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Kundenrezensionen

36
4,2 von 5 Sternen
Requiem for the Indifferent
Format: Audio CDÄndern
Preis:19,33 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2012
Da ist es also, das neue Scheibchen der Symphonic-Giganten Epica. Mit großer Vorfreude habe ich es erwartet. Die Ankündigung, es würde den Weg von "Design Your Universe" konsequent weiterverfolgen, hatte mich äußerst optimistisch gestimmt. Was ich nun in Händen halte, ist jedoch etwas völlig anderes, das zwar stilistisch an den Vorgänger anknüpft, aber eine völlig andere Wirkungsweise aufweist.

Beim ersten Hördurchlauf blieb - bis auf die vorab veröffentlichten und etwas eingängigeren Songs "Storm the Sorrow" und "Monopoly on Truth" - beinahe nichts im Ohr hängen... Wie war nochmal der Refrain des Titeltracks?
Also: Ein paar Stücke herausgepickt und nochmals reingehört. So richtig überzeugen konnte mich (abgesehen von den oben erwähnten) keines, auch wenn das träumerische "Delirium" und der "Gastauftritt" Muammar al-Gaddafis in "Deter the Tyrant" beim zweiten Durchgang positiv auffielen. Sollte das neue Werk aus den Händen der Meister Jansen und Simons etwa ein Fehlschlag sein? Sollte es denn wirklich einfallslos, chaotisch und langweilig geworden sein und nicht mehr?

Diese Vorstellung passte nicht so recht in mein Weltbild, also habe mich weiter mit der Materie auseinandergesetzt. Die vermehrten progressiven Einschläge ("Internal Warfare") und die noch dichtere Vermischung der verschiedenen Facetten der Band machen es dem geneigten Hörer nicht gerade leicht. Des Weiteren setzt man hier stark auf (z.T. schwer greifbare) Atmosphäre und Abwechslung. Der Ohrwurmfaktor wurde - ob beabsichtigt oder versehentlich - extrem zurückgeschraubt; radioreife Hits wie "Never Enough" oder "Tides of Time" sucht man hier vergeblich. Viele Refrains sind etwas flach und geradlinig gehalten. Aber auch wenn man nicht viel eingängige Melodien findet, sind diese gefühlvoller gestaltet als je zuvor. Sängerin Simone Simons hat erneut an ihren Gesangskünsten gefeilt und singt in einem viel breiterem Spektrum, sowohl in tiefen ("Delirium") also auch in hohen Lagen ("Avalanche"). Mark Jansens Growls wurden etwas vermindert, was Simons mehr Raum zur Entfaltung bietet. Arabische Klänge tauchen dagegen wieder zahlreicher auf, was der klanglichen Vielfalt zugute kommt. Und auch die Chöre haben nie epischer und tiefgreifender gewirkt als auf dieser Scheibe - hervorzuheben sind hiebei unter anderem der Titeltrack und die Übergänge im etwas einfacher erfassbaren "Guilty Demeanor". Im Großen und Ganzen haben Epica einen neuen Mix aus den Stimmungen ihrer alten Alben (vor allem "Design Your Universe" und "Consign to Oblivion") kreiert, der sich eigentlich nicht einmal so schlecht macht.

Ich fange nun nach fünf Tagen an, das Album zu mögen, und habe das Gefühl, dass es so schnell nicht langweilig werden wird. Die schwer zugänglichen Songs sind meistens die, die man sich am laufenden Band anhören kann, ohne bald einen nervigen Parasit im Ohr stecken zu haben. Die zuvor verstörende Komplexität und Mischung wird langsam zum Genuss. "Requiem for the Indifferent" benötigt zwar viel Zuwendung, diese zahlt sich allerdings zur rechten Zeit auch gebührend aus. Somit haben Epica auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht - wobei "vorne" die Richtung der Professionalität und nicht unbedingt die jedes Hörers ist.

Und letztenendes ist ohnehin alles Geschmackssache. Wo wir gerade beim Schmecken sind: "Requiem for the Indifferent" ist wie Kaviar und Möhren. So wie auch Kaviar mag es nicht jeder, obwohl es etwas sehr edles und feines ist, und viele kommen nur auf den Geschmack, wenn sie sich auf die befremdliche Konsistenz einlassen. Und ebenso wie eine Möhre entfaltet es erst dann seine süße Note, wenn man geduldig ist und lange genug darauf herumkaut.
Genau so verhält es sich mit diesem Album. Es ist ein Album für Feinschmecker.

P.S.: Auf meiner limitierten Mailorder-Edition fehlte beim 13. Track "Serenade of Self-Destruction" die kompletten Gesangsspuren (bis auf den Chor). Ich weiß nicht, welche Ausgaben noch davon betroffen sind, und Nuclear Blast sind bereits dabei, sich eine Lösung für dieses Missgeschick auszudenken, aber das ist mit ein Grund, warum ich hier nur 4 Sterne gebe.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. März 2012
Wie schon in einigen anderen Rezesionen beschrieben habe ich die Erfahrung auch gemacht. Beim ersten Durchgang bleibt nur die schon bekannten Songs im Gedächtnis. Ich habe in den letzten Tagen die CD immer wieder angehört. Aus Erfahrung weiß ich das eine Epica CD bei mir immer ein wenig länger braucht damit ich die ganze Schönheit erfassen kann. So auch bei dem neuen Meisterwerk.
Bei jedenm neuen Durchgang fallen mit andere Einzelheiten auf. Ich bin echt sehr begeistert von dieser CD und kann nur raten sich Zeit zu lassen um es sacken zu lassen. Der Genuss der einen erwartet ist es wert. Diese CD unterstreicht wieder einmal warum ich Epica einfach liebe.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer erwartet, dass das neue Album wie die älteren Werke von Epica klingt, wird nicht enttäuscht. Wieder findet man den für Epica typischen Mix aus Gänsehaut verursachenden Balladen und zum Mitgrölen anregenden härteren Songs, wobei erstere auf diesem Album deutlich überwiegen. Aber keine Angst, es wird nicht nur Bekanntes wieder aufgewärmt. Statt dessen entwickelt die Band auf diesem Album ihren Stil konsequent weiter, so schmiegen sich zum Beispiel die beim ersten Mal anhören möglicherweise verstörend wirkende Synthesizer-Einlagen nach mehrmaligem Hören gut ins Gesamtkonzept ein.
Warum ich trotz meiner Begeisterung nur 4 Sterne vergebe? Die CD, die ich erhielt, ist, wie die gesamte erste Auflage, eine Fehlpressung, auf der sich eine nicht richtig gemischte Version der Serenade of Self-Destruction, bei der die Vocals fehlen, befindet. Als Trostpflaster gibt es die vollständige Version des Liedes aber beim Label gratis zum Herunterladen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2012
Als ich mir das Album als mp3-download zulegte gabs erst eine Hand voll Rezensionen die allerdings sehr gemischt waren. Ich dachte -eh wurscht- die 10Euros habe ich übrig. Was gleich ins Ohr ging monopoly of truth, Storm the sorrow und avalanche. Allein für diese 3 hätte ich die Kohle schon ausgegeben. Nach dem 5. mal hören kam delirium und serenade of selfdestruction dazu. Der Rest war halt erst so nach dem 20.ten mal richtig auf meinem Frequenzbereich draufgebügelt worden. Mit 2 Songs habe ich immer noch so meine kleinen Schwierigkeiten. Aber Hand auf's Herz, die Quote ist doch extrem gut. Bei anderen Gruppen kannst du von 13 Songs 2 - 3 hören und den Rest in die Tonne drücken. Musik ist und bleibt halt auch eine Geschmackssache. Was mich allerdings ein wenig stört sind die meiner Meinung nach etwas zu oft eingesetzten growls (nennt man so glaub ich), was die Hörbarkeit doch teilweise etwas negativ beeinträchtigt. Ein ganz großes Plus ist die Stimmfrequenzbreite von Simone, sie ist eindeutig noch mal eine Nr. besser geworden. Ich hoffe sie bringt das auch live so rüber. Das werde ich mir am 11.Mai in München mal anschauen.

Anfangs dachte auch ich wie viele meiner Vorredner hier, dass die Scheibe wohl nicht an design your universe rankommt. Allerdings denke ich jetzt, dass sie einfach nur anders ist und sie die genialen Fähigkeiten der Künstler unterstreicht. Man macht nicht nur einen ähnlichen Abklatsch vom Vorgänger weil man mehr drauf hat. Allerdings ging mir design your universe schon um einiges eher ins Ohr. Doch die neue CD wird einen wirklich nicht leicht langweilig. Ich entdecke noch heute in den Songs immer wieder neue geniale Tonsequenzen. Und 1 ist sicher. Eine Coverband wird sowas wohl nicht nachspielen können. Auf dem Beipackzettel sollte jedenfalls stehen: Achtung nicht nebenbei hören. Das klappt nicht. Lange Rede kurzer Sinn: Geniale Sache mit ein bischen Wahnsinn :-))
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Die Niederländer Epica sind für mich nicht direkt vergleichbar mit den vielen anderen Metalbands welche ebenfalls eine Sängerin im Line Up haben. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass Simone Simons und ihre Band um einiges progressiver und weniger bombastisch zu Werke gehen als andere Bands aus dem Female Fronted Lager.

Auf dem neuen Album Requiem For The Indifferent hat man allerdings in Bezug auf die Progressivität ein wenig zurückgesteckt und hat Songs geschrieben, welche ein wenig straighter klingen. Bombast gibt es allerdings nicht mehr oder weniger als früher. Wobei das Minimum an ausufernden Arrangements auch sehr gut zum Mezzosopran von Simons Stimme passt. Zum gradlinigeren Bandsound passt auch, dass Mark Jansen sehr viel weniger zum Gesang beiträgt, als zum Beispiel auf dem letzten Album. Da wo seine Growls hingehören, da sind sie auch zu finden. Perfekt gelingt die Balance zwischen Sängerin und Growler bei "Monopoly Of Truth".

Die Songs sind durchgängig auf hohem Niveau. Besonders das leicht orientalisch angehauchte "Requiem For The Indifferent" und das abschließende "Serenade Of Self-Destruction" stechen heraus. "Serenade Of Self-Destruction" ist mit seinen fast zehn Minuten Laufzeit der längste, epischste und auch bombastischste Song des Albums.

Für Epica Fans ist das Album wahrscheinlich genau das was sie erwartet haben. Gutes Album!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. März 2012
Mann, hab ich mich gefreut auf dieses Album!
Und genau deswegen habe ich auch am 9.3. bereits um 8:00 zugeschlagen und das Album via Amazon-mp3-Downloader heruntergeladen. Voller Vorfreude machte ich es mir unmittelbar danach gemütlich im Bett und stellte mich auf ein neues wunderbares Meisterwerk epischen Ausmaßes ein.

...Doch so sehr ich mich bemühte, bei diesem ersten Mal hören blieb einfach so gut wie nichts hängen! Der Funke sprang also nicht gleich richtig über, wie das beim Vorgängeralbum der Fall war.
Etwas enttäuscht startete ich also in den Tag...
Am Abend gab ich dem Album eine neue Chance, aber wieder erging es mir ähnlich. Beinahe wäre ich schon zum PC gestürmt und hätte hier eine wohl nicht sehr positive Rezension abgetippt, wenn mir nicht ein kleines Quäntchen Hoffnung geblieben wäre:
Die Hoffnung auf wirklich GUTE Musik! Musik von dieser Art braucht Zeit, um sie wirklich zu verstehen und auch ins Herz schließen zu können... Also entschloss ich mich, dem Album noch MEHRERE Chancen zu geben.
Und siehe da: Nach 5 Tagen, an denen keiner davon verging ohne mindestens einen Durchlauf von "Requiem for the Indifferent", fange ich an, die Scheibe wirklich zu mögen!
Ja, es ist ganz sonderbar: Mit der Zeit glaube ich, dass die balladesken Sequenzen, welche ich beim ersten Mal hören noch für dahinplätschernd gehalten habe, wohl noch nie so gefühlvoll waren, Chöre und orientalische Klänge nie zuvor so eindringlich und bombastisch und der Wechsel von langsamen und rasenden Tempi bisher noch nie so gekonnt eingesetzt wurden auf einem Epica-Album!

Für mich ist "Requiem for the Indifferent" ein Musikwerk ganz großer Klasse!
Ich möchte alle, die anfangs Schwierigkeiten hatten mit dem Album, ermutigen, ihm Zeit zu geben. Es wäre schade, dieses Werk nach zweimaligem Hören zur Seite zu legen, ohne es je wirklich genießen können zu haben!

Achja, bevor ichs vergesse:
Den zweiten Bonustrack "Twin Flames" habe ich erst gestern entdeckt! Eine wundervolle romantische Ballade, fast an der Grenze zum Kitschigen, aber es lohnt sich auf alle Fälle hineinzuhören!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2013
Selbstverständlich kann man die Scheibe nicht nach 2-3 mal hören bewerten, dazu ist sie viel zu komplex. Wenn sie aber gezündet hat, dann richtig, absolut erste Klasse!

Auf einzelne Songs will ich gar nicht eingehen, dass wurde in anderen 5-Sterne-Bewertungen schon ausführlich erledigt.

Geschmäcker sind zum Glück verschieden, und sicher ist die Platte auch nicht jedermanns Sache. Wenn ich dann allerdings Stimmen höre, die die neue Xandria (die sicher auch nicht schlecht, aber musikalisch überhaupt nicht vergleichbar, zudem viel simpler und kommerzieller gestrickt ist) höher bewerten, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Für alle, bei denen eine Scheibe beim ersten hören zünden muss, ist die Epica sicher nichts. Diejenigen dürfen sich dann aber auch nicht wundern wenn ihnen die "sofortzündenden" Platten bereits nach kurzer Zeit langweilig werden.

Für alle anderen, die auch komplexere Musik mögen, und nicht den 25sten Nightwish-Clone, ist diese Scheibe auf jeden Fall eine Empfehlung!
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2012
Nachdem ich bereits einen Artikel über das Album gelesen hatte, in dem es in den höchsten Tönen gelobt wurde, waren meine Erwartungen natürlich dementsprechend hoch gesteckt. Der 9. März wurde bei mir zum heiß ersehnten Termin. Eigentlich rechnete ich schon fast damit, dass meine Erwartungen enttäuscht würden. Doch ich muss sagen: die Begeisterung über die CD, die ich jetzt in meinen Händen halte, ist mindestens so groß, wie meine Vorfreude.

Es stimmt einfach alles. Zum einen die Aufmachung: Die CD-Hülle ist sehr ansehnlich. Tolle Fotos, nettes Artwork, aufwändige Motive, insgesamt sehr eindrucksvoll.
Die Lyrics sind sowohl tiefgründig und anspruchsvoll, als auch sprachlich wunderschön. Allein schon der Text klingt toll.
Auch die musikalische Umsetzung der Lyrics kann man nur loben. Auf dieser Platte hat Simones Gesang wieder einen großen Stellenwert eingenommen. Epica hatte sich bei den Aufnahmen die Zeit genommen, um alle Lieder in verschiedenen Versionen aufzunehmen und auszuprobieren. In vielen Fällen hat man sich dann für die Version mit Simones Gesang entschieden. Ich bin damit mehr als zufrieden. Ihre Stimme zeigt Power, aber auch extrem viel Gefühl. Die Auswahl der Lieder bietet ihr auch gute Gelegenheit zu sehr vielfältigem Einsatz.
Außerdem sind reichlich Chorpassagen vorhanden, die eindrucksvoll mitwirken, Atmosphäre im Hintergrund schaffen oder einfach nur episch-bombastisch sind, wie in 'Requiem for the Indifferent'.
Die Grunts von Mark wirken zum Teil unterstützend in bestimmten Liedern und tragen dazu bei, dass das Gesamtwerk einschlägt. Oder sie hauen direkt auf den Putz in einigen recht trashigen Abschnitten der Lieder. Mir persönlich reichen die Stellen aus, an denen er zum Zuge kommt. Man hat Operngesang, Grunts und Chor gut ausbalanciert. Es ist nichts zu viel und nichts zu wenig.
Der Rest der Band liefert dazu eine super Instrumentalspur. An einigen Stellen fügt es sich so gut zusammen, dass man kurz aufhört zu atmen, um es komplett in sich aufzunehmen (z.B. in 'Monopoly on Truth' gibt es eine Stelle, wo Simone nur von Streicherklängen begleitet den Chorus ein letztes Mal aufgreift). Die reinen Instrumentalstellen sollte man sich ebenfalls gut anhören, denn sie sind vielfältig und voller Emotion. Auch im Instumentalbereich ist alles gut ausbalanciert.

Dieses Album ist ziemlich anspruchsvoll, also ist nichts mit nebenbei Hören. Diese Scheibe erfordert die volle Aufmerksamkeit und die hat sie auch verdient, finde ich. Es ist ein in sich geschlossen harmonisches Werk und auch die Lieder sind alle meiner Meinung nach extrem hörenswert. Vielleicht sind sie nicht unbedingt eingängig, aber gerade, dass jedes Lied, wie eine eigene facettenreiche Reise mittels der Ohren ist, gefällt mir. Und es gibt immer wieder Stellen, in die man sich sofort verliebt, wenn man nur hinhört. Als Symphonic Metal Fan sollte man hier unbedingt mal reinhören.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2012
Ich bin zwar kein Musikwissenschaft-Student mit dem Hang zu wissenschaftlicher Selbstdarstellung sondern "nur" ein "kleiner" Pädagoge, aber ich denke, ich verstehe genug von Musik, um das neue Album von Epica kritisch bewerten zu können.

Im Vergleich zu Design your universe ist Requiem for the indifferent ein wenig härter, dennoch erkennt man Epica (Wiedererkennungswert) sofort. Die Professionalität der Truppe garantiert für sehr gute Unterhaltung und "mach mal lauter" Gefühl. Man wird auf eine musikalische Reise entführt, von der man erst nach dem letzten Ton entlassen wird.

Ich ziehe keinen Vergleich zu Imaginaerum, denn beide Scheiben sind in ihrer Liga erneut Klassenbeste. Fans seien hiermit beide empfohlen - mit Requiem als Overture zu den bisher besten Alben der Szene des Jahres 2012.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2012
Nach einem orchestralen Intro, beginnt das etwas über 7 minütige "Monopoly On Truth" mit heftigen Speed, beim ersten Gesangspart gibt man sich midtempolastiger, dann gute Chöre, wieder ein Knüppeleinsatz, Grunts, Orchestralpart, balladesker Einsatz, hektisches Geschwurbel und schlussendlich auch noch ein kurzes Gitarrensolo.

Hört sich nicht begeistert an? Stimmt, es wird einfach zu viel zusammengeschustert ohne dass etwas im Ohr hängenbleibt, was außer bei "Monopoly ..." noch beim Titelsong oder z. B. "Stay The Course" besonders zum Tragen kommt!
Zudem fällt bei einigen Songs auf, dass Madame Simons sich wohl etwas überschätzt: Teilweise will sie doch ein wenig "zu hoch" (gerade beim Opener, ist schon sehr auffällig und schräg) hinaus, was sich dann eher wie "Schmerzensschreie" anhört.

Die teils unzusammenhängenden Songstrukturen bei einigen Tracks wirken sich insgesamt negativ auf den Gesamteindruck aus, denn diese sind irgendwie "gewollt" auf Abwechslung getrimmt, und einige Blasts wirken doch ein wenig deplatziert. Mit "Deep Water Horizon", "Storm The Sorrow" und "Serenade Of Self-Destruction" sind aber auch drei richtige Hits am Start.

Im Gegensatz zu "Imaginaerum" von Nightwish natürlich bedeutend härter, und durch die sehr gelungenen Chor-Einsätze gerinfügig höher einzustufen. Nachdem ich zunächst vier Sterne vergeben hatte, muss ich doch noch auf drei Sterne korrigieren.

Es geht eben nicht nur darum, die Kompositionen durch ein unnötiges Break nach dem anderen in die Länge zu ziehen, sondern um die songdienliche Ausrichtung, und die ist beispielsweise bei der neuen "Amberian Dawn" entschieden besser ausgefallen!
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