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am 17. August 2015
Der 2011 entstandene, und seitdem auch schon recht häufig im TV ausgestrahlte Film porträtiert die beiden ihre Zeit (und z.T. sogar noch die heutige!) musikalisch sehr prägenden, aber voneinander auch sehr unterschiedlichen Musiker- Persönlichkeiten Hannes Wader und Konstantin Wecker; auf dem Hintergrund einer (vielbeachteten) Tournee, die die beiden in dieser Zeit zusammen gemacht haben. Der Film ist somit auch eine Gegenüberstellung der beiden Musiker - z.B. während einer Diskussion miteinander bei einer Bahnfahrt der Beiden -, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können; später aber wird deutlich, dass die Beiden doch Berührungspunkte haben, so unterschiedlich ihre Mentalität, Herkunft, Lebensart, Lebensweg, Überzeugungen und nicht zuletzt ihr Musikstil auch sind. Beide äußerten sich stets auch im Hinblick auf ihre politischen Überzeugungen öffentlich und in ihren Songs, was ihnen viel Feindschaft, aber auch Respekt und Sympathie eingebracht hatte, und selten in der Musikszene in der Form anzutreffen ist (damals; aber vor allem heute (heute ist das Publikum i.d.R. irritiert, wenn derartige politische Statements von den "Entertainern" dargebracht werden; früher gehörte das aber - vor allem in bestimmten Kreisen - durchaus zum guten Ton). Diese beiden "Liedermacher" waren zwar stets engagiert; aber auch nie unumstritten, bzw. streitbar. Doch scheint es vor allem auch dieses politische Engagement dieser vordergründig sehr unterschiedlcihen Künstler zu sein, die ihnen Berührungspunkte schafft. - Außer der grundsätzlich großen Liebe zur Musik natürlich.
Da ist auf der einen Seite der norddeutsche "Folk- Sänger" Hannes Wader, stets ruhig, bescheiden und zurückhaltend; distanziert und etwas steif wirkend; und doch rebellisch (gewesen); aber man denkt bei seinen Songs unweigerlich an Französische Chansonniers, an Bob Dylan oder die "Dubliners". Auf der anderen Seite der 5 Jahre jüngere, wilde, leidenschaftliche, aggressiver wirkende Münchener "Rock- (& Roll-) Barde" Konstantin Wecker. Während Ersterer sich Ende der 60er Jahre politisch zu positionieren begann, als das Land voller politischer Träume und Hoffnungen war, an denen Wader mit großem Eifer teilnahm, ein fester Bestandteil der sozialen Bewegungen jener Zeit, der Friedensbewegung, später der Anti- AKW- Bewegung, aber sich auf seiner politischen und gesellschaftlichen Sinnsuche ab Ende der 70er Jahre gar für die DKP (!) aktiv engagierte (in der er bis Anfang der 90er Jahre (!) blieb - was teilweise zu Boykotten von Radiostationen u.A. seiner Lieder führte), und dabei zeitweise den Eindruck machte, sich gar von der SED sehr billig vor den Karren spannen zu lassen, ein typischer "Linker Träumer" zu sein, ohne genügend Realitätssinn zu haben, und eine Schwäche für gewisse Dogmen zu haben, drückte sich Konstantin Wecker's politisches Engagement anders aus: er wollte sich nie von einer politischen Partei vereinnahmen lassen, drückt dennoch seine politischen Überzeugungen und Sehnsüchte offen aus, die oft in Träumen von Gewalt- und Herrschaftslosigkeit und (friedlicher) Anarchie ihren Ausdruck finden (wobei Wecker in Interviews immer wieder zugibt, wie "utopisch" seine Vorstellungen "noch" sind). (Allerdings standen beide Musiker der Friedensbewegung nahe und erscheinen auch immer wieder aktiv unterstützend im Umkreis "Linker" politischer Organisationen. - Es gibt also durchaus auch Ähnlichkeiten der beiden Künstler). Während es um Hannes Wader - der weiterhin überzeugt von gewissen sozialistischen Ideen ist - aber nach der "Wende" in Deutschland immer ruhiger zu werden schien, machte Konstantin Wecker mit Drogen- Skandalen auf sich aufmerksam, wovon die Boulevard- Presse lange Zeit mehr Notiz nahm als von seinen musikalischen Beiträgen. Doch war ihr politisches Engagement "Nur" ein Teil- Aspekt ihrer künstlerischen Existenz; nur ein Thema von vielen, über das sie sangen; dennoch gehörte Politik zu ihrem Leben dazu. Ihr Festhalten an politischen Überzeugungen, auch wenn dieses in einem "veränderten gesellschaftlichen Klima" nicht mehr karriereförderlich zu sein scheint, hat die beiden Musiker zudem auch immer wieder bei einem wesentlich jüngeren Publikum in jüngerer Zeit interessant gemacht (das wird auch bei Konzertausschnitten im Film immer wieder deutlich, dass da (auch) viele (sehr) junge Zuhörer sind, und nicht nur "Alt- 68er", die hier "unter gleichgesinnten" alten Träumen nachtrauen), die nach glaubwürdigen Musikern oder gar Vorbildern suchen, und für die die beiden Musiker Authentizität verkörpern. - Allerdings sind - nach gescheiterten Hoffnungen und einer gewissen (polit.) Desillusionierung - die beiden Musiker in dieser Hinsicht in den letzten Jahren vorsichtiger und ruhiger geworden; zwar gibt es immer noch Positionen, die die Beiden mit großer Überzeugung vertreten (z.B. gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit); aber bei vielen anderen Themen sind die Beiden zurückhaltender geworden. Privat lieben sie es ohnehin friedlicher, leben längst selbst ein bürgerliches Leben, sind (wieder-) Verheiratet, geschieden und Familienväter. Jedoch sind sie offenbar weit davon entfernt, sich von ihrer "politischen Sozialisation" in den 60er und 70er Jahren völlig distanziert zu haben (was auch im Film deutlich wird). In erster Linie sind die beiden Musiker dennoch Künstler, und keine Politiker; erst war die Liebe zur Musik; erst später das gesellschaftliche (und politische) Engagement; doch wären die Beiden hierbei nie zur Kenntnis genommen worden, wenn sie nicht so herausragende Musiker gewesen wären. Erst über die Musik sind gewisse "Messages" für viele (jüngere) Zuhörer interessant geworden; aber in erster Linie interessiert die Musik.
Für seine langjährige DKP- Zugehörigkeit und entsprechende polit. Positionen hat sich Hannes Wader viel Unverständnis eingehandelt. Wegen dieser polit. Gesinnung hielt man es auch für sehr wahrscheinlich, dass dieser Mann mit Terror- Gruppierungen der 70er Jahre in enger Verbindung stand. - Nachdem die RAF- Top- Terroristin Gudrun Ensslin sich unter falscher Identität für längere Zeit Zugang zu seiner Wohnung verschafft hatte und dort - in seiner Abwesenheit - Sprengstoffanschläge übte (!), war Wader dann lange Zeit entsetzt, weil man ihn in der Öffentlichkeit lange für ein Mitglied der RAF- Terrorgruppe hielt, da man ihm eine (wenn auch tatsächlich unwissentliche) Unterstützung dieser Gruppe vorwerfen konnte; jahrelang stand Wader daher unter Beobachtung des Verfassungsschutz. - Wader äußert sich zu diesem Problem im Film, das ihm noch heute zu schaffen machen scheint. Wader hatte mit polit. Terrorismus aber nie etwas am Hut. Aber die "Wendezeit" traf den überzeugten Sozialisten dann ab Ende der 80er Jahre doch hart, da sein Weltbild stark erschüttert wurde; er geriet in eine starke Krise; doch das Leben ging für ihn weiter. Auch wurden seine Lieder weiterhin gehört. - Wie auch die von Konstantin Wecker. - So sind die beiden "Barden" auch künstlerisch und wirtschaftlich zu den (wenigen) "Überlebenden" der "Post- Sozialismus/ Ostblock- Zeit" zu zählen (jedoch wird dem Grund dafür in dem Film (leider) nicht weiter nachgegangen). Doch scheint dem eher "asketisch" veranlagten, aber hierbei auch offenbar sehr naiven Hannes Wader, der sich auch eher Dogmen und Parteien unterordnete, - hart auf den "boden der Tatsachen" gefallen -, das "neue Leben" schwerer gefallen zu sein als dem lebenslustigeren, "barocken" Konstantin Wecker, dem seine künstlerische Freiheit und freie Meinungsäußerung - über die Parteien und polit. Systeme hinweg - immer sehr wichtig waren, und der ja - nebenher - auch immer wieder (gerne) als Filmschauspieler - in verschiedensten Filmen - aufgetreten ist. Wader gibt auch einige Erklärungen zu seiner "DKP- Zeit", seiner damaligen Motivation dazu ab. Hierbei kommt auch seine "Anti- AKW"- Haltung zum Ausdruck, wobei deutlich wird, dass längst nicht alle Positionen, für die der "Liedermacher" eingetreten sind, inzwischen "passé" sind, sondern durchaus aktuell.
So hat ihnen diese "Zäsur" der Geschichte nicht das Genick gebrochen - im Gegenteil: neben den alten "Mitkämpfern" zählen auch nicht unbeträchtlich wenig (sehr) junge, aber interessierte, neugierige Zuhörer immer wieder zum Publikum, die sich vielleicht mehr Aussage von den beiden "Alt- Barden", längst zum "Kult" avanciert, erhoffen, als diese ihnen heute vielleicht geben können. Auf der Suche nach Orientierung in einer neuen Zeit werden dabei ja nicht selten gerade auch "verfemte Alt- Kämpfer" zu Rate gezogen von der Jugend. Diese hat Vertrauen in solche "Rock- Rebellen", die bereits "so einiges geleistet" haben, und dabei standhaft geblieben sind, über viele Anfeindungen und Kritik ihnen gegenüber im Laufe von Jahrzehnten hinweg.

Der Film gibt einige Einblicke in das Privatleben der beiden bedeutenden "Rock- Poeten" deutscher Zunge der neueren Zeit, sowie einige Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Musiker, wobei hier ein leichtes Übergewicht bei Hannes Wader liegt. Einige Aspekte aus ihrem Leben, ihrer Entwicklung, Herkunft, Kämpfen, Krisen und ihrer Bedeutung kommen hierbei zur Sprache. Ausschnitte alter Konzerte kommen natürlich auch vor, sowie aus der neuen Konzertreihe der Beiden zusammen. Es gibt ein paar Blicke "Hinter die Kulissen". Die beiden diskutieren miteinander (z.B. im Zugabteil während einer Bahnfahrt). Auch kommt im Film immer wieder das schwierige Verhältnis der beiden Musiker zum Thema "Vaterland" (siehe Titel (vielleicht auch eine Anspielung auf das (Vater-) Alter der beiden Musiker? (doppelte Bedeutung des Wortes)) zum Ausdruck. Sich sein ganzes (politisches) Leben lang vor allem auch gegen Rechtsradikalismus einsetzend, muss das langjährige DKP- Mitglied Hannes Wader noch miterleben, wie ausgerechnet sich Neonazis seines Liedgutes annehmen, indem sie dessen INhalte einfach für ihre Sache uminterpretieren. - Wader ist entsetzt, und nimmt dazu - auch musikalisch (und über diesen Film) - Stellung.

Leider besteht - wie bei vielen "Musikfilmen" - auch bei diesem hier das Problem eines Übergewichtes vom Reden gegenüber der Musik. - Immerhin hat man es hier nicht in erster Linie mit Philosophen oder Politikern zu tun, sondern mit waschechten Musikern. - Doch wirkt die Musik hier eher wie ein Randphänomen; wie eine schöne "künstlerische Einbettung" des Films; auch wenn diese immer wieder mal (meist kurz) vorkommt und vom Genie beider Musiker Beweis ablegt. - Allerdings wird gerade der Zuschauer, der sich von diesem "Musik- Film" viel der (in der Tat ja z.T. beeindruckenden) Musik dieser beiden deutschen "Ausnahme- Musiker" verspricht, enttäuscht sein. Auf keinen Fall ist dieser Film ein "Konzertfilm" (obwohl das ja der Titel implizieren könnte, wegen des ähnlich klingenden Titels der gemeinsamen Tour der beiden Musiker, in dessen Zusammenhang der Film allerdings zu einem nicht geringen Teil ja auch steht).
Auch wird über das Leben der beiden bedeutenden Künstler nicht wirklich viel gesagt; noch weniger über die eigentliche Bedeutung ihres Werkes; - der Film bleibt daher m.E. recht oberflächlich; er geht nicht wirklich in die Tiefe. Zuschauer, die vorher noch nicht viel über Werk und Personen der beiden Musiker wussten, werden nach diesem Film auch nicht wissen, weshalb diese so bedeutend für die Rockmusikkultur, bzw. was diese Männer überhaupt so bedeutend macht. - Die richtige Einschätzung wird dem Zuschauer durch diesen Film nicht gerade leicht gemacht, wenn man vielleicht vorher noch kaum etwas über diese Musiker gehört hat (was es ja heute auch gibt - gerade auch bei der jüngeren Generation). Die hier zwar gelegentlich auch zum Ausdruck kommende Qualität der Musik der beiden Künstler spricht zwar für sich; aber - wie gesagt -: die Musik steht hier nicht so sehr im Mittelpunkt, wie man sich das oft wohl gewünscht hat (so auch ich).
Auch ist der Film für mich nicht so gelungen, weil eine "Einbettung" in eine "Geschichte" fehlt; es gibt kaum "Kommentar" zum Film, zur besseren Orientierung und Einordnung.
Wer sich ein bisschen mehr mit der Geschichte der beiden Musiker auskennt, wird außerdem feststellen, dass hier viel Interessantes und m.E. durchaus Erwähnenswertes aus dem wechselvollen Leben der beiden Musiker nicht zur sprache, noch "ins Bild" gekommen ist. - Für mich also irgendwie "kein vollständiger Film" über das "Thema".

Der Film ist also m.E. nur mittelmäßig. - Was aber nicht an den beiden Künstler- Persönlichkeiten liegt, und schon gar nicht an deren Musik, sondern vor allem am Regisseur - auch wenn dieser für diesen Film eine Preis erhalten haben soll.
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am 21. Juni 2013
Großartige Dokumentation mit viel Herz und bisher unbekannten Einblicken.
Wader und Wecker ergänzen sich wunderbar und geben dem Film den typischen Witz und die erhoffte Harmonie.
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am 22. Mai 2013
Wecker-Wader Vaterland ist schön und informativ. Ich kenne beide Sänger gut und finde es schön, dass jetzt diese beiden zusammen dargestellt werden.
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am 25. April 2013
Es ist toll zwei unterschiedliche Musikbarden zu erleben. Eine tolle DVD. Ein muss für jeden, der die Musik der Liedermacher mag
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am 19. Juli 2012
Ich möchte hier den grandiosen Film nicht bewerten, sondern nur eine Information für die weiter geben, die sich vielleicht auch fragen, warum es noch keine Blu-Ray dieses Films gibt. Laut meiner Anfrage bei Indigo-Films, dem Vertreiber, ist leider keine Blu-Ray-veröffentlichung geplant!
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am 25. April 2014
Plätschert so dahin, hätte mir irgendwie mehr erwartet. Trotzdem ein interessanter Film über zwei ungewöhnliche Persönlichkeiten den man sich auf jeden Fall anschauen sollte.
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am 14. Juni 2012
hat sich meine Erwartung für diese DVD.

Da ich selbst eines der Konzerte besucht hatte, war ich enttäuscht,
das sehr wenige Ausschnitte aus Konzerten gezeigt wurden.

Die tolle Stimmung, die bei meinem Konzert war, wurde nicht
vermittelt.
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