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74 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Meine Meinung zu diesem Film - weder zum Buch, noch zur älteren Verfilmung,
Von philemall "pH" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Steelbook - 2 Disc, exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] (Blu-ray)
Gleich einmal vorweg: Ich habe weder die Bücher von Stieg Larsson gelesen, noch die ältere Verfilmungsreihe gesehen. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Mensch von Vergleichen lebt. Jedoch sollte man meiner Meinung nach so objektiv an eine Rezension herangehen, dass man Käufern, welche wie ich keine Vorurteile haben und keine krampfhaften Vergleiche aufstellen können, eine Bewertung des Films, und nicht eine Zusammenfassung aller bisher von dieser Thematik veröffentlichten Werke, abliefert und ihnen eine faire Chance gibt, den Film für sich selbst zu bewerten.Ich habe den Film also ohne große Erwartungen und Vorkenntnisse im Kino gesehen, da ich ein großer Fan vom Regisseur David Fincher bin und mir der Trailer bereits sehr zugesagt hat. Ich muss sagen, dass mich lange kein Kinofilm derart überzeugt, begeistert und fasziniert hat. Die Atmosphäre ist genial und düster. Für die Erzählung lässt sich der Regisseur genug Zeit, ebenso wie für die Vorstellung der Charaktere. Man wird förmlich in die Geschichte um den berühmten Journalisten Mikael Blomkvist und seiner späteren "Assistentin" Lisbeth Salander hineingezogen. Ich kann durchaus verstehen, wenn manche hier von gewissen "Längen" sprechen, jedoch bin ich, wie gesagt, großer Fan dieser Art von aufbauender und geduldiger Erzählweise, da sie in den letzten Jahre zunehmend schnelleren, handlungsintensiveren Stilen weichen musste. Auf die Geschichte an sich möchte ich hier nicht weiters eingehen, noch möchte ich wichtige Szenen verraten und analysieren. Aber eine sei mir erlaubt: die Vergewaltigungsszene ist wohl mit die härteste, abscheulichste und realistischste, die man in niveauvollen Spielfilmen finden kann, ohne gewaltverherrlichend zu sein. Des Weiteren gibt es noch einige Szenen und Abläufe, die einem nicht so schnell loslassen. Nach dem Kinobesuch ging mir der Film lange nicht aus dem Kopf, weil ich von der genialen Erzählweise, den mMn sehr gut besetzten Charakteren, der düsteren und tristen Atmosphäre, ja dem Gesamtbild wirklich schwer beeindruckt war. Man darf sich eben KEINEN actiongeladenen, kurzweiligen Thriller mit coolen Sprüchen und schnellen Handlungsabläufen erwarten. Wenn man sich darauf einlassen kann (speziell natürlich, wenn man die älteren Filme und, wie in meinem Fall, auch die Bücher noch nicht kennt), dann erwartet einen ein hochspannender Film, der einen so schnell nicht loslässt. Tolle Extras, eine sehr ansehliche Steelbook-Verkleidung und eine gestochen scharfe Qualität - ganz klare Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
76 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Andere Version,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Ich hatte bis dato nur die hervorragenden schwedischen Umsetzung gesehen und war gespannt, was mich erwartete.Ich muss sagen, dass mich der Film noch mehrere Stunden hinterher beschäftigt hat...ein gutes Zeichen. Erstmal an alle die, die hier einen oder zwei Sterne vergeben haben: Hört auf her beide Varianten zu vergleichen!!! Das ist eine NEUVERFILMUNG, keine Kopie! David Fincher schafft eine ganz andere Atmosphäre als das Original. Die Originale sind eher im Stile eines Krimis gehalten, das merkt man ganz deutlich. Finchers Version ist ein waschechter Thriller, der einen von Beginn an an den Eiern packt und bis zum Abspann den Griff nicht lockert. Alleine beim Unterschied der musikalischen Untermalung wird dies ganz deutlich. Die Originale eher sparsam hinterlegt, in Finchers Version ist es treibende, das Tempo erhöhende Musik. Beides funktioniert, macht aber jeweils einen ganz anderen Film daraus. Ich war vorher auch skeptisch, was Craig in der Hauptrolle betrifft, aber er macht die Sache klasse, man nimmt ihm die Rolle ab. Mara -mir vorher völlig unbekannt- kauft man Lisbeth auch ab. Den einzigen wirklichen Fehler hat Fincher bei der Besetzung des "Bösewichts" gemacht, weil er IMMER der Böse ist. Da hätte er etwas mehr Kreativität beweisen können. Fazit: Beide Versionen habe ihre Daseinsberechtigung, beide sind auf ihre Art unterhaltsam. Originale eher nüchtern im Krimi-Stil. Die Neuverfilmung ein echter Thriller. Man sollte sich den neuen Film ohne Vorurteile anschauen und ihm eine Chance geben. Ich freue mich jedenfalls auf Teil 2 und 3!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Starker Krimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Ich kann nicht sagen, ob Finchers Interpretation im Sinne des Autors Stieg Larsson ist (Stephen King bspw. beschwert sich so ziemlich über jede filmische Adaption seiner Bücher) und ich kann auch nicht sagen, welche Filmumsetzung die beste ist. Was ich sagen kann ist, dass das hier eine ordentliche "Fincher-Verfilmung" ist. Sie kommt zwar nicht an seine grossen Werke The Game, Sieben und Fight Club ran, das liegt aber hauptsächlich an der Story bzw Vorlage. Die erzählt nämlich "nur" eine spannende Detektivgeschichte mit einigen Thriller-Elementen und keinen spektakulären Vollblut-Thriller.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Atmosphärisch dichte und sorgfältig inszenierte Buchverfilmug,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Warum nur strafen hier so viele Rezensenten die US-Version ab ? Auch im Vergleich mit der schwedischen Produktion hat mir der Film gut gefallen ... nicht nur weil er (abgesehen vom Ende) näher am Buch ist, sondern v.a. weil er grossartig unterhält, visuell gut umgesetzt wurde, einen Heimkino-tauglichen Soundtrack hat und auch schauspielerisch überdurchschnittliche Leistungen vorweist.Ich habe beide Filme gesehen und "sogar" das Buch gelesen. Und jede Verblendung hatte Ihren Reiz. Natürlich muss man sich (wenn man das Buch kennt) von seinem eigenen Film im Kopf frei machen - so wie bei jeder Buchverfilmung. Wer das schafft sieht einen atmosphärisch dichten und unterhaltsamen Film, den man ruhig mit dem Attribut "Großes Kino" belegen darf. Auch oder gerade weil hier von Fincher eben NICHT der häufige Hollywood-Fehler begangen wurde, mit viel Blut und/oder Action zu schocken (das wäre bei dem Stoff problemlos möglich gewesen). Gut ausgestattet, detailverliebt und sensibel erzählt Fincher Larssons Geschichte, in der zwei sehr unterschiedliche einsame und durch Niederlagen geschwächte Menschen durch gemeinsame Ermittlungen einem Serientäter auf die Spur kommen ... und sich dabei selber gegenseitig stabilisieren - trotz des zunehmenden Grauen um sie herum. Letzteres wird bis auf wenige Schlüsselszenen mehr erzählt als gezeigt und das ist m.E. auch gut so. Gemessen an dem ganzen anderen debilen und/oder brutalen Mist der so in unsere Kinos schwappt, ist Finchers Verblendung eine "spannende Wohltat", die aus meiner Sicht drei oder weniger Sterne nicht verdient hat. Dirk Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
competing againsts Noomi Rapace,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
This version (of the first novel in the Stieg Larsson Trilogy) stands on the performance of Daniel Craig alone, although there are good actors in several supporting roles. But see the 3-DVD version with Noomi Rapace for truly unforgettable performances and chilling moments.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Der Journalist und die Kriegerin,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Der gefallene Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) bekommt von dem Großindustriellen Henrik Vanger (Christopher Plummer) den Auftrag einen vierzig Jahre zurückliegenden ungelösten Mord aufzuklären und somit Licht in eines düstersten Kapitel der Familiengeschichte zu bringen. Dafür erhält er Einsicht in die Unterlagen, welche Vanger in all den Jahren zusammentragen konnte. Vanger lässt Blomkvist unter dem Vorwand auf seinem Grundstück wohnen, das der an dessen Biographie arbeitet, damit die anderen Familienmitglieder (u.a. Stellan Skarsgård) keinen Verdacht schöpfen. Die Gespräche mit den Angehörigen bringen Blomkvist kaum weiter. Auch der Polizist, der damals ermittelte weiß keinen Rat. Je weiter sich Blomkvist in die Akten einarbeitet, desto besessener wird er von der jungen Harriet, jenem Mädchen das ermordet wurde.Dann ist da noch Lisbeth Salander (Rooney Mara), eine Außenseiterein, eine Hackerin, ein Outlaw. Auch sie ist eine Gefallene. Auch sie wird von der Gesellschaft geächtet. Sie hat zwar Gönner, aber auch Feinde derer sie sich erwehren muss. Um zu überleben. Sie muss stets um alles kämpfen. Sie ist eine Kriegerin. Der Zufall führt sie mit Blomkvist zusammen. Sie erkennen einander. Von nun an kämpfen sie gemeinsam. Zwei Verlorene die sich aneinander klammern. Die sich ergänzen. Über ein Foto Harriets kommen sie auf die richtige Spur und stoßen dabei auf die dunkelsten Abgründe der menschlichen Natur. Diese sind ihnen nicht fremd, haben beide doch längst den Glauben an das Gute verloren. Genau das ist ihr Vorteil, ihre Chance. Denn nur jemand, den nichts mehr überraschen kann, der nichts mehr zu verlieren hat, kann den Kampf gegen das Böse gewinnen. Verblendung Reloaded Ein Hollywood-Remake für den Weltmarkt. Eine Argumentation die sich als Lüge entlarvt hat. Wenn auch nur teilweise. Es ist sicher richtig, das mit einem Hochglanz-Remake eines erfolgreichen europäischen Filmes in der Welt nochmal ein größeres Publikum erreicht werden kann. Ebenso richtig ist das Wort Weltmarkt, welches in erster Linie das anstehende Geschäft ausdrückt. Eine Lizenz zum Geld drucken, zum Geld verdienen also. Wobei man erst einmal froh sein kann, das die Produzenten keinen Debütanten aus der Werbebranche auf den Regiestuhl gesetzt haben, sondern einen Veteranen beider Metiers. David Fincher ist es denn auch zu verdanken, das wir obgleich seit Sichtung des schwedischen Originals mit eher geringem Interesse ausgestattet, zumindest ein hochprofessionell inszeniertes, hervorragend aussehendes und nicht minder spannendes Produkt serviert bekommen, welches auch den sachkundigen Zuschauer entsprechend bei Laune zu halten vermag. Und das obwohl sich Fincher hier nicht allzuviel Mühe macht, dem Stoff andere Seiten abzugewinnen. Fast Szenengetreu, mit demselben Dialogbuch vesehen, kopiert er hier Bild für Bild mit dem einzigen Unterschied, das hier alles etwas teuer erscheint. Was dem Film aber auch etwas von seinem im Original rohen Charme nimmt. So ergeben sich die Unterschiede und damit auch die Kritikpunkte durch die Besetzung. War Mikael Nyqvist in der schwedischen Verfilmung eher ein müder abgekämpfter Idealist mit Bierbauch, ist Daniel Craig ein durchtrainierter cooler Hund, der es in manchen Szenen sogar mit dem großen Steve McQueen aufnehmen kann. Nicht nur einmal erinnerte mich seine Körpersprache an die von McQueen beispielsweise in BULLITT. Das ändert den Charakter allerdings erheblich, wird aber durch die wirklich starke Performance Craigs gegenstandslos, der mir im Vergleich doch besser gefallen hat auch wenn mir die Nyqvist-Figur näher an der Realität schien. So kommmen wir, dank der durch die Besetzung geschuldeten unterschiedlichen Gewichtung der Charaktere, auch direkt zum meiner Meinung nach größten Schwachpunkt des Filmes, nämlich der Personalie der schon aus Finchers SOCIAL NETWORK bekannten Rooney Mara in der Rolle der Lisbeth Salander. Ein eigentlich müßiges Unterfangen. Was hätte man auch schon groß tun können. Nachvollziehbar das Noomi Rapace die Rolle nicht noch einmal spielen wollte, ist sie doch zu weit höherem berufen. Wie kann man auch gegen einen solchen Orkan von einer Schauspielerin anspielen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Mir fällt keine Salander-Szene in diesem Remake ein, in der die Rapace nicht ausdrucksstärker, präsenter, schlicht besser gewesen wäre als dieses zarte unschuldige Geschöpf Mara. Da helfen weder Schminke noch Tatoos, weder Punk-Attitüde noch Piercings. Sie wirkte auf mich immer verkleidet, gestellt, inszeniert. Da war nichts von der ausgestrahlten Natürlichkeit, der agressiven Dominanz, der bruchstückhaft aufblitzenden Verlorenheit der Original-Lisbeth, dieser mit Abstand eindrucksvollsten Frauenfigur im Kino der letzten Jahre. Ja, Rooney Mara ist anders und ja, sie ist auch eine gute Schauspielerin. Aber sie ist nicht Lisbeth Salander. Das ist Noomi Rapace und nur sie. Für immer. Hat man als Zuschauer jedoch weder den Roman gelesen noch die schwedischen Filme gesehen, bekommt man einen rasanten Thriller von einem ehemals großen seiner Zunft, mittlerweile leicht überschätzten Filmemacher zu sehen, der einer sichtlichen Auftragsarbeit seinen Stempel aufzudrücken vermag. Und das ist ja auch schon was. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
spannender Thriller...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe den Film zwar nicht gekauft aber ich habe ihn auf Sky gesehen.Vorab noch eins: - Ich kenne weder die Bücher noch die "alte" Version dieses Films - Ich bin auch kein Daniel Craig-Fan Ich bin also gänzlich "unvorbelastet" in das Filmvergnügen gestartet. Meine Meinung: Ein absolut sehenswerter, spannender Thriller. Die Story wird spannend erzählt und ein bisschen "Action" ist auch dabei. Nichts wirkt "unlogisch". Einzig das Ende hat mir nicht zu 100% gefallen. Aber das ist Geschmacksache... Fazit: auf jeden Fall sehenswert!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Tolle Kinoadaption,
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kenne leider die schwedischen Filme nicht und kann daher keine Vergleiche anstellen, aber mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Es gibt nur sehr wenige Thriller die ich richtig gut finde, da vieles aus diesem Genre für meinen Geschmack zu oberflächlich erzählt ist, aber da ich die Filme von David Fincher sehr gerne mag, dachte ich, dass ich mit diesen Film bestimmt keinen Fehlgriffe mache. Tolle Besetzung, sehr unterhaltsam, kann ich nur empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
genauso sehenswert wie die schwedische Originalversion,
Von Sopranos (wo es mir gefällt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Es gibt Bücherwürmer bzw. Leseratten auf der einen Seite und Filmliebhaber auf der anderen - ich zähle eindeutig zur zweiten Kategorie und bekenne offen dass ich die Buchvorlagen der Larsson-Trilogie nicht gelesen habe.2010 wurde ich auf Amazon auf die Filme Verblendung, Verdammnis und Vergebung aufmerksam, habe sie bestellt und angesehen. Seitdem 2 x auf DVD, 1 x im ZDF und vor kurzem zum 4. x auf SKY. Damit dürfte klar sein dass mich die schwedischen Filme begeistern und ich der amerik. Neuverfilmung von VERBLENDUNG mit Skepsis entgegen sah. Stieg Larsson Bestseller-Trilogie hat nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA und Kanada treue Fans, von daher war es (fast) absehbar dass eine US-Version der schwedischen Filme folgen wird. Die überwiegende Mehrheit der amerik. Kinobesucher hat null Bock auf Untertitel - wer kann es ihnen verdenken. Ausländische Filme werden in den USA generell nicht synchronisiert, keine Ahnung weshalb - denn das klappt ja auch bei sämtlichen Animationsfilmen sehr gut. Im Fall von VERBLENDUNG ist alles klar, MGM hat bei der amerik. Neuauflage mit großem finanziellen Erfolg gerechnet und Recht behalten. Mit Fincher wurde ein Meister seines Fachs verpflichtet und mit Daniel Craig und Rooney Mara wurden die Hauptrollen erstklassig besetzt. Mittlerweile habe ich die US-Version sowohl im Kino als auch auf englisch und deutsch bei SKY gesehen und soeben hier auf DVD bestellt. Von daher kann ich mitreden und erlaube mir eine Beurteilung. Die Kritik die hier von einigen gegenüber Craig geäußert wird kann ich nicht nachvollziehen, er hat mir als 'Mikael Blomkvist' ebenso gut gefallen wie vor ihm Michael Nyqvist. Craig kannte ich nur aus seiner Rolle in Road to Perdition und Rooney Mara kannte ich nur aus The Social Network, von daher war ich Craig gegenüber völlig vorurteilsfrei. Dass sich das zierliche Persönchen Mara nach DER ultimativen 'Lisbeth Salander' von Noomi Rapace überhaupt an die Rolle herangewagt hat ist ihr hoch anzurechnen! Es dürfte Mara klar gewesen sein dass sie auf Gedeih und Verderb mit Rapace verglichen wird und es fast unmöglich ist deren schauspielerische Leistung zu toppen. Das gilt allerdings nur für die Zuschauer die die schwedische Originalversion kennen - und die befinden sich in den USA und dem englisch sprechenden Teil von Kanada ganz klar in der Minderheit. Christopher Plummer als Martin Vanger war klasse wie man es von dem Oscar-Preisträger und alten Hollywood-Haudegen nicht anders erwarten konnte. Allerdings war er m.E. kein bißchen besser als Sven-Bertil Taube im schwedischen Original. Das gilt auch für den Vergleich von Robin Wright zu Lena Endre in der Rolle der 'Erika Berger' und Stellan Skarsgård zu Peter Haber als 'Martin Vanger'. Robin Wright hat man in der deutschen Synchronisation die enervierende Piepsstimme von Irina von Bentheim verpasst - welch krasse Fehlentscheidung. Summa summarum sind für mich (fast) alle gleichwertig, kein einziger Schauspieler der US-Version konnte die der schwedischen Originalversion toppen. Finchers Verfilmung unterscheidet sich in Details, die auf Nichtkenner der Romanvorlage - die wie ich die schwedische Originalversion ZUERST gesehen haben - befremdlich wirken. Dass Finchers Lisbeth gegenüber Blomkvist romantische Gefühle entwickelt und in der Schlussszene mit Enttäuschung auf dessen Beziehung zu Erika reagiert - mag schon sein dass das in Larssons Buch so zu lesen war - aber ich empfand das Weglassen jeglicher romantischer Gefühle von Salander gegenüber Blomkvist in der schwedischen Verfilmung als authentisch. Salander hatte es in ihrer Kindheit und Jugend hautnah mit 'Männern, die Frauen hassen' zu tun, ging psychisch und physisch jahrelang durch die Hölle und wurde als Erwachsene erst vor kurzem von ihrem neuen perversen Vormund brutal vergewaltigt - wer kann da schon auf ein happy end in den Armen von Blomkvist hoffen? Das hätte ich persönlich als an den Haaren herbei gezogen empfunden. Apropos 'neuen perversen Vormund' - Yorick van Wageningen ist als 'Nils Bjurman' der US-Version geradezu eine Light-Version (damit ist ausdrücklich nicht sein Gewicht gemeint!) gegenüber Peter Andersson dem 'Nils Bjurman' der schwedischen Originalversion. Die Vergewaltigungsszene und Lisbeths darauffolgenden Rachefeldzug im schwedischen Original wurde von Fincher keinesfalls besser oder eindrucksvoller in Szene gesetzt - im Gegenteil. Warum man in Deutschland den Buch- und Filmtitel VERBLENDUNG gewählt hat ist nicht nachvollziehbar? Larsson hat sein Buch unter dem wörtlich ins deutsche übersetzten Titel "Männer, die Frauen hassen" geschrieben und genauso hätte das Buch und der Film genannt werden sollen. MGM hat noch eins draufgesetzt und den Film unter dem Titel 'The Girl with the Dragon Tatoo' veröffentlicht. Der ist wie der deutsche Titel völlig daneben. Von mir gibt es - wie bei der Originalversion - die volle Punktzahl, allein schon weil ich den Film bis jetzt 3 x angesehen habe und dabei keinerlei Ermüdungserscheinungen verspüre. Wenn ich das nur von anderen Filmen in meiner DVD-Kollektion behaupten könnte, in der es von Rohrkrepierern (aufgrund guter Rezensionen auf Verdacht gekauft) nur so wimmelt. Ich sehe der US-Version von Verdammnis mit Vorfreude entgegen und bin gespannt wer die Regie übernimmt und welche Schauspieler für die Rollen von 'Alexander Jalachenko', 'Ronald Niedermann' und nicht zuletzt 'Peter Teleborian' gefunden werden. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. ***** Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
sehr gelungenes Remake,
Von Betty (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Steelbook - 2 Disc, exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] (Blu-ray)
Die amerikanische Version von Verblendung ist absolut gelungen und Daniel Craig ist eine Idealbesetzung des Mikael Blomkvist. Er spielt ihn sehr glaubwürdig und hinterlässt zu keinem Zeitpunkt einen "James Bond Eindruck".Rooney Mara hatte als Lisbeth eine größe Aufgabe zu bewältigen - und schafft es größtenteils, dem Vergleich zu Noomi Rapace standzuhalten. Sie spielt Lisbeth Salander ein klein wenig weiblicher und weicher als Noomi Rapace. Wenn es stimmt, das Noomi Rapace die Rolle der Lisbeth auch für das Remake angeboten wurde, dann ist es zwar verständlich, dass sie dies abgelehnt hat, aber dennoch schade, da sie mir in der Rolle ein klein wenig besser gefallen hat. Sie war irgendwie "dreckiger". Die Handlung des Remakes ist mehr oder weniger identisch mit dem "Original". Schön ist es, dass das Remake auch in Schweden spielt - anders würde der Film nicht funktionieren. Die Atmosphäre des Films ist ein klein wenig düsterer als im Original, was wohl am genialen Fincher liegt. Die Besetzung ist klasse, auch kleinere Nebenrollen sind gut besetzt. Für mich eine klare Empfehlung. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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