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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traditioneller Metal aus Polen mit exzellenten weiblichen Shouts, 30. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Crimen Excepta (+Anhänger) (Audio CD)
Seit mir ein guter Freund zum ersten Mal 'Metal Nation' vorgespielt hat, bin ich von dem polnischen Metal-Quartett begeistert. Das zweite Album von CRYSTAL VIPER hat mir schon richtig gut gefallen, und das 2010er Output 'Legends' habe ich als Melodic Metal Fan regelrecht ins Herz geschlossen. Die herrlich traditionelle Mischung, die stark durch altgediente Helden wie IRON MAIDEN, WARLOCK und ACCEPT geprägt wurde (und wird), wußte mich durchgehend zu begeistern.
Und nun legen CRYSTAL VIPER mit 'Crimen Excepta' ihr viertes Studiowerk vor, ein Konzeptalbum rund um Schwarze Magie, Hexen und Inquisition. Nach einigen negativen Bewertungen im Netz war ich ein wenig skeptisch in Bezug auf das, was mich auf 'Crimen Excepta' erwarten würde, doch an dieser Stelle kann ich vorab schon mal Entwarnung geben, der neue Longplayer ist alles andere als schlecht, und Martas kratzig-rauchige Stimme sowieso und wie immer über jeden Zweifel erhaben.
Im Vergleich zum hochmelodiösen Vorgänger 'Legends' erwarten den geneigten Hörer einige Veränderungen. CRYSTAL VIPER anno 2012 klingen eine ganze Ecke härter und aggressiver als vor zwei Jahren, der ein oder andere Song wirkt beim ersten Durchlauf etwas sperriger und nicht so eingängig, wie das 'Legends'-Material. Aber keine Sorge, nichtsdestotrotz sind CRYSTAL VIPER ihrem Stil weitgehend treu geblieben, soll heißen, nach wie vor ballert in den guten alten 80ern verwurzelter Heavy Metal aus den Boxen, der größtenteils zumindest mich zu begeistern weiß.

Hier die Bewertung der einzelnen Tracks:

Kleine Anmerkung noch im Vorfeld, das Album besteht regulär aus 18 Tracks, da zwischen Titel 1 bis 8 jeweils ein kurzes Sample untergebracht wurde, was ich für absolut überflüssig halte, und was den Hörgenuß eher stört. Aus diesem Grund gehe ich hier nur auf die 'echten' Titel ein.

1. Witch's Mark
Der Opener startet rasant und aggressiv, und Marta legt sich gesanglich gleich voll ins Zeug. Der Refrain ist im Gegensatz zu den Strophen irgendwie ziemlich sperrig und will bei mir nicht zünden. Vom musikalischen her und stimmlich geht 'Witch's Mark' voll in Ordnung, allerdings hätte man insgesamt mehr aus dem Stück machen können. 7,5/10

2. Child of the Flame
Da sieht es bei Track Nummer Zwei schon wesentlich besser aus. Druckvolles Schlagzeug, schöne Gitarrenläufe, und Marta in Hochform. 'Child Of The Flame' ist ein herrlicher, leicht MAIDEN-lastiger, traditioneller Metalsong. 8,5/10

3. It's Your Omen
In diesem Stück galoppieren die Gitarren orgelbegleitet voran, 'It's Your Omen' kommt wunderbar speedig und mit einer tollen Melodie daher. Bislang das beste Stück des Albums! 9/10

4. Crimen Excepta
Für den Titelsong haben sich CRYSTAL VIPER keinen geringeren als David Bower, seines Zeichens Frontmann der UK-Metaller HELL, an Bord geholt. 'Crimen Excepta' ist ein epischer Midtempo-Track, bei dem die Einflüsse von MERCYFUL FATE unverkennbar sind. Der geteilte Gesang weiß überaus zu gefallen, und auch sonst stimmt hier wirklich alles, vom Groove über die Melodie bis hin zum Chorus. Definitiv ein Highlight! 9,5/10

5. Medicus Animarum
Schön schleppend kommt 'Medicus Animarum' daher und verbreitet eine wohlig-düstere, oldschoolige Atmosphäre, während Marta einmal mehr beweist, daß sie eine der derzeit besten Metal-Shouterinnen ist. 9/10

6. The Spell of Death
Jetzt wird wieder etwas mehr Gas gegeben. Man fühlt sich unwillkürlich stark an selige 'The Trooper'-Zeiten erinnert, ehe durch Martas Stimme 'The Spell Of Death' die nötige Eigenständigkeit gewinnt, um nicht als bloße Kopie durchzugehen. Guter Song. 8/10

7. Hope Is Gone, Here's New Law
Es folgt eine gut abgehende Midtempo-Nummer, die auch gut auf einem der beiden Vorgängeralben aufgehoben gewesen wäre. 'Hope Is Gone, Here's New Law' ist mitreißender, melodischer Heavy Metal, mit einem geilen Chorus, ein Song, der von vorn bis hinten Spaß macht. 9/10

8. Fire Be My Gates
Eigeleitet durch eine stimmungsvolle Kirchenorgel und schönes Gitarrensolo, nimmt offizielle Rausschmeißer des Albums, 'Fire By My Gates' alsbald Fahrt auf. CRYSTAL VIPER spielen hier mit variablen Geschwindigkeiten, wobei das Hauptaugenmerk auf einer massiven Bang-Kompatibilität zu liegen scheint. However, das Stück rockt, hat eine tolle Melodie, und auch Marta gibt gesanglich einmal mehr richtig Gas. 9/10

9. Tyrani Piekie' (Vader cover)
Schluß ist aber mit 'Fire By My Gates' noch lange nicht gewesen. Im Gegenteil, CRYSTAL VIPER drehen noch mal richtig auf und covern ein Stück ihrer Landsleute, der Death Metal Legende VADER. Liest sich auf den ersten Blick vielleicht etwas unorthodox, aber das Ganze funktioniert. 'Tyrani Piekie'' knallt hart, aggressiv und druckvoll aus den Boxen. Beim Chorus erhält Marta Unterstützung durch den VADER Shouter höchstpersönlich. CRYSTAL VIPER schaffen es, einen lupenreinen Death Metal Track in ein geradliniges, astreines Speed Metal Stück zu verwandeln, das auf ganzer Linie überzeugt. 9,5/10

Produktion
Produziert wurde 'Crimen Excepta von Bart Gabriel, der u.a. schon bei SACRED STEEL Hand angelegt hat, und für den Sound verantwortlich war Mariusz Pietka, auf dessen Referenzliste u.a. MORTICIAN und LONEWOLF zu finden sind. Um die klangliche Qualität des neuen CRYSTAL VIPER Albums muß man sich also keine Sorgen machen. 9/10

Artwork und Verpackung
Hier wird eher Durchschnitt geboten, von daher sollte man sich lieber auf den musikalischen Inhalt konzentrieren. 7/10

Fazit
CRYSTAL VIPER klingen auf ihrem neuen Output ein wenig anders, als noch auf den Vorgängern. Etwas mehr Härte und Aggressivität haben sich zu dem traditionellen Metalsound hinzugestellt, und das ein oder andere Stück auf 'Crimen Excepta' zündet vielleicht nicht gleich beim ersten Durchlauf. Aber wer dem Album und der Band eine Chance gibt, wird spätestens nach dem zweiten oder dritten Durchhören der Scheibe mit richtig gutem Heavy Metal belohnt, der seine Einflüsse aus den 80ern nicht verleugnet, aber trotzdem eigenständig und 100% CRYSTAL VIPER ist. Außerdem sollte man sich die einmal mehr überragende Stimme von Frontfrau Marta Gabriel nicht entgehen lassen.

8,5/10 Gesamtwertung

Das wären bei Amazon 4,5 Sterne. Ich vergebe mal deren vier, dann bleibt noch etwas Luft nach oben für die kommenden CRYSTAL VIPER Veröffentlichungen.)
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4.0 von 5 Sternen gelungen, 7. Dezember 2013
Von 
Aloysius Pendergast - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Crimen Excepta (+Anhänger) (Audio CD)
Die umtriebigen Crystal Viper haben mittlerweile drei Studioalben, EPs sowie eine Livescheibe draußen und schon jede Menge Konzerte und Festivals hinter sich gebracht. Wegen der zierlichen Frontfrau und Gitarristin Marta Gabriel kommen schon einmal Sprüche wie die eines Kollegen: "Dat ist doch die Doro aus Polen!" Nun ja, platt aber vom Prinzip stimmt das schon. Aber Warlock und später Doro sind gegen den Sound der Polen sicherlich kommerzieller und eingängiger. "Crimen Excepta" ist düsterer Metal mit Einflüssen aus dem Black-und Death Metal inklusive einer Konzeptstory um schwarze Magie und die Inquisition. Hat man sich daran gewöhnt ist das Werk solider Heavy Metal mit dunklem Anstrich und Artwork sowie einer Sängerin die keiner als kommerziell ansehen wird, genauso wie die Musik! Crystal Viper sind zeitweise ganz schön sperrig, mit jedem Durchlauf werde ich mit dem Material etwas wärmer, doch richtige Ohrwürmer und Hits kann ich hier nicht finden, dafür ist das Material oft zu spröde und poltert (bewusst?) chaotisch auf meine Ohren ein. Fans wird es freuen, dass die Truppe auf der CD Erstpressung zwei Bonussongs drauf hat, von denen die Vader Covernummer "Tyrani Piekiel" die ungewöhnlichste ist. Vader sind die bekannteste polnische und sicherlich auch die erste erfolgreiche Metalband aus diesem Land. Sie leisteten Pionierarbeit für andere. Das letzte recht simple und eingängig gesungene Stück "Ghosts Of Sherwood" wird auf dem Soundtrack eines Robin Hood 3-D Horrorfilmes (!!) enthalten sein, für mich des beste Song der Scheibe. Wer seinen Underground Metal derb, nach vorne preschend mag, ist hier gut bedient.
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4.0 von 5 Sternen Die Viper bleibt konstant stark, 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Crimen Excepta (+Anhänger) (Audio CD)
Nach etlichen Demos, diversen EPs/Compilations und drei vollwertigen Alben melden sich die Polen CRYSTAL VIPER mit Streich Nummer vier zurück. Die Band um Frontfrau Marta Gabriel geht dabei den Weg, den sie auf ihren bisherigen Alben eingeschlagen hat, konsequent fort. Und doch ist dieses Mal etwas anders. Das neue Album “Crimen Excepta” ist vom Grundtenor ein wenig düsterer geraten als die Vorgänger.

Im Umkehrschluss heißt das jetzt aber nicht, dass CRYSTAL VIPER ihr Gespür für klassische Metal-Hymnen verloren haben. Aber gleich der Opener “Witch’s Mark” zeigt die Band von einer weitaus härteren (und düsteren) Seite. Schön knackig vorgetragene Riffs und auch Marta ist abermals gut bei Stimme. Allerdings finde ich den Refrain nicht wirklich gelungen, was an den scheinbar ewig andauernden Wiederholungen liegt und dem Song – der musikalisch ansonsten astrein ist – die Wirkung raubt und als Opener somit schlecht gewählt ist. Da ist das folgende “Child Of The Flame” schon ein anderes Kaliber. Hier passt der Refrain mit den Shouts und auch die interessante Rhythmusfigur in den Strophen gut ins Bild, wirken nicht aufgesetzt und man hat das Gefühl, dass CRYSTAL VIPER jetzt erst so richtig loslegen. Mit “It’s Your Omen” folgt definitiv eines der Highlights der Platte. Aggressives Drumming, gelungener Songaufbau und packendes Riffing machen die Nummer echt unwiderstehlich. Generell ist die Mischung auf “Crimen Excepta” sehr ausgewogen und das Album wird (nach dem Opener) zu keinem Zeitpunkt langweilig. Egal, ob CRYSTAL VIPER mal Gas geben wie bei “The Spell Of Death” oder das Tempo stark drosseln wie in “Medicus Animarum”, das Album wirkt wie aus einem Guss. Auch die immer noch präsenten Einflüsse von Vorbildern wie ACCEPT, IRON MAIDEN oder auch MECYFUL FATE passen schön ins Bild, denn CRYSTAL VIPER kopieren nicht blind, sie binden ihre Einflüsse in ihren Sound mit ein. Aber wem sage ich das? Die Polen sind ja keine Newcomer mehr, sondern eine etablierte Band im Underground. Auch die in vielen Stücken zu hörende Orgel ist ein weiteres Fragment, das zu der düsteren Ausrichtung von “Crimen Excepta” führt und dem Album einen ganz dezenten okkulten Touch verleiht.

CRYSTAL VIPER haben also fast alles richtig gemacht auf ihrem vierten Album, denn bis auf den Opener fällt nur noch der Titeltrack qualitativ gegenüber den anderen Songs ab. Auf der anderen Seite sind aber die restlichen Lieder stark genug das zu kompensieren, so dass der Gesamteindruck nicht wirklich leidet. Hinzu kommt, dass sich mit dem VADER-Cover “Tyrani Piekiel” und “Ghosts Of Sherwood” (Titellied des gleichnamigen Horrorfilms) zwei bärenstarke Bonustracks befinden, wobei letzteres Stück ebenfalls als Highlight durchgeht.

Fans der Band werden mit “Crimen Excepta” definitiv auf ihre Kosten kommen und auch sonst sollte jeder traditionelle Metaller das neue Album der kristallenen Viper einmal anchecken. Bedingt durch die beiden nicht ganz so starken Nummern entfällt eine Spitzenwertung, für eine Kaufempfehlung reicht es aber dicke.
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Crimen Excepta (+Anhänger)
Crimen Excepta (+Anhänger) von Crystal Viper (Audio CD - 2012)
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