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Kundenrezensionen

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am 12. März 2012
Da ist es also, das neue Scheibchen der Symphonic-Giganten Epica. Mit großer Vorfreude habe ich es erwartet. Die Ankündigung, es würde den Weg von "Design Your Universe" konsequent weiterverfolgen, hatte mich äußerst optimistisch gestimmt. Was ich nun in Händen halte, ist jedoch etwas völlig anderes, das zwar stilistisch an den Vorgänger anknüpft, aber eine völlig andere Wirkungsweise aufweist.

Beim ersten Hördurchlauf blieb - bis auf die vorab veröffentlichten und etwas eingängigeren Songs "Storm the Sorrow" und "Monopoly on Truth" - beinahe nichts im Ohr hängen... Wie war nochmal der Refrain des Titeltracks?
Also: Ein paar Stücke herausgepickt und nochmals reingehört. So richtig überzeugen konnte mich (abgesehen von den oben erwähnten) keines, auch wenn das träumerische "Delirium" und der "Gastauftritt" Muammar al-Gaddafis in "Deter the Tyrant" beim zweiten Durchgang positiv auffielen. Sollte das neue Werk aus den Händen der Meister Jansen und Simons etwa ein Fehlschlag sein? Sollte es denn wirklich einfallslos, chaotisch und langweilig geworden sein und nicht mehr?

Diese Vorstellung passte nicht so recht in mein Weltbild, also habe mich weiter mit der Materie auseinandergesetzt. Die vermehrten progressiven Einschläge ("Internal Warfare") und die noch dichtere Vermischung der verschiedenen Facetten der Band machen es dem geneigten Hörer nicht gerade leicht. Des Weiteren setzt man hier stark auf (z.T. schwer greifbare) Atmosphäre und Abwechslung. Der Ohrwurmfaktor wurde - ob beabsichtigt oder versehentlich - extrem zurückgeschraubt; radioreife Hits wie "Never Enough" oder "Tides of Time" sucht man hier vergeblich. Viele Refrains sind etwas flach und geradlinig gehalten. Aber auch wenn man nicht viel eingängige Melodien findet, sind diese gefühlvoller gestaltet als je zuvor. Sängerin Simone Simons hat erneut an ihren Gesangskünsten gefeilt und singt in einem viel breiterem Spektrum, sowohl in tiefen ("Delirium") also auch in hohen Lagen ("Avalanche"). Mark Jansens Growls wurden etwas vermindert, was Simons mehr Raum zur Entfaltung bietet. Arabische Klänge tauchen dagegen wieder zahlreicher auf, was der klanglichen Vielfalt zugute kommt. Und auch die Chöre haben nie epischer und tiefgreifender gewirkt als auf dieser Scheibe - hervorzuheben sind hiebei unter anderem der Titeltrack und die Übergänge im etwas einfacher erfassbaren "Guilty Demeanor". Im Großen und Ganzen haben Epica einen neuen Mix aus den Stimmungen ihrer alten Alben (vor allem "Design Your Universe" und "Consign to Oblivion") kreiert, der sich eigentlich nicht einmal so schlecht macht.

Ich fange nun nach fünf Tagen an, das Album zu mögen, und habe das Gefühl, dass es so schnell nicht langweilig werden wird. Die schwer zugänglichen Songs sind meistens die, die man sich am laufenden Band anhören kann, ohne bald einen nervigen Parasit im Ohr stecken zu haben. Die zuvor verstörende Komplexität und Mischung wird langsam zum Genuss. "Requiem for the Indifferent" benötigt zwar viel Zuwendung, diese zahlt sich allerdings zur rechten Zeit auch gebührend aus. Somit haben Epica auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht - wobei "vorne" die Richtung der Professionalität und nicht unbedingt die jedes Hörers ist.

Und letztenendes ist ohnehin alles Geschmackssache. Wo wir gerade beim Schmecken sind: "Requiem for the Indifferent" ist wie Kaviar und Möhren. So wie auch Kaviar mag es nicht jeder, obwohl es etwas sehr edles und feines ist, und viele kommen nur auf den Geschmack, wenn sie sich auf die befremdliche Konsistenz einlassen. Und ebenso wie eine Möhre entfaltet es erst dann seine süße Note, wenn man geduldig ist und lange genug darauf herumkaut.
Genau so verhält es sich mit diesem Album. Es ist ein Album für Feinschmecker.

P.S.: Auf meiner limitierten Mailorder-Edition fehlte beim 13. Track "Serenade of Self-Destruction" die kompletten Gesangsspuren (bis auf den Chor). Ich weiß nicht, welche Ausgaben noch davon betroffen sind, und Nuclear Blast sind bereits dabei, sich eine Lösung für dieses Missgeschick auszudenken, aber das ist mit ein Grund, warum ich hier nur 4 Sterne gebe.
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am 13. März 2012
Wie schon in einigen anderen Rezesionen beschrieben habe ich die Erfahrung auch gemacht. Beim ersten Durchgang bleibt nur die schon bekannten Songs im Gedächtnis. Ich habe in den letzten Tagen die CD immer wieder angehört. Aus Erfahrung weiß ich das eine Epica CD bei mir immer ein wenig länger braucht damit ich die ganze Schönheit erfassen kann. So auch bei dem neuen Meisterwerk.
Bei jedenm neuen Durchgang fallen mit andere Einzelheiten auf. Ich bin echt sehr begeistert von dieser CD und kann nur raten sich Zeit zu lassen um es sacken zu lassen. Der Genuss der einen erwartet ist es wert. Diese CD unterstreicht wieder einmal warum ich Epica einfach liebe.
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am 17. April 2012
Wer erwartet, dass das neue Album wie die älteren Werke von Epica klingt, wird nicht enttäuscht. Wieder findet man den für Epica typischen Mix aus Gänsehaut verursachenden Balladen und zum Mitgrölen anregenden härteren Songs, wobei erstere auf diesem Album deutlich überwiegen. Aber keine Angst, es wird nicht nur Bekanntes wieder aufgewärmt. Statt dessen entwickelt die Band auf diesem Album ihren Stil konsequent weiter, so schmiegen sich zum Beispiel die beim ersten Mal anhören möglicherweise verstörend wirkende Synthesizer-Einlagen nach mehrmaligem Hören gut ins Gesamtkonzept ein.
Warum ich trotz meiner Begeisterung nur 4 Sterne vergebe? Die CD, die ich erhielt, ist, wie die gesamte erste Auflage, eine Fehlpressung, auf der sich eine nicht richtig gemischte Version der Serenade of Self-Destruction, bei der die Vocals fehlen, befindet. Als Trostpflaster gibt es die vollständige Version des Liedes aber beim Label gratis zum Herunterladen.
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am 3. Februar 2016
Ich musste einfach mal meine Meinung zu diesem Album los werden, da man auf diesem Album merkt, dass es nicht mehr der 100%ige epische, orchestrale Epicaklang ist, so wie wir die Band kennen. Noch dazu muss ich auch leider sagen, dass ich hier Songs gehört habe, bei denen ich meine, die wären aus Langeweile entstanden. Allerdings muss ich sagen, ist auf diesem Album schon weniger Orchester, wie auf den anderen zu hören. Dafür gibt es aber haufenweise Chöre.

Das Album beginnt, wie jedes Epica Album, mit einem epischen Intro. Dazu brauche ich nichts sagen, dass haben sie toll hinbekommen, hier ist noch sehr gut das Orchester zu hören. Gleich danach folgt dann der erste neue Song "Monopoly on truth". Dieser beginnt mit einem typisch rockigem Epicasound und dann fängt Simone mit ihrem Gesang an. In den ersten beiden Strophen singt sie sehr quälend und leidend. Ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll, aber so hat Simone in noch keinem Lied gesungen. Ich meine das nicht negativ, sondern im positivem Sinne. Erst nach dem 2. Refrain setzt dann Mark mit seinen Grunts ein und natürlich fehlt in diesem Song auch nicht der Chor oder das Orchester. Gut hier ist wirklich das Orchester an manchen Stellen stark im Hintergrund. Nach dem Opener folgt der Song "Storm the Sorrow". Dieser Song ist für mich der poppigste Song auf diesem Album. Wobei ich auch sagen muss, klingt er nicht wirklich nach Epica. Eben darum, weil dieser Song weder Orchestrationen oder Chöre beinhaltet. Wie auf jedem Epica Album gibt es auch hier eine Ballade. Diese heisst "Dilirium". Eine typische Epicaballade mit sehr viel Emotionen. Der Chor am Anfang erinnert mich irgendwie an König der Löwen. Man merkt auch durch den Song, dass Epica im Zusammenhang was Balladen angeht, gut gereift sind. Klingt schon sehr erwachsen. Nach der Ballade kommt der Song "Infernal Warfire"ins rennen. Hier muss ich genau das sagen, was ich oben angekündigt habe. Dieser Song ist für mich eine Produktion der Langeweile. Mich flasht hier nichts. Es gibt hier keine Emotionen und sonst irgendwie etwas, wo ich "Wow" sagen könnte. Die Orchestration in diesem Lied erinnert mich ein wenig an Star Wars und natürlich sind auch wieder die Chöre gut verteilt. Aber mir hat hier echt die Emotion gefehlt. Der Refrain gefiel mir auch kaum. Das nächste Lied "Requiem for the indifferent" ist dann wieder ein Song, so wie wir Epica kennen. Lang, verschiedene Parts, einfach episch. Hier hört man auch deutlich an vielen Stellen einen orientalischen Sound heraus. Nach dem 2. längsten Song auf dem Album folgt nun ein kurzer Track namens "Anima", der aus einer schönen Melodie besteht. Beim nächsten Song "Guilty Demeanor" wird es dann wieder etwas poppiger, aber hier hört man auch mehr das Orchester wieder etwas mehr im Fordergrund. Danach kommt ein super Meisterwerk . "Deep water Horizon" fängt ruhig an wird dann aber nach der 2. strophe interessant. Die Melodie erinnert mich an Fluch der Karribik und zum Schluss wird der Song auch schneller. Nach dem Song kommt "Stay the course" ins Spiel.
Dieser besteht in den Strophen mehr aus Grunts. Im Refrain singt dann Simone was sie nur geben kann. Dieser Song gefällt mir sehr gut. Sehr schöne Melodie und Orchestrierungen. "Deter the Tyrant" ist für mich mal was ganz anderes. Sehr rockig. Hier spielen die Gitarren mehr eine Rolle. Man könnte diesen Song auch als Progressive Metal bezeichnen. Aber hier ist auch für mich wieder die Melodie ziemlich langweilig. Keine Stelle in dem Song, die mich gepackt hat. Der nächste Song "Avalanche" beginnt auch wie bei "Deep water horizon" sehr ruhig wird dann aber nach dem 1. Refrain erst richtig laut. Gut klingt an manchen Stellen etwas poppig.
Den Abschluss des Albums macht "Serenade of the Self-Deconstruction". Dieser beginnt mit sehr ruhigem "ahahahahah" von Simone und danach macht Mark dann erstmal eine Weile seine Grunts. Im Refrain wird es dann sehr Emotional und orientalisch. Dieser Song geht über 9 Minuten und ist deshalb der längste Song des Albums.

Zum Abschluss muss ich echt sagen, dass Album ist trotz das manche Songs , Melodie, die mir nicht so gut gefallen haben, ganz gut geworden. Wenn man genau hinhört, hört man den typischen Epica Sound heraus, allerdings ist es aber diesmal wirklich etwas anderes geworden. Klingt an manchen Stellen nach Opeth, wenn man ein Beispiel nennen soll.
Ich muss dazu noch sagen, dass das Mixing und Mastering nicht gut war. Die Dateien der Lieder sind sowas von Leise. Wenn man die Lieder auf den PC rippt und in MP3Gain prüft, haben die meistens Lieder 95 db, was für eine gute Produktion eigentlich sehr schlecht ist. Normalerweise sollten gut produzierte Lieder mindestens 99 db haben.
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am 17. April 2012
Als ich mir das Album als mp3-download zulegte gabs erst eine Hand voll Rezensionen die allerdings sehr gemischt waren. Ich dachte -eh wurscht- die 10Euros habe ich übrig. Was gleich ins Ohr ging monopoly of truth, Storm the sorrow und avalanche. Allein für diese 3 hätte ich die Kohle schon ausgegeben. Nach dem 5. mal hören kam delirium und serenade of selfdestruction dazu. Der Rest war halt erst so nach dem 20.ten mal richtig auf meinem Frequenzbereich draufgebügelt worden. Mit 2 Songs habe ich immer noch so meine kleinen Schwierigkeiten. Aber Hand auf's Herz, die Quote ist doch extrem gut. Bei anderen Gruppen kannst du von 13 Songs 2 - 3 hören und den Rest in die Tonne drücken. Musik ist und bleibt halt auch eine Geschmackssache. Was mich allerdings ein wenig stört sind die meiner Meinung nach etwas zu oft eingesetzten growls (nennt man so glaub ich), was die Hörbarkeit doch teilweise etwas negativ beeinträchtigt. Ein ganz großes Plus ist die Stimmfrequenzbreite von Simone, sie ist eindeutig noch mal eine Nr. besser geworden. Ich hoffe sie bringt das auch live so rüber. Das werde ich mir am 11.Mai in München mal anschauen.

Anfangs dachte auch ich wie viele meiner Vorredner hier, dass die Scheibe wohl nicht an design your universe rankommt. Allerdings denke ich jetzt, dass sie einfach nur anders ist und sie die genialen Fähigkeiten der Künstler unterstreicht. Man macht nicht nur einen ähnlichen Abklatsch vom Vorgänger weil man mehr drauf hat. Allerdings ging mir design your universe schon um einiges eher ins Ohr. Doch die neue CD wird einen wirklich nicht leicht langweilig. Ich entdecke noch heute in den Songs immer wieder neue geniale Tonsequenzen. Und 1 ist sicher. Eine Coverband wird sowas wohl nicht nachspielen können. Auf dem Beipackzettel sollte jedenfalls stehen: Achtung nicht nebenbei hören. Das klappt nicht. Lange Rede kurzer Sinn: Geniale Sache mit ein bischen Wahnsinn :-))
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Die Niederländer Epica sind für mich nicht direkt vergleichbar mit den vielen anderen Metalbands welche ebenfalls eine Sängerin im Line Up haben. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass Simone Simons und ihre Band um einiges progressiver und weniger bombastisch zu Werke gehen als andere Bands aus dem Female Fronted Lager.

Auf dem neuen Album Requiem For The Indifferent hat man allerdings in Bezug auf die Progressivität ein wenig zurückgesteckt und hat Songs geschrieben, welche ein wenig straighter klingen. Bombast gibt es allerdings nicht mehr oder weniger als früher. Wobei das Minimum an ausufernden Arrangements auch sehr gut zum Mezzosopran von Simons Stimme passt. Zum gradlinigeren Bandsound passt auch, dass Mark Jansen sehr viel weniger zum Gesang beiträgt, als zum Beispiel auf dem letzten Album. Da wo seine Growls hingehören, da sind sie auch zu finden. Perfekt gelingt die Balance zwischen Sängerin und Growler bei "Monopoly Of Truth".

Die Songs sind durchgängig auf hohem Niveau. Besonders das leicht orientalisch angehauchte "Requiem For The Indifferent" und das abschließende "Serenade Of Self-Destruction" stechen heraus. "Serenade Of Self-Destruction" ist mit seinen fast zehn Minuten Laufzeit der längste, epischste und auch bombastischste Song des Albums.

Für Epica Fans ist das Album wahrscheinlich genau das was sie erwartet haben. Gutes Album!
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am 13. März 2012
Mann, hab ich mich gefreut auf dieses Album!
Und genau deswegen habe ich auch am 9.3. bereits um 8:00 zugeschlagen und das Album via Amazon-mp3-Downloader heruntergeladen. Voller Vorfreude machte ich es mir unmittelbar danach gemütlich im Bett und stellte mich auf ein neues wunderbares Meisterwerk epischen Ausmaßes ein.

...Doch so sehr ich mich bemühte, bei diesem ersten Mal hören blieb einfach so gut wie nichts hängen! Der Funke sprang also nicht gleich richtig über, wie das beim Vorgängeralbum der Fall war.
Etwas enttäuscht startete ich also in den Tag...
Am Abend gab ich dem Album eine neue Chance, aber wieder erging es mir ähnlich. Beinahe wäre ich schon zum PC gestürmt und hätte hier eine wohl nicht sehr positive Rezension abgetippt, wenn mir nicht ein kleines Quäntchen Hoffnung geblieben wäre:
Die Hoffnung auf wirklich GUTE Musik! Musik von dieser Art braucht Zeit, um sie wirklich zu verstehen und auch ins Herz schließen zu können... Also entschloss ich mich, dem Album noch MEHRERE Chancen zu geben.
Und siehe da: Nach 5 Tagen, an denen keiner davon verging ohne mindestens einen Durchlauf von "Requiem for the Indifferent", fange ich an, die Scheibe wirklich zu mögen!
Ja, es ist ganz sonderbar: Mit der Zeit glaube ich, dass die balladesken Sequenzen, welche ich beim ersten Mal hören noch für dahinplätschernd gehalten habe, wohl noch nie so gefühlvoll waren, Chöre und orientalische Klänge nie zuvor so eindringlich und bombastisch und der Wechsel von langsamen und rasenden Tempi bisher noch nie so gekonnt eingesetzt wurden auf einem Epica-Album!

Für mich ist "Requiem for the Indifferent" ein Musikwerk ganz großer Klasse!
Ich möchte alle, die anfangs Schwierigkeiten hatten mit dem Album, ermutigen, ihm Zeit zu geben. Es wäre schade, dieses Werk nach zweimaligem Hören zur Seite zu legen, ohne es je wirklich genießen können zu haben!

Achja, bevor ichs vergesse:
Den zweiten Bonustrack "Twin Flames" habe ich erst gestern entdeckt! Eine wundervolle romantische Ballade, fast an der Grenze zum Kitschigen, aber es lohnt sich auf alle Fälle hineinzuhören!
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am 1. Juni 2013
Selbstverständlich kann man die Scheibe nicht nach 2-3 mal hören bewerten, dazu ist sie viel zu komplex. Wenn sie aber gezündet hat, dann richtig, absolut erste Klasse!

Auf einzelne Songs will ich gar nicht eingehen, dass wurde in anderen 5-Sterne-Bewertungen schon ausführlich erledigt.

Geschmäcker sind zum Glück verschieden, und sicher ist die Platte auch nicht jedermanns Sache. Wenn ich dann allerdings Stimmen höre, die die neue Xandria (die sicher auch nicht schlecht, aber musikalisch überhaupt nicht vergleichbar, zudem viel simpler und kommerzieller gestrickt ist) höher bewerten, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Für alle, bei denen eine Scheibe beim ersten hören zünden muss, ist die Epica sicher nichts. Diejenigen dürfen sich dann aber auch nicht wundern wenn ihnen die "sofortzündenden" Platten bereits nach kurzer Zeit langweilig werden.

Für alle anderen, die auch komplexere Musik mögen, und nicht den 25sten Nightwish-Clone, ist diese Scheibe auf jeden Fall eine Empfehlung!
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am 10. März 2012
Nachdem ich bereits einen Artikel über das Album gelesen hatte, in dem es in den höchsten Tönen gelobt wurde, waren meine Erwartungen natürlich dementsprechend hoch gesteckt. Der 9. März wurde bei mir zum heiß ersehnten Termin. Eigentlich rechnete ich schon fast damit, dass meine Erwartungen enttäuscht würden. Doch ich muss sagen: die Begeisterung über die CD, die ich jetzt in meinen Händen halte, ist mindestens so groß, wie meine Vorfreude.

Es stimmt einfach alles. Zum einen die Aufmachung: Die CD-Hülle ist sehr ansehnlich. Tolle Fotos, nettes Artwork, aufwändige Motive, insgesamt sehr eindrucksvoll.
Die Lyrics sind sowohl tiefgründig und anspruchsvoll, als auch sprachlich wunderschön. Allein schon der Text klingt toll.
Auch die musikalische Umsetzung der Lyrics kann man nur loben. Auf dieser Platte hat Simones Gesang wieder einen großen Stellenwert eingenommen. Epica hatte sich bei den Aufnahmen die Zeit genommen, um alle Lieder in verschiedenen Versionen aufzunehmen und auszuprobieren. In vielen Fällen hat man sich dann für die Version mit Simones Gesang entschieden. Ich bin damit mehr als zufrieden. Ihre Stimme zeigt Power, aber auch extrem viel Gefühl. Die Auswahl der Lieder bietet ihr auch gute Gelegenheit zu sehr vielfältigem Einsatz.
Außerdem sind reichlich Chorpassagen vorhanden, die eindrucksvoll mitwirken, Atmosphäre im Hintergrund schaffen oder einfach nur episch-bombastisch sind, wie in 'Requiem for the Indifferent'.
Die Grunts von Mark wirken zum Teil unterstützend in bestimmten Liedern und tragen dazu bei, dass das Gesamtwerk einschlägt. Oder sie hauen direkt auf den Putz in einigen recht trashigen Abschnitten der Lieder. Mir persönlich reichen die Stellen aus, an denen er zum Zuge kommt. Man hat Operngesang, Grunts und Chor gut ausbalanciert. Es ist nichts zu viel und nichts zu wenig.
Der Rest der Band liefert dazu eine super Instrumentalspur. An einigen Stellen fügt es sich so gut zusammen, dass man kurz aufhört zu atmen, um es komplett in sich aufzunehmen (z.B. in 'Monopoly on Truth' gibt es eine Stelle, wo Simone nur von Streicherklängen begleitet den Chorus ein letztes Mal aufgreift). Die reinen Instrumentalstellen sollte man sich ebenfalls gut anhören, denn sie sind vielfältig und voller Emotion. Auch im Instumentalbereich ist alles gut ausbalanciert.

Dieses Album ist ziemlich anspruchsvoll, also ist nichts mit nebenbei Hören. Diese Scheibe erfordert die volle Aufmerksamkeit und die hat sie auch verdient, finde ich. Es ist ein in sich geschlossen harmonisches Werk und auch die Lieder sind alle meiner Meinung nach extrem hörenswert. Vielleicht sind sie nicht unbedingt eingängig, aber gerade, dass jedes Lied, wie eine eigene facettenreiche Reise mittels der Ohren ist, gefällt mir. Und es gibt immer wieder Stellen, in die man sich sofort verliebt, wenn man nur hinhört. Als Symphonic Metal Fan sollte man hier unbedingt mal reinhören.
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am 11. März 2012
Ich bin zwar kein Musikwissenschaft-Student mit dem Hang zu wissenschaftlicher Selbstdarstellung sondern "nur" ein "kleiner" Pädagoge, aber ich denke, ich verstehe genug von Musik, um das neue Album von Epica kritisch bewerten zu können.

Im Vergleich zu Design your universe ist Requiem for the indifferent ein wenig härter, dennoch erkennt man Epica (Wiedererkennungswert) sofort. Die Professionalität der Truppe garantiert für sehr gute Unterhaltung und "mach mal lauter" Gefühl. Man wird auf eine musikalische Reise entführt, von der man erst nach dem letzten Ton entlassen wird.

Ich ziehe keinen Vergleich zu Imaginaerum, denn beide Scheiben sind in ihrer Liga erneut Klassenbeste. Fans seien hiermit beide empfohlen - mit Requiem als Overture zu den bisher besten Alben der Szene des Jahres 2012.
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