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am 6. Dezember 2004
Der dritte Teil der Alien-Saga ist einer der umstrittensten Science-Fiction-Filme überhaupt. Das beginnt schon beim schlichten Titel mit der hochgestellten `3' und dem skurrilen Handlungsgerüst.
STORY...
An Bord der Sulaco, jenem Schiff welches in ALIENS zum Planeten LV-426 zurückkehrte, um die Kolonisten vor den namensgebenden Außerirdischen zu retten, bricht ein Feuer aus. Die Überlebenden Ripley, Newt und Hickssowie die Reste des Androiden Bishop stürzen mit einer Rettungskapsel auf den Gefängnisplaneten Fury 161 ab. Ripley überlebt (fast) als einzige den Absturz, denn zwei Aliens haben ebenfalls die Bruchlandung überstanden. Eines infiziert einen Wachhund, das andere nistet sich in Ripley ein und wächst zur Königin heran.
Auf Furi161 beginnt der ungleiche Kampf ums Überleben. Die Gefängnisinsassen und Ripley kämpfen ohne Feuerwaffen gegen das heranwachsende Hunde-Alien und werden nach und nach dezimiert. Ripley, betäubt vom Horror der stetig heranwachsenden Brut und der Trauer um ihre Kameraden / Tochter stellt sich ein letztes Mal dem hartnäckigen Organismus - bis zum bitteren Finale...
MEINUNG...
ALIEN 3 ist im Prinzip ein Meisterwerk. Allgemein als schwächster Teil der Reihe verrufen, ist jedoch gerade dieser Film der visuell und schauspieltechnisch beeindruckenste. David Fincher, der später mit SIE7BEN und FIGHT CLUB zum Kultregisseur aufsteigen sollte, gab mit ALIEN 3 sein Debüt und fügte der Saga ein depressiv-verstörendes Kabinettstück hinzu.
2003 wurden die verworfenen Szenen in einem Special Edition - Extended Cut eingefügt. Was dabei heraus kam ist ein völlig neues Filmerlebnis! Die rund 30 (!) Minuten längere Fassung gewährt tiefere Einblicke in das Leben der Gefängnisinsassen und zeigt ganz neue Perspektiven des Planeten Fury 161. Besonders zu Beginn profitiert der Film von den erweiterten Szenen. Weniger gelungen ist hingegen die Idee mit der `Alien-Kuh', die hier ersatzweise als Alienwirt herhalten muss (statt des Hundes). Auch das in die Länge gezogene Mittelstück des Films, wo es den Insassen kurzzeitig gelingt das ausgewachsene Alien einzusperren, nur damit es später ausbrechen wieder kann, hätte man sich sparen eigentlich können.
Interessant sind jedoch die veränderten Szenen am Anfang, wo dem Zuschauer sehr schnell klar wird, das Ripley mit einem Alien infiziert ist. Am Ende hingegen wurde der Film unnötig umgeschnitten: Ripley Todessturz geschieht relativ unspektakulär - die `Geburt' der Königin wird nicht mehr gezeigt. Dennoch bleit ALIEN 3 ein zuteifst trauriger Film, in welchem jede Hoffnung letztendlich auch verloren geht. Beide Versionen des Films sind auf der DVD enthalten.
FAZIT...
Von allen Alien-Filmen stellt diese DVD-Neuveröffentlichung die lohnenste dar, denn die erweiterten Szenen sind interessant und hinterlassen einen völlig eigenständigen Eindruck !
ALIEN 3, egal in welcher Fassung, trifft jedoch nicht jedermanns Geschmack. Insbesondere als Nachfolger des grandiosen ALIENS hat der eher ruhige Horror-Film einen schweren Stand. Für Fans des Films ist der Extended-Cut auf jeden Fall einen Blick wert, Neugierige schauen vorab aber Probe. Denn wer eine Wiederholung von ALIENS oder eine interessante Action-Alternative des aktuellen ALIEN VERSUS PREDATOR erwartet wird enttäuscht.
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Schon vier Jahre nach James Cameron's "Aliens" folgte "Alien 3", der große Erfolg des zweiten Teils machte hungrig nach einer weiteren Fortsetzung, und 20th Fox hatte wieder, fast schon in Tradition, auf einen jungen, kreativen Regiesseur gesetzt: David Fincher. Sein Stil war wiederum ein subtiler, reduzierter, die teils massive Action aus Teil 2 (welche bei Fans des ersten Teils sowohl Begeisterung als auch Ablehnung hervorrief) wich der atmosphärischen Tiefe, ähnlich Ridley Scott's "Alien", dazu ein visueller Code, der sich auch in späteren Werken Fincher's wiederfinden sollte. Ripley fand sich diesmal nach einem Crash ihres Raumschiffes auf einem ausschließlich von Männern - allesamt Strafgefangene - Planeten wieder, ein verschwitzter Sumpf aus Abschaum, Männerphantasien, Testosteron und Hoffnungslosigkeit (Fincher's späterer "Fight Club" läßt hier schon grüßen). Arbeitssklaven, verdonnert zum Zwangsdienst, und natürlich taucht das totgeglaubte Monster wieder auf, nachdem die Sonne im Cinemasope-Format untergegangen sind und die Dunkelheit über den Planeten hereinbricht. Nach und nach finden sich in dem Gefängniskomplex Opfer des Alien-Monsters, auf bestialisch grausame Weise getötet. Wie schon seine Vorgänger, besitzt auch "Alien 3" seine Eigenständigkeit, nicht zuletzt dank brillianter Kameraarbeit (diesmal Alex Thomson), den Music-Score schrieb erstmals Elliot Goldenthal, nicht ohne Goldsmith zu zitieren. Dennoch vermochte "Alien 3" seine Fans nicht zu wirklich überzeugen, die Kritikan waren mehr als mäßig, und auch die Einspielergebnisse von knapp 60 Mio $ blieben sowohl hinter den Erwartungen, als auch hinter jenen seiner Vorgänger zurück.
Vielleicht mag der mäßige Erfolg, den erhofften Box-Office-Hit konnte 20th Fox jedenfalls nicht für sich verbuchen, daran gelegen haben, daß sich David Fincher dem Studio 20th Fox beugen mußte, und seine urspründlich konzipierte Schnittfassung, härter, länger, kompromißloser, verwerfen: Neben der bekannten Kinoversion wird mit dieser DVD erstmals diese ursprüngliche, und Fincher's "persönliche", etwa 30 Minuten längere Schnittfassung geboten, die weitaus nicht bloß mehr Facetten und atmosphärische Tiefe in die Geschichte mit einbringt, sondern die Qualität des Films enorm steigert. Über diesen Aspekt erzählt, neben einem obligatotischen "Making of..." die Bonus-DVD des Films.
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am 13. Dezember 2013
Alien 3 - Nachdem die von Aliens überschwemmte Atmosphärenwandlerstation auf LV-426 in die Luft geflogen ist, befindet sich Ripley wieder auf dem Rückflug zur Erde. Aber irgend etwas an Bord geht schief. Ihre Kälteschlafkabine wird abgesprengt und legt eine Bruchlandung auf einem Gefängnisplaneten hin - doch sie kommt nicht alleine...

Dieser SciFi-Horror präsentiert sich auf blu-ray in schöner HD-Optik, frei von Pixelfehlern und anderen fragmentarischen Störungen. Schärfe und Detailreichtum erreichen gute, aber keine wahren Spitzenwerte. Minimales Grieseln ist zwar vorhanden, fällt aber so gut wie überhaupt nicht auf. Die deutsche Tonspur (DTS 5.1) klingt sauber, Lautstärkeschwankungen zwischen Dialogen und Actionszenen gibt es keine.

Neben der Kinofassung enthält die blu-ray auch die ca. 30 Minuten längere special edition. Die reintegrierten und auch einige alte Szenen wurden mit anders klingenden Stimmen nachsynchronisiert, was an diversen Stellen doch etwas unschön auffällt. Als weiteres Bonusmaterial gibt es noch eine Sammlung entfallener Szenen und einen Audiokommentar von Schauspielern und Filmteam aus dem Jahr 2003.
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am 27. Mai 2013
Der Film von 1992 wurde von David Fincher inszeniert und Sigourney Weaver spielt wieder die Hauptrolle.
Die Handlung:Nachdem Ellen Ripley(Sigourney Weaver),die kleine Newt,Soldat Hicks und der Android Bishop von LV 426 entkommen sind und
sich mit dem Raumschiff USS Sulaco auf dem Rückweg zur Erde befinden,bricht auf einem Zwischendeck ein Feuer aus.Die Rettungskapsel wird
abgesprengt und macht auf dem Planeten Fiorina,auf dem sich nur eine Strafkolonie für Schwerstverbrecher befindet,eine Bruchlandung.Ripley
ist die einzige Überlebende und Bishop ist nicht mehr funktionsfähig.Neben Ripley überlebt die Landung nur ein Facehugger,der sich in einem
Hund(in Special Edigion ein Ochse) einen neuen Wirt sucht.Das kurz darauf schlüpfende Alien wächst rasch und beginnt die Strafgefangenen zu
dezimieren.Da es keine Waffen auf dem Planeten gibt,müssen sich Ripley und die Gefangenen einen anderen Weg suchen,um das Alien zu töten.
Zusätzlich verschlechtert sich noch Ripley's Gesundheitszustand.
Die Handlung besitzt ein paar Logikfehler:Wie kam das Ei aus dem das Alien am Anfang schlüpfte in die Sulaco,nachdem Ripley zuerst alle Eier
der Königin und diese schließlich selbst vernichtete?Die Königin hatte bei ihrer Aufzugfahrt,kein einziges Ei in ihren Klauen.
Warum gibt es auf einem Planeten mit Strafkolonie keine Waffen?Fincher wollte wahrscheinlich die Spannung steigern.Trotzdem büßt die Handlung
dadurch einiges an Spannung ein,da ein Alien als Gegner,nachdem was man im zweiten Teil gesehen hat,einfach zu wenig ist.
Es war klar,dass es schwierig war,den zweiten Teil zu toppen,trotzdem war dieser Weg ein wenig übertrieben.
Fincher suhlt sich regelrecht in der düsteren pessimistischen Umgebung und den negativen Ereignissen.Die beiden sehr sympathischen Charaktere
Higgs und Newt sterben zu lassen ist meinesachtens harter Tobak und die düstere und verlorene Stimmung in der sich Ripley befindet,da keine
Waffen vorhanden sind,tun ihr Übriges.
Dass Ripley keine Waffen hat,schadet natürlich der Action,die nur ein paar Explosionen bietet und bisschen Gerenne durch dunkle Gänge.
Sigourney Weaver spielt wieder einmal große Klasse,dafür sind die anderen Charaktere umso blasser.
David Finchers Kameraführung lässt eine tolle Atmosphäre aufkommen und der Anfang ist trotz Logikfehler so beeindruckend schaurig inszeiert,wie kaum
ein anderer.
Fazit:Trotz allen Kritikpunkten eine durchaus interessante und ansehnliche Variation des Grundthemas.
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am 11. Juni 2004
... ist der dritte Teil der Alien-Saga, insbesondere auf dieser Special-Edition! Zum eine kann man zwischen der Kinoversion und einer um ca. 29 Minuten längeren Special-Edition wählen. Um es vorweg zu nehmen; diese Version zeigt, warum einige Szenen in der Kinoversion nicht enthalten sind, da Sie teilweise etwas langatmig bzw. überflüssig sind. Andere jedoch vervollständigen das Bild des Gefängnisplaneten und machen einige Handlungsstränge logischer. So gesehen bleibt es jedem selbst überlassen, die für sich besten "neuen" Szenen mitzunehmen. Einziger Minuspunkt dabei: Die neuen Szenen sind anders synchronisiert, was man auch leider deutlich hört. Ripleys Stimme wirkt nicht halb so engergisch und sehr künstlich! Schade!
Ansonsten besticht der Film durch eine derart hoffnungslose Endzeitstimmung, dass man mit Ripley leidet und fast erleichtert ist, als sie am Ende vom Tod quasi erlöst wird! Endlich mal ein Held, der auch irgendwann mal stirbt! Kein typisches Hollywoodende, was den Film zusätzlich enorm aufwertet! Zwischen der supergeilen Eröffnungssequenz (nach jeweils kurzen Szeneneinblendungen während des Vorspanns ist bereits klar, wohin die Reise in diesem Teil gehen wird) und dem traurig-furiosen Ende liegen düstere Ereignisse, die Gott sei Dank vor allem durch psychische Elemente und nicht, wie im 2. Teil der Saga, durch reine Action erzeugt werden! Terminator-Fans werden mit diesem Teil nicht so viel anfangen können! Für alle anderen traurigen und morbiden Seelen dieser Erde ist der Film die wahre Selbsterfüllung!
Ein kurzes Wort zur Bonus-DVD: In Umfang und Qualität stellt Sie nahezu alles in den Schatten, was ich bisher gesehen habe! Da kann auch das Bonusmaterial von "Der Herr der Ringe" einpacken! Vor allem wird nicht alles rosarot dargestellt! Ganz im Gegenteil: es wird doch sehr deutlich, wie schwierig die Produktion war und wieviele Unstimmigkeiten es vor und während der Dreharbeiten gab! Umso erstaunlicher, dass dennoch ein solch guter Film dabei rausgekommen ist!
Mit dieser DVD kann man rein gar nicht falsch machen! Kaufen!!!
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am 26. November 2005
Alien 3 hatte ich bei seinem Erscheinen im Kino gesehen und war damals - wie viele Fans - recht enttäuscht. Um meine Sammlung zu vervollständigen habe ich mir die DVD gekauft und aus Neugier den Director's Cut angesehen und siehe da - Alien 3 ist auf einmal ein völlig anderer Film. Einige Szenen aus der Kinoversion entfallen oder werden durch bisher ungesehene, vom Tempo wesentlich gemäßigtere neue Szenen ersetzt. In der 33 Minuten längeren Fassung ergibt der Film einen ganz anderen Sinn, die Figuren sind wesentlich besser gezeichnet und es wurde zu Gunsten einer detaillierteren, düstereren Erzählung der Handlung auf einige "Reißer" aus der Kinofassung verzichtet. Wer den Film mit der Original-Tonspur ansieht, freut sich über die Besetzung mit überwiegend britischen Schauspielern, die dem Ganzen eine gewisse theatralische Note verleihen, was dem Film aber gut tut.
Ich bin erstaunt, positiv überrascht und empfehle jedem Alien-Fan die lange Fassung. Einen Stern Abzug gibt es für das vollständige Fehlen irgendwelcher Extras - vielleicht war aber auch kein Platz mehr, schließlich finden wir quasi zwei Filme auf dieser DVD vor.
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am 14. Februar 2006
Alien 3 spiegelt genau das wieder , was auch David Finchers spätere Filme auszeichnet. Und zwar eine Vorliebe für die düster-pessimistische Atmosphäre, für das Gefühl der Ausweglosigkeit. Das war wohl auch, was den Studiobossen von 20th Century Fox ziemlich sauer aufstieß. Und da es zu Beginn des Films noch nicht einmal ein fertiges Drehbuch gab, welches dann auch während der Dreharbeiten gegen Finchers Willen auf Druck der Studiobosse mehrmals geändert werden musste, wurde die Arbeit für den Regiedebütanten Fincher noch zusätzlich erschwert. Da es auf der Special Edition neben der Kinofassung den Rohschnitt zu sehen gibt, kann man natürlich nur mutmaßen, wie der fertige Film nach Finchers Vorstellungen ausgesehen hätte. Doch eines ist sicher. Der Rohschnitt kommt Finchers Vision in jedem Fall näher, als die fertige Kinofassung. Ich hätte mir persönlich ein paar Statements von Fincher persönlich beim Bonusmaterial oder gar einen aufschlussreichen Audiokommentar gewünscht. Andererseits ist es auch verständlich, dass er nach all den Querelen bei Dreh und Schnitt keinen Bedarf mehr hat, sich zu äußern. Charles Dutton sagt im Making Of, genau dass, was an Alien 3 eigentlich so einzigartig und so typisch Fincher ist. Nämlich die Konzentration auf die Charaktere. Besonders Ripleys innere Zerrissenheit und die Charakterisierung der bibeltreuen Schwerverbrecher, für die der Glaube Berge versetzten kann. Jeder Alienfilm hat etwas besonderes, etwas spezielles an sich. Bei Finchers Alien ist es die menschliche Apokalypse. Davon sind leider nur Ansätze in die letztendliche Kinofassung herübergerettet worden, so dass Finchers Vision nicht für jeden verständlich geworden ist. Ich habe jedoch immer noch Hoffnung, dass die Fans eines Tages Finchers Fassung zu sehen bekommen werden.
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am 13. April 2006
David Finchers ("Sieben") Meisterwerk musste erst einmal durch viele Täler hindurch :
Regisseur Renny Harlin ("Cliffhanger") steigt wegen Chaos am Set aus. Ein Duzend Drehbücher bringen keine Ruhe. Der künstlerische Feinschleifer Vincent Ward führt nun Regie. Er will gar keinen Horror... man trennt sich, der Nächste bitte...
Werbespotfilmer David Fincher ist nun an der Reihe. Während die Produktion immer teurer wird, gehen die Dreharbeiten endlich los. Wenn doch endlich das sich immer ändernde Drehbuch fertig wäre. Keine guten Bedingungen für Fincher. "Beobachter" aus Hollywood trauen dem Debütanten nicht, mischen sich in seine Kompetenzen ein u.s.w.
Kritik kommt auf, weil David Fincher einen überambitionierten Kunstanspruch hat. Genau das macht meiner Meinung den Film Alien 3 aus. Somit unterscheidet sich dieser Streifen wohltuend von den Vorgängern Alien 1 (Höchstspannung) und Alien-Die Rückkehr (Action satt).
David Fincher führt hier nun die Hauptprotagonistin an deren letzten Grenzen. Eines muss noch gesagt werden :
Warum gibt es keine Interviews von Fincher auf dem Zusatzmaterial (DVD-Disc 2) ?
Die Antwort liegt auf der Hand. Die Produzenten trauten ihm nicht, er musste ohne einen Schluss, also ohne fertiges Drehbuch zaubern, man hat ihn genaustens beobachtet u.v.a.
Dennoch schafft es der 29-jährige David Fincher, eine packende Alternative zu entwerfen und künstlerisch den Charakter der Protagonisten einzuflechten in eine fesselnde Spannungsdrammarturgie. ***** Sterne für eine ganz eigene optische Komposition !
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. August 2012
Auf der Sulaco, auf welcher sich Ripley und die anderen Überlebenden aus Teil 2 im Hyperschlaf befinden, bricht ein Feuer aus. Somit werden alle in eine Rettungskapsel befördert. Diese stürzt auf einem Gefängnisplaneten ab, welcher von doch recht brutalen Zeitgenossen bewohnt ist. Leider hat Ripley noch etwas anderes mitgebracht...und die Jagd durch die Anlage beginnt

Auf der Blue-Ray befinden sich zwei Versionen dieses klasse Films, einmal die Kinofassung von 1992 sowie eine Special Edition von 2003. Beide sind wunderbar digitalisiert und bieten ein tolles Bild. Auch der Sound kommt sehr gut rüber. Das enthaltene Bonusmaterial bietet mit Kommentaren und entfallenen Szenen Standardkost, aber mehr verlange ich auch nicht. Mir geht es hauptsächlich um den Film. Einziger Kritikpunkt ist in meinen Augen, dass bei den neuen Szenen in der Special Edition andere Synchronsprecher als beim ursprünglichen Film zum Einsatz kommen. Kenner finden die neuen Szenen auch so, dass ist an sich kein Problem, jedoch durch die anderen Stimmen stechen sie jetzt so richtig hervor, was einfach stört und daher ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten wünsche ich gute Unterhaltung bei einer der größten Reihen in der Filmgeschichte!
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HALL OF FAMEam 11. November 2002
Während der Anfangs-Credits sind ein paar verschwommene Einstellungen zu erkennen, Säure frisst sich durch Stahl, ein Alien krabbelt über eine Schlafkammer, ein Röntgenbild, auf dem ein fremder Organismus im Hals eines Menschen zu sehen ist. Bereits die Entscheidung, Newt, Bishop und Hicks an Bord des Raumgleiters Sulaco sterben zu lassen, obwohl sich der Zuschauer noch gegen Ende des zweiten Teils noch bereitwillig in Sicherheit wiegen ließ, ist ein überrumpelnder und gelungener, weil den Zuseher verstörender Kniff. Dennoch bleiben wichtige Fragen unbeantwortet - woher stammt das zweite Alien? Was passiert wirklich mit Newt?
Nach der Landung auf dem trostlosen Eiland Fiorina 161 beginnt eine düstere Fortsetzung der Alien-Saga. So düster ist die Welt, dass später selbst der Android Bishop den Wunsch äußert, lieber abgeschaltet zu werden, als weiter in dieser Welt existieren zu müssen. Die Bewohner des Gefängnis-Planeten sind Schwerverbrecher, für die Mord und Vergewaltigung allenfalls Kavaliersdelikte zu Beginn ihrer kriminellen Laufbahn waren, inzwischen jedoch jeglicher Gewalt abgeschworen und eine eigenartige religiöse Bruderschaft errichtet haben. So ist Ripley trotz Glatze die erste Frau, die sie seit langem gesehen haben, und damit anfangs der weitaus bedrohlichere Fremdkörper in dieser martialischen Männergesellschaft.
Wie im zweiten Teil mag ihr zunächst keiner glauben, wie im ersten Teil knöpft sich das Alien in dunklen Schächten seine Opfer einzeln vor. Ebenfalls wie im ersten Teil verfügen die Insassen des Gefängnisses (auch deren Wärter!) über keinerlei Waffen. Statt dessen muss auf Steinzeitmethoden zurückgegriffen werden, Menschen als lebende Beute, Feuer als Waffe. Allerdings können wie bei vielen anderen Gefängnis-Filmen die kahl geschorenen Insassen nur schwer auseinander halten werden. Wenn dann das Alien zuschlägt, so stellt sich bei aller technischen Raffinesse auch eine gewisse emotionale Leere ein, weil einem so gut wie alle Nebenfiguren herzlich egal sind.
Eine echte Unzulänglichkeit des Drehbuchs ist, dass Ripleys Geliebter, Charles Dance, mit dem sie die einzigen zärtlichen Momente verbringen darf, viel zu früh geopfert wird. Allerdings ist das auch ein echtes Alien-Charakteristikum, keiner darf sich sicher fühlen, schon gar nicht der Zuschauer. Leider auch nicht Ripley selbst, und die Idee der Autoren, sie durch das zu töten, was sie über die vorhergehenden Teile der Saga bekämpft, ist genial. Aus ihr soll eine neue Queen, eine neue Alien-Mutter entstehen. Und da sie in keinem Fall zu retten ist, ist sie einsichtig genug, sich zu opfern. Ähnlichkeiten mit anderen Filmfiguren, zum Beispiel mit "Terminator 2" sind sicherlich unbeabsichtigt, aber leider nicht zu übersehen. Das erstaunliche ist, dass es dem Film gelingt, uns davon zu überzeugen, dass diese Opferung nicht nur unvermeidlich geworden ist, sondern gleichzeitig das Beste ist, was Ripley passieren konnte. Endlich wird sie erlöst.
Regisseur Fincher setzt auf eine düstere Atmosphäre, auf geniale Kamerafahrten und auf ein Stahlwerk-Design, das die übliche Sci-Fi-Sterilität ersetzt. Hinzu kommen Eigenschaften der Aliens, die in den ersten beiden Teilen verborgen blieben: Geschwindigkeit und Durchhaltevermögen. Damit bleibt Fincher dem Serien-Charakter der Saga treu, wonach jeder Regisseur ein ganz und gar eigenständiges Werk erschaffen durfte. Leider musste er sich mit einer Reihe von Drehbuchautoren herumschlagen, von denen jeder seine eigene Sicht der Dinge in die Handlung einarbeiten konnte, was dann zu manch abrupten Rissen in den Handlungssträngen führte. Gerade in der wiederholten DVD-Betrachtung treten diese zu Tage. Dennoch bleibt Alien3 für jeden Fan ein Muss!
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