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Nordkorea - was assoziieren wir nicht alles damit! Eines der ärmsten Länder der Welt mit einer chronisch unterernährten Bevölkerung, gesichtslose Arbeitermassen, denen man eigenständiges Denken gründlich und nachhaltig ausgetrieben hat, grausame Arbeitslager, die man lebend nicht mehr verlässt, sobald man ihre Pforten durchschritten hat: Unterm Strich ein Großversuch, in dem ein sadistischer Diktator mit grenzenloser Machtfülle austestet, wieviel Leiden man einer Bevölkerung zumuten kann.

Das sind die Eckpunkte unserer Vorstellungen von diesem seltsamen Land. Adam Johnson ist es mit "The Orphan Master's Son" gelungen, diese grobe Zeichnung eindrucksvoll farbig auszugestalten. Jun Do, der Waise, durchläuft die koreanische "Karriereleiter" von ganz unten bis ganz oben und wieder zurück. Dabei gelingt ihm sogar das Unmögliche, nämlich ein Arbeitslager lebend zu verlassen und mit Billigung des Geliebten Führers eine neue Identität anzunehmen. Für Jun Do wird aus einer Realität eine andere Realität, denn die Wirklichkeit in Nordkorea ist das, was der Geliebte Führer als solche bezeichnet. Jun Do entdeckt zum ersten Mal, dass es so etwas wie Gefühle für andere Menschen außer dem Geliebten Führer gibt, etwas, was sich Nordkoreaner eigentlich nicht leisten können. Aber: "Wenn der Geliebte Führer will, dass du mehr verlierst, dann gibt er dir mehr zu verlieren", das ist Teil des Spiels. Und doch gibt es etwas, das sich Jun Do nicht mehr nehmen lassen wird.

"The Orphan Master's Son" ist wirklich harte Kost, härter als "Escape from Camp 14" von Blaine Harden. Die Überlebenskämpfe der Lagerinsassen und die Arbeitsmethoden der Verhörspezialisten führen einen beim Lesen immer wieder an die Grenzen des Verkraftbaren. Dennoch bringen wir sogar für die Beweggründe und Sorgen mancher Täter mehr und mehr Verständnis auf - es muss im vielen Menschen etwas geben, das selbst ein so perfektioniertes Kontrollsystem nicht zerstören kann. Und sogar der Humor kommt nicht zu kurz - die aberwitzige Propaganda und die sonderbaren Vorstellungen des Geliebten Führers und seiner Paladine bieten reichlich Futter.

Im Anhang erläutert Adam Johnson in einem Interview, wie er das, was er vor Ort und von entkommenen Nordkoreanern erfahren hat, nach bestem Wissen und Gewissen fiktionalisiert hat. Aber, wie er selber sagt, erst wenn Nordkoreaner selbst die Möglichkeit haben werden, Romane über ihr Schicksal zu schreiben, werden wir wissen, was in den Menschen dort vorgegangen ist. Bis dahin können wir uns glücklich schätzen, dass es Romane wie diesen gibt.
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TOP 500 REZENSENTam 6. November 2014
"The Orphan Master's Son" by is an exceptional work that enabled author winning of the Pulitzer Prize for Literature for 2013. Following the fate of several characters the author has given a portrait of the most totalitarian country in the world, North Korea, which is sometimes very painful to read.

The main character Jun Do (not a coincidence that the name is similar to the American name for an unknown person John Doe), which in the words of those who are governing it lives in the only democratic country in the world, is an orphan who grows up in an orphanage run by his father, though he was never acknowledged by him.
Already in early childhood he will become a pawn, a worker in the mighty machinery of a totalitarian state where the question isn't what the government can do for you, but what are you going to do for it all your life.

When he will grow up, he will become a soldier specialized for the combat in the tunnel and a kidnapper of Japanese and South Korean civilians from the shores of their countries. After achieving excellent results, he will be sent to learn English, and as a spy sent to the ship where he will become a national hero based on false story which will save the crew of his ship from certain death.

As a reward he will be given the opportunity to be part of a delegation which will visit Texas where he will be introduced to a different life, where for example, he will learn that dogs are not bloodthirsty animals or that North Korea hasn't won the war against its southern neighbor.
When he will return home, due to a government quirk for the prize he will be sent to a labor camp from which nobody usually return, and thus ends only the first part of this exciting novel, which is easily read, but permanently cut into reader's memory.

In the second part, the story will move a bit in the future, when main character will be accompanied by one more, and a few minor whose fate will be followed.
Also the narrative will change, therefore besides from the perspective of the two main characters additional narrator will be propaganda machinery that airs daily pronouncements that can be heard from loudspeakers everywhere, even in each apartment.

I won't speak about further details to not spoil the pleasure of reading, but when the story will come to an end in some way it will be rounded to the beginning and the propaganda of this criminal state will show up in its most cynical edition...

On "The Orphan Master's Son" novel the author had worked for seven years, he talked with many refugees and even he was able to visit Pyongyang.
Thus, his book is full of tedious details from North Korean daily life of constant hard work, the absence of any privacy, government control at every step, torture of those for which is only enough to think they did something wrong and all possible distortion of facts for the population held in delusion that they live in the happiest and the only democratic country in the world.

The book is difficult to classify by genre, it is a blend of dystopia, romance, thriller, spy novel, and even humor, and all these elements complement each other in this story, which although isn't based on real events is happening even now, as you read this, to many people in this sad country.

"The Orphan Master's Son" isn't a book without flaws, it could be objected for some inconsistencies regarding the plot and characteristics of the individual characters that are changed during story which doesn't sound convincing, but all this does not diminish the importance of this work which you should definitely read.
Therefore, the "The Orphan Master's Son" is best dystopian novel after Orwell's 1984, with the difference that 1984 year happened for North Korea and is still happening every day...

Be sure to read it.
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am 15. August 2013
Selten hat mich ein Buch in jüngster Zeit so gefesselt - man ist gefangen zwischen Widerwillen und Faszination für ein Land, das uns völlig unbekannt ist. Der Autor schildert die Verhältnisse in Nordkorea so fesselnd, dass man vergisst, dass es sich um eine erfundene Geschichte handelt. Die Hauptperson Pak Jun Do wächst in einem Waisenhaus auf, obwohl er keine Waise ist. Sein Vater leitet das Waisenhaus Long Tomorrows und behandelt seinen Sohn wie die anderen Heimbewohner, er hat keine Privilegien. Im Gegenteil, der Vater nimmt ihn hart heran. Jun Do muss beispielsweise entscheiden, welche Waisenkinder besonders schwierige Arbeiten ausführen müssen, die nicht selten tödlich enden. Mit 14 Jahren wird Jun Do einer der Tunnelkrieger Nordkoreas - das kommunistische Land hat vier Tunnel in der demilitarisierten Zone auf das Gebiet Südkoreas vorgetrieben. Mit 21 Jahren beginnt ein neuer Lebensabschnitt für das "Waisenkind": er muss bei der Entführung von Japanern nach Nordkorea helfen und wird schließlich Aufklärungsoffizier auf einem Fischerboot. Dort hört er Nachrichten von zwei Amerikanerinnen ab, die das Meer überqueren wollen, belauscht Astronauten in einer Raumstation und wird Zeuge, wie gefolterte Chinesen und Nordkoreaner Verbrechen gestehen, die sie nie begangen haben. Teil Eins der Erzählung endet mit der verbannung von Pak Jun Do in eines der gefürchteten Gefangenenlager, aus denen niemandem die Flucht gelingt.
War Teil Eins schon nervenaufreibend und - auf merkwürdige makabre Weise - unterhaltend, so stellt Teil Zwei den Leser auf eine noch größere Geduldsprobe: soll man das Buch weglegen, weil man die Schilderung der Foltermethoden der Nordkoreaner nicht mehr aushalten kann, die Kaltschnäuzigkeit, mit der einer der Folterknechte seine Arbeit beschreibt, oder weiterlesen, weil der Autor es allem Schrecken zum Trotz versteht, das Menschliche durch das Grauen blitzen zu lassen? Erreicht man die letzte Seite, ist man erneut innerlich zerrissen: froh, weil die unvorstellbare Grausamkeit des nordkoreanischen Regimes zwischen Buchdeckeln verschwindet, und betrübt, weil es für Pak Jun Do nur ein eingeschränktes Happy End gegeben hat. Was für ein Held, was für ein Roman - eine Bereicherung! (Es lohnt sich, die englische Version zu lesen!)
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am 14. Juni 2014
I read this book for a university course on literature about North Korea and this was the only fiction book. This book was very interesting, exciting, and I couldn't put it down. However, I couldn't take the book too seriously because it's so clearly fiction and although the author has done a lot of research I found it hard to see his version of North Korea as a good representation, everything is too exaggerated. Although his book deals with the propaganda about America in North Korea, sometimes it felt to me like American propaganda about North Korea.

If you want to read an amazing work of fiction with twists and turns and incredibly written characters, this book is for you!
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am 23. Oktober 2013
This is a moving and entertaining story set in North Korea. It follows the life of a young man in a country reigned by poverty and violence. I really enjoyed the experience of reading the novel because the plot is fascinating and the characters are well developed. Some details may be a bit far fetched, nevertheless, the story is interesting and suspensful. I enjoyed the style of writing, which was vivid and descriptive.
It is certainly a very recommendable read and the novel is worth the awarded Pulitzer Price.
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am 6. Mai 2015
...yet the content is depressing, sometimes unbearable and really hard to take. I keep struggling to finish this book for more than 2 years now. The story is gripping and the fact that the author did thorough research before writing this book makes it even more dramatic/realistic. I highly recommend this book for readers who are interested in learning about North Korea and who appreciate fiction combined with actual facts. But be prepared to read awful facts you might have never thought about before.
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am 6. Juni 2013
Ein sehr faszinierendes Buch über ein Land, von dem wir viel zu wenig wissen (können). Fiktion, aber dank der Recherche mit einem großen Teil an Wahrscheinlichkeit. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für die Region interessiert. Vor Allem auch den Anhang lesen, dort beschreibt der Autor seinen Weg zu diesem Buch. Allerdings nicht ganz einfach zu lesen.
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am 9. Juni 2013
Ein spannendes Buch auch deshalb weil man sich immer ein bischen fürchtet, was als ächstes passiert. Es ist unglaublich, dass wir in Nordkorea immernoch diese schreckliche Situation haben, und nicht nur dort. Es wird Zeit, dass die Menschheit Kriege und Hungersnöte auf der Welt abschafft. Das Buch gibt es auch in Deutsch.
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am 4. August 2015
Incredible storyline combined with incredible charachters all of it set in the dark dystopian world of North Korea makes this a true experience.
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am 26. April 2014
Nicely written Sad story of love and grieve. It exerts a fascination only to be found in "1984". Read it if you are in gloomy mood.
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