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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mal was anderes...
Habe die Jungs bei Inas Nacht gesehen und hatte danach einen Ohrwurm. Zwar hat die Platte auch Längen aber insgesamt bringt sie einen frischen Wind und oft auch Partielaune.
Veröffentlicht am 11. Februar 2013 von Thomas S

versus
3.0 von 5 Sternen Django 3000
Diese Version ist nicht schlecht, aber der Rhythmus und die Tonlage sind immer gleich, etwas mehr Abwechslung und Durtöne wären besser gewesen.
Veröffentlicht am 17. März 2013 von Hans-Joachim Wrase


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mal was anderes..., 11. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (MP3-Download)
Habe die Jungs bei Inas Nacht gesehen und hatte danach einen Ohrwurm. Zwar hat die Platte auch Längen aber insgesamt bringt sie einen frischen Wind und oft auch Partielaune.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit der Heidi in die Hölle, 2. März 2012
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (Audio CD)
Jedem halbwegs gebildeten Muttersprachler werden ein paar Zeilen aus dem Volkslied "Lustig ist das Zigeunerleben" geläufig sein - die Sache also mit des Kaisers Zins und dem grünen Wald, dem Hunger und dem Hirschlein - Zeilen, mit denen man heute keinen Menschen mehr hinterm Ofen oder Schreibtisch hervorzuholen vermag. Ob das an der verlogen spießigen Sozialromantik liegt oder an den allzu trägen Schunkelrhythmen - Fakt ist, dass mit "Faria-Faria-Ho" heute kein Staat mehr zu machen ist, da muss man sich schon etwas cleverer anstellen. Und weil Django 3000 als oberbayerische Zigeunerburschen, bekennende Strizzis und Möchtegernstenze, genau dies machen, ist die Verweildauer bei Liedern wie dem genannten minimal. Ebenso unbegründet die anfängliche Angst, hier reite jemand die Mundartwelle geradewegs in die Studios der Formatsender und ergo ins Grab - sicher ist nach allem Hype etwas mehr Vorsicht angebracht, wenn nun nicht mehr die örtlichen Gäubodenfeste, sondern ganze Almen oder Mehrzweckhallen für die Anhängerschar verbucht werden.

Trotzdem ist, was die vier Jungs da veranstalten, mehrheitlich originell und in höchstem Maße elektrisierend. Die Richtung stecken sie selbst ab - Vogelwildes, Unbehauenes, Heimatverliebtes und allzeit extragroßes Gefühl zwischen Django Reinhardt und Tierpark-Toni. Klischee als jugendliches Vorrecht, das gelebt werden will - na klar: "I bleib mei Lem lang frei, i hob mei Lem lang Zeit fia ois, werds bugglad aufm Weg, muast mittn durche geh. Wer woast wost ois vasammst, wennst steh bleibst und grod drammst" (Zeit fia ois). Wenn der Kreisel sich dreht, wird mancher Vorbehalt über Bord geworfen und die gefurchte Denkerstirn weicht einem breiten Grinsen - wer möchte nicht lieber mit "Heidi" eine Runde drehen ("Leg Osch danzd de, Harrschaftszeidn!") oder Tscharlie-gleich in die Kitschsonne reiten ("Und koana wird woana um di, doch aufhoidn lasst du di nia", Django Django). Langes Philosophieren ist ihre Sache nicht ("Wo's schee ist, da bin i", Südwind) und wenn's einmal zu Ende geht, dann bitt`schön statt zum Portner gutgelaunt geradewegs in "d'Höll" ("Kimm no nei! Für di, für di is no a Grillrost frei!", Da Wuide und da Deife). Die Fiedel weint, der Basskasten hüft und die Gitarren zwirbeln umeinander - schwer wird leicht und selbst aus dem ehemals spaßfreien Besatzerruf "Rucky Werch!" (Hände hoch!) gelingt der bunt gemischten Truppe ein feines Stück Tanzmusik.

Wenn man von einem Debüt wie diesem behaupten kann, die Band habe eigentlich nichts falsch gemacht, dann ist das einerseits sicher ein willkommenes Kompliment. Andererseits hofft man natürlich auch, dass die vier ein ordentliches Maß der hier vertonten Weltsicht verinnerlicht haben, also Djangos genug sind, um sich die Lässigkeit und den Witz dieser Platte auch für kommende zu bewahren. mapambulo:blog
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hurra, Gipsy-Party auf bayrisch!, 13. August 2013
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Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (MP3-Download)
Auf Bayern3 gehört, gekauft und für gut befunden :-) Musikalisch, handwerklich einwandfrei, textlixh super und humorvoll, charmant und viel Liebe im Detail! Gute Laune garantiert!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bayern heute, 20. September 2013
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (MP3-Download)
Habe Django 3000 erstmals im Fernsehen bei einer Sendung für "Junge Volksmusik" gesehen und war begeistert. Die Begeisterung ist auch nach ständigem Hören nicht kleiner geworden. Ich hoffe auf die nächste Scheibe !!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Party-Ohrwürmer vom Feinsten!, 17. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (Audio CD)
Beim ersten Anhören hat es noch nicht so überwältigend "gefunkt", bis auf "Heidi", das ich kannte. Aber kaum hatte ich mich reingehört, läuft die CD fast pausenlos beim Autofahren. Sie verbreitet einfach gute Laune, und wenn man gerade nicht mittanzen kann, dann zumindest mitsingen.

Die Melodien sind eingängig (und gehen nicht mehr raus), die Texte verständlich, die Musikalität der Jungs richtig richtig gut, die CD nicht überproduziert, aber auch nichts für "Puristen".

Wer bayrische Party-Musik mit Tiefgang sucht, kommt an Django 3000 nicht vorbei :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielberger Musikfestival 2013, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (MP3-Download)
Eine absolut geile Band die man einfach gesehen und gehört haben soll !
...da Wuide und da Teifl oda die Heidi - do kummst net umhin !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Mischung bayrisch, russisch und gipsy!, 7. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (MP3-Download)
Eine tolle Musik für Party und Joggen (der Rhythmus treibt richtig an!) Gleich die Konzertkarten gekauft! Fast alle Lieder sind spitze
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5.0 von 5 Sternen „Bavarian Gypsy what?“, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (Audio CD)
Bayrischer Gypsy Swing natürlich – wie, noch nie gehört? Gibt’s ja gar nicht – naja, eigentlich gibt’s das jetzt schon seit ein paar Jahren, spätestens seit Django 3000 dieses Genre mehr oder weniger mitbegründet und popularisiert haben. Als Reaktion auf positives Youtube-Feedback zu Ihrem Song „Heidi“ haben die 4 Jungs (die Ihren Bandnamen in Anlehnung an den legendären Swing-Gitarristen des frühen 20. Jahrhunderts Django Reinhardt wählten) 2012 das erste Album auf den Markt geworfen. Natürlich alles stilecht in bester bayrischer Mundart.

Auf diesen Stand an Information habe ich mich direkt nach Erwerb des Albums gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war bereits die 2. Scheibe von Django 3000 auf dem Markt. Ich bin somit (leider) kein Fan der ersten Stunde. Aber seit der ersten Stunde zu der ich zum Fan wurde hat dies meiner Leidenschaft für Django 3000 keinen Abbruch getan.

Natürlich muss man zum Album-Hit schlechthin, der auf den Mädchennamen „Heidi“ hört auf jeden Fall einmal die Hüften kreisen lassen. Mittlerweile sieht man die Band auch regelmäßig im Fernsehen, die Medienpräsenz ist seit dem Erstlingswerk massiv gestiegen – zurecht. Heidi ist einfach dazu prädestiniert zu dem rustikalen flotten Beat ordentlich einen aufs Parkett zu legen.

Um was anderes geht es in „Heidi“ und analog dazu auf dem ganzen Album ja eigentlich auch nicht:
Gute Laune, Lebensfreude und mit Vollgas ins Leben als auch ins Jenseits – man höre zu letzterem insbesondere„Da wuide und da Deifi“ mit treibendem Gypsy-Groove und spaßigen Lyrics.

Dazu gesellt sich hier und da ein Hauch Fernweh, grandios umgesetzt in einem für meine Wenigkeit besten Tracks dieses Albums – „Tschavo“. Wie bei den anderen Songs wird auch hier mit der klassischen Wandergitarre, der Fidel , dem Kontrabass und natürlich dem Schlagzeug ein Art moderner Wandersmann aufgespielt, der einen sofort in wehmütige Stimmung nach der Ferne bringt..

In „Django Django“ (wer weiß, ob hier nicht gar der Bandname als Doppeldeut für Django Reinhardt UND die Paraderolle von Franco Nero dient) wird man von den vier Jungs auf die Straße mitgenommen - wer dieser Django wohl ist, der da die Straße runter donnert mit seinem Revolver unterm Sitz? Eigentlich völlig egal – man weiß es nicht, aber man spürt wie Dreck und Staub quasi aus den Lautsprechern ins Wohnzimmer sprühen. Sich jeglichen Klischees anbiedernd werden auch der Mundharmonika noch einige müde Töne entlockt – grandios!

Man hört – das Ganze ist Musik zum Spaß haben - dass die Jungs eine Menge Spaß beim Musizieren haben steht natürlich auch außer Frage. Musikalisch ist das ganze keine kompositorische Meisterleistung und auch die Lyrics sind eigentlich regelmäßig in die entsprechende atmosphärische Richtung überzogen. Da wird in „da Wuide und da Deifi“ dem Herrgott und auch dem Teufel in bester „Scheiß-Drauf“-Manier schon mal ein Schnippchen geschlagen. Das Konzept funktioniert aber ausgezeichnet – klar, man darf’s ja auch nicht zu ernst nehmen und wer braucht bei solch gut umgesetzter Tanz-Musik schon Schiss-Moll-Siebe-Harmonien (sry für diesen uralten Musiker-Kalauer).

Einzig mit „Wuide Rössa“ legt sich düsteres Wetter über die Musik und die Nacht bricht herein. In bester „Vom-Regen-durchnässt-davonlaufend“-Manier kippen Django 3000 den emotionalen Schalter im Zuhörer in eine starke melancholische Richtung. Diese Eigenkomposition trägt aber so eine massive Power in sich, dass man hier jegliche Klischees ignorieren kann. Spätestens der 2. Refrain hat mich dann völlig weggeföhnt – diese Background-Vocals sind einfach eine Nummer für sich und animierten mich bereits mehr als einmal zum Mitsingen. Ich übersetz hier mal für alle, die – genau wie ich – des Bayrischen nicht allzu mächtig sind: „Lauf und Lauf – und dreh dich net um“.
Ja, das trieft schon irgendwie – aber ist einfach zu gut im Gesamtbild inszeniert, als das man hier als Stil-Polizei den Rotstift ansetzen könnte.
Neben den (fast ausschließlich vorkommenden) Eigenkompositionen wie dem spaßigen „Secret Gypsy Agent oder dem treibenden, den Hörer zum Tanzen anstachelnden „Südwind“ findet man auch noch eine gelungene Interpretation des Klassikers „schwarze Augen“ - mal mit deutschen Texten, mal auf russisch – mal gemächlich im 3/4tel Walzertakt, dann wieder im straighten 4/4tel hervorbrechend und das Tanzbein motivierend.

Insgesamt ist das Album ein bunter Mix desselben Stils, der einfach konsequent und in vielen Variationen vorgetragen wird. Dabei ist das ganze mehr als nur ein einfacher Musiker-Gag, sondern liefert Langzeitspaß über die heutige Youtube-Kurzzeitfaszination heraus. Kein Wunder, dass die Jungs schon 2 Alben fertiggestellt haben. Ich muss mich dem allgemeinen Tenor der Öffentlichkeit absolut anschließen.

Diese Band ist einfach Pflicht für alle, die das gewisse rustikale Etwas neben der Spur suchen und dabei auf Spaß und beste Tanzbarkeit nicht verzichten wollen. Bitte auch in Zukunft mehr davon!
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5.0 von 5 Sternen Kennt ihr schon die „Heidi“?, 5. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (Audio CD)
Mittlerweile gibt es ja einen wahren Fundus an neuen, jungen, aufstreben Musikgruppen aus Bayern. Nicht zuletzt dank Stefan Dettls Powerblasmusikformation „LaBrassbanda“, die derzeit als Vorband von „Die Ärzte“ durch das Land ziehen und mit ihrer „geklauten“ Teilnahme am Europäischen Gesangswettbewerb in Malmö diesen Frühling für deutschlandweites mediales Aufsehen sorgten, sind diverse Gruppen, die man zur relativ neuen Stilrichtung „Volxmusik“ (= „Neue Volksmusik) zählt, aus dem Alpenvorland auch außerhalb des Weißwurstäquators auf dem Vormarsch. Eine davon ist „Django 3000“ aus dem Chiemgau. Ihr gleichnamiges Debutalbum erschien im Herbst 2012, nachdem ihr erstes und zugleich bekanntestes Stück „Heidi“ ein Hit auf youTube wurde und sie sogleich vom Runfunk entdeckt und gefördert wurden.
Der Name klingt ja nicht gerade nach urtypisch bayerisch, aber genau dies ist ein Merkmal vieler Bands dieser interessanten musikalischen Stilrichtung der „Neuen Volksmusik“ um z.B. Moop Mama, LaBrassbanda, HMBC,… und eben Django 3000. Auch sie vermischen traditionelle bayerische Elemente, hier eben die Texte in oberbayerischer Mundart mit vielen anderen musikalischen Einflüssen. Der Musikmix von Django 3000 lässt sich am ehesten beschreiben als „Bayerischer-Gypsy-Folk-Rock. Der Name ist zur Hälfte angelehnt an ihrem musikalischen Vorbild Django Reinhardt, dem bekannten Folk-Musiker, sowie an das Jahr 3000, denn der Sound der Gruppe soll zukunftsweisend sein.
Django 3000 das sind Jan-Philipp Wiesmann am Schlagzeug, Michael Frenzl, am schwarzen Kontra-bass, Kamil Müller am Gesang und der Gitarre, sowie das charismatische Gesicht der Band Florian Starflinger (Geige, Gitarre und Gesang). Die Einflüsse des Gypsy dürfte wohl Kamil Müller wohl Kamil Müller mit in die Band, der mit 17 Jahren aus der Slowakei nach Bayern kam und innerhalb kürzester Zeit sich den bayerischen Dialekt nahezu akzentfrei angeeignet hat. Schon an Hand dieser Instrumente lässt sich erneut erkennen, dass es sich weder um traditionelle, zum Teil angestaubte Blasmusik handelt, noch um „volkstümelnde“ Schlagermusik. Die vier Jungs sind auch live ein Erlebnis.
Ich habe selten elf so kurzweilige, abwechslungsreiche Stücke auf einem Debutalbum gehört. Diese Behauptung wird bereits mit der ersten Aussage des ersten Lied unterstrichen: „So weit umananda, san nu ned fui ganga…I bleib mei Leben lang frei, I hob mei Leben lang Zeit fia ois“ (deutsch: „So weit herum, sind noch nicht viele gekommen… Ich bleib mein Leben lang frei, ich werde mein Leben lang Zeit für alles haben“) In „Zeit fia ois“ (deutsch: Zeit für alles) wird das Image der mittellosen aber freien Straßenmusiker kreiert, die umherreisen, überall diverse Einflüsse aufschnappen, in den Tag hinein leben und sich mit Musik ihren Lebensunterhalt verdienen. Schon das Intro mit diesem „Gute-Laune“-Drive legt den Maßstab für die ganze Platte fest.
Im ruhigeren zweiten Stücke „Tschavo“ wird dieses Image gefestigt, indem eben dieser Straßenhund beschrieben wird mit „bist a echter Streuner, a voglwilder Zigeuner.“ Die Strophen dominiert der rauhe, sonore Gesang Kamil Müllers, im mehrstimmigen, melodiösen Refrain möchte man am liebsten seine Taschen packen, und mit dem Hund „auf staubigen Straßen“ durch die Prärie ziehen.
Danach folgt die erste Singleauskopplung „Heidi“, dem bekanntesten Musikstück der Gruppe. „Heidi“ - welches auch als akustische Wirtshaus – Version die CD beschließt – wurde auch vom ZDF als Titelmelodie für die Serie „Die Garmisch-Cops“ ausgewählt. Ohne Frage, diese Nummer hätte das Zeug zum Sommerhit oder Wiesnhit, denn wer da nicht zumindest beim Refrain zwangsläufig trotz textlicher Hürden auf der Autobahn den Volumeregler auf Max stellt, die Fenster herunter fährt und lauthals mitsingt, sollte sich einen Termin beim Psychiater geben lassen. „Heidi“ ist die „gute Laune“ – Nummer schlechthin und bildet den Höhepunkt jeden Konzerts.
So ziehen die vier Djangos mal schneller, mal langsamer, aber nie langatmig oder gar langweilig umher und erzählen uns etwas vom Wilden und dem Teufel („Da Wuide und da Deifi) und von wilend Rössern („Wuide Rösser, hob I gsehn, wias über d'Wiesn ziagn“). In „Südwind“ lassen sie uns denselbigen durch die Haare wehen und man fühlt sich unweigerlich frei, als ob man auf einem der besungenen Pferde durch endlose Landschaften ziehen würde. Etwas melancholischer wird es in „I zu hoam“, wo sie sich nach Hause sehnen „I wui hoam, I war lang furt, mia duat des umananda ziagn nimmer guat,…“ („Ich will heim, ich war lange fort, mir tut das herum ziehen nicht mehr gut“). Der einzige Song, der etwas aus der Reihe tanzt und mir persönlich zu elektrolastig ist, ist „Secret Gypsy Agent“. Aber sicherlich wird es auch Hörer geben, die an diesem Stück, welches an den typischen Sound der 80er erinnert, ihre Freude haben.
Keine Sorge! Nicht einmal eingefleischte Bayern verstehen die Text vollständig, denn Bayern hat so viele Dialekte wie „Volkxmusik“ musikalische Einflüsse. Die Lyrics sind nicht das Alleinstellungsmerkmal der Musik und die Melodien haben sich unterzuordnen, sondern sie fügen sich nahtlos in den mitreißenden Gesamtklang der Stücke ein und ergeben ein harmonisches Ganzes. Wäre es anders, so hätte sie die bekannte Moderatorin Ina Müller nicht in ihre Sendung nach Hamburg eingeladen. In diesem Sinne: „Wer woaß wos'd ois vasammst, wennst steh bleibst und grad dramst“ („Wer weiß, was du alles versäumst, wenn du stehen bleibst und zu träumen anfängst“ aus „Zeit fia ois“: Django 3000 sind in Prinzip auf Dauertour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Man kann und darf gespannt sein, ob das zweite Album, welches im September 2013 erscheint, das Niveau dieses Erstlings halten oder sogar noch toppen kann – Ich würde es den rastlosen Djangos wüschen: Hoppaaa!
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5.0 von 5 Sternen Jiddisch goes Ska, 5. August 2014
Von 
Gerd Seyer "Herbsthauch" (Haiger, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Django 3000 (Audio CD)
Da klickt man sich durch TV-Programm und bleibt - selten genug - bei Bayern 3 hängen. Heimatsound-Festival in Oberammergau. Jeder halbwegs normale Mensch oder Nichtbayer würde weiter zappen...Doch da standen vier ziemlich skurille Typen auf der Bühne mit Geige, Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug. Aha. Und dann gings ab. Unglaublich. Eine Mixtur aus jiddischer, russischer und slawischer Musik wurde in einem Eiltempo präsentiert, dass es eine wahre Freude war. Und auch wenns seltsam klingt: Diese vier Jungs könnten auch auf jedem Ska-Festival auftreten. Ihre Songs machen gute Laune, gehen buchstäblich in die Beine und da muss man auch als "Sonstdeutscher" nicht jedes Wort verstehen.

Überflüssig zu erwähnen, dass die Heidi zu neuen Ehren gekommen ist. Nicht die vom Ziegenpeter sondern die von Django 3000. Viel Spaß beim Hören, Freuen und Abtanzen. Klasse.
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Django 3000
Django 3000 von Django 3000 (Audio CD - 2012)
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