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78 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Darauf haben die Fans gewartet!
Da haben wir es ja: „Octavarium". Ein Titel der mir schon beim bloßen hören das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Es ist eigentlich immer so, dass man als fan einer Band wie dumm auf Neuerscheinungen wartet. Gerade Dream Theater haben da ja in den letzten Jahren für sehr viel Wirbel gesorgt. Man bedenke nur mal die gute aber untypische...
Veröffentlicht am 31. Mai 2005 von SpaceDyeVest

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dream Theater?
Ich fasse mich mal kurz: Wer alteingesessener DT Fan ist, der sie wegen ihrer technischen Verspieltheit mag und die Band Muse verabscheut, der ist, genau wie ich, mit "Octavarium" schlecht bedient.
Es ist einfach kein richtiges DT Album. In einem Satz kommt es mir vor wie der positive Zwilling von Train of Thought. Dort war das Progressive bereits ein wenig...
Am 4. Juli 2005 veröffentlicht


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78 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Darauf haben die Fans gewartet!, 31. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Da haben wir es ja: „Octavarium". Ein Titel der mir schon beim bloßen hören das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Es ist eigentlich immer so, dass man als fan einer Band wie dumm auf Neuerscheinungen wartet. Gerade Dream Theater haben da ja in den letzten Jahren für sehr viel Wirbel gesorgt. Man bedenke nur mal die gute aber untypische „Six Degrees Of Inner Turbulence" (CD1) oder „Train Of Thought" Härte, oder aber das kitschige Gesamtwerk der zweiten CD von „Six Degrees Of Inner Turbulence". Etwas neues muss her und das kriegt man ein weiteres Mal in Form von „Octavarium". Alle Songs im Überblick:
„The Root Of All Evil" folgt dem thematischen, und auch musikalischen Konzepten der Songs „The Glass Prison" und „This Dying Soul". Letzteres wird auch einmal im Song zitiert. Gleich am Anfang geben die Jungs um Petrucci alles: Portnoy drescht auf die Drums, dass es nur so kracht, Myung hat ein paar erstklassige Passagen am Start und Petrucci ist wie immer eigentlich unschlagbar. LaBries Stimme ist dem Song deutlich besser abgepasst als bei den zwei Vorgängern. „The Answer Lies Within" ist die Ballade des Albums und meiner Meinung nach die beste seit dem Album „Scenes From A Memory". Aufgelockert wird der Song deutlich, wenn man so will, durch den leichten orchestralen Bombast. „These Walls" ist wohl DER Ohrwurm des Albums. Eins ist jedenfalls klar: wenn DT versuchen Bombast einzubauen, gelingt das grundsätzlich. Besonderes Lob gilt in diesem eher verklärten leicht melancholisch angehauchten Song deutlich Rudess und seinem Keyboard, aber auch James LaBrie der so gut singt wie selten zuvor. Besonders bei der sich stetig aufbauenden Bridge, die in einem wohlschmeckenden Brei aus den Zutaten Petrucci, Rudess und vor allem Portnoy endet, ist Gänsehautstimmung garantiert. Könnte einer der Songs werden, der mal zu den Dream Theater Klassikern gehören wird. Der nächste Song ist „I Walk Beside You" und reiht sich in Werken wie „Innocence Faded" oder „You Not Me" ein, schlägt aber vor allem zweitgenanntes mühelos. Eine Nummer, die auch locker als Single erscheinen könnte, doch Dream Theater wären nicht Dream Theater, wenn man nicht etwas mehr als Radiokost erwarten dürfte. Besonders Jordan Rudess gibt dem Song kurz vor den Refrains einen sehr schönen Touch und John Petrucci versteht es grandios mit seinem Gitarrenspiel hervorzustechen, selbst wenn ein anderes Instrument oder James LaBrie im Vordergrund ist. Insgesamt eine, für Dream Theater eher untypische, radiotaugliche Nummer. „Panic Attack" fängt mit Myungs bass an und mündet im brachialen Gewitter der Portnoy Drums. Hört man diesen Song, weiß man, dass Dream Theater ein Gleichgewicht aus ihren traditionellen Alben und „Train Of Thought" gefunden haben. „Panic Attack" ist eines der technischsten Lieder des Albums, dominiert von Myungs Bass, pfeilschnellen Drums und einem selten so aggressiv gehörten John Petrucci. Immer wieder drängelt sich Rudess in den Song ein, bombardiert den Hörer mit schnellen Keyboardpassagen. Und, was ganz schön ist, es gibt ein superbes Petrucci Solo. Insgesamt eines der wutentbranntesten, verrücktesten Werke des Traumtheaters. „Never Enough" beginnt mit einem gedämpften Bass bevor Petrucci und Portnoy einsteigen. Rudess und eine leicht verzerrte LaBrie Stimme folgen. Der Song gewinnt mit der zeit immer mehr Dramatik bevor er nach dem Refrain wieder von der Gitarre und den Drums auf den Boden der Tatsachen geholt wird. „Never Enough" ist eine weitere Up-Tempo Nummer, allerdings nicht so hämmernd wie „Panic Attack". LaBrie nervt ein bisschen, aber das verschmerzt man spätestens bei dem bombastischen Gitarrensolo. „Sacrified Sons" beginnt ähnlich wie damals „The Great Debate" mit einigen Stimmfetzen, während sich im Hintergrund langsam etwas anbahnt. Doch statt dem erwarteten Ausbrauch von Portnoy oder Petrucci, beginnt alles recht ruhig und balladesk mit Rudess und LaBrie. Eine Spannung liegt deutlich in der Luft, die man spüren kann. Wow, so was können echt nur Dream Theater. Und tatsächlich: Myung zupft hart am Bass und zusammen mit Petrucci lassen sie den zweiten Teil des Songs schon ganz anders aussehen. Auch Portnoy wird etwas winder, während Rudess kaum noch und LaBrie gar nicht mehr zum Zuge kommt. Dann setzt auch wieder das Orchester ein und treibt „Sacrificed Sons" in Höhen wie wir sie von Dream Theater erwarten. So was hat man zuletzt auf „Scenes From A Memory" hören dürfen. Am Ende kommt noch mal James LaBrie zum Zuge und treibt zusammen mit dem orchester und dem gesamten Team den bereits gehörten „ersten teil" des Songs zum Ende. Ein episches Werk, großartig! Mit dem 23:59 Minuten langem „Octavarium" kommt nun der Longtrack. Mal vorneweg: ein zweites „A Change Of Seasons" darf man nicht erwarte, aber auch glücklicherweise kein „Six Degrees Of Inner Turbulence" (CD 2), auch wenn „Octavarium" oftmals an die Overture jenen Albums erinnert. Zu sagen gibt es hier eigentlich nur: ein musikalisches Abenteuer, das trotz seiner Länge und der Tatsache von Dream Theater zu sein, flott ins Gedächtnis geht, kurzweilig und eingängig ist. Das fängt beim psychedelischem, fast schon floydisch-elegischem, Gitarrenintro an, endet irgendwann in einem Mix aus saugeiler Instrumentbeherrschung und Orchester, und bringt zwischendurch auch mal ein „Scenes From A Memory" Zitat, nämlich aus „The Dance Of Eternity". Insgesamt ist der Song zwar facettenreich, doch es überwiegen deutlich die balladesken Aspekte. Das passt LaBrie natürlich gut, ist er doch eher für die ruhigen Töne geeignet. Es ist fast schon so, als wollen DT ihren perfekten Song schaffen und keine Risiken eingehen. Das ist ihnen gut gelungen, aber ob das hier perfekt ist, sei mal dahingestellt (ich finde nicht). Dennoch ist „Octavarium" ein Song, der mich am Ende aus dem Sofa gehauen hat und mir die Worte „Ja, „meine" Dream Theater sind wieder da!!!" entlockte. Ein ganz besonderes Hörerlebnis. Für Dream Theater Fans ist dieses Werk eh Pflicht. Zu schön um wahrzusein: weder Fans der ersten Stunde noch „Train Of Thought"-Neulinge werden hier enttäuscht werden. Doch dass mich keiner versteht: „Octavarium" ist kein zweites „Images And Words" oder „Awake". „Octavarium" ist „Octavarium" und reiht sich mit Eigenständigkeit, Modernität. Innovationen und dennoch bestehender Dream Theater Tradition in die Reihe ihrer Meisterwerke ein. Schon jetzt das Album 2005 für mich.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dream Theater legen wieder mal ne Schippe drauf! :-), 31. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Dream Theater können selbst mit ihrem 7. Studioalbum ("A change of Seasons" nicht mitgerechnet) noch überraschen!
Seit dem Einstieg von Jordan Rudess scheint die Band keine schlechten Songs mehr schreiben zu können. Waren auf älteren Alben hier und da ein paar Ausfälle zu verzeichnen, befindet sich die Band seit "Scenes from a memory" auf einem kreativen Höhenflug.
Einzig "Six degress of inner turbulence" klang etwas unausgewogen. Man muss aber dazu sagen, dass man bei einer Bewertung eines DT-Outputs immer nur die Band selbst als Gradmesser nehmen kann, denn DT schweben als "Übermacht" über der Prog-Rock-Szene und sind mit keiner anderen Band vergleichbar.
Nach "Train of thought", welches für mich eine Offenbahrung war und in Punkto Härtegrad das wohl kompromissloseste Werk der Bandgeschichte darstellt, habe ich mich in der Tat gefragt, wie DT das noch toppen wollen...
Wie eingangs bereits erwähnt, haben DT auf "Octavarium" einen neuen Weg eingeschlagen. Die Veränderungen sind jedoch nicht gravierend, sondern fein dosiert und an den richtigen Stellen plaziert.
"Octavarium" ist insgesamt etwas ruhiger als der Vorgänger, aber wenn es zur Sache geht, dann genauso fett wie auf "Train of thought"!
DT trauen sich auf dem neuen Album was. Die Songs sind insgesamt sehr orchestral und klingen teilweise fast schon nach einem Musical.
Mit "The answer lies within" haben DT auch wieder eine Ballade am Start, die so schnörkellos ist, dass die Herren sich beim Einspielen selbiger bestimmt etwas gelangweilt haben... ;-)
Aber warum müssen die Prog-Rock-Götter immer komplizierte Songs schreiben? Dass sie sich spieltechnisch auf höchstem Niveau bewegen, zeigen DT auf dem Rest der Platte zur Genüge. Insofern ist ein "schlichter" Song eine sehr willkommene Abwechslung.
"I walk beside you" könnte glatt in die Charts einsteigen. Dieser Song hätte genauso auch auf "Falling into infinity" vertreten sein können.
Der absolute Oberhammer ist jedoch das Titelstück "Octavarium". Eine Songlänge von 24 Minuten verspricht Einiges und der Hörer wird auch nicht enttäuscht. Anfangs hört man ganz offensichtlich Pink Floyd und später sogar Anleihen von Queen heraus! Das Ganze klingt jedoch nie aufgesetzt oder fehl am Platz. Selbst Zitate aus früheren DT-Werken sind über das Album verteilt.
Für mich haben DT mit "Octavarium" all meine Erwartungen übertroffen. Die Scheibe klingt wie aus einem Guss und ist trotz einer Gesamtspielzeit von 75 Minuten leider viel zu schnell vorbei.
Diese Band hat noch lange nicht fertig! :-)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach wie vor in einer ganz eigenen Liga!, 7. Juli 2006
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Jedes DT-Album ist anders und mit jedem neuen Album begeben sich die New Yorker Ausnahmekönner Stück für Stück auf neues musikalisches Terrain. "Octavarium" bildet hier keine Ausnahme und verzichtet erneut darauf, ein Aufguss früherer Erfolgswerke wie "Images and Words" oder "Scenes from a Memory" zu sein - gut so! Eingängie Songperlen wie "I walk beside you" (WDR2-tauglich, irgendwie an U2 angelehnt) oder das sanfte "The Answer lies within" duellieren sich förmlich mit Metalkrachern der Sorte "Panic Attack" oder "Never enough". Das ganze hat einen orchestralen Touch und ist bewußt mit nicht ganz so vielen Spielerein versehen, als dies beim doch durchweg recht metallisch geprägten Vorgängerwerk "Train of Thought" der Fall war. Positiv fällt zudem die speziell auf diesem Album außergewöhnliche Gesangsleistung von James LaBrie auf, der die Variablität seiner Stimme perfekt auslotet. Seit "Images and Words" hat - trotz aller Klasse - kein DT-Album mehr so frisch und abwechslungsreich geklungen wie "Octavarium". Perfekt und vielleicht auch der Einstieg für Hörer anspruchsvoller Rockmusik, denen Dream Theater bisher zu technisch oder zu sperrig waren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Umschwung, 7. Juni 2005
Von 
Andre Schuder (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Mal wieder definiert sich die Band neu. Wenn Dream Theater eines sind, dann auf jeden Fall Meister im Umorientieren.
"Octavarium" hat bis auf 2, 3 Ausnahmen (vor Allem die treibenden "Panic Attack" und "The root of all evil") und kaum noch etwas mit dem ultraharten Vorgängeralbum "Train of thought" gemein. Auch kann man keinerlei deutliche Vergleiche zu einem anderen Album der Band ziehen. Irgendwie ist von jedem etwas dabei. Die Melodien von "Images and words" (siehe: "These walls"), die Abwechslung von "Scenes from a memory" (siehe "Sacrificed sons"), die orchestralen Klänge von "Six degrees of inner turbulence (CD2)" (siehe: "Sacrificed sons", "Octavarium"( und der angesprochene Härtegrad von "Train of Thought".
Dream Theater vereinen auf "Octavarium" alle Elemente, die sie bisher ausprobiert haben und gewinnen ihren Sound trotzdem noch neue Facetten ab. Und zwar dahingehend, dass das Werk wesentlich offener, positiver und teilweise auch poppiger wirkt. Ein "I walk beside you" hat man so noch nicht von Dream Theater gehört. Höchstens von U2. Wäre es eine U2-Single, sie wäre höchstwahrscheinlich sehr erfolgreich.
Frickelorgien gibt es in dem Sinne keine. Zumindest keine, die nervend auffallen. Sämtliche Instrumentalexzesse fügen sich in die Songs ein. So im Paradebeispiel eines ausführlichen Longtracks "Octavarium", wobei dieser überlange Titeltrack nicht die Klasse eines "A change of seasons" erreicht.
Dream Theater präsentieren auf ihrem 8. Studiooutput einmal mehr progressiven Metal auf hohem Niveau. Bis auf "The answer lies within" gibt es keinen Ausfall zu vermelden. Im Gegenzug fehlt allerdings auch ein richtig herausragendes Highlight. Einer dieser Momemente, bei denen man aufhorcht und das Album sofort ins Herz geschlossen hat, fehlt meiner Meinung nach. "Octavarium" vermag daher keine emotionale Bindung herzustellen, wie das bei "Images and words" und "Scenes from a memory" der Fall war. Allerdings ist auch weit entfernt von seelenloser Technikmasturbation. Ein Zwischending. Weder Geniestreich noch Mittelmaß. Irgendwo dazwischen reiht sich das Album qualiativ gleichberechtigt neben Werken wie "Awake" und "Six degrees of inner turbulence" ein.
Ein klein wenig beschleicht einem der Eindruck, die Band hätte alles erreicht, was man im Prog-Metal musikalisch erreichen kann. Es bleibt die Frage, wo die Band eigentlich noch hin will. "Octavarium" zeigt sich überzeugend aber unentschlossen. Man darf gespannt sein, was die Band noch in petto hat. Gewöhnlicherweise müsste mit dem nächsten Album nach einer "nur" sehr guten CD ein Meisterwerk erscheinen. Bis dahin bleibt "Octavarium" eine gelungene Neuentdeckung der eigenen Musik.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Octavarium, 10. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Ich habe "Octavarium", das letzte Werk von Dream Theater, mittlerweile ca. 15 Mal durchgehört - und langsam, aber sicher fängt das Album an mich zu begeistern.
Mir scheint es als sei die alte, für mich nicht klar in Worte zu fassende "Magie" der älteren DT-Alben, die die letzten beiden Alben (die ich zwar auch oft und gerne höre, aber nicht so vergöttere wie beispielsweise "Images & Words" oder "Awake") streckenweise etwas vermissen lassen, wieder zurückgekehrt. Keine Ahnung, das ist eher so etwas unbewusstes. Vielleicht Spielfreude? Experimentierfreude? Feeling? Inspiration? Keine Ahnung. Jedenfalls hab ich das seit "Scenes..." nicht mehr so direkt wahrgenommen.
Dream Theater haben wieder einmal ihren Stil grundlegend verändert (und damit wieder einmal viele Fans vor den Kopf gestossen, was an etlichen negativen Rezensionen deutlich wird) und ein Album aufgenommen, das weder dem Vorgänger ähnelt noch sonst einem Album des bisherigen Backkatalogs. Statt dessen haben DT völlig neue Elemente in ihren Sound aufgenommen.
Die Tracks sind (bis auf den Longtrack) kürzer und kompakter als zuletzt, endlose Frickelorgien fehlen (wiederum bis auf den Longtrack) fast völlig. Statt hartem Riffing wird die Melodie als Stilmittel wiederentdeckt, was man auch bei Petruccis Solos deutlich merkt. Wer DT vor allem wegen des High-Speed-Shreddings auf ToT liebte, wird sicher masslos enttäuscht sein.*g* Bei mehreren Tracks wirkt ein Orchester mit, das allerdings sehr dezent und songdienlich integriert ist und hervorragend zur Musik passt - kein Vergleich mit Bombastkitsch ala Nightwish oder so!
Einflüsse von Muse (Gegen Ende von "Panic Attack" und vor allem "Never Enough") und U2 ("I walk beside you") sind überdeutlich zu vernehmen. Mike Portnoy hatte ja schon im Vorfeld angekündigt, dass Einflüsse dieser beiden Bands vorhanden sein würden, aber ich hätte nicht damit gerechnet dass die Einflüsse SO deutlich ausfallen.;)
Trotz allem klingt alles noch eindeutig nach Dream Theater und nicht etwa nach billigem Plagiat - nicht zuletzt Dank James LaBrie, der seine oft bemängelten Schwächen endgültig überwunden hat und eine hervorragende Leistung ablegt. So stark war LaBrie seit Anfang der 90er nicht mehr!
Über die restlichen Musiker noch Worte zu verlieren, wäre sinnlos, erwähnenswert höchstens dass man Myung so gut hört wie nie zuvor und auch Rudess prägt den Sound wieder deutlich mehr als auf dem Vorgängeralbum.
DT-typisch klingt die Scheibe ausgesprochen gut, die Produktion ist glasklar und trotzdem druckvoll.
Dream Theater haben es wieder geschafft, ein hervorragendes Album abzuliefern, für das es eigentlich nur die Höchstnote geben kann.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 75 Minuten im Theater der Träume, 8. Juni 2005
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Als langjähriger DREAM THEATER-Fanatic glaubte ich einen sich stets wiederholenden Trend erkannt zu haben. Immer wenn die Band ein „geniales" Album veröffentlicht hatte, folgte danach ein eher „durchschnittlicher" Longplayer. So war es laut meiner Meinung in den letzten 10 Jahren. Und nach dem ungewohnten aber trotzdem bärenstarken „Train of thought" hatte ich mich demnach auch schon auf einen Durchhänger eingestellt.
Und was muß ich zugeben ? Ich war noch niemals so froh, Unrecht gehabt zu haben...
Denn mit „Octavarium" stellen DREAM THEATER den Vorgänger nicht nur locker in den Schatten, sie schaffen es sogar zeitweise, an alte Klassiker wie „Images & words" oder „Awake" heranzureichen. Ich habe lange überlegt, was dieses Album sooo gut macht. Es ist schlichtweg die Tatsache, dass die musikalische Mischung dieses mal einfach zu 100% stimmt. Stilistisch bzw. kompositorisch war das New Yorker Quintett schon ewig nicht mehr so ausgewogen.
Beginnend beim Opener „The root of all evil", der auch auf dem Vorgänger-Album hätte stehen können. Ein brettharter Mid-Tempo Song mit enormen Groove-Potential, der zudem einen wunderbaren Refrain aufwartet. Dieser Song bietet grundsolide DREAM THEATER-Kost, zählt für mich aber seltsamerweise zu den schwächeren Songs des Albums. Zumal ich es nicht übermäßig originell finde, wenn man mitten im Song plötzlich einen Part aus „This dying Soul" 1 zu 1 übernimmt. Aber ansonsten ist der Song sehr gut !
An die nachfolgende Ballade „The answer lies within" musste ich mich erst gewöhnen, da sie für DT-Verhältnisse sehr weich (fast schon kommerziell) ist. Bei jedem Hördurchlauf wächst dieser Song aber mehr und mehr, und steht für mich mittlerweile auf einer Stufe mit „Take away my pain" oder „Hollow years". Diese Ballade hätte sich aber am Ende des Albums irgendwie besser gemacht...
Was danach folgt, ist jedoch Progressive-Kunst der allerbesten Schule. Und DREAM THEATER zeigen allen eindrucksvoll, dass sie nach wie vor die Könige dieses Genres sind.
Perfekte Songs wie „These walls" , „Never enough" und dem sich stets steigernden „Sacrificed sons" lassen den Hörer auf einen spannenden Streifzug der bisherigen Bandgeschichte gehen. Es ist wirklich aus jeder Epoche dieser tollen Combo etwas dabei. Dabei will ich vor allem das sensationelle „I walk beside you" erwähnen, das meines Erachtens sogar auf „Images & words" hätte stehen können. Ein wundervoll rockiger Song, dessen Chorus ohne Zweifel an eine Band wie U2 angelehnt ist. Das sind DREAM THEATER in ihrer reinsten Form (Anfang der 90er).
Mit „Panic attack" liefert die Band dann endlich den einzig würdigen Nachfolger zu „Mirror / Lie" ab. Also ein frickeliger und gleichzeitig brettharter Song, der zwischen technisch phänomenalen Parts und alles niederwalzenden Riffs wirklich alles zu bieten hat. Zudem ist dieser Track ein unglaublich vertracktes Tempowunder, mit erneut großartigem Refrain.
Tja, und wenn der Hörer glaubt es gäbe keine Steigerung mehr, müssen ihn DREAM THEATER leider enttäuschen. Denn mit dem anschließenden 24-minütigen „Octavarium" liefert die Band den besten Long-Track seit dem göttlichen „Change of seasons" ab. Allein mit dem Facetten-Reichtum dieses Songs könnte man ganze Seiten füllen. Neben chilligen PINK FLOYD-Passagen, bedrohlich düsteren Melodie-Mustern, hymnisch orchestralen Parts, bis zum am Ende natürlich ausufernden Progressive-Inferno, ist wirklich alles vorhanden !!!
Und über die spielerischen Fähigkeiten des Ausnahme-Keyboarders Jordan Rudess auch nur noch ein Wort zu verlieren, kann ich mir an dieser Stelle getrost sparen. Ganz ganz großes Kino !!!
Prädikat: WELTKLASSE !!!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Prog-Rock!, 7. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Nach dem letzten, beileibe nicht schlechten Album 'Train of Thought' hatte ich, das neue Album betreffend, vor allem einen Wunsch: Mehr Jordan Rudess! Denn dieser Ausnahmekeyboarder kam bei Train of Thought doch etwas zu kurz, außerdem gefielen mir die Keyboard-Sounds nicht immer. Dies hat sich bei Octavarium gründlich geändert. John Petrucci hält sich zugunsten Jordan Rudess etwas zurück, Ergebnis ist ein zum Teil an 'Metropolis II, Scenes from a memory' erinnernder bombastischer Sound. Die CD ist äußerst abwechslungsreich geraten (Kritiker, die die CD als eintönig bezeichnen, haben sie wohl nicht gehört). Neben zwei Balladen (The Answer lies within und I walk beside you), die für mich eher zu den Schwachpunkten zählen, gibt es Mid-Tempo-Nummern (Sacrified Sons, dessen Instrumental-Teil auch auf einer der LTE-CDs zufinden sein könnte und These Walls) sowie Titel, die an Train of Thought erinnern (vor allem The root of all evil). Prächtig gefrickelt wird auch, allerdings nie übertrieben. Der absolute Hammer aber ist der 24-minütige Titeltrack. Die ersten vier Minuten könnten von Pink Floyd stammen (Anfang von 'Shine on...'), dann folgt ein etwas gewöhnungsbedürftiger (mehrfach anhören, dann kapiert man die zum Teil etwas seltsame Melodieführung) Gesangsteil mit Akustik-Gitarre. Was dann ab etwa Minute 13 folgt, ist so ziemlich das beste, was ich jemals gehört habe: Bombastischer Prog-Metal mit irren Instrumental-Einlagen in der Qualiät von Metropolis Pt 1 und Dance of Eternity. Hervorzuheben auch das Cover, das auch auf einer Pink-Floyd-CD zu finden sein könnte. Gleiches gilt für das Booklet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dream Theater?, 4. Juli 2005
Von Ein Kunde
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Ich fasse mich mal kurz: Wer alteingesessener DT Fan ist, der sie wegen ihrer technischen Verspieltheit mag und die Band Muse verabscheut, der ist, genau wie ich, mit "Octavarium" schlecht bedient.
Es ist einfach kein richtiges DT Album. In einem Satz kommt es mir vor wie der positive Zwilling von Train of Thought. Dort war das Progressive bereits ein wenig zurückgefahren. Auf Octavarium ist allerdings schon fast garnichts mehr davon übrig - geschweige denn überraschend Neues. Beschränkt sich größtenteils auf Tempiwechsel, hat kaum mehr abgefahrene Taktarten. Prog-Light wenn man so will.
Ich würde nicht so weit gehen es ein schlechtes Album zu nennen. Aber für alte DT-Fans enttäuschend. Kurzum, das wohl bisher schwächste DT Album für mich (ja, ich hab sie alle hier stehen).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DER Titeltrack!, 14. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
Beim ersten Betrachten des Covers wird einem schon klar, dass wir es mit einem neuen DT-Album zu tun haben, welches sich deutlich vom Vorgänger TOT entfernt hat. DT führen wieder etwas ausgeklügeltes im Schilde, wo Songtexte mehr sagen, als nur Worte für Melodien zu sein. Thematisch geht es wieder um das Thema Zeit, das immer im Leben wiederkehrende, das Octavarium, in dem wir uns ständig im Kreis bewegen "This story ends where it began".

Musikalisch gehts allerdings zunächst weniger in tiefsinnige Gefilde. DT knallen uns ziemlich rockig-poppige und recht eingängige Songs auf die Ohren. Es sind mehrere Balladen dabei, wo man sich nicht wirklich entscheiden kann, ob das jetzt kitschig, oder "ganz nett" sein soll. Mehr als einmal klingt es auch nicht an Dream Theater und warum um Himmels Willen will James jetzt klingen wie Matthew Bellamy? Einige Ideen wirken frisch und originell (Panic Attack), aber so wirklich zünden möchte das Material nicht. Aber dann stellen sich doch noch meine Lauscher auf: "Sacrified sons" beginnt mit Samples, die sofort an den 11.September erinnern. Der Song beginnt ruhig, mit schönem Gesang und entpuppt sich später als wahrer Geniestreich.

Aber dann: Octavarium.

Es fängt alles ganz harmlos an. Rudess covert das Intro von Pink Floyds "Shine on you crazy diamond", gefolgt von ruhigen Passagen, die als Variation wie das Perpetuum Mobile auf dem Cover, aneinandergereiht sind, wobei die Instrumentation ständig wechselt. Rudess zaubert ganz viele Klänge der 70-er Einflüsse hervor und alles klingt irgendwie nett und vertraut. Bei den ersten Durchläufen klang es sogar langweilig.

Aber nach dem Satz: "To be someone just like him" wird plötzlich alles ganz anders.
Eine musikalische Achterbahnfahrt beginnt mit einem geilen Bassriff und genialem Gesang. Auf eine Instrumentalpassage mit Rudess-Solo folgt eine Hommage mit der Aneinanderreihung von Songnamen aus bekannten Stücken der Prog-Vorbilder, mit Hammond-Sound als Untermalung, von Portnoys toller Ride-HiHat-Arbeit vorangetrieben. Nach dem obligatorischen Petrucci/Rudess-Duell folgt der Teil "Intervals", wo von La Brie und Portnoy das Octavarium aufgespannt wird, welches sich in LaBries, im Stakkato geschrienen!! "Trapped inside this Octavarium", entläd (auf sowas ist man einfach nicht gefasst). Das Orchester intoniert darauf eine der schönsten Melodien, die Dream Theater je geschrieben haben, worauf die ganze Band dann einsetzt. Als LaBrie dann endlich seinen göttlichen Gesang einstimmt und Petrucci seine typischen chromatischen Abstiege zelebriert, sind alle Dämme gebrochen: "We move in circles, balanced all the while, on a gleaming razor's edge...A perfect sphere, colliding with your fate, this story ends where it began". BESSER GEHT ES NICHT! Riesen Kino! Wer hierbei keine Gänsehaut kriegt, muss tot sein. Aber damit nicht genug: Jetzt ist Petrucci's Part und er soliert sich mit einer noch schöneren Melodie in die Geschichte. Es ist einfach der Wahnsinn! Das Stück endet in einem Meer aus Bombast, getragen von den Orchesterinstrumenten. Sowas muss man gehört haben, bevor man die Welt verlässt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Epischer Prog-Metal mit vielen Zitaten, 3. Juni 2009
Von 
P. Eibich (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
20005 kam mit "Octavarium" das 8. Studioalbum der New Yorker in 20 Jahren.
In diesen 20 Jahren standen sie nicht still, sondern entwickelten sich ständig weiter und loteten die Grenzen des Progressive Metal aus. So gab es 2002 mit "Six Degrees Of Inner Turbulence" ein bombastisches Album, dass in dem 42 minütigen, orchestral anmutenden Titelstück mündete. Ein Jahr später kehrten die 5 ihre harte Seite heraus und huldigten mit dem (für DT Maßstäbe) dunklen und brachialen "Train of Thought" ihren Vorbildern Metallica, Pantera etc. Ihr Markenzeichen blieben jedoch stets das "Gefrickel", die Virtuosität, mit der die technisch versierten Musiker ihre Instrumente spielten.

2 Jahre später veröffentlichten sie nun "Octavarium". Dabei blieb einiges von der Düsterheit und Melancholie, die auf "Train of Thought" herrschten hängen, das Album insgesamt kommt aber weicher, ruhiger und ja, auch poppiger daher.
"The Root of all Evil" ist ein grandioser Opener, der Riff macht richtig Dampf um dann in den getragenen, beinahe pathetischen Refrain zu münden. Wer "Train of Thought" kennt wird hier musikalische wie auch textliche Zitate aus "This Dying Soul" erkennen, diese werden jedoch etwas verfremdet, so dass sie sich gut in den Song einfügen. Da er außerdem mit "The Glass Prison" und "This Dying Soul" eine thematische Einheit bildet (Mike Portnoys Alkoholabhängigkeit), geht das schon in Ordnung.
"The Answer Lies Within" ist eine typische Ballade, getragen vom Klavier und den Streichern. Langsam, melancholisch, pathetisch - nicht jedermanns Fall sicherlich und ziemlich poppig, aber ich mag den Song.
"These Walls" kommt wieder härter daher, wirkt jedoch mit seiner ruhigen Strophe und dem härteren Refrain relativ 'normal', die Melodien sind recht einprägsam, aber nichts besonderes.
An "I walk beside you" mögen sich die Geister scheiden. Sehr stark von U2 beeinflusst, hat der Song ganz klar Ohrwurmcharakter und klingt mehr nach Pop denn nach Prog Metal. Muss jeder selber wissen, wie er damit umgeht - wieder wie vorher: mir gefällts, die Melodie klingt einprägsam.
Auf "Panic Attack" wird wieder geknüppelt was das Zeug hält - druckvoller Bassriff eröffnet den Song, dann kommt ein ebenbürtiger Gitarrenriff dazu, am Ende ein eindrucksvolles Solo (Gitarre und Keyboard wechseln sich ab.)
"Never Enough" ist für mich der schwächste Song. Ganz klar von Muse beeinflusst, scheint er an Panic Attack anzuknüpfen, ohne aber sich irgendwie einzuprägen, hat nichts Besonderes für sich.
"Sacrificed Sons" beginnt ruhig, um dann nach ca. 4 min in einem schnellen, harten Instrumentalpart zu münden. Keyboardsolo, Gitarrensolo, dann setzt ein Orchester ein (ein echtes!). Die Band mit ihren harten Riffs und die Streicher des Orchesters ergänzen sich hierbei zu einem epischen Ganzen.
"Octavarium" beschließt das Album. Das Intro besteht in Anlehnung zu "Shine on you crazy Diamond" von Pink Floyd aus atmosphärischen Syntheziser-Klängen, dann setzt die Band ein. Es folgt ein akustischer Part, der getragen-düstere Gesang wird dabei von einer Akustikgitarre begleitet. Dann steigt die ganze Band ein, der Song gewinnt an Tempo, die Stimmung wird fröhlicher. Ein furioses Keyboardsolo folgt, dann wird der Song wieder düsterer. James LaBrie wartet ab Minute 15:00 mit zahlreichen textlichen Zitaten (Ramones, Genesis etc.) auf, der Gesang ist wirklich druckvoll. Nun darf John Petrucci ran, ein schnelles Gitarrensolo inklusive Flamenco-Einlage. Schließlich halten sich die Instrumente im Hintergrund, ein Rezitativ folgt, das im geschriehenen 'Trapped Inside This Octavarium' mündet (in dieser Stimmlage! absolut hörenswert!), die Instrumente unterstützen dieses Staccato. Der Song endet in einem orchestral getragenen Gitarrensolo.

"Octavarium" ist ganz klar der Schlüsselsong - und ich kann keinen Makel daran finden. Die Länge ist natürlich nicht für jeden etwas, aber der Spannungsbogen wird gut gespannt, der Aufbau ist wirklich gelungen, die melodien und Instrumentale sind mitreißend.

Letztendlich ein gutes Album, vor allem für Einsteiger. Hier werden keine Extreme dargeboten - es gibt harte Songs, poppige Songs, die auch vielen Nicht-Metal Fans gefallen dürften und die orchestrale, epische Seite von Dream Theater. Über die Texte kann ich mich eigentlich nicht beschweren - sie sind zwar nicht großartig philosophisch oder von hohem schriftstellerischen Wert, aber doch angemessen, es geht viel viel schlechter (auch bei Dream Theater). Die vielen musikalischen Anleihen sind ja so auch beabsichtigt, werden nicht eins zu eins übernommen sondern gut in den DT-eigenen Stil integriert. Abzüge gibt es, da einige Songs wirklich schwächer sind (These Walls, Never Enough) als die wirklichen Highlights dieser Platte (Octavarium, The Root of All Evil, Sacrificed Sons).

Eine solide DT-Platte für Fans (allein schon wegen dem Titelsong eine Empfehlung) und wohl die beste für Einsteiger, die die Band kennenlernen wollen.
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Octavarium
Octavarium von Dream Theater
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