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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arne Dahl: ein Meister des Patchwork
Ein Mädchen verschwindet auf einer Klassenfahrt: die Umgebung reagiert ausgesprochen unterschiedlich darauf. Eine große Suchaktion wird eingeleitet, die von einigen zum schnellen Sex, von anderen zum Biertrinken genutzt wird. Natürlich gibt es auch Personen im Umfeld von Emily - Mitschüler, deren Eltern, Lehrer - die sich ernsthaft Sorgen machen. Die...
Veröffentlicht am 15. Februar 2010 von Kalamaria

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der "blaue Bannkreis".
Nach etwa 50 Seiten habe ich mich gefragt, ob ich tatsächlich einen Thriller von Arne Dahl lese. Ich möchte mich meinen Vorrezensenten, die einen Stern vergeben haben,was die Konstruktion und Glaubwürdigkeit des Plots angeht,inhaltlich anschließen. Das ist schlicht alles furchtbar.
Aber dann sind da ja noch die unsäglich trivialen, ach so...
Veröffentlicht am 20. April 2012 von labroic


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arne Dahl: ein Meister des Patchwork, 15. Februar 2010
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ein Mädchen verschwindet auf einer Klassenfahrt: die Umgebung reagiert ausgesprochen unterschiedlich darauf. Eine große Suchaktion wird eingeleitet, die von einigen zum schnellen Sex, von anderen zum Biertrinken genutzt wird. Natürlich gibt es auch Personen im Umfeld von Emily - Mitschüler, deren Eltern, Lehrer - die sich ernsthaft Sorgen machen. Die ersten Momente und Stunden nach dem Verschwinden eines Teenagers werden mitreißend geschildert - es kommt sehr gut rüber, wie unterschiedlich die Umgebung reagiert - die Suche nach dem Kind wird durchaus nicht sofort von jedem ernst genommen.

Das Stockholmer A-Team übernimmt den Fall und es offenbaren sich wahre Abgründe: neben drei lokalen aktenkundigen Verdächtigen gibt es vielfältige Verstrickungen und Verzahnungen - patchworkartig tauchen Einzelteilchen auf, die zum Ende hin immer enger miteinander verwoben werden, bis sie ein einheitliches Bild ergeben.

Wie immer bei Dahl spielen die persönlichen Belange - Probleme und positive Entwicklungen - imLeben der Ermittler durchgehend eine große Rolle - das gesamte Erzählkonzept ist davon durchdrungen. Da das A-Team aus 7 aktuellen Mitgliedern - dazu kommen noch Ehemalige wie Paul Hjelm sowie Kollegen aus dem weiteren Umfeld - besteht, ist es für den Leser gelegentlich ein wenig mühselig und umständlich, diese detaillierten Entwicklungen zu verfolgen. Andererseits sind regelmäßige Leser wie ich schon gespannt darauf, zu erfahren, wie Lisa mit ihrer gewaltätigen Neigung umgeht, wie es bei Sarah und Jorge läuft, was bei Kerstin los ist und, und, und... Trotzdem ist das Eingehen auf die Persönlichkeit so vieler Figuren für mich eher eine der wenigen Schwächen der Dahl'schen Erzählkunst.

Dieser Band zeigt einen neuen Aspekt von Arne Dahls Facettenreichtum auf - nach Neonazis, Banküberfällen, dem Einschleichen in die Herzen von Mitarbeitern des A-Teams und so weiter geht es nun - nicht zum ersten mal, doch unter völlig neuen Vorzeichen - um Kindes- bzw. Teenager-Mißbrauch. Natürlich tun sich unerwartete Abgründe und Verbindungen auf, mit denen der Leser niemals gerechnet hätte: dies wiederum ist als eine der zahlreichen Stärken von Dahl hervorzuheben.

Der Autor offenbart in "Dunkelziffer" die bekannte sprachliche Vielschichtigkeit, die allerdings von Roman zu Roman ausgefeilter daherkommt. Insgesamt wirkt dieser Roman sehr düster und traurig, doch die bekannt originellen stilistischen Wendungen des Autors, die auch in der Übersetzung gut rüberkommen, lassen den Leser gelegentlich schmunzeln.

Für Neueinsteiger sicherlich keine leichte Lektüre, doch es lohnt sich! Dahls Werke sind ein Highlight skandinavischer Kriminalliteratur und wer hier einmal Blut geleckt hat, der bleibt dabei!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarze Seelen, 25. Februar 2010
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
In dem 8. Band der Krimireihe um das A-Team widmet sich Arne Dahl in "Dunkelziffer" vordergründig den sehr aktuellen und hochbrisanten Themen Internet und Pädophilie.

Bei einer Klassenfahrt verschwindet die 14-jährige Emily aus Stockholm spurlos in Angermanland. Auch die von der Lehrerin, den erwachsenen Begleitpersonen und den Mitschülern durchgeführte Suchaktion bringt kein Ergebnis - von dem Mädchen ist keine Spur zu finden. Die örtliche Polizei wird benachrichtigt und da in der Gegend Autos mit baltischen Kennzeichen gesehen worden sind, wird die Reichskriminalpolizei informiert und der Fall dem A-Team übertragen, der Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter. Was sie dann bei ihren Untersuchungen zutage fördern, lässt den Ermittlern die Haare zu Berge stehen und sie begreifen recht schnell, dass es auch eine Verbindung zu brutalen Mordfällen gibt.

Nun ja, der eigentliche Kriminalfall hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt, aber deshalb lese ich die Krimis von Dahl auch nicht vorrangig. Was mich interessiert, ist die Entwicklung seines Personals. Und da schafft er es immer wieder, neue Facetten der Persönlichkeit bei den einzelnen Teammitgliedern herauszuarbeiten.

Speziell in diesem Buch zeigt er meiner Meinung nach auch ganz deutlich auf, dass nicht nur die Kriminellen "schwarze Seelen" haben, sondern dass die Anlage dafür in jedem Einzelnen vorhanden ist. Und das macht einfach die Qualität seiner Bücher aus, die weit mehr als die üblichen skandinavischen Krimis sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stiländerung Dahls - noch spannender, 10. März 2010
Diese Fortsetzung der Serie von Krimi-Großmeister Arne Dahl war von mir mit Spannung erwartet und hat meine Hoffnungen noch übertroffen.

Arne Dahl beschleunigt seinen sonst teils gemächlichen bis langatmigen Schreibstil in seinem neuen Krimi um die A-Gruppe der schwedischen Reichskriminalpolizei auf eine atmosphärische Spannungsdichte, die den Leser bis zum Ende fesselt.

Die Kurzvorstellung der Mitglieder besagter A-Gruppe fällt in diesem 8. Werk etwas magerer aus, was für den Fan natürlich kein Manko darstellt und Neuleser gern zum 'Nachlesen' der Vorgänger anregen darf.

Das Privatleben der inzwischen lieb gewonnenen Charaktere findet ebenfalls etwas weniger Platz, als teils bei Arne Dahl üblich. Allerdings tut das der Geschichte rund um die verschwundene Emily Flodberg keinerlei Abbruch.

Das 14-jährige Mädchen taucht während eines Schulausflugs in den ländlichen Wäldern Angermanlands spurlos ab. Aufgrund ihres Alters und dem Auftauchen baltischer Fahrzeuge vor Ort wird schnell eine polizeiliche Suche eingeleitet, und eben wegen der baltischen Pkw die A-Gruppe eingeschaltet. Nach und nach entwirren sich Fäden, die zu Pädophilenringen im Internet und in Stockholm verübten Mordfällen führen. Dabei sind die geschilderten Vorfälle deutlich, aber nicht zu drastisch dargestellt und das Thema der Kinderpornografie bleibt auf der emotionalen Ebene ' die schockierend genug ist. Wie bei Arne Dahl üblich landen alle vorgestellten Ermittler und ehemaligen Mitglieder der A-Gruppe, im Verlauf der Handlung an einem Tisch, da sich ganz unterschiedlich scheinende Fälle zu einem einzigen verweben.

Wie Eingangs geschrieben ist die atmosphärische Deichte dieses Krimis recht hoch und Arne Dahl wickelt seinen Fall in für ihn recht rasanter Geschwindigkeit ab. Dennoch geht ihm sein Sinn für Details und die Wichtigkeit des Nebengeschehens nicht verloren, so dass mit 'Dunkelziffer' ein sehr spannender Krimi gelungen ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich: Der neue Arne Dahl, 20. Februar 2010
Sie ermitteln wieder - das A-Team um Kerstin Holm von der Stockholmer Kriminalpolizei. Diesmal geht es um 2 Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Ein verschwundenes 14jähriges Mädchen im ländlichen Saltbacken und ein enthaupteter Unbekannter auf einer Stockholmer Parkbank.

Wo ist Emily? Ist sie Opfer von einem der drei in Saltbacken ansässigen Pädophilen geworden? Ist sie Opfer litauischer Mädchenhändler, die in der Nähe des Waldes gesehen wurden? Oder ist sie abgehauen? Die Aussagen ihrer Mitschüler lassen vermuten, dass das Mädchen ein dunkles Geheimnis hatte...

Was verbirgt Emilys Mutter? Und was hat ein unter Gamla Stan gefundenes Skelett mit allem zu tun?

Leider kann ich für Dahls neues Werk keine volle Punktzahl vergeben, denn wie schon der letzte Band "Totenmesse" kommt "Dunkelziffer" nicht ganz an die 6 Vorgängerwerke heran. Über Arne Dahl unglaublich guten literarischen Stil lässt sich nicht streiten, doch an manchen Stellen ist die Story ziemlich überzogen und unglaubwürdig (ich möchte nicht zuviel verraten). Es ist einfach etwas too much, als müsste sich der Autor mit immer mehr Superlativen immer wieder selbst übertrumpfen. Dies ist unnötig und schmälert leider das Lesevergnügen.

Deswegen würde ich einem Dahl-Neuling auf jeden Fall zunächst einen der Vorgänger (Misterioso, Böses Blut, Falsche Opfer, Tiefer Schmerz, Rosenrot und Ungeschoren) empfehlen. Für Dahl-Liebhaber (wie ich einer bin) ist aber auch "Dunkelziffer" ein must-read, denn so gut wie Arne Dahl schreibt wirklich keiner!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu hohe Erwartungen an die Dunkelziffer, 21. Februar 2010
Mit ziemlich hohen Erwartungen und mindestens ebenso großer Vorfreude habe ich den neuen Krimi von Arne Dahl angefangen.
Zu Beginn haben mich schon Kleinigkeiten begeistern lassen: Ein eingeklebtes Lesezeichenband macht das ewig verschwindende Zettelchen überflüssig, der Leser wird zu Anfang nicht von vielen leeren Seiten, Vorworten und Werbung erschlagen, es geht direkt los (und endet auch auf der letzten Seite) - perfekt. Dann muss doch nur noch der Inhalt stimmen!
Insgesamt hat der Krimi einen guten Spannungsverlauf, der aber erst auf den letzten 50 Seiten so richtig an Fahrt gewinnt (und ab dort kann man das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen). Allerdings hatte ich ein wenig mehr erwartet, an zu vielen Stellen ging es dann doch ziemlich unspektakulär vorwärts. Das mag an vielen Gedanken und Abschweifungen liegen, die der Autor den Charakteren verpasst hat. So geht häufiger eine halbe Seite verloren, auf der nichts als wirre Gedanken zu finden sind.
Wirklich gut gemacht sind die vielen Wendungen, die meistens die Spannung steigen lassen. Allerdings geht dadurch stellenweise das Augenmerk auf das Ausgangsproblem verloren und wird nur noch am Rande behandelt. Auch wenn letztendlich die Handlungen zusammenlaufen, wurde ich ab und zu von den Erlebnissen zu vieler Charaktere abgelenkt und war mir nicht mehr sicher, wer gerade wo ist, warum er dort ist. Denn der Sprung zwischen den Handlungssträngen geschieht meistens geschickt, insgesamt aber wohl zu häufig. Trotz allem wird der Leser auf eine grandiose Schnitzeljagd mitgenommen, die wirklicht faszinierend aufgebaut und durchdacht ist. Dabei hilft auch, dass die Story aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet wird. Etwas störend wirkte auf mich dabei nur, dass die Handlung zum Ende übertrieben und unwirklich wird.
Dazu kommt eine Verwirrtheit, die ich als Einsteiger in die Krimiserie zusätzlich mitbringe. Sicherlich konnte ich die Charaktere nicht direkt einordnen und viele Andeutungen und Anspielungen auf frühere Ereignisse sind an mir vorbeigegangen oder haben auf mich seltsam gewirkt. Trotzdem hat mir die Mischung aus Privatem, Serien- und Buchspezifischem gefallen, es stand dabei nicht nur die reine Aufklärung des Falls im Vordergrund. Für Leser der Serie wird es noch mitreissender sein. Dass allerdings alle Charaktere extreme Geheimnisse oder Lebensläufe haben wirkte auf mich übertrieben und ausgedacht.
Nichtsdestotrotz - die Bewertung ist einfach aufgrund der hohen Erwartungshaltung negativer ausgefallen, als es das Buch tatsächlich verdient hätte - ein spannendes Buch mit einer sehr modern aufgegriffenen Thematik. Äußerst spannende und vielseitige Charaktere und ein ausgezeichneter Schreibstil machen das Buch schon zu einem guten Krimi. Aber dass man als Leser vom Hocker gerissen wird, sollte man nicht erwarten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der "blaue Bannkreis"., 20. April 2012
Nach etwa 50 Seiten habe ich mich gefragt, ob ich tatsächlich einen Thriller von Arne Dahl lese. Ich möchte mich meinen Vorrezensenten, die einen Stern vergeben haben,was die Konstruktion und Glaubwürdigkeit des Plots angeht,inhaltlich anschließen. Das ist schlicht alles furchtbar.
Aber dann sind da ja noch die unsäglich trivialen, ach so grundsätzlich "philosophischen Gedanken" der Protagonisten. Unerträglich banal. Die Spitze war dann jedoch der "blaue Bannkreis" der Augen eines der Polizisten - natürlich auch ein zerrissener, vielschichtiger Mensch in Jeans, die er doch mal gegen ein anderes Kleidungsstück austauschen sollte, wie seine Geliebte findet. Der "blaue Bannkreis" zieht uns auf einer Seite in anderthalb Absätzen gleich drei mal in seinen Bann. Das hätte ich gerne mal gesehen.
Dann dachte ich, kann es an der Übersetzung liegen? Aber Wolfgang Butt hat ja auch einige der anderen Romane übersetzt - er kann es also nicht gewesen sein.
Also, was ist in Arne Dahl gefahren, so einen Schmalz zu produzieren und was in den Piper Verlag, den auch noch zu veröffentlichen?
Fazit: Gute Krimis gehen anders, das hier ist einfach ärgerlich.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Roman von Till Hagen grandios gelesen, 5. März 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dunkelziffer. Der 8. Fall. 6 CDs (Audio CD)
Das vorliegende Buch ist der achte Fall einer auf zehn Bände angelegten Reihe um das sogenannte A-Team um die Polizisten Kerstin Holm und Paul Hjelm. Arne Dahl hat sich die zehnbändige Kultreihe seiner schwedischen Kollegen Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die mit ihren Büchern um den legendären Kommissar Beck die siebziger Jahre in Schweden und in der Welt dokumentierten, zum Vorbild genommen.

Arne Dahl versucht, wie ich finde sehr erfolgreich und gelungen, mit seinen Protagonisten des A-Teams nicht nur das Leben und die Kultur des ausgehenden 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts zu beschreiben, sondern auch den durch eine vollkommen veränderte Weltlage und die sie beeinflussende innenpolitische Situation in Schweden vor vollkommen neuen Aufgaben stehende Arbeit der Polizei zu beschreiben.

Seine Bücher sind dicker, als die eher dünnen Bände seiner großen Vorbilder, doch das müssen sie auch sein, erzählen sie doch neben dem eigentlichen Fall jedes Mal zahlreiche Geschichten. Geschichten aus dem aktuellen Leben seiner Protagonisten und ihrer vielfältigen Lebenskonflikte und Geschichten aus ihrer Vergangenheit, die jedes Mal auf eine ganz besondere Weise in den aktuellen Fall und seine Lösung mit hineinspielen.

Und er erzählt Geschichten aus der aktuellen Weltsituation und aus der Vergangenheit und zeigt oft erstaunliche Zusammenhänge auf. So geht es im aktuellen Fall um das zufällig bei Erdarbeiten in Gamla Stan aufgefundene Skelett von Rigmondo, einem Mann mit einem Gendefekt , der ihm im 18. Jahrhundert einen Penisknochen bescherte und in der Folge eine Menge von Menschen, die ihn zu einer Kultheiligen ihrer Vorstellungen von einer freien Sexualität erkoren.

Ein obskurer Geheimorden, der nicht nur sein Andenken aktuell hält, spielt im Verlauf des Buches eine immer wichtiger werdende Rolle und Paul Hjelm, seit einiger Zeit interner Ermittler der Stockholme Polizei auch hier wieder aktiv, gerät in seinen seltsamen und erregenden Bann.

Das Buch beginnt damit, dass ein Mädchen namens Emily auf einer Klassenfahrt spurlos verschwindet. Bald führen die Spuren, wieder einmal, in das Pädophilenmilieu, das Arne Dahl nicht loslässt, gegen das er seit Jahren in seinen Krimis immer wieder mutig und wacker mit seinen literarischen Mitteln anschreibt. Er verknüpft dabei wieder zunächst völlig unterschiedliche Stränge zu einem furiosen Finale, in dem die Zusammenhänge aufgeklärt werden, vieles aber auch offen bleibt. Für die nächsten beiden Bücher, die in Schweden schon erschienen sind.

Ein wieder einmal sehr spannendes, ambitioniertes und auch literarisch auf hohem Niveau stehendes Buch von Arne Dahl. Auf die letzten beiden Bücher der Reihe darf man mit Spannung warten. Sowohl auf die Lebensgeschichten seiner Protagonisten als auch auf die politischen Themen ,die er behandeln wird.

Doch besonders gespannt bin ich auf das erste Buch "danach", wenn die Reihe um das A-Team abgeschlossen sein wird.

Die vorliegende Hörfassung kann auf ganzer Linie überzeugen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig und verwirrend, 3. Oktober 2011
Arne Dahls "Dunkelziffer" war mein erstes Buch des Autors. In Erwartung eines weiteren spannenden Schweden-Krimis habe ich mich beim Lesen nicht zurecht gefunden. Die Personen wirken farblos und ohne charakterliche Tiefe, die Entführungsgeschichte offenbart eine wirre und konstruierte Erklärung ("Penisknochen???? WTF!!), die alles andere als spannend ist.

Dazu kommt ein zwar zügiger Erzählstil, der sich allerdings in oberflächlichen Handlungssträngen verliert.
Es sind so viele Ermittler in diesem Team, dass man bei den schwedischen Namen schlichtweg den Überblick verliert, wer jetzt wo welcher Aufgabe nachgeht und was dies zur Lösung des chaotischen Falles beitragen soll.

Insgesamt ein schwacher Krimi, der nun endlich vom Nachttisch weggeräumt wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unzusammenhängend und schwer, 24. Juli 2010
Die Handlungsstränge sind sehr schwer zusammenführbar, es gelingt zum Schluss einigermaßen.
Die Charaktere der Kriminologen werden sehr gut ausgeleuchtet, wer ein wenig Wert auf psychologisch fundierte Charaktere legt, wird hier gut bedient.
Wenn nur die völlig aus dem Ruder laufende Handlung nicht wäre. Die Motive rund um das Phänomen des Penisknochens sind unvorstellbar an den Haaren herbei gezogen.
Ein sehr unglaubwürdiges Buch, was sehr schade ist, da das Thema Pädophilie von großer Relevanz ist.
Ab der Mitte des Buches habe ich mich relrecht gequält...
Dahl kann bedeutend mehr!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hohe Erwartung nicht erfüllt, 29. Mai 2014
Von 
Vorneweg: Dunkelziffer ist kein schlechter Krimi, aber ich hatte mir nach der Leseprobe und meiner Kenntnis von Arne Dahls Fähigkeiten einfach mehr versprochen.

Zum Inhalt: Ein 14jähriges Mädchen verschwindet auf einer Klassenfahrt, eine Frau meldet ihren Mann als vermisst, ein Mann wird mitten in Stockholm ermordet aufgefunden. Alle Fälle hängen zusammen, alle Fälle haben mit Sexualität zu tun: Pädophilie und Sex als Triebfeder der Lebensenergie.

Zum Cover: Zwei Hände, von denen eine sich in die andere legt - fast vertrauensvoll, wie die Hand eines Kindes. Die Hände wirken marmorn, ein Hinweis auf die Künstlerin, die in die Fälle verwickelt ist. Gut gefallen hat mir das Lesebändchen - mir ist das lieber als ein Lesezeichen, da diese gerne verschwinden oder verknicken.

Mein Eindruck: Die Geschichte beginnt spannend: Ein Mädchen verschwindet, die Klasse sucht zuerst allein, dann wird die Polizei und schließlich das A-Team eingeschaltet, da auch internationale Verwicklungen möglich sind. Leider geriet dieser Teil der Story immer mehr in den Hintergrund. Viel lieber beschäftigte sich Arne Dahl mit den privaten Problemen seiner Kriminalbeamten. Da er viele Polizisten in dieser Geschichte unterbringt, haben diese auch viele Schwierigkeiten, allesamt zwischenmenschlich. Für mich erdrückte dieser Umstand den Fall und auch die Darstellung der anderen Personen. Außer, dass sie gut aussahen, erfuhr man z.B. fast nichts über die handelnden Damen. Ihre Beweggründe hätten mich mehr und tiefer interessiert als die sexuellen Frustrationen der Beamten. Kurioserweise scheint Dahl über diesen Punkt sogar Selbstkritik üben zu wollen, denn der Gedanke eines Kommissars, über den ich am meisten schmunzeln musste, lautet: " Und er hatte wirklich keine Lust, tragisch zu werden. Nicht noch einer von diesen kaputten, alleinstehenden Ermittlern mit sozialen Phobien, die in schwedischen Krimis ihr Unwesen treiben." Bei Dahl haben jedoch nicht nur die alleinstehenden Ermittler Probleme, auch die in Beziehungen sind nicht davor gefeit.

Die Geschichte hatte an sich alles, was ein guter Krimi braucht: Ein spannender Plot, viele Arten von Handelnden, ein interessantes Thema, internationale Handlung, ein Team, das gut aufeinander eingespielt ist. Dazu eine flüssige Sprache, die einem das Ganze näher bringen könnte, wenn sie denn wollte. Ich finde schade, dass hier so viel wirklich gut Durchdachtes (z.B. der Geheimbund, der Pädophilenzirkel, die schwedische Vergangenheit, der Umgang mit einer Vergewaltigung) zwar angeschnitten, aber nicht wirklich behandelt wurde, weil das Privatleben der Beamten viel interessanter war. Da verwundert der Cliffhanger zum Abschluss des Buches nicht.

Mein Fazit: Ich bin enttäuscht, weil Arne Dahl eine spannende Thematik mit Gefahr für die Fingernägel der Rezensentin verschenkt hat. Nichtsdestotrotz war das Buch gut zu lesen und die Auflösung der verschiedenen Teilgeschichten schlüssig. Deshalb die drei Sterne für ein gutes Buch, leider nicht mehr für ein fantastisches, das es ohne Zweifel hätte werden können.
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