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am 25. April 2012
'Das Geheimnis liegt in der Soße' hieß es doppelbödig in 'Grüne Tomaten'. In 'The Help' liegt eines von vielen Geheimnissen ebenso doppelbödig im Schokoladenkuchen.
Ein wenig erinnert mich 'The Help also schon an 'Grüne Tomaten'. Aber während in 'Grüne Tomaten' schwarze Menschen zwar wichtig waren , aber die Gewichtung auf die Beziehung zwischen den beiden weißen Frauen lag, liegt die Gewichtung in 'The Help' eindeutig auf dem Schicksal jener tausenden von schwarzen Frauen, die als Haus-und Kindermädchen die weißen Haushalte im Süden der USA am Laufen hielten, und einfach nur 'The Help' hießen, dem alltäglichen Rassismus nicht nur ihrer 'Herrschaften' weitestgehend schutzlos ausgesetzt.
'The Help' ist angesiedelt im Jahr 1963, Schauplatz die Stadt Jackson, Hauptstadt von Mississippi, seinerzeit einer der übelsten rassistischen Staaten jenseits der Mason-Dixon-Linie. Aber im Jahr 1963, dem Jahr von JFK's Ermordung, aber auch von Martin Luther Kings Marsches auf Washington, liegt auch in Jackson bereits ein wenig Rebellion in der Luft.
'I have a dream' gilt auch für die liberale Skeeter (Emma Stone), der weißen Protagonistin des Films, und für die Haushaltshilfen Aibeleen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer), den schwarzen Protagonistinnen. Skeeters Traum ist eine Karriere als Schriftstellerin, Aibeleens und Minnys Traum endlich als Menschen unter Menschen wahrgenommen und anerkannt zu werden. Mit Unterstützung von Aibeleen und Minny setzt Skeeter schließlich erfolgreich ihr Traumprojekt um: Ein Buch nicht nur über die 'Hilfen', sondern auch mit 'The Help', in dem der weißen Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten wird.
'The Help' ist mal leise wie Aibeleens Traurigkeit, mal lauter wie Minnys vorlautes Mundwerk, deren berühmter Schokokuchen zum Menetekel für die schlimmste Rassistin am Ort wird. Fast zweieinhalb Stunden lang, aber keine Minute langweilig, folgt man vor allem Aibeleen und Minny durch einen mit sichtbaren ('Coloreds only') und unsichtbaren Stolperfallen verminten Alltag für jene, die nicht die richtige Hautfarbe haben. Der Film berührt emotional und natürlich weiß man, auf welcher Seite man als Zuschauerin zu stehen hat.
Abgerundet wird 'The Help' durch hervorragende Schauspielerleistungen und durch einen sehr schönen Soundtrack (Musik Thomas Newman, der Titelsong wird von Mary J. Blige gesungen), der die besondere Stimmung des Südens gelungen einfängt.
Ich empfehle außerdem dringend, sich den Film in der Originalfassung anzusehen, da auch das Südstaaten-Englisch, insbesondere das Black English zur Atmosphäre des Films nicht unbedeutend beiträgt. The Help
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am 21. Januar 2012
Seit langem endlich mal wieder ein anspruchsvolles Drama, das den Kauf einer DVD wert ist.

Regisseur Tate Taylor erzählt in seinem knapp zweieinhalb Stunden dauernden Film eine Geschichte über Freundschaft und Zivilcourage und in einer von Rassismus und sozialer Unterdrückung geprägten, konservativen Welt.

Inhalt:
In Jackson, Mississippi, herrschen Anfang der Sechziger Jahre noch Zustände wie im neunzehnten Jahrhundert. Farbige arbeiten bei der weißen amerikanischen Oberschicht als Haushaltshilfen und betreuen deren Kinder für einen Hungerlohn. Rassismus ist allgegenwärtig. Die moderne, aufgeschlossene Skeeter (Emma Stone) ist gerade mit dem College fertig geworden und möchte Journalistin und Schriftstellerin werden. Beim örtlichen 'Jackson Journal' erhält sie zunächst die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, in dem sie als Kolumnistin Haushaltstipps geben soll. Hilfe sucht sie dabei -entgegen allen Konventionen und gegen den 'guten Ton' verstoßend- zunächst bei der farbigen Hausangestellten Aibileen (Viola Davis), die von einer ihrer Freundinnen beschäftigt wird. Deren Verhaltensweisen im Umgang mit Aibileen verabscheuend, beginnt sie nach und nach, das Vertrauen von Aibileen zu gewinnen. Skeeter fasst den Entschluss, die afroamerikanischen Dienstmädchen der Stadt zu ihren Erlebnissen zu interviewen um diese letztlich zu veröffentlichen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Skeeter entfremdet sich dabei immer mehr von ihren 'Freundinnen', deren einziger Lebenssinn darin besteht, einen Ehemann zu finden, Kinder zu bekommen und sich dem allwöchentlichen Bridge-Kreis hinzugeben, während sie ihre eigenen Kinder vernachlässigen und von den Dienstmädchen großziehen lassen. Nebenbei organisieren diese Frauen Wohltätigkeitsspenden, um zynischerweise 'das Leid und den Hunger der Kinder in Afrika' zu vermindern, während sie ihre eigenen Angestellten wie Abschaum behandeln. Unterstützung in ihrem geheimen Vorhaben erhält Skeeter von dem resoluten Dienstmädchen Minny (Octavia Spencer), die zusammen mit Aibileen nach und nach immer mehr Hausmädchen davon überzeugen, Auskunft über deren zahlreichen Erlebnisse zu geben. Als Skeeter genügend Geschichten zusammengetragen und anonymisiert hat, veröffentlicht ein New Yorker Verlag diese als Buch. Damit beschwört Skeeter einen Skandal hinauf, da vielen in Mississippi schon sehr bald klar ist, dass sie gemeint sind.

Kritik:
Das ergreifende Südstaatendrama kommt ohne große Effekte aus und hat es nicht nötig, für sich damit zu werben, dass sein Hauptdarsteller alle Stunts selbst durchgeführt hat. Der Film überzeugt durch eine kurzweilige und ergreifende, mitunter schmerzliche Erzählstruktur, die die im Amerika der Sechziger Jahre herrschende Atmosphäre lebendig wie nie werden lässt und den Zuschauer damit nie langweilt. Und dennoch vermittelt er Hoffnung und lässt am Ende jeden gerecht Denkenden zufrieden und mit einem Schmunzeln den DVD-Player ausschalten.

Die gelungene Adaption des Bestsellers von Kathryn Stockett glänzt durch wirklich großartige Darstellerinnen und präzise herausgearbeitete Charaktere. Insbesondere die jeweils für den Golden Globe als Beste Nebendarstellerin nominierten Jessica Chastain als liebenswerte, aber mit dem Haushalt völlig überforderte Celia, die zudem von der Gesellschaft gemieden wird und darunter sehr leidet, sowie Octavia Spencer als resolute Minny überzeugen in ihren Rollen. Sie tragen den Film mit ihrem außergewöhnlichen Talent und sorgen zwischenzeitlich für Auflockerung. Sissy Spacek ist ebenfalls in einer Nebenrolle als zunehmend demente, aber sympathische Mutter der Antagonistin zu sehen. Der Film hat völlig zu Recht fünf Golden-Globe-Nominierungen erhalten (darunter Bestes Drama und drei Darsteller-Nominierungen) und ist absolut sehenswert.
0Kommentar36 von 44 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2012
Auch wenn "The Help" sehr tief in die Klischeekiste greift und den Zuschauer mit den für solche Stoffe üblichen "die lieben schwarzen und den bösen weißen" Klischees beeinflußt ist der Film einer der besseren aus diesem Genre!
Selten habe ich eine so gute darstellerische Leistung aller Beteiligten gesehen!
Dass die Cast eigendlich nur aus Frauen besteht und die Männer hier nichts weiter als Stichwortgeber und Randfiguren sind stört in keiner Sekunde.
Jede der Damen hätte ohne Probleme für den Oscar nominiert werden können.
Und selbst Emma Stone, von der ich bisher kein sonderlich großer Fan war spielt die trampelige Kämpferin sehr überzeugend.
Vielleicht habe ich mich von der Geschichte und den Mitteln mit der sie umgesetzt wurde zu sehr beeinflussen lassen, aber ich habe hier soviel schöne, traurige und witzige Momente erlebt dass ich hier einfach keine schlechte Bewertung geben kann.
Es hat mich hier fast nichts gestört.
Und wenn dann wurde es von der außergewöhnlich guten schauspielerischen Leistung wieder wett gemacht.
Ein Film der im Grunde nichts neues erzählt, der ewige Kampf der schwarzen gegen die weißen, die unterdrückung und eben der Sklaverei.
Aber eben mal aus einer anderen Perspektive.
Aus einer die man noch nicht gesehen hat.
Die der Hausmädchen der 60er Jahre, die eigendlich wie Sklaven gehalten wurden.
Nur dass sie für ihre Arbeit Geld bekommen haben.
"The Help" wurde hier schon einige Male mit "The Blind Side" verglichen.
Das Thema ist zwar ein anderes, aber vom Grundtenor trifft der Film schon diese Stimmung.
Nur dass "The Help" sogar noch um einiges besser ist!
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TOP 500 REZENSENTam 18. Januar 2012
Eines vorneweg, die dem Film "The Help" zugrunde liegende Romanvorlage "Gute Geister" von Kathryn Stockett habe ich (bislang) nicht gelesen, so daß mir Vergleiche hiermit und Aussagen zur Werktreue der Verfilmung nicht möglich sind.

"Klotzen, nicht kleckern", das scheint sich Regiedebütant Tate Taylor gedacht zu haben und hat sich für seinen ersten Film nicht nur gleich einen aktuellen Bestseller vorgenommen, sondern mit Shootingstar Emma Stone, Jessica Chastain, Bryce Dallas Howard, Mary Steenburgen, Sissy Spacek und vielen mehr auch gleich eine Besetzung engagiert, die wohl so manchen seiner renommierteren Kollegen neidisch machen könnte.
Auch an der ebenso aufwendigen wie liebevollen und detailreichen Ausstattung des in den frühen 60er Jahren spielenden Filmes wurde nicht gespart und so fühlt man sich bereits von den ersten Bildern an in die damaligen US-Südstaaten, genauer gesagt nach Mississippi versetzt.

Als die junge Skeeter (Emma Stone) nach ihrem Studium in ihre Heimatstadt Jackson zurückkehrt, findet sie eine Gesellschaft in Umbruchstimmung vor.
Obwohl die Bürgerrechtsbewegungen um Martin Luther King landesweit für Schlagzeilen sorgen, hält man im konservativen Süden verbissen an den alten Traditionen fest:
Während sich die Damen der Gesellschaft, darunter Skeeters ehemalige Schulfreundinnen, ihre Zeit mit Nachmittagsgesellschaften, Mode, Klatsch und Tratsch und ein wenig Wohltätigkeitsarbeit vertreiben, werden die Haushalte und Kinder von schlecht bezahlten, uniformierten schwarzen Dienstmädchen versorgt.
Als Skeeters Jugendfreundin Hilly (wunderbar zickig: Bryce Dallas Howard) eine Initiative dahingehend ins Leben ruft, daß separate Toiletten für farbige Angestellte Pflicht werden sollen, fasst Skeeter, die gerne Schriftstellerin werden möchte, den Entschluss, farbige Dienstmädchen zu interviewen und aus deren Sicht ein Buch über die Verhältnisse zu schreiben.
Nachdem Skeeter zunächst nur die warmherzige Aibileen und die vorlaute Minny (Viola Davis, Octavia Spencer) für ihr Projekt gewinnen kann, führt ein folgenschwerer Vorfall dazu, daß ihr schließlich immer mehr Frauen ihre teils tragischen, teils unglaublichen, aber teils auch überraschend heiteren Geschichten erzählen.
Das Buch verspricht ein Erfolg zu werden, aber mit ihrem Bemühen, den "Guten Geistern" der feinen Gesellschaft endlich eine Stimme zu geben, macht Skeeter sich in der Stadt und sogar in ihrer eigenen Familie nicht nur Freunde...

"The Help" ist, wie ihm so manche verbissenen Kritiker vorgeworfen haben, trotz seiner ernsten Thematik in erster Linie ein "Wohlfühlfilm", ein bonbonbuntes Sozialmärchen und kein tiefschürfendes Drama.
Und wenn schon!
Mit großer Warmherzigkeit, manchmal entwaffnend unverblümter Sentimentalität (wenn Skeeter ihr ehemaliges Kindermädchen sucht, bleibt wirklich kein Auge trocken), aber trotzdem auch überraschender Heiterkeit und vor allem Vielschichtigkeit wird das Thema hier gleich aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
So sind die Geschichten von Skeeters "Mitarbeiterinnen" manchmal tragisch, manchmal aber auch auf äußerst positive Weise berührend, wie zum Beispiel bei der Hausangestellten, für die ihr Arbeitgeber eigens ein Stück Land seinem Nachbarn, der Farbigen das Betreten seines Grundstückes verboten hatte, abgekauft hatte, damit sie auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg eine Abkürzung benutzen konnte - auch so etwas gab es mit Sicherheit und sollte neben tragischen Momenten nicht außer Acht gelassen werden.
Auch der "Gruppenzwang" innerhalb der weißen Oberschicht, der zum Beispiel Skeeters Mutter dazu brachte, entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung zuzulassen, daß Skeeters ehemaliges Kindermädchen den Haushalt verließ, wird thematisiert, ohne ihn als Entschuldigung zu missbrauchen.
Auch der (zum Teil recht deftige) Humor kommt nicht zu kurz, und wenn Minny Hilly einen Schokoladenpie der ganz besonderen Art serviert, sind Erinnerungen an das legendäre Barbecue aus "Grüne Tomaten" ("das Geheimnis liegt in der Sauce...") vorprogrammiert.
Vor allem aber entwirft und zeigt Taylor in "The Help" ein absolut stimmiges Zeit- und Gesellschaftspanorama der Südstaaten in den 60er Jahren, welches Missstände zwar deutlich aufzeigt, aber auch und in erster Linie ein rundum gelungenes Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit ist.
Besonders berührt hat mich der Handlungsstrang, in dem die resolute Minny mit ihrer neuen Arbeitgeberin Celia (Jessica Chastain), die aus ganz bestimmten Gründen ebenfalls nicht von der feinen Gesellschaft Jacksons akzeptiert wird, ganz allmählich und entgegen aller gesellschaftlichen Konventionen Freundschaft schließt.
Ein besonderes Lob gebührt auch der Ausstattung (die genau wie Jessica Chastain für ihre kleine, aber feine Nebenrolle eigentlich eine Oscarnominierung verdient hätte), hier stimmt einfach jedes Petticoatkleid, jede Brille, jeder pastellige Lippenstift und jedes Auto.
Die Tatsache, daß Männer in "The Help" größtenteils nur am Rande vorkommen und bis auf Celias Ehemann auch nicht besonders positiv dargestellt werden, mag mit dazu beitragen, daß böse Zungen den Film als "Frauenfilm" bezeichnen könnten.
Aber auch hier gilt: Und wenn schon!
Wenn alle "Frauenfilme" so stimmig, so warmherzig und vor allem so erstklassig besetzt, gespielt und ausgestattet daherkommen, dann oute ich mich gerne als gelegentliche "Frauenfilmguckerin".
Bemerkenswert auch, daß der Film mit deutlich über zwei Stunden Laufzeit keinerlei Längen oder Durchhänger hat - bei einem Regiedebut dieser Länge nahezu unglaublich.
22 Kommentare44 von 55 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2014
Bin Lehrerin und habe diesen Film mit Klasse 8 zum Thema Rassentrennung in den USA geschaut.
Sehr geeignet!

Keine Gewalt- oder Sexdarstellungen, super lustig, und trotzdem bekommt man ein sehr drastisches, lebendiges Bild von der Rassentrennung, der Diskriminierung der Schwarzen und der Arroganz der Weißen in den 50er/ 60er Jahren.
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Bei „The Help“ handelt es sich um ein Drama aus dem Jahr 2011, bei welchem Tate Taylor Regie führte (Taylor verfasste auch das Drehbuch). Der Film basiert auf dem Roman „Gute Geister“.
Die Handlung spielt in den frühen 60er Jahren.

Euginia „Skeeter“ Phelan ist anders, als die anderen Mädchen in Jackson, Mississippi. Sie sucht nicht nach einem Mann zum heiraten, sie möchte mehr als nur hinter dem Herd stehen und sie teilt die rassistische Haltung der meisten anderen Bewohner in ihrem Heimatort nicht.
Skeeter möchte einmal eine Schriftstellerin werden. Doch da man krabbeln lernen muss, bevor man läuft, nimmt sie eine Stelle als Kollumnistin an und gibt anderen Frauen Haushaltstipps. Als Skeeter jedoch auf das farbige Dienstmädchen Aibileen trifft, kommt ihr eine Idee. Sie möchte der Gesellschaft das Leben aus der Sicht ihrer Dienstmädchen zeigen. Ein riskantes Vorhaben, bei dem alle viel verlieren könnten.

Ich habe in meinem Leben viele Filme gesehen, manche davorn waren gut und andere schlecht und nun muss ich etwas sagen, was ich sonst selten sagen kann… „The Help“ ist meiner Meinung nach überragend. Ich habe nur wenige Filme gesehen, die so ans Herz gehen, ohne dabei überwiegend düster, deprimierend oder traurig zu sein. „The Help“ ist ein Drama, welches einen weinen uns lachen lässt, welches einem ein beklemendes Gefühl in der Magengegend einbringt und dieses dann von einem Lachanfall ablösen lässt.
Der Film ist keine sture Abhandlung, der Bürgerrechte der Farbigen zu dieser Zeit sondern er zeigt eigentlich nur einen kleinen Teil, einen begrenzten Blick auf den Rassismus in den 60er Jahren und zwar in Bezug auf die Dienstmädchen. Der Film lässt den Scheinwerfer auf Figuren ruhen, welche normal nur lustige und liebenswerte Randfiguren darstellen. Er macht sie zu mehr und er wirft auch Fragen auf ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu drohen.
Man bekommt hier keine schwere Kost vorgeliefert, sondern einen Film, welcher mit Leichtigkeit von der ersten bis zur letzten Minute unterhält, fesselt, belustigt und traurig stimmt.
Hervorzuheben sind hier natürlich auch die grandiosen Darstellungen der Schauspieler. Octavia Spencer und Viola Davis (welche die Dienstmädchen spielen) machen einen fantastischen Job. Vor allem Spencer begeistert in jeder ihrer Szenen. Auch Emma Stone will hier erwähnt werden, die die Skeeter absolut glaubwürdig und sympathisch verkörpert.
Dieses Gesamtpacket aus eine wirklich guten Story und den gut ausgearbeiteten und gespielten Protagonisten macht „the Help“ für mich zu einem der besten Filme, den ich in den letzten Jahren sehen durfte. Mehr solche Filme würden das Kino bereichern. Einfach intelligente Unterhaltung auf höchstem Niveau.

BILD:
Das Bild von „the Help“ besticht mit einer überwiegend guten Schärfe und bietet auch ansonsten kaum Schwächen. Auch der Schwarzwert ist positiv zu erwähnen.

TON:
Der Ton ist hier auf jeden Fall sehr gut. Allerdings muss man sich im klaren sein, dass man es hier mit einem sehr dialoglatigem Film zu tun hat und hier kann der Ton punkten, da die Dialoge stets klar verständlich sind (was ja bei so einem Film einer der wichtigsten tonalen Punkte ist).

EXTRAS:
Extras sind zwar vorhanden, jedoch denke ich, dass gerade Fans von Zusatzmaterial nicht gänzlich zufrieden gestellt werden dürften.
Unter anderem findet man ein Making of, ein Musikvideo und eine Hommage an die Dienstmädchen von Mississippi.

***FAZIT***
Wie schon vorher erwähnt, halte ich „the Help“ für einen der besten Filme der letzten Jahre (und dabei könne wir ruhig von vielen Jahren reden). Selten hat mich ein Film auf so vielen emotionalen Ebenen berührt. Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich wurde zum Nachdenken angeregt.
„The Help“ ist ein Film, den ich immer wieder gerne anschauen werde, ein Film, der 146 Minuten geht, man aber keine Minute langweilig findet. Es ist ein Film, den man gesehen haben sollte.
_______________________________________
Das Gesamtergebnis, setzt sich aus folgenden Teilbewertungen zusammen:
Story: *****
Bild: *****
Ton: *****
Extras:***
-------------
= *****
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am 6. Mai 2012
Wenn die Erzählstimme der farbigen Haushaltshilfe Aibileen(Viola Davis) sich selbst die Frage beantwortet, ob es mal einen Schriftsteller in ihrer Familie geben wird, dann sind wir schon ganz tief in der Handlung von -The Help-. Aibileen nimmt uns vom ersten Satz des Films an mit in die Sechziger Jahre in Jackson, Mississippi. Die Stadt ist geprägt vom Zeitgeist der Rassentrennung. Junge, wohlhabende Familien verlassen sich in punkto Haushaltsführung und Kindererziehung voll und ganz auf die farbigen Angestellten, wollen aber nicht die selbe Toilette wie ihre Helfer benutzen.

Als die junge Skeeter(Emma Stone) vom Studium nach Jackson heimkehrt, bewirbt sie sich bei der Zeitung und erhält zunächst eine Stelle für einen Ratgber mit Haushaltstipps. Skeeter hat keine Ahnung, aber da sie selbst von einem farbigen Hausmädchen aufgezogen wurde, weiß sie, wen sie fragen muss. Aibileen hilft Skeeter gern. So kommen sich die Frauen näher und in Skeeter reift der Gedanke, ein Buch über das Leben der Haushälterinnen zu schreiben. Sie bittet Aibileen darum, noch mehr Frauen zu fragen, wie es ihnen bei den weißen Familien ergeht. Doch außer der resoluten Minny(Octavia Spencer) traut sich keine Frau ihre Geschichte zu erzählen. Minny hat bei Hilly Holebrook(Bryce Dallas Howard) gearbeitet. Hilly ist der Mittelpunkt der örtlichen Bridgeszene und eine echte Verfechterin der Rassentrennung. Da gibt es einiges zu erzählen.
Je weiter Skeeter mit ihren Recherchen kommt, desto mehr erkennt sie, dass in Jackson unhaltbare Zustände herrschen. Aber Skeeter traut sich nicht recht, ihren Widersachern offen entgegen zu treten. Als Minny bei den Holebrooks rausfliegt und von da an bei der infantilen Celia Foote(Jessica Chastain) anfängt, kommen ein paar interessante Details über Hilly Holebrook ans Tageslicht. Für Skeeter wird es jetzt Zeit, mit offenem Visier zu kämpfen. Das ist im Jackson der 60er Jahre jedoch nicht ganz einfach...

-The Help- ist wunderbares Old-School-Kino von Tate Taylor brilliant in Szene gesetzt. Der Film ist in Augenhöhe mit Produktionen wie -Grüne Tomaten- oder -Die Farbe Lila-. Es sind das hervorragende Storybook, die Charkatere und Kulissen, und die liebevolle Umsetzung, die den Film so sehenswert machen. Vor allem aber sind es die Schauspielleistungen. Emma Stone erinnert mich noch immer in jeder Szene an die junge Jodie Foster und kann durchaus in deren Fußstapfen treten. Jessica Chastain spielt die Celia so herrlich durchgeknallt, dass es eine Freude ist. Viola Davis und Octavia Spencer sind eine Klasse für sich. Bryce Dallas Howard macht ihre erzkonservative Hilly so hassenswert, wie man sich das nur vorstellen kann. All das zusammen ist perfekte Schauspielkunst und ein Glücksgriff für das Genre Film. Nebenbei gibt es noch Allison Janney und Sissy Spacek in herrlichen Nebenrollen zu sehen.

Nach dem Roman von Kathryn Stockett hat Tate Taylor einen hervorragenden Film produziert. Ich lege ihnen -The Help- gerne dahin, wo er hingehört. Nämlich direkt ans Herz. 140 Minuten perfekte Unterhaltung, die zudem noch lehrreich und anspruchsvoll sind. So etwas gibt es nicht alle Tage zu sehen...
0Kommentar13 von 17 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2014
The Help wurde bei den Oscars 2012 mit vier Nominierungen bedacht und nachdem ich den Film jetzt gesehen hatte, kann ich auch gut verstehen, warum.

Anfang der 60er Jahre: die Rassentrennung in den USA ist noch voll intakt. Skeeter Phelan will Journalistin werden und dies beweisen, indem sie einige schwarze Hausmädchen befragt. Dies erweist sich aber als schwieriger als anfangs noch angenommen und bringt nicht nur sie in Schwierigkeiten.

Ich habe mich wirklich auf The Help gefreut. Ich wurde durch die 4 Oscar-Nominierungen auf den Film aufmerksam und habe mich sofort in ihn verliebt.
Regisseur Tate Taylor nimmt sich hier einem ernsten Thema an und hat auch die Buchvorlage von Kathryn Stockett für den Film adaptiert, die ich leider nicht kenne. Taylor hätte diesen Film als hartes, emotionales Drama inszenieren können, dass dem Zuschauer schwer im Magen liegt. Stattdessen inszeniert er hier ein berührendes Feel-Good-Movie.
Der Film ist sehr hell und bunt und zeigt deutlich das Arm-Reich-Gefälle. Den Großteil des Films sieht man die bunten, schick eingerichteten Häuser der High-Society. Ab und an bekommt man mal die Häuser der Hausmädchen zu Gesicht, sie deutlich weniger bunt und grell sind. Nichtsdestotrotz fühlt man sich immer wohl, weil der Film optisch eine gewisse Wärme versprüht und sehr unbeschwert wirkt. Zudem untermalt Thomas Newman (American Beauty) die Bilder mit einem schönen Soundtrack. Er mischt hier gekonnt eigene Kompositionen mit Liedern aus den 60er Jahren und trägt sehr zur positiven Atmosphäre des Films bei.
Letztendlich beschäftigt sich der Film aber immer noch mit einem heiklen Thema. Die Rassentrennung ist wirklich ein schreckliches Kapitel der amerikanischen Geschichte. Dies wird hier auch immer wieder verdeutlicht, wenn man sieht, was die Hausmädchen über sich ergehen lassen müssen und sieht und hört, was sie dürfen und was nicht. Der Film zeigt diese Dinge ganz deutlich und spiegelt wirklich eine damals furchtbare Welt für die Farbigen wieder.
Dem großartigen Drehbuch ist es auch zu verdanken, dass der Film diesen schmalen Grad zwischen Feel-Good-Movie und Drama gehen kann. Es passieren viele schreckliche, mit unter aber auch lustige Momente, gemischt mit glücklichen Momenten. Dies liegt nicht nur an den Situationen selbst, sondern auch an den Darstellerinnen.
Schnell ist mir aufgefallen, dass man sich hier mal was traut und nur weibliche Darstellerinnen in den Fokus setzt. Es gibt keine wichtige männliche Rolle. Dies ist aber auch nicht schlimm, denn die Damen dieses Films sind allesamt super.
Allen voran muss ich hier Emma Stone (The Amazing Spider-Man) erwähnen. Sie spielt hier die entschlossene Skeeter, die die Hausmädchen interviewt und verzweifelt versucht, ihren Artikel zu veröffentlichen. Sie spielt hier sehr selbstsicher, hat aber immer auch eine verletzliche Seite. Beide Facetten kann sie sehr gut spielen und zeigt, dass sie wirklich schauspielern kann. Wirklich tolle Leistung. Für ihre sehr gute Leistung wurde hier aber Octavia Spencer (Snowpiercer) mit einem Oscar geehrt. Sie spielt hier das selbstsichere Hausmädchen Minny, die nicht nur sehr überzeugend ist, sondern auch mit ihrer flapsigen aber entschlossenen Art den Ton des Films bestimmt. Sie sorgt für einige der lichten Momente und ist wirklich ein Segen für den Film. Neben ihr war auch Viola Davis (Prisoners) nominiert, die hier als Hauptdarstellerin Aibileen für die emotionalen Momente sorgt. Sie ist sehr emotional und wirkt zerbrechlich, schafft es aber, standhaft zu bleiben und allem zu trotzen. Auch sie bestimmt den Film maßgeblich mit. Auch Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) spielt ihre kleine Rolle, als Frau, die die Regeln der Gesellschaft bezüglich Schwarzer gar nicht zu kennen scheint und eher tolpatschig ist, sehr gut. Nicht unerwähnt lassen, möchte ich aber noch Bryce Dallas Howard (Terminator - Die Erlösung). Sie spielt hier die schreckliche Miss Hilly, die die ganze Nachbarschaft kontrolliert und manipuliert und permanent gegen Farbige ist. Sie spielt diese Frau wirklich abscheulich gut, sodass man sie von Anfang an hasst.
All diese begnadeten Darstellerinnen machen den Film wirklich aus und tragen zur generellen Grundstimmung bei. Sie sind dafür verantwortlich, dass der Film sowohl emotional berührt, aber nicht zu schwer wird.

Fazit:
The Help ist ein sehr gut inszeniertes Drama, dass einem Feel-Good-Movie am nächsten kommt. Der Film sieht toll aus, hat unglaublich gute Darstellerinnen und erzählt eine ernste, emotionale, aber nicht zu schwere Geschichte.
Für mich, ohne Zweifel, eines des besten Dramen der letzten paar Jahre.
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am 29. Oktober 2013
"The Help" gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

Er handelt von der Geschichte einer jungen Frau namens Skeeter (gespielt von Emma Stone), die in Jackson, einer typischen Kleinstadt in Mississipi in den Südstaaten der USA, aufwächst. Sie lebt in einer Zeit, in der der gesellschafts- und salonfähige Rassismus vorherrschend ist, speziell im Süden. Fast jede Familie hält sich dunkelhäutige Haushälterinnen oder Babysitterinnen, und obgleich diese ihre Arbeit meist wundervoll und gewissenhaft erledigen, gehören nur die wenigsten von ihnen wirklich "zur Familie" - ganz im Gegenteil. Die junge Skeeter, angehende Schriftstellerin, ist anders als ihre "Freundinnen", für die jene dunkelhäutigen Damen, die für Haus und Kind sorgen, kaum mehr sind als schlecht bezahlte Leibeigene. Skeeter, die selbst eine sehr innige Beziehung zu ihrer Nanny Constantine hatte, ehe diese den Hof verlassen musste, besitzt einen wahnsinnigen Gerechtigkeitssinn und hat eines Tages die Idee, in einem Buch die Stimmen all jener zu Wort kommen zu lassen, die sonst nicht beachtet werden. Die dunkelhäutigen Mitmenschen in den Häusern der Nachbarschaft.
Natürlich muss das Ganze streng geheim bleiben und auch die beiden wortführenden Damen unter den Interviewten, ganz großartig gespielt von Viola Davis (als Aibileen) und Octavia Spencer (als Minny), sind zunächst sehr skeptisch. Doch mit der Zeit wächst das Vertrauen zwischen den Frauen; und nicht nur das: es wächst auch die Hoffnung, dass man durch das Buch die Situation der Afroamerikaner in den USA tatsächlich verbessern könnte...

Ich habe die Buchvorlage "Gute Geister" bisher nicht gelesen, kann also zum Thema "Werktreue" keine Aussage treffen. Doch als Film funktioniert "The Help", und zwar ausnahmslos. Erfrischend kitschbefreit erzählt er auf herzergreifende Art eine Geschichte aus einem dunklen Kapitel der Amerikanischen Geschichte. Er zeigt auf, was Tolerenz, Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit bedeuten und er gibt Hoffnung, dass man durch diese Attribute geistige Fesseln und Barrieren durchbrechen kann.

Emma Stone spielt einmalig und ich ich zähle sie nicht nur wegen diesem Film mittlerweile zu den ganz Großen ihrer Zunft. Abgesehen davon, dass sie wirklich in jedem Film hinreißend aussieht, ist ihre Wandlungsfähigkeit einfach toll. In "The Help" zeigt sie sich zum ersten Mal auch in einer recht ernsten Rolle, was sie zauberhaft meistert. Sympathisch, natürlich und rührend. Ergänzt wird sie dann von den beiden durchaus stürmischen aber immer herzlichen Damen Minny und Aibileen. Ich kannte deren Darstellerinnen bis dato nicht, aber sie sind wirklich das i-Tüpfelchen des Films. Herzerwärmend wächst die Beziehung zwischen den drei so unterschiedlichen Frauen.
Dazu kommt, dass die Nebenrollen ebenfalls bestens besetzt sind von Schauspielern, die allesamt ihre Sache sehr gut machen. Hervorzuheben ist hier Jessica Chastain als Celia Foote, eine naive junge Dame, die zwar zur High Society gehören möchte, allerdings ebenfalls wie Skeeter durchs Raster fällt, weil sie in diesem Kreis von allen gemieden wird. Es ist ein Exempel absoluter Menschlichkeit, als Celia Minny als Haushälterin einstellt und sie dabei absolut als gleichwertig behandelt, z.B. mit ihr an einem Tisch isst, und das absolut selbstverständlich und schlicht ohne darüber nachzudenken. Zwei aus der Gesellschaft verstoßene, die total unterschiedlich sind, doch vom ersten Augenblick an die besten Freundinnen werden, fernab von Vorurteilen, Konventionen und Vorbehalten.
Diese kleinen Nebengeschichten, die kleinen Anekdoten, die diesen Film bereichern, machen ihn zu etwas Besonderem.

Sicherlich ist "The Help" gewissermaßen ein Feel-Good-Movie, der Hoffnung machen will, der auch Vergebung und Reue thematisiert und damit das Gute im Menschen letztlich in den Mittelpunkt rückt. Er ist sicherlich kein 1:1-Zeitzeugnis der 50er und 60er Jahre der USA. Die unschönen und wahrlich schaurigen Schattenseiten des Rassismus in diesen Tagen werden zwar thematisch behandelt, doch unterm Strich macht der Film hauptsächlich Mut und hat klar zum Ziel, dass man während des Abspanns ein Lächeln im Gesicht hat.

Für mich muss man "The Help" einmal gesehen haben. Er ist für Frauen wie Männer gleichermaßen sehenswert, wenngleich im Grunde außer zwei Nebenrollen nur weibliche Figuren vorkommen. "The Help" ist wunderbares Erzählkino und ein starkes Plädoyer für Menschlichkeit und Nächstenliebe.

Vollkommen verdiente 5 Sterne für einen der "schönsten" Filme des Jahres 2011.
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am 22. September 2013
Von dem Roman war ich begeistert, es ist eines der besten Bücher welche ich bis jetzt gelesen habe.
Mir war natürlich klar, dass die Verfilmung nicht zur Gänze an den Roman heran reichen kann und so ist es auch.
Die Verfilmung ist trotzdem gut gelungen, auch die einzelnen Figuren sind ganz gut gewählt, Skeeter hat mir besonders gefallen, auch Hilly ist recht gut in ihrer Rolle, noch um einiges besser besetzt sind die Dienstmädchen, vor allem Minny.
Im Film kommt der eigentliche Inhalt des Romans sehr gut zur Geltung, die Darstellung des Lebens der schwarzen Dienstmädchen in Missisippi Anfang der 60ger Jahre, wie sie ausgeliefert sind den Launen und wie abhängig sie von den weißen Frauen sind und wie selten weiße Frauen, auch für sie da sind, aber auch das gibt es. Skeeter eine junge Frau will diese Geschichte aufschreiben, alleine dass sie es will, ist schon außergewöhnlich, aber auch gefährlich, vor allem für die schwarzen Dienstmädchen, welche sich erst nur zaghaft bereit finden, über ihre Erfahrungen zu berichten.
Zu wenig im Film wird die Geschichte und das Leben von Skeeter aufgezeigt, ihre Beziehung zur Mutter und zum Vater, die Ansichten ihrer eigenen Familie und auch ihre Beziehung zu dem Sohn eines Politikers, Stuart, der zuerst nur an seiner alten Liebe hängt, dann aber nicht genug Liebe für Skeeter aufbringen kann, um ihr Handeln zu verstehen.
Am Ende findet sich die Hoffnung, dass Skeeter ihren beruflichen Weg machen wird, aber auch dass sich durch den Roman doch etwas ändern könnte, nämlich für die schwarzen Dienstmädchen.
Berührend, einfühlsam und (leider) sehr real, interessant wäre nun noch die Sichtweite eines schwarzen Dienstmädchens 2013 in Missisippi, vermutlich hat sich nicht all zu viel dort geändert, dass aber ist nur meine Vermutung.
Die Autorin des Romans schreibt bereits an einem neuen Werk, aber nicht an einer Fortsetzung.
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