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Kundenrezensionen

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am 21. Januar 2003
Mal vorneweg, ich habe das Buch 1982 gelesen (als ich 14Jahre alt war) später nocheinmal und nachdem nun die Movie-Hysterie ausbrach, habe ich es nocheinmal zur Hand genommen: Es ist schlichtweg eines der besten Bücher (wenn nicht das Beste) die ich je gelesen habe.
Die Handlung ist extrem komplex und kompakt, dass man (endgegen manchen Kritikern hier) das Gefühl hat, kein einziger Satz könnte ausgelassen werden. Jedes einzelne Kapitel hat an sich Stoff für komplette Geschichten und ich stimme mit Tolkins Vorwort überein: das Buch ist zu kurz!
Und damit zum eigentlichen Anlass meiner Kritik: Das Buch ist ein Märchen, aber nicht wie es aus der Übersetzung Wolfgang Krenges hervorgegangen ist, eines in banaler Comicsprache. Es ist unglaublich wie jemand ein Buch ruinieren kann. Die etwas altmodische dafür aber der Geschichte angemessene Sprache Magret Carroux's gibt der Geschichte etwas feierliches und den handelnden Personen etwas Würdevolles. (Grimms-Märchen in der Sprache von Clever&Smart o.ä. würden auch deutlich an Charme verlieren).
Krenge hat aus dem Herrn der Ringe ein banales Kinderbuch gemacht. Wenn sich trotzdem noch jemand an der Geschichte begeistern kann, dann spricht das nur für die Stärke der Geschichte.
Fazit: Auf die "richtige" Übersetzung achten!!! Nur wo Margret Carroux draufsteht ist auch "Herr der Ringe" drin!!!!
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am 12. Januar 2012
Die Geschichte von J.R.R. Tolkien kennt wohl jeder daher werde ich darauf nicht näher eingehen.
Ich bin ein großer Herr der Ringe Fan und finde auch Hörbucher zum Abschalten herrlich.

Meine Rezession gilt dem Hörspiel.

Ganz kurz der Unterschied zwischen Hörbuch und Hörspiel:

Ein Hörbuch wird bestimmt durch die Sprecher/innen (fast immer im Monolog), es gibt nahezu keine Geräusche oder Musik.
Das Hörspiel wird bestimmt durch die Sprecher/innen (oftmals im Dialog), aber auch gleichberechtigt Geräusche und Musik. (Jürgen Gisselbrecht, hoerspiel.com)

Das heißt wenn man es schön findet das wenn z.B. von dem Garten in Beutesend die Rede ist, das man im Hintergrund Vogelgesang hört oder zur Dramatik beitragende Musik dann ist ein Hörspiel das Richtige.

Was mir besonders im Bezug auf HdR an diesem Hörspiel gefällt ist, das es die Übersetzung von Magaret Carroux ist.
(War für mich ein Grund mir einmal ein Hörspiel anstatt eines Hörbuchs zu kaufen)

Wenn man sich darüber informiert wird man feststellen das es viele wie mich gibt die diese Übersetzung der "neueren" von Wolfgang Krege vorziehen. Das liegt daran das die Übersetzung von Carroux einfach besser zum Stil von Tolkien und auch viel besser zur Geschichte selbst passt. Der Herr der Ringe spielt (mal abgesehen davon das es eine völlig andere Welt ist auch) in einer anderen Epoche und damit, finde ich persönlich die "moderne" Sprache die Krege benutzt einfach unangemessen. Teilweise sogar richtig störend!

Ein viel zitiertes Beispiel dafür ist das bei der Übersetzung von Carroux von "große Gestalten in grauen Gewändern" geschrieben wird während es bei Krege "langen Kerlen in grauen Hemden" sind.

Auch wie miteinander gesprochen wird ist sehr unterschiedlich, so passt ein "Wer seid Ihr?" doch viel besser nach Mittelerde als ein "Wer sind Sie?"

Aber ich schweife ab :-)

Es hat schon einen gewissen Zauber wenn man gemütlich auf seiner Couch sitzt, etwas Leckeres zu trinken hat und vielleicht ein bisschen was zu naschen hat und diesem Hörspiel lauscht.

Somit bekommt das Hörspiel von J.J.R. Tolkien von mir fünf Sterne für die Atmosphäre die es schafft.

Erwähnen möchte ich noch dass es gut gemacht ist. Ich meine damit, dass ich schon oft bei Hörspielen erlebt habe das manche Stimmen lauter oder leiser sind als andere und man sie daher, um alles zu verstehen, so laut hören muss das die Hintergrundmusik nichtmehr im Hintergrund ist sondern zu Störgeräusch wird.
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am 3. Oktober 2003
Als ich das erste Mal "Der Herr der Ringe" gelesen hatte (und lange Zeit danach), war dies für mich das beste Buch der Welt. Die Tiefe der Details und der Einfallsreichtum von J.R.R. Tolkin ist bis heute aus meiner Sicht unerreicht und ein vergleichbares Werk wird wohl in dieser Mischung auch nicht noch einmal entstehen. Immerhin unterfüttert er die eigentliche Geschichte im "Herrn der Ringe" mit einer komplexen Mythologie und einem "historischen" Hintergrund von fast 10.000 Jahren. Das Faszinierende dabei ist, wie er bekannte Elemente aus der realen Geschichte, Mythologien und Sagenwelt mit eigenen Ideen (einschließlich mehrerer Sprachen und Schriften) zu einer ganz eigenen und trotzdem "glaubwürdigen" und in sich schlüssigen Welt kombiniert.
Ich weiß nicht, wie oft ich die erste deutsche Übersetzung, und später die englische Fassung gelesen habe, aber oft genug, um an dem Sinn einer neuen deutschen Übersetzung zu zweifeln. Auch wenn die erste Version vielleicht nicht in allen Punkten so elegant und farbig wie die englische Originalversion ist, ist sie doch immerhin von Tolkin selber authorisiert, denn die Übersetzerin hat, soweit ich weiß, mit Tolkin zusammengearbeitet.
Der zweite Übersetzter, Herr Krege, hatte daher einen schwierigen und undankbaren Job, und in dem unvermeidlichen Versuch, sich gegen die erste Fassung abzuheben, hat er teilweise den Charakter der Figuren verändert - meist in eine "komikhafte" oder ironische Richtung, die ich im Originaltext nicht erkennen kann. Damit verliert die Geschichte einen Teil ihrer "Authentizität".
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am 26. August 2009
Die neue einbändige Ausgabe des Herrn der Ringe (1. Auflage August 2009)entspricht auf den ersten Blick in ihrer Größe und fast grammgenau auch vom Gewicht her der alten Ausgabe von 1991 (ISBN: 3-608-95855-X).Leineneinband, Fadenheftung, roter Schnitt, das extradünne Papier und 2 Landkarten nahezu identisch zu denen aus der älteren Ausgabe bestärken diesen Eindruck ebenfalls.
Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch einige feine Unterschiede.So erfuhr der rote Schutzumschlag der neuen Ausgabe ein gewisses Redesign, und zeigt jetzt statt des Ringes allein Flammen, die diesen zu verschlingen scheinen.Auch ist die neue Ausgabe zweifarbig (schwarz/rot) gehalten und jedes der 6 Bücher beginnt mit einer komplett in Rot gestalteten Doppelseite.Die in der älteren Ausgabe vorhandenen Bilder gibt es in der neuen dagegen nicht.Kapitelüberschriften und Seitenzahlen präsentieren sich jetzt ebenfalls in Rot.
Inhaltlich wurde wunderbarerweise wieder die neu durchgesehene Übersetzung von Margaret Carroux in neuer deutscher Rechtschreibung inklusive aller Anhänge und Register verwendet, die ihr Debut schon in der in Schafsleder gebundenen Ausgabe von 2008 (ISBN-13: 978-3608938302) feierte. Die Geschichte selbst hat dadurch ihren besonderen Charme bewahrt.

Wer von Krege genug hat, Carroux bevorzugt,einbändige Sonderausgaben liebt, Schafsleder für zu teuer befindet und dennoch einen besonderen HdR sucht: hier ist er. Eine wunderschöne Symbiose aus Optik, Haptik,Design und natürlich die unumstritten beste Fantasystory überhaupt.

Grus Grus
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am 21. August 2002
Tolkien selbst hat einmal geäußert, daß er nur beschrieben hat, was er vorfand... Und wirklich, jedes Mal, wenn man in den "Herrn der Ringe" eintaucht, werden die Figuren plastischer, die Landschaften erlebbarer. Der Sog, den dieses Werk entfacht, ist und bleibt ein Phänomen. Man findet sich plötzlich in Mittelerde wieder, und lange nachdem man das Buch aus der Hand gelegt hat, verweilt man noch dort. Und es dauert nicht lange, da liest man es vielleicht schon wieder. Der "Herr der Ringe" trifft uns in der Tiefe unserer Seele, nicht zuletzt deshalb, weil die gesamte Geschichte von einer großen Traurigkeit überschattet ist, die dieses Buch wohl zum bittersüßesten seiner Art macht, das je geschrieben wurde. Hier einfach von einem Fantasy-Roman zu sprechen, wäre schlicht oberflächlich. Zu subtil sind die Reaktionen, die es hervorruft.
Allerdings muß ich dringend empfehlen, das Werk in der richtigen Übersetzung zu lesen, nämlich in dieser hier von Margaret Carroux. Noch besser liest sich Tolkien natürlich im Original. Aber wenn es jemand verstanden hat, etwas von Tolkiens Herzblut, das bei seiner Erschaffung (oder Entdeckung?) von Mittelerde spürbar reichlich geflossen ist, in die deutsche Sprache einzubringen, dann ist es Margaret Carroux. Leider ist ja außerdem die preiswertere Krege-Übersetzung auf dem Markt, von der ich nur dringend abraten kann. Der wunderbar tiefgründigen Sprache von Tolkien wurde mit dieser "Billig-Version" wirklich ein schlechter Dienst erwiesen. Ich möchte beinahe sagen, daß man glatt von einer Verfälschung sprechen könnte. Also gebt euch einen Ruck und greift ein bisschen tiefer in die Tasche; ihr werdet dafür reich beschenkt werden...
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am 25. März 2002
Das absolut beste Buch, das ich je gelesen habe. Dieses Buch ist
ist für mich das alte Testament der Fantasy. Die alte Übersetzung
ist erhaben und entführt einen in wunderbare Zauberwelten. Als ich einmal angefangen hatte zu lesen konnte ich gar nicht mehr
aufhören. Die neuen Übersetzungen sind zum Teil flüssiger zu lesen aber ihnen fehlt der grossartige Stil der die Faszination alten Bände ausmacht.
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am 20. März 2003
Der Oxford-Professor John Ronald Reuel Tolkien schrieb über Jahrzehnte hinweg neben seiner Arbeit an der Geschichte einer von ihm erdachten Welt. Dieses Urwerk der modernen Fantasy-Literatur unterscheidet sich von seinen Genre-Verwandten durch seine schier unglaubliche Komplexität, seine Dichte und Detailfülle.
Und letztlich ist jeder heutige Fantasy-Autor dazu verdammt, in irgendeiner Weise von Tolkien abzukupfern. Denn allein schon die Idee, eine eigene Welt in diesem keltisch-antiken Stil zu schaffen, geht auf Tolkien zurück. Von den unzähligen anderen Ideen, wie der der Existenz verschiedener Rassen, ganz zu schweigen. Insgesamt betrachtet, ist "Der Herr Der Ringe" eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.
Die Geschichte dürfte spätestens seit den beiden Kinofilmen, die übrigens sehr gut umgesetzt sind, auch Nicht-Fans zumindest im Groben bekannt sein, deshalb will ich hier nicht näher auf sie eingehen.
Es empfiehlt sich, vorher den "Hobbit" gelesen zu haben, denn obwohl die vorangegangene Geschichte vom Ringfund in der Einleitung beschrieben wird, führt einen der "Hobbit" einfach stimmungsvoller und interessanter in den Geschichtskomplex ein.
Das Buch liest sich insgesamt sehr gut, sprachlich ist es unerreicht stimmungsvoll und vermittelt dem Leser eine geschichtliche und atmosphärische Dichte, wie sie bisher noch keinem Autor zu erzeugen gelungen ist. Tolkiens deskriptive Fähigkeiten sind einfach begnadet. Natürlich hat auch diese Buch seine Längen, für deren Durchstehen man aber mehr als entlohnt wird.
Die Geschichte lässt sich übrigens nicht auf ein einfaches Gut-gegen-Böse-Schema reduzieren, wie oft behauptet wird, da der Ring auch von den "Guten" Besitz ergreift und diese auch ansonsten zahlreiche Schwächen zeigen und keineswegs immer strahlende, charakterlose Superhelden ohne dunkle Seiten darstellen.
Ich könnte noch unendlich viel schreiben, doch ich belasse es bei diesem Fazit : Das beste, spannendste und mitreißendste Buch, das ich je gelesen habe.
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am 8. August 2003
Mir ist es wie vielen ergangen. Nachdem ich die beiden ersten HdR-Kinofilme gesehen hatten, konnte ich die Spannung nicht mehr ertragen und habe mir die Romane zugelegt - und wie sich herausstellte war das die richtige Entscheidung.
Wenn man sich einmal durch die ersten Seiten gekämpft hat, die einem etwas langatmig erscheinen mögen, wenn man „Die Gefährten" bereits gesehen hat, zieht einen der erste Teil schnell in seinen Bann, unter dem man auch noch nach dem Ende des dritten Teils steht.
Tolkien hatte eine unglaubliche Phantasie, an der er den Leser in „Der Herr der Ringe" teilhaben lässt, indem er ihm eine wunderbar abwechslungsreiche Welt vor Augen führt, die so durchdacht und einmalig beschrieben ist, dass man daran zweifeln könnte, ob es „Mittelerde" wirklich nicht gibt. Abwechslung bieten aber auch die zahlreichen Abenteuer, die die Helden der Geschichte erleben (müssen) und um so weiter die Erzählung fortschreitet, desto mehr nehmen die Geschehnisse an Dramatik zu.
Den (genialen!) Filmen haben die Bücher eines im Besonderen voraus, denn man wird beim Lesen über einige Szenen stolpern, die zwar nicht auf die Leinwand gebracht wurden, aber nicht weniger gut sind. Allein um deretwillen lohnt sich die Anschaffung.
Dass alle Figuren sehr gut charakterisiert sind und von „flachen Typen" meilenweit entfernt sind, sodass die Geschichte dadurch an Tiefe und Einzigartigkeit gewinnt, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen.
Am liebsten hätte ich alle drei Bände am Stück gelesen, aber leider muss der Mensch ja hin und wieder auch mal schlafen :)
Noch eine kleine Anmerkung zur Übersetzung. Manche sagen, die alte Übersetzung von Margaret Carroux sei relativ mühsam zu lesen, aber ich kann diese Meinung nicht teilen, im Gegenteil: der Schreibstil ist flüssig und passt zur Geschichte wie die Faust aufs Auge. Deshalb würde ich jedem Erstleser die Version von Carroux empfehlen, um sich noch mehr in die Geschichte hineinversetzten zu können.
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am 6. Januar 2003
Zu der Geschichte an sich und Tolkien als Autor brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen.
Worüber ich hier schreiben will, ist die Übersetzung, die um vieles einfühlsamer und gerechter ist, als die neue von Wolfgang Krege. Margret Carroux hat es aufs vorstrefflichste verstanden, Stimmungen und Emotionen genauso rüberzubringen, wie Tolkien in der Originalfassung, wovon ich bei einem Wolfgang Krege nicht sprechen kann. Also Hände weg von der Neuzeitübersetzung und diese hier kaufen. Es lohnt sich allemal!!!
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am 26. Oktober 2007
Nun, seit ich den Herrn der Ringe das erste Mal gelesen habe, ist es bestimmt schon so 10 Jahre her. Allerdings hat mich diese Geschichte so faszinert, dass aus einmal bestimmt schon 15 Mal geworden ist - nach dem 10. Mal habe ich aufgehört zu zählen ;-)

Zur Geschichte selbst: Mittelerde ist nicht nur eine Plattform um seine eigenen Phantasien zu Papier zu bringen, neine, Mittelerde ist eine eigene, kleine Welt. Die Welt, die Tolkien da ersonnen hat, ist komplexer als jede andere Phantasie-Welt, die mir jemals in einem Buch untergekommen ist. Fremde Wesen mit eigener Sprache, Geschichte und Sitten und Gebräuchen leben dort, leiden, lachen, lieben, schreiben Gedichte und Lieder, kämpfen für sich oder für die Gerechtigkeit, bekennen sich zum Guten oder zum Bösen, haben Zauberkräfte oder einfach nur eine Zähigkeit und Ausdauer, die an ein Wunder grenzt und selbige damit ermöglicht.....

Und das Schicksal all dieser Menschen wird von dem Kampf um Gut und Böse, symbolisiert durch den einen Ring, in der Lage, alle Wesen zum Werkzeug des Bösen zu machen, bestimmt:

Der kleine Frodo Beutlin, der sich eigentlich nach dem Motto "wasch mich, aber mach mich nicht nass" nach einem "klitzekleinen Abenteuer" sehnt und sich auf einmal als Ringträger unvorstellbaren Gefahren gegenübersieht, wächst mit seinen Aufgaben und jeder gemeisterten Gefahr.

Sein Diener Sam Gamdschie, der immer einen etwas einfältigen Eindruck macht, überrascht immer wieder mit seiner Intelligenz und Kombinationsgabe; er reist als Diener mit Frodo und beweist seine Freundschaft und Treue bis zum letzten Schritt.

Aragorn, der Waldläufer, von den Sesshaften als "Streicher" verhöhnt, Misstrauen erweckend. Seine Entwicklung zum König wird schon verhältnismäßig früh angekündigt, dennoch faszinierend, die Entwicklung nur von ihm zu betrachten....

Gimli, der Zwerg, der lernt, dass Freundschaften und Loyalität noch mehr wert sind als Gold und Mithril,

Legolas, der Waldelb, ein ruhiger, gelassener Mensch, immer da, hilfsbereit, dem am Ende das Meer zum Verhängnis wird,

Boromir, der in seinem Hochmut und seinem Temperament nicht die Falle entdeckt, die der Ring ihm stellt.

Faramir, sein Bruder, der die erste ihm zugedachte Falle erkennt und widersteht, um fast an der zweiten, der Liebe seines Vaters zu Boromir, zu Grunde geht.

Merry und Pippin, die ihre Freundschaft zu Frodo auf ganz besondere Art beweisen und durch aufregende Abenteuer lernen, ihr Schicksal zu meistern. Saruman, der sich vom Bösen verleiten lässt, um am Ende durch seine eigene Gier und Schlechtigkeit zu Tode kommt.

Und natürlich nicht zu vergessen Gandalf, der Graue, Gandalf, der Weisse. Drahtzieher hinter den Reihen der "Guten", er eilt von Ort zu Ort, beschwört Verbündete, überzeugt Zweifler, manipuliert, kämpft, zaubert, beschützt, stürzt beim Kampf gegen den Balrog in unendliche Tiefen um als Gandalf der Weisse wie ein Phönix aus der Asche neu aufzusteigen. Er ist es, der alle Fäden richtig zusammenführt und am Ende Seite an Seite mit den neuen Gefährten das Schicksal bezwingt und die Macht des Rings auf immer und ewig zerstört.

Faszinierend, geheimnisvoll, spannend, dramatisch - all das und noch viel mehr ist der Herr der Ringe. Die Detailfreudigkeit geht so weit, dass man auch beim fünften, sechsten Mal noch Details entdeckt, die einem bei den vorhergehenden Malen entgangen sind. Trotzdem ist das Buch nicht überladen. Es entwickelt sich auch über die Charakteristik der Orte und Geschehnisse. Bewegt man sich am Anfang durch ein ruhiges, gemächliches Buch im Auenland, in dem die Welt noch völlig in Ordnung ist und das Leben z.T. so langweilig, dass einige das Buch schon als langatmig verschreien und wieder weglegen wollen, nimmt es doch mit jedem Ortswechsel, mit jedem Kapitel an Fahrt zu. Wie auf einer Bobbahn, auf der man anfangs nur mässig und mühsam voran kommt, steigert sich auch im Buch die Geschwindigkeit zu einer rasanten Berg- und Talfahrt, die erst am Ende des Buches, also am Fuße des Berges in ruhigere Bahnen gelenkt wird und mit einer kleinen Überraschung endet.

Gerade in diesem Moment, als ich diese Rezension schreibe, habe ich beschlossen, es mir heute abend im Bett gemütlich zu machen - und nun ratet mal, mit welchem Buch.....
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