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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ganz in Ordnung, aber leider keine Offenbarung,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Douze Pouze (Audio CD)
Seltsam, nicht wahr, daß, wer heute progressiv sein will, retro ist, im Stil wie auch in den verwendeten analogen Synthesizern. So erkennt man auf der CD zahlreiche zart anklingende Anspielungen, die sich dem geschulten Ohr sofort zu erkennen geben: Kraftwerk, Rheingold, Der Plan, textlich Blixa Bargeld, und einiges mehr; optisch genial ironisiert klingt das Bananenalbum von Velvet Underground an.Beachtlich an Stabil Elite ist nicht unbedingt der Innovations-, sondern der unbedingte Stilwille, und das reicht heutzutage schon aus, um bei Menschen die, sagen wir, nicht älter als 35 Jahre sind, die Rede von absuluter Neuheit auszulösen. Neu ist an diesem Album jedoch wenig, aber es klingt immerhin recht gut, und die Musiker wissen all die Anspielungen gekonnt unterzubringen. Das ist sozusagen ihre Kernkompetenz. Was sie von ihren Vorbildern unterscheidet, ist einfach die Zeit: es ist schon alles dagewesen, auch der Soundexzess lohnt irgendwie nicht mehr. Stabil Elite ist auf jeden Fall keine Band, die sich auf Neuland wagen will. (Muß man das überhaupt ?) Es reicht ihr schon, wenn nur der Eindruck entsteht. Aber das ist, angesichts der gegenwärtigen deutschen Musikszene, und meines vielleicht nicht vollständigen Überblickes über sie, im Ergebnis schon respektabel. Hätte Stabil Elite weitergehen wollen - ich hätte ihnen beispielswese Animal Collective nahegelegt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Kraut-Rock 2012,
Von M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Douze Pouze (Audio CD)
so klingt er also, der Kraut-Rock 2012. Saugut! Ich bin absolut begeistert von dieser Empehlung, hier treffen wir auf cluster, Michael Rother, La Düsseldorf und Neu! - diese Platte kann man nicht auseinadernehmen, die muß man am Stück genießen. Geht ins Bein, hirn und Herz - hat alles, was ein gutes Stück Popmusik heute braucht. Klingen tuts auchnoch super, nichts verstaubt, wer nach Rheingold dachte, es sei vorbei, der bekommt hier die Fortsetzung! Kaufen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Weiß genau, was es ist und was es will.,
Rezension bezieht sich auf: Douze Pouze (Audio CD)
Hochinteressantes Album voller musikhistorischer Verweise in Gegenden, wo ich mich nicht gerade besonders toll auskenne: Spätsiebziger-/Frühachtziger-Prä-NDW-Elektro-Wave ist reichlich vorhanden, und eine Internetbekanntschaft, die sich besser auskennt, murmelte virtuell auch schon was von "Der Plan" - was ich auch gesagt hätte, ohne zu wissen, wie "Der Plan" genau klingt...vielleicht ein wenig wie der Opener "Drei gerade Zahlen", der ordentlich klingklangt. Dazu dieser Text: "Beruhigung darf man trinken/Wenn man sich daran hält/Haben drei tote Vögel/Den Ombudsmann bestellt" - Da bleibt man gleich dran hängen, denkt "Hä?!", und ich frage mich, was ich da vor nunmehr über 20 Jahren verpaßt habe; denn dieses ganze Zeug, dessen degenierte, vollverdoofte Ausgeburt die Neue Deutsche Welle war, habe ich damals nicht gehört. Nicht verstanden. War mir irgendwie zu sperrig, zu kunstmäßig, zu experimentell. Musik, zu der man "komisch" sagt. Und von "Krautrock" hatte ich schonmal GAR keinen Schimmer; was eigentlich heutzutage noch so ist, abgesehen von den ersten 3 CAN-Platten, und wie die hören sich STABIL ELITE nicht an.Auf hypnotischen Uptempo-Tracks wie dem Instrumental "Revue 12" oder dem mit einem pastelligen Vogelgezwitscher-Interlude versehenen "Papier" klingen sie eher wie NEU! oder LA DÜSSELDORF, womit auch gleich die Herkunft dieses teilweise ganz schön ANDREAS DORAU-esk gekleideten und frisierten Trios geklärt wäre. Das Dandyhafte war nie so meine Sache, meine Figur hat auch nie so recht dazu gepaßt, aber KRAFTWERK kamen auch aus D'dorf, und an Kraftwerk erinnert mich die Sound-Ästhetik auf "Douze Pouze" größtenteils. Auch die ersten HUMAN LEAGUE-Platten kommen mir in den Sinn - besonders bei "Expo", das an "Being Boiled" erinnert, ohne im Geringsten ein Rip-Off zu sein. Beklemmend und körperlos cool, außerdem das Stück mit dem auf Anhieb nachvollziehbarsten Text: "Ich hasse so vieles an Dir/Ich muß Dich lieben/Es wird niemals besser/Nicht morgen und nicht gestern" - solche desillusionierten Bestandsaufnahmen zu SOLCHER Musik, das ist nicht zu vergleichen mit dem Stochern in Gefühlszuständen, das die meisten handelsüblichen Rocksongs in dieser Hinsicht anzubieten haben. "Douze Pouze" ist ein Album, das die Idee eines diametralen Gegenentwurfs zur schwitzenden, sich hart arbeitend anwanzenden und uns mit kumpeliger Bierfahne die Hand um die Schulter legenden Rock-Authentizität bis in die Details des Covers und des Booklets hinein vor sich herträgt: Obst in friedlicher Eintracht mit Eßbesteck und anderer Analogtechnik. Dazu fällt mir immer mein ehemaliger Freund S. ein, der sagte: "Ich verstehe nicht, was an HEAVEN 17 weniger authentisch sein soll als an BRUCE SPRINGSTEEN." - woraus man schließen kann, das Authentizität vor allem Haltungssache ist, und Haltung hat "Douze Pouze" ohne Ende. Es weiß genau, was es ist und was es will. Demzufolge kann man hier durchaus auf Disco-Einflüsse ("Äther") aber eben auch auf Rhythm Sections aus echt spielenden Musikern treffen, wie auf dem großartigen "Milchstraße", dem man stundenlang zuhören könnte: Über einem fast lakonisch gespielten, minimalistischen Groove entfaltet sich urbane Klangarchitektur aus Synthesizern und einem funky Gitarrenlick. Eine Nummer, die voll auf Sogwirkung durch Wiederholung setzt, und das allein hätte schon genügt. Aber subtile Earcatcher im Arrangement, "...kleine Sauereien...", wie mein Freund L. immer sagt, lenken uns ab, aber nur so weit, daß wir danach gleich wieder in den Strom eintauchen können, kaum merklich verändert. Ein Track wie eine Cabrio-Fahrt durch monochrome Glaspalast-Schluchten, ab und an ein Vogel oder ein buntes Stück Abfall, an dem die Augen kurz hängenbleiben. "Stahlträger/Zwischen dem Verlangen/Stützen das Grau/Wie siehst Du aus?" geht dazu der Text und fügt die Aspekte "Entfremdung" und "Verlust" hinzu. Form und Inhalt gehen ineinander auf. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Album, das trotz seines Roots-Bewußtseins nie retro sondern stets modern klingt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Düsseldorf rockt wieder...,
Rezension bezieht sich auf: Douze Pouze (Audio CD)
Endlich wieder richtig gute Musik aus Düsseldorf! Ein Klangerlebnis der besonderen Art, kann ich nur wärmstens allen Freunden der elektronischen Tanzmusik ans Herzen legen!
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Douze Pouze von Stabil Elite
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