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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen426
4,2 von 5 Sternen
Format: Vinyl|Ändern
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am 20. Januar 2013
Ich schreibe diese Rezension nur, um mögliche Käufer eindringlich vor dem Erwerb dieses Datenschrotts zu bewahren. So gut die Stimme, so schön die Lieder sind, das Anhören der MP3 ist eine Zumutung. Erst dachte ich, an meiner Anlage stimmt etwas nicht, bis ich mitbekam, daß alle Lieder völlig übersteuert sind. Selbst einem Laien fällt das sehr schnell negativ auf. Musik und Gesang sind super, für die technische Umsetzung gehört das Studio geprügelt.
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am 4. Februar 2012
Musikalisch hätte die CD Einiges zu bieten. Neben den erwarteten Highlights wie "Video Games", "Born To Die" und "Blue Jeans" gibt es eine solide Mischung aus durchaus guten und sehr guten Titeln, die sich teilweise erst nach mehrmaligem Anhören erschließen. Mit Anleihen aus verschiedenen Stilen gelingt es, eine wundervolle, emotionale und eigene Welt zu erschaffen. Das Spektrum reicht von düsteren Balladen über eigenständig und geschickt eingesetzte Hip-Hop-Elemente bis zu Pop-Titeln mit girlie-artigen Quiecksern, wobei die Präferenzen wahrscheinlich für jeden Hörer nach Geschmack variieren werden.

Jedoch fällt es schwer, unter dem Klang-Desaster zur musikalischen Qualität vorzudringen. Leider wurde die Produktion ein Opfer des sogenannten "Loudness War". Im kontraproduktiven Wahn, alles auf maximale Lautheit (vereinfacht ausgedrückt, auf eine gleichbleibend hohe Lautstärke) zu trimmen, wurde den Stücken das wichtige musikalische Element Dynamik genommen. Um dieses eigentlich unnatürliche Ziel zu erreichen, wurde die Produktion durch übermäßige Kompression der Audiopegel (nicht zu verwechseln mit Datenkompression bei MP3) vollkommen an die Wand gefahren und klingt dadurch monoton, langweilig und gleichzeitig aber auch nervenaufreibend.

Eine Folge sind außerdem deutliche Verzerrungen, die über die gesamte CD verteilt immer wieder hörbar sind. Dabei handelt es sich keineswegs um Erbsenzählerei oder audiophile Esoterik. Man braucht keine goldenen Ohren und keine besonders hochwertige Anlage, um diese gravierenden Probleme zu hören. Selbst während der Autofahrt stören die Verzerrungen deutlich. Beispiele: Titel "Video Games", bei 2:46 min das Wort "ever" oder bei 3:24 min "everything I do...". Das zieht sich durch nahezu alle Titel. Es ist unbegreiflich, wie man den Hörern Derartiges zumuten kann. Die Plattenindustrie schämt sich für nichts! Einziges Ziel dieses Audio-Vandalismus ist es, bei allen Gelegenheiten (Radio, Supermarkt, ...) möglichst lauter als die Konkurrenz zu sein. Die miserable resultierende Audioqualität wird bewusst in Kauf genommen.

Vermutlich sind viele der folgenden Eigenschaften, die in einigen Rezensionen erwähnt werden, auf die extrem verringerte Dynamik zurückzuführen:

- langweilig, monoton, leblos; alles klingt gleich
- aufreibender Höreindruck, bis zum Wunsch, sofort Abzuschalten (führt oft zum unwillkürlichen Verringern der Abhörlautstärke)
- muffiger Klang, wie durch eine Filzmatte

Ich wage die These, nein, ich bin mir sogar sicher, dass der Rückgang von CD-Verkäufen auch auf diese schlechten Produktionen zurückzuführen ist. Als leidenschaftlicher CD-Sammler stelle ich jedenfalls an mir selbst fest, dass ich immer weniger CDs kaufe, weil ich diese mindere Qualität nicht ertrage. Auch gehe ich fest davon aus, dass selbst Hörer, denen die obigen Zusammenhänge nicht bekannt sind, intuitiv weniger Musik kaufen, da es sich für diesen Sound nicht lohnt. Liebe Plattenindustrie, beim Loudness War gibt es nur Verlierer, nämlich die Hörer, die Künstler und vor allem die Plattenindustrie selbst! Bitte beendet diesen Unsinn!

Hier jedenfalls wurde die Chance auf einen herausragenden Longplayer vertan. Die wundervolle Musik wurde durch die Produktion zerstört. Ich beneide jeden, der damit leben kann. Mir aber bleibt der Genuss der CD verwehrt, sie ist für mich nicht anhörbar. Fehlende Dynamik und ständige Verzerrungen machen die Scheibe zur Qual, so dass ich die CD definitiv zurücksende.

Fünf Sterne für die Musik, null Sterne für die Audioqualität macht im Durchschnitt 2,5 Sterne, aber die Audioqualität führt zur Abwertung.

Loudness War kills music!
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am 31. Januar 2012
Ja, einige Stücke auf dieser Platte sind absolut großartig. Sogar so großartig, dass man sich mit bescheidener Klangqualität arrangieren kann. Ich möchte trotzdem ein paar Worte zur technischen Seite dieser CD verlieren (darauf bezieht sich auch meine Wertung).

Diese Platte verdient es eigentlich, laut über gute Boxen oder Kopfhörer gehört zu werden. Leider scheint das der Produzent völlig anders zu sehen. Der Mix wurde wohl mit einem iPhone als Mischpult und einem alten Küchenradio als Abhörmonitor durchgeführt: extrem komprimierte Dynamik und ein sehr spitzer Hochtonbereich, der mit den meisten Abhörgeräten übel übersteuert klingt.

Wenn ich eine CD kaufe, dann möchte ich auch CD Klanqualität bekommen und keinen datenreduzierten Müll. Zum Glück ist Lanas Stimme weniger von dem Problem betroffen. Trotzdem sehr sehr schade.

Ich kann der guten Lana del Rey nur empfehlen, zügig die Plattenfirma und die Produzenten zu wechseln.
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am 23. Oktober 2012
Musik:
Exzellent, endlich im Pop-Bereich mal wieder was wirklich aus der Masse herausragend neues.
Da würde Potenzial für weiteres drinstecken, wäre da nicht der absolut miese ...

Klang:
Das ist ein absolutes Desaster. Hier ist der Loudness-War endgültig übertrieben.
Welcher gehörgeschädigte hat das eigentlich abgemischt bzw. gemastert? Und welches dafür verantwortliche *** verlangt dafür von zahlenden Kunden noch Geld?
Keine Dynamik, unzählige Verzerrungen, einfach nur grauenhaft!

Es wäre schön, wenn sich Amazon dazu durchringen könnte, für Musik und Klang getrennte Sterne vergeben zu lassen. Denn wie soll man so etwas nur bewerten.
Musik 5 Sterne
Klang 0 Sterne

So sehe ich mich gezwungen, 1 Stern für alles zu vergeben (weniger geht ja nicht).

Liebe Frau Lana del Ray, wenn es Ihr Vertrag zulässt, wechseln Sie rasch die Plattenfirma!
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am 14. November 2014
Also, die Musik ist gut, das war auch der Kaufgrund für mich.
Die Vinyl LP ist leider nicht besonders gefertigt, teilweise klingt das ganze so wie durch einen Eimer gezogen und dann Platt gewalzt.
Das Spektrum ist recht flach. Die LP ist nicht in 180gr gefertigt.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Januar 2012
Ich bin keine 30 mehr und stehe den heutigen Charts eher kritisch gegenüber. Nach "Video Games" habe ich glücklicherweise etwas intensiver in dieses Album gehört. Mrs. Elisabeth Grant (geb. 1986 !) hat hier fast durchgängig ganz außergewöhnliche Pop-Perlen produziert und es dabei geschafft, einen ganz eigenen Stil zu etablieren.

"Gangsta Nancy Sinatra" nennt sie sich - und man hört diese beeindruckende, facettenreiche Stimme - irgendwo zwischen Nancy Sinatra, Shirley Bassey und Anastasia. Das Konzept: Die Sixties treffen auf Hip-Hop - einfaches aber begabtes Mädchen erblüht, feiert und erleidet die typischen Dramen des Popstars in der dick auftragenden Hollywood-Welt. Mit teils banalen, teils melodramatisch/theatralischen und teils komplex-bombastischen Musik-Arrangements wechselt Sie problemlos die Rollen: eben noch das "Dirty Girl" vom Hinterhof - im nächsten Song der glamouröse Hollywoodstar, danach der leidende Schwan, dann die naive Verführerin usw.

Der Vorwurf: "Lizzy Grant" sei als "Lana Del Ray" nur als ein rein konstruiertes Kunstprodukt ala "Lady Gaga" auf den Markt produziert, wirkt scheinheilig und neidisch: Mit diesem Potential in der Stimme und den hervorragenden musikalischen Arrangements gute Lieder zu produzieren ist das Eine - Wenn sie damit auch noch erfolgreich ein kontroverses und damit sehr interessantes Konzept umsetzt, dann kann ich nur sagen: "Hut ab vor dieser Künstlerin".

Anspieltipps ...
... braucht man eigentlich nicht : Bereits die ersten 3 Lieder sind ein guter Querschnitt. Schwächer finde ich z.B. "Lolita" oder "Diet Mountain Dew" die mich beide zu sehr an den heute so oft gehörten "Trash" erinnern. Die drei Zusatzsongs der Deluxe-Version reihen sich nahtlos in die Standard-Version ein. Nicht schlecht - aber auch nix gaaanz Besonders. Echte Ausrutscher gibt es nicht - das Album ist durchweg hörbar und endet nach vielen Pop-Höhepunkten (z.B. "Radio", "Summertime Sadness", "This Is What Makes Us Girls") mit dem würdigen Vinyl-kinsterndem Bonus Track "Lucky Ones".

Insgesamt ist "Born to Die - Deluxe Version" tatsächlich ein außergewöhnliches Pop-Kunstwerk, dass eigentlich 5 Sterne verdient hätte, wenn ... ja wenn nicht die äußerst mässige technische Produktion gewesen wäre: Abmischung schlecht, die Dynamik ist grauenhaft MP3-tauglich komprimiert - Audiophile Hörer oder Kopfhörer-Fans werden sich winden ... selbst hier erschafft das Werk ein Spannungsfeld wenn auch wohl ungewollt. Daher also "nur" 4 Sterne für das Gesamtwerk. Interessant ist, dass z.B. "Diet Mountain Dew" in einer früheren Version für mich viel ehrlicher und "echter" klingt (Danke fib89 für den Hinweis). Kostenloser, legaler Download beim Plattenlabel Neongold Records: [auf die HP -> dann Blog -> Archiv Mai 2005 ganz unten] Für ich ein Hinweis darauf, dass dieses Album vollkommen unnötig technisch wie künstlerisch im Nachhinein "kaputt" produziert bzw. "verschlimmbessert" wurde. Mit dieser Erkenntnis bleibt die Hoffnung auf ein tolles Nachfolge-Album.

Dirk
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am 12. November 2012
Vor einer knappen Woche bekam ich von Amazon eine Mail mit den üblichen Angeboten – 3 CDs für 15 Euros oder so ähnlich. Gleich zu anfangs wurde diese CD aufgelistet und ich hörte mal rein. Gar nicht schlecht, dachte ich mir und bestellte sie. Heute nun kam sie und ich war über alle Maßen überrascht. So etwas in dieser Art habe ich zuvor noch nicht gehört.

Weiche mystische Melodien und düstere Harmonien, dazu die tiefe ruhige Stimme von Lana Del Rey… Die CD bietet dadurch eine Stimmung wie nicht von dieser Welt.

Den anderen Kommentatoren muss ich weitgehend recht geben, was die Klangqualität anbelangt. Sie klingt dumpf und besitzt kaum Höhen und meine Bassreflex-Boxen haben mal wieder gut zu tun. Aber gerade dieser matte Sound, der die ganze CD durchzieht, gibt ihr eine ganz besondere Note. Würde diese CD mit klarerem Sound von ihrer Stimmung her besser rüberkommen? Ich glaube, nicht!

Mittlerweile läuft die CD zum zweiten Mal und ein drittes Mal kommt sicherlich noch. Ich beginne mich schon jetzt zu ärgern, mir nicht die Doppel-CD gekauft zu haben, denn ich kann hier nicht ein einziges Füllstück erkennen. Alle 12 Tracks haben ihre Berechtigung. Da die Musik sich bei mir ganz eigenwillig, fast fremdartig, aber besonders angenehm ins Ohr schraubt, und dieses ganz sicher auch an dem dumpfen Sound liegt, gebe ich fünf Sterne. Bin schon gespannt auf die nächste CD und ob man mit glasklarem Sound auch so eine Stimmung hinbekäme….
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am 23. Juli 2014
Gestern nachmittag bestellt und heute bereits in den den Händen gehalten. Einfach top wie immer ! Platte voller Vorfreude ausgepackt, gewaschen und dann nach Trocknung schnell auf den Dreher gelegt. Und was soll ich sagen - die Vorfreude war auf einen Schlag wie weggeblasen :-( Die Lieder sind wirklich super. Aber das Mastering wurde verbrochen. Keine Dynamik und Abwechslung drin. Es klingt einfach fade. Wer also nicht nur Prio auf die Lieder sondern auch auf einen guten Klang setzt, sollte sich den Kauf gut überlegen.
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am 25. November 2012
der ton war alles andere als gut, das war so als ob man das von irgend einem radiosender aufgenommen hat!. einfach nicht empfehlenswert !
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Juli 2012
Die dramatische Klangfarbe ihrer Stimme erinnert stellenweise an Amy Macdonald und Marina and the Diamonds, also an jene starke Interpretinnen, die in ihren Songtexten kritisch mit sich und der Welt umgehen. Lana Del Rey lässt sich angesichts ihrer melancholischen und beizeiten sogar morbiden Lyrics wunderbar in diese Sparte ernstzunehmender Künstlerinnen einreihen. Mit ihrer im Internet bekannt gewordenen Debütsingle VIDEO GAMES, in der sie eine Trennung verarbeitet, hat sie wahrscheinlich DEN Hit 2012 gelandet. Zum dazugehörigen Album BORN TO DIE - das nicht treffender heißen könnte - laufen im Hintergrund verträumte und oftmals traurig stimmende Violinen zu eingängigen und knackigen Beats, die sich gut ins Klanggefüge der heutigen Zeit einfügen, sich wiederum krass von der Aufmachung des Covers unterscheiden. Einzig ihr Gesang scheint wie aus den 50ern oder 60ern entsprungen. Er wirkt leicht verzerrt, wie in Nebelschaden eingebettet und macht ihrem alteingesessenen, weisen Gesichtsausdruck auf dem Titelbild alle Ehre.

Trotz hoher Eingängigkeit und namhafter Klangmeister wie Rick Nowels (Katy Perry, Marina and the Diamonds) kann man BORN TO DIE nicht als reinen Einheitsbrei abtun. Das würde dem gelungenen Erstlingswerk der Ausnahmekünstlerin Lana Del Rey schlichtweg nicht gerecht werden. Dafür sind die Texte zu stark und tiefsinnig. In wenigen Worten: Die Lyrics gehen unter die Haut. Sie handeln über gescheiterte Liebe (unter anderem BLUE JEANS) und die fragwürdige Oberflächlichkeit des Kapitalismus ("Money is the reason we exist": NATIONAL ANTHEM). Ferner setzt sich Lana selbstkritisch in einer geradezu "Obsessed with your mess that's America"-Attitüde mit der Verwirklichung ihres Amerikanischen Traums um (RADIO), hebt den Schleier von klischeebehafteten Rollenbildern (THIS IS WHAT MAKES US GIRLS), kreiert ein Gefühl der tödlichen Unbesiegbarkeit, wenn man bei Drogen- und Spielsucht nicht von der Familie aufgefangen wird (OFF TO THE RACES) und - wie nicht anders zu erwarten war - äußert verstörende Gedanken über den Tod an sich. In DARK PARADISE fragt sie sich doch tatsächlich, ob sie ihre Freunde nach dem Ende ihrer physischen Existenz im Jenseits wiedersieht, während SUMMERTIME SADNESS dermaßen Gänsehaut verursacht, dass es dem Zuhörer beinahe richtige Schmerzen verursacht. Diese neue Singleauskopplung stellt meinen bittersüßen Anspieltipp dar, wegen dem ich mir diese Platte überhaupt erst gekauft habe. Das Musikvideo mit der bekannten US-Schauspielerin Jaime King lässt vermuten, dass die Sängerin jemand Nahestehendem in einem Autounfall verloren hat; die LP-Version der Ballade kommt übrigens sehr gut ohne die zugesetzten Beats des offiziellen Radio Mix aus.
Künstler, die in ihren Texten über Liebe und Leben in philosophischen Ansätzen ausbrechen, gibt es in der Gegenwart viel zu wenig. Lana Del Rey ist eines von diesen handverlesenen Sprachrohren der ernstzunehmenden Künstler, die dieses Wort auch wahrlich verdienen.

Die Schallplatte von BORN TO DIE ist in eine ausklappbare Pappverpackung gehüllt. Ein vollformatiges Foto der schönen Sängerin ziert das Innere. Ein sogenannter Lyric-Sheet mit allen Songtexten und ein Downloadcode wurden dem ersten der beiden Kartonärmel beigelegt. Um letzteren nutzen zu können, muss man sich auf dem Internetportal von Universal Music anmelden. Im Gegenzug zur Nennung der eigenen Emailadresse kann man das Album dann kostenlos herunterladen, wenn man dem Zettelchen Glauben schenkt. Ganz so einfach war das nämlich nicht, wollte das Portal im nächsten Schritt meine Bankdaten haben. Da habe ich den Explorer einfach geschlossen, die Seite noch einmal aufgerufen, den Code erneut eingegeben und dann hat es auch ohne die sensiblen Daten geklappt. Auf dem iPod läuft das Album zum Glück ebenfalls, wenngleich klanglich im Loudness-Wars-Stil der heutigen Musikindustrie vermanscht. Die Vinyl spielt Gott sei Dank in einer anderen, viel besseren Klangliga.
Insgesamt gesehen ist das LP-Paket trotz allem unschlagbar günstig, zumal man es nicht nur analog und ohne Abstriche zu Hause genießen kann, sondern auch (ganz laut...) unterwegs.

Obwohl VIDEO GAMES wegen seiner hohen Abspielrate im Radio bei einigen auf entnervte Ablehnung stößt (genauso wie die endlosen Debatten um die Echtheit von Lana Del Reys Lippen...), sollte man dem Album BORN TO DIE eine wohlverdiente Chance gönnen. Schließlich bietet VIDEO GAMES ja schon etwas anderes als das übliche Synth-Trala von heute. Deshalb dürfte man angesichts der atmosphärisch dichten Melancholie und Morbidität, die auf dieser Platte verströmt werden, nicht allzu überrascht sein. Das Album ist genau das Richtige für jene Hörer, die von Marina and the Diamonds' ELECTRA HEART nicht genug bekommen können und welche der Leichtigkeit von Rihannas Liedern überdrüssig sind. Was soll's, geben wir diesem Debüt in seiner attraktiven Vinyl-Edition die fünf Sterne, die es verdient.
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