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379
4,2 von 5 Sternen
Sherlock Holmes: Spiel im Schatten
Format: DVDÄndern
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Dezember 2014
Produktrezi zu : Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

► PROLOG
========
Die Romanfigur Sherlock Holmes vom Briten Sir Arthur I. Conan Doyle ist für die Fans der Filmgenren „ Crime & Mystery “ die Schnüffler-Ikone unter den Detektiven schlechthin.
Insbesondere die wunderbar antike, 14 Episoden beinhaltende, SH-Serie Sherlock Holmes Edition [14 DVDs] in Schwarz-Weiß aus den 40-er Jahren mit Akteur Basil Rathborne als Protagonist hat bei Cineasten Kultstatus erlangt.
Auch die britische Fernsehserie mit dem genial süffisant agierenden Jeremy Brett als SH, gedreht im Zeitfenster 1984 bis 1994, ist m. E. eine durchweg ausgezeichnete TV-Unterhaltung.

Mittlerweile gibts zig Verfilmungen um die verschiedensten Abenteuer von Holmes / Watson mit einer Vielzahl wechselnder Darsteller. Der modernste Sherlock derzeit ist Benedict Cumberbatch aus der britischen Fernsehserie der BBC 'Sherlock' ( 2010 bis Heute ).
Paralell dazu entstand im Jahre 2011 dieses Actionabenteuer nach einer Idee des Autoren-Duos Michele & Kieran Mulroney, frei basierend auf der Vorlage des Schriftstellers Arthur Conan Doyle & vom britischen Regisseur Guy Ritchie inszeniert, als Fortsetzung zu Sherlock Holmes aus 2009 & wiederholt mit den beiden Hauptprotagonisten Robert Downey / Jude Law.
Zwar sind diese neueren Verfilmungen absolut kein Vergleich zu den klassischen Verfilmungen seinerzeit, bieten aber dennoch eine gute Unterhaltung & sind m. E. auch vom Schauspiel der mitwirkenden Akteure als auch von der Umsetzung der Story her überdurchschnittlich gelungen sowie sehenswert.

Nachfolgend, liebe Interessierte, gebe ich Euch mal einige wissenswerte Infos hinsichtl. der Ausstaffierung dieser Filmbox insgesamt & ich beurteile meine erworbenen Media-Artikel immer als Gesamtprodukt.
Den Film an sich bewerte ich stets gesondert !

► ZUM STREIFEN : Spiel im Schatten ( USA,UK,CH 2011 )
=============
VORSICHT : SPOILERGEFAHR
Dem Betrachter dieses Werkes wird gleich zu Anfang dieses Holmes-Spektakels ein brisanter Auftakt geboten. Nur knapp entkommt Sherlock noch einmal einem Unglück & vermutet hinter dem heimtückischen Anschlag seinen ärgsten Widersacher, den ruchlosen Autor Prof. Moriarty ( Jared Harris ).
Und spätesten nach einem Treffen mit diesem ist dem überaus agilen & brillanten Spürhund endgültig un­um­stöß­lich die ri­go­rose Bös­ar­tig­keit dieses grö­ßen­wahn­sin­nigen Subjektes klar.
Von nun an gilt es, seinen just frisch vermählten Freund Dr. Watson nebst Gattin Mary ( Kelly Reilly ) vor den skrupellosen Schergen des durchgeknallten Moriarty zu beschützen & dabei bekommt er unverhofft Unterstützung aus dem Lager einer Zigeunersippe.

⋙ SPOILERENDE ⋘

ANMERKUNG : Vorm Film startet autom. eine Trailershow ( 4 Stück ), welche man aber via +/- Skipfunktion vorzappen kann

„ Sherlock Holmes : A Game of Shadows “ ist ein actiongeladener Abenteuerkrimi mit einer Menge Verfolgungsjagten gepaart mit einer Vielzahl Spezialeffekte sowie modernster Tricktechnik, u.a. die vom Un­ter­be­wusst­sein Sherlocks gesteuerten psychisch-geistigen Vorgänge der Abhandlungsfolge im Vorfeld einer bevorstehenden Konfrontation. Und ganz nebenbei noch mit viel Wortwitz sowie irr­wit­zigen Showeinlagen humorvoll & höchst amüsant ein Angriff auf die Lachmuskel.
Durchaus sehenswert gemacht das Ganze & letzten Endes auch sehr unterhaltsam.
Mir persönlich, als begeisterer Fan nostalgischer Filme, hat gerade das auf antik ausgelegte Flair von anno 1891, einer längst vergangen Epoche, sehr zugesagt & gut gefallen.
Neben den beiden Protagonisten Downey Jr. / Law wirkte an diesem Streifen noch der schwedische Filmstar Noomi Rapace, u. a. bekannt aus der Stieg Larsson Trilogie „ Verblendung, Verdammnis, Vergebung “ in einer Hauptrolle mit.

Die untermalende sowie Spannung hochhaltende Filmmusik stammt aus der Feder des dt. Filmkomponisten Hans Zimmer.
Die exakte Laufzeit beträgt 123:27 Min. sowie reine 115:29 Spielmin. ohne Abspann. Also satte 8 Min. lang was zu lesen !

Mein Filmwertung ⋙ 7,5 von 10 Punkte

► DIE AUSSTATTUNG : DVD mit FSK ab 12 J.
=================
Instabiles Soft Keep-Case ( wirkt billg ) mit ansprechend gestalteten Cover-Motiv.
Rückseitig mit Filmszenen & Inhaltsangabe zur Story sowie Infos zum Streifen & zur DVD.
SCHLECHT ≫ Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist leider nicht vorhanden
● PUNKTABZUG ( halber Stern )
Und daß, obwohl die Rückseite des Covereinlegers unbedruckt ist ⋙ SKANDAL
Zur Veranschaulichung siehe dazu das Foto № 2 !

FORMAT : Das Farbbild wird in 2.40:1 - 16:9 ( anamorph ) wiedergegeben & ist in der Darbietung sehr sauber.
Die Sättigung der Farben als auch das Kontrastverhältnis sind stimmig & die Qualität somit durchweg akzeptabel.

TONFASSUNGEN : Deutsch, Engl., Frz. & Ital., allesamt in Dolby Digital 5.1
GUT ≫ Mit einer Vielzahl Untertitelungen europäischer Sprachen ( siehe auch Foto № 4 )
TOP ≫ Ein dt. Untertitel ist vorhanden & bei Bedarf zuschaltbar
Ganz im Allgemeinen ist die Tonqualität sauber, die geführten Dialoge stets klar verständlich & m. E. uch die dt. Synchro angenehm passig gewählt worden.
Der dt. Schauspieler Charles Rettinghaus, u. a. auch die dt. Synchronstimme von Jean-Claude van Damme & Vin Diesel, lieh hier wiederholt Robert Downey Jr. seine Stimme.
Kurzum: Sehr gut

LABEL : Warner Bros. Entertainment
Eine COPRODUKTION : u. a. Joel Silver & Susan Downey
GENRE : Abenteuer / Action

#############
SPECIAL FEATURES : Siehe hierzu auch Foto № 5
#############

+ Holmes & Watson ( 05:03 Min. )
+ Prof. Moriarty's Master Plan ( 06:50 Min. )
+ Holmesavision on Steroids ( 03:50 Min. )
+ Mit einem separaten Kapitelmenü von 1 bis 13
sowie mit einem interaktiven Hauptmenü mit Soundtrack ( Foto № 3 ).

HINWEIS : Sämtliche Zeitang. lt. Player ermittelt & alle Extras sind untertitelt

► FAZIT
=======
Ein durchaus gelungener & sehenswerter Abenteuerstreifen mit einem sympathischen Robert Downey Jr. alias Sherlock Holmes.
Auch hinsichtlich Bestückung dieser DVD könnt Ihr hier nicht viel falsch machen, denn mit dt. UT für Hörgeschädigte & einigen interessanten Extras versehen sowie in einer allgemein guten Filmqualität bzgl. Bild u. Ton eine wirklich ordentlich auf Disc herausgebrachte VÖ.

Größter Wermutstropfen : Der absolut unansehnliche FSK-Flatschen auf dem Frontcover
Dieser ist für mich als Filmesammler ein absoluter Graus & ich bekomme davon immer wieder aufs Neue eine Sehnervverknotung, wenn ich einen Blick auf diese Box werfe.

Mit bestem Gruß,
Dirk

6,5 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Oktober 2014
Story:
Professor Moriarty mach die Welt mit Bomben Anschlägen Unsicher erst ist noch Unklar wer es war.In Österreich wird der der Kronprinz Tot aufgefunden.Inspektor Lestrade glaubt wegen seinen Indizien an Selbstmord aber Holmes ist ziemlich sicher,das er ermordet wurde.Holmes sucht eine Frau die kurz darauf Attackiert wird,Holmes beschützt sie.Watson,die Frau Sim,Holmes und Gehilfen begeben sich zu einer Waffenfabrik.
Meinung:
Der Film hat mir sehr gut gefallen,er hat einiges an Action aber lange nicht so viel Chaos wie Teil.Die Story ist sehr Interessant,
das Ende ist sehr merkwürdig aber es deutet darauf hin das es noch weiter geht. Die Schauspieler sind sehr gut und überzeugend und auch die Kulisse ist wirklich schön. Die Film Musik ist grandios, passt auch super zum Film. Der Film hat auch zum Teil sehr lustig. Bild ist in Ordnung und der Ton ist super.Also Toller Film geworden,freue mich schon auf Teil 3!

Auf jeden Fall zu empfehlen!
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38 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Guy Ritchie hat es in seiner ersten Holmes-Verfilmung geschafft, der etwas angestaubten Krimi-Kultfigur wieder neues Leben einzuhauchen. Jetzt folgt der zweite Streich und ich war gespannt, wie es weitergeht. Ganz ehrlich: Ich war etwas enttäuscht. Hatte Ritchie in Teil 1 noch die Balance am Abgrund geschafft und Holmes aufgemotzt, schräg, sonderbar und doch interessant dargestellt, so hat er in Teil 2, jedenfalls meiner Meinung nach, die Schrauben er Skurrilität und Absonderlichkeit "seiner" Holmes Figur mindestens eine Umdrehung zu weit angezogen. Dazu kommt, dass die Geschichte keinen wirklich roten Faden hat und ein paar Längen aufweist. Das wird im Endeffekt durch geniale Stunts und zwei hervorragende Hauptdarsteller ausgeglichen.

Dr. Watson(Jude Law) heiratet und Holmes(Robert Downey jr.) hat den Termin natürlich wieder mal vergessen. Was allerdings kein Wunder ist, denn Holmes ist mit all seinen Gedanken beim Bösewicht Professor Moriarty(Jared Harris). Zu einem Junggessellenabschied reicht es aber gerade noch. Dort trifft Holmes nicht nur seinen Bruder Mycroft(Stephen Fry), sondern auch die geheimnisvolle Wahrsagerin Sim(Noomi Rapace). Es dauert nur einen Moment, bis Watson in eine Schlägerei verwickelt wird und Holmes Sims Leben retten muss. Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Watsons Hochzeitsreise wird zum Ziel eines Moriarty-Anschlags und Holmes und Co. müssen von London, über Paris und Heidelberg in die Schweiz reisen, um den wahnsinnigen Moriarty wieder mal davon abzubringen die Welt ins Chaos zu stürzen.

Wie gesagt, manchmal ist weniger mehr. Ritchie hat diese Holmes Geschichte regelrecht auf Speed gesetzt. Dieser Gegensatz zwischen klassisch guter Ermittlung und durchgedrehtem Enfant Terrible-Ermittler tut der Story nicht gut. Zu zerrissen und irreal kommt der Stoff über den Bildschirm. Egal, wie gut Law und Downey jr. ihr Ermittler Duo auch spielen, die Schwächen und Längen des Drehbuchs können sie nicht eliminieren. Bleibt zum Schluss ein Film, der mit Wucht, Stunts und visuellen Effekten begeistern kann, aber lediglich ein kleines Geschichtlein als Grundlage hat. Genau da liegt der brisante Unterschied zum "echten" Holmes. Arthur Conan Dolye mag die erste Holmes Figur hier und da ein wenig glatt und kantenlos geschaffen haben, aber seine Geschichten, die waren von allerfeinster Kriminatur mit Tiefgang und Sinn. Da kann Guy Ritchies "Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten- nicht mithalten.
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143 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auf den ersten Blick ist dies ein Film, der vor allem den Konventionen der eines Blockbusters aus Hollywood folgt. Atemlos wirkt hier die Action, es gibt Stars, ein ganz offensichtlich hohes Produktionsbudget, dramatische Musik und einen klaren Konflikt zwischen Gut und Böse. Und ja, es wird viel getan, um den Zuschauer zu unterhalten, und auch, um das Budget über Kinokarten und DVD-Auswertung wieder herein zu bekommen. Dabei wird es mit dem schönen Blendwerk manchmal so viel, dass einige leise Zwischentöne sowie einige durchaus intelligente Details manchmal untergehen. Deshalb lohnt es sich durchaus, diesen Film mit besonderer Aufmerksamkeit, vielleicht sogar zweimal zu sehen.

"Langweilig" wäre diesmal das bereits im ersten Film dieser Sherlock Holmes Reihe zu sehende Planen der Prügeleien im Kopf des Protagonisten, die man dadurch doppelt sehen und ertragen müsste, so beschrieb das ein dem Film insgesamt leider wenig geneigter, professioneller Rezensent in einer durchaus bekannten, deutschen Tageszeitung. Aber wie mit so vielem lag dieser Rezensent aus meiner Sicht völlig falsch. Hier dient dieses Vorausplanen, dieses Schach mit Fäusten, nicht nur der Charakterisierung von Holmes, sondern auch noch der seines großen Widersachers Moriaty. Und außerdem bietet dieses für die Reihe inzwischen stilbildend gewordene Feature auch noch Stoff für einen der Gags am Ende. Allerdings setzt dies alles schon Aufmerksamkeit und Vermögen zur Deduktion beim Zuschauer voraus. Nicht ganz so viel wie Holmes es hat, selbstverständlich.

Mehrfach kann man sich während des Filmes des Verdachts nicht erwehren, dass die Macher sich hier die Kritik am ersten Film (der zwar schon sehr gut, aber gerade unter Fans von Arthur Conan Doyles Geschichten umstritten war) zu Herzen genommen haben und es doch noch einmal ein Stück besser machen wollten als beim ersten Mal. So kommen in diesem Film noch einmal deutlich mehr Motive aus dem Canon der ursprünglichen Geschichten vor. Der Schurke in diesem Stück ist natürlich mit Moriaty genau der Bösewicht, der von Holmes selbst als "Napoleon des Verbrechens" bezeichnet wurde. Und der Schluss des Films spielt dann auch selbstverständlich an den "Reichenbach Falls" in der Schweiz. Und auch das Buch, welches Moriaty Holmes in einer Szene signiert, taucht bereits im Original auf. Kenntnis des Zusammenhangs gibt dem Dialog zwischen beiden auch im Film noch einiges an Würze. Und noch ein kleines Beispiel abseits des Konfliktes der Hauptpersonen: Humpelte eigentlich Watson bereits im ersten Film dieser Reihe schon so überzeugend? Jaja, die Kriegsverletzung aus Afghanistan.

Dass die Macher des Films die Diskussionen über den ersten Teil aktiv mitverfolgt haben, mag man auch dem Umgehen mit dem Thema der offenbaren Männerbeziehung in diesem Film entnehmen. Gleich zu Beginn des Films wird in einem Dialog klar, dass Holmes natürlich durchaus körperliche Liebe mit Frauen praktiziert (eine der ganz wenigen Textstellen, in denen der Film die Konventionen des viktorianischen Englands verletzt). Mag noch die Travestie in einer Szene ebenfalls in der ersten Hälfte des Films einige Zuschauer auf eine falsche Fährte setzen (diese ist eben nicht immer mit Sex verbunden), so führt der Film nicht viel später eine offenbar wirklich homosexuelle Nebenfigur ein, wie es sie schöner nicht geben kann. Dass der sie spielende Schauspieler seine Karriere mit einer Darstellung eines HIV positiven Homosexuellen begann und dann später Oscar Wilde verkörperte, mag da nur eine kleine Rolle spielen. Jedenfalls spielt Stephen Fry den besten Mycroft, den ich bisher in einem Film gesehen habe.

Aber auch andere Nebenfiguren sind diesmal bis ins Detail durchdacht besetzt. Frauen müssen halt im späten 19. Jahrhundert nicht wie Modells aussehen, Charakterköpfe tun es auch. Das passt denn auch besser zu den vielen Bildern, die wie Farbversionen von historischen Aufnahmen aus der damaligen Zeit wirken. Und das passt denn auch besser zu der politisch paranoiden Stimmung am Ende des Imperialismus, die sich dann - wie von Moriaty prophezeit - auch wirklich im großen Krieg entladen sollten, auch wenn dieser in der Wirklichkeit erst 23 Jahre später beginnen sollte. So kann ich nur sagen, dass ich vom Film begeistert war, und über einen weiteren Film aus dieser Serie durchaus auch sehr froh wäre. Denn schließlich gab es ja nach "The Final Problem" auch noch "The Empty House". Und da eine im Film eigentlich ganz unwesentliche Nebenfigur die Handlung überlebt, steht auch den Machern des Films da wohl noch einiges offen.
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Auch wenn man nicht unbedingt viele Filme über Sherlock Holmes gesehen hat oder vielleicht nur mal so ein Buch gelesen hat, wissen die meisten, dass Sherlock Holmes Nemesis ein gewisser Professor Moriarty ist., den Arthur Conan Doyle dazu verwendete, die ihm unliebsam gewordenen Figur Holmes - vorerst - ins Jenseits zu befördern. Moriarty ist im Laufe der Zeit, da jeder Held eben auch einen Gegner braucht, irgendwo zum Überschurken geworden.
Dieses Potential wird von Guy Richie hier soweit genutzt, dass Moriarty in dem Plan, den er hegt, definitiv an diverse Supergangster, der frühen Bond-Filme erinnert.
Richies erster Holmes" Film glänzte dadurch eine im viktorianischen England beheimatete Figur auch dort zu belassen, aber ihr trotzdem ein Abenteuer zu verpassen, dass auch heutige Kinogänger begeistern kann, durch diverse Dinge und das wird hier fortgesetzt. Holmes präsentiert gleich zu Beginn wieder seine im ersten Teil eingeführte Fähigkeit, dass er bei einer Schlägerei vorausberechnen kann, wie sich seine Gegner verhalten werden. Die locker flockige Art, wie Holmes und Watson miteinander umspringen, bleibt erhalten und dieses Buddy-Verhalten von Robert Downey und Jude Law, die einfach super harmonieren, dürfte noch eine Weile erhalten bleiben.
Holmes diverse Verkleidungen machen immer wieder Spaß und fast ist man geneigt anzunehmen, dass eine davon eine Parodie auf Heath Ledgers Joker in The dark knight" ist. Wenn Holmes sich einer Frauenkluft entledigt hat und mit weißem Gesicht und links und rechts an den Mundwinkeln verschmiertem Lippenstifft rum rennt, sieht das arg danach aus.
Exzellent eingesetzt ist auch erneut Hans Zimmers Filmmusik. Wenn Holmes etwa auf einem kleinen Pony reitet erinnert diese stark an Musik von Ennio Morricone, was aber super passt. Das Ganze wird noch durch Holmes schräge Sprüche gekrönt.
Zu Zimmers Musik muss man aber sagen, sie ist defintiv noch besser als im ersten Film und hat einige markante Highlights.
Gelungen ist auch die Darstellerwahl. Stephen Frey ist ein gelungener Neuzugang als Holmes Bruder Mycroft. Doch Holmes Puristen werden hier die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wirkt doch das Gespann Sherlock und Mycroft auf witziger Ebene gelungen und zu keiner Zeit auf der antagonistischen Ebene, die Doyles Romane bisweilen aufweisen. Allein wenn sich die beiden hier durchgängig mit Shirley und Mikey ansprechen, sagt das eigentlich schon alles.
Auch Jared Harris finde ich als Professor Moriarty nicht so schlecht, wie viele Kritiker meinten. Die Engländer stellen sich unter einem Uniprofessor halt einen etwas langweilig und blass wirkenden Gelehrten vor und genau das gibt Harris in seiner Rolle wieder.
Auch das der Film eben nicht nur in London spielt, sondern es von London nach Paris bis in die Schweiz geht, lässt ihn größer erscheinen. Doch schlägt hier eben auch wieder die Zutat zu, die man aus vielen Bond-Filmen kennt, wenn sich Holmes und Watson diversen Gegnern im Zug erwehren müssen (siehe Liebesgrüße aus Moskau") oder auf das Gelände des Gegners (siehe z.b. Goldfinger") schleichen und dort prompt in Schwierigkeiten geraten.
Ich habe den Film ob seines hohen Unterhaltungswertes inzwischen schon mehrfach gesehen und mag ihn absolut, aber man kann nicht umhin zu verhehlen, dass er hier und da auch Schwächen hat.
Die Frauenfiguren fallen etwas dünn aus. So ist Irene Adlers Beisein im Film bedauerlich kurz, aber hat halt eben seinen dramaturgischen Sinn, der wichtig ist für Holmes Verbissenheit bei der Jagd auf Moriarty. Noomi Rapaces Sim ist in jedem Fall der Hingucker des Films, aber ihrer Figur hätte man mehr Potential geben können.
Dafür vermag, nochmal was positives, Watsons frisch angetraute Gattin durchaus zu gefallen, wenn sie in einer brenzligen Situation mal flink nur Knarre greift und einen Angreifer eliminiert.
Tip an die Filmemacher: Diese Frauenfiguren haben noch nicht genutztes ENTWICKLUNGSPOTENTIAL!!!!
Wie es sich für einen Supergangster gehört, verfolgt Moriarty hier eben einen Plan, der ebenfalls an die Dimensionen diverser Bond-Gegner erinnert. NUR wer den Film Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman" gesehen hat, in dem Moriarty ja auch eine Rolle spielt, wird hier frapierende Ähnlichkeiten in den Plänen sehen. Zumindest in der Grundstruktur und dem Ziel des Planes. Diesen das kenne ich irgendwo her"-Moment fand ich etwas enttäuschend.
Mau finde ich auch das letzte Duell Holmes Moriarty am Wasserfall in Reichenbach. Hier steht es der Dramaturgie in jedem Fall im Wege, dass Holmes Schläge des Gegners und den Kampfausgang voraus berechnen kann. Diese Begegnung geht viel zu schnell vonstatten, dass hätte man dramatischer und länger gestalten können. Wird der Kampf vor allem auf psychologischer Ebene zwischen den beiden entschieden hätte ein ausführlicherer Kampf hier mehr Eindruck hinterlassen.
Mit dem letztlichen Ende des Kampfes hätte der Film zudem auch die Möglichkeit für einen genialen Cliffhanger gehabt, der den Zuschauer, eben den, der über die Reichenbachbegegnung von Holmes und Moriarty nichts weiß, gefesselt hätte. Hier mit den Worten von Watson geendet, wäre der Film perfekt gewesen, doch hat man das leider zugunsten eines etwas witzig gemeinten, aber klamaukigen Endes geopfert.
Sherlock Holmes 2" ist unterm Strich aber nur unwesentlich schlechter, weil der Film ohnehin in großen Teilen von dem Duo Robert Downey jr. und Jude Law lebt, daher meine Bitte: MEHR DAVON
Zur Technik, die Bild- und Tonqualität des Disc ist absolut exzellent und dafür, dass einzelne Discs von Filmen etwas stiefmütterlich behandelt werden inzwischen, hat die Disc ein wenig Bonis zu bieten.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn es auch einen Preis für den hektischsten Film des Jahres geben würde, dann würde ich Guy Ritchies "Sherlock Holmes - Spiel im Schatten" vorschlagen. Selten sind mir die hektischen Schnitte, die den Stoff modern hund trendy machen sollen, mehr aufgefallen als hier beim alterwürdigen Sherlock, der durch die Darstellung von Robert Downey völlig der Vorlage abweicht.
Grandios ist die Kamerarbeit von Philippe Rousselot, der schon für die Bildsprache in "Gefährliche Liebschaften", "Diva", "Aus der Mitte entspringt ein Fluß", "Bartholomäusnacht", "Interview mit einem Vampir" oder "Charlie und die Schokoladenfabrik" verantwortlich war. Keine Frage, da handelt es sich um einen der Besten seiner Zunft.
Und er findet auch die passenden Bilder zur Verbrecherjagd von Holmes und Watson, die diesmal nicht weniger als die Welt retten müssen.
Im Jahr 1891 gibts ein verheerendes Bombenattentat in Straßburg, weitere Sabotageakte folgen. Das Motiv ist unserem Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey) bald klar, dass der angesehene Professor Moritary (Jared Harris) hinter dem Komplott steckt, dessen Ziel es ist, die Welt in einem fürchterlichen Weltkrieg zu stürzen. Durch Attentate auf beiden Seite soll auch der Hass der Nationen immer stärker werden.
Ein böser Schurke. Dem muss man das Handwerk legen, dazu schlüpft Sherlock u.a. in die Rolle eines Chinesen oder verkleidet sich als berbes Straßenmädchen. Nur dumm, dass der angebetete Dr. Watson (Jude Law) diesmal nicht als Partner zur Verfügung steht, denn der steht kurz vor seiner Hochzeit mit der schönen Mary (Kelly Reilly).
Die Spur führt Holmes zur Zigeunerin Madam Simza Heron (Noomi Rapace), der nach dem Leben getrachtet wird. Dann muss es Holmes auch noch schaffen Watson ins hektische Treiben zu holen und mit vereinten Kräften den Bösewicht besiegen, denn der hat ein perfides Attentat mit einem perfekten Attentäter vor..
Ich muss sagen, dass mir das hektische Tempo des Films gar nicht gefallen hat. Da kommt leider so gut wie gar kein Feeling für eine Geschichte auf, die noch im ausgehenden viktorianischen Zeitalter spielt und die bereits tendenziell die Feindseligkeiten der europäischen Nationen andeutet, die dann später in den 1. Weltkrieg mündeten.
Ich will auch zugeben, dass der Film einige nette, charmante Szenen hat. Wenn Watson beispielsweise bei einem Ball endlich mal Holmes zum Tanz auffordert, dann kommt schon Vergnügen auf.
Ingesamt stehe ich aber eher auf den traditionellen Sherlock, der mit viel Intelligenz und Gespür Verbrechen aufdeckt und eher subtil vorgeht. Downeys Sherlock ist ein Draufgänger mit extrem ausgeprägtem ADHS-Syndrom, oobwohl das ja eher eine Störung unserer heutigen Zivilisation sein dürfte.
Ich glaube den dritten Teil, der sicherlich noch kommen wird, schenke ich mir...Teil 2 ist leider noch schwächer als der noch ganz akzeptable Erstling.
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am 19. September 2013
finde ich durchaus gelungen! Vielleicht noch ein wenig mehr actionlastiger wie im 1. Teil, ein paar vergleichen Holmes' Fähigkeiten mittlerweile mit einem Superhelden, wo ich zustimme, dass es ein wenig übertrieben ist und doch hat es mich nicht wirklich gestört! Ich kenne die Originale nicht, dafür bin ich noch zu jung. Aber genau darum geht es doch in der Filmindustrie im Endeffekt. Man versucht, Vergangenes an die Gegenwart anzupassen und das Film Publikum ist mittlerweile ein anderes. Ich denke, es wird immer etwas geben, worüber man sich aufregen kann. Das wird nie enden. Trotzdem ist es ein bisschen hart, den Film dann gleich mit 1 Stern zu bewerten denn soooo schlecht ist er gar nicht! Die Filmmusik ist auch die selbe wie im 1. Teil was ich sehr toll finde, weil die Musik super ist! Hans Zimmer kann's einfach :) Man sollte sich ruhig den 2. Teil anschauen. Es lohnt sich! Holmes und Watson sind so glaubwürdig wie im 1. Teil und passen wieder perfekt zusammen. Guy Ritchie hat im übrigen seine Slowmotion Einsätze genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht meiner Meinung nach! Danach war ich wieder etwas mehr bei der Sache.

Trotz ein paar unlogischer und gar sehr abenteuerlichen Fähigkeiten seitens des Sherlock Holmes, wurde ich trotzdem super unterhalten und hatte viel Spaß an dem Film, den sich wirklich keiner entgehen lassen sollte! In jeden Film steckt ein wenig Fantasie und Irrsinn. Und genau deswegen schauen wir gerne Filme .... weil wir so dem Alltag und in eine andere, eigene Welt, entfliehen können ....
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am 7. September 2012
Was Guy Richie wiedermals aus der Figur Sherlock Holmes herausholt, gefällt mir. Er und Robert Downey Jr. hauchen dieser Person soviel Schwung, Pepp und dennoch auch Scharfsinn ein, dass es eine Freude ist zuzusehen.

An die Rafinesse des ersten Films kommt er nicht ran. Was daran liegt, dass er in genau dieselbe Kerbe schlägt, sie nun aber den Effekt des Unbekannten nicht mehr ausspielen kann, und die Handlungsweisen der Kombo Holmes/Watson nicht mehr soooooo sehr überraschen.

Aber Richies Stil einen Film zu drehen, kann wieder begeistern. Kalte, dunkle Farben. Geheimnissvolle wie skurrile Personen (Holmes Bruder gespielt von Stephen Fry) bringen die Story unglaublich gut voran.
Dazu die aus dem ersten Film bekannten, gedanklichen Vorab-Sequenzen vor der eigentlichen Handlung.
Die Zeitlupeneinlage der von der Waffenfabrik durch den Wald flüchtendenden Gruppe eine wahre Wonne.

Die Story selbst finde ich jedoch etwas zu weit ausgeholt. Sehr verworren und öfter sehr grenzwertig zwischen "noch verspielt fantastisch" und "verkrampft unhaltbar", spaltet sie die Gemüter der Kinogänger und Heimkino-Betrachter. Würde der Film nur über seine Story leben, er käme bei mir nicht so gut weg.

Aber neben den Effekten die der Film bereit hält, vermag auch der Ton zu begeistern. Schon der Vorspann klatscht einem die Töne um die Ohren, dass mir gedanklich ein "Geil!" über die Lippen ronn.
Akkurat abgemischte, toll komponierte und zusammengestellte Stücke erhellen die Atmosphäre ungemein.

Das Bild der Blu-ray ist über alle Zweifel erhaben. Ok, die Stilmittel Richies helfen auch dabei. Kalte Farben verbergen eventuelle Schwächen im Kontrast. Filmkorn ist hier gewollt integriert.
Die Schärfe liegt immer auf dem Punkt.

Toller Film mit Schwächen in seiner Story. Aber das Gesamt-Ensemble weiß durch Schauspielkunst, Charaktere, Ton und Bild noch zu begeistern.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. März 2013
Keine Spoiler, ich verrate nichts.

Der erste Teil war mehr als nur Popcornkino und machte richtig Spaß. Teil 2 ist dagegen lau aufgewärmter Kaffee. Zwar gibt es wie immer reichlich Humor und Action, nur ist das Ganze eine derart verworrene, völlig sinnfreie und überdrehte Fabrikation, dass man weder ganz durchblicken kann noch will. Die derart miserable Story ärgert von der ersten bis zur letzten Minute. Im Gegensatz zu Teil 1 muss der Zuschauer hier nicht mitdenken. Das bisschen Analyse von Holmes reißt kaum mehr vom Hocker.
Mich persönlich hat "Spiel im Schatten" eher an einen alten James-Bond-Film erinnert. Tja, irgendwie gibt es auch nicht viel mehr zu sagen. Alles plätschert nur verworren und sinnlos vor sich hin. Unterhalten wird man, aber mehr auch nicht. Teil 1 war klasse, wenn auch nicht überragend, Teil 2 kann man vergessen.
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am 16. Dezember 2014
Die erste "Sherlock Holmes" Verfilmung von Guy Richie hat meine Erwartungen übertroffen. Möglicherweise weil sie sowieso nicht sehr hoch waren, aber das war dann bei dem Nachfolger "Spiel im Schatten" anderst. Ich habe mich sehr auf den Film gefreut, aber irgendwie konnte er nicht an das Level anküpfen, auf dem der erste aufgehört hat. Er ist aber deshalb nicht schlecht, nein. Robert Downey Jr. spielt den exzentrischen Sherlock Holmes wieder vortrefflich, genauso wie Jude Law den Gentleman John Watson. Es gibt viele Lacher und Spannung ist auch dabei. Und dann, sagen wir ab dem letzten Drittel, wird der Film (für mich persönlich) einfach zu langatmig. Aber wie gesagt, eventuell lagen auch meine Erwartungen zu hoch. Den Film kann man auf jeden Fall einmal ansehen, den er bietet eigentlich alles was ein guter Film braucht.
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