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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen79
4,8 von 5 Sternen
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am 29. Mai 2012
Nun ist sie endlich draußen, die Power Metal Scheibe, der ich persönlich in diesem Jahr am meisten und mit der größten Spannung entgegen gefiebert habe. SABATON legen ihren sechsten Longplayer vor ' und die große Frage war, können sie mit 'Carolus Rex' an ihre vergangenen Alben anknüpfen und den selbst gesetzten hohen Standard halten? Nach etlichen Durchläufen kann ich diese Frage zumindest für mich mit einem eindeutigen 'JA' beantworten. Die Idee, ein Konzeptalbum über den schwedischen Nationalhelden König Karl VII. einzuspielen, ist aufgegangen und so bläst zumindest schon mal inhaltlich ein frischer Wind aus den Boxen. Weiterhin habe ich das Gefühl, daß nach dem gewaltigen Keyboard-Bombast speziell der letzten beiden Alben auf 'Carolus Rex' die Gitarren wieder ein wenig mehr in den Vordergrund getreten sind.
Musikalisch standen SABATON vor der schwierigen Aufgabe, den Fans auch auf 'Carolus Rex' den lieb gewonnenen typischen SABATON-Sound zu bieten, ohne sich dabei nur mehr selbst zu kopieren. Eine Gratwanderung, die Joakim und seine Mannen, wie ich finde, sehr gut hinbekommen habe. Daß bei einer Band mit einem derartig speziellen Sound wie SABATON nach fünf Alben in dem ein oder anderen Song Passagen oder Versatzstücke auftauchen, die dem geneigten Hörer irgendwie bekannt vorkommen, ist wohl unvermeidlich (ähnlich sieht es z.B. bei POWERWOLF aus), wenn die Band ihren Stil nicht komplett umkrempelt, und das wollen wir ja alle nicht. Von SABATON erwarte ich hochmelodische Power Metal Schmetter Granaten, von vorn bis hinten mitsingtauglich, bombastisch, druckvoll, mit mächtigen Chören und mit einhundert Prozent Hitpotential. Und genau das habe ich mit dem jüngsten Output der Schweden bekommen.

Hier die Bewertung der einzelnen Tracks:

1. Dominium Maris Baltici
Ein Intro, das das Album stimmungsvoll und Atmosphärisch eröffnet aber aufgrund der Kürze auch in den ersten Song hätte integriert werden können. 8/10

2. The Lion From The North
SABATON haben einfach ein Händchen für zündende Opener. 'The Lion From The North' reiht sich in typischer SABATON-Manier ohne Verluste in die Riege von Eröffnungsgranaten wie 'Primo Victoria', 'Attero Dominatus', 'Ghost Division' und 'Coat Of Arms' ein. Man fühlt sich beim Hören leicht an vergangene Highlights wie das letztgenannte Stück und '40:1' erinnert, was allerdings zumindest für mich keinen Kritikpunkt darstellt. 'The Lion From The North' geht sofort ins Ohr, in die Beine und in die Nackenmuskulatur. Textlich wollen SABATON wohl das Feld der Latein-Chorusse wohl nicht den Rivalen von POWERWOLF überlassen, und so gibt es hier einen schön in der toten Sprache geschmetterten Refrain, den man spätestens nach dem zweiten Durchlauf intus hat. Gelungener Einstand! 10/10

3. Gott Mit Uns
Und schon folgt das nächste Highlight. Bereits nach den ersten fünf Sekunden war für mich klar ' DAS ist der Gute-Laune-Song des Albums. Mit stimmlicher Unterstützung von Produzent Peter Tägtgren dröhnt eine exzellente Midtempo-Livehymne aus den Boxen, die wohl vor allem den deutschen Konzertbesuchern nach dem lautstarken Mitsingen eine gute Portion Heiserkeit bescheren dürfte. In diesem Sinne ''All Together: GOTT MIT UNS!' 10/10

4. A Lifetime Of War
Daß SABATON neben unzähligen Mid- und Uptempo-Stampfern auch Garanten für erstklassige Powerballaden sind, weiß man nicht erst seit 'Final Solution' oder 'Uprising'. 'A Lifetime In War', das bisher langsamste Stück in SABATONs Bandgeschichte steht auf Augenhöhe mit den beiden vorgenannten Stücken und Klassikern wie 'Purple Heart', 'Light In The Black' oder 'The Price Of A Mile'. Schleppend, episch und erhaben kommt 'A Lifetime Of War' daher und manifestiert sich als eins der absoluten Highlights auf 'Carolus Rex'. 10/10

5. 1648
Jetzt wird wieder aufs Gas getreten, und '1648' erinnert tatsächlich ein wenig an 'Back In Control', klingt dann im Endeffekt aber doch wieder anders und eigenständig. Eine mitreißende Nummer mit einem Super-Chorus, bei der die Füße von ganz allein mitwippen. 9,5/10

6. The Carolean's Prayer
Und auch die nächste Slowtrack-Dampfwalze läßt nach der Orgel-Einleitung Erinnerungen an vergangene SABATON-Glanztaten aufkeimen, in diesem Fall an das Titelstück und 'Cliffs Of Callipoli' vom vorletzten Album 'The Art Of War'. 'The Carolean's Prayer' präsentiert sich in den Strophen ruhig und getragen und in den Chorus-Passagen mächtig und druckvoll, hat eine tolle Melodieführung und einen herrlichen Mitsingrefrain, also genau das, was einen typischen SABATON-Song ausmacht. Außerdem ist das Stück eine schöne Einstimmung auf den folgenden Hauptsong des Albums. Die Spannung steigt! 10/10

7. Carolus Rex
Wie jedes der vorangegangenen SABATON-Alben hat auch 'Carolus Rex' seinen Übersong, in diesem Fall den Titeltrack. Hier stimmt einfach alles. Stampfende Drums, geniale Melodie, epische Lyrics, genialer Chorus! Nach einer kurzen atmosphärischen Einleitung formiert sich die sabatonische Kavallerie zur musikalischen Schlacht, die Drums beginnen zu stampfen, und dann setzt dieses Killerriff ein. Joakim beginnt die Lyrics würdevoll und erhaben zu zelebrieren, die Bridge gibt das Signal zur Attacke, und als der Chor einsetzt, gibt es kein Halten mehr, mit zerstörerischer Kraft wird alles niedergemacht, was sich der Kriegsmaschine SABATON in den Weg stellt! Gänsehautfeeling pur! Für mich ist 'Carolus Rex' einer der besten SABATON-Songs überhaupt und ein überragender Höhepunkt des Albums. 10/10

8. Killing Ground
Es folgt mein persönlicher Lieblingstrack auf 'Carolus Rex'. Ich habe hin und her überlegt, an welche vergangene SABATON-Glanztat mich das Stück erinnert, bis mir nach dutzenden Durchläufen mit einem Schlag ein Licht aufging. Auch wenn die Lyrics von 'Killing Ground' sich voll und ganz in das textliche Konzept des Albums integrieren, die musikalische Ausrichtung, die Songstruktur des Stückes steht eindeutig in der Tradition der Ein-Hoch-auf-den-Metal-Hymnen 'Metal Machine / Crüe', 'Metalizer' und 'Metal Ripper'. Diese Verwandtschaft fällt besonders in den Chorus-Passagen auf. However, 'Killing Ground' ist ein treibender, mitreißender, wunderbar mitsingtauglicher SABATON-Hit, mit sich gegenseitig voranpeitschenden Drums und Gitarrenläufen, der mir seit dem ersten Hören nicht mehr aus dem Ohr geht! 10/10

9. Poltava
Auch bei 'Poltava' treten SABATON etwas mehr aufs Gas. Gewürzt mit einigen Anleihen von 'Midway' und 'Ghost Division' entwickelt das Stück erstklassige Bang-Qualitäten und ist hervorragend zum extatischen Mattenschwingen geeignet. Und wer keine Matte hat, nickt trotzdem im Takt und singt halt einfach mit: ''Swedish soldiers met their bane ' Poltava''! 9,5/10

10. Long Live The King
Im vorletzten regulären Song des Albums drosseln SABATON noch einmal das Tempo, was 'Long Live The King' eine Erhabenheit verleiht, die den Lyrics würdig ist. Außerdem hören wir in diesem Song den vielleicht schönsten Chorus des gesamten Albums! Großartiges Stück! 10/10

11. Ruina Imperii
Den Abschluß des Konzeptalbums bildet das komplett in Schwedisch gehaltene 'Ruina Imperii'. Hier dürfen sich die Keyboards noch einmal in bester 'Art Of War' ' Manier austoben, das leicht orientalische Flair des Stückes weiß zu gefallen. Gesang, Drums, Gitarren und die Synthies verschmelzen zu einer homogenen Einheit und beenden eine grandiose Silberscheibe würdevoll. 9,5/10

Twilight Of The Thundergod (Digipak Bonus Track)
Das AMON ARMATH Cover ist gut gelungen (auch hier darf Peter Tägtgren noch mal ans Mikro), meiner Meinung nach wesentlich besser als 'Feuer Frei' (RAMMSTEIN) und 'In The Army Now' (STATUS QUO), fließt aber nicht in die Bewertung ein.

CD 2
Die dem Digi beiliegende 2. CD enthält das komplette Album noch einmal als schwedische Version, die ihren eigenen, ganz besonderen Reiz beim Hören entfaltet.

Produktion
Wenn kein Geringerer als Peter Tägtgren hinter den Reglern steht, weiß man, was einen produktionstechnisch erwartet, glasklarer, druckvoller Sound vom Feinsten! 10/10

Artwork und Verpackung
Coverartwork und Bookletgestaltung (inkl. einer ausführlichen Lektion in schwedischer Geschichte) sind exzellent und eine Klasse für sich. 9,5/10

Fazit
Während gerade, da ich diese Zeilen schreibe, die letzten Töne von 'Long Live The King' verklingen, kann ich sagen, daß ich mit dem neuen SABATON-Album absolut glücklich bin. Ich denke, die Scheibe läßt zwei verschiedene Schlußfolgerungen zu, entweder ist man der Meinung, daß 'Carolus Rex' vor allem aus Zitaten bekannter Songs besteht und somit nichts Neues bietet. Oder man fühlt sich beim Hören der neuen Songs angenehm an vergangene Großtaten unserer schwedischen Helden erinnert, die aber immer gerade dann, wenn man einen alten Song anstimmen möchte, doch ihre eigene Melodie, ihre ganz spezielle Note offenbaren, und damit die Eigenständigkeit, die SABATON vor Stagnation und Altmetallrecycling bewahrt.
Ich persönlich vertrete eindeutig die zweite Meinung. Joakim und seine Mannen haben mit 'Carolus Rex' ein Album geschaffen, auf dem ich zum ersten Mal, seit ich SABATON kennen und lieben gelernt habe, durchweg JEDEN Song mag. Auch nach dem X-ten Hören läuft die Silberscheibe bei mir nach wie vor komplett an einem Stück, es gibt für mich kein einziges schwaches Stück auf dem Album. Alle Tracks bilden eine Einheit, wirken wie aus einem Guß. Aus diesem Grund kann ich auch nicht anders, als für 'Carolus Rex' die Höchstnote zu zücken und mit einem seligen Lächeln auf den Lippen 10 Pommesgabeln zu vergeben.

10/10 Gesamtwertung
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am 3. Oktober 2012
Guten Tag zusammen,

"Zu viel Keyboards", "Gitarren im Hintergrund", "Es wiederholt sich"... das sind die Statements die oft kritisiert werden. Ich denke, wer sowas sagt, hört nicht richtig hin oder hat bei den alten Alben nicht richtig hingehört.
Meiner Meinung gehört Carolus Rex zu den Top 3, was Sabaton veröffentlicht hat. Die Produktion ist fett, bombastisch, heroisch. Und das ist, was Sabaton nunmal ist. Metalizer mal ausgenommen, findet man derartige Tendezen auch auf Primo Victoria und Attero Dominatus. Nur nicht derartig ausgeprägt, was sicherlich auch mit den damaligen Möglichkeiten zusammenhing. Bombast lässt sich eben am besten mit Keyboards erzeugen, das erklärt auch, warum sie auf Carolus Rex so präsent sind. Wer sich das Lied "The Art of War" anhört, wird feststellen, dass sie sogar schon NOCH präsenter waren. Wer die Gitarren vermisst muss nur mal kurz in "A Lifetime of War", den typischen Sabaton-Song "Carolean's Prayer" oder "Long Live The King" reinhören. Der typische Sabaton-Stampf, den vielleicht viele als wiederholend empfinden ist zieht sich natürlich durch die Songs. Aber was soll die Band auch machen? Würde er fehlen, würde die Kritiker sagen "Sabaton haben ihren Stil verraten", bleibt er da "wiederholt es sich". Da kann die Band sich nur falsch entscheiden. Lieder wie "A Lifetime of War" und "Long Live the King" unterbrechen den Stampf, sind für mich jedoch auch absolute Highlights auf dem Album. Das Amon Amarth-Cover "Twighlight of the Thunder God" zeigt, dass sich auch andere Lieder in Sabaton-Manier interpretieren lassen. Hervorrgandes Cover.

Zum Gesang:
Joakim hat sich sehr sehr stark weiterentwickelt. Seine Stimme ist (im Rahmen der Möglichkeiten) facettenreicher und die Spannweite zwischen tief und hoch hat sich deutlich vergrößert. Allein die Gesangsleistung verdient 5 Sterne. Die Chöre in den Refrains sind in üblicher Manier und gelungen eingesetzt.
Zum Songwriting:
Auch hier macht die Band einen Schritt nach vorne. Ein Kreativfeuerwerk darf man allerdings nicht erwarten. In der Tat kommt wenig Überraschendes, was mich allerdings in diesem Fall nicht stört, da das Album in sich geschlossen doch abwechslungsreich ist. Dafür ist alles reifer geworden. Viele Gitarrensoli haben Einzug gehalten, das gab es in der Art bisher nicht. Keines der Soli wirkt jedoch überflüssig oder gekünstelt, allesamt sehr gelungen. Zum ersten Mal wird schwedische Geschichte behandelt und nicht die Weltkriege. Gute Wahl.
Zur Produktion:
Für mich die perfekte Symbiose zwischen Keyboards, Bass, Gitarre und Gesang.

Ich höre das Album seit Veröffentlichung ununterbrochen rauf und runter und es wird nicht langweilig. 5 Sterne.
Meine Highlights: "The Lion From The North" (Opener), "Gott Mit Uns", "A Lifetime Of War", "The Carolean's Prayer", "Carolus Rex", "Poltava", "Long Live The King". Zeigt, was für ein starkes Album das hier ist.
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am 20. Januar 2013
Ich kannte Sabaton noch nicht. Die Band wurde mir empfohlen weil ich grosser Fan vom Power Metal bin.
Also hab ich mir einfach einmal 2 CDs bestellt und bin völlig begeistert.
Das ist Power Metal vom feinsten. Nicht so ein hohes gequitsche wie bei Hammerfall und vielen anderen Bands. Der Sound, die Kraft und die Melodien sind einfach genial. Der Sänger mit seiner tieferen Stimme ist genau richtig für diese art Musik.
Immer wieder Choreinlagen an den richtigen Stellen machen aus dieser CD ein Hymnisches Meisterwerk.
Das Lied " The Caroleans Prayer" ist für mich einer der besten Songs seit Jahren und bringt Gänsehaut Pur.
Ich kann auch nicht verstehen warum ständig verlangt wird, dass sich Bands immer wieder "neu erfinden" müssen.
Wenn eine Band etwas richtig gut bis zur Perfektion kann, sollten sie auch dabei bleiben und ich hoffe, dass Sabaton einfach nur das macht, was sie können. Power Metal vom aller feinsten.
Ich werde mir auf jeden fall auch noch den Rest der Scheiben kaufen.
Durch einen Fehler meinerseits beim bestellen hatte ich nur die einfache Cd bekommen.
Mittlerweile habe ich mir auch die Doppel CD bestellt und höre vor allem die Schwedische Version hoch und runter.
Ich kann nur empfehlen die paar Euro mehr auszugeben und die Doppel CD zu kaufen.
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am 18. Februar 2013
Sabaton..
Eigentlich muss man dazu gar nicht mehr sagen. Joakim Brödens Stimme ist einfach der Hammer, er ist einer der besten Power-Metal Sänger seiner Zeit und auch bei diesem Album hat er wieder bewiesen, dass er diesen Titel zurecht trägt.
Das Album wird als Hard Rock beschrieben, ist aber stellenweise sehr Metal-lastig, also nicht in die Irre führen lassen.
Alle Lieder sind super melodisch und natürlich zum Abfeiern.
In diesem Sinne: Stay Heavy \m/
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am 14. September 2015
"Carolus Rex" ist das siebte Studioalbum der schwedischen Power Metal Band Sabaton (wenn man die Demo-CD mitzählt) und erschien im Juni 2012. Eingespielt haben es Joakim Brodén (Lead Vocals), Rikard Sundén (Guitars), Oskar Montelius (Guitars), Pär Sundström (Bass), Daniel Mullback (Drums) und Daniel Mÿhr (Keyboards). Produziert wurde "Carolus Rex" von Peter Tägtgren (u.a. Hypocrisy, PAIN und Bloodbath), welcher auch bei `Gott mit uns` singt. Der Hauptkomponist ist Joakim Brodén.

Nach dem kurzen Intro `Dominium maris baltici` folgt das schnelle und bombastische `The lion from the north`. `Gott mit uns` ist auch flott und melodisch. Es wird aber nur der Titel auf Deutsch gesungen. Das eher ruhige `A lifetime of war` hat jede Menge Keyboards und ist bombastisch (fast schon Symphonic Metal). Bei `1648` wird wieder Fahrt aufgenommen. `The carolean's prayer` fängt mit toller Kirchenorgel an, wird dann ein langsamer Stampfer und ist mit einer Laufzeit von 6:14 Minuten der längste Titel auf "Carolus Rex".
Die meisten Texte stammen von Joakim Brodén und Pär Sundström. Textlich geht es diesmal um das schwedische Königreich im 17. und 18. Jahrhundert.
Der Titelsong `Carolus rex` ist eher schleppend und wir hören viele Chöre.
Der Bombast und die Chöre wurden im Vergleich zu den ersten Alben der Band gesteigert. Mir gefällt`s.
Bei `Killing ground` wird der Bombast etwas runtergefahren. `Poltava` erinnert mich vom Songaufbau und Gitarre her etwas an Nightwish. `Long live the king` ist eine tolle Hymne mit Gesang, Chöre noch und nöcher. `Ruina imperii (Empire's downfall)` hat wieder jede Menge Keys.
Der Bonussong `Twilight of the thunder god` (Cover von Amon Amarth) geht richtig ab und Brodén singt recht heavy (fast schon growls).

"Carolus Rex" ist ein highlight in der Diskografie der Schweden. Der Bombast und die symphonischen Elemente wurden im Vegleich zu den frühen Alben gesteigert. Manchmal geht das zu Lasten der Power, was mich aber nicht stört. Daher gibt es hier folgerichtig 5 Sterne.
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am 14. Juni 2013
Carolus Rex ist das mittlerweile sechste Studioalbum der 1999 gegründeten schwedischen Power Metal-Band Sabaton, die sich durch unermüdliches Touren mit Kollegen wie Edguy, Hammerfall, Therion, Grave Digger oder aktuell Eluveitie seit 2006 über die Jahre eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt hat. Und das nicht ohne Grund, wer Sabaton einmal live erlebt hat, der fühlt sich stark an die seligen Zeiten der Power Metal-Legende Savatage erinnert, deren hymnenhafter Genialität und magischer Live-Präsenz Sabaton in nichts nachstehen.

Von der Urbesetzung sind zwar mittlerweile nur noch Sänger Joakim Brodén und Bassist Pär Sundström mit an Bord, das Konzept bzw. der Sound der Schweden hat sich aber über die Jahre lediglich minimal erweitert, insgesamt sind sie einer einzigen Grundlinie treu geblieben: Bombast-Riffs mit Gesangsmelodien, die im Ohr hängen bleiben.

Sabaton verstehen sich als Geschichtenerzähler, textlich beschäftigten sich sämtliche Alben vor Carolus Rex mit Ausnahme des Debuts im Wesentlichen mit den zahllosen weltweiten Kriegen vergangener Jahrhunderte. Der unbedacht von manchen Seiten geäußerte Vorwurf, die Texte der Band würden zahllose historische Schlachten völlig unreflektiert glorifizieren, muss dahingehend relativiert werden, dass diverse Lyrics sich mit Verfolgung und Vernichtung von Bevölkerungsgruppen oder Kriegsgefangenen auseinandersetzen sowie - wenn überhaupt - eher Widerstandskämpfer oder Aufständische heroisieren (nachzuhören z.B. auf diversen Tracks des 2010er-Albums Coat Of Arms).

Der aktuelle Longplayer (mit guest-vocals von Produzent Peter Tägtgren, erschienen sowohl in rein schwedischer Version als auch in englisch/ schwedischem Sprachenmix) widmet sich nun vor allem der schwedischen Geschichte, namensgebend war hierbei König Karl XII (lateinisch Carolus Rex). Den Fan erwartet die inzwischen gewohnte Qualität an mitsingtauglichen, hochmelodischen Power Metal-Granaten, vertreten sind Mid- und Uptempo ebenso wie die epische Power-Ballade A Lifetime Of War. Das Level der Songs ist stets druckvoll und bombastisch, die Refrains warten mit unterstützenden Chören auf, die Matte will über gesamte Albumlänge geschüttelt werden, es ist eigentlich kein Ausfall zu verzeichnen.

Dennoch hat das Album aus meiner Sicht vier eindeutige Hitgranaten: Neben der bereits erwähnten Ballade dürfte der deutsch betitelte Track Gott mit uns zum absoluten Floorkiller werden, und in der Mitte des Albums wird mit The Carolean's Prayer zweckdienlich hingeleitet auf den absoluten Höhepunkt Carolus Rex, ein clever aufgebautes Power Metal-Highlight, das die seligen Savatage nicht besser hätten schreiben können, und dessen epischer Refrain sich sofort und für immer im Kleinhirn festsetzt. Nicht unerwähnt soll auch noch bleiben, dass sich für die Zielgruppe der Mittelalter-Fans am Ende ein weitere Songperle findet in Gestalt des komplett auf schwedisch gesungenen Ruina Imperii.

Fazit: We don't dance - we headbang! Sabaton haben geliefert... Carolus Rex rules!
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am 27. November 2015
Bei der Mugge - könnte man meinen - marschiert doch selbst der überzeugteste Pazifist los. Moderner, eingängig perfekt produzierter Metal.
Mein Gott ist das Album geil! Womit ich schon beim Thema bin:
Der erste Höhepunkt für mich: der 3. Song - *Gott mit uns* - ab dann hauen mich die Powergranaten allesamt nur noch weg. (die Bullen waren (das Album ist von 2012 ) aber seltsamerweise noch nicht in meiner Auffahrt ;-)
- Immer wenn man denkt - jetzt kann doch nicht schon wieder ein Hammersong kommen - geht das wieder - total geil melodisch - aber voll auf die Zwölf.

*Carolean's Prayer - ein Stampfer vor dem Herrn - das kann man nicht leise hören - folgend Carolus Rex; Killing Ground; Poltava usw. - das wären bei vielen anderen Metal Bands absolute, einzigartige Höhepunkte.
Schade, dass es *SABATON* nicht schon in den 1970/80'er Jahren gab - die Schweden hätten heute einen Nimbus - wie die ganz Großen der Zunft. aber das kommt viell. noch. Als Kriegsberichterstatter geht ihnen mit Sicherheit nie der Stoff aus, wie man in heutiger Zeit leider wieder erkennt. Ich habe alle Alben und bin immer wieder überrascht, dass die Band nicht nachlässt - das ist Klasse. Wer die Band verfolgt - wird dem kaum widersprechen. *Heroes*, der Nachfolger war auch ein bärenstarkes Album. Hier auf *Carolus Rex* (das lässt der Titel schon erahnen) geht es vorallem um die schwedische Kriegsgeschichte, König Karl, dem Dreißigjährigen Krieg u.ä. - wirklich hervorragend umgesetzt, da können sich viele Kapellen mal mind. eine Scheibe von abschneiden. Daumen hoch ! 1000 x *****
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am 23. Januar 2013
Ob Sabaton in Zukunft noch solche Alben rausbringt ist natürlich nach der quasi Bandauflösung schwer zu glauben. Ich finde das Album richtig gut, es ist ja ein Konzeptalbum und dadurch auch gut strukturiert und es gibt wiederkehrende Themen.
Für mich eines der Highlights des Jahres.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Mai 2012
Da ist sie also, die neue Scheiblette der Schwedenjungs. Nach einem quasi Komplettwechsel (nur Sänger Joakim und Bassist Pär sind verblieben), hieven die Nordmannen ihr neues Album via Nukular-Blast in die Läden. Vorweg wurden bereits einige Songs (jeweils in Englisch und Schwedisch) veröffentlicht und da merkte man vor allem eines: Die schwedischen Songs sind durch die Bank weg etwas "besser" (anders?). Man merkt dem Album an, dass es auf Schwedisch geschrieben wurde und erst nachträglich "übersetzt". Wobei man da sagen muss, dass es oftmals die Intensität des Schwedischen vermissen lässt. Ein Beispiel: Bei "A Lifetime of War" heißt es im Schwedischen "Vater und Sohn" (welche im gleichen Krieg kämpfen), im Englischen wird daraus "Religion und Gier". Ungleich weniger dramatisch. Das heißt aber nicht, dass die englischen Songs deswegen unbrauchbar wäre, im Gegenteil: Die schwedischen Songs einfach noch etwas besser sind als die ohnehin guten bis sehr guten englischen Titel. Für die Rezension sind für mich die englischen Songs ausschlaggebend, da diese besser nachzuvollziehen sind und obendrein wohl auch auf den Konzerten gespielt sind - und Sabaton die Schweden-Titel nur als Bonus ins Digipak schieben.

Los geht's also mit dem recht belanglosen (aber nicht unschönen) Intro, welches gleich in den ersten Song übergeht: "Lion from the North" - und der legt gleich in bester Sabatonmanier los, schnelle Drumms, epische Chöre und ... eine Melodie die einem bekannt vorkommt. Und richtig, die Chöre stammen wohl von "Coat of Arms" und ein Teil der Melodie von "40:1" - deutlich wird das nicht nur am Anfang sondern auch ab 2:30 wo man instinktiv "Always remember a fallen soldier, always remember fathers and sons at war..." mitsingen möchte. Schmälert das den Song? Nein, keinesfalls. Er drückt durch gut aber bietet eben auch nichts wirklich neues. Mit "Gott mit uns" folgt dann gleich ein Doppelschlag in Sachen Innovation: Erstmals singt Produzent Peter Tätgren mit und obendrein kommt der Song erstaunlich locker und flockig daher, hat leichte Anleihen von "Over the Hills and far away" aber macht einfach Spass und gute Laune - ein wirklich grandioser Song, auch dank Tätgren der mit seiner Stimme eine gelungene Abwechslung bietet! Hammer! Na bitte, geht doch! Im Anschluss an diese Leichtigkeit folgt dann pure Epikness of Doom mit "A Lifetime of War". Für mich eines DER Highlights schlechthin - nicht auf dem Album sondern von Sabaton selbst. Hier stimmt alles. Einfach grandios (und die schwedische Version ist noch mal etwas besser). "1648" ist dann quasi das "Back in Control" (und etwas "Attero Dominatus") der aktuellen Scheibe und geht ebenso nach vorn und erinnert vom Rhythmus auch dezent an die Bandklassiker. Geht direkt ins Blut und bläst den Gehörgang frei. Gute Nummer - wenngleich kein Meilenstein. Mit Orgeln wird "The Caroleans Prayer" eingeleitet und lässt - wer hätte es gedacht - gleich an eine Kirche denken bevor es in bester "The Art of War"-Manier stampfend nach vorn geht. Wer da nicht mitnickt, dem ist wohl nicht zu helfen. Toller Midtempo-Stampfer mit einem grandiosen Chorus! Darauf folgt der Titeltrack und auch da muss man sagen: Es stimmt einfach alles. Sabaton in Reinkultur und einfach großartiges Kino. So geht epischer Metal. Mit "Killing Ground" wird es wieder etwas flotter und traditioneller in Sachen Heavy Metal - ein typischer Heavy-Song von Sabaton interpretiert. Und auch hier schleicht sich kurz ein Moment ein, wo man "Send to kill, to watch no man's land - Snipers moving unseen" ("Angels Calling") mitsingen möchte. Aber dann geht der Song doch deutlich mehr ab und dürfte ebenfalls diverse Gehörgänge freiblasen. "Poltava" drückt gleich mächtig auf die Tube und wird von einem grandiosen Chorus begleitet. Erinnert stellenweise an "Midway" (finde ich). Die Schilderung einer Schlacht ist wahrlich gut gelungen und... ich kann auch hier nur den Daumen nach oben recken! Mit "Long live the King" nähern wir uns hörbar leider auch schon dem Ende des Albums. Neben den grandiosen Lyrics muss man hier einfach erwähnen: Perfekt. Hier stimmen Epik und Rhythmus (eher tragend stampfend). Ein wahrlich würdiger und nachdenklich stimmender Fast-Ausklang des Albums. Den eigentlichen Abschluss bildet dann "Ruina Imperii": Erst dachte ich, es sei ein reines Synthie-Keyboard-Outro. Doch weit gefehlt: Der Gesang kommt spät aber er kommt, der Song selbst hat - für mich - ganz leichte orientalische Einflüsse. Stampfend wie eine Armee auf dem Marsch kommt der Song daher, dazu passen auch die vollen Chöre. Aber insgesamt kann der Song in meinen Augen mit dem vorhergehenden Stück nicht ganz mithalten. Schade. Hätte mir zum Finale hin noch etwas "mehr" gewünscht. So bekommt man aber ein immer noch sehr episches Ende des regulären Albums. Toll!

Und dann? Folgt noch das Amon Amarth Cover "Twilight of the Thundergod" welches mal richtig geil daherkommt. Bei der Deluxe-Fassung der Scheibe ist noch das Rammstein Cover "Feuer frei" und Status Quos "In the Army now" dabei. Regulär weiter geht es dann auf der zweiten Scheibe, welches das ganze Album in der ursprünglichen schwedischen Sprache enthält. Und selbst wenn der geneigte Hörer kein Schwedisch spricht bzw. versteht, dann fällt doch auf dass die Songs noch einen Tick gefühlvoller, grandioser, trauriger und nachdenklicher daherkommen. Ein Reinhören ist damit absolut unvermeidlich!

Was bleibt als Fazit zusagen? Ja, Sabaton haben ein starkes, tolles Album herausgebracht. Aber nicht auf ganzer Ebene können die Songs das "1+*" (Eins-Plus-mit-Sternchen) Niveau halten. Da sind dann auch 1-2 Songs die "nur" gut sind. Generell würde ich dann 4 bis 4,5 Sterne geben. Aber durch die Bonus-CD mit den schwedischen Songs sowie dem grandiosen Cover sind es dann - man mag es kaum sagen - glatte 5 Sterne. Sabaton haben es mal wieder vollbracht: Mich als Fan der Gruppe haben sie überzeugt. Dazu kommt noch das Gesamtpaket: Das Digipak ist toll gestaltet, die Produktion lässt absolut keine Wünsche offen und insgesamt wird im Vergleich zum Vorgänger noch eine Schippe drauf gelegt (Produktionstechnisch). Wer Sabaton vorher mochte, wird sie auch hier lieben. Wer die Jungs vorher nicht leiden konnte, den werden sie auch mit diesem Album nicht glücklich machen. Fans wissen was sie erwartet und es darf blind zugegriffen werden. Und wer sich für Schweden und seine Geschichte interessiert oder gar der Sprache mächtig ist, darf auf die 5 Sterne noch mal locker 5 drauf rechnen. Sabaton, Mission Accomplished - Weggetreten!

In eigener Sache noch: Für mich, der die Band seit den ersten Demos kennt und toll findet (man, wie jung der Jocke damals war... ), stellt das Werk auch einen versöhnlichen aber auch leider traurigen Abschied von der ursprünglichen Sabaton-Mannschaft dar. Da geben die Jungs noch mal alles für ein tolles Album. Ich werde sie vermissen und zukünftig werden die neuen Mannen zeigen müssen ob sie und was sie können.
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Dass die Schweden Sabaton jemals zu den etwas größeren Bands im europäischen Metalzirkus gehören sollten, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen. Das erste Album Fist For Fight fand ich wenig hörenswert. Erst mit den wirklich tollen Alben The Art Of War und Coat Of Arms habe ich richtig gefallen an den epischen Schlachtenhymnen der Schweden gewonnen.

Da wo diese beiden letzten Alben aufgehört haben, macht das neue Album Carolus Rex fast nahtlos weiter. Lediglich am textlichen Konzept hat die Band aus Falun etwas geändert. Anstatt über Schlachten des 2. Weltkrieges zu schwadronieren haben sich Sabaton die Historie ihres Heimatlandes vorgenommen und singen über die Zeit zwischen 1561 und 1721. Natürlich müssen solche Songs dann auch kraftvoll und majestätisch durch das heimische Wohnzimmer tönen. Für die überzeugende Produktion hat Peter Tätgren Sorge getragen.

Musikalisch handelt die Band nach dem Motto Wo Sabaton drauf steht, ist auch Sabaton drin". Die Band klaut fröhlich bei sich selbst und weicht keinen Schritt von der auf den beiden Vorgängern eingeschlagenen Linie ab. Die Songs sind mit epischen Chören und eingängigen Melodien gespickt. Höhepunkt ist das phantastische "Gott Mit Uns". Die leicht irisch angehauchten Gitarrenleads passen perfekt zu den wuchtigen Drums. "The Carolean's Prayer" startet mit einer Kirchenorgel und entwickelt sich zu einer Schlachtenhymne wie wir sie von Manowar vielleicht nicht mehr zu hören bekommen!

Natürlich ist das alles irgendwie kitschig, aber auch ein Metalhead braucht ab und zu Kitsch!

Empfehlung!
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