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Primzahlen sind allein, da sie nur durch eins und durch sich selbst teilbar sind. Auch so genannte Primzahlenpaare - z.B. 3 und 5 oder 17 und 19 - sind zwar nah beieinander, aber immer noch durch eine Zahl dazwischen getrennt. Es ist diese Metapher vom Gefangensein in einer eigenen Welt und der ständig bleibenden Distanz zum anderen, die der Erzählung von Mattia und Alice zugrunde liegt. Der Zuschauer lernt die beiden nacheinander auf drei verschiedenen Zeitebenen kennen: Als Kinder im Grundschulalter, als Jugendliche und schließlich als (junge) Erwachsene. Alle drei Zeitebenen werden zuerst chronologisch innerhalb kurzer Zeit durchlaufen und der Film wird bis zum Ende zwischen ihnen, manchmal recht unvermittelt, manchmal in Form von Rückblenden wechseln. Schon die Kindergeschichten - in denen sich Mattia und Alice noch nicht begegnen - verdeutlichen, dass es sich um zwei sensible Individuen handelt, die beide auf sehr unterschiedliche Weise tiefe Verletzungen erfahren, die ihr späteres Leben prägen. Obwohl beide sich als Jugendliche kennen lernen und eine Seelenverwandtschaft zu spüren scheinen, sind sie auch als junge Erwachsene - jetzt bereits langjährige Freunde - in sich verschlossen und nie wirklich ganz beim anderen. Ihre jeweilige Begabungen - beim Einserschüler Mattia ist es die Mathematik, die ihn Karriere machen lässt, bei Alice ist es ein Hang zum außergewöhnlichen Stilbewusstsein, das sie trotz körperlicher Behinderung immer eigenartig schön erscheinen lässt - bringen sie zwar äußerlich voran, aber innerlich sind sie auch später immer noch die verletzten Kinder, die in ihrem Herzen völlig allein sind.

"Die Einsamkeit der Primzahlen" beruht auf dem gleichnamigen Roman von Paolo Giordano (Die Einsamkeit der Primzahlen: Roman), der mit diesem Debüt gleich einen Bestseller geschrieben hat. Giordano hat auch das Drehbuch zusammen mit dem Regisseur Saverio Constanzo geschrieben, allerdings sei für alle Fans des Romans darauf hingewiesen, dass selbstverständlich Änderungen an der Geschichte vorgenommen worden sind, dies bedingt allein schon der Wechsel vom Wort zum Bild, allerdings folgt der Film immer noch sehr dicht dem Erzählfaden des Buches. Regisseur Constanzo legt mit diesem Film seine zweite Regiearbeit vor (nach dem in Locarno 2004 ausgezeichneten "Private" ) und erweist sich in Punkto Bildsprache und Montage wieder als großes Talent. Der Film ist durchgehend faszinierend anzuschauen und überrascht durch außergewöhnliche Bildeinfälle und den Wechsel zwischen den Zeitebenen und den Figuren. Das Problem liegt in der Psychologie der Figuren: Der Betrachter sieht zwar die Einsamkeit, aber er spürt sie nicht. Obwohl alle Schauspieler großartig agieren (zu nennen sind hier vor allem die Frauen: Alba Rohrwacher als Alice und Isabella Rosselini als Mattias Mutter), bleiben die Figuren irgendwie fremd. Es gelingen einige sehr berührende Momente: Sowohl in der Kinder- als auch der Jugend-, als auch der Erwachsenengeschichte blitzen einzelne Szenen auf, die die ganze existenzielle Dimension der Geschichte ahnen lassen, und allein dafür lohnt sich schon das Ansehen des Filmes.

"Die Einsamkeit der Primzahlen" ist in Bezug auf Bildsprache, Montagetechnik und Schauspielerleistung sehr gutes Literaturkino, welches eine faszinierende Geschichte rund um Einsamkeit, Individualismus, Sehnsucht nach Anerkennung, tiefen seelischen Verletzungen und dem Geheimnis der Freundschaft zu erzählen weiß. Leider fehlt dem Film so etwas wie eine emotionale Mitte, so dass zwar die Bilder im Kopf hängen bleiben, aber nicht in den Gefühlen weiterwirken.
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am 7. Januar 2013
Der Film wird aus 3 verschiedenen Perspektiven erzählt, die sich alle zusammen um Mattia und Alice drehen. Man lernt sie als ca. 8 jährige Kinder kennen, befindet sich aber im Wechsel zwischen der Kindheit, danach der Jugend (ca. 14 Jahre) und letztlich im Erwachsenenalter von 24 Jahren. Es wird einem aufgezeigt, welche Auswirkungen die in der Kindheit erlebten Traumatas jeweils auf die einzelne Person haben. Alice hat einen schweren Unfall beim Schifahren und hinkt seit diesem Zeitpunkt, was sie später zu einer leichten Angrifffläche für ihre Mitschüler macht. Mattia verliert seine Zwillingsschwester unter tragischen Umständen, an welchen er sich die Schuld gibt und die ihn in eine Lethargie zwängen, die er nicht abzulegen vermag.

Damit wäre der Ausgangspunkt des Filmes und des dazugehörigen, gleichnamigen Buches von Paolo Giordano erzählt, die Geschichte wickelt sich um diese Fakten und lässt den Zuschauer ein wenig in das Leben der beiden abtauchen, zwischen denen sich im Laufe ihres Lebens übrigens eine Freundschaft entwickelt, also die einzelnen Geschichten, sind immer mit dem anderen Protagonisten verknüpft, zumindest ab dem Jugendalter.

Was ich mich frage ist, ob jemand, der das Buch nicht gelesen hat, genauso mitkommt, wie jemand der es gar nicht kennt. Die Erzählweise ist doch sehr schwammig, springt oft hin und her, verheddert sich darin, dass die Verantwortlichen vermutlich einfach extrem tiefgründig sein wollten, was ihnen in meinen Augen jedoch nicht ganz gelingen mag. Wichtig ist sicherlich, dass man bei dem Film aufmerksam ist, ansonsten verliert man schnell den roten Faden und es wird noch anstrengender zu folgen, aber auch wenn die Aufmerksamkeit vorhanden ist, bleibt es ein relativ schwieriges Unterfangen.

Auf psychologischer Ebene ist mir der Film nicht ausgefeilt genug, man hätte aus den Gegebenheiten des Traumas viel mehr machen können. Mattia ist ausgefeilter, bei ihm spürt man die Schwere mehr, Alice ist eher nicht fassbar, ihrem Charakter fehlt es generell mehr an Facetten, sie bleibt immer nur ein Schatten ihrer selbst und gegen Ende hin, wenn man vermuten könnte, da würde noch was komme, da ist der Film aus.

Ein Film steht und fällt mit seinem Ende und „Die Einsamkeit der Primzahlen“ kippt ins Bodenlose. Wollten die Verantwortlichen besonders kreativ sein? Kunst ist ja immer Interpretationssache, aber für mich war der Schluss ein Reinfall. Das Ende, die letzten ca. 30 Minuten, macht noch einmal einen Sprung, von den 24 jährigen Protagonisten, wird ihr Leben „sieben Jahre später“ erzählt und zumindest bei Alice muss es eine harte Zeit gewesen sein, allerdings erfährt der Zuschauer nichts. Wo vorher Mattia eher der stärker traumatisierte war, scheint es danach umgekehrt zu sein, aber die Frage „warum?“ bleibt. Es bleiben sowieso viel zu viele Fragen offen, genauso schwammig wie die Erzählweise war, schließt der Film auch. Normalerweise hätte ich ihm 3 Sterne gegeben, für eine gute Unterhaltung, aber durch das Ende bleibt mir nichts anderes übrig, als nochmals auf 2 Stern zu wechseln.

Fazit:
Wirre Erzählweise, Unmengen an unbeantworteten Fragen, facettenlose Charaktere und leider absolut gar nichts für mich.

Übrigens: Schon das Buch hat bei mir keine Begeisterungsstürme ausgelöst, eventuell ist es für Liebhaber des Buches doch ein sehenswerter Film.
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am 23. Januar 2013
Für diesen Film benötigt man eine Menge Kraft und Geduld. Fast zwei Stunden des Mitleidens und der permanenten Selbstgeisselung sind wahrlich schwer zu ertragen. Danach bleibt die Frage: Wozu? Besonders das letzte Drittel bzw. das Ende des Films ist wegen der immer weiter fortschreitenden "Verschlüsselung" jedenfalls für mich kaum noch verständlich. Dabei ist doch die Ausgangslage recht simpel: durch auf der einen Seite teilweise selbst verschuldetes (soweit ein achtjähriger Junge dazu fähig ist) und auf der anderen Seite durch missliche Umstände erfahrenes Leid, liegt ein dunkler Schatten über den Leben der beiden Hauptpersonen. Das ist anscheinend auch der Grund, warum sie sich besonders zueinander hingezogen fühlen. Die Geschichte wird parallel in bis zu vier Zeitebenen erzählt. Damit wird das Ganze nicht unbedingt verständlicher, soll wahrscheinlich aber die Spannung erhöhen. So werden die Lebensdramen der beiden, die man bereits vorausahnt, nur nach und nach und vollständig erst etwa zur Mitte des Films tatsächlich aufgedeckt. Der einen stehen Zurückweisung und Nichtliebe als Kind /Jugendliche sichtbar auf den Körper geschrieben, der andere gibt sich die Schuld am Verschwinden /den Tod der geistig behinderten Zwillingsschwester. Dinge, die nicht rückgängig zu machen sind und mit denen es zu leben gilt. Zwei Stunden hofft man verzweifelt, dass die beiden irgendwann damit klar kommen. Aber leider vergebens. Die Freundschaft von Alicé und Mattié führt nur dazu, dass sie sich auch noch das Leid des anderen mit aufladen ohne das eigene damit auch nur ansatzweise zu lindern. Anstatt dessen kann man dabei zusehen, wie die beiden akribisch dabei sind, sich selbst zu zerstören. Das diese Dinge in frühester Kindheit passiert sind, ist eine Tatsache, dass sie tragisch und furchtbar sind, unbestritten. Dass sie nie ganz vergessen werden können oder gutzumachen sind, nachvollziehbar. Aber zwei Menschen zwei Stunden dabei zuzusehen, wie sie ihr ganzes restliches Lebens dazu verwenden, sich selbst kaputt zu machen, geht zumindest über meine Leidensfähigkeit.
Wäre da nicht die außergewöhnliche Präsenz der Arianna Nastro (die jugendliche Alicé), wäre der Film für mich ganz für die Tonne gewesen. Auch Martina Albano und Vittorio Lomartire sowie Gorgia Pizzo (Alicé und Matthié als Kinder, sowie die behinderte Zwillingsschwester Michaela) machen ihre Sache sehr gut und überzeugen. Alba Rohrwacher und Luca Marinelli als die erwachsenen Alicé und Matthié fand ich dagegen sehr schwach (übertriebenes /aufgesetztes Spiel). Glaube kaum, dass ich mir diesen Film so schnell noch einmal antun werde. Einmal reicht. Zusammenfassend: Viel Quälerei für Nichts.
ps.: Auf dem Titelcover (Gesicht hinter Blättern) ist wohl die erwachsene (und lebende) Zwillingsschwester Michaela zu sehen. Sie hat als einzige braune Augen. Alicés und Matthiés Augen sind jeweils hellblau.
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am 9. Mai 2012
Der Film brilliert mit emotionaler Tiefsinnigkeit, wie es nur wenige Filme schaffen! Kein Film, wenn man sich einfach auf die Couch legen will und ihn nebenbei laufen zu lassen, da Aufmerksamkeit gefragt ist - vor allem durch die wechselnden Zeitsprünge das Alter bzw. die Lebensabschnitte der Schauspieler betreffend - aber es ist einiges an Spannung geboten!
Auf jeden Fall empfehlenswert!
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am 1. Januar 2013
Wer den Roman gelesen hat und ihn liebt: Bitte, kauft Euch den Film nicht! Gerne würde ich null Sterne vergeben, der Film ist richtig, richtig schlecht. Ich habe ihn zu Weihnachten verschenkt und dann haben wir ihn gleich zusammen gesehen, ich habe mich geschämt! Der Film ist eine Aneinanderreihung der Fakten, der Geschehnisse, die im Roman geschildert, aber dort mit Motiven der Romanfiguren untermauert werden. Wenn zum Beispiel Alice als junge Fotografin auf das Hochzeitsfest ihrer Erzfeindin geht, dann erfährt man im Roman ihre Beweggründe und auch, was sie von Anfang an mit den Fotos vor hat. Im Film erfährt man das gar nicht und damit ist nicht nur diese Szene sinnentleert. Alles, was mich an den Figuren Alice und Mattia berührt hat, läßt mich im Film nicht nur kalt, es nervt irgendwann sogar.
Ich schreibe das in dieser Härte, da ich andere Romanverfilmungen durchaus schon geglückter empfunden habe. Gerade die verschiedenen Zeitebenen, die der Roman vorgibt, das schreit doch nahezu nach einer guten filmischen Umsetzung, wie es in der Verfilmung von "Ruhm" zum Beispiel sehr gut gelungen ist, finde ich.
Abschließend möchte ich noch eine Sache differenzierter betrachten: Die Darsteller von Alice und Mattia spielen im Rahmen der Möglichkeiten, die ihnen die Regie läßt sehr gut, nur leider ist der Raum für ihre Gedankenwelt, ihre Gefühle und Beweggründe für ihr Handeln sehr begrenzt.
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am 16. April 2014
Im Film werden Erwachsene als hilflos, apathisch und ständig mit sich selbst beschäftigt dargestellt.Die Kinder (Protagonisten) sind Opfer eben jener Erwachsenen, die sich nicht angemessen und verständnisvoll um sie kümmern. Leider ist die gesamte Handlung hindurch keine Entwicklung möglich, alle Beteiligten verharren in ihrer Situation, bewegungslos und selbstzerstörerisch. Und das fast zwei Stunden lang!
Fazit: überstrapazierte Mitlidensfähigkeit des Zuschauers! Was soll man aus diesem Film mitnehmen außer dem Gefühl der Unerträglichkeit?
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am 6. September 2013
.....das war nämlich der einzige Laut den ich hervorzubringen wusste nachdem dieser Film ein abruptes Ende fand. Keine Ahnung warum dieser Film so geehrt wurde? Sehe in der Figurenkonstellation keinen Zusammenhang, aber die Musik wertet alles noch um ein Müh auf. Habe den Film nur wegen dem Titel gekauft, der sehr vielversprechend klang, aber anscheinend ein Flop war. Ich weiß das hier ist keine Chatlounge aber wenn mir jmd. kurz, prägnant den Inhalt wiederspiegeln könnte?..... Danke
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am 16. Juli 2014
und alles andere als ein 'Feel Good Movie'. Alba Rohrwacher ist mal wieder unschlagbar offen für Häßlichkeit und Verletztheit und sogar die wunderbare Isabella Rossellini zeigt sich nicht gerade von ihrer schönsten Seite. Der ganze Film ist ein andauernder Schlag in die Magengrube und man sollte schon hellwach sein und nicht gerade schlecht drauf um sich dieses Werk anzusehen.
Hinterläßt bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck.
Die Blu Ray Qualität ist sehr gut und es gibt noch ein 20minütiges Making-of und drei Deleted Scenes in den Extras.
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am 6. Juli 2013
...fand ich diesen film zu gucken. ich kenne das Buch nicht und denke mir es ist viel aufschlussreicher als der film. Die Geschichte (bei anderen Rezessionen ausführlich erläutert) an sich ist schon interessant und ich hätte mir sehr gewünscht es wäre nicht so wirr und seltsam dargestellt. Also einfach anders erzählt hätte der film richtig gut und interessant sein können. So war er leider nicht ganz mein Fall.
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am 12. November 2013
Das Buch habe ich verschlungen, auch das Hörbuch dazu mehrmals angehört. Ich mag die Stimmung die in dem Buch erzeugt wurde (irgendwie depressiv).

Der Film war nicht schlecht gemacht - mir persönlich aber etwas zu erdrückend/depressiv. Hab ihn nicht fertig angesehen. Ich bin aber davon überzeugt, dass es ein guter Film ist, der auch sehr nahe an das Buch ran kommt.
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