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81 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemloser Survival-Trip
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich...
Veröffentlicht am 30. September 2012 von Steffen Deubel

versus
76 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unentschlossen
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen...
Veröffentlicht am 9. September 2012 von J76ET


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81 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemloser Survival-Trip, 30. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich und entspricht in keinstem, dem was ich gesehen hab.
Und das war ein absolut stimmungsvoller und sehr spannender Ausflug in die Wildnis von Alaska, dazu ein rau in Szene gesetztes, geradliniges Survival-Drama mit Horror-Touch und dezenter philosophischer Note. Darüberhinaus einen Liam Neeson in der Hauptrolle, der mich als tougher Action-Held, aber auch als echter Charakterdarsteller, wieder mal komplett überzeugt hat und keineswegs, wie ich es hier auch schon las, enttäuscht.
Kurz den Inhalt wiedergegeben, geht es in "The Grey", um den Biologen John Ottway (Liam Neeson), der nach dem Tod seiner Frau psychisch schwer gebrochen ist und den eigentlich nur sein Job als Jäger im Dienste einer Ölraffiniere in der eisigen Einöde Alaskas noch am Leben hält. Als er dann zusammen mit einer Gruppe von Kollegen mitten in die Schnee-Hölle von Alaska abstürzt, beginnt sein Kampf ums nackte Überleben mit eigentlich keinerlei Aussicht auf Rettung, wo sie dann auch noch ohne Proviant und bei klirrender Kälte einem hungrigen Wolfsrudel ausgesetzt sind.
Klar kann bei der Inszinierung jetzt auch Kritik üben, da wäre ich der letzte, der das nicht akzeptiert, und natürlich gibt es, wie in fast jedem Film, auch hier einige Logiklöcher und auch die CGI-Wölfe fand dich nicht immer sauber getrickst, aber im großen und ganzen erlebt man in diesem Film einen Kampf Mensch gegen Natur im eisigen Nichts von Alaska, der dieses Feeling hervorragend ins warme Wohnzimmer transportiert. Dieses Gefühl hatte auf jeden Fall ich, die auswegslose Situation der Protagonisten sowie die bittere Kälte, verursachten zumindest bei mir immer wieder beklemmende Gefühle, die wieder und wieder prägnanten und blutigen Attacken der Wölfe dann dazu passend den lupenreinen Nervenkitzel. Dabei fand ich die Kameraführung, die ich hier auch schon schwach und als Handykamera las, im Gegenteil stark, wobei sie auch, meiner Meinung nach, bewußt unruhig und wirbelnd einen Zustand der Orientierungslosigkeit auslösen soll, um das Szenario auch auf mich als Zuschauer zu übertragen, was bei mir zumindest wunderbar funktioniert hat.
Ebenso beeindruckend fand ich dann auch zu beobachten, wie echte Männer sukzessive vom Alphatier zum Betamännchen zusammenschrumpfen und nur noch zum Spielball der Natur degradiert werden. Ab dann herrschte bei mir wirklich nur noch Ehrfurcht, die sich aus der Ambivalenz der Natur speiste, in der Schönheit und Schrecken Hand in Hand gehen, denn die atemberaubenden fotographierten Landschaften werden hier zur eindrucksvollen Kulisse des Sterbens.
Zu der Charakterisierung der Wölfe will ich jetzt noch ein Wort verlieren, da man ihre Darstellung als unerbittliche Jäger, wie ich finde, gar nicht so überwerten sollte, denn mit den eigentlichen Verhaltensweisen von Wölfen in der Natur, hat der Film eigentlich wenig am Hut (im übrigen porträtiert ja auch "Der weiße Hai" nicht die wahre Natur von Haien), es geht dann doch hauptsächlich darum, eine stets präsente, förmlich greifbare und dennoch immer auch dämonisch unnahbare Bedrohung aufzubauen, die die Gruppendynamik und den Story-Fortgang mächtig anheizt.
Das fand ich dann auch wirklich gut gelungen, der Adrenalinpegel stieg bei mir ab dem furchterregenden Flugzeugabsturz immer weiter und beständig an.
Und auch Liam Neeson als unkaputtbare Überlebensmaschine war für mich, wie schon so oft in vielen seiner großartigen Rollen (Schindlers Liste, 96 Hours etc.) eine Offenbarung und entwickelt sich im Laufe des Films wunderbar vom depressiven Zeitgenossen zum furchtlosen Anführer und sein Überlebenskampf entwickelt sich mehr und mehr zur großen Entscheidungsfrage, ob der emotionalen Genesung bei Überleben dieser Hölle.
Bei der Umsetzung auf Blu-ray, die eigentlich recht ordentlich ausgefallen ist, will ich vorallem die hervorragende Soundkulisse hervorheben, die die bedrohliche Stimmung akkustisch absolut erfahrbar macht und eine sehr starke Signalortung bietet. Das Bild kann da zwar nicht ganz mithalten, bringt aber eigentlich dennoch die raue Qualität des Inhalts technisch und ästhetisch sehr stringend rüber, und das hauptsächlich mit kalten Farben und ständig präsentem Korn.
Bei den Extras, das geb ich zu, hätte ich mir dagegen eine etwas liebevollere Gestaltung gewünscht, allerdings trübt es meinen sehr guten Gesamteindruck der Scheibe nicht sonderlich.
Schlußendlich empfehl ich auf jeden Fall jedem selber sich ein Bild von "The Grey" zu machen und sich auch erst gar nicht von den hier sehr schwachen Bewertungen beeinflussen zu lassen. Denn wenn man sich auf diesen spannenden Survival-Trip ins ewige Eis von Alaska einläßt und ohne Vorurteile an den Film herangeht, wird man auch auf keinen Fall enttäuscht.
Und eines ist nach Ansehen auch gewiß: Man wird auf jeden Fall froh gewesen sein, daheim im warmen Wohnzimmer gesessen zu haben !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein guter Survival-Trip alter Schule, 26. Mai 2013
Von 
Sirius-sx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Keine Spoiler, ich verrate nichts.

"The Grey" bietet nach gefühlten 10 Jahren endlich mal wieder einen richtig guten Survival-Trip, der genauso spannend ist wie z. B. "Am wilden Fluss" oder "Auf Messers Schneide". Ich kann mich nicht erinnern seit diesen letzten beiden je wieder einen so guten Vertreter dieses Genres gesehen zu haben. Gute Streifen sind in dem Bereich leider reinste Mangelware!

"The Grey" bietet alles, was ein guter Survival-Film haben muss: Gute Darsteller, glaubhafte Charaktere, eine beklemmende Kulisse, eine realistisch ausweglose Situation, zahlreiche Gefahren und eine Mordsspannung.
Besonders bedrohlich sind hier die Wölfe. Um das zu erreichen, mussten die Macher sie ein wenig dämonisieren. Denn ein normales Wolfsrudel hätte schlicht einen großen Bogen um die Verunglückten gemacht. Da abgerichtete Wölfe nie das tun würden, was im Film von ihnen abverlangt wird und es zudem viel zu gefährlich wäre, gibt es oft Puppen oder CGI-Tiere. Das sieht man zwar, aber schlecht gemacht ist es nun auch wieder nicht.
Dass sich die Wölfe nicht normal verhalten, macht einen gewissen Reiz aus. Der Zuschauer weiß, diese Tiere wollen gezielt töten, sie werden nicht aufgeben und sie sind überlegen.
Es gibt immer wieder Schockmomente, die einen zusammenzucken lassen, was oft schlimmer als in Horrorfilmen ist.

"The Grey" bietet nicht nur atemlosen Überlebenskampf, sondern auch immer wieder ruhige Töne. So wird sich Zeit für die Charaktere und ihre Entwicklung genommen und das genau im richtigen Maß. Das macht ihr Scheitern im eisigen Würgegriff der Natur noch eindringlicher. Zu Hause friert man regelrecht mit und spürt wie erbarmungslos die Wildnis ist.
Der Film ist insgesamt sehr bedrückend, mehr will ich nicht verraten.
Natürlich gibt es hier und da Logiklöcher und die Verunglückten handeln nicht immer rational, aber man muss auch ehrlich sagen, dass es kaum auffällt. Bis auf die Tatsache, dass niemand auf die Idee kommt die Leichen zu essen. Stattdessen hungern sie lieber und machen sich Gedanken wie sie an Essen kommen. Oder da spielt der ausgedachte Plan samt Stocknummer plötzlich keine Rolle mehr. Wieso das denn?

Wer endlich mal wieder einen spannenden und sauguten Survival-Trip seit "Am wilden Fluss" und "Auf Messers Schneide" sehen will, der sollte sich "The Grey" auf keinen Fall entgehen lassen.

Bild und Ton der Blu Ray sind in Ordnung.
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76 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unentschlossen, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen sollen, die Stimmung ist abgeklärt, nüchtern und etwas düster. Ottway ist durch den Verlust seiner Frau so lebendsmüde und abgestumpft geworden, daß er (etwas überraschend für den Zuschauer) sogar einen Suizidansatz wagt, jedoch abbricht. Seinen Job als gemieteter Jäger hingegen, macht er jedoch sehr professionell und zuverlässig.
Zu erwarten ist ein Horrorthriller mit Tieren - in diesem Fall ein Rudel Wölfe, daß in der Regel einen Ablauf im Stil von der "Der weiße Hai" oder ähnlichen Filmen hat. Ich kann vorwegnehmen: im wesentlichen ist das auch hier so. Aber man merkt, daß die Filmemacher hier etwas tiefgründiger und subtiler vorgehen wollten. Zum einen mit der Wahl von Liam Neeson als Hauptdarsteller (man hätte ja auch Jason Statham o.ä. nehmen können), zum anderen sind die Angriffszenen der Wölfe oder Szeneneinstellungen von Leichen o.ä. nicht so offensichtlich, d.h. sehr schnelle Schnitte oder nur Bildausschnitte (eine blutige Hand o.ä.) zu sehen. Also wer auf blutige Splatterfilme steht. wird hier nicht auf seine Kosten kommen.

Ich bin eigentlich immer dafür Filme nicht zu "zerreden". Ein Film sollte als "Film" wahrgenommen werden. Da muß nicht alles realitätsgetreu ablaufen. Das klappt vor allem für Filme, die ohnehin dem Bereich der Fiction entspringen (Comicverfilmungen wie "Avengers", "Hulk" oder "Superman" etc). Bei Filmen aber, wie "The Grey", die so authentisch und realitätsnah sein wollen, fallen Diskrepanzen zur Realität eben eher auf, und stören mich dann irgendwie doch.

Zunächst mal das Positive. Der Film IST immer wieder spannend und vor allen einige Szenen (der Flugzeugabsturz, die Überbrückungder Schlucht etc) sind hervorragen und packend inszeniert. Schön ist auch die Darstellung der einzelnen Charaktere dieser typischen "gestrandeten Gruppe", die jetzt zusammenarbeiten müssen.

ABER das positive des Films wird immer wieder etwas durch unlogische Verhaltensweisen, Anknüpfungsfehler oder Nichtnutzen von "Chancen" gestört. Außerdem stört mich die Dramaturgie des Films.
Eine gewisse Vorhersehbarkeit ist bei solchen Filmen in Ordnung und erhöht sogar die Spannung (man weiß ja schon, daß ein Schwimmer beim weißen Hai angegriffen werden wird..bloß nicht wann). Man könnte sich jetzt schon darüber streiten, ob das Verhalten des Wolfsrudels "wölfisch" ist oder nicht - vermutlich nicht. Aber es sind halt besonders aggressive Wölfe. Das ist ok.
Das Erste, was mich wirklich gestört hat, war die (schwere,fast spritzende) Bißwunde am Oberschenkel von Ottway. Die Überraschung für den Zuschauer war sehr gelungen (Hauptdarsteller ist verletzt!) und man denkt "ok, das wird ihn später im Film bestimmt zu schaffen machen... Tut sie aber nicht !- den ganzen Film lang geht, läuft, rennt und sprintet er mit seinem Verband oberhalb des Knies ohne eine merkliche Einschränkung. Das ist wirklich unnötig. Hätte er keine sichtbare Verletzung nach dem Angriff davongetragen (hatte ja mehrere Schichten Jacken übereinander an)- wäre es gut gewesen.

Die Gruppe wandert nach Süden in ein bewaldetes Gebiet und wird kurz vor Erreichen der Baumgrenze von 2(ggf 3) Wölfen angegriffen, die vom offenen Land aus von hinten auf sie zurennen. Falls irgendjemand, der das hier liest, auch nur einen kniehohen Hund hat, und schon mal versucht hat von ihm wegzurennen, wird bestätigen, daß man keine 12 Meter weit kommt. Also hier hätte es ein Opfer geben müssen.
Dann sind sie in dieser (strategisch äußerst ungünstigen) Talmulde im Wald umzingelt von hörbar-gefühlten 15 Wölfen (die nicht gemeinsam angreifen). Keiner kommt auf die Idee auf einen Baum zu klettern (also ich wäre sofort irgendwo hoch). Dann hat jeder von ihnen ein offenbar scharfes Messer, um sich einen Pfahl anzuspitzen und eine merkwürdige Konstruktion mit Munition zu basteln. Das Messer selbst wird aber weder davor noch später ernsthaft als Waffe eingesetzt. Niemand hat das Bedürfnis (weder beim Flugzeug noch später) sich irgendein Schlag-Gegenstand (ähnlich einem Baseballschläger) zu besorgen, um wenigsten irgendeine Waffe zu haben. Das sind störende Gedanken, die ständig beim Schauen des Films auftauchen...

Weiterhin geografische Anknüpfungsfehler. Die Gruppe (oder später Teile von ihr) wandert nach Süden auf diese Bewaldung zu. Gehen weiter und überqueren mittels eines (aus Kleidung!) geknoteten Seils eine mindestens 8-10 Meter breite und geschätzte 50m tiefe Schlucht um den Wölfen zu entkommen (Gedächtnisprotokoll-Zitat: "Die Wölfe oder die Schlucht.."). Und was passiert auf der anderen Seite ?- sie werden schon von den Wölfen erwartet ! Häh? Können die Wölfe fliegen ?

Das hat mich schon irgendwie genervt. So langsam verliert der Film seine im ersten Drittel gesammelten Bonuspunkte zu verlieren. Jetzt stellt sich langsam auch die Frage : wird der Darsteller "erwartungsgemäß" nach langem Ringen mit den Naturgewalten als Belohnung obsiegen ? (man wünscht es sich ja eigentlich). NEIN er tut es nicht. Wie ein blödes Schaf trottet er natürlich genau auf den Wolfsbau zu. Die davor eingefügte pseudotiefgründige Charakterszene in der er alle gesammelten Geldbeutel der Flugzeugopfer und Kameraden sortiert, aufstapelt und sich mittels der vergilbten Portemonaefotos und einem Reim aus Kindertagen Mut und Motivation zuspricht, entschädigt leider nicht für den schnöden Abgang mittels (vorhersehbar negativen) "open ends" des Films.

Fazit: Also der Film konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen. Er scheitert irgendwie an dem Versuch anders sein zu wollen. Manchmal reicht einfach ein "weißer Hai" mit klassischem Ablauf. Der Zuseher will eigentlich, daß der Held gewinnt. Nicht, daß er scheitert. Es darf auch ruhig etwas unrealistisch zugehen- aber dann richtig. Das Problem bei dem Film ist, daß er sich nicht ganz entscheiden will. Es wirkt alles wäre der Film in verschiedenen Versionen gedreht worden und man hätte ihn im Schnitt falsch zusammengesetzt- denn irgendwas an der Dramaturgie stört. Der Film mit diesem (negativen) Ende wäre rund gewesen, wenn der(ohnehin psychisch gebrochene) Hauptdarsteller von Anfang an mit dem verletzten Bein Probleme gehabt hätte-oder zumindest im Lauf der Verfolgung bekommen hätte. Er hätte sich dann immer schwerer angeschlagen für die ganze Gruppe aufgerieben bis es einfach nicht mehr ging und hätte dann mit diesem Opfer für die Gruppe einen letzten Sinn im Leben gefunden. Das wäre glaubwürdiger und zufriedenstellender. Vielleicht war es auch so gemeint - konnte aber nicht überzeugend transportiert werden.
Aber so habe wir einen Hauptdarsteller, der gerade eigentlich eben noch einen Selbstmordversuch abgebrochen hat, plötzlich im Angesicht des Todes nach dem Absturz wieder scheinbar zu voller psychischer und physischer Form aufläuft. Sich dann ziemlich unbeeinträchtigt durch die Natur schlägt, um dann irgendwie am Ende doch zu "versagen". Das enttäuscht irgendwie ziemlich.
Schade.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Inmitten des Lebens sind wir vom Tode umfangen“, 10. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
John Ottway (Liam Neeson) arbeitet als Jäger für einen Ölkonzern in der Wildnis Alaskas. Seine Aufgabe ist es Wölfe zu schießen, die die Arbeiten auf den Ölfeldern gefährden, eine Beschäftigung, die ihm nicht gefällt. Wie das Leben an sich, das ihm fast unerträglich geworden ist – der Grund für seine Flucht in diese Eiswüste. Aber für den letzten, entscheidenden Schritt fehlt ihm der Mut. Als nun der letzte Tag seines Engagements in Alaska gekommen ist, besteigt er, zusammen mit anderen Arbeitern, ein klappriges Flugzeug, das sie zurück in die Zivilisation bringen soll. Doch sie geraten in einen Schneesturm und stürzen inmitten der eisigen Wildnis ab. Nur wenige überleben. Die völlig zertrümmerte und über Quadratmeilen verstreute Maschine bietet kaum Schutz, sie haben nur wenig zu essen und keine Waffen, und mit Rettung ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Zudem müssen sie bereits in der ersten Nacht feststellen, dass sie sich im Revier besonders mörderischer Wölfe befinden, die zahlreich und unablässig das Lager umstreifen um immer wieder plötzlich und unerwartet zuzuschlagen. Darum beschließen die Überlebenden das Lager zu verlassen, anstatt auf Rettung zu warten, und sich auf eigene Faust einen Weg zurück in die Zivilisation und damit in das Leben zu suchen. Eine mörderische Odyssee durch die unwirtlichen Weiten Alaskas beginnt...

Die 2011 in die Kinos gekommene Verfilmung des Romans „Ghost Walker“ von Ian MacKenzie Jeffers (The Grey by Jeffers, Ian Mackenzie (2013) Paperback) entstand unter der Regie von Joe Carnahan, der auch für Filme wie „Narc“ und „Das A-Team“ verantwortlich zeichnete. „The Grey“ schlägt eher in die Kerbe des ersteren Films, ist ähnlich unerbittlich hart und düster und legt mehr Augenmerk auf Psychologie und die Botschaft hinter der Handlung als auf vordergründige Action. Produziert wurde der Film von der Firma Scott Free, der Brüder Ridley und Tony Scott. Und im Zusammenhang mit dem Tod des letzteren, der hier als ausführender Produzent fungierte und sich im Jahr nach Erscheinen des Films von einer Brücke in Los Angeles stürzte, erlangt „The Grey“ einen sehr bitteren Beigeschmack. Über einen Zusammenhang möchte ich aber keine Mutmaßungen anstellen.

Die brillanten, kontrastreichen Bilder des Kameramanns Masanobu Takayanagi lassen ein wenig an die Scott-Brüder denken. Wobei die Bildästhetik vor allem durch einen knallhart nüchternen, ungeschönten Blick überzeugt. Und auch die religionskritischen Untertöne passen gut zum Oevre besonders Ridley Scotts. Meisterhaft, geradezu haptisch, wurden scheinbare Nebensächlichkeiten in Szene gesetzt, wie zum Beispiel die unangenehme Enge im durch die arktischen Luftlöcher rumpelnden Flugzeug zu Beginn des Films oder der desolate Absturzort. Fast ist es als wäre man dabei. Grandios originell auch wie brutal die eiskalte Wirklichkeit Ottway immer wieder aus den sehnsüchtigen Träumen an seine Frau reißt.

Bereits in den ersten Minuten wird deutlich, dass es nicht wirklich um Action und Abenteuer geht – wenngleich insbesondere der Flugzeugabsturz äußerst effektvoll inszeniert ist. Und obwohl der Film das Genre des Tier-Horrors deutlich touchiert, täte man ihm Unrecht ihn darauf zu reduzieren. Denn all das ist nur die Form in die dieser filmische Exkurs über den Tod, der in diesem Film allgegenwärtig ist, das Leben, das hier nur in den Erinnerungen und Hoffnungen zu existieren scheint, und deren Bedeutung für uns, gegossen ist. „The Grey“, das sind natürlich die Wölfe, die als graue Schatten in der unergründlichen Weite der weißen Hölle lauern. „The Grey“, das ist aber auch jene Grauzone in der sich Ottway und seine Gefährten, und letztlich wir alle, bewegen, der schmale Grat zwischen Leben und Tod, auf dem wir tagtäglich balancieren auf der Suche nach dem einen, aber ständig bedroht durch das andere, das letztlich immer obsiegen wird.

Die handelnden Figuren sind hervorragend besetzt und gezeichnet. Allen voran überzeugt natürlich Liam Neeson als John Ottway (gesprochen als „Oddway“ übrigens ein vielsagender speaking Name, worauf auch im Film unnötiger Weise hingewiesen wird). Aber auch Frank Grillo, Dermot Mulroney, Dallas Roberts und die anderen verstehen es ihren Charakteren Profil zu verleihen.

Man mag kritisieren, dass die Wölfe nicht wie richtige Wölfe sind – nicht nur weil sie aus dem Computer kommen – sondern viel mehr dämonische Überwesen. Man mag auch kritisieren, dass der Film sich, besonders zum Schluss hin, vordergründig betrachtet etwas einförmig und aktionsarm dahinzieht und auch den Plot mit den Wölfen nicht immer konsequent verfolgt. Inhaltlich aber ist „The Grey“ ein außergewöhnlich ambitionierter Film, der nachdenklich macht. Ein existenzialistisches Überlebensdrama der Extraklasse.

Für die eindringliche, teils anrührende, teils spannungstreibende Filmmusik zeichnet Ridley Scotts Hauskomponist, der geborene Münchener Marc Streitenfeld („American Gangster“, „Robin Hood“, „Prometheus“...) verantwortlich ("The Grey" von Marc Streitenfeld).
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4.0 von 5 Sternen Mensch gegen Natur, 8. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Handlung:

John Ottway arbeitet in Alaska bei einem Ölunternehmen als Jäger, um die dortigen Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Bei einem Flug in Richtung Heimat stürzt das Flugzeug, in dem John und andere Arbeiter mitfliegen, ab als es in einem Starken Sturm gerät.
Mitten in der Wildnis wachen einige Überlebende des Flugzeugabsturzes auf und befinden sich schutzlos der Kälte ausgeliefert wieder, ohne Nahrung und Proviant. Die einzige Gefahr sind nicht nur Kälte und Hunger, sondern auch hungrige Wölfe, in dessen Revier sich die überlebenden Männer befinden.
Die Gruppe macht sich zum Süden auf, in der Hoffnung den Wölfen zu entkommen und Zivilisation und Schutz zu finden, doch müssen die unterschiedlichen Männer zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen.

Technisches:

Das Bild sieht gut sehr gut aus, wobei der Großteil der Szenen meist Abends statt finden, bzw im Dunkeln. Die Wölfe sieht man nicht immer voll als Tier, oft sieht man nur einen Teil eines Wolfes in schnellen Schnitten.
Der Ton klang sehr gut, der Schneesturm ist im Film aber meist vertreten und teilweise war der lauter als die Stimmen der Darsteller. Die Dialoge sind passend, die Synchronsprecher überzeugten.
Schauspielerisch konnte man nichts negatives feststellen.
Ab und an gab es für mich unlogische bzw nicht ganz nachvollziehbare Handlungen der Darsteller (z.b nicht genutzte Chancen bei der Suche nach Waffen, das Verhalten der Wölfe).
Blutig ist der Film ab und an, aber man darf kein Actionfeuerwerk erwarten oder eine Gewaltorgie.

Fazit:

Teils unlogischer Film, welcher aber meist recht spannend in Szene gesetzt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wölfe sind ihnen auf der Spur., 31. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Nach einem Flugzeugabsturz finden sich ein paar überlebende bei dem Wrack wieder und versuchen sich in die Zivilisation durchzuschlagen und sind dabei nicht allein.. Wölfe sind ihnen auf der Spur. Nun heißt es vorsichtig und wachsam sein. Ein sehr großes Abenteuer das jedoch, meiner Meinung nach, gegen Ende etwas nachlässt. Deshalb nur 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Grey - Unter Wölfen, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Amazon Versand war schnell und gut, wie eigentlich immer. Der Film war sehr spannend, nur das Ende war für mich nicht sonderlich Zufriedenstellend.
Inhalt:
Nachdem John Ottway (Liam Neeson) die Bohrarbeiter eines großen Ölunternehmens in Alaska erfolgreich geschult hat wie man sich vor wilden Tieren schützt, macht er sich per Flugzeug auf den Rückweg nach Hause. Doch das Flugzeug gerät mitten in einen Schneesturm und es kommt zum Absturz. Gestrandet in der eisigen Tundra machen sich die wenigen Überlebenden auf den Weg Richtung Süden. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen Hunger und Kälte, denn auch ein Wolfsrudel, in dessen Jagdgebiet sie gelandet sind, hat längst ihre Fährte aufgenommen. Schnell stellen sie fest, dass sie zusammenarbeiten müssen, um schneller voran zu kommen und der drohenden Gefahr zu entgehen. Um die Teamfähigkeit der Gruppe steht es jedoch nicht besonders gut, so fällt es der heterogenen Gruppe der acht Überlebenden nicht leicht zusammen zu arbeiten. Aber Fehler und Egoismen darf sich bei diesem Kampf um Leben und Tod keiner erlauben, denn das würde die ganze Gruppe in Gefahr bringen.

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Spoiler
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Ich fand das Ende Unbefriedigend, weil der Film kurz vor dem Kampf gegen den Leitwolf einfach aufhört. Und nur wenn man den ganzen Abspann schaut, merkt man, das am Ende des Films noch eine kurze Szene ist, die den Film aber trotzdem offen Enden lässt, weil der Wolf noch Atmet, aber Liam Neeson alias John Ottway liegt an ihm gelehnt, also auch noch am Leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchschnittlich spannender Thriller, 15. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1. Das Steelbook ist sehr schön gearbeitet und von sehr guter Qualität

2. Der Film als solcher ist einigermaßen spannend bis gut spannend. Sicher hätte man aus der Story noch ein wenig mehr machen können. Irgendwie stirbt es sich zu schnell und man stumpft ein wenig ab und etwas Langeweile kommt auf. Für einen Abend mit Freunden sicherlich keine falsche Wahl.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und wieder einer weg ..., 10. November 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Es handelt sich hier um einen reinen Survival Film über eine Gruppe Überlebender eines Flugzeugabsturzes, so dass natürlich der Ablauf des Filmes schon etwas vorhersehbar ist. Erstes Highlight des Filmes ist der Absturz selbst, der sehr packend umgestzt wurde. Während die Gruppe Überlebender unter der "Führung" von Liam Neeson danach versucht sich in Sicherheit zu bringen, wird sie von einem Rudel Wölfen verfolgt, die halt einen nach dem anderen erwischen, bis nur noch einer übrig ist. Viel mehr kann man bei einem solchen Szenario eben auch nicht erwarten.

Um was es ja eigentlich bei solchen Filmen geht ist weniger eine innovative Handlung sondern vielmehr um atmosphärich dichte Spannung, die sich bis zum nägelzerkauenden Finale immer weiter aufbaut. Tja, um es vorweg zu nehmen, meine Fingernägel habe ich mir jetzt nicht gerade abgekaut.

Was der Film sicherlich gut macht ist die fast perfekte Umsetzung der Schnee- und Bergkulisse in den Film. Es wird teilweise auch komplett auf die in diesem Genre so beliebte unheilschwangere Hintergrundmusik verzichtet, so dass der pfeiffende Wind und die Umgebungsgeräusche das einzige sind, was man zu hören bekommt. Ich habe mir den Film (laut) mit meinen Kopfhörer angehört und muss sagen, das mir das Stilmittel (teilweise keine Hintergrundmusik) schon ziemlich gut gefallen hat. Es trägt ungemein zur Atmosphäre bei und man fühlt förmlich den eiskalten Wind im Gesicht und die schiere Ausweglosigkeit der Situation für die Überlebenden.

Der Ablauf der Story verläuft dann doch sehr nach Schema F und die Dialoge zaubern einem doch das eine oder andere Stirnrunzelnen ins Gesicht. Und obwohl Wölfe in der Natur ein sehr schlaues Jagdverhalten zeigen, wirken die hier gezeigten computeranimierten (Urzeit)Wölfe doch ein wenig zu intelligent, um noch ansatzweise glaubwürdig zu erscheinen. Wenn Wölfe so schlau wie im Film wären und die Menschen so intelligent wie im Film gezeigt, hätten wir uns als dominante Spezies auf diesem Planeten wohl eher nicht durchgesetzt. Aber zum Glück ist es ja nur ein Film.

Liam Neeson, den man ja durchaus mal als Charakterdarsteller bezeichnen konnte, zeigt hier seine beste schauspielerische Leistung seit seiner Rolle als Jedi Ritter in Star Wars (wer hat da gerade gelacht?) Na ja, er wird wohl auch das Geld brauchen wie wir anderen auch.

Ansonsten ein Survival Film nach dem bewährten 10 Negerlein Schema, der durch die landschaftliche Kulisse durchaus seinen Reiz bietet. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten.
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36 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das lange eisige Lied vom Sterben!, 26. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Flugzeugabsturz im tiefsten Alaska. Die meisten Passagiere werden sofort getötet oder sterben sehr bald qualvoll. Eine Handvoll Männer versucht den langen Weg durch tiefsten Schnee und 30 Grad Kälte zurückzulegen um in irgendeiner Form in bewohntes Gebiet zu kommen.Ohne Verpflegung, ohne Schutz vor der Kälte. Rettung von ausserhalb ist nicht zu erwarten. ("Wenn sie statt zweien hunderte Rettungsflugzeuge schicken würden, vielleicht! Doch so werden sie uns niemals finden.")
Grösste unmittelbare Gefahr und damit eine ständige Todesangst und Panik, die sich fühlbar auf den Zuschauer überträgt sind jedoch die unablässig drohenden Angriffe wilder Wölfe, die bei Tag und Nacht aus dem Nichts zuschlagen und denen sich die Gruppe ohne Waffen erwehren muss. Diese Szenen sind blankester perfekter TierHorror und lassen dem Zuschauer entsetzt das Blut in den Adern gefrieren. Viele andere Überlebenskämpfe sorgen ebenfalls für schweissnasse Hände. So die Überquerung einer Schlucht, der Sturz in reissendes Gewässer.
Alles perfekt und hautnah gefilmt, dazu die hinreissende unerbittliche Landschaft. Dies alles ergäbe schon einen sehr guten Abenteuerfilm, doch dieser Film ist viel mehr. Schon bei der Inszenierung des Flugzeugabsturzes zeigt sich die Meisterschaft und Ambitioniertheit dieses Films. Herkömmliche Actionfilme hätten mit der heute zur Verfügung stehenden Technik ein Feuerwerk an Special Effekts abgebrannt, das in der Erinnerung der Zuschauer auch genauso schnell wieder verpufft wäre. Hier bleibt ohne Schnitt nach aussen die Kamera in der Kabine. Auf den Gesichtern. Ein gelegentliches Ruckeln, das noch Anlass zum Scherzen gibt, zunehmende Unsicherheit und Angst, Gedankensplitter zurück in die Arme des geliebten Menschen, dann der Aufprall. Ja dieser Film handelt fürwahr vom Sterben. Unsere eigene Endlichkeit, unsere Ängste werden uns ab jetzt im Gewand eines Actionfilms zwei Stunden, wie ein Spiegel vorgehalten. Archaisch und elegisch werden Grundfragen nach dem Sinn unsererExistenz gestellt. Wie verhalten wir uns im Angesicht des Todes? Wie haben wir gelebt? Was geschieht mit uns?
Viele kleine Szenen, die unter die Haut gehen und die zum menschlich berührendsten gehören, was in der letzten Zeit zu sehen war. Liam Neeson, wie er lange einem Sterbenden die Hand hält, ihn die Unerbittlichkeut des Todes aktzeptieren lässt und ihn quasi in ein Jenseits hinüberbegleitet. Liam Neeson, wie er als letzte Ehrerbietung die Geldbörsen der Gestorbenen den Film über immer wieder ansich nimmt um diese mit den darin enthaltenen Erinnerungsbildern irgendwann an Angehörige zurückzugeben. Im tiefsten Inneren weiß er das das niemals passieren wird, denn die grandiose Landschaft in der sie verloren sind ist ein großes weißes unerbittliches Leichentuch, und die Wölfe schon fast mythisch angehauchte Überboten des Todes.
Darum geht es in dem Film, wie gehen wir mit dieser Unabhänderlichkeit um. Resignieren wir, werden wir wahnsinnig oder stellen wir uns stolz dem letzten (Lebens)-Kampf, der letzen Schlacht, auch wenn wir sie nicht gewinnen können. " Wo bist du Gott. nun zeige dich wenn es dich gibt. Verdiene es Dir, dass ich an dich glaube", so der herzzerreissende Schrei, das letzte Aufbäumen Liam Neesons am Ende des Films. Liam Neesons Leistung trägt den Film, seine Leistung hätte den Oscar verdient. Dieser Bär von einem Mann, mit dem Blick eines verängstigten Kindes, der dennoch sein Schicksal annimmt und kämpft obwohl er bereits, wie am Anfang des Films angedeutet, seinen Lebenswillen, seine grosse Liebe schon lange verloren hat. In diesem zerfurchten Gesicht zeigen sich alle Emotionen für den Zuschauer in schmerzhafter Deutlichkeit. Wenn die letze Einstellung des Films vorbei ist, fühlt mann; dies war ein grosser, ein bewegender und erhebender Film, den man nicht mehr vergessen wird. Für soche Filmerfahrungen ist das Kino erfunden worden.
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