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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarz und weiß...
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein...
Veröffentlicht am 17. April 2009 von Anette1809

versus
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende der Apartheid?!?
Südafrika - was kennt man schon davon, wenn man selbst noch nicht dagewesen war? Ein Urlaubsparadies mit weißen Stränden und einer unglaublichen Naturidylle?!? Klar, da gab es mal Probleme mit der Apartheid und die Kriminalitätsrate soll schon hoch sein, aber SO schlimm kann es doch nicht sein...

Oh, doch: Glaubt man diesem Buch - und das...
Veröffentlicht am 1. Mai 2009 von jurmai


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarz und weiß..., 17. April 2009
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein korrupter Bulle mit Namen "Gatsby", sozusagen der "Hot Dog" Südafrikas :-) und einen ehemaligen entstellten Gefängnisinsassen, der nach seiner Entlassung aus dem Knast als Wachmann arbeitet. Näheres zu den einzelnen Personen verrät der Klappentext.
Den gewählten Ort der Handlung - Kapstadt - finde ich gut gewählt. Ein Ort, den ich nur aus Erzählungen kenne, und ein Ort, der sich in positiver Weise abhebt von den bekannten Schauplätzen der Kriminalliteratur. Einen Krimi oder Thriller, der in Skandinavien oder den USA spielt, hat ja fast jeder schon einmal gelesen, aber Kapstadt?
Der Leser wird in Windeseile in den Bann der miteinander verwobenen Einzelschicksale gezogen. Ich finde, man merkt diesem Buch an, dass der Autor auch im Filmgeschäft arbeitet. Mich hat der Stil an Episodenfilme und an Verfilmungen der Romanvorlagen von Elmore Leonard erinnert. Der aus verschiedenen Perspektiven erzählte Roman ist - wenn auch auf äußerst brutale Art - unterhaltsam und von der Erzählweise anspruchvoll. Sowohl mich als auch meinen Mann haben der flüssige Schreibstil, die authentische Sprache und die Handlung sehr begeistert. Die teilweise verwendete Fäkaliensprache hat uns nicht gestört, weil sie zur Handlung und den Protagonisten passt. Wir beide haben diesen Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende der Apartheid?!?, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Südafrika - was kennt man schon davon, wenn man selbst noch nicht dagewesen war? Ein Urlaubsparadies mit weißen Stränden und einer unglaublichen Naturidylle?!? Klar, da gab es mal Probleme mit der Apartheid und die Kriminalitätsrate soll schon hoch sein, aber SO schlimm kann es doch nicht sein...

Oh, doch: Glaubt man diesem Buch - und das tue ich zumindest in Ansätzen - dann ist es noch wesentlich schlimmer! Durchaus spannend erzählt der Autor in seinem Debütroman die Geschichte der amerikanischen Familie Burns, die sich zum Untertauchen ausgerechnet Kapstadt ausgesucht haben und schnell in die südafrikanische Banden- und Drogenkrimininalität verstrickt werden, die auch vor den staatlichen Organen nicht halt macht.

Der Autor zeigt sehr offensichtlich viele Probleme der südafrikanischen Realität - von der Bewältigung der Apartheidjahre ist da noch lange nichts zu spüren, auch wenn es erste Lichtblicke in Gestalt des Sonderermittlers Disaster Zondi gibt.

Der Thriller liest sich schnell "weg", trotz seiner teilweise doch brutalen Schilderungen, die der Autor durch eine herbe Sprache betont. Ein anderer Sprachstil jedoch würde m.E. das Geschehen an Glaubhaftigkeit verlieren lassen. Ein Buch für zarte Gemüter ist "Kap der Finsternis" somit definitiv nicht! Wer davor nicht zurückschreckt und sich gerne für einige Stunden unterhalten lassen möchte, für den ist das Buch gut geeignet.

Die Charaktere wurden nach meinem Geschmack teilweise etwas zu oberflächlich gezeichnet. So konnte ich aufgrund des vorher vermittelten Gesamtbildes einer Person nicht immer plötzliche Entscheidungswechsel nachvollziehen.

Insgesamt jedoch ein gutes Debüt des Autors, allerdings blieb leider bei den letzten Seiten das Gefühl, das Buch möge nie enden, bei mir aus.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemlos, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Kap der Finsternis" ist ein Thriller, der einen sofort in seinen Bann zieht. Das Buch entwickelt einen regelrechten "Lesesog", man kann es kaum aus der Hand legen und von daher eignet es sich bestens für Urlaub oder Wochenende.

Der Schauplatz, die Figuren und die Story sind perfekt gewählt und erscheinen einem nie unglaubwürdig oder an den Haaren herbeigezogen. Im Gegenteil - trotz all der Gewalt, trotz der ganzen Perversion mancher Figuren und ihren Handlungsweisen zweifelt man keinen Moment daran, dass dies allles genau so in der Realität möglich wäre.

Gegenüber der Person des korrupten und einem religiösen Wahn verfallenen Polizisten entwickelt man sogar regelrechte Hassgefühle und wartet nur darauf, dass er endlich seine "gerechte" Strafe erhält.

Roger Smith ist ein beeindruckender Erstling gelungen und ich würde mich sehr freuen, bald wieder ein Buch von ihm in den Händen zu halten.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutiges Meisterwerk!, 21. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Thriller (Taschenbuch)
Das Buch fällt mir großer Wucht über den Leser her.Burn,ein spielsüchtiger Verbrecher aus den USA flieht mit der Beute des letzten Überfalls,schwangerer Ehefrau und 3-jährigem Sohn nach Kapstadt.Im "Paradies,das auf einer Kloake steht" werden sie zuhause von 2 farbigen Gangstern überfallen.Burn tötet den einen in Notwehr,den zweiten ermordet er,um die Sache zu vertuschen,die Leichen werden neben dem Township im Gebüsch entsorgt.Ein Polizist,fetter stinkender Widerling,Mörder und Erpresser,Relikt aus der Arpartheid,schnüffelt nach und kommt Burn auf die Spur.Ein entlassener Sträfling,auch kein Kind von Traurigkeit,bekommt die Sache auch mit.Zwischen diesen 3 Personen tobt der Kampf,motiviert von Gier,Angst und Rachedurst.Geschildert wird besonders das Leben in den Hüttensiedlungen der armen Schwarzen und Farbigen,eine Hölle aus Drogen,Gewalt und Hoffnungslosigkeit.Gibt es in einer Hütte ein Gemetzel,sind sofort die lieben Nachbarn da,um wertvolle Habe wie Fernseher"sicherzustellen".Dort gilt das Gesetz des Dschungels:Fressen oder gefressen werden.Wer nicht über Morde an Kindern,Vergewaltigungen,blutige Leichen,Verbrennungen bei lebendigem Leib,Verstümmelungen u.s.w. lesen kann,für den ist das Buch eher nicht geeignet.Das Buch ging mir unter die Haut,jede Person ist eine hoffnungslos tragische Figur.
Aber es ist unglaublich spannend,alle Schilderungen sind glaubhaft,alle Figuren plastisch,man ist in dem Buch richtig "drin".Es ist ein schockierdendes,grausames aber meisterlich geschriebenes Werk.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viel Fäkalsprache, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Kindle Edition)
Wenn man Kapstadt gut kennt wie ich, schaudert es einen bei der Beschreibung der Lebensumstände schon ein wenig, aber im weiten Sinne entspricht die Schilderung wohl der Realität. So viel Morde wie in dem Roman beschrieben, gibt es glücklicherweise nicht mehr am Kap, aber Armut, Gewalt, wahrscheinlich auch Willkür sind nicht wegzudiskutieren, vor allem wenn es um Frauen geht. Bleibt zu hoffen, dass solche Polizisten wie der Protagonist keine Chancen mehr haben, ihren Hass in einem offiziellen Amt auszuleben. Zum Schreibstil: Bei aller Brutalität, um die es geht, stellt sich mir dennoch die Frage, ob die Fäkalsprache in einem Roman in der Form und so häufig eingesetzt werden muss, um die entsprechende Stimmung zu erzeugen. Da gibt es durchaus auch andere Stilmittel. Spannend ist das Buch in jedem Fall, aber für zartbeseitete Leser nicht unbedingt geeignet. Und dennoch: Kapstadt ist eine wunderschöne Stadt mit liebenswerten, hilfsbereiten und sehr freundlichen Menschen. Ich habe dort gelebt und ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Das Leben ist kein Roman.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schonungsloser Debütroman, 11. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bei Kap der Finsternis handelt es sich um ein schonungsloses Erstlingswerk von Roger Smith. Obwohl oder gerade, weil der Autor selbst in Kapstadt lebt, kann man von einem aktuellen authentischen Bild von Südafrika ausgehen, dass er in aller Brutalität und Grausamkeit darstellt, ohne die Dinge zu beschönigen.
Bereits im ersten Kapitel findet ein bewaffneter Überfall von zwei jungen Männern, die auf Drogen sind, auf die amerikanische Familie Burn statt. Dieser allerdings endet anders als gedacht, da der Familienvater Jack Burn zurückschlägt und die beiden ins Jenseits befördert. Und dies ist auch der Anfang der brutalen Abfolge der Geschichte, die mit der Zeit immer mehr düstere Realität aufzeigt. Neben einem korrupten Polizisten, der Jesus Christus und das Töten liebt, einem Ex-Inhaftierten, der schon nicht mehr zählen kann, wievielen er bereits gute Nacht gesagt hat, ist auch Jack Burn kein unbeschriebenes Blatt, da er sich mit seiner Familie nicht ganz freiwillig in Kapstadt aufhält. Auch er hat dunkle Geheimnisse, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden und dadurch dem Thriller noch mehr Stoff verleihen.
Dieser Debütroman ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Wenn man ihn liest, muss man sich den schonungslosen und brutalen Grausamkeiten stellen und vielleicht auch dankbar sein, dass man selbst in einem behüteteren Teil der Welt leben darf, wo solche dargestellten Wahrheiten wirklich nur in Büchern oder Filmen zu finden sind. Zum einen deswegen und zum anderen, dass das Buch sehr flüssig und spannungsaufbauend geschrieben ist, halte ich es für einen sehr gelungenen, auf der Realität basierenden, Thriller, der noch weitere gute Bücher vom Autor Roger Smith versprechen lässt, dem es offenbar ein Anliegen ist seine Leserschaft mit der Wahrheit und Wirklichkeit seiner Heimat zu konfrontieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos fesselnd, 22. März 2009
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Roger Smith' Roman zu lesen, gleicht einer Achterbahnfahrt. Durch die häufigen Szenenwechsel nimmt er schnell an Geschwindigkeit auf, der langsame und steile Weg nach oben ist gleich zu setzen mit dem schwierigen Leben der Protagonisten. Jedoch lässt er dem Leser wenig Möglichkeiten, sich mit diesen genau auseinander zu setzen, weil er schon im nächsten Augenblick ansetzt zur Talfahrt.

Man fällt tief - sehr tief! Mehrere Male habe ich mich beim lesen gefragt, wo Roger Smith irgendeine Gefühlsregung in sein Buch einfließen lässt. Hart, brutal und mit wenig Hoffnung schreibt er und trotzdem habe ich es nicht geschafft, mich diesem Roman zu entziehen. Ich war entsetzt über diese Brutalität und zugleich gefesselt.

Nichts ist vorhersehbar und selbst beim Schluss musste ich zugeben, dass er zum restlichen Buch passt.
Das Cover ist für so ein spannungsgeladenes Buch nicht ganz glücklich gewählt, und auch der Klappentext gibt nicht sonderlich viel her. Aber dies wäre mit Sicherheit ein Roman, bei dem ich ein Warnhinweis angebracht fände. Ein FSK für Bücher.

Für schwache Nerven ist dieser Roman defintiv nichts. Mir hat er außerordentlich gut gefallen und mich sehr nachdenklich und schockiert zurück gelassen.
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5.0 von 5 Sternen Nach der Apartheid, 9. September 2009
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden - kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
"Kap der Finsternis" ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!
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3.0 von 5 Sternen Erholung benötigt!, 30. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich nun das Buch 'Kap der Finsternis' beendet habe, brauche ich auf jeden Fall erstmal eine literarische Erholungspause. Das Buch ist spannend, temporeich und bewegt sich so manches mal an der Grenze des guten Geschmacks, was aber wiederum hervorragend zu der Atmosphäre und Stimmung der Geschichte passt.
Der Amerikaner Jack Burn lebt mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt mehr oder weniger unfreiwillig in Kapstadt. Burn ist einer der meist gesuchten Verbrecher der USA. Rudi Barnard, auch Gatsby genannt, ist ein weisser Polizist in Kapstadt, ein bigotter Mensch ohne moralische Grenzen. Benny Mongrel, ein ehemaliges Gang-Mitglied arbeitet als Sicherheitsmann auf der Baustelle neben Burns Haus. Durch Zufall verschlägt es zwei grosse Kleinkriminelle in die Gegend, die dann beschließen, Burn und seine Familie auszurauben. Burn tötet die beiden in Notwehr, und so beginnt ein temporeicher Thriller in und um Kapstadt. Zum Ende des Buches schliessen Jack Burn und Benny Niemand eine unheilige Allianz, um dem brutalen und korrupten Buren das Handwerk zu legen.
Roger Smith versteht es meisterhaft in seinem Krimi-Debüt die Grenzen zwischen gut und böse zu verwischen und die Lebensumstände in Kapstadt zwar brutal, aber durchaus realistisch darzustellen. Rund herum hat er einen spannenden Thriller gestrickt, den man von Anfang an nicht mehr aus der Hand legen kann. Sprachlich ist das Buch allerdings nichts für zarte Gemüter, balanciert jedoch geschickt auf einem dünnen Pfad zwischen authentisch und 'nicht Jugendfrei. Es wird kein Problem ausgelassen ' von Drogen, Waffenhandel und Korruption bis hin zu Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Der Weg des Buches ist von Anfang bis Ende mit Leichen gepflastert, passt zu der Geschichte, war mir persönlich aber Ende etwas viel. Vor allem die so oft beschriebene Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben hat mir das Lesevergnügen so manches mal getrübt. Das Ende ist, im Vergleich zum Roman, leider etwas zu einfach gehalten. Man könnte den Eindruck gewinnen, der Autor hat auf den letzten 20 Seiten die Ideen verloren, ein Epilog um das Schicksal von Susan Burn und Carmen Fortune wäre wünschenswert gewesen. So aber bleibt ein etwas unbefriedigendes Gefühl zurück.
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4.0 von 5 Sternen Kapstadt - Viel Schatten, kaum Licht, 24. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Jack Burn, ein Amerikaner mit einem dunklen Geheimnis, seine Frau Susan und ihr 4-jähriger Sohn Matt werden von zwei Gangstern überfallen. Jack gelingt es die Täter zu überwältigen und zu töten.
Ein korrupter Polizist nimmt Jack ins Visier und der Baustellenwärter Benny wird Zeuge der Tat. Auch sie haben Dreck am Stecken und so löst das Ereignis bei der Familie Burn eine Lawine aus, die sie schnell alle zu verschlucken droht...

Meine Meinung:

Roger Smith hat nicht mit der Wimper gezuckt und seinen 356 Seiten langen Roman ziemlich brutal und grausam gestaltet. Mit fließendem Blut hat er wohl ebenso wenig Probleme wie mit roher Gewalt.
In den 33 Kapiteln wird gemordet und gemetzelt, geschändet und hintergangen.
Kapstadt rückt so doch in ein sehr negatives Licht und erscheint genauso unsympathisch wie alle Protagonisten. Sie alle haben schändliche Taten begangen weshalb auch trotz der bereits erwähnten Brutalität kein Mitgefühl beim Leser geweckt wird.
Die Slangsprache die oft verwendet wird macht es besonders zu Beginn doch etwas anstrengend das Buch zu lesen, hat man sich daran gewöhnt stört sie nur noch leicht den Lesefluss.

Zu Beginn wird der Leser regelrecht mit Informationen überhäuft, rasant und atemraubend startet man in die Geschichte und erhält auch gleich einen Überblick über die wichtigsten Figuren. Dann flacht die Handlung etwas ab, wird etwas abgebremst, aber trotzdem vorangetrieben. Einige Handlungsstränge fließen schnell zusammen, während der Zusammenhang zwischen anderen lange im Unklaren schwebt.
Doch am Ende passt dann alles wie die Faust auf's Auge.
Positiv hervorzuheben ist noch, dass sich Roger Smith nicht mit Nebensächlichkeiten aufhält, sondern stets die Handlung weiterführt und den Fokus auf das Wesentliche legt.

Wenn man das Cover des Romans betrachtet, das doch eher unscheinbar und langweilig ist, rechnet man nicht mit einem so furiosen Roman.

Fazit:

Ein rasanter Thriller, der mehr hält als er von außen verspricht. Ein Buch das einen ein Kapstadt näher bringt, in dem mehr Dunkel als Licht herrscht und in dem an Brutalität nicht gespart wird.
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Kap der Finsternis: Roman
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