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5.0 von 5 Sternen Afrikafreund
Maria Hiiiiges schreibt mit Herz über Afrika , es ist immer eine Freude Ihre Bücher zu lesen und ich habe schon eine ganze Reihe davon verschlungen
Vor 5 Monaten von Hannelore Volkert veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die kleine Göttin
Das Ilona Maria Hilliges ein paar Jahre in Afrika gelebt hat, merkt man diesem Buch deutlich an. Die Beschreibungen der afrikanischen Landschaft und Kultur sind ihr wunderbar gelungen und ich hatte die beschriebenen Bilder tatsächlich vor Augen. Ich persönlich habe noch einiges lernen können, gerade was die Kultur Afrika's angeht.
Die Geschichte an...
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von joshi_82 (Bücherzauber)


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die kleine Göttin, 31. Juli 2012
Das Ilona Maria Hilliges ein paar Jahre in Afrika gelebt hat, merkt man diesem Buch deutlich an. Die Beschreibungen der afrikanischen Landschaft und Kultur sind ihr wunderbar gelungen und ich hatte die beschriebenen Bilder tatsächlich vor Augen. Ich persönlich habe noch einiges lernen können, gerade was die Kultur Afrika's angeht.
Die Geschichte an sich, ist eigentlich relativ interessant: Nach dem Tod ihrer Mutter macht Victoria sich auf den Weg, um ihre Wurzeln zu entdecken und lernt dabei eine Menge über sich selbst, über ihre Familie und über einen geheimen Frauenbund im Urwald. Leider verliert sich die Autorin jedoch oft in ziemlich philosophischen Gesprächen, die zwar nicht unbedingt uninteressant sind, bei denen sogar Dinge dabei sind, die einen zum Nachdenken über sein eigenes Leben anregen, jedoch sind ebendiese teilweise doch ein wenig zu langatmig für meinen Geschmack. Ab einem bestimmten Punkt scheint die Handlung einfach zu stagnieren und es geht nicht mehr wirklich voran. Ich erwarte in so einem Buch sicher keine Action, allerdings hätten bestimmte Szenen meiner Meinung nach gerne etwas kürzer ausfallen können.
Ilona Maria Hilliges hat einen schönen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, auch wenn das Buch kein Pageturner ist.
Die Charaktere sind herrlich normal und gerade Victoria, die Ich-Erzählerin, ist ein wirklich liebenswerter Charakter. Ganz besonders gut gefallen hat mir an ihr, dass sie sich selbst gerne mal auf die Schippe nimmt. Das hat mich ziemlich oft zum Schmunzeln gebracht.
Eine besonders interessante Protagonistin war für mich jedoch Theodora. Sie hat vielen durchmachen müssen in ihrem Leben und gibt doch nie auf.
Wer ruhige Bücher mit philosophischen Untertönen mag, der ist hier genau richtig. Auch Afrika-Fans kommen ganz sicher auf ihre Kosten, denn Frau Hilliges weiß, wovon sie schreibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Geschichte, woraus man mehr hätte machen können, 30. Januar 2012
Das Cover gefällt mir gut, es sind sehr warme Farben und die Verzierung am Rand finde ich auch ganz schön.

Als ich anfing zu lesen, kam ich recht gut voran.
Es wurde von Victoria erzählt, diese ist sehr unzufrieden mit sich selbst und ihrem Leben. Dies ändert sich, als sie mit Moritz - einem Buchhändler, mit dem sie befreundet ist - etwas auf ihrem Dachboden findet. Dieser Fund veranlasst sie dazu, nach Afrika zu reisen und dort ihre Tante zu suchen.
Den Anfang fand ich recht interessant, doch als Victoria nach Afrika reist, lässt das Buch ziemlich nach. Es werden fast nur noch Gespräche geführt und nichts Großartiges passiert.
Den Teil des Buch fand ich sehr zäh und langatmig. Außerdem bin ich jemand, der kurze Kapitel gerne mag. Dieses Buch hat sehr lange Kapitel (bis zu 50 Seiten oder mehr), was ich sehr schade fand, da es kaum Abwechslung bot. Aber dies ist nur meine Meinung, es gibt mit Sicherheit andere Leser, die das anderes sehen und deshalb tut das dem Buch keinen großartigen Abbruch.
Zum Schluss hin wird das Buch jedoch wieder interessanter und auch das Ende finde ich sehr gelungen.
Die Idee der Geschichte ist sehr schön, jedoch hätte man meiner Meinung nach mehr daraus machen können. In Afrika hätte vielleicht etwas mehr passieren können. ;)
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5.0 von 5 Sternen Afrikafreund, 23. Juni 2014
Maria Hiiiiges schreibt mit Herz über Afrika , es ist immer eine Freude Ihre Bücher zu lesen und ich habe schon eine ganze Reihe davon verschlungen
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5.0 von 5 Sternen Sehr spannend geschrieben, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die kleine Göttin: Ein Afrika-Roman (Kindle Edition)
Von Anfang an sehr spannend geschrieben. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen und möchte gar nicht aufhören. Zu empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein netter Roman, dem jedoch Spannung fehlte, 22. Januar 2012
Von 
Fabella "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Inhalt:
Victoria ist an einem neuen Punkt in ihrem Leben angekommen. Ihre Ehe ist gescheitert, ihre Tochter aus dem Haus und nun verstirbt auch noch ihre Mutter. Was kann sie nun mit ihrem Leben anfangen. Und wie wird sie diesen verrückten Traum los, den sie immer wieder träumt. Einen Traum der in Afrika spielt, wo sie noch nie war. Doch dann entdeckt Victoria beim Ausräumen der Sachen ihrer verstorbenen Mutter Fotos und Gegenstände die ihr offenbahren, daß sie sehr wohl schon einmal in Afrika war. Es läßt Victoria keine Ruhe und so reist sie zusammen mit ihrer Tochter dorthin, wo ihr Leben begann. Und entdeckt ein dunkles Familiengeheimnis.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt eigentlich recht unterhaltsam und spannend. So verfolgte ich Victorias Bemühungen rund um ihre Mutter und nach ihrem Tod ihre Bemühungen um ihr eigenes Leben. Dabei wechselte es von unterhaltsam zu humorvoll, zu spannend. Eine sehr nette Mischung.

Doch dann macht sich Victoria auf den Weg nach Nigeria. Und dort angekommen flacht meiner Meinung nach das Buch arg ab. Eigentlich passiert nicht sehr viel, außer, daß unheimlich viele merkwürdige Unterhaltungen geführt werden. Die Autorin verliert sich für meinen Geschmack in den Schilderungen der Vergangenheit und der Bedeutung des Landes, der Bewohner und wie das eine nicht mit dem anderen harmonieren kann.

Es ist ein nettes Buch, das jedoch ab einem bestimmten Punkt für meinen Geschmack eigentlich mehr dahinplätschert. Die Beschreibungen der Autorin sind teilweise so langgezogen, daß ich am Ende vergessen habe, was sie eigentlich sagen wollte.

Leider habe ich die vorhergehenden Bücher der Autorin nicht gelesen und so kann ich nicht sagen, ob mir ihr Stil einfach nicht liegt, oder ob das Buch von den so außerordentlich beliebten abweicht. Da müßt Ihr Euch leider ein eigenes Urteil bilden.

Sehr gut gefiel mir übrigens die Umschlaggestaltung. Mit den warmen Farben und der goldenen Schrift bringt es gut das herrüber, was man von Afrika erwartet. Die Sonne, die Wärme und auch ein bißchen das Unbekannte.

Fazit:
Ein netter Roman, der interessant beginnt, dann jedoch langatmig wird. Für Afrika-Freunde sicherlich eine Bereicherung ob der Schilderung der Leute und des Landes.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein interessanter & philosophischer Afrika-Roman, 13. Februar 2012
Inhalt:
Viktoria - Mitte 50, geschieden und mittlerweile arbeitslos, da ihr Arbeitsplatz als Versicherungskauffrau durch einen Computer ersetzt wurde - steuert gezielt auf eine Lebenskrise zu. Als sie dann auch noch ihre Mutter beerdigt, um die sie sich all die Jahre gekümmert hatte, rechnet sie aus, das ihre durchschnittliche Lebensdauer gerade mal noch bei 31,4 Jahren liegt. Das und der Kommentar ihrer selbstbewussten Tochter Jasmin, dass sie nun endlich ein Fitness-Center aufsuchen solle, da sie "aus dem Leim" gehe, trägt nicht gerade zur Besserung ihrer Stimmung bei.
Beim anstrengenden Training kollidiert sie beim Laufbandtraining mit Moritz, dem Buchhändler ihres Vertrauens. Ein anschließendes Essen läutet den Beginn einer schönen Freundschaft ein.
Beim Entrümpeln des Familienhauses stößt Viktoria auf eine alte Tonfigur und einige vergilbte Fotos. Fasziniert von dem Fund startet Moritz eine Recherche und stellt fest, dass Viktoria als Kleinkind adoptiert wurde. Im nigerianischen Tiameh geboren, wurde sie mir 2 Jahren nach Deutschland gebracht.
Hängt dieser Dachboden-Fund mit ihrem immer wiederkehrenden Traum zusammen, der sie schon ihr Leben lang verfolgt? Ein Traum, der sie ins dunkle Herz Afrikas führt, bis nahe an einen Abgrund...
Die sonst schüchterne und zurückhaltende Viktoria fasst einen für sie sehr mutigen Entschluss: Sie fliegt mit ihrer Tochter nach Tiameh und forscht nach ihrer Familie. Denn die Recherchen haben ergeben, dass es dort noch eine Tante geben muss.
Was sie dort findet, übertrifft ihre kühnsten Erwartungen - denn in Afrika findet sie nicht nur ihre Familie, sondern endlich auch sich selbst...

Handlung / Charaktere:
Nachdem ich von Ilona Maria Hilliges schon den historischen Roman "Sterne über Afrika" gelesen habe, wusste ich, dass ich sicher wieder eindrucksvolle Beschreibungen über das weite Afrika erwarten kann.
Diesbezüglich wurde ich auch in keinster Weise enttäuscht. Die Beschreibung des Ortes Tiameh und vor allem des Hain's, in den sich Viktoria mit Theodora zurückziehen, faszinierte und man wünschte sich, diese Ort einmal erleben zu dürfen.
Da die Autorin selbst viele Jahre in Afrika lebte, macht die landschaftliche und menschliche Darstellung zudem sehr authentisch.
Der Beginn des Buches ist etwas schleppend, aber seit Viktorias Ankunft in Nigeria liest es sich sehr angenehm.
Die Schreibweise ist recht leicht zu lesen, der Satzbau nicht zu lang - im Gegensatz du den Kapiteln. Ich persönlich bevorzuge kürzere Kapitel, da es mir zeitlich nicht immer möglich ist, lange am Stück zu lesen. Aber ich möchte schon gerne immer bis zum Kapitel-Ende lesen.
Etwas störend finde ich manchmal die Ausdrucksweise. Das beste Beispiel hierfür ist die Tochter Jasmin, die Viktoria immer "meine kleine Mama" oder "arme kleine Mama" nennt...Meiner Meinung nach ist das sehr unpassend.
Viktorias Reise nach Afrika und zu sich selbst ist sehr philosophisch dargestellt und schön zu lesen.
Die Geschichte um eine Frau - Viktoria - auf der Suche nach Ihrem wahren Ich, nach ihrem wahren Platz im Leben sorgt für viele Emotionen und Gefühle. Eine Frau, die vom Leben nicht viel erwartet und auch bisher nicht viel dafür getan hat, etwas daran zu ändern. Langweiliger Job, gescheiterte Ehe, keinerlei aufregende Erfahrungen und immer schön alles nach Plan. Und plötzlich steht sie im Dschungel und philosophiert mit Theodora über das Leben.
Den Gedanken und die Rituale der Frauen im Hain zu folgen, begeistern beim lesen und regen ebenfalls zum Nachdenken an. Welchem Element würde man sich selbst am ehesten zuordnen? Feuer oder Luft? Wasser oder Erde? Der Mensch im Einklang mit der Natur - etwas, dass wir uns in der westlichen Zivilisation, regiert von Computern, Technik und Fitness-Centern, kaum noch vorstellen können.
Auch die immer wieder aufgeführten Vergleiche zwischen der westlichen und der nigerianischen Welt stimmen nachdenklich.
Allerdings muss ich sagen, dass mir die Protagonistin Viktoria charakteristisch nicht so sehr gefallen hat. Ich konnte über die meiste Zeit des Buches keine Verbindung zu ihr aufbauen. Im Gegenteil, ich wurde zum Teil sogar leicht gereizt beim Lesen ihrer Gedanken. Ständig ängstlich hinterfragend, ständig negative Gedanken.... Ich bin mir bewusst, das dies bestimmt so gewollt ist, um ihren schüchternen Charakter besser darzustellen, aber ich persönlich konnte leider nicht ganz warm werden mit ihr.
Im Gegensatz dazu gefiel mir die Darstellung der Theodora unglaublich gut. Sie hat viel mitgemacht in ihrem Leben und trotzdem die Zügel in der Hand behalten. Ihre ruhige, weise Art und ihre Liebe zu dem Land, Ihre Haltung Viktoria gegenüber und auch ihre Erklärungen der Verbindungen zwischen Natur und Mensch sind sehr angenehm auch wirklich sehr interessant zu lesen.Gerade diese Darstellungen ebschäftigen auch noch nachhaltig.

Cover:
die Covergestaltung ist sehr stimmig und passend zur Geschichte gestaltet. Das Cover ziert die Tonfigur der kleinen Göttin - von Viktoria und Jasmin liebevoll "Julia" getauft. Farblich wurden Erdtöne gewählt und stimmen den Leser auf die literarische Reise nach Afrika ein.

Fazit:
Ein schöner & philosophischer Afrika-Roman mit interessanter und auch leicht mystischer Thematik, die zum Nachdenken einlädt und den nötigen Tiefgang bereit hält.
Teilweise sagte mir die Ausdrucksweise nicht zu und ich persönlich wurde leider nicht warm mit der Protagonistin Viktoria. Aber diesbezüglich sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden. Hier sind die Geschmäcker und die Auffassungen bekanntlich verschieden. Die Beschreibung des Landes und der Menschen hingehen ist sehr schön gelungen.
Für Afrika-Liebhaber ist "Die kleine Göttin" auf jeden Fall empfehlenswert.

Meine persönliche Bewertung liegt zwischen 3-4 Sternen. Leider kann man kein 3-4 Sterne auswählen...

Eine Rezension von B_Jones
[...]
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben mit neuen Augen sehen ... und genießen!, 29. Februar 2012
Zwei Menschen an einem Abgrund im Herzen Afrikas. Ein Sturz, ein Schrei ein Toter...und Victoria wacht auf. Immer wieder hat sie diesen Traum und weiß nicht, was ihr eigenes Leben damit zu tun haben soll. Dennoch fühlt sie sich tief mit den Abenteurern verbunden.
Als ihre Mutter stirbt, fällt ihr beim Ausräumen der Wohnung eine seltsame afrikanische Skulptur in die Hände. Dazu ein Fotoalbum, dass die zwei Menschen aus ihrem Traum zeigt. Mithilfe ihrer Tochter und Moritz, dem liebenswerten Buchhändler, will Victoria der Sache auf den Grund gehen. Erinnerungen werden in ihr wach, die sie so lange in ihrem Inneren verschlossen und vor sich selbst verborgen hat.
Einem vagen Hinweis folgend entschließt sich Victoria kurzerhand, nach Nigeria zu reisen. Dort stößt sie auf Dinge, die ihre Mutter langezeit versucht hat, vor ihr geheim zu halten. Doch nicht nur das: in Thiame entdeckt sie einen verschütteten Teil von sich selbst und lernt, das Leben mit neuen Augen zu sehen.

Zu Afrika habe ich eigentlich keine besondere Verbindung. Daher wusste ich erst nicht, ob ich mit einem "Afrikaroman" zurecht kommen würde, der von einer ganz anderen Kultur und einer fremden Landschaft erzählt. Erstaunlicherweise war es allerdings genau das, was mich an "Die kleine Göttin" so fasziniert hat. Die Beschreibungen der Landschaft sind wunderschön und die Schilderung der Kultur sehr interessant und spannend, wenn auch eigenartig fremd und abgehoben. Man konnte sich jede Hütte, jeden Baum, jede Höhle und jedes Stück Kunst genau vor Augen führen, da die Autorin gerade diese Dinge sehr detailliert beschreibt.

Leider hatte ich ansonsten mit dem Schreibstil so meine Schwierigkeiten. Für meinen Geschmack ist er zu dramatisch. Keine Frage, der Roman beinhaltet definitiv dramatische Szenen, die sehr emotional sind, dennoch übertrieb es die Autorin meiner Meinung nach ein wenig mit der Schilderung der Gefühlen der Protagonisten. Diese kamen mir immer überzogen und wenig authentisch vor.
Zwar finde ich es schön, wenn Autoren mit Leidenschaft über etwas schreiben, was sie bewegt, oder sie so oder so ähnlich selbst erlebt haben, aber Frau Hilliges schreibt wirklich sehr pathetisch. Dadurch erscheint alles ein wenig verzerrt und unrealistisch. Für meinen Geschmack war die Kombination aus pathetischem Schreibstil, Dramatik und überzogenen Gefühlsausbrüchen der Protagonisten einfach ein wenig zu viel des Guten.

Die Charaktere lassen mich mit gemischten Gefühlen zurück. Mit Victoria konnte ich nie richtig warm werden, was schade ist, da es schließlich sie ist, die uns die Geschichte erzählt. Ich empfand sie als zu kindisch. Mit 52 Jahren verhält sie sich teilweise wie ein Kleinkind, wenn Dinge in ihrem Leben passieren, die sie so nicht vorhersehen konnte und sie sich überrumpelt fühlt. In diesem Alter verzweifelt man meist nicht über solchen Situationen und weiß weder aus noch ein, sondern lebt weiter, weil man weiß, dass das Leben Wege beschreitet, die man eh nie verstehen wird. Sich allerdings von seiner Tochter den richtigen Weg weisen zu lassen, finde ich recht ungewöhnlich. Zudem kam mir Victoria immer sehr naiv und trotzig vor, was die kindliche Seite an ihr nur noch mehr hervorhebt. Mir kam sie vor wie ein Teenager, der erst noch lernen muss, damit umzugehen, nun erwachsen zu werden; den man noch in die richtige Richtung stupsen muss, damit er sein Ziel nicht verfehlt. Als eine 52-jährige Frau konnte ich sie leider nie ernst nehmen.
Andere Charaktere wie Moritz oder Victorias Tochter Jasmin fand ich jedoch erfrischend und ich las sehr gerne von ihnen. Sie verliehen dem Roman etwas Bodenständigkeit und Ruhe.

Die Schilderung der Kultur in Thiame fand ich sehr interessant. Wer sich wirklich gerne mit fremden Kulturen bzw. Religionen beschäftigt, der wird hier sicher seine Freude daran haben. Alles wird sehr detailliert beschrieben und meiner Meinung nach liegt auch der Hauptaugenmerk auf der Kultur und der recht ungewöhnlichen "Religion" - oder wie immer man es nennen mag - dieses Stammes. Teilweise fand ich einige Rituale zwar sehr befremdlich, das liegt aber wohl an meiner westlichen Erziehen!

Das Ende unterstreicht leider meinen Gesamteindruck des Buches noch zusätzlich. Es wirkt sehr konsturiert und leider wenig authentisch. Als hätte die Autorin krampfhaft nach einem Wendepunkt gesucht, der dem Roman noch einmal einen unerwarteten Aspekt verleiht. Aufmerksame Leser werden diesen Wendepunkt jedoch wohl schon vorhersehen können.

Was den Appell angeht, den der Roman an den Leser gibt, muss ich sagen, dass mir dieser sehr gut gefällt. Es geht darum, sein Leben zu leben, Dinge zu tun, die einen selbst glücklich machen und nicht so sehr darüber nachzudenken, was das alles im Nachhinein bedeuten könnte. Man merkt richtig, wie Victoria in Afrika merkt, was es bedeutet, wirklich zu leben. Nicht nur den Alltag zu meisten und eben "zureckt zukommen", sondern wirklich zu leben, frei und glücklich zu sein. Meiner Meinung nach, verstecken sich viele kleine, recht poetisch formulierte Anstöße in "Die kleine Göttin", die man auch in Deutschland gut umsetzen kann, um sein eigenes Leben erfüllter zu leben.

Kurzum: "Die kleine Göttin" ist ein Roman, der seine Leser in eine ganz andere Kultur entführt. Er lehrt seine Leser, tolerant gegenüber dem Fremden zu sein und es als eine Chance und eine Möglichkeit der eigenen Entfaltung anzusehen. Der Roman zeigt uns, dass man von scheinbar armen Menschen soviel mehr über ein erfülltes, glückliches Leben, lernen kann, als von reichen, die scheinbar alles habe und innerlich doch leer sind. Es ist ein Familienroman, der seine Leser über die eigenen Wurzeln nachdenken lässt und darauf aufmerksam macht, wie wichtig der Zusammenhalt in einer Familie eigentlich ist. Alles in allem hat mir "Die kleine Göttin" gut gefallen und ich vergebe 3.5 Sterne an diesen "Afrikaroman", der aber viel mehr als einfach nur das ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alles super, 22. Februar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
hat alles super geklappt, die Ware wurde gut eingepackt, die Ware stimmte mit dem Angebot überein, jederzeit wieder mit diesem Partner
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Die kleine Göttin: Ein Afrika-Roman
Die kleine Göttin: Ein Afrika-Roman von Ilona Maria Hilliges
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