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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis liegt im Schokoladenkuchen.
'Das Geheimnis liegt in der Soße' hieß es doppelbödig in 'Grüne Tomaten'. In 'The Help' liegt eines von vielen Geheimnissen ebenso doppelbödig im Schokoladenkuchen.
Ein wenig erinnert mich 'The Help also schon an 'Grüne Tomaten'. Aber während in 'Grüne Tomaten' schwarze Menschen zwar wichtig waren , aber die Gewichtung auf...
Veröffentlicht am 25. April 2012 von frida

versus
15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolles Buch, nicht ganz so toller Film
Das Buch ist viiiiiiiel besser. Lesen Sie unbedingt das Buch und schauen Sie den Film lieber nachher an.

Die Personen finde ich teils nicht besonders gut getroffen. Den Charme des Buches macht beispielsweise gerade aus, dass die Hauptfigur nicht die allerhübscheste ist. Hollywood wollte natürlich keine derartige Schauspielerin einsetzen und...
Vor 24 Monaten von P. Essen veröffentlicht


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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis liegt im Schokoladenkuchen., 25. April 2012
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
'Das Geheimnis liegt in der Soße' hieß es doppelbödig in 'Grüne Tomaten'. In 'The Help' liegt eines von vielen Geheimnissen ebenso doppelbödig im Schokoladenkuchen.
Ein wenig erinnert mich 'The Help also schon an 'Grüne Tomaten'. Aber während in 'Grüne Tomaten' schwarze Menschen zwar wichtig waren , aber die Gewichtung auf die Beziehung zwischen den beiden weißen Frauen lag, liegt die Gewichtung in 'The Help' eindeutig auf dem Schicksal jener tausenden von schwarzen Frauen, die als Haus-und Kindermädchen die weißen Haushalte im Süden der USA am Laufen hielten, und einfach nur 'The Help' hießen, dem alltäglichen Rassismus nicht nur ihrer 'Herrschaften' weitestgehend schutzlos ausgesetzt.
'The Help' ist angesiedelt im Jahr 1963, Schauplatz die Stadt Jackson, Hauptstadt von Mississippi, seinerzeit einer der übelsten rassistischen Staaten jenseits der Mason-Dixon-Linie. Aber im Jahr 1963, dem Jahr von JFK's Ermordung, aber auch von Martin Luther Kings Marsches auf Washington, liegt auch in Jackson bereits ein wenig Rebellion in der Luft.
'I have a dream' gilt auch für die liberale Skeeter (Emma Stone), der weißen Protagonistin des Films, und für die Haushaltshilfen Aibeleen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer), den schwarzen Protagonistinnen. Skeeters Traum ist eine Karriere als Schriftstellerin, Aibeleens und Minnys Traum endlich als Menschen unter Menschen wahrgenommen und anerkannt zu werden. Mit Unterstützung von Aibeleen und Minny setzt Skeeter schließlich erfolgreich ihr Traumprojekt um: Ein Buch nicht nur über die 'Hilfen', sondern auch mit 'The Help', in dem der weißen Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten wird.
'The Help' ist mal leise wie Aibeleens Traurigkeit, mal lauter wie Minnys vorlautes Mundwerk, deren berühmter Schokokuchen zum Menetekel für die schlimmste Rassistin am Ort wird. Fast zweieinhalb Stunden lang, aber keine Minute langweilig, folgt man vor allem Aibeleen und Minny durch einen mit sichtbaren ('Coloreds only') und unsichtbaren Stolperfallen verminten Alltag für jene, die nicht die richtige Hautfarbe haben. Der Film berührt emotional und natürlich weiß man, auf welcher Seite man als Zuschauerin zu stehen hat.
Abgerundet wird 'The Help' durch hervorragende Schauspielerleistungen und durch einen sehr schönen Soundtrack (Musik Thomas Newman, der Titelsong wird von Mary J. Blige gesungen), der die besondere Stimmung des Südens gelungen einfängt.
Ich empfehle außerdem dringend, sich den Film in der Originalfassung anzusehen, da auch das Südstaaten-Englisch, insbesondere das Black English zur Atmosphäre des Films nicht unbedeutend beiträgt. The Help
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolle Verfilmung, grandiose Darstellerinnen, 21. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Seit langem endlich mal wieder ein anspruchsvolles Drama, das den Kauf einer DVD wert ist.

Regisseur Tate Taylor erzählt in seinem knapp zweieinhalb Stunden dauernden Film eine Geschichte über Freundschaft und Zivilcourage und in einer von Rassismus und sozialer Unterdrückung geprägten, konservativen Welt.

Inhalt:
In Jackson, Mississippi, herrschen Anfang der Sechziger Jahre noch Zustände wie im neunzehnten Jahrhundert. Farbige arbeiten bei der weißen amerikanischen Oberschicht als Haushaltshilfen und betreuen deren Kinder für einen Hungerlohn. Rassismus ist allgegenwärtig. Die moderne, aufgeschlossene Skeeter (Emma Stone) ist gerade mit dem College fertig geworden und möchte Journalistin und Schriftstellerin werden. Beim örtlichen 'Jackson Journal' erhält sie zunächst die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, in dem sie als Kolumnistin Haushaltstipps geben soll. Hilfe sucht sie dabei -entgegen allen Konventionen und gegen den 'guten Ton' verstoßend- zunächst bei der farbigen Hausangestellten Aibileen (Viola Davis), die von einer ihrer Freundinnen beschäftigt wird. Deren Verhaltensweisen im Umgang mit Aibileen verabscheuend, beginnt sie nach und nach, das Vertrauen von Aibileen zu gewinnen. Skeeter fasst den Entschluss, die afroamerikanischen Dienstmädchen der Stadt zu ihren Erlebnissen zu interviewen um diese letztlich zu veröffentlichen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Skeeter entfremdet sich dabei immer mehr von ihren 'Freundinnen', deren einziger Lebenssinn darin besteht, einen Ehemann zu finden, Kinder zu bekommen und sich dem allwöchentlichen Bridge-Kreis hinzugeben, während sie ihre eigenen Kinder vernachlässigen und von den Dienstmädchen großziehen lassen. Nebenbei organisieren diese Frauen Wohltätigkeitsspenden, um zynischerweise 'das Leid und den Hunger der Kinder in Afrika' zu vermindern, während sie ihre eigenen Angestellten wie Abschaum behandeln. Unterstützung in ihrem geheimen Vorhaben erhält Skeeter von dem resoluten Dienstmädchen Minny (Octavia Spencer), die zusammen mit Aibileen nach und nach immer mehr Hausmädchen davon überzeugen, Auskunft über deren zahlreichen Erlebnisse zu geben. Als Skeeter genügend Geschichten zusammengetragen und anonymisiert hat, veröffentlicht ein New Yorker Verlag diese als Buch. Damit beschwört Skeeter einen Skandal hinauf, da vielen in Mississippi schon sehr bald klar ist, dass sie gemeint sind.

Kritik:
Das ergreifende Südstaatendrama kommt ohne große Effekte aus und hat es nicht nötig, für sich damit zu werben, dass sein Hauptdarsteller alle Stunts selbst durchgeführt hat. Der Film überzeugt durch eine kurzweilige und ergreifende, mitunter schmerzliche Erzählstruktur, die die im Amerika der Sechziger Jahre herrschende Atmosphäre lebendig wie nie werden lässt und den Zuschauer damit nie langweilt. Und dennoch vermittelt er Hoffnung und lässt am Ende jeden gerecht Denkenden zufrieden und mit einem Schmunzeln den DVD-Player ausschalten.

Die gelungene Adaption des Bestsellers von Kathryn Stockett glänzt durch wirklich großartige Darstellerinnen und präzise herausgearbeitete Charaktere. Insbesondere die jeweils für den Golden Globe als Beste Nebendarstellerin nominierten Jessica Chastain als liebenswerte, aber mit dem Haushalt völlig überforderte Celia, die zudem von der Gesellschaft gemieden wird und darunter sehr leidet, sowie Octavia Spencer als resolute Minny überzeugen in ihren Rollen. Sie tragen den Film mit ihrem außergewöhnlichen Talent und sorgen zwischenzeitlich für Auflockerung. Sissy Spacek ist ebenfalls in einer Nebenrolle als zunehmend demente, aber sympathische Mutter der Antagonistin zu sehen. Der Film hat völlig zu Recht fünf Golden-Globe-Nominierungen erhalten (darunter Bestes Drama und drei Darsteller-Nominierungen) und ist absolut sehenswert.
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42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen warmherzig, bewegend, toll gespielt und liebevoll ausgestattet, 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Eines vorneweg, die dem Film "The Help" zugrunde liegende Romanvorlage "Gute Geister" von Kathryn Stockett habe ich (bislang) nicht gelesen, so daß mir Vergleiche hiermit und Aussagen zur Werktreue der Verfilmung nicht möglich sind.

"Klotzen, nicht kleckern", das scheint sich Regiedebütant Tate Taylor gedacht zu haben und hat sich für seinen ersten Film nicht nur gleich einen aktuellen Bestseller vorgenommen, sondern mit Shootingstar Emma Stone, Jessica Chastain, Bryce Dallas Howard, Mary Steenburgen, Sissy Spacek und vielen mehr auch gleich eine Besetzung engagiert, die wohl so manchen seiner renommierteren Kollegen neidisch machen könnte.
Auch an der ebenso aufwendigen wie liebevollen und detailreichen Ausstattung des in den frühen 60er Jahren spielenden Filmes wurde nicht gespart und so fühlt man sich bereits von den ersten Bildern an in die damaligen US-Südstaaten, genauer gesagt nach Mississippi versetzt.

Als die junge Skeeter (Emma Stone) nach ihrem Studium in ihre Heimatstadt Jackson zurückkehrt, findet sie eine Gesellschaft in Umbruchstimmung vor.
Obwohl die Bürgerrechtsbewegungen um Martin Luther King landesweit für Schlagzeilen sorgen, hält man im konservativen Süden verbissen an den alten Traditionen fest:
Während sich die Damen der Gesellschaft, darunter Skeeters ehemalige Schulfreundinnen, ihre Zeit mit Nachmittagsgesellschaften, Mode, Klatsch und Tratsch und ein wenig Wohltätigkeitsarbeit vertreiben, werden die Haushalte und Kinder von schlecht bezahlten, uniformierten schwarzen Dienstmädchen versorgt.
Als Skeeters Jugendfreundin Hilly (wunderbar zickig: Bryce Dallas Howard) eine Initiative dahingehend ins Leben ruft, daß separate Toiletten für farbige Angestellte Pflicht werden sollen, fasst Skeeter, die gerne Schriftstellerin werden möchte, den Entschluss, farbige Dienstmädchen zu interviewen und aus deren Sicht ein Buch über die Verhältnisse zu schreiben.
Nachdem Skeeter zunächst nur die warmherzige Aibileen und die vorlaute Minny (Viola Davis, Octavia Spencer) für ihr Projekt gewinnen kann, führt ein folgenschwerer Vorfall dazu, daß ihr schließlich immer mehr Frauen ihre teils tragischen, teils unglaublichen, aber teils auch überraschend heiteren Geschichten erzählen.
Das Buch verspricht ein Erfolg zu werden, aber mit ihrem Bemühen, den "Guten Geistern" der feinen Gesellschaft endlich eine Stimme zu geben, macht Skeeter sich in der Stadt und sogar in ihrer eigenen Familie nicht nur Freunde...

"The Help" ist, wie ihm so manche verbissenen Kritiker vorgeworfen haben, trotz seiner ernsten Thematik in erster Linie ein "Wohlfühlfilm", ein bonbonbuntes Sozialmärchen und kein tiefschürfendes Drama.
Und wenn schon!
Mit großer Warmherzigkeit, manchmal entwaffnend unverblümter Sentimentalität (wenn Skeeter ihr ehemaliges Kindermädchen sucht, bleibt wirklich kein Auge trocken), aber trotzdem auch überraschender Heiterkeit und vor allem Vielschichtigkeit wird das Thema hier gleich aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
So sind die Geschichten von Skeeters "Mitarbeiterinnen" manchmal tragisch, manchmal aber auch auf äußerst positive Weise berührend, wie zum Beispiel bei der Hausangestellten, für die ihr Arbeitgeber eigens ein Stück Land seinem Nachbarn, der Farbigen das Betreten seines Grundstückes verboten hatte, abgekauft hatte, damit sie auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg eine Abkürzung benutzen konnte - auch so etwas gab es mit Sicherheit und sollte neben tragischen Momenten nicht außer Acht gelassen werden.
Auch der "Gruppenzwang" innerhalb der weißen Oberschicht, der zum Beispiel Skeeters Mutter dazu brachte, entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung zuzulassen, daß Skeeters ehemaliges Kindermädchen den Haushalt verließ, wird thematisiert, ohne ihn als Entschuldigung zu missbrauchen.
Auch der (zum Teil recht deftige) Humor kommt nicht zu kurz, und wenn Minny Hilly einen Schokoladenpie der ganz besonderen Art serviert, sind Erinnerungen an das legendäre Barbecue aus "Grüne Tomaten" ("das Geheimnis liegt in der Sauce...") vorprogrammiert.
Vor allem aber entwirft und zeigt Taylor in "The Help" ein absolut stimmiges Zeit- und Gesellschaftspanorama der Südstaaten in den 60er Jahren, welches Missstände zwar deutlich aufzeigt, aber auch und in erster Linie ein rundum gelungenes Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit ist.
Besonders berührt hat mich der Handlungsstrang, in dem die resolute Minny mit ihrer neuen Arbeitgeberin Celia (Jessica Chastain), die aus ganz bestimmten Gründen ebenfalls nicht von der feinen Gesellschaft Jacksons akzeptiert wird, ganz allmählich und entgegen aller gesellschaftlichen Konventionen Freundschaft schließt.
Ein besonderes Lob gebührt auch der Ausstattung (die genau wie Jessica Chastain für ihre kleine, aber feine Nebenrolle eigentlich eine Oscarnominierung verdient hätte), hier stimmt einfach jedes Petticoatkleid, jede Brille, jeder pastellige Lippenstift und jedes Auto.
Die Tatsache, daß Männer in "The Help" größtenteils nur am Rande vorkommen und bis auf Celias Ehemann auch nicht besonders positiv dargestellt werden, mag mit dazu beitragen, daß böse Zungen den Film als "Frauenfilm" bezeichnen könnten.
Aber auch hier gilt: Und wenn schon!
Wenn alle "Frauenfilme" so stimmig, so warmherzig und vor allem so erstklassig besetzt, gespielt und ausgestattet daherkommen, dann oute ich mich gerne als gelegentliche "Frauenfilmguckerin".
Bemerkenswert auch, daß der Film mit deutlich über zwei Stunden Laufzeit keinerlei Längen oder Durchhänger hat - bei einem Regiedebut dieser Länge nahezu unglaublich.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolles Buch, nicht ganz so toller Film, 25. Juli 2012
Von 
P. Essen "P. Essen" (Leichlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Das Buch ist viiiiiiiel besser. Lesen Sie unbedingt das Buch und schauen Sie den Film lieber nachher an.

Die Personen finde ich teils nicht besonders gut getroffen. Den Charme des Buches macht beispielsweise gerade aus, dass die Hauptfigur nicht die allerhübscheste ist. Hollywood wollte natürlich keine derartige Schauspielerin einsetzen und verpflichtete stattdessen lieber Emma Stone, die ja bekanntermaßen auf Platz 3 der "sexiest woman alive" gewählt wurde. Leider ist mancher Handlungsstrang dann aber auch nicht mehr plausibel.
Dass Minnie von ihrem Mann geschlagen wird, geht fast ganz unter, was aber gerade für die Handlung von Wichtigkeit ist.

Ich habe während des Zusehens oft gedacht: Also, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, hätte ich das gerade gar nicht richtig verstanden bzw. durchschaut.

Positiv zu erwähnen ist, dass sich der Film wirklich am Buch orientiert, also nur sehr wenig an der Handlung geändert wurde, aber dafür wird unheimlich viel weggelassen - viel zu viel und leider gerade das, was das Buch ausmacht. Man erfährt beispielsweise gar nicht, welch hohes Risiko die Frauen allein damit eingeangen sind, sich im Schwarzenviertel zu treffen. Die Hauptfigur Skeeter hatte auf den Fahrten dorthin ständig große Angst, entdeckt zu werden und das macht ja gerade die Stärke des Buches aus, dass die Frauen ihre Angst überwältigt haben.

Also nochmal, ich kann nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen, vor dem Film oder nach dem Film, aber lesen sollte man es!!!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was Frauen schauen? (Gewisse Spoiler), 18. April 2013
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Das ist jetzt ein bisschen böse und auch gar nicht so gemeint, aber die Verfilmung des Romans "Gute Geister" hat ein gewisses Potenzial, genau in dieser völlig ungerechten Klassifizierung zu landen und mit so einem fliederfarbenen Aufkleber des Textes "Was Frauen schauen" abgestempelt zu werden. Und dies ist doch schade, denn die Geschichte, in der ganz gewöhnliche Alltagsmenschen und -ereignisse einen ersten Schritt tun, Rassenvorurteile zu überwinden, hätte etwas Besseres verdient. Oftmals ist der Film auch besser als das Klischee, aber ab und an bedient er es leider - summa summarum drei Sterne.

Wegen der Handlung verweise ich auf die Amazon-Inhaltsangabe. Zunächst überzeugt der Film mit einer unglaublichen Liebe zum Detail; wie in einem Melodram von Douglas Sirk muss quietschbunt nicht auf Kosten des Inhaltes gehen. In leuchtenden Farben erstrahlt das Kleinstadtleben in Jackson, Mississippi, 1962 - akkurat drapierte Frisuren, grelle Kleider, grelle Wohnungsausstattungen, üppige Blumenpracht. Doch auch Sirk hatte immer schon hinter solche Fassaden geblickt (und sie gleichwohl schillernd ausgestattet und gefilmt, z.B. in "Was der Himmel erlaubt"), und so geht es in diesem farbenfrohen Film letztlich um das Gegenteil - um die Erlangung von "Farbenblindheit". Anders als es noch in der Zeit war, in der der Film spielt, kommt hier erfreulicherweise den farbigen Protagonisten großer Raum zu.

Genau wie im Roman möchte der Film das Private politisch werden lassen; dies gelingt aber nicht durchgängig. Zwar ist Emma Stone als Journalistin "Skeeter", die die Lebensberichte farbiger Hausangestellter festhalten und veröffentlichen möchte, gut besetzt - optisch und darstellerisch hebt sie sich in allen Punkten von der Clique der weißen jungen Ehefrauen und Mütter ab und wird gleich als im positiven Sinne unruhiger Geist definiert. Aber gerade bei den Nebenhandlungen fällt das eine oder andere unter den Tisch, was die Erzählung interessanter gemacht hätte. Nun wird man sagen, dass dies bei knapp zweieinhalb Stunden Filmlänge angesichts eines sehr umfangreichen Buches unvermeidlich ist. Aber dies ist ein Film, der durchaus Kürzungspotenziale hat und der viel Zeit mit klischeehaften, langen, langsamen Frauen- und Frauenfreundschaftsgesprächen vertrödelt. Damit bedient er ein bisschen das Klischee von Frauen als "Quarktaschen" und wird streckenweise zäh. Es wäre also möglich gewesen, die durchaus positive ruhige Erzählweise beizubehalten und einen größeren Detailreichtum bei etwa gleicher Gesamtlänge zu retten. Am schmerzlichsten sind die Verluste bei der Figur der Celia, eine widersprüchliche Frau, die von den anderen weißen Frauen geschnitten wird und in einer Art nuttigem Marilyn-Monroe-Look für Arme herumläuft, ihr Leben aber nicht ansatzweise auf die Reihe bekommt. Auf zwei Buchszenen, in denen Celia Stärke zeigt (Kampf gegen einen Angreifer) und symbolisch ihre Fassade zusammenhaut (Fällen eines Baumes im Garten, mit wilder Entschlossenheit und ohne Rücksicht darauf, dass Kleidung und Frisur im Regen völlig aufweichen und verdrecken), verzichtet der Film. In diesen hatte die Romanautorin aber die stärksten "filmischen" Bilder geschaffen - was für ein Schmerz, dass sich das Team diese Steilvorlagen hat entgehen lassen. Und auch, was Celia schließlich der Frauenclique entgegnen wird, fehlt. Stattdessen: Unklarheit, warum sie bis zuletzt davon zu träumen scheint, zu Leuten dazuzugehören, die es echt nicht wert sind. Und besonders ärgerlich: In einer Geschichte, die von Emanzipation handelt, ist Celias persönliches Happy End, dass sie endlich ihren Mann korrekt bekochen kann. Ohne die differenziertere Sichtweise des Buches ziemlich gruselig.

Der Film verflacht sein Anliegen, auch im Ende, das eher in einem persönlichen Triumph als in einem vorsichtigen Ausblick (wie im Buch) besteht. Er verknappt, wo es schade ist, und schweift aus, wo es überflüssig ist, z.B. auch in der (im Roman allerdings ebenfalls vorkommenden) Penetranz, mit der es hier um Toiletten und Ausscheidungen geht. Dies hat zwar einen sinnvollen und bitteren Grund - Farbige und Weiße sollen sogar getrennte Toiletten bekommen -, aber es wird etwas breit ausgewalzt, zumal sich auch weit über diese Toilettentrennungegeschichte hinaus enervierend viel um "kleine und große Geschäfte" dreht. "The Help" hat dann eben doch kein Douglas-Sirk-Niveau, auch nicht im Ästhetischen, denn der Meister zauberte seine irren Farben auch mit dem Licht, während "The Help" einfach abfilmt, was da ist. So wird der Film eher zu einem wiewohl schön anzusehenden und sehr akkuraten wie interessanten Ausstattungs- und Ausstellungsstück. Schade, großes Thema teilweise verschenkt, aber passable Unterhaltung. Und manchmal gelingen dann doch Bilder von großer Kraft. Etwa wenn wir eine Farbige in Dienstmädchenuniform mit dem Bus in ihrem Viertel ankommen sehen, und dann kommt ein großer Schwenk (oder war es eine Kranfahrt?), ganz ruhig, und wir bekommen nach und nach einen Panorama-Überblick, und wir sehen immer mehr dieser farbigen Frauen. Sie haben alle dieselbe Uniform an, sie sind eine uniforme Masse, sie werden von den Weißen jedenfalls dazu gemacht. Dieses Bild ist gerade in der unspektakulären Präsentation bestechender als jeder Dialog, hiervon hätte man gern mehr gesehen.

Insgesamt also - sorry - ein typisches "Das Buch ist besser"-Lamento, aber ich habe aufzuzeigen versucht, woran das liegt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein normaler schwarz-weiß Film, 8. Dezember 2012
Von 
Sarah H. "Lioness" (Landkreis Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Help [Blu-ray] (Blu-ray)
Bei „The Help“ handelt es sich um ein Drama aus dem Jahr 2011, bei welchem Tate Taylor Regie führte (Taylor verfasste auch das Drehbuch). Der Film basiert auf dem Roman „Gute Geister“.
Die Handlung spielt in den frühen 60er Jahren.

Euginia „Skeeter“ Phelan ist anders, als die anderen Mädchen in Jackson, Mississippi. Sie sucht nicht nach einem Mann zum heiraten, sie möchte mehr als nur hinter dem Herd stehen und sie teilt die rassistische Haltung der meisten anderen Bewohner in ihrem Heimatort nicht.
Skeeter möchte einmal eine Schriftstellerin werden. Doch da man krabbeln lernen muss, bevor man läuft, nimmt sie eine Stelle als Kollumnistin an und gibt anderen Frauen Haushaltstipps. Als Skeeter jedoch auf das farbige Dienstmädchen Aibileen trifft, kommt ihr eine Idee. Sie möchte der Gesellschaft das Leben aus der Sicht ihrer Dienstmädchen zeigen. Ein riskantes Vorhaben, bei dem alle viel verlieren könnten.

Ich habe in meinem Leben viele Filme gesehen, manche davorn waren gut und andere schlecht und nun muss ich etwas sagen, was ich sonst selten sagen kann… „The Help“ ist meiner Meinung nach überragend. Ich habe nur wenige Filme gesehen, die so ans Herz gehen, ohne dabei überwiegend düster, deprimierend oder traurig zu sein. „The Help“ ist ein Drama, welches einen weinen uns lachen lässt, welches einem ein beklemendes Gefühl in der Magengegend einbringt und dieses dann von einem Lachanfall ablösen lässt.
Der Film ist keine sture Abhandlung, der Bürgerrechte der Farbigen zu dieser Zeit sondern er zeigt eigentlich nur einen kleinen Teil, einen begrenzten Blick auf den Rassismus in den 60er Jahren und zwar in Bezug auf die Dienstmädchen. Der Film lässt den Scheinwerfer auf Figuren ruhen, welche normal nur lustige und liebenswerte Randfiguren darstellen. Er macht sie zu mehr und er wirft auch Fragen auf ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu drohen.
Man bekommt hier keine schwere Kost vorgeliefert, sondern einen Film, welcher mit Leichtigkeit von der ersten bis zur letzten Minute unterhält, fesselt, belustigt und traurig stimmt.
Hervorzuheben sind hier natürlich auch die grandiosen Darstellungen der Schauspieler. Octavia Spencer und Viola Davis (welche die Dienstmädchen spielen) machen einen fantastischen Job. Vor allem Spencer begeistert in jeder ihrer Szenen. Auch Emma Stone will hier erwähnt werden, die die Skeeter absolut glaubwürdig und sympathisch verkörpert.
Dieses Gesamtpacket aus eine wirklich guten Story und den gut ausgearbeiteten und gespielten Protagonisten macht „the Help“ für mich zu einem der besten Filme, den ich in den letzten Jahren sehen durfte. Mehr solche Filme würden das Kino bereichern. Einfach intelligente Unterhaltung auf höchstem Niveau.

BILD:
Das Bild von „the Help“ besticht mit einer überwiegend guten Schärfe und bietet auch ansonsten kaum Schwächen. Auch der Schwarzwert ist positiv zu erwähnen.

TON:
Der Ton ist hier auf jeden Fall sehr gut. Allerdings muss man sich im klaren sein, dass man es hier mit einem sehr dialoglatigem Film zu tun hat und hier kann der Ton punkten, da die Dialoge stets klar verständlich sind (was ja bei so einem Film einer der wichtigsten tonalen Punkte ist).

EXTRAS:
Extras sind zwar vorhanden, jedoch denke ich, dass gerade Fans von Zusatzmaterial nicht gänzlich zufrieden gestellt werden dürften.
Unter anderem findet man ein Making of, ein Musikvideo und eine Hommage an die Dienstmädchen von Mississippi.

***FAZIT***
Wie schon vorher erwähnt, halte ich „the Help“ für einen der besten Filme der letzten Jahre (und dabei könne wir ruhig von vielen Jahren reden). Selten hat mich ein Film auf so vielen emotionalen Ebenen berührt. Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich wurde zum Nachdenken angeregt.
„The Help“ ist ein Film, den ich immer wieder gerne anschauen werde, ein Film, der 146 Minuten geht, man aber keine Minute langweilig findet. Es ist ein Film, den man gesehen haben sollte.
_______________________________________
Das Gesamtergebnis, setzt sich aus folgenden Teilbewertungen zusammen:
Story: *****
Bild: *****
Ton: *****
Extras:***
-------------
= *****
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sammeln für die armen Negerlein in Afrika - und ein eigenes Klo für die Haushaltshilfe ...., 29. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Ich las vor einigen Monaten die amerikanische Buchvorlage "The Help" von Kathryn Stockett, die selbst in Jackson von einer farbigen Haushaltshilfe aufgezogen wurde. Ihr Manuskript wurde um die 60 Mal von Buchverlagen abgelehnt, bis sie einen Verlag fand. Zu dem Roman schrieb ich dann u.a. folgendes in die Rezension:
"Keine kitschige, die Vergangenheit verklärende Liebesgeschichte, in der alle Farbigen fröhlich lachend ihrer Arbeit nachgehen - sondern eine immer nachdenklich machende, oft schockierende Bestandsaufnahme des Lebens der farbigen Dienstboten Anfang der 60ziger Jahre. Jedoch kommt der Humor keinesfalls zu kurz - eine Geschichte, die lachen und weinen und den Kopf schütteln läßt."
Und nun legte ich gestern doch ziemlich nervös die DVD ein, da ich gespannt war, was man aus dieser Romanvorlage gemacht hat bzw. sollte man etwa sagen "verbrochen hat" ?
Aber meine Angst war umsonst. Man hielt sich grundsätzlich ziemlich genau an den Roman und schaffte es tatsächlich, eine quietschbunte, authentische Romanwelt mit dem Flair der 60ziger Jahre auf Zelluloid zu bannen. Die Rollen sind hervorragend besetzt, vor allem "Mrs. Skeeter" ist einfach großartig in ihrer burschikosen, direkten Art. Nur "Celia", der "White Trash-Emporkömmling" wurde etwas weichgezeichnet. Ist sie doch im Roman noch um einiges einfältiger und läßt auch bis zum Schluß buchstäblich Wasser anbrennen.
Natürlich bietet der Roman sehr viel mehr Detailinformationen, sehr viel mehr Dialoge und Zwischenmenschliches, aber das schmälert keinesfalls die Qualität des Filmes.
Fazit: Ein sehr gut gelungene Filmadaption, die es schafft, den Zeitgeist der 60ziger im schwülheißen Süden der USA aufleben zu lassen, der trauern läßt, wütend macht und einem zum Lachen bringt - und für genug Diskussionsstoff für die Zeit nach dem Abspann sorgt. Was will man mehr? Unbedingte Kaufempfehlung! (Das gilt auch für das Buch - im Deutschen "Gute Geister" genannt.)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr emotionaler Film, der mich sprachlos zurückließ ..., 3. September 2012
Von 
Sevo sama (Atziluth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Help [Blu-ray] (Blu-ray)
Einer der wenigen Filme meines bisherigen Lebens, der mich sprachlos und emotional aufgewühlt zurückließ. Gott sei Dank hab ich ihn mir abends angesehen, denn danach musste ich mich einfach erst mal ins Bett legen und darüber schlafen, was anderes ging einfach nicht.

Da mir das Thema Rassismus eh sehr am Herzen liegt bzw. sowas in keinster Weise nachvollziehen kann, hat mich das Thema der früheren Schwarz-Weiß Trennung sofort angesprochen und so musste ich mir diesen Film einfach ansehen.

Die drei Hauptdarstellerinnen machen ihren Job wirklich ausgezeichnet und dazu kommt eben die grandiose Erzählung. Es ist unglaublich, wie man in diese Welt der farbigen Trennung hineingeschmissen wird und ich konnte sehr oft nur noch den Kopf schütteln. Wenn da junge, weiße Dinger darüber diskutieren, dass ihre schwarzen Haushälterin eine eigene Toilette im Freien brauchen (wegen Keime usw., die natürlich NUR die Schwarzen haben -.-), dann muss man sich in der heutigen Zeit einfach fragen, wie bescheuert die früher eigentlich waren.

Doch es ist ja nicht nur die Stellung der Schwarzen, die Art, wie sie die fremden Kinder aufziehen, während ihren echten Mütter sich kaum kümmern, sondern eben auch der Hass auf die Schwarzen, die Gewalt und vor allem die Angst der unterdrückten schwarzen Frauen, die sehr stark rüberkommt.

Alles in allem ein grandioser Film, der einen nicht nur einmal während der gesamten Länge mitnimmt und am Ende sprachlos zurücklässt. Mir fällt spontan nur ein einziger Film ein, der mich jemals emotional genauso mitgenommen hat wie dieser hier und das war „Die Farbe Lila“. Zwei Filme, die man einfach gesehen haben sollte.

Wirklich …
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warmherzige Literaturverfilmung, 22. April 2012
Von 
margret hale (irgendwo zwischen Hamburg und München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Dem Regisseur Tate Taylor und seinem Team ist es gelungen, die wunderbare Literaturvorlage von Kathryn Stockett in ebenso wunderschöner Manier in ein sehr emotionales visuelles Erlebnis umzuwandeln.
Tolle Ausstattung, ein gelungenes Drehbuch und eine erstklassige Darstellerriege lassen die Zeit der Bürgerrechtsbewegung im rassistischen Mississippi aufleben und den Zuschauer mit Aibeleen, Minnie und Skeeter mitleiden, mitweinen und an vielen Stellen mitlachen.
Nicht alle Handlungstränge des Buches werden erwähnt, doch ist dies offensichtlich mit größter Sorgfalt geschehen, so dass keine Kernpunkte fehlen. Wer trotzdem die "ganze Story" erleben möchte, sollte auf jeden Fall das Buch lesen.

Ein wunderschöner, trotz aller Tragik humorvoller und positiver Film!
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich schätze mal, das bin dann wohl ich!", 6. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: The Help (DVD)
Wenn die Erzählstimme der farbigen Haushaltshilfe Aibileen(Viola Davis) sich selbst die Frage beantwortet, ob es mal einen Schriftsteller in ihrer Familie geben wird, dann sind wir schon ganz tief in der Handlung von -The Help-. Aibileen nimmt uns vom ersten Satz des Films an mit in die Sechziger Jahre in Jackson, Mississippi. Die Stadt ist geprägt vom Zeitgeist der Rassentrennung. Junge, wohlhabende Familien verlassen sich in punkto Haushaltsführung und Kindererziehung voll und ganz auf die farbigen Angestellten, wollen aber nicht die selbe Toilette wie ihre Helfer benutzen.

Als die junge Skeeter(Emma Stone) vom Studium nach Jackson heimkehrt, bewirbt sie sich bei der Zeitung und erhält zunächst eine Stelle für einen Ratgber mit Haushaltstipps. Skeeter hat keine Ahnung, aber da sie selbst von einem farbigen Hausmädchen aufgezogen wurde, weiß sie, wen sie fragen muss. Aibileen hilft Skeeter gern. So kommen sich die Frauen näher und in Skeeter reift der Gedanke, ein Buch über das Leben der Haushälterinnen zu schreiben. Sie bittet Aibileen darum, noch mehr Frauen zu fragen, wie es ihnen bei den weißen Familien ergeht. Doch außer der resoluten Minny(Octavia Spencer) traut sich keine Frau ihre Geschichte zu erzählen. Minny hat bei Hilly Holebrook(Bryce Dallas Howard) gearbeitet. Hilly ist der Mittelpunkt der örtlichen Bridgeszene und eine echte Verfechterin der Rassentrennung. Da gibt es einiges zu erzählen.
Je weiter Skeeter mit ihren Recherchen kommt, desto mehr erkennt sie, dass in Jackson unhaltbare Zustände herrschen. Aber Skeeter traut sich nicht recht, ihren Widersachern offen entgegen zu treten. Als Minny bei den Holebrooks rausfliegt und von da an bei der infantilen Celia Foote(Jessica Chastain) anfängt, kommen ein paar interessante Details über Hilly Holebrook ans Tageslicht. Für Skeeter wird es jetzt Zeit, mit offenem Visier zu kämpfen. Das ist im Jackson der 60er Jahre jedoch nicht ganz einfach...

-The Help- ist wunderbares Old-School-Kino von Tate Taylor brilliant in Szene gesetzt. Der Film ist in Augenhöhe mit Produktionen wie -Grüne Tomaten- oder -Die Farbe Lila-. Es sind das hervorragende Storybook, die Charkatere und Kulissen, und die liebevolle Umsetzung, die den Film so sehenswert machen. Vor allem aber sind es die Schauspielleistungen. Emma Stone erinnert mich noch immer in jeder Szene an die junge Jodie Foster und kann durchaus in deren Fußstapfen treten. Jessica Chastain spielt die Celia so herrlich durchgeknallt, dass es eine Freude ist. Viola Davis und Octavia Spencer sind eine Klasse für sich. Bryce Dallas Howard macht ihre erzkonservative Hilly so hassenswert, wie man sich das nur vorstellen kann. All das zusammen ist perfekte Schauspielkunst und ein Glücksgriff für das Genre Film. Nebenbei gibt es noch Allison Janney und Sissy Spacek in herrlichen Nebenrollen zu sehen.

Nach dem Roman von Kathryn Stockett hat Tate Taylor einen hervorragenden Film produziert. Ich lege ihnen -The Help- gerne dahin, wo er hingehört. Nämlich direkt ans Herz. 140 Minuten perfekte Unterhaltung, die zudem noch lehrreich und anspruchsvoll sind. So etwas gibt es nicht alle Tage zu sehen...
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The Help
The Help von Kathryn Stockett (DVD - 2012)
EUR 6,99
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