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74 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemloser Survival-Trip
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich...
Vor 19 Monaten von Steffen Deubel veröffentlicht

versus
71 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unentschlossen
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen...
Vor 19 Monaten von J76ET veröffentlicht


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74 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemloser Survival-Trip, 30. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich und entspricht in keinstem, dem was ich gesehen hab.
Und das war ein absolut stimmungsvoller und sehr spannender Ausflug in die Wildnis von Alaska, dazu ein rau in Szene gesetztes, geradliniges Survival-Drama mit Horror-Touch und dezenter philosophischer Note. Darüberhinaus einen Liam Neeson in der Hauptrolle, der mich als tougher Action-Held, aber auch als echter Charakterdarsteller, wieder mal komplett überzeugt hat und keineswegs, wie ich es hier auch schon las, enttäuscht.
Kurz den Inhalt wiedergegeben, geht es in "The Grey", um den Biologen John Ottway (Liam Neeson), der nach dem Tod seiner Frau psychisch schwer gebrochen ist und den eigentlich nur sein Job als Jäger im Dienste einer Ölraffiniere in der eisigen Einöde Alaskas noch am Leben hält. Als er dann zusammen mit einer Gruppe von Kollegen mitten in die Schnee-Hölle von Alaska abstürzt, beginnt sein Kampf ums nackte Überleben mit eigentlich keinerlei Aussicht auf Rettung, wo sie dann auch noch ohne Proviant und bei klirrender Kälte einem hungrigen Wolfsrudel ausgesetzt sind.
Klar kann bei der Inszinierung jetzt auch Kritik üben, da wäre ich der letzte, der das nicht akzeptiert, und natürlich gibt es, wie in fast jedem Film, auch hier einige Logiklöcher und auch die CGI-Wölfe fand dich nicht immer sauber getrickst, aber im großen und ganzen erlebt man in diesem Film einen Kampf Mensch gegen Natur im eisigen Nichts von Alaska, der dieses Feeling hervorragend ins warme Wohnzimmer transportiert. Dieses Gefühl hatte auf jeden Fall ich, die auswegslose Situation der Protagonisten sowie die bittere Kälte, verursachten zumindest bei mir immer wieder beklemmende Gefühle, die wieder und wieder prägnanten und blutigen Attacken der Wölfe dann dazu passend den lupenreinen Nervenkitzel. Dabei fand ich die Kameraführung, die ich hier auch schon schwach und als Handykamera las, im Gegenteil stark, wobei sie auch, meiner Meinung nach, bewußt unruhig und wirbelnd einen Zustand der Orientierungslosigkeit auslösen soll, um das Szenario auch auf mich als Zuschauer zu übertragen, was bei mir zumindest wunderbar funktioniert hat.
Ebenso beeindruckend fand ich dann auch zu beobachten, wie echte Männer sukzessive vom Alphatier zum Betamännchen zusammenschrumpfen und nur noch zum Spielball der Natur degradiert werden. Ab dann herrschte bei mir wirklich nur noch Ehrfurcht, die sich aus der Ambivalenz der Natur speiste, in der Schönheit und Schrecken Hand in Hand gehen, denn die atemberaubenden fotographierten Landschaften werden hier zur eindrucksvollen Kulisse des Sterbens.
Zu der Charakterisierung der Wölfe will ich jetzt noch ein Wort verlieren, da man ihre Darstellung als unerbittliche Jäger, wie ich finde, gar nicht so überwerten sollte, denn mit den eigentlichen Verhaltensweisen von Wölfen in der Natur, hat der Film eigentlich wenig am Hut (im übrigen porträtiert ja auch "Der weiße Hai" nicht die wahre Natur von Haien), es geht dann doch hauptsächlich darum, eine stets präsente, förmlich greifbare und dennoch immer auch dämonisch unnahbare Bedrohung aufzubauen, die die Gruppendynamik und den Story-Fortgang mächtig anheizt.
Das fand ich dann auch wirklich gut gelungen, der Adrenalinpegel stieg bei mir ab dem furchterregenden Flugzeugabsturz immer weiter und beständig an.
Und auch Liam Neeson als unkaputtbare Überlebensmaschine war für mich, wie schon so oft in vielen seiner großartigen Rollen (Schindlers Liste, 96 Hours etc.) eine Offenbarung und entwickelt sich im Laufe des Films wunderbar vom depressiven Zeitgenossen zum furchtlosen Anführer und sein Überlebenskampf entwickelt sich mehr und mehr zur großen Entscheidungsfrage, ob der emotionalen Genesung bei Überleben dieser Hölle.
Bei der Umsetzung auf Blu-ray, die eigentlich recht ordentlich ausgefallen ist, will ich vorallem die hervorragende Soundkulisse hervorheben, die die bedrohliche Stimmung akkustisch absolut erfahrbar macht und eine sehr starke Signalortung bietet. Das Bild kann da zwar nicht ganz mithalten, bringt aber eigentlich dennoch die raue Qualität des Inhalts technisch und ästhetisch sehr stringend rüber, und das hauptsächlich mit kalten Farben und ständig präsentem Korn.
Bei den Extras, das geb ich zu, hätte ich mir dagegen eine etwas liebevollere Gestaltung gewünscht, allerdings trübt es meinen sehr guten Gesamteindruck der Scheibe nicht sonderlich.
Schlußendlich empfehl ich auf jeden Fall jedem selber sich ein Bild von "The Grey" zu machen und sich auch erst gar nicht von den hier sehr schwachen Bewertungen beeinflussen zu lassen. Denn wenn man sich auf diesen spannenden Survival-Trip ins ewige Eis von Alaska einläßt und ohne Vorurteile an den Film herangeht, wird man auch auf keinen Fall enttäuscht.
Und eines ist nach Ansehen auch gewiß: Man wird auf jeden Fall froh gewesen sein, daheim im warmen Wohnzimmer gesessen zu haben !
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71 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unentschlossen, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Der Film lief leider nicht in allen Städten im Kino, so daß ich mich lange auf den Film gefreut habe, und ihn gestern dann endlich geliehen habe.

Achtung SPOILERGEFAHR:

Ich hatte von dem Beginn des Filmes eigentlich ein gutes Gefühl. Der Film fängt mit Charakterszenen an, die dem Hauptdarsteller (Ottway) etwas Tiefe verleihen sollen, die Stimmung ist abgeklärt, nüchtern und etwas düster. Ottway ist durch den Verlust seiner Frau so lebendsmüde und abgestumpft geworden, daß er (etwas überraschend für den Zuschauer) sogar einen Suizidansatz wagt, jedoch abbricht. Seinen Job als gemieteter Jäger hingegen, macht er jedoch sehr professionell und zuverlässig.
Zu erwarten ist ein Horrorthriller mit Tieren - in diesem Fall ein Rudel Wölfe, daß in der Regel einen Ablauf im Stil von der "Der weiße Hai" oder ähnlichen Filmen hat. Ich kann vorwegnehmen: im wesentlichen ist das auch hier so. Aber man merkt, daß die Filmemacher hier etwas tiefgründiger und subtiler vorgehen wollten. Zum einen mit der Wahl von Liam Neeson als Hauptdarsteller (man hätte ja auch Jason Statham o.ä. nehmen können), zum anderen sind die Angriffszenen der Wölfe oder Szeneneinstellungen von Leichen o.ä. nicht so offensichtlich, d.h. sehr schnelle Schnitte oder nur Bildausschnitte (eine blutige Hand o.ä.) zu sehen. Also wer auf blutige Splatterfilme steht. wird hier nicht auf seine Kosten kommen.

Ich bin eigentlich immer dafür Filme nicht zu "zerreden". Ein Film sollte als "Film" wahrgenommen werden. Da muß nicht alles realitätsgetreu ablaufen. Das klappt vor allem für Filme, die ohnehin dem Bereich der Fiction entspringen (Comicverfilmungen wie "Avengers", "Hulk" oder "Superman" etc). Bei Filmen aber, wie "The Grey", die so authentisch und realitätsnah sein wollen, fallen Diskrepanzen zur Realität eben eher auf, und stören mich dann irgendwie doch.

Zunächst mal das Positive. Der Film IST immer wieder spannend und vor allen einige Szenen (der Flugzeugabsturz, die Überbrückungder Schlucht etc) sind hervorragen und packend inszeniert. Schön ist auch die Darstellung der einzelnen Charaktere dieser typischen "gestrandeten Gruppe", die jetzt zusammenarbeiten müssen.

ABER das positive des Films wird immer wieder etwas durch unlogische Verhaltensweisen, Anknüpfungsfehler oder Nichtnutzen von "Chancen" gestört. Außerdem stört mich die Dramaturgie des Films.
Eine gewisse Vorhersehbarkeit ist bei solchen Filmen in Ordnung und erhöht sogar die Spannung (man weiß ja schon, daß ein Schwimmer beim weißen Hai angegriffen werden wird..bloß nicht wann). Man könnte sich jetzt schon darüber streiten, ob das Verhalten des Wolfsrudels "wölfisch" ist oder nicht - vermutlich nicht. Aber es sind halt besonders aggressive Wölfe. Das ist ok.
Das Erste, was mich wirklich gestört hat, war die (schwere,fast spritzende) Bißwunde am Oberschenkel von Ottway. Die Überraschung für den Zuschauer war sehr gelungen (Hauptdarsteller ist verletzt!) und man denkt "ok, das wird ihn später im Film bestimmt zu schaffen machen... Tut sie aber nicht !- den ganzen Film lang geht, läuft, rennt und sprintet er mit seinem Verband oberhalb des Knies ohne eine merkliche Einschränkung. Das ist wirklich unnötig. Hätte er keine sichtbare Verletzung nach dem Angriff davongetragen (hatte ja mehrere Schichten Jacken übereinander an)- wäre es gut gewesen.

Die Gruppe wandert nach Süden in ein bewaldetes Gebiet und wird kurz vor Erreichen der Baumgrenze von 2(ggf 3) Wölfen angegriffen, die vom offenen Land aus von hinten auf sie zurennen. Falls irgendjemand, der das hier liest, auch nur einen kniehohen Hund hat, und schon mal versucht hat von ihm wegzurennen, wird bestätigen, daß man keine 12 Meter weit kommt. Also hier hätte es ein Opfer geben müssen.
Dann sind sie in dieser (strategisch äußerst ungünstigen) Talmulde im Wald umzingelt von hörbar-gefühlten 15 Wölfen (die nicht gemeinsam angreifen). Keiner kommt auf die Idee auf einen Baum zu klettern (also ich wäre sofort irgendwo hoch). Dann hat jeder von ihnen ein offenbar scharfes Messer, um sich einen Pfahl anzuspitzen und eine merkwürdige Konstruktion mit Munition zu basteln. Das Messer selbst wird aber weder davor noch später ernsthaft als Waffe eingesetzt. Niemand hat das Bedürfnis (weder beim Flugzeug noch später) sich irgendein Schlag-Gegenstand (ähnlich einem Baseballschläger) zu besorgen, um wenigsten irgendeine Waffe zu haben. Das sind störende Gedanken, die ständig beim Schauen des Films auftauchen...

Weiterhin geografische Anknüpfungsfehler. Die Gruppe (oder später Teile von ihr) wandert nach Süden auf diese Bewaldung zu. Gehen weiter und überqueren mittels eines (aus Kleidung!) geknoteten Seils eine mindestens 8-10 Meter breite und geschätzte 50m tiefe Schlucht um den Wölfen zu entkommen (Gedächtnisprotokoll-Zitat: "Die Wölfe oder die Schlucht.."). Und was passiert auf der anderen Seite ?- sie werden schon von den Wölfen erwartet ! Häh? Können die Wölfe fliegen ?

Das hat mich schon irgendwie genervt. So langsam verliert der Film seine im ersten Drittel gesammelten Bonuspunkte zu verlieren. Jetzt stellt sich langsam auch die Frage : wird der Darsteller "erwartungsgemäß" nach langem Ringen mit den Naturgewalten als Belohnung obsiegen ? (man wünscht es sich ja eigentlich). NEIN er tut es nicht. Wie ein blödes Schaf trottet er natürlich genau auf den Wolfsbau zu. Die davor eingefügte pseudotiefgründige Charakterszene in der er alle gesammelten Geldbeutel der Flugzeugopfer und Kameraden sortiert, aufstapelt und sich mittels der vergilbten Portemonaefotos und einem Reim aus Kindertagen Mut und Motivation zuspricht, entschädigt leider nicht für den schnöden Abgang mittels (vorhersehbar negativen) "open ends" des Films.

Fazit: Also der Film konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen. Er scheitert irgendwie an dem Versuch anders sein zu wollen. Manchmal reicht einfach ein "weißer Hai" mit klassischem Ablauf. Der Zuseher will eigentlich, daß der Held gewinnt. Nicht, daß er scheitert. Es darf auch ruhig etwas unrealistisch zugehen- aber dann richtig. Das Problem bei dem Film ist, daß er sich nicht ganz entscheiden will. Es wirkt alles wäre der Film in verschiedenen Versionen gedreht worden und man hätte ihn im Schnitt falsch zusammengesetzt- denn irgendwas an der Dramaturgie stört. Der Film mit diesem (negativen) Ende wäre rund gewesen, wenn der(ohnehin psychisch gebrochene) Hauptdarsteller von Anfang an mit dem verletzten Bein Probleme gehabt hätte-oder zumindest im Lauf der Verfolgung bekommen hätte. Er hätte sich dann immer schwerer angeschlagen für die ganze Gruppe aufgerieben bis es einfach nicht mehr ging und hätte dann mit diesem Opfer für die Gruppe einen letzten Sinn im Leben gefunden. Das wäre glaubwürdiger und zufriedenstellender. Vielleicht war es auch so gemeint - konnte aber nicht überzeugend transportiert werden.
Aber so habe wir einen Hauptdarsteller, der gerade eigentlich eben noch einen Selbstmordversuch abgebrochen hat, plötzlich im Angesicht des Todes nach dem Absturz wieder scheinbar zu voller psychischer und physischer Form aufläuft. Sich dann ziemlich unbeeinträchtigt durch die Natur schlägt, um dann irgendwie am Ende doch zu "versagen". Das enttäuscht irgendwie ziemlich.
Schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „You’re Going to Die“, 9. Februar 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Achtung, Leute! Dies ist kein Action-Film nach Mainstream-Geschmack! Dies ist auch kein Tier-Horror! Und erst recht kein Dokumentarfilm über das Verhalten von Wölfen!

Diese Warnung – noch dazu mit den von mir sonst gemiedenen Ausrufezeichen versehen – erschien mir angebracht, nachdem ich gestern die negativen Kritiken gelesen habe, die Joe Carnahans „The Grey“ (2011) im Netz zu einem großen Teil bekommen hat. Wer also eines der obenangeführten Genres von dem Film erwartet, der sollte unbedingt die Finger von ihm lassen, denn noch mehr enttäuschte Reaktionen hat dieser beeindruckende Film wahrlich nicht verdient. „The Grey“ ist nämlich eine düstere Parabel, in der es um den Tod geht und um die Bedeutung, die das Leben für uns vor dem Hintergrund seines unausweichlichen Endes haben kann.

Der Schauplatz ist Alaska: Der Ire John Ottway (Liam Neeson) arbeitet für eine Ölgesellschaft, in deren Auftrag er hungrige Wölfe, die zu einer Bedrohung für die in der Wildnis arbeitenden Männer werden können, schießt. Als Ottway und seine Kollegen auf dem Heimflug sind, stürzt die Maschine inmitten der verschneiten Berge ab, und nur sieben Männer überleben. Schnell wird ihnen klar, daß sie nicht bei dem Wrack bleiben können, sondern ihren Weg in die Zivilisation auf eigene Faust bahnen müssen, denn zusätzlich zu Kälte und Knappheit an Lebensmitteln finden sie sich von einem Rudel riesiger Wölfe bedroht, deren Unterschlupf in der Nähe sein muß und die deshalb die von ihnen als Eindringlinge erachteten Menschen töten wollen. In den folgenden Stunden werden die sieben Männer auf eine harte Probe gestellt, denn sie müssen nicht nur gegen Schnee, Kälte und die Wölfe kämpfen, sondern auch noch Streitigkeiten in der Gruppe austragen und sich ihren eigenen Ängsten stellen.

Von der ersten Minute hatte mich „The Grey“ bereits gefangengenommen, denn ich bin ein großer Freund von Filmen, die im Schnee spielen, und John Ottways Voice-Over zu der Montage, in der wir die Figur bei der Arbeit und in einer Kneipe sehen und in der wir auch miterleben, wie der Ire einen Brief an seine Frau schreibt, zu der er sich vergeblich zurücksehnt, tut ein übriges, um eine rauhe Stimmung („I know this is where I belong, surrounded by my own: Ex-cons, drifters, a******s, men unfit for mankind.“) zu erzeugen. Nebenbei bemerkt, lohnt es sich, den Film im Original zu schauen, denn Liam Neesons tiefe Stimme mit dem leicht irischen Einschlag könnte man sich auch gut als Hörbuchstimme für die gesammelten Werke von Joseph Conrad vorstellen.

Meine Faszination durch den Film stieg in der Folge noch an durch den Überlebenskampf der Männer in der Wildnis, in dem es vor allem darum ging, wie die einzelnen Gruppenmitglieder mit dem drohenden Tod umgehen. Einen im Flugzeug Sterbenden beruhigt Ottway souverän, indem er ihm unverblümt sagt, daß er sterben werde und daß er es einfach zulassen und dabei an eine Person, die er liebe, denken solle. Wir sehen diese geliebten Personen in der Zivilisation, bis auf zwei Ausnahmen, nicht, aber Ottways Idee, die Brieftaschen der Opfer einzusammeln und für die Angehörigen mit nach Hause zu nehmen, zeigt, daß hier hinter jedem leblosen Körper ein Mensch war, den andere Menschen vermissen werden – und sie weist auch darauf hin, daß sich Ottway nicht so einfach den atavistischen Notwendigkeiten seiner Lage beugen will, sondern den Menschen als soziales Wesen, das erst immer durch seine Verbindung zu anderen Sinn erfährt, wahrnimmt. Bezeichnenderweise ist denn auch derjenige unter den Männern, der keinerlei solcher Beziehungen hat, am Ende geneigt, nicht mehr weiterzugehen und mit dem überwältigenden Panorama einer Schneelandschaft vor Augen – „I feel that’s all for me. How do I beat that? Will it ever be better?“ – auf den Tod zu warten.

Für denjenigen, der dies nicht tun will, weil er noch Hoffnung hat, besteht das Leben eben auch aus Kämpfen, aus guten Kämpfen, weil ihr Bestehen uns erlaubt weiterzuleben, und so wird Ottway denn auch von den Erinnerungen an ein altes Gedicht seines Vaters getrieben, weiterzugehen und sich den Wölfen – die eben deshalb so übertrieben groß sind, weil sie für Ängste und Bedrohungen, nicht aber für echte Wölfe stehen [1] – zu stellen, auch wenn er sich im Augenblick nichts vorzustellen vermag, für das er persönlich leben könnte. In diesem existentialistischen In-die-Welt-Geworfensein blickt Ottway dann schließlich in einen unbarmherzig weißen, leeren Himmel auf und fordert Gott heraus, etwas für ihn zu tun, bis er dann am Ende zu dem Entschluß kommt: „***k it! I’ll do it myself.“

Hier nun tiefer in die Gedankenwelt dieses Filmes einzudringen, würde voraussetzen, zuviel von seiner Handlung vorwegzunehmen, so daß ich schweren Herzens davon absehe und statt dessen die Empfehlung gebe, sich diesen Film, der es auch schafft, die verschiedenen Männer als Individuen darzustellen, deren Tod und Leben eine Bedeutung hat, anzusehen. Wer ihn mit angemessenen Erwartungen sichtet, wird meine Begeisterung sicher nachvollziehen können und mir beipflichten, daß es sehr mutig von Joe Carnahan war, uns diesen nachdenklich stimmenden Film zu schenken, mit dem er so rigoros gegen die Erwartungen des Action-Mainstreams verstößt.

„Once more into the fray!“

[1] In diesem Licht ist denn wohl auch die wissenschaftlich sicher alberne Feststellung eines der Männer zu sehen, nach der Wölfe die einzigen Tiere seien, die auf Rache sinnen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen völlig unterschätzt, 20. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Logikfehler? Schlechte Technik? Zu wenig Action? - warum schauen wir uns Filme an?
Ich für meinen Teil, um etwas mitzunehmen, etwas zu spüren und zu fühlen.

The Grey hat mich getroffen - mitten in meine Seele, denn der Film wirft die Fragen auf,
die uns letztendlich alle beschäftigen. Die Frage nach dem Sinn. Angst vor dem Scheitern, die Angst vor dem Tod.

Wir leben in einer Zeit in der die perfekte Inszenierung über allem steht. Filme werden nach der besten Technik,
dem Actionfeuerwerk oder nach der Logik beurteilt. Dieser Film punktet vielleicht in keiner dieser Kategorien,
aber er berührt ganz tief im Innern, hält uns den kalten Spiegel vor Augen und zeigt uns was wir wirklich sind - verletzbar, hilflos...klein...sterblich....

Die raue Schönheit der Natur, die Wölfe, stehen für nichts anders als den Lauf des Lebens, bei dem viele auf der Strecke bleiben oder resignieren - Schicksalsschläge, Depression, Tod.
Die Menschheit strebte schon immer dem Fortschritt, der Modernisierung, der Perfektion entgegen,aber vielleicht ist dabei das eigentliche Menschsein" auf der Strecke geblieben - oder vielleicht
möchte uns der Film einfach auch nur eines vor Augen halten - Der Mensch hat immer die Wahl, Raubtier oder Mensch zu sein - es schlummert beides in uns.

Einige der Männer haben ihren Sinn im Leben vergessen oder verloren - Sie haben keine Aufgabe, keinen Traum mehr. Sie haben aufgehört zu glauben - egal an was. Sie sind alleine.

Als Diaz am Fluss zurückbleibt erkennt er, dass ihn nichts mehr in der "zivilisierten" Welt erwartet.
Für viele mag es den Anschein haben als würde er resignieren - in Wirklichkeit ist es der schönste Tag in seinem Leben. Er ist heimgekommen...........

Einmal noch in die Schlacht, ein letztes gutes Gefecht...

Der Film beschreibt die Leere, die viele Menschen fühlen...weil sie vergessen haben woher sie kommen und wohin sie gehen.
Ihr Leben ist zur ihrer Depression geworden. Wir träumen alle den Traum der Unsterblichkeit, der persönlichen Immunität
gegen Schicksalsschläge, gegen Versagen, Krankheit und Tod, aber The Grey zeigt uns wie banal, wie kalt und rau das Leben sein kann und wie schnell es beendet ist.

Carpe diem & Memento mori

PS
Der Soundtrack ist genial!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Liam Neeson, 22. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Auch wenn ich eigentlich kein Freund davon bin, Tiere als bösartig abzustempeln und da ich weiß, das Wölfe keine Menschen jagen, ist es doch erstaunlich wie gut dieser Film mir gefallen hat und wie sehr er unter die Haut geht.
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33 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das lange eisige Lied vom Sterben!, 26. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Flugzeugabsturz im tiefsten Alaska. Die meisten Passagiere werden sofort getötet oder sterben sehr bald qualvoll. Eine Handvoll Männer versucht den langen Weg durch tiefsten Schnee und 30 Grad Kälte zurückzulegen um in irgendeiner Form in bewohntes Gebiet zu kommen.Ohne Verpflegung, ohne Schutz vor der Kälte. Rettung von ausserhalb ist nicht zu erwarten. ("Wenn sie statt zweien hunderte Rettungsflugzeuge schicken würden, vielleicht! Doch so werden sie uns niemals finden.")
Grösste unmittelbare Gefahr und damit eine ständige Todesangst und Panik, die sich fühlbar auf den Zuschauer überträgt sind jedoch die unablässig drohenden Angriffe wilder Wölfe, die bei Tag und Nacht aus dem Nichts zuschlagen und denen sich die Gruppe ohne Waffen erwehren muss. Diese Szenen sind blankester perfekter TierHorror und lassen dem Zuschauer entsetzt das Blut in den Adern gefrieren. Viele andere Überlebenskämpfe sorgen ebenfalls für schweissnasse Hände. So die Überquerung einer Schlucht, der Sturz in reissendes Gewässer.
Alles perfekt und hautnah gefilmt, dazu die hinreissende unerbittliche Landschaft. Dies alles ergäbe schon einen sehr guten Abenteuerfilm, doch dieser Film ist viel mehr. Schon bei der Inszenierung des Flugzeugabsturzes zeigt sich die Meisterschaft und Ambitioniertheit dieses Films. Herkömmliche Actionfilme hätten mit der heute zur Verfügung stehenden Technik ein Feuerwerk an Special Effekts abgebrannt, das in der Erinnerung der Zuschauer auch genauso schnell wieder verpufft wäre. Hier bleibt ohne Schnitt nach aussen die Kamera in der Kabine. Auf den Gesichtern. Ein gelegentliches Ruckeln, das noch Anlass zum Scherzen gibt, zunehmende Unsicherheit und Angst, Gedankensplitter zurück in die Arme des geliebten Menschen, dann der Aufprall. Ja dieser Film handelt fürwahr vom Sterben. Unsere eigene Endlichkeit, unsere Ängste werden uns ab jetzt im Gewand eines Actionfilms zwei Stunden, wie ein Spiegel vorgehalten. Archaisch und elegisch werden Grundfragen nach dem Sinn unsererExistenz gestellt. Wie verhalten wir uns im Angesicht des Todes? Wie haben wir gelebt? Was geschieht mit uns?
Viele kleine Szenen, die unter die Haut gehen und die zum menschlich berührendsten gehören, was in der letzten Zeit zu sehen war. Liam Neeson, wie er lange einem Sterbenden die Hand hält, ihn die Unerbittlichkeut des Todes aktzeptieren lässt und ihn quasi in ein Jenseits hinüberbegleitet. Liam Neeson, wie er als letzte Ehrerbietung die Geldbörsen der Gestorbenen den Film über immer wieder ansich nimmt um diese mit den darin enthaltenen Erinnerungsbildern irgendwann an Angehörige zurückzugeben. Im tiefsten Inneren weiß er das das niemals passieren wird, denn die grandiose Landschaft in der sie verloren sind ist ein großes weißes unerbittliches Leichentuch, und die Wölfe schon fast mythisch angehauchte Überboten des Todes.
Darum geht es in dem Film, wie gehen wir mit dieser Unabhänderlichkeit um. Resignieren wir, werden wir wahnsinnig oder stellen wir uns stolz dem letzten (Lebens)-Kampf, der letzen Schlacht, auch wenn wir sie nicht gewinnen können. " Wo bist du Gott. nun zeige dich wenn es dich gibt. Verdiene es Dir, dass ich an dich glaube", so der herzzerreissende Schrei, das letzte Aufbäumen Liam Neesons am Ende des Films. Liam Neesons Leistung trägt den Film, seine Leistung hätte den Oscar verdient. Dieser Bär von einem Mann, mit dem Blick eines verängstigten Kindes, der dennoch sein Schicksal annimmt und kämpft obwohl er bereits, wie am Anfang des Films angedeutet, seinen Lebenswillen, seine grosse Liebe schon lange verloren hat. In diesem zerfurchten Gesicht zeigen sich alle Emotionen für den Zuschauer in schmerzhafter Deutlichkeit. Wenn die letze Einstellung des Films vorbei ist, fühlt mann; dies war ein grosser, ein bewegender und erhebender Film, den man nicht mehr vergessen wird. Für soche Filmerfahrungen ist das Kino erfunden worden.
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1.0 von 5 Sternen 10 kleine Negerlein...., 14. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Story ist einfach gestrickt, Flugzeugabsturz mitten im Nirgendwo, Öl Arbeiter versuchen sich durchzuschlagen , und werden dabei von Wölfen angegriffen. Wer sowas mag bitte, Wolfskenner werden sich fragen was da passiert.
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5.0 von 5 Sternen The Grey - Unter Wölfen Liam Neeson, 11. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Ein sehr guter moderner Abenteuerfilm. Liam Neeson ist ein Wolfsjäger in einem Erdöl Camp in Alaska. Diese Fugur stellt er sehr überzeugend dar. Leider stürzt das Flugzeug, welches ihn und andere Erdölarbeiter nach Hause bringen soll, in der Mitte der Bergwelt Alaskas ab. Die restlichen Überlebenden der Flugzeugkatastrophe kämpfen um ihr Leben, nachdem sie feststellen, dass ein Rudel großer Timberwölfe hinter ihnen her ist und sie fressen will. Sehr glaubwürdig erzählte Story. Jedem, der mit dem Flugzeug in Alaska abstürzt, könnte es genauso ergehen. Alaska ist kein Wolfserwartungsland. Die Wölfe sind bereits seit Urzeiten da. Besonders Ökoramantiker können beim Ansehen dieses Films überprüfen, ob ihre nostalgischen Vorstellungen auch in der Weite Alaskas bestehen könnten. Sicher ist jedenfalls: das Leben der Menschen in der Weite der Natur von Alaska hat mit dem romantischen Leben auf einem Ponyhof nichts zu tun. Genau das zeigt der Film hervorragend.
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5.0 von 5 Sternen so spannend,..., 7. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Daß ich mich zeitweise hinter dem Sofa versteckt habe. Tipp: Unbedingt den Nachspann ansehen - denn anschließend kommt noch eine Szene, damit der Film nicht so offen endet.
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5.0 von 5 Sternen Ein Film, um nachzudenken, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen (DVD)
Wer kritisiert, dass sich die Wölfe nicht artgerecht verhalten und nicht realistisch dargestellt sind, der wird dies auch von den Fliegen in Sartres Drama "Les Mouches" behaupten. Die Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz zieht sich vom Anfang bis zum Ende durch den Film und die Aufgabe, eine Antwort zu finden, trotz der Unausweichlichkeit des eigenen Endes. Und so ist der Anfang stimmig und das Ende folgerichtig. Nach K 19 liefert Liam Neeson wieder eine sehr solide schauspielerische Leistung. Sehr empfehlenswert.
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The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray]
The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] von Joe Carnahan (Blu-ray - 2012)
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