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Mit Serien ist das hier in Deutschland immer so eine Sache. Die Mainstream-Produktionen wie "The Big Bang Theory", "Two and a half men" oder "2 Broke Girls" freuen sich allgemeiner Beliebtheit und fahren Woche für Woche gute bis sehr gute Quoten ein. Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch ich schalte Woche für Woche ein und freue mich über die Abenteuer der Nerds oder von Alan Harper. Leider ist es bei uns auch so, dass wirkliche Qualitätsserien wie "30 Rock", "The Walking Dead", "Modern Family" und "Breaking Bad" auf Neben- oder Pay-TV-Sendern ihr Schattendasein fristen und lediglich von einer elitären Fangemeinde wahrgenommen werden.

"Breaking Bad" erzählt die Geschichte des überqualifizierten, schlecht bezahlten Chemielehrers Walter White, der eines Tages Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert bekommt. Um die Hypothek auf das Haus, die Ausbildungskosten seines Sohnes und die Lebenshaltung seiner Frau auch über seinen Tod hinaus zu sichern, lässt er sich mit einem ehemaligen Schüler, Jesse Pinkman, ein und beginnt, Crystal Meth zu produzieren und damit zu dealen. Aber es ist Vorsicht geboten, denn nicht nur sein Schwager Hank, der bei der DEA (amerikanische Drogenfahndung) arbeitet, ist hinter dem neuen "Koch" her...

Diese Serie gehört zweifelsohne und ohne Einschränkungen zum besten, das es auf dem aktuellen Serienmarkt zu sehen gibt. Es sind die vielen kleinen und großen Aspekte, die "Breaking Bad" zu dem machen, was es ist. Angefangen bei der interessanten Story: Was wird aus einem friedfertigen Mann, der sich mit Drogendealern einlässt? Wie verändert er sich? Was geschieht mit ihm? Dass "Breaking Bad" aus diesem Grund eine sehr charakterfokussierte Serie ist, versteht sich von selbst. Dies ist ihr Segen und Fluch zugleich, denn bei dieser Fokussierung kann es schnell passieren, dass das Ganze durch schauspielerische Fehlleistungen über den Köpfen der Protagonisten zusammenbricht. So etwas müssen Sie bei dieser Serie nicht befürchten.

Bryan Cranston, bekannt geworden als Vater in der Serie "Malcom Mittendrin", mimt den Hauptdarsteller Walter White und gibt ihm ein großartiges Gesicht. Aber auch alle anderen Haupt- und Nebendarsteller brillieren in ihren einzelnen Rollen. Nach und nach baut der Zuschauer eine Sym- wie Antipathie zu Walter, seiner Frau Skyler, zu seinem Schwager Hank oder zu Jesse auf. Dieses Element, das schon "Lost" zu einer herausragenden Serie machte, blüht in "Breaking Bad" förmlich auf, lässt es regelrecht zum Leben erwachen. Die Charaktere tragen die Serie zu ihrem Erfolg.

Natürlich ist der Spannungsaspekt nicht außer Acht zu lassen. In erster Linie ist "Breaking Bad" eine Dramaserie über einen krebskranken Chemielehrer, der auf Abwege gerät. In zweiter Linie ist "Breaking Bad" jedoch eine Serie, die diese Abwege mit purem Adrenalin und schierer Spannung spickt. In der ersten Staffel, die, auf Grund des Autorenstreiks, aus lediglich sieben Folgen besteht, ist der Suspense-Charakter noch nicht so ausgeprägt wie in den Folgestaffeln, aber trotzdem präsent.

Des Weiteren ist der mal unterschwellige, mal vordergründige schwarze Humor genial. In einigen Szenen geben sich das Entsetzen und das Lachen die Klinke in die Hand. Es bleibt einem förmlich im Halse stecken.

Die zusätzlichen Bonus-Features in der DVD-Box sind ebenfalls sehr sehenswert: entfallene Szenen, ein kleines Making-Of oder Kommentare sind auf den DVDs zu finden. Die Ton- und Bildqualität ist ebenfalls auf dem aktuellen Stand der Zeit.

Kurzum: Wenn Sie "Breaking Bad" verpassen, sind Sie wirklich selbst schuld. Sie ist vielseitig, schwarzhumorig, großartig geschauspielert, glaubwürdig, toll geschrieben und in Szene gesetzt. Glauben Sie einem echten Serienjunkie! Er übertreibt keineswegs.
1212 Kommentare|280 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2009
Auch wenn es am Anfang etwas ungewohnt war, Brayn Cranston in einer so ernsten Rolle zu sehen, überzeugte er doch von der ersten Sekunde! Diese Serie ist anders - komplett. Hier gibt es keine strahlenden Helden, keine Happy Ends, hier tritt das Leben einem armen Tropf brutal in die Weichteile. Aber genau darin liegt auch der Reiz dieses Meisterwerkes! Die Akteure sind rau und egoistisch und wirken absolut überzeugend. Spätestens nach der zweiten Folge enfalltet diese Serie eine Spannung und eine Faszination, der man sich einfach nicht mehr entziehen kann und entziehen will. Schlicht und ergreifend ein Meisterwerk! Jeder, die 0/8/15 Comedyserien und pseudophilosopische Monotonie satt hat, bekommt hier etwas erfrischend Anderes, was man so schnell nicht vergessen wird. EInfach nur genial!
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am 25. Mai 2016
Habe die Serie vor einiger Zeit meiner Watchlist hinzugefügt als noch kostenlos enthalten. Jetzt ohne Vorwarnung kostenpflichtig. Ist für mich absolut unveratändlich. Die Amazon Eigenproduktionen lohnen leider gar nicht. Was soll das?
11 Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Oktober 2012
Walt hat echt die Schnauze voll. Der Chemiker, der nie geraucht hat und ein langweiliges Berufs- und Vorstadtleben führt, bekommt die Diagnose Lungenkrebs. Also braucht er Geld, viel Geld, um die Chemotherapie zu bezahlen und um seine schwangere Frau und seinen körperlich behinderten Teenagersohn nach seinem Tod finanziell abzusichern...

So ist das Startszenario eine der besten Serien, die je aus Amerika gekommen sind. Was dann folgt, ist eigentlich nur mit dem Wort bizarr zu beschreiben. Von der Handlung sei hier nichts verraten, nur so viel: es geht um Drogen, Gewalt, persönliche Schicksale in New Mexico. Was aber macht diese Serie so besonders und hebt sie von anderen ab?

1. Aufbau der Storyline
Natürlich bauen die einzelnen Folgen aufeinander auf, stellen aber in sich jeweils eine absolut logische Einheit dar. Die Handlung ist sehr komplex - es gibt nicht das übliche Schwarz - Weiss Schema. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind schon zu Beginn nicht immer eindeutig und werden zunehmend verwaschen. Es gibt in der ersten Staffel keine Helden - man entwickelt als Zuschauer zwar Sympathien für die Charaktere, diese werden allerdings gekonnt immer wieder in Frage gestellt.

2. Ausstattung
Einer der großen Pluspunkte der Serie! Die Ausstatter waren derartig detailversessen, dass es schon deswegen ein Riesenspaß ist, diese Serie zu sehen. Allein Walts Auto ist der Brüller und zählt in Fachkreisen zu den 10 hässlichsten Autos, die je produziert wurden.

3. Darsteller
Bis in die kleinsten Nebenrollen hinein sind die Besetzungen einfach großartig! Alle Charaktere haben ihre Geheimnisse und sind ziemlich durchgeknallt. Offensichtlich hat das Ensemble jede Drehminute genossen.

Aber Vorsicht: das Ganze ist nichts für Zartbesaitete. Da werden schonmal Leichen in Chemie aufgelöst, Gewaltexzesse explizit dargestellt und die Crystal Meth Szene samt den Auswirkungen des Drogenkonsums realistisch vorgeführt. Wahrscheinlich ist das aktuell noch viel schlimmer, man denke nur an die Drogenkriege in Mexico und an das Junkieelend in amerikanischen Großstäden.
In dieser Serie ist dieses Szenario mit derartig galligem Humor kombiniert (ohne eine Satire zu sein), dass man sich mitunter vor Lachen biegen muss.

Beste Folgen der Staffel: Alle! Das Pilotfilm-Szenario (Folgen 1 bis 3) und Folge 6 ragen etwas heraus. Die Spannung wird in der kompletten Staffel gehalten.

Ich bin Fan und muss wissen, wie es weiter geht. Und Walt hat am Ende der ersten Staffel immer noch die Schnauze voll...
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Neben Lost und mit leichten Abstrichen Dexter ist Breaking Bad die genialste Serie, die ich bislang zu sehen bekam.

Woran liegt das? Anders als in anderen Hollywoodserien werden hier nicht nur Ideen angeschnitten und dann wieder verworfen und haben für den späteren Ablauf keine Relevanz mehr. Hier zählt jede Kleinigkeit, die den verschiedenen Charakteren wiederfährt und hat Einfluss auf die spätere Handlung. Das verleiht den handelnden Personen viel mehr Tiefe und sie sind weitaus realistischer als beispielsweise die Figuren aus Weeds, welches gerne mal als geistiger Pate herangezogen wird. Vor allem gibt es hier keine schwarz-weiss Zeichnung, jede Figur hat ihre Schwächen und Stärken und die Symphatie ist nicht immer unbedingt mit den Hauptdarstellern, deren großartige Leistung ich hier noch mal hervorheben möchte.

Allen voran natürlich der aus Malcom Mittendrin bekannte, krebskranke Chemielehrer Walter White (Bryan Cranston), der mit der Produktion der Nascherei Chrystal Meth seine Familie finanziell versorgen möchte, bevor ihn der Krebs dahinrafft. Wer ihn bisher nur aus Malcom als albernen Vater kennt, wird überrascht sein, wie sehr er sich für ernste Rollen eignet. Auch nicht zu verachten: Der als Captain Cook bekannte, aus reichem Elternhaus stammende Junkie Jesse Pinkman, der sich immer wieder geniale Wortgefechte mit seinem ehemaligen Chemielehrer liefert und stets für chaotische Verhältnisse sorgt. Hinzu kommen jede Menge durchgeknallte Gangster, ein Schwager bei der Drogenfahndung und eine kontrollsüchtige Ehefrau. Ich gehe hier absichtlich nicht näher auf die Handlung ein, möchte niemand den Spaß verderben und bei Interesse wird darüber genügend in anderen Rezensionen gesagt.

Fazit: Wer auf Drogenthematik, rabenschwarzen Humor ohne Lachplatte, reichlich Tiefgang und realistische Charaktere steht, wird mit Breaking Bad in beiden erhältlichen Staffeln mehr als glücklich werden!
33 Kommentare|117 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2012
Die Qualität der Serie ist über jeden Zweifel erhaben. Bei der Qualität der Blu-ray ist das leider nicht so.

Das Bild ist (wie in anderen Rezensionen schon erwähnt) von einem gewissen Farbrauschen im Hintergrund durchsetzt. Nicht auffällig bei normalem Abstand vom Fernsehgerät, bei genauem Hinsehen aber schon deutlich. Von den Möglichkeiten eines scharfen HD-Bildes bleibt diese Blu-ray weit entfernt, eine Bildqualität über dem Niveau, das eine DVD bieten kann, liegt leider nicht vor. Wer sein HD-Fernsehgerät mit angemessenen Daten füttern möchte hat wenig Grund, der DVD die Blu-ray vorzuziehen.

Die Auswahl der Synchronsprecher ist sehr gelungen, die Stimmen passen wirklich gut zu den Originalbesetzungen. Teilweise laufen die Synchronstimmen aber auffällig asynchron zur Handlung, etwa 0,5 Sekunden zeitversetzt. An diesen Stellen liegt eine technisch sehr mangelhafte Umsetzung der Synchronisation vor.
Insgesamt ist die Blu-ray m.E. ungewöhnlich leise abgemischt, was aber vollkommen unproblematisch ist.

Obwohl die Umsetzung auf Blu-ray nicht sehr liebevoll - besser: mangelhaft - wirkt, verzeiht man alles, weil die Serie selbst so gelungen ist.

Fazit: Es gibt viele Gründe, diese Serie anzusehen. Es gibt nur wenige Argumente dafür, dies mit der Blu-ray zu tun.
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am 3. Dezember 2009
Breaking Bad wurde mir von vielen Seiten direkt und indirekt empfohlen. Hab ich mir dann auch schnell zugelegt und war sehr zufrieden. Obwohl es sich hier um nur 7 Folgen handelt, kam schon der Pilot zur Sache und schaffte es, die Hauptfigur Walter White (Bryan Cranston) als höchstinteressanter Charakter zu präsentieren. Einzig Folge 3 fand ich nicht ganz so gut, und auch da zeigten die letzten Minuten schon an, dass mir die nächste Folge wieder besser gefallen würde, so war es dann auch - diese Serie setzte sich bis zum Schluss fort.

"Breaking Bad" ist eine sehr intelligente, erwachsene Serie, die sich statt durch Music-Overkill (nicht, dass ich da generell was dagegen hätte! ;) ) durch atmosphärische Stimmung und gekonnte Dialoge mitteilt. Zwar wurden noch nicht alle Charaktere richtig durchleuchtet - wie denn auch, in der kurzen Zeit unmöglich. Dennoch wurde schon ein guter Teil gezeigt, wohin sich die Serie bewegt. Auch gibt's ein paar interessante Wendungen, die man anfangs nicht wirklich für möglich gehalten hätte.

Ich freu mich riesig auf die 2. Staffel - hat mich überrascht, wie hoch die Qualität innerhalb der geringen Episodenanzahl durchgehend bleibt - normal kann mich eine neue Serie erst nach einer handvoll Folgen richtig überzeugen. Ich bin gespannt, ob es ählich gut und vorallem wie es weitergeht.
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am 15. März 2016
Die Idee hat Charme, und aus ihr heraus funktioniert der immens spannende Plot selbst über die Vielzahl der Folgen: Ein äußerlich so unscheinbarer wie innerlich bescheidener Chemielehrer, dessen hohe naturwissenschaftliche Befähigung ihm bisher reinweg gar nichts nützte und der in seinem Bekanntenkreis der Vorstadt bestenfalls als linkischer Kauz, wenn nicht als liebenswerter Loser gilt, teilt, herausgefordert vom Schicksal, gehörig aus. Das alles lässt sich sogar als schwarze Ausstiegsphantasie aus der Tristesse des amerikanischen Mittelstandes von Suburbia anschauen: "Ein Mann geht seinen Weg ... " – freilich in sehr neuartiger Variante. Wenngleich unfreiwillig und von harten existenziellen Zwängen dazu getrieben. Das Bild des unvorteilhaften frisierten Helden im ausgebeuteltem Slip aus der Pilotfolge steht in eindrucksvoller Weise für diesen Mut der Verzweiflung.

Etwas systematischer, aber ohne Spoiler: Walter 'Walt' Whites (Bryan Cranston) Dasein verlief nicht nur unspektakulär, sondern beinahe armselig, insofern sein dürres Gehalt als total überqualifizierter Chemielehrer ihn sogar zu einem diskriminierenden Zweitjob in einer Waschanlage zwang. Nachdem bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird, bleibt er in sich zwar fest und souverän, zumal er wohl für sein Dasein überhaupt wenig hoffte, sieht aber seine Mittelstandsfamilie bedroht, insofern er seine Frau Skyler (Anna Gunn) und beider behinderten Sohn Walter Jr. (RJ Mitte) versorgt wissen möchte. Also wird er aktiv, auf kriminell-kreative Weise im Sinne eines Doppellebens, zu dessen heilloser Dramatik es gehört, seiner geliebten Frau alles Wesentliche verschweigen zu wollen, was ihn in seinem stillen Heldentum in die Bredouille bringt.

Von seinem lauten rabaukig auftretenden und sehr testosteronigen Schwager Hank (Dean Norris), einem bulligen und unverwüstlichen Polizisten im gelungenem Klischee des ordinären amerikanischen Männerbildes, erfährt Walter von den exorbitanten Gewinnen im illegalen Drogenhandel, insbesondere mit dem Methamphetamin 'Chrystal Meth'. Er lässt sich von Hank, der ihn für ein ausgemachtes Weichei hält, zu einer Razzia mitnehmen, erkennt dort in einem Flüchtenden seinen ehemals miserablen Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul) wieder und sucht daraufhin zu dem Kontakt, um ihm vorzuschlagen, gemeinsam Meth zu kochen und zu verticken – mittels der Dealer-Verbindungen Jesses und seines eigenen chemischen Know-Hows. Das funktioniert in einem eigens besorgten Wohnmobil dank Walts Kompetenz im Chemischen rein technisch ganz ausgezeichnet, aber mit dem Verkauf des exzellenten Stoffes beginnen die Probleme in der Drogen-Szene.

Spannend und brutal, wie sich Walter, der nicht zum Helden geboren ist, durchzukämpfen hat. Dramatisch erstklassig neben aller Action und allerlei chemischen Knalleffekten gerade die inneren Konflikte des Mannes ins Bild setzend, der zudem noch andauernd seinen Kompagnon Jesse, einem nervösen und latent dilettantischen Kleinkriminellen, beständig aus der Patsche zu helfen hat. Außerdem stresst die Gattin, der Unheimliches schwant, abgesehen davon, dass Walter, vom Krebs gezeichnet, als ein Moribundus agiert, den seine Verbrecherkarriere andererseits geradezu zu vitalisieren scheint.

Erwartungsgemäß kommen die Einschläge immer dichter: Wollte Walter seine Krankheit zum Tode zunächst geheimhalten, muss er die Wahrheit darüber doch schließlich mitteilen, weil er ansonsten vor seiner Frau wegen eines mysteriösen Anrufs mit seiner Karriere als Drogenkoch aufgeflogen wäre. Zudem entdeckt der Polizist Hank eine Verbindung zum Schullabor Walters, wo dieser die Utensilien für sein Wohnmobil entwendet hatte ...

Nachdem das ungleiche Paar Walter und Jesse zwar noch die unangenehmen Dealer Krazy-8 und Emilio mit immensen Kollateralschäden niederkämpfen konnte, handeln sie sich mit Tuco (Raymond Cruz) einen noch viel brutaleren, geradezu drogenpathologischen und daher völlig unberechenbaren 'Partner' ein, keine Ratte, sondern ein naturgewaltiges Raubtier, dem Walter jedoch, inzwischen martialisch kahlrasiert und im Mut des Todgeweihten, mittels einer Knallquecksilber-Attacke beinahe cool jenen Respekt abnötigt, der für die Geschäfte im Milieu so hilfreich ist.

Zur Dramatik des Films paast die lebensfeindliche Halbwüstenlandschaft New Mexicos um Albuquerque. Häuslicher (Schein-)Frieden und Bedrohung liegen hier nah beieinander, ebenso wie mit den schwertskriminellen Drogen-Syndikalisten die bösen hispanischen Naturburschen einer ganz anderen Welt in die vermeintliche Zivilisation des gerade noch wohlständigen Amerikas eingedrungen sind.

Sehr gutes Kino, absolut. Besonders dramatisch die ersten und beiden letzten Folgen, dazwischen etwas viel Familientheater, aber durchzuhalten und für den Hintergrund der weiterlaufenden Handlung von Belang. Was zeitweise an Dynamik eingebüßt wird, holt die zweite Staffel ohnehin wieder raus.
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am 4. März 2011
Warum laufen bei mir zu Hause - im Gegensatz zu früher - fast keine Hollywoodstreifen mehr ? Weil ich einfach keine Lust mehr habe auf Special Effects Overkill und/oder x-te Aufgüsse der immer gleichen Schemata, alles in zwei Stunden gepresst. Wer mal sehen will, was eine gute amerikanische Fernsehserie mit fortlaufender Handlung im Vergleich dazu leisten kann, ist bei dem Sahnehäubchen "Breaking Bad" genau richtig. Ein wunderbar authentischer Hauptdarsteller, Charaktere mit Tiefe und eine Handlung, die Dich ständig zwischen Lachkrampf, Entsetzen und Nachdenklichkeit hin und herreißt. Denn Breaking Bad ist nicht einfach oberflächlich krass (was ich z.B. Dexter vorwerfe), es dringt in den leisen Momenten in ethisch-moralische Tiefen vor, die man ansonsten aus Meisterwerken der Weltliteratur wie etwa Dostojewskis "Verbrechen und Strafe" kennt. Naja, auch wenn es dann doch nicht ganz so ernsthaft zugeht... Super !!!
44 Kommentare|62 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Januar 2016
Hab die Serie bis Mitte 2te Staffel angesehen - ist eine sehr sehr gute, fesselnde Serie - top Qualität (bin normal nicht so der Serien-Junkie) - 5 Sterne. Amazon bekommt nur 1 Stern, da die Serie ohne irgendeine Ankündigung von Prime Video genommen wurde. Bin in einer Probemitgliedschaft und wollte Prime behalten, aber nach diesen Fauxpass habe ich Prime gleich gekündigt - Schade, das ist aber keine Art mit Kunden umzugehen.
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