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258 von 300 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Mehr als nur ein) Ziemlich guter Film!
Mein Eindruck des Kinofilms:

Der querschnittsgelähmte Philippe ist sicherlich nicht zu beneiden. Vom Kopf abwärts bewegungsunfähig führt er ein Leben, das sich in seiner Eingeschränktheit wohl kaum jemand so richtig vorstellen kann. Er hat nur einen "Vorteil" gegenüber den meisten Menschen, denen es ähnlich geht: Er ist reich...
Veröffentlicht am 13. Januar 2012 von Schwalbenkönig

versus
118 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Schein als Sein
Wenn ich mir so die Verteilung der Bewertungen ansehe, gehe ich nicht davon aus, dass ich mit meiner Rezension auf viel Begeisterung stoßen werde.
Nichtsdestotrotz finde ich es umso wichtiger, auch eine eher kritische Meinung zu diesem Film veröffentlichen zu können.
„Ziemlich beste Freunde“ ist mit so unglaublich viel...
Vor 19 Monaten von Laura veröffentlicht


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258 von 300 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Mehr als nur ein) Ziemlich guter Film!, 13. Januar 2012
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
Mein Eindruck des Kinofilms:

Der querschnittsgelähmte Philippe ist sicherlich nicht zu beneiden. Vom Kopf abwärts bewegungsunfähig führt er ein Leben, das sich in seiner Eingeschränktheit wohl kaum jemand so richtig vorstellen kann. Er hat nur einen "Vorteil" gegenüber den meisten Menschen, denen es ähnlich geht: Er ist reich. Und so kann er sich genug Personal leisten, das sich rund um die Uhr um ihn kümmert. Aktuell sucht er dafür (wieder einmal) einen persönlichen Pfleger. Bei den zahlreichen Bewerbungsgesprächen taucht plötzlich ein junger Mann namens Driss auf, der eigentlich nur eine Unterschrift für's Arbeitsamt will. Und Philippe entscheidet sich genau für diesen Mann! Warum ist allen Beteiligten ein großes Rätsel, denn der schwarze Driss kommt aus der Unterschicht Paris' und passt nicht wirklich in diese vornehme Welt. Was sieht Philippe in Driss? Im Verlauf dieser Geschichte nach einer wahren Begebenheit gibt es die Auflösung. Und noch so einiges mehr...

Filme über das Aufeinanderprallen von Personen aus völlig unterschiedlichen Kulturen gibt es wie Sand am Meer. Sie sind oft voll mit Klischees und meist auf reinen Klamauk ausgelegt. Filme über Behinderungen sind schon schwerer zu finden und dann entweder sehr dramatisch (Schmetterling und Taucherglocke, Das Meer in mir) oder sehr fröhlich (Wo ist Fred?). Klar, es ist ein sensible Angelegenheit. Die Franzosen Olivier Nakache und Eric Toledano (Regie & Drehbuch) haben sich nun beider Themen gleichzeitig angenommen und bei der Umsetzung ist ihnen der sensationelle Spagat zwischen dem Entweder und Oder gelungen. Sie haben eine Dramödie geschaffen, die für mich bisher unerreicht in Sachen Wechselbad der Gefühle und Feingespür ist. Mal krampfartiges Lachen, mal tiefes Mitgefühl. Aber immer mit treffsicherer Herzlichkeit und auch immer mit einer dicken Portion Charme, an der die beiden Hauptdarsteller nicht unwesentlich beteiligt sind. Wo hat sich der Omar Sy (Driss) eigentlich bisher versteckt? Ich hoffe jetzt schlägt seine Stunde und in Zukunft gibt es noch mehr von ihm zu sehen. Das war richtig stark! Was übrigens auch für Francois Cluzet gilt. Mehr davon! Vergessen will ich selbstverständlich nicht den prächtigen Soundtrack, der genau wie der Rest des Streifen die perfekte Mischung ist und natürlich den netten Beigeschmack der wahren Begebenheit. Ob alles genau so wie gezeigt stattgefunden hat, weiß ich nicht, aber das macht nichts, schließlich ist dies ein Film. Und Filme sollen unterhalten. Was "Ziemlich beste Freunde" eindrucksvoll macht!

Mein Fazit: Mein Lieblingsfilm des Winters ist ein Film zum Lachen, Wohlfühlen und Nachdenken. Fans von Komödien werden diesen Film mindestens gut finden, Fans von Dramen werden sehr gut unterhalten. Wer beide Genres mag, glaubt sich im Filmhimmel!!

Das Filmzitat: "Keine Arme, keine Schokolade!"

Vergleichbar mit: The King's Speech, Little Miss Sunshine
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129 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typiquement francais, 14. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
"Ich habe es gewusst" zu sagen, wäre jetzt zu einfach... aber es nicht zu sagen, fällt genauso schwer... ;-)

Da kommt ein Film in die Kinos, der sich mal nicht gutmenschelnd und plakativ tolerant randgefüllt mit political correctness Themen annimmt, die von sich aus eher schwierig zu behandeln sind... und schafft es, einen bei allem Lachen und Lächeln sehr nachdenklich und trotzdem voller Optimismus aus dem Kino zu entlassen - und schon schreit wieder jemand "flach, banal, verallgemeinernd, dem Thema nicht gerecht" usw. usw. usw.

Ja, Philippe ist reich, adlig, hat dadurch viele Vorteile, die ein durchschnittlicher Behinderter nicht hat. Aber was nutzt ihm all sein Geld? Die, die sich um ihn kümmern, sehen in ihm den Arbeitgeber, den Behinderten, den Bemitleidenswerten, den, um den man sich kümmern muss, der viel Pflege braucht... keiner sieht in ihm einen Menschen mit Sehnsüchten, Wünschen, Träumen, die jäh abrupt beendet wurden.
Und dann platzt dieser - im Film zugegebenermaßen besser als in der Realität aussehende - Bewohner des Banlieue in sein Leben... und will da gar nicht rein! Im Gegensatz zu all den professionell Betroffenen, mit denen Philippe sonst so zu tun hat... und dann kommt er aber doch - und entdeckt diese neue Welt mit einer Skepsis und einer Unbekümmertheit, die ansteckend ist.

Zwei meiner liebsten Szenen aus dem Film, die, wie ich finde, das Thema wunderbar auf den Punkt bringen:
Driss soll Philippe mit dem Auto fahren - selbstverständlich wartet Philippe vor dem "behindertengerechten" Transporter - und Driss ist völlig sprachlos, wie jemand sich so transportieren lässt. "Es ist pragmatisch" - was für ein Käse. Und setzt Philippe in den Maserati, der sorgfältig abgedeckt daneben steht. Die Freude zu sehen, die sich danach während der Fahrt auf Philippes Gesicht breitmacht, ist tief berührend.

Und die zweite Szene: Philippes Anwalt und Freund warnt ihn vor Driss. Er sei ein Krimineller und ihm sei nicht zu trauen. Er habe keinerlei Qualifikationen und kein Mitleid. "Genau das will ich. Was er voerher gemacht hat, ist mir sch... egal. Weißt du, dass er mir immer wieder das Telefon reicht? Weil er vergisst, dass ich das nicht kann!"

Philippe braucht Mitgefühl, kein Mitleid - und genau das bekommt er von Driss. Als Philippe vor Schmerzen stöhnt, ist Driss bei ihm und beruhigt ihn, wacht an seinem Bett, ohne Worte, er ist einfach nur da. Und hilft ihm so viel mehr als alle Profis, die über ihrer Professionalität ihre Menschlichkeit vergessen haben...

Nur, wer schon einmal heftige Schmerzen erlebt hat, weiß, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einfach da ist, die Hand hält - oder hier das Gesicht - und einen Anker bietet, der einen in dem Chaos mit der Realität verbunden hält. Das ist durch nichts zu ersetzen...

Und genau das ist es: es geht um Menschlichkeit, die aus dem Herzen kommt, die den anderen so nimmt wie er ist, ohne nachzudenken, ohne sich um irgendwelche Normen oder gesellschaftliche Regeln zu kümmern, direkt, geradeaus.

Der Film ist für mich typiquement francais, leicht, spielerisch und in seinen Botschaften sehr subtil. Nur, wer mit Kopf und Herz dabei ist, hört und sieht auch die leisen Töne, die versteckten Botschaften - und die dadurch unüberhörbare Kritik an unserem Umgang miteinander...

Danke, danke an die Drehbuchautoren und an die Darsteller für dieses feine, liebevolle, wunderbare Geschenk!

P.S. Eine Beschreibung des Inhalts habe ich mir jetzt geschenkt, weil die in den anderen Rezensionen bereits sehr gut und vollständig erfolgte. :-)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Film, 13. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde [Blu-ray] (Blu-ray)
Ziemlich beste Freunde ist so ziemlich der beste Film den ich kenne. Er ist einfach unglaublich lustig und fasziniert einfach unscheinbar. Ich habe ihn jetzt schon mehrmals geschaut und finde ihn immer wieder aufs neue super. Ich würde ihn jedem empfehlen und werde ihn sicher noch sehr oft schauen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitten aus dem Leben!, 24. Dezember 2013
Von 
Antonio Cazzo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
Über dieses Weihnachtsgeschenk hab ich mir sehr gefreut,denn ich gehöre leider zu denjenigen die Ziemlich beste Freunde im Kino verpaßt haben,aber die Geschichte über die Freundschaft zweier Männer die sich normalerweise nie begegnen würden ist vor allem eins,unbedingt sehenswert,und Francois Cluzet und Omar Sy überzeugen in ihren Rollen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mir hat er ziemlich gut gefallen, weil.., 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
.. weil er zeigt, wie verschiedene Kulturen aufeinander treffen und Werte und Normen von der Gesellschaft völlig über Bord geworfen werden.
Denn ein maximal Pigmentierter aus den Pariser Slums kommt zu einem Job, den er eigentlich gar nicht wollte und dann doch voll ins schwarze trifft. Nämlich bei Phillippe, er fühlt sich seit langem nicht ständig an seine Behinderung erinnert, hat Humor- welchen er durch Driss endlich mal wieder ausleben kann..

Phillippe ist reich, aber ab Halswärts gelähmt. Das sein Reichtum ihm zugute kommt, lernt er erst durch Driss, der durch seine lockere Art ungewollt dazu kommt, dass Phillippe ihn einstellt. So lernen beide die Seiten des anderen kennen - Reichtum und Armut. Beide genießen die jeweiligen Benefits des anderen. Philippe mag es, wie Driss ihn ohne Mitleid behandelt und anstatt den Behindertentransporter den Maserati benutzt, dem Phantomschmerzgeplagten Philippe mit einer "gewürzten Kippe" eine nächtliche Tour durch Paris ermöglicht, damit es ihm schnell wieder besser geht.

Weiter möchte ich zum Inhalt gar nicht schreiben. Ich verfasse diese Rezension bloß, weil ich hier einige gelesen habe, die den Film total schlecht fanden, weil einige das Gefühl haben, man mache sich über die feine Welt der Reichen lustig und Poesie, Musik etc. würde ins lächerliche gezogen werden, mal davon abgsehen das Poesie und klassische Musik nicht nur Reichen Menschen gefallen -Das zu denken ist nämlich lächerlich!

Das der Film schlecht ist, stimmt nämlich nicht.
Der Film zeigt wie 2 Kulturen aufeinander treffen, damit meine ich nicht schwarz und weiß, sondern Pariser Slum trifft auf Pariser Reichtum, wie oben schonn erwähnt. Trotzdem funktionieren beide so wunderbar zusammen, jeder mit seinen Ansichten.
Es ist nicht nur das bedingungslose miteinander umgehen, welches im Film deutlich gemacht wird, sondern auch Akzeptanz und das man eben das beste aus der Situation macht.
Entweder mit einfachen Mitteln, oder man hat das Privileg reich zu sein und somit mit einem Privatflugzeug durch die Welt zu jetten. Das hätte Phillippe aber ohne Driss nicht gemacht und das ist der Kern des Films, wer das nicht schnallt und den Film als schlecht ansieht, der sollte seinen Stock ausm Hintern ziehen.

Ich finde diesen Film super gemacht,anhand einer wahren Geschichte über Phillippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou. Er ist witzig und feinfühlig zugleich und die Schauspieler wurden wie Faust aufs Auge passend gecastet! Unbedingt mal anschauen ;)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, melancholisch, humorvoll - beste Unterhaltung, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde [Blu-ray] (Blu-ray)
Französische Filme und ich - meistens funktioniert dies leider nicht, von daher habe ich mich auch erst jetzt dazu durchringen können, "Ziemlich beste Freunde" eine Chance zu geben. Und wow! - Ich bereue es sehr, dass ich diesen Film erst jetzt geschaut habe, denn er ist einfach wunderbar. Wunderbar traurig, wunderbar humorvoll, wunderbar vielseitig und mit genialen Figuren versehen. Noch trauriger und unglaublicher wird der Film, wenn man sich bewusst wird, dass dieser auf einer wahren Begebenheit beruht. Plötzlich wird alles noch greifbarer, noch melancholischer und ja, auch wenn ich es nicht wollte, hatte ich dann doch manchmal ein klein wenig Mitleid, obwohl dies gar nicht braucht.

Es ist wunderbar zu sehen, wie Philippe (Francois Cluzet) mit seinem Leben umgeht, und wie er Driss (Omar Sy) eine Chance im Leben gibt, obwohl man direkt auf den ersten Blick erkennt, dass dieser so gar nicht zu ihm passt. Seit einem Unfall ist Philippe querschnittsgelähmt und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Da er auf der Suche nach einem neuen Pfleger ist, kommt ihm der lebensfrohe Driss gerade recht - auch wenn dieser eigentlich nur vor Ort ist, um einen Bewerbungsstempel abzuholen, damit er Arbeitslosengeld erhält. Philippe ist jedoch so neugierig auf Driss, dass er diesen am nächsten Tag auf Probe einstellt, obwohl dieser weder die Lust, noch die Qualifikation für den Job hat. Dafür besitzt er jedoch zwei Eigenschaften, die Philippe mehr als gut tun: Er hat kein Mitleid und behandelt ihn somit nicht wie ein rohes Ei und ist außerdem vollkommen anders. Er ist wieder reich, noch besonders kultiviert, sondern hat seine ganz andere Leidenschaften, die er Philippe im Laufe der Zeit näher bringt. Dazu wird der tägliche Ablauf in Form von medizinischer Versorgung mehr als glaubhaft dargestellt und man merkt sehr, wie sehr sich auch Francois Cluzet auf seine Rolle vorbereitet hat.

Besonders schön ist hierbei, wie sehr sich die beiden Männer aufeinander einlassen, sie voneinander lernen können und das Leben auf eine ganz andere Art und Weise kennen lernen. Philippe wird plötzlich nicht mehr wie ein rohes Ei behandelt, er kann wieder lachen und er ist sogar wieder bereit, sich für eine neue Frau im Leben zu öffnen. Driss erhält dagegen zum ersten Mal eine wirkliche Chance im Leben. Er interessiert sich plötzlich für Kunst, verdient sein eigenes Geld und kann seine Familie auf seine ganz eigene Art und Weise unterstützen, ohne dabei wieder in die kriminelle Schiene zu rutschen.

Der Film ist dabei wunderbar ausgearbeitet. Die Dialoge sind witzig, sarkastisch, oftmals aber auch traurig und herzzereissend. Besonders Philippes Ängste im Bezug auf eine neue Frau im Leben fand ich unglaublich traurig, da er befürchtet, dass man ihn nicht so akzeptieren könnte, wie er ist und/oder man vielleicht nur Interesse an seinem Geld haben könnte.

Sicher ist "Ziemlich beste Freunde" nicht unbedingt das, was man unter gutem Popcorn-Kino versteht, denn obwohl dieser Film als Komödie bezeichnet wird, gibt es doch viele Momente, die einen zum Nachdenken anregen, die einen mit den Tränen kämpfen lassen und die auch oftmals sehr melancholisch und tragisch sind. Von daher bin ich froh, dass ich diesen Film dann doch erst jetzt angeschaut habe und nicht im Kino, denn so konnte ich von keinerlei Geräuschen oder anderen Dingen abgelenkt werden.

Insgesamt ist "Ziemlich beste Freunde" ein wunderbarer Film, der mit großartigen Charakteren, einem stimmigen Soundtrack, humorvollen Dialogen und einer melancholischen Stimmung überzeugen kann. Jeder, der diesen Film bislang noch nicht geschaut hat, hat definitiv etwas verpasst.
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66 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Agains all Odds, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
(Kinoversion)

"Ziemlich beste Freunde" ist einer der besten französischen Filme, die ich je gesehen habe, eine wunderbare Culture-Clash-Komödie mit ernsten Anklängen, die so lebensbejahend und realistisch ist, dass einem ganz warm ums Herz wird. Ein großartiger Film, der trotz seiner eigentlich bedrückenden Geschichte warmherzig, lustig und ergreifend ist und einen mit einem wunderbar leichten Gefühl wieder aus dem Kino entlässt. "Ziemlich beste Freunde" beweist einmal mehr: die besten Geschichten schreibt das wahre Leben, denn dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte. Ein besserer Start ins neue Kinojahr ist kaum möglich, weshalb ich "Ziemlich beste Freunde" jedem nur wärmstens empfehlen kann.

Der Aristokrat Philippe (François Cluzet, "Kleine wahre Lügen") ist seit einem Sportunfall vom Hals abwärts gelähmt. Sein Verschleiß an Pflegekräften ist hoch, da die Pflege arbeitsintensiv ist und Philippe so seine Launen hat. In eine erneute Vorstellungsrunde platzt eines Tages auch der Senegalese Driss (Omar Sy, "Micmacs"), der den Job allerdings gar nicht haben will, sondern nur die Unterschrift für das Arbeitsamt, die beweist, dass er sich beworben hat. Aus einer Laune heraus stellt Philippe Driss dennoch für vier Wochen zur Probe ein, weil ihm die unverblümte, direkte Art von Driss gefällt. Trotz gravierender sozialer Unterschiede begegnet ihm Driss auf Augenhöhe und hat vor allem kein Mitleid mit Philippe. Driss' kriminelle Vergangenheit, sein Gefängnisaufenthalt und sogar, dass Driss ihm beim ersten Besuch gleich eins seiner wertvollen Fabergé-Eier klaut, interessieren Philippe nicht. Für ihn ist Driss die Chance, aus seinem eintönigen Alltag auszubrechen und wieder mehr am Leben teilzunehmen. Driss tauscht den Behinderten-Transporter erstmal gegen den schnittigen Maserati aus Philippes Fuhrpark ein, lacht hemmungslos über die verkleideten Sänger in der Oper, in die ihn Philippe mitnimmt, mischt Philippes langweilige Geburtstagsparty samt Kammerorchester mit den Songs von Earth, Wind & Fire auf und raucht mit ihm Joints. Zwischen Philippe und Driss entwickelt sich tatsächlich eine Freundschaft, von der beide gleichermaßen profitieren. Bis Driss' Vergangenheit ihn wieder einholt...

Philippe Pozzo di Borgo, einst Werbeleiter der Champagnerfirma Pommery, verunglückte 1993 mit 42 Jahren bei einem Paragliding-Flug und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt. Kurz darauf musste er auch noch den Tod seiner Frau verwinden, die ihn mit den zwei adoptierten Kindern allein zurückließ. Bis er eines Tages den 20jährigen, algerischstämmigen Kleinkriminellen Abdel Sellou trifft und als Pfleger einstellt. Die gemeinsame Zeit mit Sellou hat Pozzo di Borgo in seinem 2001 erschienenen Buch "Le second Souffle" (in etwa "Der zweite Atemzug") beschrieben, 2004 folgte sogar eine Dokumentation über diese ungewöhnliche Geschichte. Und genau diese hat die Regisseure Olivier Nakache und Eric Toledano zu ihrem Film inspiriert.

"Ziemlich beste Freunde" ist ein herzerfrischend ehrlicher, kurzweiliger, amüsanter, mitfühlender und beeindruckender Film. Natürlich kommt auch er nicht ohne Klischees aus (Driss' "Bad Boy"-Image färbt ein wenig auf den zurückhaltenden Aristokraten ab, es werden Joints geraucht, der Rollstuhl wird auf mehr PS getrimmt und auch Prostituierte kommen, wenn auch auf sehr ungewöhnliche Weise, zum Zuge), aber gerade an den Stellen, wo man sie zwangsläufig erwartet, werden Klischees glücklicherweise vermieden. Driss nutzt Philippe trotz dessen offensichtlichem Reichtum nicht aus, er wird auch nicht rückfällig und sinkt auch nicht wieder ab ins kriminelle Milieu.

Driss' ungestüme Art, seine Flapsigkeit, die aber nie in Respektlosigkeit abdriftet und seine immer ungefiltert aus ihm herausströmenden Emotionen verbinden sich auf einzigartige Weise mit Philippes feinsinnigem Humor, seiner ruhigen, aber bestimmten Art und dem umfangreichen Wissen, von dem er ein wenig an Driss weitergeben kann. Er fängt an, die Welt mit Driss' Augen zu sehen und kann sich selbst immer öfter ein Schmunzeln oder Lachen nicht mehr verkneifen, wenn Driss ihn mit seiner Unbekümmertheit auf die offensichtlichen Missstände in Philippes manchmal sehr steifer Welt hinweist. Es macht einfach Spaß, diesem emotionalen Aufeinanderprallen von Banlieue und Pariser Nobelviertel zuzusehen, das sich nach und nach auf eine recht einfache Aussage reduzieren lässt: Das Leben lohnt sich, selbst, wenn man eigentlich schon nicht mehr daran glaubt.

Die 112 Minuten vergehen wie im Fluge, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf, im Gegenteil, man hätte diesem nur scheinbar ungleichen Paar gerne noch viel länger zugesehen. Und das liegt neben dem fantastischen Drehbuch der beiden Regisseure und deren Talent, Filme zu drehen, einem sehr stimmigen Soundtrack, der die Unterschiede zwischen Philippes und Driss' Welt auch musikalisch hervorragend veranschaulicht, natürlich vorrangig an dem grandiosen Cast. François Cluzet, der hier vollkommen auf seine Mimik und Sprache reduziert agieren muss, meistert diese Aufgabe hervorragend. Er spielt seinen Philippe mit fast anmutiger Würde, Großmut, aber auch Verzweiflung und Hilflosigkeit. Omar Sy, dieser beeindruckend dunkle Hüne, versieht seinen Driss mit einem herrlich schnodderigen Charme, entwaffnender Ehrlichkeit und einer erstaunlichen Vielschichtigkeit, die von trotziger Arbeitsverweigerung über unbändige Freude bis hin zu erstaunlicher Sanftmut reicht. Flankiert werden diese beiden großartigen Mimen von nicht minder begabten Nebendarstellern, die sich sowohl in Philippes Haushalt als auch in Driss' Familie finden.

Es gibt schlicht und ergreifend nichts Negatives zu sagen zu diesem Film. Er ist Kinounterhaltung in seiner besten Form, er berührt, erfreut und stimmt nachdenklich. Man fühlt sich bestens unterhalten, ist sofort emotional involviert, kann herzhaft lachen aber auch ruhige, traurige und ergreifende Momente genießen. Zu Recht hat bereits jeder dritte Franzose diesen Film gesehen und man kann nur hoffen, dass "Ziemlich beste Freunde" auch in Deutschland ähnlich populär werden wird. Ich trage gern meinen Teil dazu bei, indem ich diesen Film jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Somit gerne volle fünf von fünf ungewöhnlichen Freundschaften, aus denen Wunderbares erwachsen kann.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen selten so einen guten Film gesehen, 13. Februar 2012
Von 
robby lese gern (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
Auch ich habe den Film am Wochende gesehen und bin total begeistert.
Ich habe lange nicht mehr soviel gelacht bei einem Film und trotzdem bleibt ein nachhaltiger Eindruck zurück, denn man wünscht allen "gehandicapten Personen" einen solchen Umgang durch die Umwelt.

Driss ein arbeitsloser Kleinkrimineller, bewirbt sich als einer von vielen bei einem durch einen Unfall querschnittsgelähmten,reichen Pariser. Obwohl Driss nur eine Unterschrift unter ein Dokument braucht, das ihm die Arbeitslosenunterstützung garantiert, entscheidet sich Philippe für Driss. Allerdings sagt er ihm gleich, dass er wettet, dass Driss nicht länger als einen Monat durchhält.Da Driss ein Spieler ist, lässt er sich auf diese Wette ein und.....gewinnt.Obwohl ihm die Arbeit zu Anfang sehr ungewohnt und teilweise auch unangenehm ist,bekommt er im Laufe der Zeit ein sehr intensives Verhältnis zu Philippe, der das absolute Gegenteil von Driss ist. Ein kulturell bewanderter und belesener Mensch, der durch Driss`spontane Art in manche Situationen gerät, die er allein wohl kaum erlebt hätte. Driss nimmt keine Rücksicht auf Philippes Zustand, sondern behandelt ihn genauso wie andere Personen. Die Einschränkungen durch seine Querschnittslähmung fegt er mit einer Armbewegung zur Seite und so fährt Driss Philippe auch nicht mit einem Lieferwagen durch die Stadt, in dem sein Rollstuhl gut verstaut werden kann, sondern nimmt den hochtourigen Wagen, den Philippe vor seiner Krankheit gefahren hat. Genau das scheint Philippe an Driss zu gefallen . Er gibt ihm ein Stück seines früheren Lebens zurück und versucht ihm trotz seiner Behinderung auf gleicher Höhe zu begegnen

Die beiden Hauptprotagonisten dieses Filmes haben ihre Arbeit gut gemacht. Sehr überzeugend werden die jeweiligen Rollen dargestellt, obwohl mir Driss noch ein bisschen besser gefallen hat. Die Situationskomik an vielen Stellen, nimmt dem Thema nicht nur die Schärfe, sondern macht ganz klar, dass Personen, die durch eine Behinderung in ihrem Lebensalltag eingeschränkt sind, kein Mitleid wollen, sondern ein sofern möglich, normales Leben weiterführen möchten.Trotz vieler komischer Situationen ,wird der Film aber an keiner Stelle unsensibel oder wird durch Klaumauk bestimmt.Der Witz entsteht einfach durch die beiden Welten,die hier aufeinander prallen.Das dieser Film auf wahren Begebenheiten beruht, gibt ihm meiner Meinung nach noch mehr Aussagekraft und man wünscht sich, dass die Aussage dieses Films von vielen Menschen gehört wird.

Ein Filmerlebnis, das mit lange in Erinnerung bleiben wird und dass ich mir bestimmt noch einmal gönnen werde.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragende Dramödie mit Witz, Charme und ohne Gefühlsduselei, 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde [Blu-ray] (Blu-ray)
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind reich. Extrem reich. Vielleicht sogar unanständig reich. Sie können sich alles nur erdenklich im Leben leisten, sich jeden Traum erfüllen, es sind ihnen eigentlich keine Grenzen gesetzt... bis auf die Tatsache, daß Sie an den Rollstuhl gekettet und vom Hald abwärts gelähmt sind.

Aufgrund Ihrer Lage, sind Sie auf Hilfe angewiesen. Sie suchen daher über einschlägige Institutionen nach einem Pfleger, der Ihnen quasi im Alltag Arme und Beine zur Verfügung stellt. Bei den sehr mühsamen Vorstellungsgesprächen erkennen Sie, daß es austauschbare Leute gibt, die zwar einen Beruf erlernt haben, darin aber keine Berufung sehen.
Und dann kommt da einer, der eigentlich nur Ihren Namen auf einem Blatt Papier benötigt, eine Unterschrift, eine Bestätigung der Anwesenheit, eines nicht vorhandenen Versuches, sich Arbeit zu verschaffen, um den Anspruch auf Arbeitslosenhilfe nicht zu verwirken. Der Kerl ist roh, unbeholfen, unfreundlich, direkt, verstellt sich nicht und kommt geradeheraus direkt auf den Punkt. Er hat keinerlei Interesse an der Stelle.

Ganz ehrlich: würden Sie ihn einstellen?

Genau das tut der Protagonist und rettet sich damit nicht nur selbst. Eines der unterschiedlichsten Paare der Filmgeschichte wird geboren, nähert sich einander an und schenkt sich gegenseitig wieder einen Lebenszweck, Frohsinn und Daseinsqualität.

"Ziemlich beste Freunde" war für mich einer der bewegendsten Filme der letzten Jahre. Titel und Cover haben mich zunächst abgeschreckt (obwohl ich es besser wissen sollte)... und dann war der Film auch noch aus Frankreich. Sicher, die Franzosen können Filme drehen, das haben mehr als einmal bewiesen; aber die Thematik (ich habe es nur durch einen Freund erzählt bekommen) hat mich irgendwie abgeschreckt. Die Inhaltsangabe, dies weiß ich heute, war einfach nur schlecht wiedergegeben. Aber eines hat mich dann doch dazu ermutigt, den Film zu kaufen. Er sagt: dies sei einer der Filme, die er sich ins Regal stellen würde. Da stehen erst zwei oder drei, denn er ist nicht unbedingt das, was man einen Cineasten nennen würde.
Also griff ich zu und wurde an diesem Abend auf ganz sinnliche Weise unterhalten.
Da ist kein Kitsch, kein Klischee und keine übertriebene Rührseligkeit. Da sind einfach die beiden Hauptpersonen und Ihre Probleme mit sich und der Welt.

Das Drama beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, was es für mich persönlich beinahe noch entzückender macht. Die reale Vorlage bildet der ehemalige Geschäftsführer des Champagner-Konzern Pommery, der sich bei einem Paraglide-Flug die Wirbelsäule gebrochen hat und dann ebendiesen wildfremden, kuriosen Menschen als Pfleger einstellte. Die beiden sind noch heute ziemlich beste Freunde.

Am ehesten läßt sich dieser Film vielleicht vergleichen mit dem Streifen "Das beste kommt zum Schluß", der sich einer ähnlichen Thematik annimmt und sich irgendwie auch ähnlich an diese annähert. Ich kann jeden Freund des unkompliziertes Dramas wirklich nur raten, sich diesen Film anzuschauen, weil er ganz ohne Pathos, ohne Gefühlsduselei, ohne übertriebene Zurschaustellung eines Schicksals oder dergleichen auskommt. Der Film erzählt eine Geschichte. Und dies tut er perfekt.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss man gesehen haben, 19. Juni 2012
Von 
MrsSippi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde (DVD)
Was für ein toller Film! In den letzten Jahren schaue ich kaum noch Filme. Zu kitschig, zu überladen, zu wenig Tiefgang, zu viel Geknalle, zu viel Hollywood.

Aber dieser französische Film braucht das alles nicht. Er lebt von den wunderbaren Darstellern, allen voran den beiden Hauptdarstellern, die teilweise nur durch Mimik mehr aussagen können als andere mit ganzen Büchern.

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts mehr schreiben, der ist mittlerweile auch bei Hein Mück in Buxtehude angekommen.

Nur folgender Hinweis: Schauen Sie sich diesen Film an. Die 112 Minuten vergehen wie im Flug. Der Film braucht keine großartige Handlung, er lebt von der Beziehung, die die beiden Protagonisten zueinander entwickeln und von der Art und Weise, in der beide miteinander umgehen, obwohl sie aus völlig anderen Lebenswirklichkeiten stammen.
Der Film macht Mut, baut Hemmungen ab im Umgang mit Menschen aus anderen Lebenssituationen und: Er ist lustig.
Ich kann die Kritik verstehen, dass er streckenweise unrealistisch ist. Das stimmt. Allerdings macht er auch Mut, das Leben anzunehmen und so gut es geht, zu genießen - an jedem Tag, in jeder Situation
Der Film ist so beeindruckend, weil er auf das Wichtigste reduziert ist: Menschen und ihre Beziehung zueinander sowie Humor und Lebensfreude.

Für mich persönlich der Film des Jahres!
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Ziemlich beste Freunde [Blu-ray]
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