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am 25. April 2003
1996 konnten purple fans aufatmen. das ewige gezaenke um + mit ritchie blackmore war zu ende. und das tat den herren hoerbar gut.
die scheibe hier gehoert zu dem besten was purple verbrochen haben, und das gilt fuer alle besetzungen!
sie klingt regelrecht nach frischzellenkur. das gilt fuer den perfekten, aber nicht kalten, klang - wie auch fuer die songs + die spielfreude die einem regelrecht aus den boxen her anspringt.
die songs? hach, eine wonne... schon der einstieg mit "ted the mechanic" ist heute schon ein purple klassiker, das bei keinem konzert mehr fehlen darf.
gleich danach kommt eine schoene ballade mit dem titel "loosen my strings" mit satter orgel + spannender gitarre.
das highlight der cd ist aber ein weiterer klassiker "sometimes i feel like screaming". hier zeit der ex dixie dregs und ex kansas gitarrist dass die blackmore zeit endgueltig vorbei ist.
ein gitarrensound/solo das nimmer enden mag. ein song, den man ausserdem nie, wirklich NIE laut genug hoeren kann.
ich will jetzt gar nicht auf alle songs naeher eingehen.
will nur sagen: sie macht schlicht nur so richtig spass.
spielfreude pur, und das bei allen.
jon lord laesst die hammond jaulen,
ian gillan die stimmbaender vibrieren,
roger glover zupft den gewohnt guten bass,
ian paice laesst die felle krachen.
der gute eindruck den die scheibe macht, hat die truppe auch spaeter live mehrfach unter beweis gestellt. ob auf tour mit oder ohne orchester. die chemie stimmt. man versteht sich ohne grosse worte, keiner draengt sich in den vordergrund oder fuehlt (und zeigt das auch vor allem...) sich als verkanntes (gitarren-)genie.
die zickenzeit ist zu ende, lasst die jungs nie in rente gehn!
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am 28. Januar 2013
Als Deep Purple 1996 mit ihrem fünfzehnten Studio-Album "Purpendicular" aufschlagen, sorgen sie für einigen Wirbel in der Hard Rock Szene. Es ist der erste Studio-Einsatz für Steve Morse, den Nachfolger des drei Jahre zuvor gefeuerten Ausnahme-Gitarristen Ritchie Blackmore. Der neue Mann, ein Amerikaner, ist weitaus weniger extrovertiert, dafür aber mindestens genauso technisch versiert wie sein Vorgänger. Er hat Gitarre studiert, früher bei Dixie Dregs und Kansas gespielt und passt somit fachlich perfekt in die Band. Dennoch hat er bei den Fans zunächst einen schweren Stand. Bereits seit 1994 ist er festes Mitglied, doch erst mit "Purpendicular" gelingt es ihm, den Großteil der Anhänger zu überzeugen. Das liegt vor allem an seiner beeindruckenden, funkensprühenden Spielfreude. Die bewirkt bei den alten Recken Ian Gillan (Gesang), Jon Lord (Keyboard), Roger Glover (Bass) und Ian Paice (Schlagzeug) nach deren letztem, gutklassigen aber vorhersehbaren Album "The battle rages on" (1993) eine wohltuende Frischzellenkur. "Purpendicular" groovt an allen Ecken und Enden und wartet mit vielen hörenswerten Ideen auf.

Der "neue" Sound bewegt sich deutlich in Richtung Blues Rock, bietet aber auch herrlich melodische Elemente. Zum Einstieg schwingt Morse in "Ted the Mechanic" gleich mal die Axt. Ultraschnelle Poser-Passagen sind seine Sache nicht. Er spielt vom ersten Ton an songdienlich. Und wie! Was für ein trockenes Stakkato-Riff! Über die Jahre hat sich der breitbeinige Heavy Blues um den Mechaniker Ted zu einem unverzichtbaren Live-Klassiker entwickelt. Es ist kaum zu glauben, aber nach fast 30 Jahren im Geschäft gelingt es einer Legende noch einmal zu überraschen. Besitzstandsverwaltung klingt anders. Das hier ist deutlich hörbare, ungezügelte Experimentier- und Spielfreude. Verleitet sofort zum energischen mitgrooven. Ganz nebenbei schüttelt sich der neue Gitarrist ein wirklich geschmeidiges Solo aus dem Ärmel. Besser kann man kaum in ein Album einsteigen.

"Loosen my Strings" hält im Anschluss das vorgelegte Top-Niveau. Es strotzt nur so vor eleganten Melodiebögen und beinhaltet ein unvergesslich gefühlvolles Solo. Das ist Rockmusik in absoluter Perfektion, wie sie nur ganz, ganz wenige Bands auf diesem Planeten erreichen. Ian Gillan präsentiert sich in den Strofen druckvoll und kräftig, ehe er im Refrain in höhere Stimmlagen wechselt. Die sechs Minuten werden nie langweilig und fesseln stets aufs Neue. Meisterhaft inszenierter Gefühls-Rock, der sofort in seinen Bann zieht. Die stärkste Nummer der gesamten Platte.

Mit dem satten "Soon Forgotten" leben Deep Purple dann ihre etwas progressivere Seite aus. Der Refrain ist spannend aufgebaut, das Keyboard knarzt heftig, aber so richtig will mich das ganze nicht packen. Ein guter Song - mehr aber nicht.

Außergewöhnlich wird es dann mit der Halb-Ballade "Sometimes I feel like screaming". Ian Gillan brilliert einmal mehr mit seiner unvergleichlich charismatischen Stimme und Steve Morse umgarnt diese mit einem erneut herrlich melodischen Gitarrenthema. Im Chorus schraubt sich dann die gesamte Truppe empor zu einem eingängigen Höhepunkt des Albums. Richtig stark.

Im Vergleich dazu wirkt "Cascades: I'm not your lover" vom Aufbau her recht klassisch. Nach verträumtem Intro schiebt sich ein sattes Riff in den Vordergrund. Eindeutige Reminiszenz an alte Tage inklusive eines entfesselten Jon Lord. Das krawalligste der zwölf Stücke auf "Purpendicular" macht ebenso viel Spaß wie alle anderen.

Mit dem eskapistischen Hilfeschrei "The Aviator" überraschen Deep Purple im Anschluss erneut. Ein derartiges Soundgewand würde man eher vom mittlerweile im BaRock angekommenden Richtie Blackmore erwarten. Das hier klingt wie ein keltischer Folklore-Song, bloß ohne Dudelsäcke. Glasige Akustik-Gitarren und ein eingängiger Chorus, der nie kommerziell überladen wirkt. Ein weiteres Highlight und ein angenehmer, andersartiger Farbtupfer.

"Rosa's Cantina" bietet im Anschluss fünf Minuten puren Groove. Sagenhaft. Zu keinem anderen Purple-Stück lassen sich vortrefflicher die Glieder schütteln. Nicht einmal 70er Hits der Marke "Hush" und "Black Night" können diesbezüglich mithalten. Für den Südstaaten-Einschlag ist Steve Morse verantwortlich. Seine britischen Mitstreiter zeigen, dass sie sich auch in diesem Metier gekonnt zu bewegen wissen. Einfach nur geil.

Der stampfe Heavy-Blues "A castle full of Rascals" bietet Schlagzeuger Ian Paice einmal mehr die perfekte Bühne. Seine Leistung auf dem Album ist eindrucksvoll. Obwohl seine Parts nicht besonders anspruchsvoll sind und er sicherlich deutlich mehr kann, legt er große Spielfreude an den Tag. An einigen Stellen hätte die etwas klatschige Snare allerdings voluminöser sein dürfen. Das mindert die Leistung aber nur marginal.

In "A touch away" tritt dann wieder das Kollektiv in den Vordergrund. Die Halb-Ballade tänzelt grazil vor sich hin und die Band gibt sich entspannt und selbstsicher. "Light as a feather" eben. Perfektes Timing in Verbindung mit leichtfüßiger Ruhe, die beim Zuhörer ein Gefühl tiefer Zufriedenheit erzeugt. Besonders geeignet für sommerliche Cabrio-Fahrten. Stark.

Mit "Hey Cisco" geht es deutlich rabiater weiter. Krachende Double Bass und ein gefährlicher Basslauf von Roger Glover.

Leidiglich "Somebody stole my guitar" lässt die ganz großen Ideen etwas vermissen. Solider Hard Rock, mehr nicht.

Gleiches gilt auch für den abschließenden "Purpendicular Waltz".

Trotz des etwas durchschnittlichen Endes ist "Purpendicular" alles in allem ein richtig starkes Album. Vielleicht der bislang letzte echte Klassiker der Rock-Dinos. Die nachfolgenden "Abandon" (1998), "Bananas" (2003) und "Rapture of the deep" (2005) erreichen nur in Ansätzen eine ähnliche Dichte an Klassesongs. Mitte der 90er beweisen Deep Purple, dass sie inmitten eines veränderten Rock-Umfeldes bestens bestehen können. Das verdanken sie vor allem dem Einstieg von Steve Morse. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken und beeinflusst den Band-Sound maßgeblich.

Nach dem Tod von Jon Lord gehen die verbliebenen Mitglieder (mit Ausnahme von Morse) stramm auf die 70 zu. Wenn die Gerüchte stimmen, werden Fans noch 2013 ein letztes Studio-Lebenszeichen der Hard Rock Legenden zu hören bekommen. Man darf gespannt sein, was sie im 21. Jahrhundert nach dann über 45 Jahren im Geschäft musikalisch zu sagen haben. Vielleicht springt ja noch einmal eine ähnliche Heldentat wie anno 1996 dabei heraus.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Juni 2014
Das Album an sich ist hinlänglich bekannt und besprochen. Ich halte es für sehr gelungen. Einiges gehört zum Besten, was DP veröffentlicht haben - nicht nur mit Steve Morse! Frische Ideen, interessante Songs, tolle Texte, Jon Lord in Topform, ein ungewöhnliches Cover - ein großer Wurf war das 1996, der leider nicht entsprechend gewürdigt wurde. Nun also die Wiederveröffentlichung mit 2 Bonustracks: Die Single-Version von Sometimes I Feel Like Screaming ist sicher verzichtbar. Der damalige Japan-Bonus-Track Don`t Hold Your Breath freilich gehört zu jenen Japanjuwelen, bei denen ich mich schon oft gefragt habe, warum sie dem Rest der Welt vorenthalten werden sollten. Ein Riff, das seine Existenz Peter Gunn verdankt, ein druckvoller Groove, ein reflektiver und witziger Text - für mich ein Höhepun kt von Purpendicular. Hätte ich nicht schon die Japan-Ausgabe, würde ich hier sofort zuschlagen.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Februar 2007
Das Wichtigste zuerst: Deep Purple geht auch ohne Ritchie Blackmore und zwar richtig gut! Von einer `Last` befreit, spielen die Herren Gillan, Glover, Lord und Paice mit ihrem neuen Mann an der Gitarre Steve Morse richtig frisch und fröhlich auf.

Einige Kritiker bemängeln, die Platte wäre nicht hart genug. Mir persönlich macht das nichts aus, sind doch viele gute bis sehr gute Melodien vorhanden. Besonders Jon Lord kann endlich wieder glänzen (was für ein fetter Orgelsound, super!). In den Jahren zuvor, hatte er immer nur so 2 oder 3 Soli und das war es schon. Herr Blackmore beanspruchte deutlich mehr Soli. Und Steve Morse ist ein klasse Gitarrist. Das zeigt er auf dieser Platte und ganz besonders auch Live. Ich habe die Gruppe mit ihm schon sehr häufig gesehen, einfach super.

Tolle Songs sind `Loosen my strings`, `Soon forgotten`, `Sometimes I feel like screaming`, `Aviator`, `Touch away` und das lustige `Somebody stole my guitar`. Zum Klassiker wurde sogar der Mechaniker Ted (angeblich `a true storry`:-)).

In meinen Augen ist die CD absolut unterbewertet, ist sie doch sogar besser als einige aus den 70ern. 5 Sterne für tollen, melodischen Hard Rock.
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am 23. Juli 2014
*loosen my strings* ist für mich der einzige, richtig, geile Song auf dem Deep Purple Album von 1995
Ich weiß, dass es andere Ansichten hier schwer haben akzeptiert zu werden. Ich bin der Meinung, dass die vielen Höchstbewertungen hier den DP/Hardrock Interessierten gewaltig in die Irre führen könnten. Mir gefällt das Album nicht und ich versuche hier meine niedrige Wertung zu begründen.

Wenn *Purpendicular* bei vielen die Höchstwertung bekommt, - was müsste dann z.B. die alten Klassiker bekommen - Zehn Sterne ? - da es aber nur bis zur Füneff geht - liegt hier einiges im Argen. So werden die wirklich guten Alben doch herabgesetzt - und das kann's doch nicht sein,...nur mal eine Feststellung.
(Vielleicht gefällt das genau den Leuten, die Live nur blöd rumstehen - und wenn sie mal angerempelt werden, das persönl. nehmen - weil sie beim Meditieren gestört werden - grauenhaft solche "0815 Fans" - *Deep Purple* ist eine Rockband verdammt noch mal!)
Dafür fehlt dem Album aber ganz klar die Härte - das mag vielleicht einigen nicht so wichtig sein - aber entschuldigen muss man sich nicht. Von Purple muss man mehr erwarten, als eine "Kaffeeundkuchenamsonntagnachmittagstimmung"!

Wenn die Härte fehlt, dann müssen die Songs eben besonders ausgefeilt, innovativ sein, aber dem ist nicht so, sondern es geht in einer zieml. langweiligen Tour bis zum Ende durch - es bleibt einfach nichts hängen. Selbst der sicher auch nicht überragende Nachfolger *Abandon* ist m.M.n. zumindest vom songwriting interessanter - als dieses Album hier.
Steve Morse bringt auf *Purpendicular* kein markantes Riff - schon gar nicht von der Klasse eines Blackmore - zustande. Ich will die schwachen Songs aber nicht allein an dem neuen Gitarristen festmachen. Die ganze Band hat hier einfach mal (freundl. ausgedrückt) ein sehr entspanntes Album gemacht. Vor allem wenn man *The Battle Rages On* noch im Ohr hat. Vielleicht fehlt dann eben doch einer wie der Gitarren-Hexer Blackmore als Störenfried in der jetzt so heilen Bandfamily - um hier etwas Pfeffer rein zu bringen. (Nebenbei: Dieser brachte mit *Ritschie Blackmore's Rainbow* zu dieser Zeit ein weit weniger beachtetes Scheibchen auf dem Markt. *Stranger In Us All* enthält zwar keine Hammersongs, aber zumindest durchgehend guten und auch kreativeren Hardrock mit anständigen Riffs).

Von DP würde ich *Bananas*, *Rapture Of The Deep* u. auch *Now What?* eher empfehlen zu kaufen, wenn es denn ein neueres Werk ohne Mr. Blackmore sein soll. Das J.Lord (RIP) auf diesen erwähnten Alben gut durch D.Airey ersetzt wurde, dürfte bekannt sein.
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am 17. Oktober 2013
Mit diesem Album gibt es 1996 einen überraschenden Qualitätssprung.
Nachdem es mit der Besetzung der Band hin und her ging, ist hier wieder Ian Gillan für den Gesang zuständig, dafür gibt es mit Steve Morse eine neuen Gitarristen.
Das Vorgängeralbum The Battle Rages On konnte nur mit einzelnen Titeln überzeugen, hier kann man das gesamte Album am Stück durchhören.
Das Ganze ist sehr gut strukturiert mit härteren Titeln und ruhigen Balladen, das Album bleibt bis zum Ende abwechslungsreich. Nach all den Jahren höre ich es immer noch gerne, auf keinen der Songs will ich verzichten.
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am 21. September 2011
Mensch ist das toll! Die erste mit Morse endlich auf Vinyl - und wie gut der Sound geworden ist, noch besser als die schon tolle CD, hier sorgt das Vinyl für eine warme Verfeinerung der Tapes und auch für die Ausstattung mit plastikverkleideten Papierinnenhüllen bin ich dankbar! Cover ist ebenfalls schön mit einem Einleger mit einfachem und stilsicherem Design! Diese Platte hat alles, was moderne DP-Platten sonst immer vermissen lassen! Steve Morse hatte bei seinem Einstieg 1996 die Band wieder zum Leben erweckt! Die Songs und Texte sind richtig souverän und hochwertig, keine Klischees, erweitern das DP-Spektrum und spielerisch sind alle Musiker hier sowohl reif als auch extrem an einem hohen Level, so wie es in den 70ern immer war! Besser kann man sich ein modernes DP-Album nicht vorstellen, voller Phantasie und Wagnisse. Als Bonus gibt es sogar noch einen recht guten Song, der nicht auf CD war, ich bin restlos begeistert, höchste Empfehlungsstufe! Mein geschundenes DP-Herz wurde hier seit langem mal wieder etwas versöhnt, denn die Band ist in letzter Zeit, was Sound, Artwork, Songqualität angeht doch sehr beliebig und durchschnittlich geworden, leider...
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Frage: Wie ersetzt man einen Blackmore? Antwort: Am besten versucht man's gar nicht erst.

Deep Purple mit Neumitglied Steve Morse haben sich entschieden, einen Stilwechsel zu vollziehen, anstatt das typische Blackmore- Riffing zu kopieren. Morse setzt sowohl spieltechnisch als auch soundmäßig und kompositorisch völlig andere Akzente als der exzentrische Altmeister. Highgainsounds, Palm Muting, Pinch Harmonies, Shredding und wunderschöne Läufe... keine Sekunde lang klingt es nach Blackmore, und keine Sekunde lang vermisst man ihn. Okay, so ganz aus einem Guss sind die Songs noch nicht, aber dafür recht abwechslungsreich. Einiges ist zugegebenermaßen kompositorischer Durchschnitt, aber ein paar echte Klassiker sind definitiv auch dabei. Allen voran natürlich das sensationelle "Sometimes I feel like Screaming" - eine Powerballade vom Allerfeinsten. Aber auch der eröffnende Shredder "Ted the Mechanic" ist ein beeindruckendes Stück moderner Hardrock.

Für die Höchstnote reicht es in meiner Welt nicht, sorry. Aber vier grundsolide Sterne sind dicke drin.
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am 19. April 2003
"Purpendicular" war das erste Album von Deep Purple mit Steve Morse und sicherlich standen viele diesem Album skeptisch gegenüber, nachdem man mit Werken wie "House Of The Blue Light" oder "Slaves And Masters" nicht gerade alle Fans überzeugen konnte. Ich persönlich halte die eben genannten Werke nicht für total daneben, aber an die Alben der für Purple glorreichen Siebziger Jahre reichen sie selbstverständlich nicht heran (kann man allerdings auch kaum verlangen...).
Umso mehr konnte man sich allerdings über dieses Album freuen. Das ist wieder endgültig die alte Qualität! - Und das, obwohl Ritchie Blackmore endgültig gegangen war. Anscheinend hat sich das positiv auf die Arbeit der Band ausgewirkt, ohne Blackmores Können als Gitarrist und Songwriter schmälern zu wollen. Aber sein offensichtlich großes Ego beschwörte immer wieder Differenzen innerhalb der Band herauf und so trennte man sich letztlich (mal wieder...) und holte sich mit Morse einen adäquaten Ersatz ins Boot. Seine Art, Gitarre zu spielen, ist vollkommen anders als die von Blackmore, technisch steht er ihm allerdings in nichts nach.
Gleich der erste Track "Ted The Mechanic" lässt einen in Stimmung kommen: Cooler Mitsing-Refrain, geiler Groove. Was allerdings mit "Loosen My Strings" folgt, ist unglaublich! Wirklich, eine der schönsten Balladen, die ich je gehört habe. Ein herrlicher Orgelsound, ein wunderschönes Gitarrensolo am Ende und der Gesang von Ian Gillan fügen sich zu einem klasse Gesamtbild zusammen, das diesen majestätisch klingenden, eindrucksvollen Song ergibt.
Es schließt sich mit "Soon Forgotten" wieder ein grooviger Song an, der zwar vom Grundaufbau einfach ist, aber trotzdem auf jeden Fall Laune macht und cool ist.
Nachdem aber mit "Loosen My Strings" eigentlich schon eine Ballade vorhanden ist, kommt mit "Sometimes I Feel Like Screaming" gleich noch eine an den Start - die ebenfalls ihresgleichen sucht. Ich weiß noch, wie ich beim erstmaligen Hören dieser CD auf der Couch saß und mit offenen Ohren und offenem Mund einfach nur diesem Song zugehört und dabei fast geheult habe.
Diese ersten vier Songs sind meiner Meinung nach auch die besten der CD und ich spare es mir jetzt, auf alle weiteren einzeln einzugehen, aber Fakt ist: Die ganze CD ist sehr kurzweilig, JEDER Song hat etwas und Deep Purple zeichnet hier wieder das aus, was sie schon früher so erfolgreich gemacht hat: Eingängige Songs, vor allem dank toller Refrains, technisch versierte Soli und viel Abwechslung. Das Album klingt einfach frisch, man merkt, dass die Jungs wieder richtig Lust hatten - man spürt wieder richtig Kreativität, fast wie in alten Tagen. Weiter so!
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am 6. März 2013
Ich liebe dieses Album! Zusammen mit Abandon sind es zwei einzige Alben von Deep Purpel mit Steve Morse, die meiner Meinung nach einem sehr hohen künstlerischen Anspruch dieser Band genügen
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