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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen verworren aber genial
Ich muss zugeben, dass der Herr Taylor eine sehr eigensinnige Art des Niederschreibens seines geballten Wissens zeigt. Dennoch, wenn man mal davon absieht, dass er zwischen den Zeiten, Ländern und Ereignissen in rasantem Tempo hin und her wechselt und es nicht leicht ist, die roten Fäden zu fassen zu bekommen, ist der Zugewinn an Wissen bezüglich der...
Veröffentlicht am 4. Juli 2012 von Gwinthel

versus
7 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Taylor ist gut weil er Taylor ist? Nein!!!
Es geht mir in dieser Rezension um den Inhalt. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht alles gelesen habe. Ich habe per Zufall verschiedene Stellen im Buch herausgegriffen und diese Stellen dann gelesen und durchdacht. Vielleicht fällt mein Urteil anders aus, wenn ich das Buch komplett gelesen habe... aber ich wollte schon Mal eine Vorab-Meinung schreiben, weil mir...
Veröffentlicht am 9. Juni 2012 von Bodo Klimpel


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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen verworren aber genial, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Ein säkulares Zeitalter (Gebundene Ausgabe)
Ich muss zugeben, dass der Herr Taylor eine sehr eigensinnige Art des Niederschreibens seines geballten Wissens zeigt. Dennoch, wenn man mal davon absieht, dass er zwischen den Zeiten, Ländern und Ereignissen in rasantem Tempo hin und her wechselt und es nicht leicht ist, die roten Fäden zu fassen zu bekommen, ist der Zugewinn an Wissen bezüglich der geschichtlichen Zusammenhänge, die zu einem säkularisierten Zeitalter führten beträchtlich. Man muss sich definitiv die Mühe machen und die einzelnen Kapitel konsequent überdenken und sich deren Inhalt vergegenwärtigen. Tut man dies nicht, sondern blättert etwas hier und etwas da, so ist es unmöglich Taylor zu verstehen, dafür ist das Buch einfach zu komplex. Wer aber Lust hat, sich hier hineinzudenken, wird vielmehr ernten als geschichtliche Zusammenhänge - ein Verstehen dieses Buches geht mit einem tieferen Verständnis vieler Aspekte der Religionspädagogik und des Verständnisses für Glaubensentwicklung einher.
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7 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Taylor ist gut weil er Taylor ist? Nein!!!, 9. Juni 2012
Von 
Bodo Klimpel (Ostfriesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ein säkulares Zeitalter (Kindle Edition)
Es geht mir in dieser Rezension um den Inhalt. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht alles gelesen habe. Ich habe per Zufall verschiedene Stellen im Buch herausgegriffen und diese Stellen dann gelesen und durchdacht. Vielleicht fällt mein Urteil anders aus, wenn ich das Buch komplett gelesen habe... aber ich wollte schon Mal eine Vorab-Meinung schreiben, weil mir die oben genannten Rezensionen zu flach vorkamen. Da wird ein Charles Taylor hochgelobt... aber warum? Vielleicht Maße ich mir hier auch etwas an, aber ich kann diesen undifferenzierten "Lobpreis" auf eine allgemein anerkannte Autorität philosophischen Welt nicht akzeptieren. Was man Taylor zugute halten muss, ist seine umfassende historische Kenntnis und sein brillanter Stil. Seine Aussagen betreffen Kritik an unserer Modernen Gesellschaft und an der Entwicklung der Aufklärung und der damit einhergehenden Abkehr von Monarchie und Kirche (hier katholischem Christentum). Man kann seine Ausführungen auch als Demokratiekritik verstehen. An verschiedenen Stellen Zitiert er Menschen, die in den Zeiten von Umbrüchen dem alten (religiösen, patriarchalischen, despotischen)System hinterhertrauern. Warum? Um zu verdeutlichen, dass die Veränderungen schlecht waren? Das sich Revolutionen in Gewalt entluden verknüpft Taylor mit der "Ursache" der Säkularisierung. Eine Verknüpfung die ich nicht so unterstützen kann. Auch wenn Taylor sehr detailreich ausführt, wie die Veränderungen in Frankreich, England und Amerika in Richtung Demokratie verlaufen, halte ich diese Kausalkette für absoluten Unsinn. Er konstatiert selbst, dass "politische Praktiken" erst verinnerlicht werden müssen... und Gewalt hat es unter der Herrschaft und Kirche nicht in der Form gegeben? Ich würde eher im Rückblick schreiben, dass in der französischen Revolution die Mittel und Praktiken (Gewalt und Rücksichtslosigkeit) angewandt wurden, die aus dem "religiösen" Zeitalter erlernt wurden. Das Demokratie gelernt und entwickelt werden muss ist der andere Strang, den Taylor in anderen Büchern eher berücksichtigt, als in diesem Werk. Viele Kritikpunkte finde ich auch berechtigt. So etwa die Frage nach der Legitimation und der Motivation der Volksvertreter und die Ambivalenz der Interessen der Minderheiten zur demokratisch vorherrschenden "Massenmeinung"(mein Begriff). Allerdings würde ich nicht den Rückschluss ziehen, dass Minderheiteninteressen in einer Monarchie besser berücksichtigt werden...
Ich würde dieses Buch empfehlen, wenn man sich einen Überblick über die Entstehung der großen Demokratien unserer westlichen (christlich geprägten) Welt ansehen will und dabei die Dimension des Religiösen nicht vernachlässigt sehen will. Allerdings finde ich die Schlüsse, die Taylor nahe legt derart fragwürdig... aber das ist wohl auch der Zweck philosophischer Diskussionen. Vielleicht sollte man sich im Nachgang mit Taylors persönlichen religiösen Vorstellungen und seiner familiären Herkunft beschäftigen (damit die Haltung aus dem Buch deutlicher wird). Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht der einzige Europäer bin, der beim Lesen des Buches häufig den Kopf schüttelt. Eventuell wird Taylor ja vom Papst mit einem Orden ausgezeichnet. Für ihn als Katholik bestimmt ein erstrebenswertes Ziel. Für Katholiken ist dieses Buch vielleicht der letzte Rettungsanker nach dem "Gotteswahn" von Richard Dawkins. Für mich als Atheist ist dieses Buch eine Katastrophe.
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Ein säkulares Zeitalter
Ein säkulares Zeitalter von Charles Taylor
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