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am 11. Juli 2012
Story:
Altruan ' die Selbstlosen. Candor ' die Freimütigen. Ken ' die Wissenden. Amite ' die Friedfertigen. Und schließlich Ferox ' die Furchtlosen '
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht'

Meine Meinung:
"Die Bestimmung" hat bereits vor Erscheinen hohe Wellen geschlagen und war in aller Munde. So war auch ich gespannt auf den heiß ersehnten Debütroman der Autorin, der zugleich auch der Start einer neuen dystopischen Trilogie ist. Tja, was soll ich nur sagen: Ich bin begeistert..

Der Einstieg in das Buch fällt leicht und die verschiedenen Fraktionen werden dem Leser schnell vorgestellt und die Unterschiede mit einigen Beispielen verdeutlicht. Dieser Einblick gelingt Veronica Roth so gut, dass man sich mit der Thematik der Fraktionen beschäftigt und sich sogar oft fragt, welche Fraktion man wohl selbst wählen würde.

Die Protagonistin Beatrice, die im Laufe des Buches eine interessante Entwicklung durchmacht und sich zu einem starken Hauptcharakter entwickelt, wird nicht jedem gefallen, da sie in dem was sie tut, nicht immer sympathisch wirkt, aber für mich in ihrem Handeln immer authentisch geblieben ist. Dass sie in einigen Situationen keine Reue zeigte, hat mich nicht unbedingt gestört, kann aber vielleicht für andere störend wirken.

Auch einige interessante Nebencharaktere werden aufgebaut, wie den geheimnisvoll wirkenden Ausbilder Four, der immer mehr an Profil gewinnt und sicherlich das ein oder andere Damenherz höher schlagen lässt oder Beatrice neue Freunde, die aus verschiedenen Fraktionen kommen und dadurch immer etwas neuartiges und interessantes zu erzählen haben.

Im Gegensatz zu einigen anderen Jugendbüchern, entsteht hier eine zarte, sympathisch wirkende Liebesgeschichte, die sich angenehm langsam entwickelt. Ebenso entsteht im Buch eine Gruppenthematik, die von Konkurrenzkämpfen und Neid geplagt ist, in der sich zeigt, dass Veronica Roth sich mit Ängsten Jugendlicher beschäftigt hat. Ein wenig Probleme hatte ich mit der Umgebung der Geschichte. Hier bildet sich vor meinem Augen kein klares Bild und gerne hätte ich da einige Informationen mehr gehabt, die hoffentlich im zweiten Band "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" folgen werden. Auch sollte man bei diesem Jugendbuch die häufige rohe Gewalt erwähnen, die an einigen Stellen vielleicht problematisch für Jugendliche sein kann.

Veronica Roth schreibt Jugendbuch typisch, so dass sich das Buch sehr gut liest und kaum aus der Hand zu legen ist. Die Autorin beschreibt die Gefühle ihrer Charaktere sehr überzeugend und erzeugt durchgängig spannende Actionszenen, die dem Leser viel Nervenkitzel bieten.

"Die Bestimmung" ist ein temporeicher und fesselnder Start einer Trilogie mit einer umstrittenen Protagonistin, einer interessanten Thematik und einer sich angenehm entwickelnden Liebesgeschichte. Dieses Buch weiß zu unterhalten und verdient es gelesen zu werden!
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am 9. Juni 2012
Nach diversen Lobeshymnen und nahezu hysterisch-positiven Rezensionen beschloss auch ich, die englische Ausgabe von "Die Bestimmung" ("Divergent") von Veronica Roth zu lesen. Das Ergebnis: Aufgrund hoher Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, knabberte ich wochenlang an diesem einen Buch und war am Ende richtig enttäuscht.

Zum einen war mir die Hauptperson Beatice bis zum Ende des Buches irgendwie unsympathisch. Ich wusste einfach nicht, was ich von ihr halten soll. Möglicherweise lag es daran, dass Beatrice selbst nicht wusste, was sie wollte!? Ihre ständigen "Ups and Downs" beim Nachdenken über die fünf Fraktionen und ob sie nun die richtige Entscheidung getroffen hat, fand ich nervig.

Weiterhin konnte ich mir die Welt von Beatrice, wie Veronica Roth sie beschreibt, überhaupt nicht vorstellen, konnte mir kein Bild davon machen. Erst dachte ich, das läge evt. daran, dass ich nicht zu 100% alles verstand, weil ich das Buch auf Englisch las. Aber einige Rezensionen von Lesern, die die deutsche Variante gelesen haben, bestätigen mich in meinem Problem: Es war schwer sich in die Welt von "Divergent" einzuleben und einzufühlen, ich musste mir zu viel selbst denken oder zusammenreimen.

Außerdem fand ich auch das große Thema des Buches langweilig: Dass sich Beatrice für die Fraktion Ferox entscheidet und wie sie dort die Aufnahmerituale meistert. Daher war "Divergent" sehr actionreich und beinahe ständig ging es ums Kämpfen/sich bewähren/sich mit anderen messen/besser zu sein als die anderen usw. Das hat mich persönlich nicht angesprochen und ich hatte mir einen anderen Inhalt von dem Buch erhofft und irgendwo auch eine andere Moral von der Geschicht'. Mir ist unklar, was Veronica Roth mit "Divergent" ihren Lesern mitteilen möchte.

Auch das Einweben von winzigen Informationsbröckchen, die bereits die weitere Handlung erahnen lassen, fand ich einfach nur anstrengend. Die ganze Zeit lechzte ich nach mehr ' mehr darüber, was nun eigentlich der "rote Faden" dieser Trilogie sein sollte, das große Thema. Doch diese Informationen kamen spärlich und nur nach und nach und am Ende war ich noch immer nicht wirklich schlauer.

Mein Tipp an alle, die das Buch noch lesen wollen: Geht nicht mit zu hohen Erwartungen ran. Dann könnt ihr das Buch vielleicht mehr genießen als ich es konnte. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe weiterlesen werde, aber wahrscheinlich nicht. Im Grunde interessiert es mich nicht, wie es mit Beatrice und Four weitergeht. Echt schade.

PS: Mir ist klar, dass ich jetzt viele "nicht hilfreich"-Klicks von Fans dieses Buches hier bekommen werde. Aber trotzdem muss ich meine Meinung zu "Divergent" einfach loswerden. Ich kann nur hoffen, dass ihr mir meine negative Meinung zu diesem Buch zugesteht, wie auch ich euch eure positive Meinung dazu lasse. Denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
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am 10. Juni 2015
Kurze Sätze. Wenig Gefühl. Wenig Spaß. Viel Gewalt.
Ich habe es gelesen. Ich fand es nicht gut.

Wer sich jetzt denkt: Was wird das für eine Rezension...? Der ist nahe an meinem Gedanken: Was war das denn für ein Buch?
Den Schreibstil als minimalistisch zu bezeichnen ist noch ein wohl gemeinter Euphemismus. Handlung hat das Buch, das kann man nicht leugnen und diese Handlung ist rasant und schnell - leider auch schnell erzählt und vor allem lediglich auf die Handlung fixiert!
Da kommen Worte wie Hagelkörner und von Gefühl oder Hypotaxe keine Spur. Nicht ein Hauch! Ebenso wie den Hauptsätzen schöne Nebensätze fehlen, fehlte den Figuren Tiefe. Sie alle handeln, als hätten sie keine Gefühle - vielleicht spart die Autorin Gefühle aber auch mit Absicht aus?
An der Handlung kann ich nichts aussetzen; sie ist durchdacht, schlüssig, spannend. Der Schreibstil aber zerstört selbst die beste Handlung. Bei anderen Büchern begegnete mir das Phänomen, dass man, was die Handlung betrifft, über vollkommene Belanglosigkeiten schreiben kann und es dennoch schön und angenehm zu lesen ist - ich nenne mal nicht den Namen Gabaldon, aber würde ich ihn nennen, wüssten manche vielleicht, wovon ich spreche.

Für jemanden, der Tiefgang bei seiner Lektüre scheut, ist dieses Buch hervorragend geeignet. Für Leute, die gerne auch mal einen Nebensatz lesen oder Figuren mit nachvollziehbaren Gefühlen und Handlungen und wenigstens einem Hauch eines Innenlebens mögen - die sollten lieber ein anderes Buch zur Hand nehmen.
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am 21. Mai 2015
Eine sehr tolle und empfehlenswerte Dystopie , die nicht nur unterhaltsam ist , sondern auch viele interessante und gesellschaftkritische Aspekte miteinbringt und näher beleuchtet . Die Geschichte beginnt super spannend , rasant und man befindet sich als Leser sofort in der Geschichte , auch die einzelnen Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz . Die Autorin schafft es trotz der rasanten Szenen , auch die zwischenmenschlichen Töne erklingen zu lassen , stets stehen auch die Charaktere und deren persönliche Entwicklung innerhalb der Gesellschaft im Vordergrund .

Und gerade dieser Umstand konnte mich sehr begeistern !Nicht nur , dass das Buch spannende und actiongeladene Szenen beinhaltet , nein es setzt auch auf ernste Töne .

Für mich eine fast perfekte Dystopie , die mich wirklich sehr begeistern konnte . !
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am 12. Mai 2016
Die Amite - leben immer friedfertig und sind im Einklang mit der Natur.
Die Candor – Lügen ist verboten, daher sagen sie immer die Wahrheit.
Die Altruan – die Selbstlosen, die sogar den (ausgestorbenen) Fraktionslosen helfen.
Die Ferox – die Mutigen, die für den Schutz der Fraktionen sorgen.
Die Ken – ihnen ist Wissen heiliger als alles andere.

Fünf Fraktionen, die entstanden sind, nachdem die Menschen aus Neid und Missgunst die Ordnung (die wir kennen) zerstört haben.

Im Alter von 16 Jahren muss sich Beatrice, die ihre Kindheit bei den Altruan verbracht hat, einem Eignungstest unterziehen und danach ihre Wahl für eine der Fraktionen treffen. Beatrice wusste schon immer, dass sie anders ist.

Als sich dann bei dem Eignungstest, der ihr eigentlich zeigen soll, für welche Fraktion sie am Besten geeignet ist – auch noch herausstellt, dass sie sich gleich für drei Fraktionen eignet, steht fest: Beatrice ist eine Unbestimmte, was unter allen Umständen geheim bleiben muss.

Sie entschließt sich für die Ferox, die sie schon immer bewundert hat und stellt sich somit einem sehr harten Konkurrenzkampf, der über ein Leben bei den Ferox, oder den Fraktionslosen entscheidet. Während dem Training kommt Beatrice hinter ein schreckliches Geheimnis, das sie und alle die sie liebt, in Lebensgefahr bringt.

Persönliche Meinung:

Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach gehalten, was mir persönlich ja sehr wichtig ist.

Obwohl sehr viel Zeit dafür investiert wird von der Ausbildung bei den Ferox zu erzählen, wirkt die Geschichte an keiner Stelle langatmig und hat mich gleich von Anfang an durch und durch gefesselt. Viele Fragen werden direkt beantwortet, sodass ich mich leicht in die Geschichte einfinden konnte. Ich finde es sowieso toll, was für ein gesellschaftliches System die Autorin erschaffen hat, alles wirkt sehr durchdacht und stimmig.

Nicht nur die Hauptcharaktere sind mir direkt richtig sympathisch gewesen, sondern auch die Nebencharaktere sind sehr liebevoll und detailliert gelungen. Außerdem gefällt mir sehr gut, dass die Liebesgeschichte so glaubwürdig und nicht zu überladen wirkt. Sie baut sich ganz langsam im Laufe der Geschichte auf.

Erzählt wird alles übrigens in der Ich-Perspektive,aus der Sicht von Beatrice. Das ist nicht unbedingt jedermanns Sache, aber ich konnte mich dadurch sehr gut in die Sicht der Dinge hineinversetzen.

Ich kann gar nicht verstehen, wieso so viele diese Geschichte mit der Panem-Triologie vergleichen. Beide Geschichten haben einen vollkommen anderen Ansatz sowie Verlauf.

Ich bin jetzt schon ganz gespannt darauf, ob mich der zweite Teil genauso in seinen Bann ziehen wird. Wenn ich die Panem-Triologie mit dieser vergleiche. so hat die Bestimmung-Triologie um Welten besser abgeschnitten.
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am 6. April 2015
Das Buch welches man selber lesen muß ist sehr gut, hat hie und da ein paar Längen aber es erlaubt das Eintauchen und den Sprung in die Philosophie, das Mitdenken und öffnet auch das Empfinden zur Gesellschaftskritik. So hat das eigentliche Buch Tiefgang.
Das Hörbuch läßt diese Tiefe vermissen und ist - wenn man das Buch kennt - nicht zu empfehlen. Schade ist das es den Teil 2 und Teil 3 in vollständiger Lesung gibt. Allerdings nur als Download. Das ist komisch. Daher gibt es nur einen Stern, nicht für das Buch und den Inhalt sondern für die Vermarktungsstrategie und das kürzen eines Buches um fast dei Hälfte.
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am 19. September 2015
Die Trilogie Die Bestimmung wurde ja, nicht zuletzt durch die Kinofilme, von vielen Leuten ziemlich gefeiert. An mir ist dieser Hype bisher ein wenig vorbei gegangen, doch dank einer kleinen Aktion, die ich zusammen mit Nana – What Else? veranstaltet habe, wurde der erste Band der Serie nun endlich von seinem SuB-Dasein erlöst. Übrigens: Den ersten Film habe ich bereits gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe. Eine interessante Kombination, die es bei mir so noch nie gegeben hat!

Story

In der Zukunftswelt von Die Bestimmung gibt es fünf Fraktionen: Altruan, die Selbstlosen, Ferox, die Furchtlosen, Ken, die Gelehrten, Candor, die Freimütigen und Amite, die Freundlichen und Friedfertigen. Jeder Jugendliche muss, wenn die Zeit reif ist, seine Fraktion wählen. Dabei soll ein Eignungstest helfen, der meist ein eindeutiges Ergebnis liefert, an das sich die zu Bestimmenden auch fast immer halten. Doch bei manchen, wenigen kann sich der Eignungstest nicht auf eine einzelne Fraktion festlegen. Beatrice ist eine von diesen „Unbestimmten“. Welche Fraktion wird sie wählen, und was wird ihr dort widerfahren?

Durch die ersten 400 Seiten der Geschichte zog sich ein wirklich sehr reißfester roter Faden, an dem ich mich gut entlang hangeln konnte. Während dieser Zeit war das Buch der absolute Page-Turner, die Charaktere waren mir sympatisch (manche auch nicht, was aber wohl so gewollt war) und ich habe die Geschichte rund um Tris, die Bestimmung, die Unbestimmten und die damit verbundenen Gefahren wirklich gerne gelesen.

Und was ist jetzt mit den letzten 80 Seiten? Auch die haben mir eigentlich gut gefallen, und sie waren wirklich verdammt spannend, wenn nicht sogar spannender als die ersten 400. Doch was hat mich dann gestört? Erstens war mir am Ende alles ein bisschen zu hektisch, auch wenn ich das Geschehen noch so gerade mitverfolgen konnte. Außerdem war mir am Ende ein bisschen zu viel Gefühlslosigkeit und Ballerei in der Geschichte, was im Allgemeinen eigentlich weder zu der Geschichte noch zu unserer Protagonistin Tris (Beatrice) passt.

Doch im Allgemeinen ist die Geschichte vom ersten Band der Dystopien-Trilogie wirklich gut. Sie ist spannend und stellt interessante Fragen in den Raum. In die Situation des Hauptcharakters konnte ich mich sehr gut einfühlen und ihre Gedanken nachvollziehen.

Die Umgebung, in der Die Bestimmung größtenteils spielt, ist etwas einseitig. Das wiederum führt dazu, dass ich mir das Gebäude von Tris‘ Fraktion gut vorstellen konnte, da ja ein Großteil des ersten Bands in eben diesem spielt. Die zwischendurch eingestreuten „Ausflüge nach Draußen“ machen dafür umso mehr Spaß, da der Leser dort auch ein wenig die Stadt kennen lernen kann.

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, kannte ich de Film bereits, bevor ich das Buch gelesen habe. Hierzu lässt sich sagen, dass der Film sehr nach an der Buchvorlage ist und einige Dialoge komplett übernommen wurden. Besonders am Anfang hatte ich einige Déjà-vu Momente, in denen mir die Szenen aus dem Film während des Lesens vor den Augen herumgespukt sind. Mich hat dies allerdings nicht gestört. Dennoch hat es sich allemal gelohnt, auch das Buch zu lesen. Einige Story-Stränge wurden im Film ausgelassen, und auch das Ende wurde in der Verfilmung ein wenig umgeschrieben. Doch auch über die Charaktere erfährt man im Buch deutlich mehr, aber dazu kommen wir gleich.

Schreibstil

Das Buch ist in der Gegenwart und aus der Sicht von Beatrice geschrieben. Trotzdem trifft mein häufig genannter Kritikpunkt bei Büchern in der Ich-Perspektive, eine zu einseitige Beleuchtung der Charaktere, hier nicht auf. Auch über die anderen Personen in Die Bestimmung erfährt der Leser sehr viel. Ich konnte mir von vielen Charakteren, zum Beispiel Christina, Will, Four oder Jeanine ein gutes Bild machen, und habe – besonders in Bezug auf Jeanine – ähnlich gefühlt wie Beatrice.

Veronica Roth hat es geschafft, aus Die Bestimmung einen Page-Turner zu machen. Ich wollte einfach weiter lesen! Sie verliert sich nie in irgendwelche ewig langen Beschreibungen, sondern hält sich an das wichtigste. Die Handlung wird schnell voran getrieben, die Dialoge sind interessant und man hat das Gefühl, das immer irgendetwas passiert, was man sich nicht entgehen lassen darf. Genau so, bindet man Leser an das eigene Buch! 😉

Der Humor ist ein wenig wenig gesät worden, dass ist aber auch mein einziger Kririkpunkt.

Charaktere

Da das Buch aus der Perspektive von Beatrice geschrieben ist, konnte ich mich in sie auch am Besten hinein versetzen. Sie ist mir sympatisch, und als sich dann eine Liebesbeziehung anbahnt, und sie einfach nur unglaublich unsicher ist, irgendwie auch total süß. Irgendwie ähneln sie und ich uns in manchen Punkten ein bisschen, auch wenn ich mich ansonsten meist als eine Mischung aus Lisa Simpson und James Adams bezeichne. 😀

Doch auch einige andere Charaktere waren mir direkt sympatisch – und in einigen habe ich mich ziemlich getäuscht! Alles in allem kann Veronica Roth ein tolles Charakter-Universum in diesem ersten Band der Trilogie schaffen. Jeder der Charaktere hat sehr eigene Eigenschaften (deshalb heißen die Eigenschaften auch so…) und Beatrice‘ Meinung zu den Personen erfährt man auch im Laufe des Buches.

Cover&Design

Das Cover zeigt das Logo der Ferox und eine in blau gehaltene Stadt im Hintergrund. Das Bild ist schlicht, aber dennoch sehr ansprechend. Es gefällt mir sehr gut. Außerdem sind das Ferox-Logo und der Schriftzug Die Bestimmung „aufgeklebt“ und heben sich dadurch vom Rest des Covers ab.

Die einzelnen Kapitel sind schön voneinander abgetrennt, auch die Schriftart ist sehr gut zu lesen. Auffällig ist nur, dass der Druck bei meinem Exemplar alles andere als perfekt war. Hin und wieder waren Buchstaben nicht lesbar, da sie „verwischt“ waren.

Fazit

Die Bestimmung ist ein schöner Auftakt einer von vielen sehr gemochten Trilogie. Ich werde selbstverständlich auch die nächsten Bände noch lesen. Auch der Schreibstil von Veronica Roth hat mich überzeugen können. Die Bestimmung ist eine tolle Dystopie, die Jugendliche und Erwachsene begeistern kann, aber mit etwas komischen letzten 80 Seiten zu kämpfen hat, mit denen ich nicht 100 Prozentig warm werden konnte.
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am 30. April 2015
Ich habe das gekürzte Hörbuch gehört.

Das fand ich gut:
Mich hat die Welt der Geschichte interessiert. Die Idee des Buches gefällt mir sehr. Geschrieben finde ich es auch sehr gut. Ich kann mir die Welt und die Umgebung gut vorstellen. Begeistert bin ich davon, wie die Schriftstellerin es schafft immer wieder neue Einzelheiten hervorzubringen. Manches ist zu durchschauen, doch das macht mir persönlich gar nichts aus, weil ich in einer
Geschichte mitdenken möchte und auf Einzelheiten durch Hinweise draufkommen möchte und es vorallem nachvollziehen mag. Es wäre zwar super, wenn Tris nicht so viel dazudenkt, das Nachvollziehen dem Leser überlassen worden wär, aber es stört mich nicht sehr.
Irgendwie spannend fand ich, dass in der letzten Stunde des Hörbuches ein Neues Hauptthema in den Vordergrund rückte als die 5 Stunden vorher (also 1/6). Unabhängig wie gut es umgesetzt war, fand ich diesn Stil total spannend und hat mich als Leser total gepackt. Ich wollte das Buch schon als "naja, Thema verfehlt" ablegen und einfach nur diese Form hat mich wieder sofort zurück geholt.

Das fand ich nicht so toll:
Doch mit der Protagonistin "Tris" kann ich mich absolut nicht anfreunden. Sie ist mir sehr unsympathisch. Ich habe kurz vor Ende des Hörbuches den Film angeschaut. Dort mochte ich Tris. Dort kann ich sie nachempfinden, konnte spüren, was sie erlebt und für Kämpfe hat. Doch im Hörbuch - für mich ganz schlimm.
Sie kommt für mich stolz und überheblich herüber. Das liegt einerseits an Gedanken und Handlungen von ihr. Andererseits glaube ich, dass es an der Sprecherin liegt. Das 2.Hörbuch spricht jemand anderes, ich hatte beim kurzen reinhören das Gefühl, sie trifft Tris Emotionen eher.

Ja, Tris ist 16 Jahre. Entweder habe ich das Gefühl sie ist absolut im Teenageralter und davon wird ihr ganzes Handeln und Denken geprägt und das finde ich für die Gewalt und das Thema im Buch zu extrem, weil es mich irgendwann genervt hat wie unreflektiert sie ist. Auf der anderen Seite wird es überhaupt nicht thematisiert, was das Grauen in diesen Jugendlichen bewirkt (da ist ein Traum oder eine Angst nicht ansatzweiße das, was es auslöst). Das wird bei diesem Genre leider oft vergessen. Und wenn es Jugendliche ansprechen soll, die diese Auswirkungen leider noch nicht so gut erfassen können, warum wird es dann nicht erwähnt? Ich hab nicht immer ganz verstanden, wen dieses Buch nun ansprechen soll? Für 16-jährige finde ich es oft unpassend und für Ältere auch. Ich habe das Gefühl, die Autoren wollen am liebsten alle Leser ansprechen. Doch psychologisch ist das ganz schwer möglich, weil jedes Alter ein anderes Ziel, eine andere Entwicklungsaufgabe hat. Und das kommt hier für mich nicht heraus und ärgert mich dann auch, weil ich dann das Gefühl bekomme: Hauptsache noch mehr von allem, damit so viel Geld wie möglich gemacht werden kann.

Möchte die Schriftstellerin einfach nur eine Geschichte, welche ein Abenteuer für den Leser ist - mit Gewalt und Spannung? Oder möchte sie auch tiefere Themen wie Identitätsfindung, Macht und Werte ansprechen?
Mir war es zu halb - lauwarm. Zweiteres war oft stark vorhanden, dann aber manchmal extrem schockierend und dann wieder flach.

Hat die Geschichte eine Aussage? Wenn das beabsichtigt war, was ist die Aussage?
Bei einer Geschichte, wobei der Mensch so tief geführt wird und das Klientel Jugendliche sein sollen, hätte ich mir tiefere und keine sprüngigen, flachen und halben Aussagen und Werte gewünscht.

Wie werte ich nun das Buch?
Mir gefallen Ideen und Ansätze des Buches, Techniken, Schreibstil. Ich hab das Hörbuch nicht aufhören können und war in 2 Tagen durch. Das ist selten, weil ich nicht so oft dazu komme am Stück so viel zu hören. Die Welt hatte mich auf jeden Fall gepackt.
Doch die Story und das was draus gemacht wurde ... Schade. Da hätte viel tolles dabei heraus kommen können.

Trotzdem höre ich das 2. Hörbuch, weil mir wie gesagt einiges gefällt, aber vorallem mit dem Film zusammen. Da ist manches um einiges besser umgesetzt, was ich selten bei einem Film finde.
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TOP 500 REZENSENTam 26. März 2012
Inhalt:
Chicago, in der Zukunft. Die Menschen sind in verschiedene Fraktionen eingeteilt, je nach ihren hauptsächlichen Charaktereigenschaften. Es gibt die Altruan - die Selbstlosen, die Amite - die Friedfertigen, die Candor - die Ehrlichen, die Ferox - die Furchtlosen, und die Ken - die Wissenden. Beatrice lebt mit ihrer Familie bei den Altruan. Im Alter von 16 Jahren muss sie sich wie alle Jugendlichen für eine Fraktion entscheiden, in der sie künftig leben möchte. Ein Eignungstest soll bei dieser Entscheidung helfen. Doch bei Beatrice fällt dieser Test nicht eindeutig aus. Ihre Bestimmung ist unklar, sie ist eine Unbestimmte. Sie muss ihre Entscheidung also selbst fällen. Dabei darf niemand wissen, dass sie eine Unbestimmte ist. Das wäre gefährlich für sie. Sie verlässt die Fraktion ihrer Familie und wechselt zu den Ferox, nicht wissend, was auf sie zukommt. Hier hat sie nicht nur körperliche Kämpfe zu bestehen, sondern muss sich in Simulationstests auch ihren größten Ängsten stellen. Daneben gilt es auch noch, gegen Eifersucht, Neid und Intrigen anzukommen.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch sehr gerne und sehr schnell gelesen, was sicher daran liegt, dass mich der flotte Schreibstil einfach mitgerissen hat. Es ist spannend, abwechslungsreich und teilweise unvorhersehbar. Beatrice oder Tris, wie sie sich bei den Ferox nennt, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Trotz all ihrer Fehler war sie mir sympathisch und ich konnte mich größtenteils gut in sie hineinversetzen. Sie wird detailliert charakterisiert, so dass man die meisten ihrer Handlungsweisen nachvollziehen, wenn auch nicht immer gutheißen, kann. Die Erzählung in der Ich-Form im Präsens hilft dabei sicherlich auch.

Wenn wir auch recht viel über Tris erfahren, so bleiben etliche andere Figuren doch eher blass, z.B. ihr Vater oder ihr Bruder, auch viele ihrer Freunde und Feinde bei den Ferox. Über die Gesellschaft an sich erfährt man nicht viel. Die Stadt ist von einem Zaun umgeben, den die Ferox schützen sollen. Was außerhalb des Zauns ist, erfahren wir nicht. Auch über die verschiedenen Fraktionen erfährt man nicht so wahnsinnig viel, am meisten noch über die Altruan, bei denen Beatrice bisher lebte, und über die Ferox, hier kann man aber eigentlich auch fast nur etwas über die Ausbildung der Neulinge lesen. Alles andere, was die Gesellschaft betrifft, bleibt doch sehr vage.

Eine kleine Romanze gibt es natürlich auch noch. Diese entwickelt sich ganz zart im Hintergrund und kommt wohltuenderweise gänzlich ohne "Geschmachte" aus, ist aber trotz allem sehr süß.

Was mir nicht gefallen hat, war Tris' Entwicklung während ihrer Ausbildung. Von einem mehr oder weniger selbstlosen Mädchen wird sie zu einer mehr oder weniger gewaltbereiten und wenig mitfühlenden Kämpferin. Dieser Sprung war mir ein bisschen zu groß, außerdem auch nicht gerade erstrebenswert. So hat meine Sympathie mit Tris zum Ende hin dann doch ein bisschen gelitten.

Das vorliegende Buch ist der erste Band einer geplanten Trilogie. Glücklicherweise ist am Ende des Buchs die Handlung an einem Abschnitt angelangt, so dass der Leser nicht mit einem bösen Cliffhanger zurück gelassen wird. Trotzdem wird es die Fans interessieren, dass der zweite Band laut Aussage des Verlags noch in diesem Jahr auf Deutsch erscheinen soll.

Fazit:
Die Bestimmung ist eine neuer Dystopieroman mit neuen Ideen, aber auch mit Schwächen.
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am 30. Dezember 2012
Die Welt hat sich verändert. Menschen leben seither in unterschiedlichen Fraktionen, in die sie geboren werden oder die sie selbst wählen, sobald sie sechzehn Jahre alt sind, und in denen nach jeweils anderen Werten gelebt wird. Beatrice wurde in die Fraktion der Altruan geboren, den Selbstlosen, und steht nun am Wendepunkt ihres Lebens. In den nächsten Tagen muss sie wählen, welcher Fraktion sie zukünftig angehören will. Nach dem Eignungstest, der den Wählenden eine Möglichkeit offenbart, wird sie mehr wissen. Doch anders als erwartet, weist dieser sie weder zu den Candor, Ken, Ferox oder Altruan direkt zu, denn Beatrice ist eine Unbestimmte, die keiner bestimmten Fraktion zugehörig ist. Schließlich entscheidet sie sich, ihr Leben fortan bei den Ferox, den Furchtlosen, zu meistern. Hier muss sie sich wie alle Neuankömmlinge harten Prüfungen unterziehen. Schafft sie es nicht, unter die ersten zehn besten zu kommen, droht ihr ein Leben als Abgegrenzte. Four, ihr Lehrmeister, ist alles andere als zuvorkommend, er fordert die Neuankömmlinge bis zu ihren Grenzen, und auch Tris - wie Beatrice sich nun nennt - muss alles geben. Doch bald geschieht ein schrecklicher Unfall und Four scheint ein Geheimnis zu umgeben ...

Mit "Die Bestimmung" hatte ich zu Beginn meine liebe Not. Denn obwohl mir Beatrice durchaus sympathisch war, und ich gern wissen wollte, auf was sie sich einlassen muss, passierte zu Anfang doch recht wenig wirklich Spannendes. Zwar schickt uns die Autorin ziemlich schnell an Tris' Seite ins Lager der Ferox, ohne große Umwege über längere Einführungen in diese Welt zu machen, doch irgendwie konnte mich das Geschehen zuerst nicht wirklich in den Bann ziehen. Die "neue Welt", die die Autorin in diesem Buch geschaffen hat, mit ihren manchmal recht merkwürdigen Traditionen und Lebenseinstellungen, lockte mich dann nach und nach doch und langsam nahm das Geschehen immer mehr Fahrt auf. Man merkt der Geschichte durchaus an, das sich die Autorin hier lange Zeit über Hinter- und Beweggründe Gedanken gemacht, und nicht einfach losgeschrieben hat.

Als ich dann schließlich feststellte, dass es irgendein großes Geheimnis geben muss, und dass Fours Interesse an Tris' durchaus mehrere Gründe haben könnte, war meine Neugierde dann doch richtig geweckt. Endlich konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, und endlich ließ mich die Autorin kaum noch zu Atem kommen. Denn plötzlich passieren die Dinge Schlag auf Schlag und Tris und Four decken eine große Verschwörung auf, die so manchem das Leben kostet.

Von den Figuren hatte ich etwas mehr erwartet, denn über die gesamte Lesezeit hinweg, blieben nur Tris und Four wirklich sympathisch und einnehmend. Manch anderer Charakter ist zwar nett getroffen, und trug seinen Teil durchaus an der Geschichte bei, im Großen und Ganzen konnte mich aber kein weiterer Protagonist wirklich richtiggehend überzeugen. Fours große Geheimniskrämerei trug dazu bei, dass es einer meiner liebsten Charaktere wurde, und Tris hatte ich bald liebgewonnen.

Fazit: "Die Bestimmung" als Auftakt der Reihe, kommt erst ganz gemächlich in Gang und endet dafür mit einem großen Paukenschlag und recht offenem Ende, so dass man sehnlichst Band 2 herbei wünscht. Zum Glück habe ich mich vom etwas langsameren Beginn nicht abschrecken lassen und in diesem Buch doch noch eine ausgefeilte und gut konstruierte Geschichte entdecken können, mit zwei Charakteren, die mich schließlich in ihren Bann zogen. Etwas Durchhaltevermögen muss man also mitbringen, doch dafür wird man schlussendlich belohnt.
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