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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht das Ende, das ich erwartet hatte, aber trotzdem ein gutes Buch!
Fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass sich Hugo, Ginés, Nieves, Amparo, Ibañièz, Andrés, Maribel und Rafa als Teenager in einer verlassenen Berghütte getroffen haben. Damals waren sie eine Clique und haben sich geschworen, ganz gleich was passiert: In fünfundzwanzig Jahren werden sie sich alle genau an diesem Ort...
Vor 15 Monaten von sandravl veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ende
Ich bin ziemlich zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Einerseits habe ich mich in der ersten Hälfte der Geschichte ziemlich gelangweilt, da eben diese von Dialogen beherrscht wurden, die ich stellenweise total trocken und sinnlos fand. Die Protagonisten, von denen es ja doch recht viele auf einem Haufen gibt, sind mir fast alle unsympathisch. Irgendwie konnte man...
Vor 10 Monaten von joshi_82 (Bücherzauber) veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht das Ende, das ich erwartet hatte, aber trotzdem ein gutes Buch!, 26. Februar 2012
Von 
sandravl (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass sich Hugo, Ginés, Nieves, Amparo, Ibañièz, Andrés, Maribel und Rafa als Teenager in einer verlassenen Berghütte getroffen haben. Damals waren sie eine Clique und haben sich geschworen, ganz gleich was passiert: In fünfundzwanzig Jahren werden sie sich alle genau an diesem Ort wiedertreffen.
Doch damals waren sie noch Teenager, jetzt sind sie erwachsen und haben größtenteils seit dieser Zeit keinen Kontakt mehr zueinander gehabt. Umso überraschender ist es für alle, als Nieves versucht, die ehemals besten Freunde wieder zusammen zu bekommen und für ein Wochenende ebengenau auf diese Berghütte einzuladen. Alle stimmen dem Treffen zu, sogar der exzentrische Andrés, der damals im Streit aus der Clique ausgetreten ist.

Doch schnell merkt man, dass die Truppe erwachsen geworden ist und sich längst nicht alle zu ihrem eigenen Vorteil entwickelt haben. Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht eine enorm angespannte Stimmung; kühl, abschätzend und feindselig begegnen sich die ehemals besten Freunde und lassen von dieser einstigen, jugendlichen Unbekümmertheit rein gar nichts mehr erkennen. Ein Streit nach dem nächsten droht zu eskalieren, als plötzlich der Strom ausfällt. Mehr noch: Sämtliche elektronischen Geräte funktionieren nicht mehr, Tiere verhalten sich merkwürdig und weit und breit ist kein weiterer Mensch mehr zu sehen. Für die Gruppe steht schnell fest: Andrés, der bis dahin noch nicht aufgetaucht ist, steckt dahinter. Möchte er sich etwa an der Gruppe rächen, für das, was sie ihm vor fünfundzwanzig Jahren angetan haben?
Erwartet hatte ich von diesem Buch etwas ganz Anderes. Die einsame Berghütte wäre der perfekte Schauplatz für einen richtig gruseligen Horrorroman gewesen, doch schon nach hundert Seiten entwickelt sich die Story in eine ganz andere Richtung. Was ist, wenn nicht nur die Freundschaft der Clique, sondern noch weitaus mehr an diesem Tag ein Ende gefunden hat? Wenn alles aufgehört hat und es einfach nicht mehr weitergehen wird.
Die größten Probleme mit diesem Buch hatte ich wegen der Figuren. Nicht nur, dass es auf einen Schlag extrem viele Personen sind, die man richtig zuordnen muss. Der Großteil war mir schlicht und einfach extrem unsympathisch. Es finden verständlicherweise sehr viele Dialoge zwischen den Personen statt, die jedoch an Zynismus sowie schwarzen Humor kaum zu übertreffen sind.
Nicht nur, dass sich auffallend oft und in einer ziemlich derben Sprache über Sex, Penisgrößen sowie allerhand politscher als auch religiöser Themen unterhalten wird, was oftmals schon in extreme Richtungen ausschlägt; Nein, hin und wieder darf man dann auch noch versuchen, die doch äußerst tiefgründigen Gedankengänge einiger Figuren nachzuvollziehen, wie z.B.

"Wo Hunde sind, da sind auch Menschen."
"Es gibt auch regelrechte Hundesöhne."
S. 114

Generell mangelte es mir den Figuren an Persönlichkeit. Es gibt nicht wirklich einen Protagonisten, jemand, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird oder der das Geschehen in irgendeiner Weise lenken könnte. Einige der Personen treten kaum bis gar nicht in Erscheinung, während man bei anderen das Gefühl hatte, dass nicht von ein und demselben Charakter die Rede ist, so unterschiedlich wie er oder sie agiert.

Die Story ist wie schon erwähnt anders, aber trotzdem interessant. Die Stimmung im Buch ist sehr hektisch und drückend, denn man möchte natürlich genauso gerne wie die Figuren wissen, was um aller Welt in eben jener passiert ist. Spannung und Nervenkitzel sind definitiv vorhanden. Vom Ende kann jeder denken, was er will. Man kann es so stehen lassen, man hätte aber auch noch ein oder zwei Kapitel dranhängen können. Einfach noch etwas mehr erklären können, wobei wir alle an diesem einen bestimmten Ende wahrscheinlich auch nichts erklärt bekommen.
Schlussendlich eine Geschichte, die mich sehr überrascht hat, da ich ehr eine Gruselstory oder einen Thriller à la Hitchcocks Psycho o.ä. erwartet hatte. Letztendlich wurde meine Meinung über das Buch nur dadurch leicht getrübt, dass sich irgendwie die falschen (und vor allem zu viele) Personen ins falsche Buch verirrt haben.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tolles Debüt aus Spanien (4,5 von 5), 16. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Nach einem viertel Jahrhundert treffen sich neun Freunde einer ehemaligen Clique wieder. Genau 25 Jahre zuvor, an exakt dem gleichen Datum, haben sie sich das in einer Herberge in den Bergen beim nächtlichen Betrachten des Sternenhimmels versprochen und fest vorgenommen. Nieves, mittlerweile Mutter von zwei erwachsenen Kindern, hat die Organisation übernommen und schafft es auch tatsächlich, die ehemaligen Freunde alle zu überzeugen an der Wiedersehensparty teilzunehmen.

Sie kommen wieder zu der alten Herberge, für abends ist eine Party vorgesehen. In der Nacht wollen sie wieder gemeinsam den fantastischen Sternenhimmel bewundern und für nächsten Tag ist eine gemeinsame Wanderung durch die Schlucht geplant.

Einige der Freunde kommen allein, andere mit ihrem neuen/derzeitigen Partner. Ein Pärchen hat sich innerhalb der ehemaligen Clique gebildet. Die Anreise gestaltet sich etwas umständlich, denn sie müssen alle ihre Autos etwa einen Kilometer vor der Herberge parken und den restlichen Weg zu Fuss zurücklegen. Dann kann der gemeinsame Abend endlich beginnen

Es wird gegessen, geredet, getrunken, Musik gehört (eine speziell für diesen Abend erstellte CD mit allen Lieblingssongs der einzelnen Freunde zur damaligen Zeit) und auch diskutiert.

Plötzlich fällt der Strom aus, die Handys funktionieren nicht mehr und auch die Autos lassen sich nicht mehr starten. Zunächst macht sich die Gruppe nicht allzu große Gedanken, denn der Himmel ist aufgerissen und ein phänomenaler Sternenhimmel präsentiert sich. Sie sind überwältigt von diesem Anblick, kein blinkendes Flugzeug stört das Firmament, lediglich so viele Sterne sind zu sehen, dass es beinahe unheimlich auf die Freunde wirkt. Plötzlich bemerken sie, dass einer fehlt. Rafa ist verschwunden. Sie vermuten er wäre nach der heftigen Debatte (noch vor dem Stromausfall) vor Wut nach Hause gefahren.

Am nächsten Morgen macht sich die Gruppe auf den Weg durch die Schlucht ins nächstgelegene Dorf um zu sehen, ob dort der Strom funktioniert. Auf dem Weg durch die Schlucht ist Cova auf einmal verschwunden. Von einer Sekunde auf die nächste hat sie sich einfach in Luft aufgelöst. Was geschieht hier? Die Angst nimmt überhand, soll das hier das Ende sein ' ?

****

Der Roman ist in der Gegenwart geschrieben, jedoch in der dritten Person. Zunächst erfahren wir kapitelweise etwas über die jeweiligen Charaktere, die teilweise gemeinsam mit ihren neuen Partnern die Einladung zum Wiedersehen in der Herberge erhalten.

Es sind die unterschiedlichsten Menschen und ihre Reaktionen auf diese Einladung sind sehr interessant. Auch die Charaktere selber hat der Autor in ihren jeweiligen Persönlichkeiten sehr gut dargestellt. Einige haben sich überhaupt nicht verändert, sind noch genauso ungehalten und 'unmöglich' wie als Teenager. Andere wiederum haben sich entwickelt und sind tatsächlich reifer und erwachsener geworden. Die Situation des Wiedersehens hat der Autor ebenso sehr gut beschrieben, wie auch die Ängste und Vorahnungen der Personen im Laufe ihrer Wanderung.

Mein erster Gedanke nach dem Buch war: Und das soll es jetzt gewesen sein? 3 Sterne wollte ich spontan vergeben. Ich muss sagen, ich habe das Buch (im ersten Moment) sehr unzufrieden beendet, denn ich hätte mir am Schluß einfach ein bisschen mehr gewünscht. Irgendetwas, egal in welche Richtung. Aber genau das wollte Monteagudo den Lesern eben nicht geben.

Der Autor hat es geschafft mich zum Nachdenken zu bringen: Habe ich was verpasst? Muss ich eine Stelle nochmal lesen (was ich in der Tat gemacht habe)? Und das ist für mich der Grund warum ich diesem Debüt nun doch 4 Sterne gebe. Es beschäftigt mich auch nachdem ich das Buch beendet habe immer noch. Ich denke immer wieder darüber nach und das werde ich wohl auch in einigen Wochen noch '

Mich haben die spanischen Namen etwas verwirrt, denn aus ihrem Klang konnte ich nicht erkennen, ob es ein Mann oder eine Frau ist und ich hatte etwas Mühe mich an sie zu gewöhnen.

Der Schreibstil ist nicht extrem hochwertig, er ist gut und einfach. Der Autor schreibt sehr viel in der wörtlichen Rede und da einige der Freunde in ihrem Charakter und der Ausdrucksweise in den 80ern stehen geblieben sind, reden einige Figuren auch dementsprechend umgangssprachlich und blödes Zeug daher.

Die Ängste, die im Laufe der Handlung und Wanderung immer stärker werden, aber auch den Spannungsbogen hat der Autor gut zu Papier gebracht. Es war sehr interessant wie die jeweiligen Personen in den entsprechenden Situationen reagiert oder auch nicht reagiert haben.

Das Buch erscheint als gebundene Ausgabe mit einem Leseband, was ich sehr gerne mag. Das Cover ist schlicht und einer gedeckten Farbe gehalten und zeigt alles was es braucht. Einsamkeit und Einöde. Optisch ist es sehr schön geworden. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Schriftgröße ist sehr angenehm.

Ich hätte mir noch ein Nachwort gewünscht, dass ein bisschen Aufschluß über die Idee und etwas Einblick die Entstehung des Romans gibt, aber ein solches gibt es leider nicht.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für einen spannenden Roman um eine Clique, die sich nach Ewigkeiten wiedersieht. Ein Mystery Erlebnis mit nachhaltiger Wirkung, dass absolut zum Nachdenken anregt.

© Buchwelten 2012
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ende..., 15. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Eines vorweg : ich lese sehr viel, doch hab ich noch nie ein Buch so verschlungen wie "Ende".
Man erfährt eigentlich sehr wenig zu der echt haarsträubenden Story, welche an Spannung kaum zu überbieten ist. Mich hat das Buch echt überrascht, ein richtiger Mindblower, weitab vom Mainstream. Dieses Buch baut eine unglaublich atmosphärische Endzeitstimmung auf, welche geradezu greifbar ist... Wer sehr bildhaft denkt, dem werden die Haare des öfteren zu Berge stehn...
Was das Ende betrifft, werde ich mich hier nicht äußern...
Ein erfrischender, atmosphärischer Roman, welcher nicht mehr weggelegt werden möchte.

Aja... man liebt "Ende" oder man hasst es... Kleines Wortspiel...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (W)Ende - Schwer durchschaubar, aber vielseitig interpretierbar, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Wie rezensiert man ein Buch, über dessen Inhalt man kaum etwas verraten kann... oder vielmehr nicht verraten möchte, da der Überraschungseffekt einen Großteil des Reizes dieses Werkes ausmacht? Ich habe beschlossen, neben einer knappen Inhaltsangabe und ausführlicheren Informationen zur Gestaltung des Textes vor allem einen Rat zu geben: Lesen Sie sich vorher möglichst wenig zu diesem Buch durch und genießen Sie einfach ein Leseerlebnis, das Sie so vermutlich noch nicht kannten.

25 Jahre nach dem Zerbrechen einer Clique beschließt eines der damaligen Mitglieder, alle alten Freunde wieder zusammenzuführen. An eben jenem Ort, wo vor langer Zeit alles so plötzlich auseinandergegangen war. Abgesehen von einer Person tauchen alle auf und verbringen eine, wenn auch nicht immer schöne, dann zumindest interessante, Zeit miteinander, bis plötzlich der Strom ausfällt und sich ein mysteriöses Ereignis an das nächste reiht...

Bereits sehr früh baut der Autor eine unheimliche Stimmung gepaart mit undurchschaubaren Vorkommnissen auf. Wann immer sich die Charaktere und damit auch der Leser in Sicherheit wähnen, passiert plötzlich etwas, das alles wieder umwirft. Während des Lesens ist man ständig mit dem Versuch beschäftigt, das Geschehene zu interpretieren und dadurch mögliche Erklärungen zu finden. Doch immer dann, wenn man sich kurzzeitig mit einer Lösungsmöglichkeit angefreundet hat, schafft der Autor es spielend leicht, dieses Gedankenkonstrukt wieder zu zerschlagen, für erneute Verwirrung zu sorgen und so den Prozess des Grübelns erneut anzuregen. Ist all dies nur Zufall? Steckt Gott dahinter? Oder gar der Teufel? Ein alter Feind? Oder sogar Außerirdische?
Das Ende von „Ende“ hätte meiner Meinung nach auf keine andere Weise besser sein können, wird aber nicht jedermanns Geschmack sein.

Bei all der dichten Atmosphäre kommt aber auch der Humor, dezent, aber geschickt eingesetzt, nicht zu kurz. So lässt der Autor nicht nur seine Charaktere lustige, ironische und sarkastische Bemerkungen von sich geben, sondern gibt auch höchstpersönlich seinen Humor zum Besten. So zum Beispiel bei einem nächtlichen Gespräch zwischen 9 Personen, wo er als Einleitung neckisch vermerkt:
„Würden wir sie nicht so gut kennen, könnten wir ihre Stimmen nicht auseinanderhalten, sie keinem Namen zuordnen. Mehr noch: Würde jemand die Unterhaltung transkribieren, ohne weitere Hinweise zu geben, könnten wir die männlichen und die weiblichen Stimmen nicht immer unterscheiden.“ (S.113)
Woraufhin selbstverständlich ohne jegliche Personen-Zuordnung das lange Gespräch folgt...

Jene Gespräche sind vom Aufbau und Inhalt her gut gestaltet – sehr authentisch, berührend, nachdenklich stimmend – hier lässt der Autor durch spannende Unterhaltungen, wenn auch selten sympathische, in jedem Fall interessante und vor allem glaubwürdige Persönlichkeiten entstehen. Bemerkenswert ist auch die anfängliche Einführung der Charaktere. Um langatmige Einleitungen und trockene Beschreibungen zu vermeiden, baut Monteagudo all dies auf intelligente Art und Weise in die Handlung ein. So stellt zum Beispiel ein Cliquenmitglied seiner Freundin anhand eines Fotos den Rest der Gruppe vor, wodurch der Leser unmittelbar Hintergründe und gleichzeitig das äußere Erscheinungsbild der Charaktere kennenlernt.
Überhaupt ist „Ende“ durchgehend in einem Stil geschrieben, der sehr durchdacht scheint, flüssig zu lesen und dennoch alles andere als anspruchslos ist. Auffällig sind hier vor allem die Kapitelüberleitungen und die bildliche Sprache. Während im ersten Abschnitt eine Person etwas erlebt, wird der Verlauf der Situation oft im nächsten Kapitel aus der Sicht eines anderen nacherzählt, was eine spannende Dynamik aufbaut. Zusätzlich wird die Umgebung so eindrücklich geschildert, dass man leicht das Gefühl bekommen kann, in Wirklichkeit einen Film zu schauen, von dem viele Bilder in ihrer einzigartigen Schönheit im Gedächtnis hängenbleiben.

Insgesamt ist „Ende“ also ein Buch, das auf eigenartige Weise fesselt, gut geschrieben und garantiert mit keinem anderen Leseerlebnis vergleichbar ist. Wer ausschweifende, aber schöne Landschaftsbeschreibungen, lange, aber charakterformende Dialoge sowie eine offene Interpretation nicht zu schätzen weiß und auf ein gruseliges Horrorerlebnis hofft, wird enttäuscht werden und an diesem Buch wohl viel zu kritisieren haben. Allen anderen lege ich dieses spanische Debüt sehr ans Herz.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ende, 18. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ziemlich zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Einerseits habe ich mich in der ersten Hälfte der Geschichte ziemlich gelangweilt, da eben diese von Dialogen beherrscht wurden, die ich stellenweise total trocken und sinnlos fand. Die Protagonisten, von denen es ja doch recht viele auf einem Haufen gibt, sind mir fast alle unsympathisch. Irgendwie konnte man nicht wirklich Zugang zu ihnen finden, da man einfach nur beobachtet, nicht jedoch mitten in der Handlung steckt. Man hat auch nicht wirklich den Eindruck, dass diese Personen einmal so gute Freunde waren, dass sie sich nach so einer langen Zeit unbedingt wieder treffen möchten, eher im Gegenteil. Es gibt immer wieder Streit, schon am Anfang, wo es noch gar keine Extremsituation gibt, die die gespannten Nerven vielleicht rechtfertigen würde.
Andererseits jedoch konnte ich nach der Hälfte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, warum all das passiert. Es gibt dann auch einige Szenen, die wirklich spannend und auch überraschend sind, jedoch lässt der Autor einen mit dem Ende ziemlich ratlos zurück. Man muss sich einfach selbst einen Kopf machen, was da denn genau passiert sein könnte. Normalerweise habe ich damit sonst kein Problem, hier finde ich das aber eher unbefriedigend, denn es gibt so gar keine Anhaltspunkte, die einem da helfen können.
Auch der Schreibstil des Autors ist jetzt nicht unbedingt eine Glanzleistung, ganz besonders die Dialoge haben mir so gar nicht gefallen. Trotzdem schafft er es, zumindest ab der zweiten Hälfte, Spannung aufzubauen. Auch seine Beschreibungen der Umgebung finde ich stellenweise gut gelungen. Was mich in einem Kapitel extrem gestört hat, war wieder einmal ein Dialog. Bei diesem Dialog hat man wirklich keine Ahnung, wer da gerade spricht. Das finde ich sehr ungewöhnlich, denn normalerweise stelle ich mir schon gerne die Szene beim Lesen vor, hier war das unmöglich, zumal diese Szene sich auch noch im Dunklen abspielte, die Protagonisten sich selbst also auch nicht wirklich sehen konnten.
Fazit:
Für mich ein wirklich ungewöhnliches Buch, mit nicht wirklich sympathischen Charakteren, schlechten Dialogen und einer ganz anderen Story, als man sie erwartet. Leider ist die Geschichte erst ab der zweiten Hälfte spannend, deswegen gibt es von mir 3 von 5 Punkten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schade um die Zeit...., 4. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
...das dachte ich mir, als ich das Buch aus der Hand legte.
Der Autor versteht es zwar, Spannung aufzubauen, indem er immer wieder Hinweise auf ein Schlüsselereignis gibt, das Schuld am den ungewöhnlichen Vorgängen sein soll.
Wie bereits in anderen Rezensionen besprochen, verschwinden nach und nach Mitglieder einer Freundesgruppe, die sich nach 25 Jahren in einem abgelegenen Haus wieder trifft. Unlogisch erscheint es bald, dass nach einem Stromausfall anscheinend keine menschlichen Wesen mehr vorhanden sind außer den 9 Freunden, von denen sich nach und nach einer nach dem anderen auf rätselhafte Weise ebenfalls "in Luft auflöst". Doch warum ausgerechnet die Freunde vorerst am Leben geblieben sind, noch was für ein Vorfall sich 25 Jahre vorher zugetragen hat, noch die Ursache für das Verschwinden werden zum Schluss aufgeklärt.
So bleibt man zum Schluss mit dem Buch in der Hand zurück im Bewusstsein, jede Menge Dialoge auf niedrigstem Niveau gelesen zu haben, und um die Auflösung aller Rätsel betrogen worden zu sein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da capo al fine, 1. Mai 2012
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Neun Jugendfreunde treffen einander nach mehr als zwanzig Jahren wieder auf einer Berghütte, die ihnen schon damals häufig Unterschlupf für diverse Feiern bot. Alle waren sie im Leben gereift, zumal erfolgreich, zumal gescheitert; manche waren mittlerweile verheiratet und hatten Kinder, andere waren bereits wieder geschieden, oder nach wie vor allein stehend - aber das musste nicht jeder wissen - solange der Schein gewahrt wird.

Acht der neun treffen rechtzeitig in der Hütte ein, Andres, der Prophet war nicht gekommen - zwar waren alle überrascht, dass er zugesagt hatte, wurde er doch immer von allen gemobbt!

Kurz nach Mitternacht wurde der Himmel plötzlich über die Maßen, strahlend von Sternen erleuchtet - kurz darauf war das Licht aus, der Strom, Mobiltelefone, Autos waren lahm, nicht einmal eine Taschenlampe konnte die Finsternis erleuchten. Doch damit nicht genug, scheint es, als wären auch alle Menschen plötzlich vom Erdboden verschluckt - nur sie waren übrig - vorerst noch, denn schon bald verschwindet einer von ihnen unbemerkt in die Nacht.

Nach und nach verschwinden die Freunde auf der Flucht vom Berg in die Stadt, doch auch die Stadt werden sie verlassen vorfinden - allein wilde Tiere bewegen sich frei, Hunderudel streunen auf der Suche nach Futter und Rinder, die seit Tagen nicht gefüttert wurden, brüllen um ihr Leben.

Der Roman wird vom Dialog bestimmt - die Prosa zwischen den großteils überflüssigen Diskussionen ist eher dürftig, als wirklich von Stimmung oder gar Spannung geladen. Viel Fragen lösen sich im Laufe der Handlung auf, doch nicht die wesentliche, denn darauf wird plump mit dem Zaunpfahl verwiesen und dabei noch nicht einmal bei der Namensgebung Halt gemacht. Darüber hinaus verzichte ich darauf die mäßige Recherche zu zerpflücken, denn Rolls Royce fertigt keine Flugzeuggetriebe sondern Flugzeugtriebwerke!

Immerhin ein Pageturner, der Menschen verschwinden und nichts als Asche zurück lässt. Hmmmmpfffffff
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannendes Debüt aus Spanien, 22. Januar 2012
Von 
Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
In Spanien zum Bestseller wurde 2009 ein Debütroman, der jetzt endlich auch auf Deutsch vorliegt: "Ende" von David Monteagudo.

Der 1962 geborene Autor, der vor seinem Dasein als Schriftsteller lange in einer Papierfabrik gearbeitet hat, schickt neun Mittvierziger auf ein Wiedersehenswochenende in eine abgelegene Hütte in den Bergen. 25 Jahre zuvor waren sie in einer Jugendclique vereint. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass diese neun Menschen sich heute nicht mehr nur freundschaftlich zugetan sind. Mühsam zugeschüttete Konflikte brechen auf, jeder versucht, von sich selbst ein besseres Bild zu vermitteln als es der Wahrheit entspricht. Einer der Ausflügler engagiert sogar ein Prostituierte, die er als seine Freundin ausgibt, nur um zu vertuschen, dass er homosexuell ist.

Dann fällt mitten in der Nacht der Strom aus, kein Handy funktioniert, kein Auto springt an. Als auch noch einer der Freunde spurlos verschwindet, beschließt die Gruppe, sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Zivilisation zu machen. Doch wie bei den "zehn kleinen Negerlein" verschwinden im Laufe des Romans immer mehr Freunde, und nirgends findet sich eine Spur menschlichen Lebens. Streunende Hunde und noch größere Tiere, die aus einem Zirkus ausgebrochen sind, bedrohen die Gruppe. Die Zurückgebliebenen verfallen immer mehr in Panik, die gesamte Situation wird immer unwirklicher.

"Ende" ist ein apokalyptischer Roman, der in seiner beängstigenden Grundthematik an Cormack McCarthys "Die Straße" (2007) erinnert. Das Buch lebt von der Spannung. Protagonisten wie Leser haben keine Ahnung, warum die Menschen so plötzlich verschwunden sind, beziehungsweise im Fall der Gruppe nach und nach verschwinden. Ist es das Ende der Welt oder nur eine lokal begrenzte Anormalität? Etwas nervig dagegen wirken auf Dauer die permanenten Auseinandersetzungen untereinander. "Habt Ihr in dieser Situation nichts Besseres zu tun, als Euch über Belanglosigkeiten zu streiten?", möchte man ihnen zurufen. Insgesamt dennoch ein interessantes, ungewöhnliches und empfehlenswertes Buch.
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4.0 von 5 Sternen ungewöhnliches Buch, ungewöhnliches Ende, 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein ungewöhnliches Buch. Die Geschichte fängt wie eine gewöhnliche Gruselgeschichte an. Neun Freunde treffen sich nach Jahren in einer verlassenen Berghütte. Es fällt der Strom aus, die Autos springen nicht mehr an usw. Nach und nach verschwingen die einzehlnen Mitglieder der Gruppe vor den Augen der anderen. Es wird eine ungeheure Spannung aufgebaut und nach und nach entsteht eine regelrechte Endzeitstimmung. Das Ende ist anders als man erwarten würde, trotzdem passt es zu der Geschichte. Mit einem beklommenen Gefühl bleibt man zurück.
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1.0 von 5 Sternen Schade um das gute Thema, 31. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende (Gebundene Ausgabe)
Jammerschade, das Thema bzw. die Idee Idee für den Inhalt gäbe sehr viel her. Aber wie sich die Sache entwickelt und schließlich endet ist dumm und ärgerlich. Vielleicht nimmt sich ein anderer Autor in ein paar Jahren des Themas an und macht einen spannenden Roman daraus. Man erwartet ja von einem Roman keine beweisbaren Fakten, er kann auch durchaus fiktiv sein. Aber nicht völlig unrealistisch und unerklärt, sodass man sich über weite Strecken fadisiert und zum Schluss nochmals gründlich ärgert. Wer sich nicht auch ärgern will, sollte ein anderes Buch wählen. Es ist oft wirklich spannend, wie manche Bücher in die Bestsellerlisten kommen, wo sich in der Regel doch gute Werke finden.
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Ende
Ende von David Monteagudo
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