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Graupner: Die sieben Worte Jesu am Kreuz
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Sehr erfreulich ist es, dass sich die diskographische Rehabilitation Graupners stetig fortsetzt und dem Komponisten hoffentlich mittelfristig den ihm gebührenden Stellenwert als deutschem Großmeister neben Bach, Händel und Telemann vermittelt.
So überrascht der 1743 geschriebene Kantatenzyklus über die 7 Worte Jesu am Kreuz auch wieder mit zahlreichen kompositorischen Finessen, die freilich ein offenes und geschultes Ohr voraussetzen, da Graupners an der Schwelle zum galant-empfindsamen Stil komponierte Kantaten alles andere als eingängig sind. Doch der Mangel an äußerem Glanz wird durch satztechnische Substanz und kompositorische Verfeinerung wettgemacht, was besonders bei den herrlichen figurierten Chorälen an den Kantatenschlüssen zu hören ist. Doch auch in vielen Arien und besonders den hochexpressiven Accompagnato-Rezitativen geht Graupner eigene, höchst originelle Wege.
Leider überzeugt die kanadische Aufnahme unter Leitung von Geneviève Soly, die eigentlich zu den verdienstvollsten Graupner-Interpreten zählt, in keinster Weise.
Dass die Streicher hier nur solistisch besetzt sind und recht dünn klingen, obwohl die Quellen in Darmstadt eindeutig auf ca. 10 Musiker hinweisen, mag noch angehen, doch die Aufnahme krankt an den Gesangssolisten. Ausnahme ist die bewährte Ingrid Schmithüsen, die aber leider nur eine einzige Arie im gesamten Zyklus zu singen hat. Die drei anderen Solisten enttäuschen vor allem durch stark unidiomatisches Deutsch und eine für alte Musik wenig angemessene Gesangsdiktion. Eine glatte Fehlbesetzung ist der in jeder Kantate mit mindestens einer Solonummer präsente Tenor Nils Brown, dessen schmetternd-maskulines Timbre bei Puccini eine gute Figur machen würde, bei dem empfindsamen Stil Graupners aber völlig deplatziert wirkt. Ein großes Ärgernis ist auch das inhaltlich und musikwissenschaftlich magere booklet, das die gesungenen Texte mal wieder nicht abdruckt, sondern faul auf PDFs im Internet verweist. Hier kann man also getrost die günstigere Downloadversion empfehlen. Es gibt also noch viel zu tun in Sachen Graupner- diese reichlich missglückte Aufnahme, die aber wenigstens eine erste Begegnung mit dem interessanten Passionszyklus gibt, kann nur ein Anfang sein.
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