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Kundenrezensionen

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am 14. September 1999
Berlin der zwanziger Jahre. Drei Kriegskameraden versuchen, sich eine Existenz mit einem Autohandel aufzubauen. Bei einem riskanten Überholmanöver lernen sie Pat kennen - und Robby, der zurückhaltende, ruhige, findet sich in seiner ersten Liebe.
Was sich etwa so anhört wie die Handlung eines schlechten Nachkriegsfilms (-klamauks), ist von Remarque so gut in Szene gesetzt, daß man alles um sich herum vergessen kann und nur noch weiterliest. In gewohnt flüssiger Erzählweise, mit Humor und sehr einfühlsam erzählt Remarque von der Aussichtslosigkeit, von der Hoffnung, die am Ende in bitteren Schmerz umschlägt. Die melancholischen Stellen, die sensibel geführten, umfangreich charakterisierten Personen, machen dieses Buch zu einem, wie ich meine, Meisterwerk, das „Im Westen nichts Neues" an Reichtum und Brillianz weit übertrifft.
Wie nebenbei fallen die vielen Geschichten mit ab, die den Roman reich und unmittelbar werden lassen. Hasse, der ständige Selbstmordkandidat, Gürteltier Guido, die Geschäfts-„Kunden", der Student Georg, das politische Drumherum - ein Zeitbild eben. Vieles kommt einem aus anderen Romanen Remarques bekannt vor; dennoch unbedingt lesenswert. Ich mag es im Augenblick am liebsten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 7. Oktober 2007
Wer einen tieferen Einblick in die Lebensverhältnisse der Weimarer Republik bekommen möchte, dem sei die Lektüre von Erich Maria Remarques 1936 fertiggestellten Roman "Drei Kameraden" sehr zu empfehlen. Remarque beseitigt das positive Bild der "Goldenen Zwanziger" und setzt an diese Stelle das Bild einer von sozialer Not geprägten Gesellschaft, in der alles kurzlebig ist und in der die schleichende Gefahr von Rechts bereits unverkennbar ist.
Am Beispiel von Robert Lohkamp (der Ich-Erzähler), Gottfried Lenz und Otto Köster (die drei Kameraden), die vom Krieg gezeichnet sind und nun mit ihrer gemeinsamen Autowerkstatt ihren Existenzkampf in der Weimarer Republik fortsetzen, verdeutlicht er eine Lebenseinstellung, in der die augenblickliche positive, rational nicht begründbare Gefühlserfahrung über einem gesicherten Lebensstandard steht, eine Lebenseinstellung, in der der Mittelpunkt die Ablenkung von der wirtschaftlichen und sozialen Not ist (auch durch Alkohol). Demzufolge sind die drei Kameraden der drastische Kontrapunkt zum bürgerlichen Selbstverständnis.
Im Zentrum der Handlung steht die Liebe des Ich-Erzählers zu der schönen Patrice Hollmann, doch der Bestand ihre Liebe wird bedroht durch Patrice' schwere Erkrankung, wodurch ein weiterer zentraler Gegenstand des Romans hervorgehoben wird: die Sinnlosigkeit des Lebens und die Frage nach der realen Existenz von Beständigkeit. Beständig ist ihre Freundschaft, die alle Krisen unbeschadet übersteht, und ihre Sehnsucht nach einer besseren Welt. Sie sind stets bereit, alles auf eine Karte zu setzen, selbst wenn dafür alles bis dahin erreichte weichen muss - ihr Auto, ihre gemeinsame Werkstatt, ihre gesamte Existenz.
Besonders erschütternd ist die Episode mit Hasse, der unglückliche Ehemann, der in der permanenten Angst lebt, seine Arbeit zu verlieren, worauf ihn seine Frau verlässt, was er psychisch nicht verkraftet. Die spöttische These, "[w]enn man über das zwanzigste Jahrhundert nicht lachte, musste man sich erschießen. Aber man konnte nicht lange darüber lachen. Es war ja eigentlich zum Heulen" (S. 157) bringt die zynisch-melancholische Grundstimmung des Werks wohl am besten zum Ausdruck.
Remarque hat mit diesem Roman wieder einmal als Chronist des kleinen Mannes veranschaulicht, dass eine Gesellschaft ohne Humanität und wirtschaftliche Sicherheit zum Untergang verurteilt ist. Leider hatten diese Erkenntnis in der damaligen Zeit nur sehr wenige, und noch weniger so lebendig, unverfälscht und treffend wie Erich Maria Remarque.
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am 12. Januar 2000
Kaum ein anderes Buch geht so tief und gleicheitig so breit auf eine Zeit ein, in der das Tägliche so beherrschend Alltag ist ... die Liebesgeschichte zwischen einem jungen, im Kriege aber innerlich erwachsen gewordenen Kriegsheimkehrer und einer Frau spannt einen Bogen über die Darstellung einer Zeit, in der das Leben durch den täglichen Genuss geprägt ist, da durch die unsichere Wirtschaftslage schon am nächsten Morgen alles vergebens und zu spät sein kann. Ein Buch von der Zeit in Deutschland zwischen den Kriegen, die für sich selbst nur ein Atemholfen ist vor dem größeren, zweiten Weltkrieg. Trotz, oder gerade wegen, dieser ernsthaften Darstellung einer Zeit, zeichnet Remarque durch die vielschichtigen Charaktere seiner Hauptpersonen eine lebensvolle. erfüllte Zeit, die ihren Höhepunkt in der bewegenden Erzählung einer fast zufälligen Liebe zwischen zwei Menschen und in deren exemplarischen Ende hat, das als Sinnbild für die aufkommende innere und äussere Zertsörung der Menschen durch den Faschismus verstanden werden darf. Ein absolut empfehlenswertes Buch, dessen Detailreichtum typisch ist für Remarque und das Buch immer wieder lesbar macht. Ein Buch, dass niemals zuviel ist ......
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am 22. Juni 2004
Vielleicht gerade wegen seiner eigenen Erfahrungen aus dem Krieg schafft Remarque es, die wirklich wesentlichen Dinge des Lebens auf brillante Art und Weise in Szene zu setzen. Worum geht es im Leben? Welche Rolle spielen Liebe und Arbeit? Wie flüchtig ist alles...

Es geht in diesem Buch um das Geniessen, um Freundschaften und um Liebe, darum, wie Menschen miteinander einfach leben - und gleichzeitig wird auch ein Spiegel hochgehalten, wie sich Menschen durch übertriebene Sorge selbst zerstören können, wie im Buch beispielsweise der Buchhalter Hasse.

Drei Kameraden macht aufmerksam - und ist ein wundervolles Buch, welches gerne noch ein paar Seiten mehr hätte haben können...
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am 1. März 2000
Obwohl ich des Kommentars auf der Rückseite des Taschenbuches erst im Nachhinein gewahr wurde ("Eine der ergreifendsten Liebesgeschichten unserer Zeit", New York Times), und ich schon befürchtet hatte, daß der Roman doch um einiges 'schnulziger' werden könnte als ich zuvor dachte, hat mich das Buch von Anfang an gefesselt. Remarques Schreibweise hat mir immer schon gefallen. Er erzählt von den "Golden 20s" aus Sicht dreier Freunde, die nach Schicksalschlägen während des Ersten Weltkrieges ihr Glück mit einer Werkstatt versuchen, bis Robert Lohkamp sich verliebt... Gegen Ende des Buches kam ich mir wie auf Thomas Manns Zauberberg versetzt vor. Wirklich empfehlenswert!
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am 15. August 2003
Remarque steht auf der Liste meiner Lieblingsautoren eindeutig ganz oben und dass nicht zuletzt auf Grund dieses Werkes.
Remarque schildert mit nüchterner Poesie, manchmal auch Witz, aber immer mit klarer Präzision und Deutlichkeit den Überlebenskampf dreier Freunde und ehemalige Kriegs-Kameraden in der Rezension des Berlins der 20er Jahre. Aber vorallem steht die ergreifende Liebesbeziehung zwischen der Hauptfigur Robby( das Buch ist aus der "Ich"-Perspektive geschrieben)und Pat im Mittelpunkt. Trotz der Tragik und der engen Freundschaft der "Drei Kameraden" ist das Buch nie seicht oder überzogen. Vielmehr zeichnet Remarque ein realistisches Bild zwischenmenschlicher Beziehung- immer zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Leben und Tod.
Auch der zeitgenössische Aspekt des Romans ist nicht zu unterschätzen, da man viel über die Zeit der 20ger jahre lern Das Buch schließt die mehr oder wenige inoffiziele Triologie "Im Westen nichts Neues", "Der Weg zurück" und schließlich "Drei Kameraden" ab.
Ein Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann, auch ohne geschichtliche Vorkenntnisse oder die beiden anderen Bücher gelesen zu haben(ist aber empfehlenswert).
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am 24. August 2008
Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, Berlin. Otto Köster, Gottfried Lenz und der Ich-Erzähler Robert Lohkamp können sich mehr schlecht als recht mit ihrer Autoreparaturwerkstatt am leben erhalten. Die drei haben sich während des ersten Weltkrieges kennen gelernt, und Robert wird immer wieder von den Erinnerungen an die Front heimgesucht. Das ändert sich erst, als sich der 30-jährige zum ersten Mal verliebt. Patrice Hollmann ist eine gutmütige, reizende, sehr sinnliche Frau. Doch dann muss Robert entdecken, das Patrice unheilbar krank ist... Remarque schrieb dieses Buch 1937 im Exil. Kritiker behaupten, dies sei ein Roman der verlorenen Kriegsgeneration, in dem beschrieben würde, wie Deutschland langsam in den Faschismus absinke. Ja, da gibt es einige Szenen: politische Versammlungen werden geschildert, Lenz wird nach einer politischen Versammlung erschossen. Ja, es wird auch die trostlose Situation der Menschen beschrieben, die arbeitslos werden und keine neue Stelle finden. Das sind Dinge, die typisch waren für die Weimarer Republik, als sie an ihrem Ende war. Doch andere Ereignisse könnten sich auch in anderen Epochen zugetragen haben: Der Mann, der zu viel arbeitet und sich deswegen von seiner Frau entfremdet zum Beispiel, oder jene tragisch endende Liebesgeschichte, die der Hauptteil dieses Romans ist. Und so wird denn alles, was sich darum herum ereignet, von dieser Liebesgeschichte in den Hintergrund gedrängt. Es ist eine unschuldige Liebe, eine zärtliche, eine innige Liebe, die hier geschildert wird, und in ihrer Art eine schöne Liebesgeschichte. Der Rest gehört dazu, weil eben ein verliebter Mensch noch ein anderes Leben hat, aber der Rest ist eben nicht wichtig. Der Leser sollte also nicht zu viel erwarten. Es gibt fast keine Action, es gibt wenig intellektuelle Reflexionen. Dies ist einfach ein Liebesroman, und zwar ein sehr, sehr traurig stimmender.
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am 23. Februar 2007
Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal. Eine wunderbare Geschichte über die Härte und die Schönheit des Lebens. Ich habe sehr viel über das Leben und das Lebensgefühl in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gelernt. Die Bücher von Remarque beschreiben realistisch den täglichen Lebenskampf. Liebe und Leid liegen oft dicht beieinander. In seinen Geschichten gibt es wahre Freundschaft, echte Liebe, Krankheit, Leid und Glück. Unbedingt lesen, pures Lesevergnügen ist garantiert!
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am 29. Oktober 2001
Drei Kameraden war mein erstes Buch von Remarque und ist mir noch immer sein liebstes. Es steckt viel Wahres und viel Emotionales in diesem Roman. Dinge, die einen bei jedem lesen zum Nachdenken bringen.
Es zählt zu den Büchern, die nie verstauben, weil man es einfach immer wieder lesen muss.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. September 2011
"Das Publikum tobte Beifall, es klatschte und schrie, als sei damit schon alles anders geworden. Der Mann oben wartete ab. Sein Gesicht glänzte. Und dann kam es, breit, überzeugend, unwiderstehlich, Versprechen über Versprechen, es regnete nur so Versprechen, ein Paradies erstand über den vielen Köpfen, es wölbte sich zauberhaft bunt, es war eine Lotterie, in der alle Lose Haupttreffer waren und in der jeder sein Privatglück und sein Privatrecht und seine Privatrache fand." (S. 356)

Die literarische Bedeutung von Erich Maria Remarque erklärt sich zu einem Großteil aus der schlichten Zeitlosigkeit seiner Gesellschaftsbetrachtungen. Die Menschen ändern sich halt so wenig wie die Politik. Und das auf allen Ebenen:

"Da wohnte Erna Bönig, Privatsekrätrin. Viel zu elegant für ihr Gehalt; aber einmal in der Woche diktierte ihr Chef ihr bis zum Morgen. [..] Sie hatte zwei Freunde. Einer liebte sie und brachte ihr Blumen. Den anderen liebte sie und gab ihm Geld." (S: 26)

"[..] der Mann hatte ständig Angst, seinen kleinen Posten zu verlieren. Dann war er fertig. Er war fünfundvierzig Jahre alt. Niemand nahm ihn mehr, wenn er einmal arbeitslos wurde. Das war das Elend - früher sackte man langsam ab, und es gab immer noch wieder Möglichkeiten, hochzukommen -, aber heute stand hinter jeder Kündigung sofort der Abgrund der ewigen Arbeitslosigkeit." (S. 25)

"Merkwürdige Menschen seid ihr jungen Leute alle miteinander. Die Vergangenheit hasst ihr, die Gegenwart verachtet ihr, und die Zukunft ist euch gleichgültig." (S. 164)

Das Buch 'Drei Kameraden' lohnt sich aber nicht nur wegen der zeitlosen Gesellschaftsbetrachtungen, sondern vor allem wegen der sanften Einführung in eine vergängliche Liebe zweier auf sich geworfener Menschen. Lesenswert für beide Geschlechter.
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