der diese Quest auch bestritten hat so lud man ihn zur Gruppe ein. In der Gruppe angekommen musste man 12 Tiger töten (als Beispiel). Alleine hätte man 12 Tiger in langer Arbeit suchen und töten müssen. In der Gruppe jedoch musste jeder lediglich 6 töten, da die Kills der Gruppenpartner gegenseitig zählten. Guild Wars 2 jedoch wirft dieses System über den Haufen. Man kann noch die klassische Gruppe gründen, das Maximum ist jedoch bei 5 Leuten angesiedelt und ob meine Gruppenkameraden nun Questmobs töten kommt mir NICHT zu Gute es sei denn Ich greife die Mobs selbst an, dann bekomme ich für diese auch meine Erfahrungspunkte die Quest und die Beute. Leider muss Ich genau dafür nicht in einer Gruppe sein. Sollte Ich einen Spieler in der Welt sehn der Gegner tötet, kann ich diese anschlagen und bekomme ebenfalls meine Beute, EP und Questerfolg. Gruppen werden in Guild Wars 2 somit nur in Instanzen verwendet und genau da behält GW2 dieses System bei. Schlage Ich den Bossmob nicht an erhalte Ich keine Beute, klingt doch fair. Blöd wird es nur, wenn man mit einem Freund ein wenig Questen will, denn genau dann macht jeder dennoch die Quest für sich alleine. Wo man früher im Team seine Quests abarbeiten konnte wagt Guild Wars 2 den beherzten Griff ind Klo und wirft das Teamwork über Bord. Schade, sehr Schade. Kein Pluspunkt für die Gruppenfunktion da diese doch mehr Sinnlos ist.

Alte Katakomben, ein zwielichtiger Garten und eine Brennende Zitadelle hat Guild Wars 2 als Instanzen zu bieten und das ist nur ein Teil davon. Jede Instanz kommt mit einem Storymodus und einem Erkundungsmodus. Der Erkundungsmodus wird meist 5 Level über dem Storymodus freigeschaltet und beinhaltet höherwertige Beute. Auserdem erhält man spezifische Marken die man für Rüstungssets eintauschen kann, das sind dann z.b. Tränen oder Pflanzen. Der Aufbau der Instanzen ist gut gelungen, wenn die Gegner auch erneut viel zu stark sind. Oft kam es vor, dass ich mit einer Gruppe bestehend aus 5 Charaktern der Stufe 80 an einem Knackpunkt gescheitert bin, weil die Gegner der Stufe 35 zu stark für uns waren. Auch kann man sicht nicht gierig auf einen bestimmten Loot beim endboss freuen, denn der Droppt immer gerade dass was er zur Hand hat. Wo man sich in WoW noch auf den Bosskampf freute und gehofft hat, dass endlich das gewünschte Ausrüstungsteil droppt, geht dieser Nervenkitzel in GW2 leider komplett flöten, jeder Boss kann jedes Item als Beute droppen, doch Recht langweilig meiner Meinung nach. Letztendlich besucht man die Instanzen nur für die erwähnten Marken, um sich Rüstungen zu kaufen. Die Stats darauf sind unterschiedlich, doch Unterscheiden tun sie sich nicht. Die Rüstung aus dem Garten hat genau die selbe Anzahl an Kraft wie die aus den Katakomben usw. Nur die Runen sind unterschiedlich und auch dort ist nicht für jeden was dabei. DIe Rüstung mit der Rune die mir als Dieb die meiste Kraft verspricht, erhöht auserdem meinen Schaden mit Brand attacken. Und genau da denkt sich der Dieb: Was für Brand attacken...ich habe keine Brand attacken. Auserdem gibt es zusätzliche Runen die z.b. die Blutungsdauer erhöhen. Auf den Rüstungen der Instanzen sind ebenfalls solche Runen, allerdings erhöhen die lediglich den Schaden gegen die Gegner die eben in dieser Instanz zu Hause sind. D.h. wenn Ich das komplette Rüstungsset der von Geistern befallenen Katakomben kaufe und anlege, erhöht sich mein Schaden gegen Geister um einiges, nur leider muss Ich genau dann nicht mehr gegen Geister kämpfen! (Gelegentlich in der freien Welt...) Leider erneut ein Griff ins stille Örtchen, kein Pluspunkt für die Instanzen.

Von den Instanzen zur Rollenverteilung im Spiel. Die festen Rollen gibt es nicht mehr. Es gibt nicht DEN Tank oder DEN Heiler, wenn Ich meinen Elementarmagier auf Zähigkeit (Verteidigung) spielen möchte, dann kann ich das und kann somit sogar ein wenig tanken! Nette Idee aber hier kommt der Negativpunkt. Ein "wenig" Tanken deshalb, da die Bedrohung nicht eindeutig funktioniert. Während Man in WoW z.b. ganz einfach mit verschiedenen Attacken die Bedrohung (Aggro) auf sich ziehen konnte ist es in GW2 schon beinahe willkürlich. Nicht selten kommt es vor, dass 3 Krieger in einem Weltevent gegen einen Champion kämpfen, dazu kommen mehrere Fernkämpfer und man selbst kommt frisch dazu. Die Bedrohung des Gegners müsste längst auf den Anderen Angreifern verteilt sein. Doch bereits nach 3 Angriffen stürmt der Champion plötzlich auf einen zu, obwohol man bei weitem nicht den größten Schaden angerichtet hat, noch irgendwelche Attacken angewendet hat, die den Gegner auf einen ziehen. Regelrecht willkürlich wird die Bedrohung verteilt, sehr Schade denn das kostet Spielspaß, da man Angriffe absolut nicht planen kann.

Vom Aussehen her, macht GW2 einen super Eindruck. Die Charaktermodelle sind schick, die Landschaft atemberaubend nur die Waffenskins wiederholen sich zu oft, so hat man das Gefühl man läuft bis Stufe 80 eigentlich immer mit den gleichen Waffen umher, aber das macht nichts, denn die sehen richtig schön aus und man kann das Aussehen der Waffen Transmutieren, d.h. wenn ich eine nicht so aufregende Waffe besitze und möchte ihr einen tollen Look verpassen hab ich dazu mit Transmutationssteinen die Möglichkeit. Ein Pluspunkt für das Aussehen von GW2

Und genau hier bringt es mich zum letzten Punkt der Rezension, der INGAME Support. Der Support auf der GW2 Seite funktioniert bei Passwörtern und technischen Problemen reibungslos und schnell, dafür ein Pluspunkt. Ingame hingegen ist der Support meinen Erfahrungen nach so gut wie nicht vorhanden. Statt Hilfe anfordern zu können, hat man nur die Möglichkeit Bugs zu melden, bei Fragen oder anderen Problemen wird man im Regen stehen gelassen. ein Beispiel: Es ist jetzt ca. 2 Wochen her, dass Ich einen Transmutationsstein für meine Maske verwendete und versehentlich einen Fehler machte. Meine langweilige Starke Maske, sollte das Aussehen der aufregenden schwachen Maske bekommen. Leider unterlief mir ein Fehler und so hatte meine "neue" Maske nun das Aussehen der langweiligen Maske und die STats der Schwachen Maske. Meine Starke Maske war weg und meine aufregende Maske war weg. "Dumm gelaufen dachte Ich mir, der Support wird schon helfen". Zuerst öffnete Ich das Support Fenster schon dort kam mir der Satz entegegen: "Wir können nicht Alle Nachrichten bearbeiten". Hmm das sollten sie aber wenn sie mit den Großen mithalten wollen. Ich beschrieb mein Problem in einer Bugmeldung (denn eine Problemmeldung gibt es erst gar nicht) räumte meinen Fehler ein und verschickte die Nachricht und seitdem warte Ich auf eine Antwort. Ich verstehe ja, dass man nicht Alles bearbeiten und beheben kann, aber man sollte den Spielern wenigstens Antworten! Wenigstens eine Erklärung wie: "Tut uns Leid wir können dagegen nichts machen, versuche doch das Aussehen von der Maske XY", aber nein, es kommt NICHTS. Selbst bei dem noname mmo Flyff bekam Ich zwar erst nach 2 Wochen eine ANtwort und eine Problembehebung war erst nach 7 Monaten möglich ABER es wurde etwas getan! Und nicht von vorneherein gesagt: Wir können nicht alles. Und mit diesem Satz die Arbeit nieder gelegt. Kein Pluspunkt für den Ingame Support!

Alles in Allem nimmt GW2 das Prinzip eines MMORPG's auf, wirft es ein bisschen umher, macht dann einiges Falsch, wirft ein passr neue Sachen dazu und macht erneut einiges Falsch bringt aber trotzdem irgendwie neuen Wind herein, freut sich so darüber, dass sie das neue überarbeiten und noch mehr Falsch machen. Warum Ich dieses Spiel noch spiele? Ich weiß es nicht genau, was mich daran fesselt, evtl, dass ich so spielen kann wie Ich es möchte, da es keine feste Rollenverteilung mehr gibt, dort wird zwar erneut viel Falsch gemacht aber irgendetwas fesselt an diesem MMORPG.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rollenspiel oder Arcade-Game?, 23. Mai 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Dieses Spiel zerreißt mich. Auf der einen Seite habe ich mich verliebt, auf der anderen Seite bin ich schwer enttäuscht.
Fakt ist, dass sehr viel Potenzial in Guild Wars 2 steckt. Ich möchte kurz beschreiben, was mir am MMO-RPG von ArenaNet besonders gefällt:

+ Wunderschöne, atmosphärische Areale. Die Gestalter der Landschaften und der Kulissen haben sich teilweise wirklich selbst übertroffen. Es fühlt sich einfach großartig an, durch die Weiten von Tyria zu marschieren.

+ Ein flüssiger, flotter und fordernder Kampf. Es macht einfach Spaß mit seinem Charakter die Gegner zu bearbeiten. Selten waren Kämpfe so "fluid". Auch macht es Spaß, mit den Waffen zu experimentieren und andere Skillungen auszuprobieren.

+ Die Spielwelt hat seinen eigenen Flair und überall findet man Inhalte, die sich vom typischen Fantasy-Einheitsbrei abheben. Klar, die Sylvari (das Pflanzenvolk) sind ein wenig elfisch. Ja, die Asura (ein kleine, putzige, hochtechnologische Sippe) ähneln den Gnomen aus World Of Warcraft. Und die Charr scheinen auf Anhieb nur Katzen auf zwei Beinen zu sein. Doch alles wurde recht eigensinnig und kreativ gestaltet und ist auf jeden Fall etwas "Eigenes". Das ist erfrischend und interessant.

+ Die Charaktererstellung gestaltet sich recht individuell. Auch kann man seine Rüstungen sehr vielfältig färben. Allgemein mag ich auch die Outfits, die man sich erarbeiten kann.

Dies sind die vier Hauptpunkte, warum ich das Spiel so sehr mag. Die Spielwelt ist im Eigentlichen etwas ganz und gar Wunderbares. Und da das Kämpfen so schön von der Hand geht, schnetzelt man sich theoretisch zufrieden und verzaubert bis zum Endlevel. Aber irgendetwas fehlt. Obwohl ich viel Spaß habe, tritt phasenweise ein bitterer Beigeschmack hervor. Ich kann das Spiel nur 2-3 Wochen spielen, bis dieses Aroma so stark wird, dass ich mich nicht länger betrügen kann. Leere macht sich breit. Unzufriedenheit. Ja... irgendetwas fehlt. Guild Wars 2 kann zauberhaft sein, doch am Ende des Tages reicht es nicht.

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Und wenn ich so da sitze und mal wieder erkennen muss, dass mir ein MMO-RPG nicht das gibt, was ich suche, stelle ich mit leichter Trauer fest, dass man so viel hätte besser machen können. Kleinigkeiten. Lauter Kleinigkeiten, die viel ausmachen. Ideen kommen in mir auf. Ich lasse meine Fantasie freien Lauf und mir fallen Dinge ein, die GW2 viel lebendiger gemacht und mich mit mehr Begeisterung erfüllt hätten.

- In GW2 gibt es keine gewöhnlichen Quests mehr. Auf den Karten befinden sich sogenannte "Herzchen-Quests", die automatisch aufpoppen, sobald man das dementsprechende Areal betritt. Wenn man will, kann man trotzdem mit dem Questgeber reden - muss man aber nicht. Meistens erklärt dieser in 1-2 Sätzen die Lage. Mehr ist auch nicht nötig, denn oft sind es sehr simple und oberflächliche Angelegenheiten, denen man nachgehen soll. Das ist extrem Schade. Ich erinnere mich gerne daran zurück, wie ich sorgfältig und aufmerksam jeden einzelnen Questtext bei WoW durchgelesen habe. Warum? Weil es die Verbindung zum Questgeber enorm vertiefte. Man erhielt viel mehr Informationen zur Spielwelt. Es wurden einem Geschichten erzählt. Sorgen. Anekdoten. All dies war viel, viel, viel, viel vielfältiger als bei Guild Wars II. Leider. Ich vermisse diesen Umstand sehr. Denn wie gesagt: Die Aufmachung weiß zu überzeugen. Die Herzchen-Aufgaben laufen meistens jedoch wie folgt ab: Einleitung: "Wir werden angegriffen. Reduziert die Feinde". Und nachdem man die Quest erledigt hat: "Danke. Das hat uns sehr geholfen". Natürlich kann man auch Äpfel sammeln oder was auch immer. Traurige Wahrheit ist: Alles hat überhaupt keinen Hintergrund, der einen emotional fesselt oder irgendwie ins Spielgeschehen zieht. Man identifiziert sich nicht mit dem Questgeber oder mit der Quest. Es ist einfach nur stumpfes Geplänkel, wenn man es überspannt sagen möchte. Eintönig. Die Aufgaben mögen varieren und man hat sich Mühe gegeben, sie abwechslungsreich zu gestalten... aber im Grunde genommen erzählen sie keine Story und lassen die Spieler kalt. Nach einer Weile fühlt es sich so an, als ob man einfach nur Herzen farmt. Fast wie bei einem Arcade-Spiel. Mit RPG (ROLE PLAY GAME = ROLLENSPIEL) hat das reichlich wenig zu tun, oder? Ja, dieses neue System fühlt sich anfangs erfrischend und neuartig an, leicht und unbekümmert - irgendwie. Schön und gut. Aber wo sind die Quests, die mir mehr bieten? Sie sind nicht vorhanden. Nicht mal...

- ...in der Story. Irgendwie konnte ich mich nie in sie reinfühlen. Nicht als Mensch. Nicht als Norn. Nicht als Charr. Sehr merkwürdig. Ich kann nicht erklären, woran es liegt, aber das Ganze fesselt mich keine Sekunde. Die Konversationen sind lahm. Die Geschichte ist... ich weiß es nicht. Es knistert nicht. Der Funke verglüht.

- Was mich auch ziemlich aufregt, ist der Mangel an Animationen. Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, dem es aufgefallen ist, aber: All die vielen NPCs in den Städten und Co. haben nur 3-4 Animationen. 1: Unterhalten. 2: Eine andere Form von Unterhalten. 3: Mit einem Hammer auf den Boden schlagen 4: Herumlaufen!!! Wie kann so etwas sein? Die Maps sind toll in Szene gesetzt, doch die Figuren stehen überall herum wie Marionetten, denen man die Strippen zerschnitten hat oder so etwas! Argh! Wie kann man nur!? Als Spielentwickler würde ich da doch locker 20-30 Animationen drauflegen, um den Spieler mehr in den Bann zu ziehen, ihn mehr in die Spielwelt zu reißen. Meine Güte, das ist schnell gemacht. Schaut euch mal Herr der Ringe Online an! Die erste Stadt hat das 4-fache an Animationen als GW2 es insgesamt auffährt! So sieht eine liebevoll gestaltete Inszenierung aus. Wie gesagt: GW2 soll ein MMO-RPG sein. R.P.G.! Wie soll ich mich in eine Rolle hineinversetzt fühlen, wenn Städte mit steifen Robotern gefüllt sind, die keiner echten Tätigkeit nachgehen?

- Es gibt nicht mal einen RP-Server. Auch hier frage ich mich ein wenig entzürnt: Wie kann man nur? Warum bietet man der Community nicht diese Option an? Was soll das? Vielleicht müsste man dann ja Animationen nachliefern. Zum Beispiel kann man sich bisher auf keinen Stuhl setzen. Hmm. Ja, so wird es sein. Und warum gibt es kein individuelles Charakterfenster, in dem man seine eigene Geschichte verfassen kann? Auch hier fehlt die Identifikation - und zwar mit dem EIGENEN HELDEN. Es fühlt sich dann nämlich am Ende so an: Jemand, der sich nicht mit der Spielwelt und den Quests identifizieren kann, läuft wild herum und metzelt alles nieder. Er kennt sich nicht mal selbst. <- Wie soll da echte Tiefe entstehen? Klar, ist das nun aus einer extremen RP-Perspektive geschrieben. Aber ich möchte das nicht missen. Wieso gibt man Menschen wie mir nicht einfach die Möglichkeit, sich so zu verwirklichen? Es ist nichts Großartiges oder Aufwendiges. Eine Kleinigkeit. RP-Server auf. Fertig. Sitz-Animationen und vielleicht noch ein bisschen mehr - easy. Fertig. Fenster für persönliche RP-Story - klaro! Fertig. Danke!

- Es fehlen Überraschungen. Die spontanen Events machen am Anfang einen tollen Eindruck und ich möchte sie auch nicht mehr missen. Doch auch sie sind nichtssagend und unbedeutend. Einfach nur ein weiterer Gegner, den man in den Boden rammt. Und so geht es die ganze Zeit. Ich wünsche mir da viel mehr. Dinge, die nur wöchentlich ein einziges Mal triggern oder Ähnliches. Dinge, die mich auf Abenteuer-Reise schicken. Kein oberflächlicher Hack & Slay-Quark. Nach einer Weile wird alles einfach absehbar und es wirkt mechanisch. Selbst die Events. Ja, sogar die großen Drachen, die immer wieder auftauchen. Es gibt im Netz Drachen-Timer und Leute farmen sie regelrecht! Meine Güte... das ist Arcade. Das ist kein RPG! Oh Jammer! Und wo wir bei Überraschungen sind: Ich finde die NPCs allesamt unglaublich langweilig. Kaum jemand hat äußerliche Eigenarten. Sie sehen aus, als kämen sie alle aus der gleichen Fabrik. Es langweilt einfach. Warum steht nicht plötzlich ein Riesen-Asura in Löwenstein, der sich aus Versehen eine falsche Mixtur getrunken hat? Warum können wilde Tiere sich nicht ein wenig mehr wie wilde Tiere verhalten? Ich will nicht noch mehr Beispiele nennen. Aber: Warum ist alles so einheitlich, so steril, so mechanisch, so leblos?

- Im Endlvl-Bereich war ich total deprimiert, weil es einfach nichts mehr zu tun gab. Erfolge sammeln ist mir zu dumm. Wie gesagt: Ich möchte mich in einer abenteuerlichen Welt verlieren - nicht mehr und nicht weniger. Auch eine Mega-Waffe zu bauen ist da ein bisschen zu primitiv, da man im Endeffekt nur herumfarmt. Ich suchte mir also Dungeons heraus, die schöne exotische Rüstungen und Waffen versprachen und spielte diese auch recht motiviert. Doch als ich das Equip dann zusammen hatte, war wieder die Luft raus. Die Welt bietet mir nichts Anspruchsvolles oder Interessantes mehr. Ich würde ja einen 2. Charakter anfangen... aber die Welt von GW2 fesselt mich dazu nicht genug.

- Ich könnte jetzt noch auf das Kampfsystem eingehen. Und auf viele andere Dinge. Aber ich merke gerade, dass ich euch arme Leser vielleicht schon genug zugeträllert habe.

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So viel könnte ich noch aufzählen. Aber ich erspare es mir lieber.

Was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist: Unter dem anfangs wunderbaren Deckmantel schlummert eisig und unangenehm ein Spiel, welches sich lieblos und tot anfühlt. Ich weiß, diese Aussage ist hart. Und ich beschreibe es nicht gerne... denn ich sehne mich sehr nach einem guten MMO-RPG. Glaubt mir das. Ich bin sehr enttäuscht in dieser Hinsicht.

Das Potenzial wäre da. Da bin ich mir sicher. Schade, ArenaNet. Ihr habt eigentlich eine tolle Welt aufgebaut... doch sie ist nicht ausreichend belebt und weckt kaum Neugierde.

Eine Art Casual-Grind-Game mit Arcade-Anleihen, so fühlt es sich manchmal an. Das ist der bittere Nachgeschmack.

[Dieser Beitrag ist nur mein persönliches Empfinden - das sollte klar sein. Danke.]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Spiel für die breite Masse, 19. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Gerne möchte ich hier als langjähriger Guild Wars Spieler meine Meinung zum Spiel ausdrücken und dabei versuchen, unentschlossene Käufer zu einer einfachereren Entscheidung zu verhelfen.

Für wen ist dieses Spiel optimal? (Dies dürfte wohl die zentrale Frage in Bezug auf Kaufentscheidung sein)

Guild Wars 2 setzt seine Prioritäten sowohl für die breite Masse an Gelegenheitsspieler, als auch für angehende Superstars im PvP Bereich. Der Altersdurchschnitt vieler Gilden (Spielergruppen) liegt inzwischen zwischen 30 und 40 Jahren, ich selbst habe häufig auch mit Personen im Rentenalter zu tun, die Gefallen am Spiel gefunden haben.
Den Bereich des PvP habe ich angesprochen, da Arena-Net starke Bemühungen in Richtung E-Sport anstellt, um das PvP populär zu machen. Der Fokus liegt dabei bei klassischen Spielmodi, ohne das Rad neu zu erfinden.

Sind Sie also Gelegenheitsspieler, haben Interesse an einer netten Geschichte, sind bereit diese Geschichte aufgrund unterschiedlicher Rassen und Auswahlmöglichkeiten in der Charaktererstellung mehrfach und etwas unterschiedlich zu erleben, haben Sie Spaß an schnellen PvP Runden und können sich an ungezwungenem Erforschen von virtuellen Welten erfreuen? Dann ist Guild Wars 2 ein Spiel, bei dem Sie nicht viel falsch machen können!

Liegen Ihre Prioritäten aber bei Hardcore-Content, lieben Sie große Gruppenraids bis zu 40 Personen mit festgelegter Rollenverteilung oder erfarmen Sie gerne Stunden und Tage in Dungeons besondere Rüstungsteile, um sich von der Masse abzuheben? In diesem Fall: Finger weg von diesem Spiel!

Einige grundlegende Informationen zum Spiel

Charakter - Level - Grundlegender Spielablauf

Das Spiel ist außerordentlich einsteigerfreundlich (für erfahrenere MMORPGler durchaus sogar zu einach) und führt von Beginn an in die Spielmechanik ein. Das Erstellen eines Charakters geht leicht von der Hand, dafür entscheidet man sich zwischen 5 Rassen sowie 8 (mit dem Add-On HoT bald 9) Klassen. Da jede Rasse auch jede Klasse spielen kann ist man absolut frei in seiner Wahl und kann anhand der Klappentexte eine Entscheidung treffen, die dem eigenen Empfinden nach am meisten Spaß macht. Verschiedene und anfänglich ungewöhnliche Fragen peppen die Charaktererstellung etwas auf, so wird man bei der Erstellung eines Menschen z.B. gefragt, welches Ereignis man in seinem Leben bislang am meisten bereut, Asura (ein gnomartiges Volk) werden nach dem ehemaligen Lehrmeister gefragt usw. Diese Entscheidungen bestimmen später einige Teile der eigenen, persönlichen und instanzierten Geschichte, sodass man mit 3 erstellten Menschen durchaus 3 unterschiedliche Geschichtsabschnitte spielen kann!
Das Levelsystem wurde so erstellt, dass auch Spieler in höheren Levelstufen mit Freunden im Startgebiet zusammenspielen können. Dafür werden diese auf das Maximallevel des jeweiligen Gebietes herabgesetzt (hat ein Spieler also die Maximalstufe 80 erreicht und betritt ein Einsteigergebiet für Level 1-15, so passen sich z.B. Lebenspunkte auf Level 15 an).
Gelevelt wird durch Erfahrungspunkte, die man für so ziemlich alles bekommen kann, was Guild Wars 2 zu bieten hat. Erkundschaften von bisher unentdeckten Gebieten, Erledigen von Gegnern, Absolvieren von "Herzchenquests" (dabei handelt es sich um Quests, welche einmalig pro Charakter abgeschlossen werden können und auf der Karte verteilt und stationär zu finden sind), variable Events, an denen alle Spieler in der Nähe teilnehmen können und entsprechend der anwesenden Spielerzahl skaliert. Außerdem gibt es Erfahrungspunkte für das Meistern von Berufen, Abernten von Erzen, Hölzern oder Nahrungsmitteln usw usw. Das Leveln selbst ist, nach meiner Auffassung, in keinster Art und Weise mit Zwang verbunden. Mit dem erstellten Charakter ist ein einfaches Loslaufen und Erkunden möglich! Dies ist für Neueinsteiger zwar manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ("wo muss ich denn jetzt hin, was soll ich machen?"), bietet aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase erfrischende Freiheiten während des gesamten Spiels. Sie haben keine Lust mehr auf mittelalterliche Bauernhöfe und Felder in den Gebieten der Menschen? Kein Poblem, dann schaut man sich eben den Maguma-Jungle bei den Asura genauer an. Da es kein Questbuch gibt, sondern lediglich die momentan existierende Karte um den Spieler herum, bietet es vorallem für die Gelegenheitsspieler eine optimale Möglichkeit des Spielens und Levelns (es gibt immer und überall etwas zu tun!)

Dungeons

Der Kontinent Tyria bietet insgesamt 8 verschiedene Dungeons. Diese sind vom Level abhängig betretbar (das Erste ab Level 30, das Letzte ab 80) und bieten verschiedene Settings. Jedes Dungeon kann in einem Story-Modus gespielt werden (dieser greift die Geschichte einer legendären Heldentruppe auf), im Anschluss daran kann jedes Dungeon im Explorator-Modus betreten werden. Innerhalb dieses Modus wird die Gruppe anhand eines Auswahlverfahrens gebeten, sich für einen von 3 Wege zu entscheiden, sodass jedes Dungeon 3 Mal auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Gegnern und Bossen gespielt werden kann. Die Gruppengröße beträgt dabei immer maximal 5! (dies betrifft nicht nur Dungeons, sondern alle Bereiche des Spiels)
Die Dungeons sind optisch sehr schön gestaltet, bieten aber für erfahrene Spieler keine Herausforderung. Fertigkeitskombinationen und von den Werten aufeinander abgestimmte 5er-Gruppen erledigen eine Vielzahl der Dungeons in wenigen Minuten, sodass hier von Seiten der Programmierer Nachholbedarf besteht. Der Begriff lautet hier "Speedcleaning" ist ist für viele bereits lediglich eine Art des schnellen Geldverdienens.

Weltenbosse

Zu festen Uhrzeiten erscheinen auf den Karten der offenen Welt sogenannte Weltenbosse, die viele Spieler anlocken und mit besseren und teureren Gegenständen als Belohnung winken. Bei diesen Bossen handelt es sich meist um riesige Wesen (wie Drachen oder Riesenwürmer), die von einer enormen Masse an Spielern erledigt werden müssen und eigene Kampfmechaniken besitzen. Wer also auf riesiges Blitzlichtgewitter steht und mit der Masse von 150 Spielern einem Monster in den Hintern treten möchte, sollte diese Bosse nicht verpassen. Auch hier ist aber der Schwierigkeitsgrad überschaubar, alleine aus der Tatsache heraus, dass die enorme Spielermasse schnell einem angeschlagenen Spieler wieder auf die Beine helfen kann. Einzig die zeitliche Begrenzung muss im Blick behalten werden, damit der Gegner nicht zu spät das zeitliche segnet.

WvWvW

Hierbei handelt es sich um einen PvP Modus, der als großer Endcontent angekündigt wurde, diese Rolle aber nie übernehmen konnte. Verschiedene Server kämpfen hier, zusammengerottet um einen Spieler mit Commandersymbol, gegen andere Spielergruppen von anderen Servern (immer 3 Server zeitgleich). Die Schlachtfelder sind recht groß und beinhalten Burgen, Türme, Schlösser, Nachschublager usw. Diese können vom eigenen Team eingenommen und verteidigt werden. Jede vom eigenen Team gehaltene Einrichtung gewährt dem gesamten Server (also auch denen, die nicht am WvWvW teilnehmen) besondere Boni, z.B. extra Erfahrungspunkte beim Ausüben der Berufe. Eine Schlacht dauert dabei mehrere Tage, in denen Punkte gesammelt werden und entscheiden, ob der Server (ähnlich einer Liga) aufsteigt, die Wertung behält, oder aber absteigt.
Zwar ist der Modus eine tolle Idee, ist allerdings nur in einer Gruppe ab 5 Personen sinnvoll. Als einsamer Wolf ist das Einnehmen von Türmen usw schier unmöglich, da hierfür Tore mit Belagerungswaffen durchbrochen werden müssen. Auch hier gibt es aber Gilden, die sich WvWvW auf die Fahnen geschrieben haben und regelmäßig für ihren Server in den Krieg ziehen. Große Kämpfe machen hier viel Spaß, auch wenn man als unterlegenes Team den Rückzug antreten muss. Einzig das Fehlen von taktischen Elementen ist hier zu bedauern.

PvP

PvP ist einfach zu spielern, aber schwer zu meistern. Bislang einiziger Modus ist hier "Capture the Flag", welcher auf verschiedenen Karten ausgetragen wird. Neueinsteiger werden/können über Übungspuppen an PvP herangeführt (werden). Alle Charakter sind hier von Rüstung und Level gleich aufgestellt, sodass letztlich nur die eigene Fähigkeit und die Kombination aus gewählten Fertigkeiten und Eigenschaftswerten über Sieg und Niederlage entscheiden.

Holy 3

Unter diesem Begriff versteht man die Aufteilung der Klassen in Heilung, Tanken und Schadensoutput. Diese Aufteilung ist in Guild Wars 2 NICHT VORHANDEN! Überzeugte "Holy-Priester" aus WoW werden ihren Spielstil in Guild Wars 2 also nicht wiederfinden. Die Mechanik sieht vor, dass JEDE Klasse JEDE Rolle übernehmen kann. Zwar ist ein Dieb vermutlich niemals ein so sinnvoller Heiler wie ein auf Wassereinstimmung spielender Elementarmagier, dennoch könnte er sich auf Heilung skillen. Die Entscheidung der eigenen Spielweise ist daher nicht klassenabhängig, sonderen in der offenen Spielwelt spielspaßabhängig.

Wirtschaftssystem

Arena-Net gibt den Spielern ein umfangreiches Bezahlsystem an die Hand. Da keine monatlichen Gebühren anfallen finanziert sich das Unternehmen einzig durch den Verkauf des Spiels sowie über einen existenten Online-Shop, der kein Pay-2-Win beinhaltet. (Unter Freunden bezeichnen wir das System gerne als Pay-2-Fun, da beispielsweise Taschenplatzerweiterungen im Shop angeboten werden und diese beim Erwerb den Frustfaktor senken, wenn die eigene, kleine Tasche mal wieder überquillt). Ansonsten beinhaltet der Shop primär optische Highlights wie Skins für Rüstungen und Waffen, Rückenteile usw, die keinen spielerischen Vorteil mit sich bringen.
Ingame-Währung (Gold) kann dann sogar gegen Gems (also die Echtgeldwährung) umgetauscht werden, sodass Spieler auch auf den Shop zugreifen können, ohne einen Cent zu investieren. Selbiges ist allerdings auch andersherum möglich (Gems zu Gold), was Spieler zwar im Spiel reicher macht, aufgrund einer fehlenden Itemspirale aber nicht mächtiger.

Fehlende Itemspirale

Anders als in vielen anderen MMO's verzichtet Guild Wars 2 auf immer stärker werdende Rüstungen und das Anheben der maximalen Levelstufe. Dies hat zur Folge, dass wirklich jeder (auch Spieler, die lediglich 30 Minuten am Tag in Tyria verbringen wollen) die höchste Rüstungs- und Waffenklasse erwerben bzw erspielen können. Nachteilig ist für Vielspieler natürlich, dass man nach einer gewissen Zeit den Charakter absolut ausgerüstet hat und vor der Frage steht: was mache ich als nächstes? Arena-net wird an der kleinen Itemspirale festhalten um somit dem Entwerten von bestehenden Spielinhalten entgegenzuwirken, wie nach einem Interview bekannt gegeben wurde.
Grinder kommen also in Guild Wars unter umständen nicht auf ihre Kosten.

Endcontent

Die Probleme eines jeden großen MMO's ist es, die Motivation der Spieler aufrecht zu erhalten. Aufgrund der kleinen Itemspirale legt Arena-net den Fokus daher auf optische Verbesserungen des Charakters, PvP und in Zukunft intensiver auf den Bereich des Erkundens im PvE.

Fazit

Das Spiel fordert keine enormen Onlinezeiten, keinerlei Vorkenntnisses im MMO Bereich, keine tigergleichen Reflexe und auch keine 20 Freunde, die das Spiel bereits lange Spielen. Sehr viele Gilden helfen besonders Neueinsteigern und erklären, was einer Erklärung bedarf. Der Mangel an Konversation mit der Spielerschaft vorallem im europäischen Raum ist zwar von Seiten A-Nets unangenehm, für den Casual-Gamer aber letztlich kein Grund das Spiel zu erwerben oder eben nicht. Der Shop ist fair, weitere Kosten kommen auf den Käufer (mit Ausnahme weiterer Add-Ons) nicht zu. Die deutschsprachige Community ist zu sehr großen Teilen äußerst freundlich und hilfsbereit. Optisch ist Guild Wars 2 nach 3 Jahren zwar nicht mehr auf dem allerneusten Stand und kann sich nicht mit Spielen wie The Witcher 3 messen, für ein MMO braucht es sich aber definitiv nicht verstecken. Hardcontent findet sich nur sehr wenig im Spiel wieder und die Verwischung von Zuständigkeitsbereichen der Spielerklasse lässt die Individualität des Charakters missen, dennoch hat mich das Spiel bis jetzt immer wieder einen Blick nach Tyria werfen lassen, ohne das ich es hätte bereuen müssen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifellos eines der größten MMORPGs, 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Große Fantasywelt mit exzellenter Grafik und einem breiten Spektrum an Inhalten, von einfach bis fordernd.

Gefordert wird, je nach Inhalt, vor allem Reaktion und Aufmerksamkeit. Unverbindliche Tätigkeiten rangieren von 5 bis 20 Minuten, im 5er Team zu bestehende Aufgaben bis zu 3 Stunden (je nach Erfahrung). Teambuild-Komplexität wie im Vorgänger gibt es leider nicht mehr, wodurch indirekt der Schwierigkeitsgrad nach oben begrenzt wird. Es gibt Teambuild-Komponenten, die aber bis auf wenige Ausnahmen so geringe Effekte haben, dass es höchstens für Speedclears nötig wird, bestimmte Charakter-Klassen mitzubringen.

Der Bezahl-Teil mit "Gems", der den Machern über den Kauf hinaus Geld einbringen soll, ist Zwangfrei gehalten. Die meisten so käuflichen Dinge sind reine Kosmetik (Kleidung, Gimmicks), einige sind Bequemlichkeiten, ganz wenige sind harte Account-Erweiterungen (Charakterplätze, zentrale Inventarplätze "Bank"). Letztere sollen einfach eine sinnige Alternative zum Kauf eines weiteren Accounts bilden, wenn man denn so viele Charaktere spielt. Man kann Gems auch für In-game Gold erwerben. Das wird allerdings zunehmend unattraktiver, weil die Spieler sich hierbei gegenseitig Konkurrenz machen (Angebot und Nachfrage schrauben das nach oben). Nichts davon ist im Gameplay relevant.

Zum PvP kann ich nicht viel sagen - den Bereich lasse ich mal außen vor.

Fazit für mich: Allein die riesige, abwechslungsreiche Spielwelt zu erkunden ist bereits das Geld mehr als Wert und man kehrt auch nach einer Pause gerne wieder zurück, um weitere Charaktere durchzuspielen. Nicht zuletzt gibt es über große Zeitabschnitte stattfindende Ergeignisse, die die Spielwelt verändern, um auch dann Neuerungen zu bieten, wenn man alles schon gesehen hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Spiel!, 11. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Bin mit diesem Spiel mehr als zufrieden! Die Welt ist gewohnt detailliert und grafisch quasi konkurrenzlos in diesem Genre! Das Spiel System macht unheimlich Spaß und ist, finde ich, auch einfacher geworden! Was mir besonders gut an GW2 gefällt ist, dass man es auch alleine spielen kann. Klar ist das Spiel ja ein Online RPG und auf das Zusammenspiel der Player untereinander ausgelegt aber es geht auch ohne und das finde ich wirklich stark! Das es kostenlos ist setzt dem ganzen noch die Krone auf! Klare Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Spiel, 11. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Für alle die bereits kein MMO spielten, ist dies ein guter Start. Es wird alles schön erklärt und auch auf dem letzten Level lässt der Spielspaß nicht nach. Es hat ein ausgereiftes PvP System und die Dungeons sind auch gut. Keine anfallenden und erforderlichen Gebühren über einen Shop somit für den Preis eines der Besten MMO!
Absolute Kaufempfehlung!
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Guild Wars 2 - [PC]
Guild Wars 2 - [PC] von NCsoft (Windows 7 / Vista / XP)
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