Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Mai 2011
Der zweite Band knüpft nur bedingt an den ersten Band an. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen und wieder steht der schwedische Sommer vor der Tür. Die Stockholmer bereiten sich darauf vor, die schönste Zeit des Jahres aus der Stadt zu flüchten und in den Schären vor Stockholms Toren zu verbringen. So auch der Kommisar Thomas und seine Kollegen. Dumm nur, dass wie im letzten Sommer wieder ein spektakulärer Mord geschieht, der ihn und die gesamte Polizei Stockholms gehörig in Trab hält, denn schließlich handelt es sich bei der Leiche um DEN Insolvenzjuristen Stockholms. Schritt für Schritt gelingt es dem Kommissar Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei hilft ihm, wie auch schon im ersten Band, seine Jugendfreundin Nora, die als Bankjuristin wichtige Erkenntnisse beisteuert. Sie ist es in diesem Band, deren Privatleben - mehr noch als das von Thomas - im Vordergrund steht. Dieses spielt sich in Sandhamn ab, da Nora dort ein Sommerhaus hat.

Nachdem ich letzten Sommer den ersten Band lesen - nein: besser ist wohl "verschlungen" - habe, hatte ich das Glück den Herbst über in Stockholm arbeiten zu dürfen. Natürlich bin auch ich auf Thomas Spuren gewandelt und habe die Fähre von Stockholm nach Sandhamn genommen. Ich habe die Insel umrundet, aber zum Glück keine Leichen gefunden. ;-) Die Bilder von der Insel sind mir jedoch im Gedächtnis geblieben und wurden bei den detaillreichen Schilderungen Viveca Stens immer wieder aufs Neue ans Licht gebracht. Sandhamn ist wirklich so, wie sie es beschreibt.

Ich freue mich schon auf den dritten Band!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2011
Dieser Krimi enthält zunächst alles, was zu einem guten Krimi gehört: gleich zu Anfang passiert ein Mord. Ausgerechnet der bekannte Wirtschaftsanwalt Oscar Juliander wird bei einer Segelregatta, an der er teilnimmt, ermordet. Das führt unweigerlich in die Welt der Reichen und Schönen. Da tummeln sich so allerhand Gerüchte um Liebschaften, eheliche Zerwürfnisse und nur notdürftig gekittete Beziehungen. Natürlich ist man auf diesem gesellschaftlichen Niveau schon arriviert, und Geld spielt eine wichtige Rolle.

Kommissar Thomas Andreasson hatte sich auf ein entspannendes Wochenende bei der Regatta gefreut, als er mit dem komplizierten Mordfall betraut wird. Er und seine Kollegin Margit Grankvist haben alle Hände voll zu tun, um Licht in das Dunkel um den Mord zu bringen.
Nora, die Kinderfreundin von Thomas, ist in Not, als sie ein Haus von einer geheimnisvollen alten Frau erbt, die in mehrere Morde verwickelt war. Ihre nicht sehr glückliche Ehe mit Hendrik erschwert eine Lösung, wie mit dem Haus zu verfahren sei.

Viveca Sten ist eine äußerst lebendige Schriftstellerin. Sie kennt sich aus in der schwedischen Landschaft, die zu ihren Ausführungen das Ambiente bietet. Man meint den Meergeruch zu schnuppern, wenn sie über die Segelschiffe im Schärengarten berichtet.

Familienbeziehungen spielen eine herausragende Rolle in diesem Roman, der atmosphärisch das schwedische Gesellschaftsleben in den Fokus rückt, insbesondere das der Reichen und Arrivierten. Die vielen Zeugenbefragungen bieten Gelegenheit, in die unterschiedlichen Milieus der Befragten Einblicke zu nehmen. Dabei rundet sich ein Gesellschaftsbild, das von Reichtum glänzt, im Inneren aber zerrüttete Familienverhältnisse offenbart.

Es dauert ein wenig, die vielen verwirrenden Namen zuzuordnen. Doch wer sich in den Roman vertieft, wird erbauliche Unterhaltung finden. Gerade der Reichtum im Kontrast zur inneren Zerrüttung der Familienverhältnisse erzeugt einen differenzierten Einblick in eine Gesellschaft, die sich nach außen solide gibt und im Inneren morbide, kaputt und überdrüssig ist. Außer dem kriminalistischen Spot ist der Roman doch auch ein Gesellschaftsroman, der mit seinen Abhandlungen absolut gleichwertig neben der Kriminalhandlung steht. Leider zieht sich die Handlung durch die vielen Nebengeschichten in die Länge, so dass die Spannung, die der Roman zu Beginn verspricht, sich bald verflüchtigt. Der Roman ist unterhaltsamer für alle jene, die weitschweifige Unterhaltung lieben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als beim Start einer Regatta ein Richter erschossen wird, ahnt Kriminalkommissar Thomas Andreasson noch nicht, welche Intrigen dahinter stecken. Der Vorsitzende des Segelklubs auf Sandhamn hat nur scheinbar ein geregeltes Leben geführt. Geschah der Mord aus Eifersucht oder gibt es ein wirtschaftliches Motiv? Mühsam beginnt das Team der Stockholmer Polizei die Puzzleteile zusammenzufügen. Lange Zeit ist kein deutliches Bild erkennbar. Als einige Wochen später erneut ein Vorstandsmitglied des Segelklubs erschossen wird, zieht Andreasson die richtigen Schlüsse.

Viveca Stens zweiter Kriminalfall im Schwedischen Schärengarten um Kriminalkommissar Thomas Andreasson beginnt ebenso spannend wie der erste. Stetig lässt die Autorin Informationen über das Opfer und die potentiellen Täter einfließen, sodass auch der Leser erst sehr spät auf die wahren Hintergründe kommt. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil verführen, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Auch die Umgebung wird wieder sehr bildhaft beschrieben, sodass das skandinavische Flair beim Lesen spürbar wird. Wer blutigen Nervenkitzel sucht, ist mit dieser Serie allerdings nicht gut beraten.

Wie bereits im ersten Teil "Tödlicher Mittsommer" werden auch hier die persönlichen Umstände der Protagonisten einflochten. Darin werden mit den Themen Scheidung, Trauer und das Abwägen neuer Lebenswege vor allem die Psychologie angesprochen. Die eigentliche Krimihandlung rückt damit arg in den Hintergrund, sodass es wie ein Szenenwechsel wirkt, wenn die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Die Charaktere bekommen allerdings so eine Seele und man fiebert automatisch mit ihnen mit. Um die Entwicklung der Figuren zu beschreiben, bezieht sich die Autorin oft auf den Vorgängerband und es wird sogar die Auflösung verraten. Wer also noch plant, den ersten Teil zu lesen, sollte unbedingt die Reihenfolge einhalten, um sich nicht selber um den Lesespaß zu bringen. Im schwedischen Original sind bereits vier Teile der Serie erschienen. Da dieser zweite Teil ein so offenes Ende in Bezug auf das Privatleben von Nora und Thomas hat, freue ich mich jetzt schon auf die Veröffentlichung des dritten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kommissar Thomas Andreasson ist eigentlich nur privat als Zuschauer bei der Segelregatta im Schärengarten, einer schwedischen Inselgruppe, anwesend. Beim Start der Regatta wird jedoch der renomierte Insolvenzverwalter Oscar Juliander, der mit seinem neuen Boot teilnimmt, vor aller Augen erschossen. Der Kommissar nimmt sich des Vorfalls an. Er und seine Kollegin beginnen mit den Ermittlungen. Sie arbeiten mit Hochdruck, um den Tod des Prominenten zu klären, kommen jedoch nur äußerst schleppend voran.

Thomas bittet auch wieder seine alte Schulfreundin Nora, die den Sommer wie üblich mit ihrer Familie auf Sandhamn verbringt, um Mithilfe. Sie kann zwar ein wenig Licht in die beruflichen und finanziellen Belange des Toten bringen, aber dies treibt die Ermittlungen auch nicht wirklich voran. Dann wird ein weiterer Mann erschossen, ebenso wie Oscar Mitglied der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft KSSS. War es derselbe Täter ? Wie hängen die beiden Fälle zusammen ?

Neben dieser eher ruhigen Krimihandlung geht es in diesem Buch auch um zwischenmenschliche Beziehungen. Besonders viel erfährt man über die Persönlichkeiten der Hauptprotagonisten selbst.

Thomas, dessen Ehe nach dem Tod seiner kleinen Tochter scheiterte, beginnt eine Affaire mit der deutlich jüngeren, in ihn verliebten Tochter seines Chefs. Er fühlt sich letztendlich jedoch nicht wohl dabei und weiß nicht so richtig, wie er damit umgehen soll.

In Nora's Ehe kriselt es immer stärker. Ihre Wünsche und Ansichten decken sich immer weniger mit denen ihres eher egoistischen Mannes Henrik.

Dieser zweite Fall des Kommissars Thomas Andreasson ist in sich selbst abgeschlossen. Aber um die einzelnen Hauptprotagonisten und deren Situation richtig erfassen zu können, erscheint es mir angebracht, zunächst auch den ersten Fall " Tödlicher Mittsommer " zu lesen ( was ich zum Glück noch gemacht habe ).

Stilmäßig entspricht dieses Buch auch dem ersten Teil . Auf rasante Action oder schockierende Details wird verzichtet; die Charaktere sind feinfühlig ( weiter ) entwickelt ; die Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf Urlaub.

Diese Fortsetzung hat mir gut gefallen und ich hoffe auf weiter Fälle des sympathischen Kommissars.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Beim Start zur berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln fällt ein Schuss und der Anwalt Oscar Juliander, der mit seinem Boot ganz vorne liegt bricht tot zusammen. Kommissar Thomas Andreasson ist zufällig vor Ort und übernimmt die Ermittlungen. Nach und nach kommt heraus, Oscar Juliander war angesehen, doch er nahm es mit der Treue nicht so genau. Er hatte zahlreiche Affären , hat sich einer der Betrogenen gerächt ? Und auch als Anwalt ist nicht alles sauber gelaufen.
Es gibt auch ein Wiedersehen mit Nora Thomas Andreassons Jugendfreundin. Wer den ersten Krimi der Autorin kennt, erfährt jetzt wie es weitergeht.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es , Schweden und seine Atmosphäre einzufangen. Ich habe mich gefühlt, als würde ich den Urlaub da verbringen und das ist auch der einzige Nachteil. Für einen Krimi ist wenig Spannung vorhanden. Ich kannte zwar nicht von Anfang an den Mörder, aber die Ermittlungen sind so dahingeplätschert und das Privatleben des Kommissars Thomas Andreassons und seiner Jugendfreundin Nora stand viel mehr im Vordergrund. So erfährt man, was es mit Andreassons Liebesleben auf sich hat und die neusten Entwicklungen aus Noras Leben. Insgesammt ist der Schreibstil und auch das Buch sehr unterhaltsam, wenn man keinen spannenden Krimi erwartet und ein wenig Schweden kennenlernen will, ist das Buch genau richtig. Weitere Bücher der Autorin werde ich gerne lesen, da ich super unterhalten wurde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juli 2011
Bei einer Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln wird während des Startschusses Oscar Juliander erschossen. Obwohl dies vor aller Augen geschah, tappen die Ermittler erst mal im dunkeln. Dies ist der 2. Fall für Kommissar Thomas Andreasson. Ohne seine Freundin Nora wäre er wie im ersten Teil aufgeschmissen. Sie bringt wieder einmal Licht in die ganze Sache.

Das zweite Buch der Ermittlerreihe von Viveca Sten ist nicht ganz so spannend gewesen wie der erste Teil. Gut gefielen mir die kurzen Kapitel, so dass man zwischendurch immer mal wieder ein Kapitel lesen konnte. Die Geschichte plätscherte so dahin und wurde nur von den Problemen von Nora Linde unterbrochen. Das Buch ist ein Kriminalroman, da es auch um sehr viel private Dinge geht. Der Schluss bleibt offen, so dass bestimmt ein dritter Teil folgen wird. Die Stimmung des Buches wird gut rübergebracht und die Protagonisten erscheinen sehr sympathisch. Auch wenn dies der zweite Teil ist, kommt man gut mit den Figuren klar, da Viveca Sten immer die Hintergründe aus dem ersten Buch erklärt. Für ein sonniges und ruhiges Lesevergnügen ist das Buch bestens geeignet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es fällt der Startschuss einer großen Segelregatta auf Sandhamn, als Oscar Juliander tödlich getroffen auf seinem Schiff zusammen sackt. Thomas Andreasson und seine Kollegen ermitteln im Umfeld des Opfers, durchleuchten die bessere Gesellschaft" und decken Geheimnisse und Lügen auf. Unterstützung erhält Thomas hier von Nora Linde, seiner Freundin aus Kindertagen, die mit ihren juristischen Fachkenntnissen helfen kann. Warum musste Oscar Juliander sterben und wer ist das nächste Opfer?

"Tod im Schärengarten" ist die Fortsetzung von "Tödlicher Mittsommer" und wer diesen ersten Band noch nicht gelesen hat, braucht das im Anschluss auch nicht mehr zu tun. Bereits auf den ersten Seiten des Nachfolgers wird die Auflösung des ersten Falls ausführlich erläutert.
An Spannung übertrifft "Tod im Schärengarten" noch seinen Vorgänger und der Leser erfährt mehr über die persönlichen Hintergründe von Nora und Thomas, was diese Figuren sehr sympathisch macht.
Sehr angenehm ist Viveca Stens Schreibstil mit kurzen Kapiteln und treffenden Beschreibungen. So konnte ich mir alles gut vorstellen und wäre am liebsten direkt selber in den Schärengarten gereist.
Der eigentliche Kriminalfall ist wieder der eher unspektakulären Art und kommt ohne Blutlachen und andere Merkmale eines Thrillers aus. Die Auslösung konnte mich dennoch überraschen und bis fast zum Schluss war ich mir nicht sicher, wie die wirklichen Zusammenhänge sind.
Empfehlen kann ich "Tod im Schärengarten" uneingeschränkt an alle Leser klassischer Kriminalromane und Bücher über Schweden.
Weitere Titel der Reihe sind bereits in Vorbereitung.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2011
"Ich möchte lösen!", rief ich, innerlich den Arm zur Antwort streckend und eifrig schnippend. Wäre dies ein Krimi-Quiz gewesen, bei dem es um Schnelligkeit ging, hätte ich gerne auf den Buzzer gehauen. Mööp! Jetzt musste Thomas Andreasson bloß auch noch dahinter kommen, und sein zweiter Fall wäre gerettet. Gut, ich war im Vorteil. Ich wusste schließlich mehr als er und zog daraus so meine Schlüsse. Frau Sten war sehr großzügig gewesen mit dem Verteilen von Informationen an den aufmerksamen Leser, mit denen sie Spannung aufzubauen gedachte. Für meinen Geschmack hat sie sich dadurch ein wenig zu sehr in die Karten schauen lassen, auch, wenn sie die Brotkrumen eifrig und sehr gekonnt und schlüssig in verschiedenen Richtungen gestreut hat, um ihre Spuren zu verwischen, was den Krimi insgesamt zu einem netten Urlaubsbegleiter macht.

Das Schöne ist, dass das Buch trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit lesenswert ist. Thomas Andreassons zweiter Fall lebt von der Stammbesetzung der Krimireihe von Viveca Sten, die man einfach ins Herz schließen muss. Was mich an die Geschichte gefesselt hat, waren der Kommissar selbst, der in einer Beziehungskrise steckt, und seine Jugendfreundin Nora Linde, die auf Sandhamn einen dicken Krach wegen der Brand'schen Villa auszufechten hat, bei dem man dem Herrn Gatten gerne mal den Marsch geblasen hätte, so lebendig und spannend ist das alles beschrieben. Darüber wird der Mordfall Oscar Juliander fast schon hübsches Beiwerk, bei dem ich letztlich nur noch wissen wollte, ob ich Recht behalten sollte. Denn immerhin laden Krimis ja oft zu Mutmaßungen ein, die sich hinterher als völlig falsch erweisen. Hätte ich allerdings in diesem Fall die Möglichkeit zum buzzen gehabt, hätte es geheißen: "Der Kandidat hat 100 Punkte!"
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2011
Ich liebe skandinavische Krimis, sind sie für mich ein Inbegriff der spannenden Schreibkunst ... also perfekte Unterhaltung mit Mit-Ratefieber... bei Viveca Stens Werk Tod im Schärengarten gehen die Meinungen ein wenig auseinander, was ich durchaus verstehen kann, denn skandinavische Werke muss man mögen, ebenso den zumeist direkten und trocken-nüchternen Schreibstil sowie die indirekt angebrachte Soziale Kritik an Mensch und Land.
Hier war ich gespannt, wie ich das Werk finden würde, denn die bisherigen Kritiken ließen kein gutes Haar an dem Werk...
Kaum angelesen, war ich auch schon gefangen in einer gut konstruierten Handlung, welche sich aus insgesamt 6 Handlungssträngen zusammensetzt, als da wären:
.
- das Ermittler-Team Thomas und Margit plus die Kollegen;
- Nora und Hendrik, das sich um ein geerbtes Haus streitende Ehepaar, wobei Nora mit Thomas befreundet ist;
- Martin Nyrén, welcher ebenfalls passionierter Segler ist, und zu dem einen Geliebten hat.
- Diana Söder, die Geliebte von Oscar Juliander
- ferner noch sonstige Beteiligte die irgendwie einen Zusammenhang bzw. Bezug zur Handlung haben '. und
- die Rückblenden zu Kindheitserlebnissen, die sich aber nicht wirklich einer Person zuordnen lassen
.
Wobei ich anfänglich doch ein wenig zu tun hatte, diese alle auf der einen Seite auseinanderzuklamüstern, sowie dann auch den Zusammenhang zwischen den einzelnen Handlungssträngen zu sehen, aber meiner Meinung nach ist es genau das, was die Handlung untermalt und somit für ein gewisses Spannungspotential sorgt.
Aber der Reihe nach: so von der Handlung her ist Tod Im Schärengarten kaum anders, als andere Krimis aus Skandinavien. Eine gut konstruierte Story die auch Hand und Fuß hat, sowie eine Handvoll Protagonisten mitbringt. Der einzige Unterschied zu den anderen Krimis anderer Herren Länder besteht darin, das man sagen kann: hier liegt kein stereotyper Handlungsablauf vor, sondern eben aufgrund der vielen Handlungsstränge reichlich Abwechslung, welche eingearbeitet wurde. Man muss noch nicht mal den ersten Krimi der Autorin gelesen haben, es gibt zwar den einen oder anderen Rückblick zu dem Vorgänger, aber einen direkten Bezug findet man nicht, sprich man empfindet keinerlei Lücken, wenn denn Rückblenden zum Vorgänger auftauchen und man diesen nicht kennt bzw. gelesen hat.
.
Eine Handlung alleine reicht aber nicht aus, um dem Leser Unterhaltung zu bieten, dazu gehören schon noch ein paar Protagonisten ' so auf den ersten Blick mag es manch einem vorkommen, das einige vielleicht überflüssig sein, aber jeder einzelne Protagonist hat so seinen kleines Indiz zu tragen. Von der Gestaltung der Charaktere her ist hier sorgfältig gearbeitet worden , so findet man hier Gut und Böse, normale Menschen aber auch die absolute Oberschichtzicken. Also sympathische Figuren wie aus dem Leben gegriffen, und wer schon einmal die skandinavischen Länder besucht hat, der wird sich in die Protagonisten auch hinein versetzen können. Ja, selbst wer noch keinen Fuß dorthin gesetzt hat, wird aufgrund ihrer Darstellung sich mit den Protagonisten identifizieren können und dann ins Raten kommen, warum hat der so oder so reagiert. Aus meiner Sichtweise wirkt keiner der einzelnen Protagonisten über konstruiert oder irgendwie oberflächlich, sondern eben lebhaft und ' ja, wie ich schon sagte aus dem Leben gegriffen.
Ich für meinen Teil kann sagen, das ich mich in der Tat dreimal auf die falsche Fährte habe locken lassen, zum Ende hin war ich sehr erstaunt, wer denn der Täter war, denn das hatte ich absolut nicht vermutet.
Von daher ist hier auch ein großes Spannungspotential vorhanden, denn die insgesamt 92 Kapitel teilen sich wie schon erwähnt in die sechs Handlungsstränge auf, und sorgen durch ihre lockere Abwechslung im Verlauf für eine stetig ansteigende Spannung , ok, manchmal kommt es vor, das die Spannung auf einem Level bzw. Niveau verharrt um dann ein paar Kapitel weiter erneut und weiter anzusteigen. So muss dann ein auch ein Krimi sein, um dann im Finale eine überraschende Wendung zu haben und zu enden.
Selbst jetzt bin ich noch ganz verdattert, das ich mich habe mehrfach auf die falsche Fährt locken zu lassen' klasse.
.
Abgerundet wird der ganze Krimi durch einen angenehmen bündigen und prägnanten Schreibstil, welcher weder oberflächlich noch ausufernd ist. Ok, man könnte nun meinen, manches Detail bei der Szenerie-Beschreibung täte nun nicht so wirklich Not, aber dadurch bekommt der Leser beim schmökern ein gewisses Bild vor Augen, die es noch erleichtern, dem Krimi zu folgen, denn manch ein Indiz aus der Beschreibung ist durchaus wichtig. Um es einfach zu sagen, es entwickelt sich ein Kopfkino . Nach dem Auslesen des Krimis träumt man von den tollen Schäreninseln, man hat raue und knorrige Felsen vor Augen, die aus der blauen Ostsee vorstehen, das Wasser plätschert, die Seeluft riecht würzig' und ach, ja einfach herrlich und von der geschaffenen Atmosphäre absolut passend.
.
Ich sprach weiter oben schon an, dass hier auch Sozialkritik geübt wird, so auch hier geschehen, zwar nur andeutungsweise aber der Kritikpunkt trifft wohl heutzutage auf jedes Land zu: Die Polizei bemängelt Fachkräftemangel und die Bevölkerung meint ' obwohl das Vorurteile sind ' das die Ermittlungen nicht schnell genug voran gehen. Also ist das keine allzu aktuelle soziale Kritik, aber sie ist eben da, und das ist auch genau der Punkt, der mir an den skandinavischen Werken immer so gefällt: Es wird auf kleinere Problematiken aufmerksam gemacht, statt nach ein und demselben Schema nur rein die Unterhaltung zu präsentieren. Und das ist ja auch immer ' zumindest bei mir ' ein Punkt, der einen guten und durchaus als anspruchsvoll anzusehenden sowie unterhaltsamen Krimi ausmacht. Man findet hier eben nichts stetig wiederkehrendes aus anderen schon lange erschienenen Werken ' wo lediglich nur die Personennamen und Handlungsorte ausgetauscht wurden, sondern schon einen eigenständigen Krimi, der auch andere Facetten anspricht, und sich nicht dem typischen "Einheitsbrei" zuordnen lässt.
.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2011
In Viveca Stens zweiten Teil der Krimireihe um die Jugendfreunde Thomas Andreasson und Nora Linde geht es um die Aufklärung eines Mordes unter den Reichen und Schönen. Der angesehene Anwalt und erste Vizevorsitzende der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft (KSSS), Oscar Juliander, wird bei der alljährlich stattfindenden Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln vor allen Zuschauern auf seinem Segelboot per Kopfschuss ermordet. Die laufenden, aber sehr schleppend vorankommenden Ermittlungen ergeben, dass Oscar Juliander als Frauenheld bekannt war und scheinbar über seine Verhältnisse gelebt hat. Einige Zeit später wird ein zweites Mitglied der KSSS vor seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Thomas Andreasson und sein Ermittlerteam geraten immer mehr unter Druck den Mörder schnellstmöglich zu finden. Im zweiten Erzählstrang geht um die sich entwickelnde Ehekrise zwischen Nora und ihrem Ehemann Henrik. Gegenstand der Ehekrise ist ein Haus, welches Nora geerbt hat. Hier schließt das Buch an den ersten Teil an und auch ohne diesen gelesen zu haben, konnte man der Handlung sehr gut folgen. Ihr Mann drängt sie das Haus lukrativ zu verkaufen. Doch sie wehrt sich aus ideellen Gründen dagegen.

Der Krimi besteht aus vielen kürzeren Kapiteln mit ständig wechselnden Handlungsorten. Das hat aber leider nicht ausgereicht die aus meiner Sicht erforderliche Spannung für einen Krimi zu halten, welche auf den ersten Seiten so gut aufgebaut wurde. Meist wird nur erwähnt, dass Befragungen stattfinden, aber der Leser nimmt an den gesamten Ermittlungen teilweise nicht richtig teil, sondern wird per Zusammenfassung darüber aufgeklärt. Für meinen Geschmack ein wenig zu oberflächlich und zu wenig raffiniert, trotz für mich überraschendem Ende.

Thomas Andreasson ist aus meiner Sicht ein Kommissar ohne Ecken und Kanten. Ich habe ihn als eher langweilige Persönlichkeit empfunden. Viveca Sten lässt den Leser aber auch nicht vollkommen an seinem Privatleben teilhaben. Eigentlich weiß man nur zwei Dinge über ihn: Nachdem seine Tochter am plötzlichen Kindstod gestorben ist, haben seine damalige Frau und er sich getrennt und aktuell hat er ein Verhältnis mit der Tochter seines Chefs, mit der er aber nicht glücklich ist. Ich habe ein bißchen die tief greifende psychologische Seite vermisst, inwieweit diese Erfahrungen Einfluss auf seine Arbeit haben bzw. inwieweit die Arbeit Einfluss auf sein Privatleben hat.

Die Geschichte um Nora Linde gewinnt mehr an Gewicht als eigentlich nötig. Dadurch entstanden zwei nebeneinander laufende Geschichten in einer. Meine Vermutung ist, dass Viveca Sten eine Liaison zwischen Thomas und Nora in weiteren Folgen plant.

Ein besonders großes Lob für die wunderbaren landschaftlichen Beschreibungen, sie haben großes Fernweh geweckt.

Fazit: Kein Krimi à la Mankell oder Nesser, ein durchschnittlicher Krimi mit überraschendem Ende.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen