Kundenrezensionen

617
4,5 von 5 Sternen
Die Bestimmung, Band 1
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:8,99 €
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2015
Rezension enthält Spoiler

Die Idee von "Die Bestimmung" - die Aufteilung der Gesellschaft in Fraktionen je nach Charaktereigenschaften - hat mir vom Prinzip her gut gefallen, und vielleicht zu hohe Erwartungen geweckt. Gut, ein bisschen Geschichte dazu und was eigentlich die großen Vorteile davon sein sollen hätte nicht geschadet, aber an sich klang ein System, das nicht durch Angst aufrecht erhalten wird, sondern weil es prinzipiell funktioniert, wenn auch auf Kosten der Individualität, interessant. (Ich mochte "Brave new world" immer lieber als "1984").

Naja, war es dann aber leider nicht. Denn nach der Einführung verwandelt es sich in "Tris' Aufnahmeprüfung". Und auch das System wurde dann leider völlig unlogisch, denn anscheinend ist der Fall, dass jemand mehrere Charaktereigenschaften hat, äh, sich für mehr als eine Fraktion eignet, so selten, dass wenn überhaupt nur im Flüsterton davon gesprochen wird? Und es handelt sich nicht um fließende Übergänge - die Gehirne dieser Menschen funktionieren so anders, dass die alleskönnenden chemischen Mittel der Ken bei ihnen nicht richtig wirken. Diese Computer-gesteuerten Mittel machen leider zusammen mit der obligatorischen Liebesgeschichte ("Warum liebst du mich? Ich bin doch gar nicht hübsch!") den Rest des Buches aus. Und das System bricht auch (einstweilen jedenfalls?) nicht zusammen, weil ein Großteil der Menschen die Aufteilung als zu einschränkend empfindet, sondern weil die übrigen Fraktionen es nicht so toll finden, dass nur eine einzige von ihnen Regierungsmitglieder stellt (klingt verständlich). Von der Gewaltverherrlichung mal ganz abgesehen.

Nunja, es lies sich leicht lesen, ich hatte es so schnell durch, dass ich trotz meiner mangelnden Begeisterung vielleicht die Folgebände zur Vollständigkeit noch dranhängen werde. Ich fand auch, dass sich die Ähnlichkeiten zu den Panem-Büchern in Grenzen hielten, als reinen Abklatsch hab ich es also nicht empfunden - leider auch als nicht viel sonst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Mai 2015
Eine sehr tolle und empfehlenswerte Dystopie , die nicht nur unterhaltsam ist , sondern auch viele interessante und gesellschaftkritische Aspekte miteinbringt und näher beleuchtet . Die Geschichte beginnt super spannend , rasant und man befindet sich als Leser sofort in der Geschichte , auch die einzelnen Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz . Die Autorin schafft es trotz der rasanten Szenen , auch die zwischenmenschlichen Töne erklingen zu lassen , stets stehen auch die Charaktere und deren persönliche Entwicklung innerhalb der Gesellschaft im Vordergrund .

Und gerade dieser Umstand konnte mich sehr begeistern !Nicht nur , dass das Buch spannende und actiongeladene Szenen beinhaltet , nein es setzt auch auf ernste Töne .

Für mich eine fast perfekte Dystopie , die mich wirklich sehr begeistern konnte . !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Buch welches man selber lesen muß ist sehr gut, hat hie und da ein paar Längen aber es erlaubt das Eintauchen und den Sprung in die Philosophie, das Mitdenken und öffnet auch das Empfinden zur Gesellschaftskritik. So hat das eigentliche Buch Tiefgang.
Das Hörbuch läßt diese Tiefe vermissen und ist - wenn man das Buch kennt - nicht zu empfehlen. Schade ist das es den Teil 2 und Teil 3 in vollständiger Lesung gibt. Allerdings nur als Download. Das ist komisch. Daher gibt es nur einen Stern, nicht für das Buch und den Inhalt sondern für die Vermarktungsstrategie und das kürzen eines Buches um fast dei Hälfte.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2014
Ich habe dieses Buch auf die Weiterempfehlung meiner Freundin gelesen, leider wurde ich enttäuscht. Nicht nur, dass es wieder eine Zukunftsstory ist mit dem Ziel möglichst viel Profit zu machen, sie ist zudem auch noch ziemlich hohl und selbst wenn man mal von den ganzen Fantasyding absieht, immer noch ziemlich unrealistisch. Man kann Menschen nicht einfach in fünf Kategorien gliedern und man kann schon gar nicht erwarten das 16-jährige Jugendliche, die nur ihre eigene Fraktion kennen und über die anderen kaum etwas wissen, eine Entscheidung treffen, die ihr ganze Leben beeinflusst. Mit der Hauptperson die anscheinend dem ständigen Chaos ihrer Gefühle ausgesetzt ist, kann man sich auch nicht so richtig identifizieren. Die Liebesgeschichte zwischen Four und Tris ist zwar ganz nett, aber irgendwie sehr gewollt und aus den Fingern gesogen. Außerdem ist nicht gnz klar warum ausgerechnet Tris eine Rebellion gegen das System beginnt und wieso nicht schon ein Unbestimmter vor ihr das versucht hat. Dass sie diese Rebellion kurz nach dem Tod ihrer Eltern und nachdem sie ihren Freund erschossen hat stattfindet ist auch nicht ganz logisch, denn normalerweise bräuchte man danach eine Langzeittherapie. Was auch schade ist, ist die Tatsache, dass das Buch fast ohne jeglichen Witz geschrieben ist. Alles in allem ziemlich enttäuschend, denn die grobe Story ist gar nicht so schlecht.
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am 8. Juni 2015
... wurde ja schon verfilmt, und weil ich den Film gut fand, wollte ich mal in die Bücher reinschauen, denn die sind in aller Regel ja noch besser. Hier auch. Es ist eine interessante Story, etwas anders als im Film (klar! Aber nur 'etwas') sie ist flüssig erzählt, nimmt einen mit und bleibt logisch in sich stimmig.
Gern gelesen und durchaus empfehlenswert.

Und da es immer schön für einen Überblick ist, wenn man eine Reihe anfängt (ob es sich lohnt oder nicht) hier noch:

Band 2 .. .. ist eine gute und flüssige Weiterführung von Band eins - etwas schießwütig und auf Spannung bzw. Lebensgefahr ausgelegt. Schwerpunkt ist die Gesellschaftsform und deren Defizite, interessant und durchaus lesenswert - dass die zwei irgendwie eine eigenartige Beziehung führen ist nicht so relvant. Nur öfter hat man doch nicht das Gefühl, dass es sich hier tatsächlich um Teenager handelt.

An Band eins kommt der Zweier nicht heran, aber er nimmt einen mit. Den Film dazu habe ich leider noch nicht gesehen, insofern kann ich auch nichts darüber aussagen, wie nah die Verfilmung ist. Ich schätze allerdings, dass wenn die Verfilmung an den ersten Film so anknüpft wie es aufgehört hat, dann ist die Verfilmung wahrscheinlich etwas ausgeglichener was Beziehung und Gesellschaftssichten betrifft, was hier den 5. Stern gegeben hätte.

Band 3 ... .. fand ich nach der Lektüre der ersten beiden enttäuschen. Nicht weil die Geschichte nicht fertig erzählt wird, sondern weil
1) der Erzählstil verändert wird, so darf man als Kapitelüberschrift jetzt jeweils den Namen des Protagonisten lesen und dann wird von seiner Sicht aus erzählt. Ich fand das eher verwirrend.
2) Ich weiß nicht, was die Frau hat, aber sie scheint etwas gegen Happy Ends zu haben, bzw. gegen glückliche Paare - kein einziges Paar darf überleben. Und irgendwie auch nicht wirklich zusammenkommen ..
3) Gewalt in der Familie ist durchaus ein Thema, aber irgendwie leiden die Leute emotionslos - ich kann das nicht richtig in Worte fassen, es ist nur einfach so, dass es eben erwähnt wird, auch dass es die Leute belastet, aber irgendwie kommt es nicht rüber.

Insgesamt denke ich, dass der dritte Band nicht ausgereift ist. Die Nähe und Tiefe die in den ersten beiden Bänden durchschimmert, kommt nicht mehr zum Tragen, er ist von Verlust gekennzeichnet ohne tatsächlich darauf einzugehen und manchmal habe ich nicht das Gefühl, dass es hier tatsächlich um Menschen geht, die unter 20 sind. Band eins war wirklich gut, Band zwei eine interessante Fortsetzung und Band drei in meinen Augen nur gut, um zu wissen, wie es ausgeht. - Ich glaube, hier hätte ich lieber den Film gesehen..
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am 6. Juni 2015
Fraktion vor Blut, aber was, wenn man unbestimmt ist?

Eine Stadt, eingekreist von einem bewachten Zaun, geordnet in 5 Fraktionen, seit ein großer Krieg den Rest der Welt ausgelöscht hat. Die Fraktionen bestimmen einen und dessen Leben. Die Ken ehren Wissenschaft; die Candor vertreten nur die Wahrheit; die Amite lehren die Freundlichkeit; die Ferox sind die Krieger und Beschützer; die selbstlosen Altruan denken nur an die anderen und regieren in ihrem Rat die anderen Fraktionen. Ohne Fraktion ist man ein Nichts.
Beatrice Prior und ihr Bruder Caleb sind Altruan, aber für sie wird sich bei der Bestimmung das Leben verändern. Beatrice weiß nicht genau, für welche Fraktion sie sich entscheiden soll, denn eine wahre Altruan ist sie nicht. Sie will etwas anderes, obwohl ihr Eignungstest ein schimmes Urteil ist - unbestimmt. Nicht norma, niemand soll davon hören, denn sonst wäre sie des Todes.
Die Zeremonie der Bestimmung wird ihre Wahl besiegen, mit ein paar Tropfen ihres Blutes. Vor aller Augen, wie erwartet, wählt sie.

"Ich bin nicht selbstlos.
Ich bin mutig."

Beatrice wird zu ,,Tris" bei den kämpferische, mutigen, scheinbar angstfreien Ferox. Das Grau der Altruan wird von der Kohle der Ferox geschwärzt.
Mit dem Geheimnis, dass sie eine nicht manipulierbare Unbestimmte ist, stellt sich Tris der harten Initiation der Ferox. Die Anführer sind gnadenlos im Training, aber auch verschieden wie der brutale Eric oder eher besonnen ruhig wie Four, der Tris von Anfang an aufmerksam beobachtet.

Kampf, Angst, Gewalt, Mut und die rivalisierenden Zwiespälte zwischen den Ferox machen Tris zu einem neuen Mennschen. Freunde findet sie zwar, aber Feinde gibt es auch, die Unbestimmte verfolgen und töten.

"Ich bin tapfer."

In der Stadt spitzen sich Konflikte zwischen den Ken und Altruan zu. Die Ken beginnen Aufruhr, ohne dabei verdächtig zu wirken, sondern nur logisch und verständlich. Die Regierung der Altruan, zu denen Tris' Eltern gehören, schwankt und steht an einem Abgrund, in denen sie selbstmörderisch springen können.
Wie führt man aber einen Umsturz herbei, wenn man keine Armee befehligt, die mechanisch jeden Befehl ausführt? Nur Tris und Four können die Altruan, Ferox und andere Frationen retten, wenn sie verhindern, dass die Ken alle bestimmten Ferox in menschliche Kriegsmaschinen verwandeln. Ein Kampf auf Leben und Tod und gegen die Ängste der Menschen entflammt, schlimmer als jegliche Simulation. Das Auge der Ken sieht, die Kohlen der Ferox brennen und zeitgleich wird sich die Welt verändern ...

In ihrer Fraktion der Leser könnte Veronica Roth einen neuen Initianten begrüßen - mich! Ich habe viel über die Reihe gehört, den Film gesehen (nicht sooo umhauend) und nun selber gelesen. Die Meinungen über die Bücher sind manchmal divergent, insurgent kritisieren manche auch. Das schert mich gerade wenig, denn Band 1 ,,Die Bestimmung" fand ich exzellent.

Durch und durch spannend, actionreich, ausgewogen ist ,,Die Bestimmung". In so manchem bleiben viele Fragen offen,die aber in den weiteren Bänden beantwortet werden. In manchem musste ich an ,,Die Tribute von Panem" denken, weil die ,,Bestimmung" eigentlich die Grundidee von Suzanne Collins Reihe wiedergibt. Viele Ideen von Roth fand ich aber neu und sogar gut.

Der Schreibstil ist angespasst an den Charakter von Tris, mit der ich aber nicht gut warmgeworden bin. Das Mädchen kommt mir unsympathisch vor, nicht nur, weil sie kein bisschen Witz kennt, außer den wenigen sarkastischen Bemerkungen, die sie sporadisch von sich gibt. Glücklicherweise gibt es als Ersatz die gründlich ehrlichen Candor, die immer sagen, was sie so denken (Candor bevorzuge ich als Fraktion am allermeisten, die wäre was für mich).

Im Gegensatz zur raubeinigen Katniss Everdeen hat sich Tris keinen Spitzenplatz in meinem Ranking Lieblingsheldinnen erobert, sie ist mit ,,Die Bestimmung" bei meiner Initiation hoffnungslos durch-ge-fallen.
Das Ende war für mich ziemlich hektisch, überstürzt, passend zum Handlungsstrang der angreifenden Ferox-Scharen. Aber ganz, ganz am Schluss war ich überrascht. Gut, Tris und Four sind im Zug, ihnen ist klar, dass ihr Leben nun in Gefahr ist, ein Küsschen noch - und das war's? Bisschen langweilig, aber zum Glück garantiert das Ende, das man rasch nach Band 2 greift. Dann kommt nämlich die ,,Tödliche Wahrheit."

Alles in allem, weil ich nicht um die heißen Kohlen (!) reden will, und zum Finale kommen möchte, die letzte Meinungszusammenfassung! Mit zerplatzten Paintball-Patronen male ich also für dieses Buch rasch fünf Sterne. Fünf Fraktionen, 5 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 3. April 2015
Es ist inzwischen schwer, eine Dystopie zu lesen und sich nicht an unzählige andere Dystopien erinnert zu fühlen, einfach weil schon so viele interessante, spannende Ideen aufgegriffen wurden. Aber Veronica Roth hat für ihre Trilogie eine dystopische Welt erschaffen, die immer noch viel Neues zu bieten hat.

Zum einen fand ich das ganze System der Fraktionen faszinierend, gerade weil es mir so fremdartig erschien, Menschen an ihrem 16. Geburtstag im Prinzip in Schubladen zu stecken. Sie für den Rest ihres Lebens auf eine dominante Tugend zu beschränken... Sie sollen selbstlos sein ODER mutig ODER schlau ODER ehrlich ODER friedfertig - nicht alles zusammen, denn jede Fraktion glaubt, das nur eine dieser Tugenden der Schlüssel zum Heil ist.

Ich habe immer noch leichte Zweifel, ob das so wirklich möglich wäre... Ist der Mensch dazu nicht ein viel zu komplexes Wesen? Aber mir wurde gesagt, darauf werde in Band 3 näher eingegangen, ich bin also gespannt!

Die Gesellschaft und das politische System dahinter wirken durchdacht und komplex, und das hat mir gut gefallen, denn es gibt der Geschichte eine solide Grundlage.

Aber vor allem lebt das Buch für mich von seinen Hauptcharakteren:

Tris wurde als Altruan von klein auf darauf konditioniert, selbstlos zu sein, immer nur an andere zu denken und nie an ihr eigenes Vergnügen, ihr eigenes Wohl... Nicht mal in den Spiegel durfte sie schauen, um nicht zu selbstgefällig zu werden. Jetzt ist sie in einer Fraktion, in der scheinbar (zumindest auf den ersten Blick) das genaue Gegenteil vermittelt wird: die Ferox stürzen sich mit wilder Ausgelassenheit in ihre gefährlichen Spiele, jagen nach dem ultimativen Adrenalinkick, und im Kampf ist sich jeder selbst der Nächste.

Und Tris springt im wahrsten Sinne mitten hinein in dieses Leben. Nur nicht schwach erscheinen, nur nicht zu sehr wie eine verklemmte Altruan wirken! Aber schnell stellt sie fest, dass es zwei Arten von Mut gibt - und zwei Arten von Ferox. Die, die gnadenlos das Recht des Stärkeren vertreten und auch nicht davor zurückschrecken, Schwächere zu verhöhnen oder gar zu verletzen, um ihren eigenen Status zu erhöhen. Deren Mut mir oft sinnlos und leer erschien, wie egoistisches Imponiergehabe.

Und dann gibt es die, deren Mut selbstlos ist. Die sich den ursprünglichen Werten der Ferox verschrieben haben: diejenigen zu verteidigen, die es selber nicht können. Für das einzustehen, was gut und richtig ist, auch wenn es der steinige Weg ist.

Four ist ein Vertreter dieser zweiten Gruppe, und auch, wenn er manchmal hart und einschüchternd wirkt, konnte ich rasch nachvollziehen, warum Tris sich zu ihm hingezogen fühlt: er verkörpert all das, was die Ferox sein sollten und leider immer seltener sind.

Die alltägliche Welt der Ferox bietet nicht viel Raum für Romantik, und so bleibt die Liebesgeschichte zunächst eher vorsichtig und besonnen... Aber sie hat mich dennoch überzeugt, vielleicht gerade weil sie nicht vor Kitsch trieft. Die zwei passen tatsächlich gut zusammen, auch wenn sie anfangs sehr unterschiedlich wirken.

Tris macht in dem Buch eine gewaltige Wandlung durch und schlägt dabei auch den ein oder anderen falschen Weg ein. Das war dann schwer zu lesen, macht sie aber auch glaubhaft.

Veronica Roth baut schon in den ersten Kapiteln schnell Spannung auf, die dann bis zum Schluss kaum einmal nachlässt. Es ist eine gefährliche Welt, in der Tris sich nun wiederfindet, und sie wird von Seite zu Seite bedrohlicher...

Auch der Schreibstil trägt dazu bei, dass sich das alles unterhaltsam, locker und packend liest! Er ist gut verständlich, bildreich aber dennoch eher schnörkellos, und meiner Meinung nach gut geeignet für jugendliche Leser.

Allerdings enthält das Buch viele gewalttätige Szenen - am Anfang wird Tris zum Beispiel fast täglich im Kampftraining übelst zusammengeschlagen. Deswegen würde ich das Buch nicht für Leser unter 14 Jahren empfehlen!

Fazit:
Ehrlich gesagt habe ich das Buch vor ein paar Jahren schon mal gelesen und fand es damals nicht schlecht, konnte den Hype aber nicht ganz nachvollziehen. Aber jetzt, beim zweiten Lesen, hat es mich dann doch auf einmal gepackt, und dafür dieses Mal so richtig! Paradoxerweise habe ich den Eindruck, dass ich es jetzt, wo ich schon unheimlich viele Dystopien gelesen habe, viel mehr zu schätzen weiß.

Es wirft in meinen Augen interessante Fragen über Selbstbestimmung und persönliche Verantwortung auf und ist dabei doch vor allen Dingen spannend und unterhaltsam.
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am 11. März 2015
Auf die Gefahr hin, dass vielen, die dieses Buch sehr mögen, diese Rezession nicht gefallen wird, und somit auf „nicht hilfreich“ klicken werden, möchte ich es dennoch kurz bewerten.

Bedenkt man das junge Alter der Autorin, so ist dieses Buch durchaus bemerkenswert. Unter dem Strich, lässt man also diesen Aspekt außer Acht, ist es schlicht und einfach ein schlechtes Buch.
Ich bin nun auf Seite 157 und werde wohl aufhören es zu lesen.
Zur Begründung:
Auch wenn ich denke, dass die Geschichte an sich noch eine „unerwartete“ Wendung nehmen wird bleibt die Erzählung langweilig.
Die Charaktere sind von erschreckender Einfachheit. Es gibt nur Gut oder Böse.

Die Heldin der Geschichte war mir auf den ersten Seiten sehr sympathisch, doch leider nimmt dies mit jeder Seite ab.
Die Dialoge sind grausam!
Aus dem Kopf zitiert hier der bislang längste Dialog:

„Die Regel besagt: Der Kampf ist vorbei wenn einer nicht mehr weiterkämpfen kann!“
„Oder wenn er aufgibt.“
„Das sind die alten Regeln!“
„Es zeugt auch von Mut wenn man einen Kampf aufgibt.“
„Aufzugeben ist niemals mutig!“.
Tja, womit dies geklärt wäre und der Kampf beginnt, und wer hatte nun Recht? Der, der am lautesten schreit. Kann einem gefallen, muss es aber nicht.

Wie gesagt ist dies einer der längsten Dialoge. Normalerweise lauten diese in etwa wie folgt:
„Und, tut's noch weh?“
„Geht schon.“
„Du schaffst das!“
„hmmm…“

Außerdem wird man müde zum vierten Mal zu lesen, dass die Protagonistin verstohlen auf „Seine Armmuskeln linst“. Und ich bin erst auf Seite 157 von denen die ersten beiden leider die besten blieben.

Zuvor habe ich die „Das Lied von Eis und Feuer“-Reihe (Game of Thrones) gelesen und nach diesem Epos hat es sicherlich kein Buch leicht, aber selbst unter Berücksichtigung dessen, bleibt das Buch schlecht.

Ganz zu schweigen von den Dingen bei denen man sich schlicht fragt „was soll der Quatsch?!“
Mut zu beweisen, was im Buch eine wesentliche Rolle spielt, mag ja schön und gut sein, nur liegen Welten zwischen mutig sein und dämlich.

Die positiven Bewertungen sind mir ein Rätsel, beweisen aber einmal mehr, dass Geschmäcker verschieden sind.
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am 2. Juni 2014
Ich werde nicht groß über die Geschichte des Buches ausholen, der Klappentext sagt genug.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Hype um dieses Buch nicht verstehen kann, aber dennoch nach dem lesen positiv überrascht war. Es ist zwar nicht mal Ansatzweise so Detailreich wie Harry Potter, die Arkadienreihe oder die Sturmkönige Trilogie, aber noch lange nicht so grauenhaft wie die Twilight- Reihe.

Mit Tris (weibliche Hauptperson) das ganze Buch gemeinsam zu erleben, welches in der Ich- Form geschrieben ist, ist teilweise leider etwas anstrengend, aber dennoch konnte ich ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen, auch wenn sie zum Teil etwas "zu amerikanisch" für mich gewesen sind.
(Ich beziehe mich da vor allem auf die nur sehr langsam beginnende Liebesgeschichte zwischen Four und Tris, die beide scheinbar starkes Verlangen füreinander empfinden, aber nur beim küssen oder streicheln bleiben, was heutzutage sicherlich keine 16-jährige mehr machen würde :). Aber in Hinsicht auf Tris alte Fraktion (Altruan) wo Berührungen eigentlich untersagt waren, konnte ich mich etwas mehr mit diesen zarten Küssen und Umarmungen, anfreunden. )

Da sie sich mit 16 Jahren für eine der 5 Fraktionen entscheiden muss und sie die für sie am gefährlichsten wirkende auswählt, kann ich total nachempfinden, auch wenn die Autorin zu Anfang doch mit Informationen über die Fraktionen, etwas zurückhält, und die Ferox, nur als Menschen mit schwarzer Kleidung und Piercings beschreibt, die aus Zügen springen.

Der Ort in dem Tris lebt, und da bin ich ganz ehrlich, konnte mir die Autorin nicht richtig beschreiben, und dank des Filmes (Divergent) den ich zuerst gesehen habe, hatte ich zum Glück eine Vorstellung.

Das Buch in sich hat doch einige Ungereimtheiten. Gedanken sind angefangen worden, aber wirken zum Teil nicht richtig durchdacht. Ein Beispiel ist der Zug, mit dem Tris dann öfter unterwegs ist, der aber scheinbar in einer Endlosschleife irgendwo lang fährt. Genauso verstehe ich nicht, wie soviele Leute in dieser Stadt leben können, ohne sich jemals zu fragen, wo es weitergeht oder was hinter den Zäunen ist ?!
Vielleicht will die Autorin uns auch zeigen, dass solche Vorschriften in den verschiedenen Fraktionen einen so sehr beeinflussen können, sodass man gar nicht mehr neugierig ist und wir Menschen manipulierbar sind.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass die Geschichte mich schon allein wegen des Filmes interessiert hat und ich vom Buch doch mitgerissen wurde. Das Probleme bei solchen Geschichten ist ja immer, dass wir alle verschiedene Meinungen haben. Und so wird es genauso mit diesem Buch sein. Jeder erwartet sich etwas anderes. Einer mag mehr Gewalt, der andere mehr Liebesgeschichte, der andere will alles logisch erklärt haben kann nicht akzeptieren, dass auch solche Geschichten die nicht ganz durchdacht wirken, einen gefallen können. Ich kann manchen Rezensenten nicht zustimmen, dass Tris unangenehm ist. In diesem 1. Buch jedenfalls empfinde ich sie manchmal als nervig und wünsche ihr, dass sie schneller versteht, aber das ist nur in einigen Situationen so. Den Rest des Buches, konnte ich mit ihr mitfühlen.

Man vergisst als Erwachsener leider zu schnell. Und das habe ich mir beim Lesen bewusst gemacht. Ich wusste mit 16 Jahren auch noch nicht was ich wollte. Und alle die das nicht nachvollziehen können, sind vllt schon zu alt oder haben es einfach vergessen, wie hilflos man sich mit 16 Jahren zum Teil fühlt.
Für Menschen in dem betreffenden Alter, glaube ich, ist das Buch genau das richtige. Und für die, die sich noch jung genug fühlen :)

Bin auf das 2. Buch gespannt.
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am 15. Mai 2014
Beatrice lebt in einer Welt, die in fünf Fraktionen unterteilt ist: Die selbstlosen Altruan, die freimütigen Candor, die wissenden Ken, die friedfertigen Amite und die furchtlosen Ferox. Zunächst muss sich jeder der Fraktion anpassen, in die er hineingeboren wurde. Doch in ihrem 16ten Lebensjahr müssen sich die Jugendlichen entscheiden, ob sie in ihrer Fraktion bleiben, oder lieber (was nicht gern gesehen wird) in eine andere wechseln. Um herauszufinden für welche Fraktion man geeignet ist, gibt es einen Test. Dieser ergab bei Beatrice jedoch, dass die eine Unbestimmte ist.
Letztendlich entscheidet sie sich für einen Wechsel von den Altruan zu den Ferox und lebt als Unbestimmte auf gefährlichem Fuß, denn Unbestimmte gelten als Gefahr für die ganze Menschheit.

Die Idee alles in Fraktionen mit unterschiedlichem Charakter zu unterteilen fand ich sehr interessant und gut umgesetzt! Besonders spannend war hier, dass die Jugendlichen in allen Fraktionen Prüfungen ablegen müssen und dann ein Ranking erstellt wird nach dem letztendlich geschaut wird, wer in der Fraktion bleiben darf und wer von nun an als Fraktionsloser leben muss. Bei den Ferox muss Tris auch verschiedene Prüfungen absolvieren, vor allem in den fraktionscharakterisierenden Dingen wie Mut und Kampfgeschick. Da ich Prüfungen jeglicher Art in Büchern sowieso mag (wie auch in Harry Potter und der Feuerkelch) haben mich diese Stellen besonders fasziniert. Da die Jugendlichen alle auf kleinem Raum zusammen hocken und das Ranking an ihren Nerven zehrt, wird schnell klar wer hier Freund und wer Feind ist, doch auch da warten noch einige Überraschungen auf den Leser.

Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen, allen voran Four, der anfangs sehr unfreundlich und hart rüberkommt und den man erst später etwas durchschaut und versteht. Das Tris sich von Anfang an gut mit der Lebensweise der Ferox zurecht kommt, obwohl sie vorher bei den Altruan war, wurde glaubhaft rüber gebracht und hat mich nicht überrascht, da man direkt merkt, dass sie mit der Einstellung der Altruan nicht zurechtkommt.

Ich kann den ersten Band nur jedem Fantasyfan empfehlen, da ich von Beginn an sofort mitgerissen wurde und sich die Spannung im Buch doch tatsächlich immer weiter steigert! Ich bin gespannt auf Teil zwei :)
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