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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fleisher/Szell: Beethoven- und Brahmskonzerte, 18. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos (Audio CD)
Eine Wiederveröffentlichung, die zeigt, welch ein Ausnahmepianist der junge Fleisher war. Er kann auch den Vergleich mit Gilels bestehen, der die Beethovenkonzerte ja ebenfalls mit Szell aufgenommen hat; und die Einspielung des d-moll Brahmskonzertes ist m.E. bis heute unübertrofffen. Im ebenfalls wunderbar gespielten B-Dur Konzert möchte ich noch das herrliche Cellosolo von Jules Eskin im langsamen Satz erwähnen. Und daß man für den kleinen Preis noch ein Mozartkonzert (Nr. 25) und von Brahms die Walzer und Händelvariationen mitgeliefert bekommt, macht diese CD-Box noch wertvoller.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch nach einem halben Jahrhundert immer noch erste Wahl!, 3. April 2012
Von 
Bernd Grill "b_grill" (Königsbronn, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos (Audio CD)
Leon Fleisher (*1928) ist erst in jüngster Vergangenheit wieder in den Fokus der Medien gerückt. Eine Lähmung der rechten Hand hatte seinerzeit seiner kometenhaften Karriere ein jähes Ende bereitet. Der Pianist trat zwar weiterhin öffentlich auf, war aber gezwungen, sich des schmalen Repertoires für linke Hand solo anzunehmen und konnte damit seinen legendären Ruf natürlich nicht halten. Heute, nach über 35 Jahren Pause, ist Fleisher nach allmählichem Abklingen der Lähmung und dank neuartiger Behandlungsmethoden mit Botox wieder in der Lage, fast uneingeschränkt zu musizieren. Beredtes Zeugnis seines immer noch überragenden Könnens im Alter von 80 Jahren legt beispielsweise die CD "Leon Fleisher - two hands" (ASIN: B0002IQHHK) ab. Deren absolute Höhepunkte sind Schuberts göttliche B-Dur-Sonate D 960 und Myra Hess' Bearbeitung von Bachs "Jesus bleibet meine Freude" (aus der Kantate Nr. 147).

Diese Aufnahmen aus den frühen 60er-Jahren dokumentieren hingegen, welche Karriere Fleisher ohne die oben skizzierte Tragödie zu erwarten gehabt hätte: seine geschliffene Technik, der Verzicht auf jegliche Manierismen und sein großer Ernst bei der Herangehensweise an die großen Schlachtrösser der Konzertliteratur für Klavier machten ihn zum idealen Interpreten für Beethovens und Brahms' Klavierkonzerte. Glücklicherweise bekam er mit George Szell und dem Cleveland Orchestra einen Klangkörper zur Seite gestellt, der sich voll auf Augenhöhe mit Fleishers Können befand. George Szell stand Fleishers Idealen sehr nahe - und das spürt man nahezu jederzeit in diesen Einspielungen.

Die Klavierkonzerte Beethovens in der Kombination Fleisher/Szell galten schon bei ihrer Erscheinung als exemplarisch und legendär. Beide Interpreten verzichten auf detailversessene Darbietungen und richten ihr Augenmerk vor allem auf die Struktur der Werke und klangliche Ausgewogenheit. Die Werke bekommen dadurch einen etwas nüchternen, aber dafür festlich und ernst wirkenden Charakter, der so mancher Einspielung heutiger Tage fast diametral entgegengesetzt ist. George Szell erweist sich als präzise und umsichtig agierender Dirigent, der allenfalls bei den Pausen zu Beginn des 2. Satzes im Es-Dur-Konzert etwas ungeduldig wirkt. Ansonsten gehen Solist und Orchester hier jederzeit eine praktisch perfekte Symbiose im Sinne der Wiener Klassik ein - ein Geben und Nehmen, das das Prinzip des "Primus inter pares" speziell in den ersten beiden Konzerten (und natürlich auch in Mozarts Konzert KV 503) mustergültig umsetzt.

George Szell spielte das 1. Brahms-Konzert ähnlich souverän mit Rudolf Serkin ein - dennoch ist diese Einspielung mutmaßlich die immer noch bekanntere und geschätztere. Fleisher legt hier eine dramatische und sehr ernste Spielweise an den Tag, die dem abgründigen Duktus des Werkes wunderbar gerecht wird. Das ganz anders geartete 2. Konzert gerät hingegen ähnlich erhaben und festlich wie zuvor schon Beethovens 5. Konzert.

Die Zugaben (Brahms' Walzer op. 39 und Händel-Variationen op. 24) belegen einmal mehr den Ausnahmerang dieses Pianisten, der auf der Höhe seiner Kunst so unsanft und tragisch aus der Bahn geworfen wurde.

Mit der Anschaffung dieser Box kann man sich gleich zwei Referenzaufnahmen der Klavierkonzerte von Beethoven und Brahms sichern. Der Klang ist nach heutigen Maßstäben vielleicht nicht ideal, aber auch nicht unterdurchschnittlich. Insofern spricht gegen den Erwerb dieser Aufnahmen, die sich als wahre Meilensteine im Laufe der Jahre erwiesen haben, nur die lieblose Ausstattung der Box, die keinerlei Informationen zu Werken oder Interpreten beinhaltet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut, 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos (Audio CD)
Das ist eine der besten Kassetten, die ich je gekauft habe. Fleisher war mir entfallen. Klar, Szell kenne ich auch von anderen Aufnahmen. Aber was hier geboten wird, ist atemberaubend. Präsente Aufnahmetechnik, brilliant gemastert. Den 3. Satz des 4. Konzertes von Beethoven habe ich noch nie so erfüllt gehört: Schnell, aber nicht gehetzt, virtuos ohne Selbstzweck. Ich glaube, Beethoven würde applaudieren. Und bei den Brahmsaufnahmen wird neben diesem unglaublichen Pianisten deutlich, was für ein Meisterdirigent Szell war. Da ist nichts dick in der Begleitung, alles transparent und durchhörbar mit einigen Überraschungen, die man woanders nicht hört. Und als ich dann die Händelvariationen von Brahms gehört habe, habe ich vor meinen Lautsprechern laut geklatscht und mich verbeugt. Verrückt. Das macht Spaß.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnerung, 27. Februar 2012
1963,schon sehr vom klassikvirus infiziert,kaufte ich in London die Fleisher-Aufnahme der Händel-Variationen und Walzer von Brahms und konnte die ersten Wochen nicht davon ablassen, diese Aufnahme ununterbrochen zu hören.

Ich kannte die Werke bis dato nicht und wurde gleich ein begeisterter Fan.

Eine Art Graugans-Prägung.

Fleisher musste Jahrzehnte aussetzen, mit beiden Händen spielen zu können. Dass er es heute wieder kann, ist für uns beglückend. Denn durch dieses Leid ist ihm eine Tiefe zugewachsen, die er ohne diese Erkrankung vielleicht nicht erreicht hätte.

Mit diesen Aufnahmen, die vor Jahrzehnten entstanden sind, hat er sich in die Reihe der Unvergessbaren hineingespielt. Ich möchte nicht schreiben,Referenz, dafür ist die Konkurrenz zu gross und die Luft unter Spitzenkönnern sehr dünn.

Aber die Graugansprägung gibt ja bekanntlich eine lebenslange Treue.

Diesen Pianisten werde ich immer empfehlen.

Immer.
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