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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helvetios
Ich möchte diese Rezension sowohl allgemein als auch persönlich verfassen. Geschmäcker sind ja verschieden, jeder hat einen anderen Lieblingsstil und deshalb als erstes eine allgemeine Meinung zu dem Album, anschließend noch ein paar persönliche Worte zu den einzelnen Songs.

Alles in allem hat das Album 5 Sterne verdient. Ob man den...
Veröffentlicht am 11. Februar 2012 von IntraxVenom

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung, extrem komprimierter Sound
Ich weiß nicht, warum ich von diesem Album erst mit einem Jahr Verspätung erfahren habe, aber ich habe es mir trotzdem gleich gekauft. Und ebenfalls trotzdem werde ich es mir nicht nehmen lassen, noch eine Rezension zu verfassen, denn eine Sache, die mir ernsthaft den Spaß an dem Album verdirbt, wurde hier noch gar nicht erwähnt: Es ist absolut...
Vor 20 Monaten von Waldbär veröffentlicht


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helvetios, 11. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (MP3-Download)
Ich möchte diese Rezension sowohl allgemein als auch persönlich verfassen. Geschmäcker sind ja verschieden, jeder hat einen anderen Lieblingsstil und deshalb als erstes eine allgemeine Meinung zu dem Album, anschließend noch ein paar persönliche Worte zu den einzelnen Songs.

Alles in allem hat das Album 5 Sterne verdient. Ob man den neuen Stil von Eluveitie mag (der sich seit dem letzten Album nicht viel verändert sondern eher verbessert hat) überlasse ich jedem selbst. In dem (ohne Bonus Track) 59 Minütigen "Meisterwerk" (so betitelt es Eluveitie selbst) erleben wir Vielfalt, sehr gute Ideen, einen klasse Sound und tolle Texte. Wie denke ich jeder weiß ist das Album ein Konzeptalbum, somit wird also eine Zusammenhängende Geschichte erzählt. Doch dass in dem Album nur eine Geschichte erzählt wird ist kein Nachteil, denn was viele Bands falsch machen macht Eluveitie richtig: Die Vielfältigkeit. Wie eben bereits kurz angesprochen ist dieses Album sehr abwechslungsreich. Zwar gibt es den Typischen wechsel zwischen ruhigeren und schnelleren Songs, aber das besondere ist die große Eigenständigkeit eines jeden Songs. So haben wir wirklich in jedem Song ein Highlight das aber nie doppelt vorkommt. Genaueres hierzu schreibe ich weiter unten bei den einzelnen Songs. Was zum großen und ganzen zu sagen bleibt: Es ist kein Meisterwerk. Aber ein sehr gutes Album. Es übertrifft an sich das vorherige Album, auch wenn mir das vorherige besser gefallen hat.

Aber dies ist nun der Bereich in dem ich meine eigene Meinung stärker einfließen lassen möchte.
Ich ganz persönlich mag dieses Album auch sehr, war aber lange am überlegen ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Aber 4 Sterne finde ich eigentlich zu wenig für das was die Schweizer hier geschaffen haben. Ich würde eher 8,5 von 10 Punkten verteilen wenn ich dürfte.
Das Album selbst hatte großes Potential ein richtig geniales Meisterwerk zu werden. Eluveitie sprühen nur so vor Ideen und einfallsreichtum. Aber dort wo viele Ideen aufeinander treffen kommt es manchmal zur nicht ganz so perfekten Ausführung dieser Ideen. Naja jetzt erstmal zum Ausführlichen Teil:

01 Prologue *** (3)
Für ein Konzeptalbum kein Ungewohntes Intro. Der gesprochene Text ist eine gute Einleitung, aber die nur sehr kurze Melodie, welche den übergang zum ersten "richtigen" Song (Helvetios) bereitet ist einfach sehr kurz. Ich hätte mir da schon etwas mehr gewunschen. Zudem hat mir die weibliche Stimme im letzten Album als "Erzähler/in" besser gefallen.
02 Helvetios **** (4)
Der Song beginnt sehr gut und ich hab ihm auch sehr viel potential bereits von der Hörprobe zugesprochen. Der Anfang des Songs ... ja einfach in die Hörprobe hören und ihr wisst was ich mein man muss dazu nicht viel sagen. Leider schlafft der Song darauf sehr schnell ab. Er ist zwar schnell was für den ersten Song meiner Meinung nach gut ist, aber vom Refrain hätte ich mir schon mehr erwartet (vorallem wegen dem Anfang). Trotzdem ein guter Song.
03 Luxtos *** (3)
Erinnert mich stark an Korpiklaani. Gute Idee, sehr gute Idee sogar und ansich auch alles richtig gemacht aber ... ich weiß nicht ob es an der Sprache liegt oder allgemein, der Refrain klingt für mich wie ein Kinderlied. Eher lächerlich als episch. Sicher geht das irgendwie in die Folk richtung aber es passt einfach nicht. Mittlerweile habe ich mich an den Song gewöhnt, aber Toll finde ich ihn nicht.
04 Home ***** (5)
Dieser Song hat mich überrascht. Als ich ihn das erste mal gehört hab war mein erster Gedanke "ah ein ruhigerer Song okay". Ruhige Songs sind nicht schlecht, aber so richtig überzeugt hatte mich bisher noch keiner. Bis ich diesen gehört hab. Hier passt einfach alles, die Instrumente, die Vielfalt, das Arrangement. Kann ich immer wieder hören und ich denke das dieser Song auch allgemein große Beliebtheit erzielen wird.
05 Santonian Shores **** (4)
Wieder eine schnellere Nummer, vielfältig, gut abgestimmt aber was mich stört ist dieses ... ich weiß nicht was das für ein Instrument ist aber es klingt wie ein kleiner Stromstoß. Bisher hat Eluveitie das schon oft benutzt aber nicht sooo oft wie hier. Und iwie find ich das Instrument (da es wirklich bei fast jedem Ton gleich klingt) geht einem auf die nerven. Ist jetzt zwar nicht so schlimm wie ich das hier schreib aber dennoch. Trotzdem ein guter Song.
06 Scorched Earth * (1)
Ich hab ja gesagt hier kommt nun Meine Meinung. Ich hasse diesen Gesang. Es stört mich nicht wenn er mal 30 sekunden vorkommt um einen Song einzuleiten. ABer über 4 Minuten halt ich das nicht aus. Ich hab diesen Song wirklich einige male gehört aber mittlerweile kommt bei mir nach dem 5. der 7. Song. Bah. Sicher manche werdens mögen, ich nicht ^^
07 Meet the Enemy **** (4)
Ein schlichter aber guter Song der nichts falsch macht aber auch nichts besonderes bietet. Die meisten müssten den Song ja schon kennen (gab ihn ja bereits einige Wochen vor dem Release auf der Eluveitie Homepage zum download). Ist ein schnellerer Song, passend zum Kampf, ja ich weiß nicht, ich kann bei dem song nichts bemängeln aber auch nichts als genial loben.
08 Neverland ***** (5)
Weiblicher und Männlicher Gesang perfekt abgestimmt (zumindest hier), schneller Song, tolle Melodie und ein Mitsing-Refrain. Für mich einer der besten Songs des Albums.
09 A Rose for Epona ***** (5)
Nennt ihn Kommerziell, nennt ihn geklaut, beschimpft den Song wie ihr wollt er wird ein absolut episches Meisterwerk bleiben. Die meisten müssten den Song auch bereits kennen (mittlerweile ist ja bereits das Video dazu auf youtube). Wer etwas gegen den Song hat der hört nicht richtig. Muss ich an der Stelle einfach sagen. Klar klingt der Song "Kommerzieller" als die anderen. Aber warum ist ein geniales Song immer gleich kommerziell? In Kommentaren hieß es der Song währe Pop-Musik. Also wenn das Pop-Musik ist dann fang ich an Pop-Musik zu hören ehrlich. Anna zeigt hier wirlich was sie Gesanglich drauf hat und Eluveitie hat hier einfach nur einen wunderbaren Song geschrieben den man immer wieder höhren kann. Für viele wohl der beste Song des Albums.
10 Havoc ***** (5)
Ein schneller Song der das richtig macht was bei Meet the Enemy fehlt. Der "epische" Teil. Die tolle Melodie und vorallem ein Gänsehaut-Feeling (welches bei mir immer ab 1:57 einsetzt). Auch hier ist bereits ein Video online, also einfach ansehen und überzeugen lassen.
11 The Uprising **** (4)
Wieder ein sehr guter Song der aber nach den vorherigen 3 eher schlaffer wirkt. Auch der "höhepunkt" oder "solo" wie immer ihr es nennen wollt, ist nicht ganz so ausgereift wie bei den anderen.
12 Hope **** (4)
Da ist er. Hatte ihn schon vermisst, den Instrumentalen Song. Instrumental macht Eluveitie keine Fehler aber für mich ist Eluveitie nunmal eine Metal band und dazu gehören E-Gitarre und Schlagzeug. Ein ruhiger Song im Album stört aber keineswegs sondern sorgt für eine kurze Pause. Leider ist die Melodie nicht gaanz so einfallsreich wie es beispielsweiße bei "Isara" oder "Setlon" aus dem Vorgänger-Album war.
13 The Siege ***** (5)
Ich weiß nicht wievielen er gefällt. Aber ich LIEBE diesen Gesang. Für mich ist dies der beste Song des Albums. Ist er auch nur 2:44 "lang" bietet er dennoch alles was ich mir je an einem Eluveitie Song gewunschen hab. Weiblicher Gesang, Männlicher (teilweise in Screaming gehende) männlicher Gesang, wahnsinns Höhepunkt, schnell und einfach WOW.
14 Alesia ***** (5)
Unglaubliches Intro wieder aber was bei Helvetios "verpatzt" wurde wird hier richtig gemacht. Der Refrain ist Top, für mich auch der beste Refrain des Albums. Und das ende erst .... mmmh leute kauft das Album ihr wisst nicht was ihr verpasst ;)
15 Tullianum ***** (5)
einem 24 sekunden track 5 sterne zu geben kann man nicht begründen. Aber weil er mir gefällt gebe ich ihm 5 Sterne, denn er fesselt die Gefühle und Emotionen von Alesia perfekt.
16 Uxellodunon **** (4)
Der letzte "richtige" Song des Albums... ich hätte mir mehr von ihm gewunschen, ich finde er ist ein gegenstück zu Helvetios. So wie es anfängt endet es. Aber nach den Emotionen und den Gefühlen des Alesia Songs konnte man das auch kaum toppen. Uxellodunon ist dennoch ein gutes Ende, aber eben kein Perfektes. Finde ich :)
17 Epilogue ***** (5)
Überraschung. Ich hatte eigentlich erwartet das der Song mit dem langweiligen Erzähler endet. ABer nein damit beginnt der Song nur. Der Song endet mit einem schönen Chor und den süßesten Instrumenten die Eluveitie so auftreiben konnten :) Ich denke ich muss nicht all zu viel dazu sagen.

Ja insgesammt bin ich der Meinung dass das Album nicht so überragend beginnt, dann die leiter langsam hoch krabbelt (mit dem ein oder anderen absturz) und dann einen schönen höhepunkt findet. sich dann kurz sammelt um einen zweiten Höhepunkt zu bekommen. Multiple Ohr-gasmen haha. Naja und dann endet das Album seicht aber auf hohem Niveau.
Wie ich schon am Anfang schrieb es ist kein Meistwerk wie ich finde aber ein wirklich sehr gutes Album und ich empfehle jedem den Kauf.

Wann währe es für mich ein Meistwerk geworden? Wenn man das Experimentierfreudige Luxtos etwas besser gestimmt hätte, Helvetios einen schöneren Refrain aufgesetzt hätte, Song 6 entfernt und das Elektroschok-Instrument etwas reduziert hätte. Von einem Meistwerk erwarte ich einfach Perfektion, die wird hier zwar berührt aber nicht gehalten.
So das wars von mir, ich hoffe ich konnt dem ein oder anderen helfen, ich verabschiede mich und geh jetzt weiter Eluveitie hören.

Grüße

PS.: Ich hab versucht etwas auf Rechtschreibung usw zu achten, aber nehmt mir bitte meine Fehler nicht sooo übel. Danke :)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein großer Mix für ein großes Album!, 21. Februar 2012
Von 
SteffiM (www.myrevelations.de) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Wie kann man das noch junge Jahr wohl besser beginnen lassen, als mit einer neuen, mitreißenden CD, die die momentan herrschenden, kalten Wintertage in Vergessenheit geraten lässt? Ja, die Frage haben sich wohl auch Eluveitie gestellt und liefern mit ihrem neuesten Konzeptalbum "Helvetios" gleich die passende Antwort. Die Schweizer haben sich auf diesem Werk vollständig der alten Geschichtsschreibung gewidmet und bieten einen neuen, interessanten Blick auf die Geschehnisse des gallischen Krieges. Dabei erzählen die Folk-Metaller die Erlebnisse aus der Sicht des keltischen Stammes der Helvetier und bieten damit einen ganz neuen Geschichtshintergrund, der sich mit deutlichem Ohrwurmcharakter in den Hörgängen festsetzt. Was anfänglich ruhig und bedächtig mit einem gesprochenen Prolog beginnt, steigert sich im Titelsong bereits zu einem wahren Soundgewitter, das sofort überzeugen kann. Harte Riffs, traditionelle Instrumente, kräftiges Gekeife und ein schmissiger Rhythmus lassen das Herz eingefleischter Folk-Metaller im Nu höher schlagen. Insgesamt setzen die Schweizer Jungs und Mädels, verglichen mit Werken aus der Vergangenheit, auf deutlich rauere Töne und härtere Gitarreneinsätze, ohne dabei die typischen, euluveitischen, eingängigen Melodien und Songstrukturen außer Acht zu lassen. Diese Mischung steht der Band außerordentlich gut. Während die Songs "Luxtus" und "Home" schnell rasante Fahrt aufnehmen, besticht das Stück "Scorched Earth" durch eine auffällige, tragende Atmosphäre und durch instrumentale Besonderheiten, ja sogar durch orientalische Klänge. Der große Mix, der die verschiedenen Stile vereint, wird gekonnt und in hohem Maße ausgeschöpft. Auch wenn Songs wie "A Rose for Epona" und "Alesia" etwas aus der Reihe tanzen und durch die sehr poppigen und neumodischen Klänge an Evanesence und Konsorten erinnern, mich deswegen auch persönlich wirklich gar nicht überzeugen können, werde ich der Scheibe getrost 4 Sterne verleihen. Denn alles in einem: Mit "Helvetios" ist ein stimmiges Album entstanden, das trotz einer ganzen Stunde Hörfreude immer wieder Lust auf noch mehr macht. Eluveitie-Fans sollten nicht nur, sondern müssen bei diesem Album sogar zugreifen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Imposante Folk Metal Inszenierung von Caesar's Bellum Gallicum, 10. Oktober 2014
Von 
Dr. Priesnitz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
“Helvetios“ ist bereits das fünfte Album der Schweizer Folk Metal Gruppe Eluveitie. Gemessen an den Aussagen der Band müsste es bis heute die aufwändigste Produktion gewesen sein. Man beschäftigte Historiker und Wissenschaftler zur Erarbeitung des historisch korrekten Kontexts. Man einigte sich darauf, aus Sicht eines alten Helvetiers, der an den Schlachten des “Bellum Gallicum“ teilgenommen hatte, von den Ereignissen aus seiner Sicht berichten zu lassen. Diese virtuelle Person wurde dann in den historischen Kontext hineingeflochten. Die Helvetier gelten übrigens als die Vorfahren der Schweizer.
Im “Prologue“ führt der schottische Schauspieler Alexander Sandy Morton den Hörer in den historischen Kontext ein. Der Erzähler ist sozusagen der fiktive alte Helvetier, der aus seiner Erinnerung von den Ereignissen um das Jahr 59 v. Chr. berichtet, in welchem dem Konsul Julius Gaius Caesar die Verwaltung dreier Provinzen übertragen wurde, zu denen auch Gallia Narbonensis, das heutige Südfrankreich, zählte. Caesar intervenierte militärisch in die Streitigkeiten der Gallier zur Klärung der Machtverhältnisse. Gleichzeitig beschlossen die helvetischen Stämme sich umzusiedeln, um der Bedrohung durch die Germanen aus dem Norden zu entweichen. Das Ziel der Völkerwanderung sollte die Atlantikküste sein. Der kürzeste Weg führte allerdings aus dem heutigen Schweizer Gebiet durch die Provinz Gallia Narbonensis. Das Unternehmen der Helvetier lag allerdings nicht im Interesse von Julius Caesar. Im seinem Bericht “Bellum Gallicum“ beschrieb er natürlich auch das Wesen der Helvetier. Damit beschäftigt sich dann der zweite Titel “Helvetios.“ Hier werden die Wurzeln der Helvetier aus der mythologischen Betrachtung dargelegt.

Auch der dritte Titel (Luxtos) beschäftigt sich noch mit der völkischen Analyse. Darüber hinaus wird hier davon berichtet, dass Rom die Expansionsbestrebungen der Helvetier als Bedrohung für die eigenen Provinzen empfand, woraus letztendlich eine von mehreren Ursachen für den “Bellum Gallicum“ zu suchen ist. Im vierten Titel “Home“ geht es um den Beschluss der Helvetier, auszuwandern, um der römischen Bedrohung aus dem Süden und der germanischen Bedrohung aus dem Norden zu entweichen. “Santonian Shores“ erzählt vom Tag, an dem die Helvetier aufbrachen, um nach dreijähriger Vorbereitung, zur Atlantikküste, in das Land der Santonen, zu gelangen. “Scorched Earth“ berichtet von der verbrannten Erde, welche die Helvetier am Aufbruchstag hinterließen, indem sie all ihre Häuser und Habseligkeiten dem Feuer überließen.

Im nachfolgenden Titel geht es um das erste Zusammentreffen zwischen den Helvetiern und den Römern (Meet the enemy). Julius Caesar bat die Helvetier um Bedenkzeit bezüglich einer Genehmigung, sie durch römisches Gebiet ziehen zu lassen. In Wahrheit nutzte er diese Zeit zur Mobilmachung, der dann auch schnell die Ablehnung der helvetischen Bitte folgte. Um einem Krieg zu entgehen, wählten die Helvetier eine beschwerlichere Alternativroute um das römische Gebiet herum. Nach der Wanderung über einen Gebirgspass überquerten sie den Fluss Arar, an dem sie nachts von sechs römischen Legionen heimtückisch angegriffen wurden. Östlich des Arars wurden die Helvetier unterworfen. Von der Erkenntnis der endgültigen Niederlage berichtet der Song “Neverland.“

Aus Sicht einer jungen helvetischen Frau wird die emotionale Lage des Volks in “A Rose for Epona“ dargelegt. Die Protagonistin fragt die Göttin Epona, warum sie ihr Volk verlassen habe. Im Jahr 57 v. Chr. begann das eigentliche Kriegsgeschehen, als Caesar mit acht Legionen in das bisher unbesetzte Gallien einfiel. Davon berichtet der Song “Havoc.“ “The Upspring“ beschreibt die sinnlosen Aufstände der Helvetier, während es aber Vercingetorix gelang, um 52 v. Chr. einige gallische Stämme zu vereinigen, um den Römern Dampf zu machen. Erfahrenen Comiclesern ist dieser Protagonist aus “Asterix und Obelix“ bereits bekannt. Alexander Sandy Morton übernimmt hier den Part des Erzählers. Der Hoffnungsschimmer, den Vercingetorix erzeugte, wird in einem rein instrumentalen Titel “Hope“ dargelegt. “The Siege (Die Besetzung)“ berichtet von der Schlacht um Avaricum. In dieser Stadt hatte sich Vercingetorix zurückgezogen, um die Angriffe der Römer abzuwehren, während er gleichzeitig die Versorgungsortschaften rund um das Römerlager brandschatzte. Dennoch gelang es den Römern, die Stadt einzunehmen und sich dort erneut zu versorgen. “Alesia“ erzählt uns von der Belagerung und der Schlacht um die gleichnamige Stadt. Die Belagerer entließen mit Verknappung der Vorräte alle Zivilisten aus der Stadt, die aber die römischen Linien nicht passieren durften, so dass rund 20000 Menschen zwischen den Fronten verhungerten. Im nächsten Lied besingt man den römischen Kerker, in welchem man Vercingetorix hinrichtete, nachdem er sich selbst den Römern ergeben hatte, in der Hoffnung, dass Caeser dann sein Volk schonen würde. Im Titel “Uxellodunon“ wird abschließend vom Fall der letzten belagerten Siedlung erzählt. Den Epilog spricht abschließend wieder Alexander Morton in der Person des alten Helvetiers, der seinem Enkel und damit auch dem Hörer dieser Scheibe von den Ereignissen berichtet hatte. Darauf endet das Epos mit Flöten und Chorgesang.
Dem Schweizer Oktett gelang mit diesem Album ein musikalisches Mammutwerk, welches mit seinen 17 Titeln und über einer Stunde Laufzeit genreübergreifend positive Kritiken erntete, ähnlich wie das “Cantus Buranus“ von Corvus Corax. Allerdings haben Eluveitie das Opus in ihrem eigenen traditionellen Stil gemastered. Die Basis bildet übelster “Death Metal,“ gepaart mit keltischen Folk und den dazugehörigen traditionellen Instrumenten, wie Sackpfeife, Drehleier, Bardenharfe, Mandoline, Bodhran, Blockflöte, E-Gitare, Fiedel, Schlagzeug, Perkussion, etc. und Motiven, die man ansonsten aus der Filmmusik kennt. Die schönsten Titel sind gemäß dem Massengeschmack vermutlich “Havoc,“ “Santonian Shores,““ oder “Neverland.““Luxtos“ wirkt dabei ein wenig vertrauter, denn es basiert auf der Melodie des bretonischen Volkslieds “Le Jument de Michao.“ Das passt umso besser, weil die anvisierte Atlantikküste in der heutigen Bretagne liegt, dem Ursprungsgebiet des Songs “Le Jument de Michao.“ Da die französische Hip Hop Gruppe Manau mit dem Titel schon einmal im Jahr 1999 in Frankreich und auch in der Schweiz erfolgreich war, kam es auf dem Gurtenfestival in der Schweiz zu einem kurzweiligen Joint Venture beider Gruppen. Ein Titel befindet sich auch noch im Medienarchiv des Schweizer Fernsehens. Den Link dorthin habe ich unter dem Kommentarbutton hinterlegt.

In Deutschland ist “La Jument de Michao“ durch die Gruppe “Salataio Mortis“ und durch den Erfolg der bretonischen Sängerin Nolwenn Leroy mittlerweile auch einem größeren Publikum bekannt. In Deutschland stieg “Helvetios“ allerdings nur bis auf Platz 27 der Albencharts. Am erfolgreichsten war die Scheibe somit in der Schweiz selbst. Dort erreichte Eluveitie immerhin den Platz 4.“Helvetios“ ist mit Bestimmtheit eines der besten Alben des Folk Metal Genres und vermag auch aufgrund vieler eingängiger Melodien und traditioneller Instrumentalisierung Hörer fern der Metalszene zu begeistern. Darüber hinaus traten auch verschiedene Gastkünstler auf, wie Fredy Schnyder, Sarah Wauquiez, Christoph Pelgen (Mitglied der Mittelaltergruppe La marmotte aus Tübingen) und Nina Macchi. An Aktualität dürfte das Album zumindest nie bei gegenwärtigen oder ehemaligen Lateinschülern fehlen. Ganz wird wohl niemand den “Bellum Gallicum“ gelesen haben, der zudem noch ultimativ langeilig aufgrund seiner Tagebuch- bzw. Berichtsstruktur war, aber dennoch Sympathien dahingehend ernten konnte, dass die Texte recht einfach zu übersetzen waren im Vergleich zu Homer oder“ Die Verschwörung des Catelina.“.

PS: Übrigens soll es verschiedene Editionen zu diesem Album geben. Eluveitie haben sich mit diesem Album sicherlich ein musikalisches Denkmal gesetzt, über das, man wohlmöglich auch noch in 100 Jahren reden wird. Keine Frage: 5 Sterne sind als Bewertung hier schon minimal.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Ich fand ja schon jedes vorhergehende Album von Eluveitie genial, dementsprechend hatte ich hohe Erwartungen an das neue.
Und ich muss sagen ich wurde echt nicht enttäuscht, meiner Meinung nach ist es wieder mal genial.
Es gibt Alben die ich erst 4 oder 5 mal hören muss bevor ich mich wirklich komplett reingefunden habe und das Album an sich zu schätzen weiß.
Das war hier nicht der Fall, ich habe die CD eingelegt und war sofort ziemlich begeistert.
Ich hab dann allerdings während dem ersten hören nebenbei noch etwas gearbeitet und dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich bei manchen Liedern, zB Havoc oder The Siege obwohl ich sie vorher noch nicht gehört hatte und eigentlich grade mit den Gedanken wo anders war unwillkürlich mitmachen wollte.
Es stimmt zwar, dass sich das Album etwas von seinen Vorgängern unterscheidet, was allerdings überhaupt kein Nachteil ist. Denn auch wenn Eluveitie früher schon genial waren, etwas frischer Wind ist immer gut =)
Was ich hier noch los werden muss, auch wenns wahrscheinlich nicht so viele Leute nachvollziehen können: Am Ende des Intros kommt irgendwann der Satz: Because war had lost its' meaning. Und da ich wahrscheinlich zu viel Fallout gespielt habe habe ich nach den Because war.... erwartet, dass der Satz mit ...war never changes fortgesetzt wird. Und es passiert mir jedes mal wieder wenn ich das Intro höre. :P
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung, extrem komprimierter Sound, 3. April 2013
Von 
Waldbär (Bergisch Gladbach, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Ich weiß nicht, warum ich von diesem Album erst mit einem Jahr Verspätung erfahren habe, aber ich habe es mir trotzdem gleich gekauft. Und ebenfalls trotzdem werde ich es mir nicht nehmen lassen, noch eine Rezension zu verfassen, denn eine Sache, die mir ernsthaft den Spaß an dem Album verdirbt, wurde hier noch gar nicht erwähnt: Es ist absolut extrem komprimiert, so krass habe ich das bisher noch nie erlebt.

(Für alle, die sich über den technischen Hintergrund nicht im Klaren sind: Mit Kompression meint man nicht nur die Datenreduktion, sondern im Audiobereich vor allem einen Vorgang, bei dem die lautesten Stellen einer Aufnahme automatisch leiser gemacht werden, damit man anschließend Platz hat, das Ganze in der Lautstärke anzuheben. Grundsätzlich ist der Trick nicht schlecht, weil man durch die Klangänderung trotzdem einen Intensitätszuwachs wahrnimmt. Z.B. bei menschlicher Stimme, aber auch bei Instrumenten kommen bei höherer Lautstärke mehr hohe Frequenzen hinzu, schon dadurch merkt das Ohr, wie laut beispielsweise jemand gesungen hat; der reine Pegel ist nicht alles)

Bezüglich der Songkritiken in den anderen Rezensionen kann ich größtenteils zustimmen, Eluveitie hat hier sicher keine schlechte Arbeit gemacht. Der Anmerkung, der Sound sei "super" muss ich allerdings entschieden widersprechen. Der erste Eindruck mag gut sein, denn die durch die hohe Kompression erreichte Lautstärke schindet schon erst mal Eindruck. Ich will aber mal Beispiele geben, wo mir das ganze negativ auffällt:
- Mit der Zeit werden die Ohren ziemlich beansprucht von diesem unnatürlichen Klang. Ich spreche nicht von Hörschäden, das hat bei seiner Anlage jeder selbst in der Hand. Aber wenn ich dieses Album eine Weile höre fühle ich heftiges inneres Widerstreben gegen den Klang, wobei ich gleichzeitig merke, dass ich eigentlich Lust auf die Musik habe.
- es gibt quasi keine leisen Stellen, denn selbst die kurzen akustischen Pausen sind noch sehr laut (z.B. der Erzähler am Anfang). Die musikalische Entwicklung wird dadurch abgeschwächt, gerade bei einem Konzept-Album wie diesem sehr schade.
- Ich erwähnte, der Erzähler am Anfang sei laut. Zunächst mal dreht man also leise und die Metalparts sind schon nicht mehr angemessen laut. Man dreht lauter, aber dann sind die akustischen Stellen zu laut. Es gibt einfach keine Lautstärke, wo man sich wohlfühlt, obwohl es laut ist, eine positiv intensive Erfahrung der Musik ist so kaum möglich.
- spätestens bei rein akustischen Songs wie Scorched Earth oder noch schlimmer der Acoustic Version von Rose For Epona klingt es geradezu ekelhaft, weil es "pumpt" ohne Ende. Sobald ein Instrument hinzukommt, werden alle anderen merklich leiser. Sobald es wieder weg geht oder leiser wird (z.B. Gitarre direkt nach dem Anschlag!), wird alles wieder lauter. Man verfolge mal z.B. das (Meeres-)Rauschen oder den Bordun in Scorched Earth: Dauernd wird an der Lautstärke rumgepfuscht. Von den merkwürdig schwellenden Synthie-Streichern im Epilog ganz zu schweigen. Oder man höre sich den Einstieg des Refrains der Rose For Epona Acoustic Version an: Annas Stimme ist auf dem Höhepunkt der Energie im Soloauftakt, alle anderen setzen ein, man erwartet den totalen Ausbruch und stattdessen werden die Boxen ca. 3m nach hinten gezogen.

Laut macht wie gesagt erst mal Eindruck, daraus hat sich in den letzten Jahrzehnten ein wahrer Kompressions-Wettbewerb entwickelt, der in der Fachwelt "Loudness-War" genannt wird. Die letzten Alben von Eluveitie waren auch schon sehr stark komprimiert (irgendwo gehört das auch zum Ideal des Metalsounds), aber es war alles noch halbwegs anhörbar. Hier bei Helvetios geht es aber zumindest mir nur noch auf die Nerven.

So gesehen kann die Wertung leider nicht sonderlich toll sein. Der Eindruck, der mir von der Musik bleibt, wäre 4 Sterne. Gut möglich, dass es auch 5 wären, wenn mich der Sound nicht so nerven würde, aber das kann ich leider nicht sagen. Für die Über-Kompression selbst gibt es einen Stern Abzug. So sehr, wie ich enttäuscht bin über den entgangenen Spaß, den ich an diesem Album nicht habe, weil meine Ohren ständig um Hilfe schreien, ist das echt noch gnädig. Ich werde mir jedenfalls die Hörproben des nächsten Albums sehr genau anhören, mal gucken, ob es wieder zumindest einen Tick angenehmer zu hören ist...
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark vom ersten bis zum letzten Ton, 17. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, da "Everything Remains" die Welt des Folk Metal erschütterte, und schon kommen Eluveitie wieder mit einem neuen Album daher; brachial, frisch und melodisch.

Dieses Mal sogar mit einem Konzeptalbum: "Helvetios" schildert aus der Sicht des Stammes der Helvetier die Geschehnisse des "bellum gallicum" - des gallischen Krieges um 50 vor Christus.
Und ich muss zugeben, dass mich noch kein Konzeptalbum so tief in seine Geschichte eintauchen ließ wie dieses hier. Schon beim ersten Hören fieberte ich förmlich mit den Helvetiern mit. Eluveitie beschränken sich nicht auf das Wiedergeben historischer Daten, sondern gedenken der persönlichen Schicksale der Gallier - musikalisch verpackt in viel Wildheit und Emotion. Um Frontmann Chrigel zu zitieren: "Wenn man sich mit Geschichte beschäftigt, darf man eben nie vergessen, dass das immer einfach nur Menschen waren wie du und ich, die das erlebt haben; die Geschichte geschrieben haben..." Mit diesem Motto ist es den Schweizern gelungen, ihren Vorvätern ein rührendes und authentisches Denkmal zu setzen.

Aber nun zum Essenzielleren: der Musik selbst.
Den Sound hat die Band in Zusammenarbeit mit Tommi Vetterli wunderbar hinbekommen. Weder Gitarren noch Flöten kommen zu kurz; und auch bei den schnellsten und rauesten Songs bleibt ein schöner, klarer Klang erhalten. Sauber!
Was vielleicht manchen eingesessenen Fans - nach "A Rose For Epona" als erster Single - weniger gefallen mag, ist der vermehrte Einsatz von Hurdy-Gurdy-Spielerin Anna als Sängerin. In besagtem Stück übernimmt sie gesanglich die Hauptrolle, einen ähnlich großen Teil im melancholischen "Alesia". Jeder, der weiblichem Gesang weniger kritisch gegenübersteht, wird aber erkennen, dass es sich hier um ein unglaubliches Talent handelt und sich Annas Stimme perfekt in Eluveities Klangbild einfügt. Was sie auf diesem Album leistet, ist atemberaubend, denn Anna übertrifft beinahe jede Sängerin des Genres mit der Emotion und Aggression, die sie in ihren Gesang packen kann. Sie nicht einzubringen, wäre ein Frevel seitens der Band; und ich wage sogar zu behaupten, dass "Helvetios" ohne ihre Stimme gar nicht funktionieren würde. Die Schweizer haben hier alles richtig gemacht.
Die größte Leistung haben sie allerdings in Sachen Songwriting erbracht. Während ich beim Vorgänger noch einzeln Stücke herauspicken musste, die mich wirklich überzeugten, kam nun das Gefühl auf, ich würde in einem Meer solcher baden. Das einzige, woran es "Helvetios" mangelt, sind nämlich schwache Momente. Nach dem unglaublichen Opener-Duo reiht sich ein Hit an den anderen. Beinahe jeder Song bietet eine Tiefe, die es sich zu erforschen lohnt. Dieses Album hat mich sowohl als Ganzes als auch im Einzelnen wahrhaftig überwältigt. Daher verdient es jedes Stück, hier näher betrachtet zu werden:

1. PROLOGUE: "When I reminisce about all those years..."
Ein Erzähler eröffnet das Album mit einigen Worten zu den Helvetiern. Nichts besonderes, passt aber gut ins Schema und dient als angemessener Start in die Geschichte und die Atmosphäre des Scheibchens.
2. HELVETIOS: "We are one, we are Helvetios!"
Der Opener startet unglaublich kraftvoll mit epischen Chören und Gitarren, sowie einer himmlischen Melodie, begleitet von einem kleinen Gesangssolo Annas. Mit gewohnter Härte prescht er unnachgiebig voran, und beim wilden Refrain bleibt sicher niemand mehr ruhig sitzen. Ein bombastischer Auftakt!
3. LUXTOS: "Nertom woloutom que etsi snis"
Wie der Opener beschäftigt sich "Luxtos" mit dem Leben und dem Selbstbewusstsein der Helvetier - dieses Mal zum Großteil auf gallisch. Der betont rhythmisch ausgelegte Song verleitet zum Tanzen. Obwohl mancher sich an den Refrain erst einmal gewöhnen muss, entfaltet dieses Stück unweigerlich bald seine Magie. Einer meiner klaren Favoriten.
4. HOME: "The Memories will resound"
Die Helvetier sind gezwungen, aufgrund von Hungersnöten und der wachsenden Bedrohung durch das Imperium Romanum ihre Heimat hinter sich zu lassen. Die Zerissenheit und Verzweiflung ist durch die Musik deutlich spürbar. Ein sehr emotionaler und rasender Song, der einem den Exodus auf beeindruckende Weise nahe bringt. Also auf zu...
5. SANTONIAN SHORES: "Step by step we marched away into the night"
Eine stampfende Mid-Tempo-Nummer, die an den Marsch gen Westen erinnert. Im Santonenland erhofft man sich eine neue Zukunft. Obwohl mir dieses Stück vorerst nicht sehr ins Auge stach, besitzt es viel Potenzial und Tiefe.
6. SCORCHED EARTH: "Baregon nouion duaxsati"
Hier besinnt sich Eluveitie erneut auf seine Wurzeln: Ein viereinhalbminütiges Klagelied, vollkommen in gallisch gehalten, entpuppt sich als lohnendes Experiment. Es erinnert an "Nata", reicht aber meiner Meinung nach nicht ganz an seinen großen Bruder heran. Dennoch unterstreicht es die aufgebaute Atmosphäre, wie es sonst nicht möglich gewesen wäre.
7. MEET THE ENEMY: "We will not bow!"
An den Ufern des Saone kommt es zur ersten Auseinandersetzung zwischen Römern und Helvetiern. Das Ergebnis: Tausende Tote, gehetzte Helvetier und ein rasanter, wütender Song, der mit seiner Wildheit einen der stärksten Momente des Albums darstellt.
8. NEVERLAND: "Santones land we never got to see"
Römische Legionen verfolgen den Zug von Flüchtlingen, die Hoffnung auf einen Neuanfang stirbt langsam. Ähnlich wie "Home" ein sehr zerrüttetes Lied mit einem Refrain, bei dem alle Verzweiflung herausgeschrien wird.
9. A ROSE FOR EPONA: "Together we go unsung"
In einem tragischen Song werden die Klagen einer jungen Frau festgehalten, die ihre Göttin Epona resigniert beschuldigt, ihr Volk verlassen zu haben. Sehr gefühlvoll, mit Annas Stimme im Vordergrund, die einem vor allem im eingängigen Refrain einen Schauer über den Rücken jagt. Wundervoll!
Nebenbei: In der Akustikversion, die als Bonus enthalten ist, zeigt die Dame noch mehr, was sie drauf hat - ebenfalls hörenswert!
10. HAVOC: "Devastation spreads across all Gallia"
Der Blick wendet sich von den Helvetiern etwas ab und man betrachtet die Situation in ganz Gallien. "Havoc" klingt erfrischend anders, da in den Strophen auf jegliche Folkinstrumente verzichtet wurde. Schneller, härter, Eluveitie!
11. THE UPRISING: "Unite! This is Gallia uprising!"
Unter dem jungen Vercingetorix sammeln sich Krieger aus allen Winkeln des Landes, um sich Cäsar entgegenzustellen. Neue Hoffnung und Energie schwingt in der Musik mit, die weder an Wildheit, noch an Tempo einbüßt. Ein weiterer Favorit meinerseits.
12. HOPE:
Das akustische Instrumentalintermezzo trägt die Stimmung von "The Uprising" weiter und wirkt mit seinem gemächlicheren Rhythmus wie die Ruhe vor dem Sturm - und das nicht ohne Grund.
13. THE SIEGE: "Avaricum drowns in blood and demise"
Gerade mal zweieinhalb Minuten misst der mit Abstand brutalste und rasanteste Song des Albums. Anna kreischt fleißig mit, die Gitarren quietschen und brettern daher. Zwischen der wilden Raserei sorgt ein sehr folkiger, erneut zum Tanzen auffordernder Mittelteil für Abwechslung. Eine weitere Glanzleistung!
14. ALESIA: "Wake me when I'm gone..."
Eingesperrt in den eigenen Mauern und knapp an Vorräten sind die gallischen Krieger dazu gezwungen, ihre Frauen, Kinder und Alte aus der Stadt Alesia zu verbannen und in die Hände der Römer zu geben. Zwischen Stadtmauern und Belagerungswällen sterben sie langsam, gepeinigt von Hunger und Kälte.
Deren Schicksal ist Grundlage dieses tragischen Stückes, das balladesk beginnt, kraftvoll voranschreitet und mit einer Gänsehaut durch die abschließende Chorpassage letztlich auf ganzer Linie überzeugt. Ein Meisterstreich mit Ohrwurmcharakter, ein letzter Höhepunkt von "Helvetios", welches sich dem Ende zuneigt.
15. TULLIANUM: "Fly, raven, fly..."
Eine klitzekleine Überleitung, in der die Hinrichtung Vercingetorix' angedeutet wird. Das Schicksal Galliens ist besiegelt.
16. UXELLODUNON: "We will never perish"
Das letzte Aufbegehren gegen Rom scheitert, der Krieg ist vorbei. Ein letztes Mal wird mit voller Härte und Geschwindigkeit an die Helvetier erinnert, und trotz der düsteren Geschichte ein positiver Schlusspunkt gesetzt.
17. EPILOGUE: "This is how we will be remembered. This is who we were: Helvetios"
Nach einigen feierlichen Worten des Erzählers erklingt eine süße Flötenmelodie, mit gefühlvollen Streichern im Hintergrund, auf die der Chor ein letztes Mal einstimmt und das zerschlagene Volk ehrt. Ein runder, himmlischer Abschluss. Do aivi, do aivi...

Was die Schweizer hier geschaffen haben, zeugt erneut von deren Talent und Virtuosität. Ohne sich selbst zu kopieren, sind sie ihrem Stil und Klang treu geblieben und haben wieder vereinzelte, erfrischende Elemente beigefügt. Wild, melodisch; abwechslungsreicher und zugänglicher als je zuvor kann man "Helvetios" getrost als Meisterwerk bezeichnen.

P.S.: Ich empfehle jedem potenziellen Käufer, die zusätzlichen zwei Euro zu opfern und sich die Version mit Bonus-DVD zuzulegen. Zwei Musikvideos, Blicke hinter die Kulissen, ein schöner Livemitschnitt und vor allem der "closer look @ the lyrics" sind ihr Geld wert. Letzterer vermittelt in einem aufschlussreichen Interview das nötige Hintergrundwissen zum gallischen Krieg und hilft, das Album textlich richtig zu verstehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Götter des Folk Metal, 17. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Nein, ich hätte nie gedacht, dass Eluveitie ein solches Album abliefern. Ja, ich habe davon geträumt, denn das Potenzial dieser Band ist unglaublich. Und siehe da: Der Traum ist Wirklichkeit geworden!

Die Eidgenossen präsentieren sich in schlichtem Schwarz und legen eine Scheibe vor, die sich als Konzeptalbum mit der Geschichte des gallischen Krieges aus Sicht der Helvetier versteht. Sie vertonen dies sehr gekonnt mit einem Mix aus soliden Riffs der Göteborger Szene und ihren zahlreichen Folkinstrumenten. Eluveitie besitzen die nicht sehr verbreitete Gabe, nie zuviel von einem Instrument einzusetzen. Es gibt hier nicht zuviel Metal oder zuviel Folk, denn die Band weiss genau, wann ein Element einzusetzen ist, damit es wirkt. Dieser Aspekt macht beim Hören extrem viel Spass. Im Vergleich zu den früheren Metal-Alben von Eluveitie ist zu sagen, dass die Stimme Anna Murphy diesmal vermehrt zur Geltung kommt und ihren Höhepunkt in "A Rose for Epona" findet. Das Lied mag zwar etwas poppiger sein, klingt aber immer noch nach 100% Eluveitie und ist auch textlich einer der Höhepunkte, gesungen aus der Perspektive einer jungen Frau, die sich in ihrer Verzweiflung während des Krieges an die Göttin Epona wendet. Man darf eben nicht vergessen, dass die Menschen damals Menschen wie wir heute waren...das macht die Geschichte auch emotional zugänglicher.

Sehr entzückt war ich über die Tatsache, dass sich Anna und Chrigel auf "The Siege" ein super Screamduell liefern, gefolgt von einer Fidelorgie (Meri Tadic), die in der Szene ihresgleichen sucht. Ebenfalls hat sich die Band diesmal an Chöre herangetraut, was sich wider Erwarten sehr gut macht und speziell in "Alesia" die Tragik der Geschichte noch unterstreicht. Ich persönlich habe meine grosse Freude an "Santonian Shores", weil Anna hier allen zeigt, was eine Drehleier kann, was mich als grossen Fan dieses Instruments absolut begeistert. Die Fidel von Meri Tadic ist auch vermehrt zu hören, insbesondere auf "Havoc" und dem schon erwähnten "The Siege", zum niederknien.

Textlich geht es wie schon erwähnt um den gallischen Krieg aus der Perspektive der Helvetier, die aus dem Gebiet der heuetigen Schweiz stammen. Dabei hat Chrigel sehr viel Aufwand betrieben, um so genau wie möglich die Geschichte textlich nachzuerzählen, was bei der dürftigen Quellenlage sicher nicht leicht war. Er holte sich dabei auch Hilfe von einem Wissenschaftler der Uni Wien. Wen die Texte speziell interessieren, der sollte sich auf der Bonus DVD die Erklärungen zu den Lyrics anhören, eine sehr spannende Geschichtslektion ist hier versteckt!

Das Booklet ist wie üblich liebevoll gestaltet, ich fand es toll dass Niklas Sundin von Dark Tranquillity sich an den Grafiken beteiligt hat, denn wer ihn kennt, weiss dass der Mann ein Händchen fürs Grafische hat.

Ich bin von dem Album restlos begeistert und kann es nur weiterempfehlen an Leute, die Folk und Metal, und vor allem die Mischung von beidem, lieben!
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5.0 von 5 Sternen Irish Folk trifft Deathmetal, und zwar hart!, 14. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Eluveitie spielen eine Mischung aus Folk und Deathmetal.
Sie vereinen harte Gitarrenklänge mit melodischen Whistles und anderen traditionellen Instrumenten.

Das Album Helvetios (meiner Meinung ach das beste Album der Band) ist schon ein Meisterwerk.
Es enthält 17 Titel, wovon vier Zwischensequenzen sind. Man kann sagen, das Album erzähle eine Geschichte.
Außerdem enthält das Album noch ein hochwertiges Booklet, welches die Texte aller Songs des Albums enthält.
Wer bei diesem Album mitsingen will, der darf dabei gleich noch einige Sprachen lernen, denn neben englisch sind die Texte u.a. in alt-keltischer Sprache geschrieben. Zum Gesang sei gesagt, dass sowohl Mann als auch Frau singen. Während der Herr der Schöpfung hauptsächlich Growl- und Screamelemente einbringt, bringt die werte Dame AUCH "normalen" Gesang mit ein.

Fakt ist, dass ich jeden zum Kauf rate, auch wenn man Growl und Scream nicht sonderlich mag, denn man versteht bei dieser Band trotzdem jedes Wort!

Fazit: Top Album, Top Band!
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3.0 von 5 Sternen Ist ok, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (Audio CD)
Das Album ist ganz ok, den Vorgänger finde ich allerdings besser.
Mir gefällt der Stilwechsel zu Everything remains nicht so wirklich, aber das empfindet auch jeder anders.
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5.0 von 5 Sternen Richtig Geil, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helvetios (MP3-Download)
Das ist aller feinster Metal, die Celtic und Folk einflüsse sind perfekt abgestimmt und passen sich einwandfrei in die Musik ein.

Genau so soll es sein, einwandfreies Album zu dem man nichts negatives sagen kann. Freue mich auf das nächste!
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Helvetios
Helvetios von Eluveitie (Audio CD - 2012)
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