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am 23. Oktober 2005
Nachdem ich den Herrn der Ringe verschlungen habe, habe ich mich gefragt, woher die Truchsesse aus Gondor kommen und wieso sie keinen König mehr haben, wie der König aus Rohan damit im Zusammenhang steht, wieso Elrond soviel um alte Dinge weiß und warum der Dunkle Herrscher Sauron seinen unheilvollen Ring schmieden und ihm soviel Macht innewohnen lassen konnte. Da bin ich auf das Silmarillion gestoßen... Es weist starke Ähnlichkeiten mit der Genesis der Bibel auf, am Anfang steht der "Illuvatar", der Denker und Komponist, der die Valar in die Welt schickt, um seine Visionen zu leben und die Welt einzurichten für seine Kinder, die Elben und Menschen. Es ist ein umfassendes Werk, welches die komplette Entstehungsgeschichte der Elben- Zwergen- und Menschengeschlechter erzählt, die Entstehung des Bösen und Dunklen in Mittelerde, die Kämpfe, die hier ausgefochten werden. Man erfährt, wer die "Herren des Westens" sind und woher sie kommen, was es mit den "Grauen Anfurten" auf sich hat und wie die Welt sich immer wieder wandelt, bis sie so ist, wie Frodo sie im Herrn der Ringe erlebt. Man erfährt, wer Gandalf ist und welche Aufgabe er hat; woher die Orks eigentlich kommen, wer sie geschaffen hat... Man erfährt so viele Dinge, die, wollte man sie alle hier aufzählen, den Rahmen sprengen würden. Das Buch ist nicht gerade leicht zu lesen, schon wegen der ganzen Personen, die hier eine Rolle spielen. Man muß sich konzentrieren; es ist keine Lektüre für "zwischendurch". Hat man sich aber in dieses Buch versenkt, so birgt es eine gewisse "Suchtgefahr", denn man beschäftigt sich mit den Geschichten, auch wenn man nicht liest: So viele Dinge, über die sich nachzudenken lohnt! Tatsächlich verdient das Silmarillion die Bezeichnung "Bibel von Mittelerde" mit allen Konsequenzen, schildert es sehr intensiv den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Es ist die faszinierende, komplett durchdachte Entstehungsgeschichte einer anderen Welt - die aber so real wirkt, wie die, in der wir leben. Liest man danach den Hobbit und im Anschluß den Herrn der Ringe nochmal, sind diese Bücher viel aufschlußreicher und noch intensiver, weil man einen umfassenden Hintergrund hat.
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am 16. Dezember 2013
Lange habe ich überlegt, ob ich mir das "Silmarillion" zulegen sollte, denn obgleich ich ein großer Fan von Tolkiens "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" bin, genauso sehr natürlich von den ausgezeichneten Verfilmungen von Peter Jackson, hab ich natürlich auch gelesen, dass dieses Buch hier nicht jedermanns Sache sei. Dass sich hier viele Fans verschrecken ließen von den vielen Namen, den vielen unbekannten Orten und der Sprache, die Tolkien hier verwendet. Lange haben mich die Zweifel also abgehalten, dieses Werk zu lesen.
Doch dann endlich siegte letztlich mein Drang danach, mehr zu erfahren über die Vorgänge des 1. Zeitalters, über die Erschaffung der Welt - einer Welt, in der die großen drei Elbengeschlechter maßgeblich Mittelpunkt des Geschehens waren. Einer Welt, die unter der Bedrohung von Morgoth, Saurons Meister, stand. Einer Welt, in der Balrogs keine sagenumwobenen Wesen aus einer fernen Zeit sind, sondern zu hunderten Teil der finsteren Armeen von Angband, die in Schlachten des EZ gegen riesige Elbenheere zogen.

Ich habe bewusst in Kauf genommen, dass mich die Sprache des Silmarillions nicht packen würde, dass ich mich eventuell durchkämpfen müsse und das alles rein um der Information Willen, die man daraus ziehen kann.
Dementsprechend motiviert und vorgewarnt las ich die ersten Kapitel um die Ainur, die Valar und die Erschaffung von Ea, die in der Geburtsstunde der Eldar gipfelte. Und ich war von Anfang an drin in der Geschichte. Ich habe von Anfang an den Zugang zu dem Buch erhalten, den viele andere anscheinend nicht finden konnten. Die antiquierte Sprache liest sich sicherlich nicht so flüssig wie in einem Roman, wobei selbst "Der Herr der Ringe" alles andere als einfach geschrieben ist. Doch wer wirklich mehr wissen will über die Fantasywelt Tolkiens, der findet meines Erachtens auch rein, wenn - ja wenn - man sich von vorneherein klar darüber ist, was man hier bekommt. Das ist kein Buch für die Straßenbahn, oder für ein paar Seiten kurz vor dem Schlafengehen wenn einem schon die Augen halb zufallen. Das ist ein Buch, mit dem man gewissermaßen "arbeiten" muss. Man liest einen Absatz, stolpert über zwei-drei Namen, die einem vielleicht grob bekannt, vielleicht noch unbekannt sind und schon ist man wieder hinten im Namensregister und forscht nach, um wen es sich hier handelt. Und kaum beginnt man nachzuforschen, gerät man schnell in Gefahr, vom Hundersten ins Tausendste zu kommen. "Wie, Feanor, der Sohn von wem - schau ich doch mal nach. Ah, der hat drei Söhne. Die heißen so und so... ah hier ein Stammbaum..."
Und ehe man sich versieht, sind 10 Minuten vergangen, in denen man nur auf den letzten Seiten des Buches vertieft war, bevor es dann wieder im eigentlichen Text weitergeht.
So ging es mir jedenfalls und das bis ungefähr zur Hälfte des "Silmarillions". Und auch wenn das jetzt manchen abschrecken könnte. Ich selbst habe es genossen, immer und immer wieder nachzuschlagen. Und je mehr man das am Anfang macht, und nicht stur alle Namen überliest und sich dabei ärgert, dass man mit Namen und Orten zugeschüttet wird, desto einfacher fällt es einem hinten heraus, der Handlung zu folgen. Es lohnt sich also, sich gerade in der ersten Hälfte des Buches einen Wissensschatz anzusammmeln, die Stammbäume grob verinnerlicht zu haben, um dann die zweite Hälfte, in der es - selbst für Silmarillion-Verhältnisse- dann echt auch zur Sache geht, genießen zu können. Und dann - aber wohl nur dann - ist dieses Buch auch echt mitreißend und spannend.
Geschichten wie von "Beren & Luthien", "Den Kindern Húrins" und den großen fünf schicksalhaften Schlachten der Eldar (Elben) und Edain (Menschen) gegen Morgoth entfalten sich im Kopf des Lesers so sehr, dass man, obgleich Tolkien auch hier recht selten mal in wörtliche Rede wechselt oder ganz nah ans Gesehen rangeht, trotzdem das Gefühl hat, mitten drin zu sein.
Anders ausgedrückt: "Das Silmarillion" ist das perfekte Buch für Freunde des Kopfkinos. Und ja, da bekommt man schon Gänsehaut, wenn man sich manch eine Festung, die Minas Tirith wie eine Kleinstadt aussehen lassen würde, oder Balrogs und Drachen hoch oben über Schlachtfeldern mit tausenden Kriegern beim Lesen bildlich vorstellt und das dann noch in Gedanken von Herrn Jackson verfilmt auf der Leinwand sieht.

Garniert werden die Geschichten dann noch - in meiner gebundenen Klett-Cotta Ausgabe - von wunderschönen, stimmigen und auch künstlerisch ausgesprochen wertvollen Bildern aus der Hand von Ted Nasmith. Sie begleiten die wichtigsten Geschehnisse des Buches mit Bildmaterial und helfen ungemein, dass man sich besser in die Geschichten einfühlen kann. Allen, die ähnliche Zweifel, wie ich sie hatte, hegen, dass das Buch zu trocken sei, empfehle ich in jedem Fall diese Ausgabe. Abgesehen davon sieht sie einfach 1000 Mal besser aus als die Broschur.

Am Ende des Buches ist man einfach überwältigt über die Wucht, die Größe und die weitreichenden Konsequenzen des "Silmarillions". Nach der Lektüre dieses Buches sieht man als Fan den "Herr der Ringe" definitiv mit anderen Augen. Dazu trägt vor allem auch das eigene Kapitel über den Aufstieg und Fall Númenors bei, das die wichtige Brückenfunktion zwischen den weit in der Vergangenheit liegenden Legenden aus dem EZ und den jüngst geschehenen Ereignissen im HdR oder im Hobbit einnimmt.
Ich persönlich hoffe sehr, dass all diese Geschichten irgendwann einmal würdig und in all ihrer Pracht den Weg auf die große Leinwand finden. Sicherlich wäre es nötig, die Filme noch mit Details zu füllen, die Tolkien im "Silmarillion" der Fantasie der Leser überlässt. Doch verfilmbar wäre das Buch rein theoretisch schon.

Demnächst findet allerdings erst einmal die rote Schmuckausgabe des "Herrn der Ringe" den Weg unter meinen Weihnachtsbaum, und dann werde ich mich erneut nach Mittelerde begeben, nun aber mit dem Wissen über die Anfänge seiner Welt, über die Heldensagen und Mythen des 1. Zeitalters, über den Aufstieg und Untergang Beleriands und darüber, wie es dazu kam, dass die Welt so ist wie sie ist, wenn Frodo Beutlin im 3. Zeitalter die Reise seines Lebens antritt.

Wer Mittelerde in seinen Grundzügen verstehen will, muss dieses Buch lesen. Ich bin froh, dass ich es endlich getan habe, und hoffe, dass ich durch diese Rezension einige andere, die noch zweifelten, dazu bewegen kann.
Das erste Gebot ist allerdings, sich wirklich drauf einzulassen. Wenn man das macht, dann muss man definitiv "kein Freak" sein, wie in den Verissen hier teilweise herausposaunt wird, um dieses Buch faszinierend zu finden.
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TOP 500 REZENSENTam 24. August 2002
Wer "sollte" dieses Buch lesen? Jeder der "Der Hobbit" und/oder "Der Herr der Ringe" gelesen hat und dem sich dabei einige Fragen gestellt haben und tiefer in die Geschichte der Zeitalter eintauchen wollen.
Warum verlassen die Elben Mittelerde? Woher kommen Balrogs? Was ist auf dem geheimnisvollen westlichen Kontinent? Woher kommen Elben, Zwerge, Menschen, Ents, Orks.... etc. Wer/was ist eigentlich Gandalf und Sauron? Oder der nur angedeutete eigentliche Herr der Dunkelheit, Morgoth, dessen Diener Sauron ist? Und was ist eigentlich in den Zeitaltern vor dem Ende des Dritten geschehen?
All das findet man im Simarillion. Es beinhaltet die Geschichte von der Erschaffung Ardas (der Erde) bis zum Ende der Ringkriege. Es beantwortet alle Fragen zur Geschichte Mittelerdes, und beinhaltet die Entwicklung der Ereignisse die vom Ersten Zeitalter bis zu den Ringkriegen geführt haben.
Das Simarillion kann daher am besten als Bibel von Mittelerde beschrieben werden. Ähnlich ist der Erzählstil der Geschichten, aber langweilig wird es nicht - denn hier fügt sich zur Genugtuung des Lesers Puzzleteil um Puzzleteil zur Geschichte Mittelerdes zusammen und endlich erfährt man alle Hintergründe zu den geheimnisvollen Andeutungen die Zuhauf vor allem im "Herr der Ringe" über die sog. Altvorderenzeit auftauchen.
Hier merkt man erst die Tiefe dieser Welt - und wenn der "Herr der Ringe" schon groß und monumental erschien, so war diese Geschichte doch nur ein kleiner Ausschnitt aus drei Zeitaltern, die vorher schon viel gewaltigere Kriege erdulden mussten.
Jeder der das Silmarillion mit Begeisterung gelesen hat, kann getrost gleich darauf wieder den "Herr der Ringe" zur Hand nehmen und nocheinmal lesen. Er wird eine neue, sehr viel tiefere und ergreifendere Geschichte vorfinden, aus Andeutungen plötzlich große Zusammenhänge schließen können und von dem Ausmaß der Begebenheiten viel tiefer als beim ersten Mal ergriffen sein.
Zu guter Letzt sei noch darauf hingewiesen, dass man das Simarillion nicht nebenbei lesen kann, es verlangt Konzentration und Aufmerksamkeit (und, zugegeben, sollte man den Herr der Ringe vorher gelesen haben) - nichtsdestotrotz ist die Belohnung gewaltig.
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am 16. April 2006
Das Buch ist brillant!
Aber zuerst einmal eine Warnung:
Wer ein Buch im Stile des "Herr der Ringe" oder des "Hobbit" erwartet, wird enttäuscht werden.
Das Buch ist eine Darstellung der Anfänge von Mittelerde und nicht einfach zu lesen. Vor allem am Anfang muss man oft hinten im Namensregister nachschlagen um die vielen neuen Namen und Orte zuordnen zu können. Wenn man sich aber einmal eingelesen hat, bietet das Buch viele Informationen und die Interessante Geschichte des jungen Mittelerde. Der Erzählstil ist jedoch wie schon gesagt nicht einfach, es wird auch nicht in einem spannenden Stil geschrieben, die Handlung wird sehr komprimiert wiedergegeben. Es passieren relativ viele Dinge in kurzer Zeit, so dass man aufmerksam lesen muss. Das Buch wurde mir trotzdem nie langweilig und war vor allem durch die nähere Beschreibung vieler Dinge, die im "Herr der Ringe" nur angedeutet wurden, sehr interessant.
Allgemein muss man sagen, dass das Buch keine leichte Kost ist, sondern ziemlich anspruchsvoll ist. Für Fans von Mittelerde ist es jedoch ein Muss, da erst im "Silmarillion" alle Zusammenhänge klar werden.
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am 23. Juli 2007
Das Silmarillion beschreibt den absolut faszinierenden geschichtlichen und (geo)logischen Rahmen epischen Ausmaßes, in dem auch die Geschichte um den Herrn der Ringe stattfindet.

Doch Vorsicht - "Das Silmarillion" ist KEIN Roman, hat KEINE feste Anzahl an Hauptcharakteren, um die sich eine in sich geschlossene Geschichte aufbaut.

Es ist vielmehr eine Sammlung von Erzählungen, die sich zu verschiedenen Zeitpunkten der ca. 10.000 jährigen Geschichte Mittelerdes zugetragen haben.

"Kurzer" chronologischer Ablauf des Buches bzw. der Geschichte Mittelerdes:

1. Zeitalter (Zeitalter der Herrschaft der Elben)
-Mythos der Entstehung der Welt "Mittelerde", Mythos der "Götter" Mittelerdes
-Geburt der Elben, Menschen, Zwerge, Völker, Stammbäume, Anführer
-Gewaltige Kriege zwischen den alten Elbenfürsten und (dem bösen "Gott") Morgoth und dessen Schergen
-Das Eingreifen der Heere der "guten Götter" zugunsten der Elben vernichtet einen Teil der Welt und läutet das zweite Zeitalter ein

2.Zeitalter (Zeitalter der erstarkenden Macht der Menschen)
-die Numenorer, Menschen und menschliche Abkömmlinge der ersten Halbelfen, und ihre mächtige Herrschaft auf der Insel Numenor
-Sauron schmiedet die Ringe der Macht und den Einen Ring, muss sich aber der Macht der Numenorer unterwerfen
-numenorisch - menschliche Überheblichkeit (Sauron!), Angriff auf die Götter in den Unsterblichenlanden
-Vernichtung der Numenorer und ihrer Insel durch die Götter
-Die letzte Schlacht der Elben+Menschen in Mittelerde gegen Sauron läutet das dritte Zeitalter ein, Sauron verliert Körper und Einen Ring in dieser Schlacht

3.Zeitalter (Herrschaft der Menschen)
-Erstarken der Menschenreiche Arnor und Gondor (Nachfahren der Numenorer)
-erstes Auftauchen der Ringgeister und des Zaubererordens um Saruman und Gandalf
-Sauron erstarkt wieder, führt Krieg, gewinnt Land, sucht seinen Einen Ring mit Hilfe der Ringgeister
-"Der Herr der Ringe" ...

Schwupps sind ca. 10.000 Jahre rum :)

Wegen der Fülle der geschichtlichen Daten, Namen und Begebenheiten kein leichtes Buch, aber um die persönliche Vorstellung von Tolkiens Meisterleistung zu vollenden, ist es m.M.n. unverzichtbar :)
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am 20. Dezember 2012
Mir ging es wohl wie vielen Anderen: Zuerst stolperte man über "Herr der Ringe", dem unvergleichlichen Meisterwerk der Fantasy-Literatur. Man ist fasziniert von dieser Geschichte, von den Personen und den immer wieder leicht angedeuteten Mythen und Legenden aus den vergangenen Zeitaltern. Schnell hat einen das Fieber gefasst und man will mehr über diese Welt lesen, also forscht man nach, was es noch so gibt.
Man stößt auf die Vorgeschichte, den "Hobbit", in dem erzählt wird, wie Bilbo damals an den Einen Ring kam. Doch man liest erneut von Geschichten aus längst vergangenen Zeitaltern, von Legenden und Sagen. Vielleicht fragt man sich auch, was es mit Gandalf wirklich auf sich hat, sowie mit Elrond, dem Weisen. Wenn man weiterstöbert, stoßt man früher oder später auf das Silmarillion. Und erst hier wird Tolkiens gigantisches Schaffen und seine überberstende Fantasie völlig gezeigt.

Das Buch beginnt mit der Ainulindale, in der die Erschaffung der Welt (Arda) in sehr biblischem und pompösen Tonfall vorgetragen wird. Man erfährt von den Ainur, später auch Valar genannt, göttergleichen Wesen (ähnlich etwa den griechischen sowie auch den nordischen Göttern), die von Eru, dem Einen, dem christlichen Gott stark ähnelnden Wesen dazu gebracht werden, mit ihrem göttlichen Gesang die Welt zu erschaffen. Doch schon bald erhebt sich eine dunkle Macht, um diesem Schaffen entgegenzuwirken und Misstöne in die Klänge der Schöpfung einzubringen...
Das ganze Thema des Silmarillions hier jetzt zu überfliegen, wäre zu langwierig, und man kann die Story nicht zusammen fassen. Man muss das Silmarillion selbst lesen. Man muss es erleben. Denn dieses Buch ist wirklich ein Erlebnis. Man taucht wirklich ein in die gewaltigen Ereignisse, die damals die Welt erschütterten und ihr das Gesicht verliehen, wie es später Bilbo oder auch Frodo zu sehen bekamen.
Im Mittelpunkt steht hier die "Quenta Silmarillion". Man erfährt von den Elben, den Unsterblichen, den reinsten Lebewesen, die nach und nach die Welt bevölkern und sich über viele Jahrhunderte hinweg einen erbitterten Krieg mit dem dunklen Feind liefern. Und man erfährt von den Silmaril, den leuchtenden Edelsteinen und wohl kostbarsten Dingen, die je erschaffen wurden. Sie sind Auslöser vieler gewaltiger Ereignisse. Es werden Kriege gefochten, Schlachten geschlagen und gewaltige Kämpfe ausgetragen, man liest von Habgier, Verrat, Flüchen und unsterblichen Schwüren. Doch nicht nur Elben sind es; bald schon werden die Menschen das Licht der Welt erblicken, und auch sie werden in die schicksalsträchtigen Ereignisse der Welt hineingezogen.

All dies ist bombastisch und episch, und ich glaube, ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass Tolkien mit diesem Buch die Messlatte für den Begriff "episch" in der Fantasy-Literatur so hoch gelegt hat, dass man sie wohl auf unbestimmte Zeit nicht übertreffen kann. Mir selbst hat sich besonders die Geschichte über Fingolfin, dem Hohekönig der Noldor und seinem Zweikampf mit Morgoth in mein Gehirn gebrannt und selbst jetzt, wenn ich nur daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut.

Eins jedoch sollte erwähnt sein: Wer den Tonfall der vorher genannten Werke von Tolkien gewöhnt ist, wird sich zuerst schwer tun; ganz besonders steht der "Hobbit" im starken Kontrast mit diesem Buch, hat das Silmarillion doch in keinster Weise einen so verspielten und kindlichen Touch wie das berühmte Kinderbuch. Der Tonfall ist überwiegend ernst und pompös, mehr wie eine Oper denn wie ein Märchen. Doch erst hier, im Silmarillion, wird gezeigt, was Tolkien für ein gigantisches Werk geschaffen hat. Eine völlig in sich abgeschlossene Welt mit eigener Mythologie, und diese nicht einfach nur aus ein paar Minuten heraus geschrieben, sondern über viele Jahre hinweg hingebungsvoller Arbeit, bis ins letzte Detail durchdacht. Das Silmarillion ist ein wahres Meisterwerk und nur, wer dieses Buch gelesen hat, weiß wirklich über die Schöpfungskraft des großen John Ronald Reuel Tolkien Bescheid. Dies ist sein Vermächtnis. Die Bibel der Fantasy-Literatur.
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am 3. Mai 2006
Die Welt von Mittelerde wurde erschaffen durch die Musik der Ainu, Sprößlinge der Gedanken Ilúvatars. In diese Welt, genannt Arda, geboren werden die Kinder Ilúvatars: Elben (die Erstgeborenen und Unsterblichen), sowie Menschen (die Nachgeborenen und Kurzlebigen). Sie sind es, die Mittelerde bevölkern und dort ihre Abenteuer erleben und mit ihnen die Zwerge, Orks, sowie all die anderen Kreaturen, bösen wie guten. Wer wollte nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, warum Mittelerde die Gestalt besitzt, die wir im Herrn der Ringe kennenlernen. Wer zu erfahren wünscht, warum es ein paar kleinen Hobbits gelingen kann, die Pläne der Großen und Weisen durcheinanderzubringen, warum aus tiefstem Leid größte Freude erwachsen kann und warum selbst die größte Dunkelheit auf Erden das Licht der Sterne nicht verlöschen kann, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt. Mittelerde ist groß, doch Arda ist weitaus größer ...
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am 7. Januar 2003
Das Silmarillion besticht durch die üblichen Eigenschaften Tolkiens. Es ist detailliert und wunderschön geschrieben, ein Epos sozusagen das seinesgleichen sucht. Im Silmarillion wird von der Erschaffung der Welt, Arda, durch die Götter, welche später auf die Erde gesandt werden um die Ankunft ihrer Kinder zu erwarten, nämlich den Elben und Menschen. Vom ersten Zeitalter wird berichtet, in denen die Elben Reiche in Mittelerde gründen, während die Menschen noch nicht exestieren, und gegen Morgoth, einen abtrünnigen Gott, der dunkelste aller dunklen Herrscher, dessen oberster Helfer Sauron ist, und welcher die Balrogs erschaffen hat, Krieg führen.
Das Silmarillion ist eine Chronik mit Geschichten, die am Ende des dritten Zeitalters nur noch Elrond, Galadriel und Cirdan in Erinnerung haben und in Form von kurzen Liedern auch im Herrn der Ringe vorkommen, wie zum Beispiel die Fahrt Earendils oder die Abenteuer Luthiens und Berens, von denen Elrond, die Könige von Numenor und andere abstammen.
Dieses Buch ist wärmstens all jenen zu empfehlen die mehr über Mittelerde, Elben und deren Entstehung und die Urahnen der Helden des dritten Zeitalters erfahren wollen, oder die in eine Welt voller Wunder eintauchen wollen und bereit sind sich verzaubern zu lassen.
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am 3. Juni 2001
Ich habe wie viele andere auch zuerst den Herrn der Ringe und den Hobbit gelesen und mich erst ca. 3 Jahre danach mit dem "Silmarillion" befasst. Man sollte sich meiner Meinung nach viel Zeit lassen, um dieses Buch zu lesen.Insgesamt habe ich so etwa 3 Monate (mit Unterbrechungen) gebraucht. Was einem im Silmarillion erwartet, ist etwas ganz anderes als im Herrn der Ringe. Hier wird eine ganze Welt mit ihrer Geschichte, ihren Tragödien und Schicksalen dargestellt. Tolkiens Meisterwerk ist vielmehr dieses Buch, das in seiner epischen Breite und Erzähldichte alles andere übertrifft, was ich je gelesen habe. Manchen mag das schwer zu verstehen sein, wenn 1000 Namen und Ereignisse auf einem niederprasseln, andererseits ist es gerade dieses Komplexe, was Tolkiens Welt ausmacht. Und irgendwie ergibt am Ende alles einen Zusammenhang, die Sprache verzaubert einem vom ersten Wort an und lässt einem bis zum Ende nicht mehr los. Das, was Tolkien geschaffen hat, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Seine Welt ist genauso schön und zugleich auch hässlich wie die unsere, seine Charaktere manchmal schön wie die Sonne (s. Luthien Tinuviel) , manchmal dunkel und grausam, aber nie ganz das eine oder andere. Inhaltlich erzählt dieses Epos die Geschichte der Entstehung von Arda (der Welt), der Geburt der Elben, der Zwerge und der Menschen. Hauptsächlich aber geht es um die Elben und ihre tragische Vorbestimmung. Und dies zu verfolgen, ist das Ziel dieses Buches. Als ich den letzten Abschnitt las und erfuhr, was nach der Herrn der Ringe geschah, wusste ich, das der Herr der Ringe nur eine winzige Geschichte darstellt. Alles in allem kann dieses Buch Geschmackssache sein, dennoch ist es alles andere als nur ein Buch einer fantasierten Welt, es birgt viel mehr als das. Dazu solltet ihr es aber selbst lesen! ;)
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am 24. Januar 2007
Das Silmarillion ist ein wirkliches muss für jeden HDR Fan, es schließt unmengen an Lücken, klärt den Leser über Dinge auf die nicht unbedingt aus dem Hobbit und dem HDR herausgehen. Ausserdem wird hier die Entstehung von Mittelerde, der Elfen, der Menschen und der Bösen genau Buch geführt.

Wer sich nun allerdings einen ähnlichen Epos wie bei HDR oder eine Erzählung wie beim Hobbit erwartet ist hier falsch.

Das Silmarillion ist zeitweise langatmiger, und beinhaltet eine wirklich extreme Menge an Namen. Dennoch ist es für Leute welche die Lücken, die nach HDR und Hobbit noch bleiben, füllen wollen ein tolles Buch mit guten erzählungen welche Tolkiens Universum zu einer gesammten und schlüssigen Sache macht.
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