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110 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der bildgewaltigste Film von Trier!!
Melancholia ist kein Film für Jedermann. Es ist auch kein typischer Kinofilm - denn meine Rezi bezieht sich momentan auf den Kinofilm - und gehört ganz und gar nicht in die Abteilung Science - Fiction. Dieser wunderbare Film von Lars von Trier porträtiert auf dramatische Weise eine Krankheit - Die Depression.

Ich weiß nicht wie es sich...
Veröffentlicht am 7. November 2011 von zeilenreisende

versus
3.0 von 5 Sternen Geschrottete Kunst oder künstlerischer Schrott?
Also da ist der Name doch Programm. Wer nach den ersten knapp zehn Minuten nicht melancholisch, wohl eher depessiv wird, der ist ein Sonnenschein durch und durch. In Zeitlupe gedrehte bedeutungsschwere Bilder begleitet von einer schwermütigen Streichmusik aus Tristan und Isolde, geradezu surrealistisch klar und abgedreht... wäre der Film so weitergegangen...
Vor 10 Tagen von Hemeraner veröffentlicht


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110 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der bildgewaltigste Film von Trier!!, 7. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [Blu-ray] [FR Import] (Blu-ray)
Melancholia ist kein Film für Jedermann. Es ist auch kein typischer Kinofilm - denn meine Rezi bezieht sich momentan auf den Kinofilm - und gehört ganz und gar nicht in die Abteilung Science - Fiction. Dieser wunderbare Film von Lars von Trier porträtiert auf dramatische Weise eine Krankheit - Die Depression.

Ich weiß nicht wie es sich anfühlt, wenn man den Film unbefangen und ohne Vorwissen sieht, aber ich denke, er könnte so manchen ein wenig ratlos zurücklassen. Denn scheinbar geht es darin um zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten - gut dargestellt durch die blonde Kirsten Dunst und brünette Charlotte Gainsbourg (zu den Haarfarben und Symbolen später mehr).

Aufgeteilt in zwei Akte sieht man zunächst einmal die Hochzeit von JUSTINE. Die Kamera wieder typisch für Trier ein wenig wackelig - jedoch bei weitem nicht so schlimm wie in manch einem Werk von Trier zuvor! Justine hat im Grunde alles - einen tollen Mann - gespielt von Alexander Skarsgard, einen super Job und trotzdem scheint gerade die Hochzeit etwas apokalyptisches in ihr auszulösen und der Zuschauer sieht zu, wie sie in nur wenigen Stunden alle Facetten an Stimmungsschwankungen durchlebt und sich selbst zu zerstören versucht. Mag sein, dass diese Hochzeit eine Mögliche Ehe porträtiert - für die normale Paare aber mindestens 5 Jahre brauchen würden. Die blonde Kirsten alias Justine schafft es in nur einer Nacht!

Der zweite Akt zeigt die fürsorgliche Mutter, Ehefrau und Schwester CLAIR, die sich nach und nach immer mehr in ihren Ängsten verliert. Denn Melancholia - ein Komet rast auf die Erde zu und das Internet ist voll Weltuntergangsszenarien, denen sich Clair nicht entziehen kann, und das obwohl sie einen Wissenschaftler als Mann hat. Dieser wartet voller Euphorie auf den Tag, an dem der Komet an der Erde vorbeisausen soll, während Clair einen Vorrat an Schlaftabletten anlegt um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Je näher die Katastrophe oder das Schauspiel rückt, desto schlechter geht es Clair. Während ihre Schwester Justine gerade jetzt zum Leben erwacht und am Ende die Zügel in die Hand nimmt. Wo wir nun bei den Haarfarben wären...

Lars von Trier gibt dem Zuschauer den Rat auf den Weg die beiden Schwestern als eine einzige Person zu betrachten und genau diese Sichtweise gibt dem Film erst einen Sinn. Die Höhen und Tiefen, die Sehnsucht nach dem Tod und die Angst vor demselbigen, der Wunsch nach Normalität und die Unmöglichkeit diese zu erreichen - all das in einer Person vereint zeigt einmalig was Depressionen aus einem Menschen machen. Man kann als Zuschauer die Zerrissenheit beinahe am eigenen Leib spüren...

Am Ende zeigt sich jedoch, dass auch ein gesunder Mensch ein wenig von beiden Schwestern in sich braucht. Den Optimismus aber auch nicht minder den Pessimismus bzw. Realismus der einen - wenn alle Hoffnungen zerstört werden - noch klar denken lässt.

Mal wieder ein wundervoller Film von Trier, dem Maler unter den Filmemachern, dem Künstler unter den Regisseuren!!!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich, 20. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Habe den Film bereits im Kino gesehen.
Haben in mit meinen Mann zuhause angeschaut, wir waren begeistert und hatten viel Gesprächstoff.
Es liegt im Auge des Betrachters was man erkennen kann und will.
Die Kameraführung ist beeindruckend, die Schauspieler bringen ihre Gefühle ganz nah.
Natürlich wirkt der Film im Kino viel beeindruckender, der Ton und die große Leinwand, aber auf einen halbwegs großen Bildschirm geht es auch.
Für Freunde von tiefgründigen Filmen, empfelenswert!!
Tip:unbedingt im Dukeln anschauen, wirkt besser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endzeitstimmung mit Lars von Trier - von Dogma keine Spur, dafür überwältigend schöne Bilder, 4. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [Blu-ray] [FR Import] (Blu-ray)
Lars von Trier polarisiert - filmisch wie persönlich.
Selbst seine Kritiker werden jedoch nicht abstreiten können, daß der dänische Regisseur und Drehbuchautor immer wieder zu überraschen versteht und die internationale Filmwelt der letzten zwei Jahrzehnte maßgeblich bereichert hat.
2003 trieb er mit "Dogville" das von ihm mitbegründete "Dogma 95 - Manifest", welches eine größere Realität im Film durch weitestgehenden Verzicht auf filmische Mittel und überflüssige Requisiten erreichen sollte, auf die Spitze, indem er seine Schauspieler in einer Halle zwischen lediglich auf den Boden skizzierten Gebäuden, Straßen und so weiter agieren ließ.

In "Melancholia" ist von Dogma keine Spur, daran lässt von Trier bereits in den Anfangssequenzen keinen Zweifel.
Wir sehen zunächst farbenprächtige und bildgewaltige Aufnahmen von Planeten, danach "Weltuntergangsbilder" auf der Erde mit einem stürzenden Pferd vor gigantischer Naturkulisse, einer Frau, die auf einer offensichtlichen Flucht tiefer und tiefer in den Boden versinkt und einer anderen, die auf ihrer Flucht von riesigen Spinnfäden zurückgehalten wird, alles in Zeitlupe und untermalt mit Klängen aus Wagners "Tristan und Isolde" - wow.
Nach diesen einleitenden Bildern springt der Film zeitlich in die letzten Tage vor diesem "Weltuntergang" zurück:
Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgard) sind auf dem Weg zu ihrer Hochzeitsfeier auf dem schlossartigen Anwesen von Justines Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihrem Mann John (Kiefer Sutherland).
Daß dieses Paar in buchstäblicher wie übertragener Hinsicht "nicht die Kurve kriegen" wird, das zeigt uns von Trier bereits ganz am Anfang mit einem hübschen (und für ihn überraschend heiteren) Regieeinfall, indem er das junge Paar in seiner Stretchlimousine nämlich in eben einer Kurve kurz vor dem Ziel steckenbleiben lässt.
Auf der Feier, die von der tüchtigen Claire generalstabsmäßig geplant wurde und offensichtlich unter keinem guten Stern steht (Antares strahlt in rötlichem Licht besonders hell), nimmt das Verhängnis seinen Lauf:
Die Brauteltern Gabi und Dexter (Charlotte Rampling, John Hurt) führen ihren Ehekrieg offen aus, Justine zofft sich mit ihrem Arbeitgeber, lässt sich auf ein Techtelmechtel mit dessen neuem Assistent ein und flüchtet sich in ihrer "Melancholie" vor den Gästen, unter denen sie sich auf ihrer eigenen Party fremd fühlt.
Im zweiten Teil des Filmes besucht Justine nach der misslungenen Hochzeitsfeier Claire und John.
Der geheimnisvolle Planet "Melancholia" befindet sich inzwischen auf Annäherungskurs auf die Erde.
Der stets rationale und pragmatische John ist -zunächst- davon überzeugt, daß "Melancholia" an der Erde vorbeiziehen wird und versucht, auch die nervöse Claire davon zu überzeugen.
Je näher "Melancholia" der Erde kommt, desto deutlicher zeigt sich, daß diejenigen, die wie John und Claire scheinbar so gut mit allem im Leben zurechtkommen, nicht zwangsläufig auch diejenigen sein müssen, die auch mit Ausnahmesituationen am besten umzugehen wissen - erstaunlicherweise wird es die doch sonst offenbar so sensible und "melancholische", zu Depressionen neigende Justine sein, die sich im Schein Melancholias "sonnt" und verblüffend ruhig bleibt - "Die Erde ist schlecht, niemand wird sie vermissen" wird sie zu Claire sagen und deren hilflose Idee, man könne es sich "zum Schluss" doch wenigstens mit einem Glas Wein auf der Terrasse etwas "schön" machen, nur spöttisch belachen.

"Melancholia" fasziniert mit traumhaften Bildern - nicht nur in der bereits erwähnten Eingangssequenz, sondern auch auf der Hochzeitsfeier mit dem Schloss im Mondschein, prunkvollen Sälen, Fackeln und Heißluftballons im nächtlichen Park, einem Golfplatz im Schein von zwei Monden, prächtigen Pferden, die gegen Ende des Filmes mit ihrem anhaltenden nervösen Wiehern den zunehmend beklemmenden "Soundtrack" bilden werden - überwältigend.
Die Geschichte und die Darsteller (obwohl allesamt sehr gut) können mit dieser berauschenden Flut von Bildern nicht immer ganz mithalten und haben mich im Vergleich auch nicht ganz so fesseln können wie beispielsweise in "Breaking the Waves" oder "Dogville".
Fast scheint es, daß Lars von Trier gerade mit "Melancholia", mit dem er sich deutlich vom "Dogma" abwendet, dessen Richtigkeit unter Beweis stellt:
Ja, zuviel filmischer Bombast kann auch von der Geschichte und den darstellerischen Leistungen ablenken und diese ein wenig in den Hintergrund rücken.
Dennoch gelingt es ihm aber sehr viel besser, Geschichte, Schauspielkunst und kunstvolle filmische Umsetzung unter einen Hut zu bringen, als dies wahrscheinlich jeder einzelne seiner Hollywood-Kollegen geschafft hätte - dort wäre ein Film über den Weltuntergang wahrscheinlich zu einem einzigen lauten Actionspektakel verkommen.
Lars von Trier dagegen zeigt uns das Ende der Welt, wie es schöner nicht sein könnte: ruhig, bildgewaltig, sinnlich, "melancholisch" und mit durchaus interessanten Einblicken, wie verschiedene Typen von Menschen damit umgehen.
Überraschend gut fand ich neben den ausgezeichneten "Nebendarstellern" auch Kirsten Dunst in der Hauptrolle. Ich gebe zu, daß ich da etwas skeptisch war, habe ich sie bislang doch immer als das typische glatte und ein wenig austauschbare "All-American-Girl" gesehen. Hier jedoch macht sie ihre Sache ausgezeichnet und kann sich problemlos gegen Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, John Hurt und Charlotte Rampling behaupten.

Da "Melancholia" für mich im direkten Vergleich zu "Breaking the Waves" und "Dogville" aber doch etwas weniger kraftvoll ist, gibt es von mir gute vier Sternchen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Schwachen, die stärker sind, als die vermeintlich Starken, 16. November 2013
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [Blu-ray] (Blu-ray)
Melancholia ist ein Film, den man vom Handlungsablauf in wenige Worte fassen kann. Im Prinzip geht es um das Ende der Welt. Es geht um eine manisch depressive Person, die am Ende (der Welt) gestärkter und abgeklärter ist, als die Personen, die augenscheinlich gefestigt und psychisch stabiler sind bzw. es sein sollten.
Der Film baut die Charaktere langsam auf, man kann sich sehr gut in diese hineinversetzen und versteht die eine oder andere Handlungsweise.

Jeder, der an einer Depression leidet, wird wissen, warum Justine so reagiert, wie sie reagiert. Als depressiver Mensch nimmt man sich das Recht am Glücklich sein, obwohl man glücklich sein möchte. Dieses hat vielleicht schon etwas schizophrene Züge. Selbstzerstörung gehört genauso dazu, wie scheinbar unlogisches Handeln.
Diese Menschen können einfach nicht anders. Depression ist eine sehr ernst zunehmende und unschöne Krankheit. Verständnis kann man eigentlich nur von denen erwarten, die selbiges durchmachen und nur diese Menschen können einen auch helfen.
Justine ist in Melancholia allein. Trifft auf fast Niemanden, der ihre Situation richtig erfasst, oder versteht. Ihr Ehemann ist ein sehr starker Charakter in diesem Film, der aber letztendlich vor Justine's Depression resignieren muss. Ihre Eltern möchten sie nicht verstehen und fliehen in Alkohol oder hinter eine Barrikade. Wobei ich denke, dass Justine's Mutter eher die Person ist, die erkannt hat, wie sinnlos es für sie ist, ihrer Tochter Unterstützung zukommen zu lassen, da sie sich scheinbar der Sache selber nicht gewachsen fühlt.
Wie gesagt, ist die Charakterentwicklung enorm.
Die Schwachen werden stark und die Starken werden schwach. Der nahende Weltuntergang, der immer wiederkehrende Score und der Planet "Melancholia", welcher mit unglaublich brutaler Schönheit das Ende immer näher bringt, erzeugen eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Dieser Film sitzt nun tief in meinen Gedanken. Ich würde nicht zögern ihn sofort wieder anzuschauen. Eine Empfehlung ist dennoch schwer zu geben, da ich weiß, dass dieses Thema und die Machart des Films seine Liebhaber haben muss. Für mich hat der Film sehr viel Tiefgang und hat mir persönlich Angst gemacht. Diese Angst ist aber nicht destruktiv, sondern baute mich vom Prinzip her auf.
Es liegt vielleicht an jedem selbst, welche Botschaft man aus diesem Film zieht.

Nur noch kurz zum Bild und Ton: Das Bild ist klar und hat seine Schärfe. Selbst die dunklen Szenen zeigen wenig Bildkorn. Der Ton ist sehr gut und trägt zur Atmosphäre bei. So ist allein das Brummen, wenn sich Melancholia der Erde nähert, durchdringend!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar anders! Kirsten Dunst ist überragend!, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Das Ende der Welt - mal auf eine andere Art und Weise inszeniert. Lars von Trier schafft mit „Melancholia“ einen sehr schön anzusehenden Film, der mir lange in Erinnerung bleiben wird. Wunderschöne Bilder, die immer unterstützt werden von der gerade vorherrschenden Stimmung - da kann ich mich meinen Vorrezensenten wirklich nur anschließen. Kirsten Dunst hier in einer ihrer besten Rollen - ein Genuss! Anspruchsvoll ist „Melancholia“. Anders. Für von Trier irgendwie „sanft“ umgesetzt, trotz bevorstehendem Weltuntergang. Man sollte sich drauf einlassen und einfach genießen. Dann werdet ihr verstehen was ich meine.
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5.0 von 5 Sternen Lars von Triers Meisterleistung!, 25. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [Blu-ray] (Blu-ray)
Lars von Triers Meisterleistung! Ja, er macht Filme nicht für Jedermann, aber auch hier ist ihm ein Meisterwerk gelungen, wobei Melancholia eine Art "zweiter" Teil der Depression-Trilogie darstellt. Eine hervorragende Kirsten Dunst, der man wohl vorher diese "heftig-depressive" Rolle, nicht direkt zutrauen würde. Ein unvergleichlicher und eben genialer Film. Aber man muss eben Lars von Triers Werke schon kennen... Das Bonusmaterial ist auch sehenswert. Schade nur, dass es diesen Film nicht als eine Art Sonderedtion im Digi, Booklet usw. Format gibt...
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3.0 von 5 Sternen Geschrottete Kunst oder künstlerischer Schrott?, 15. April 2014
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Also da ist der Name doch Programm. Wer nach den ersten knapp zehn Minuten nicht melancholisch, wohl eher depessiv wird, der ist ein Sonnenschein durch und durch. In Zeitlupe gedrehte bedeutungsschwere Bilder begleitet von einer schwermütigen Streichmusik aus Tristan und Isolde, geradezu surrealistisch klar und abgedreht... wäre der Film so weitergegangen hätte ich mich über den Impact, der letztlich dann auch in Zeitlupe gezeigt wird, gefreut. Das Ganze wird dann durch den Titel unterbrochen ohne die Schauspieler aufzuführen. Und die sind im Staraufgebot vorhanden: Kiefer Sutherland, John Hurt, Kirsten Dunst, Charlotte Rampling, Charlotte Gainsbourg und Udo Kier tauchen bereits in den ersten paar Augenblicken von Justines Hochzeit auf. Weil die Stretchlimo nicht die enge Zufahrt zum Schloss ohne Probleme nutzen kann, kommt das junge Brautpaar zu spät zu ihrer eigenen Feier. Auf dieser kommt es zu diversen Streitigkeiten. Die bereits getrennten Eltern zoffen sich offiziell an, Justines Schwermut kommt angesichts des Drucks, der auf sie lastet immer wieder zum Vorschein. Dadurch bleibt sie der Party häufig fern. Ihrer Schwester Claire erzählt sie von Teilen ihres Traums (denen aus der Ouvertüre). Prompt fliegen die ersten Koffer raus. Gelingt es Justine ihre Melancholie zu überwinden? Und sind ihre Träume Schäume oder Vorboten einer Katastrophe...

Der Film ist absolut schwere Kost und nicht mal was für zwischendurch. Misanthropisch, eher ein Kunstwerk denn ein Film werden stilistische Mittel genommen,die zwischen extremer Zeitlupe zu Beginn des Films bis zur nahezu Parkinsongeführten Handkamera wechseln. Jedenfalls ist sicher, dass die Schauspieler hier in von Triers Film bis zum Äußersten gehen.
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5.0 von 5 Sternen Das geht unter die Haut, 26. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Als Endzeit-Fan hat mich der Film sehr beeindruckt. Die Entwicklung der Charaktere, die eindringliche Art der Akteure, und das Konzept, einen Katastrophenfilm ohne den üblichen aufgeregten Klimbim zu drehen, sondern einen ruhigen Standort zu wählen. Typisch Lars von Trier: aus einer Katastrophe wird ein depressives Happy End.
Musik und scenische Darstellung: top. Ich sehe mir den Film gelegentlich immer wieder an.
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5.0 von 5 Sternen 4 oder 5 ? Na ja, dann doch eher 5 Sterne, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Ich war bisher kein Fan von Lars von Trier. "Breaking the Waves" dreimal angefangen, dreimal abgebrochen. Gefühlsduselig, manieriert, langweilig. Ziemlich das gleiche mit "Dancer in the Dark", dazu noch das Gesinge.

"Dogville" im Kino durchgestanden, trotz einer mich stets extrem nervenden Nicole Kidman. Interessante Inszenierung. Aber auch hier diese Gefühlsduseligkeit, dieses Schwelgen in Leiden und Masochismus und noch mehr Leiden.

Im Prinzip geht es auch in "Melancholia" um die gleiche Thematik der leidenden Frau. Bloß ist hier die Auseinandersetzung mit dem Thema viel trockener, distanzierter, spannender, vielseitiger. Zumindest was die Darstellung der Charaktere und die Dialoge zwischen ihnen angeht. Das Schwelgerische, Gefühlsduselige, Maßlose ist ganz in die Bilder verbannt und in die in meinen Ohren unerträgliche Wagner-Schwülstigkeit.

Glücklicherweise behält Lars von Trier dadurch einen eher klaren, analytischen Blick auf seine Figuren.

Die "Bildgewaltigkeit" usw. wie es in vielen Kritiken heißt, konnte ich auf einer 20 Jahre alten Flimmerkiste sowieso nicht sehen. Aber selbst wenn: das Wertvolle für mich persönlich ist der Kern des Films, die Psychologie der Personen. Es ist aber interessant, wie Inhalt und Darstellung gemeinsam eine solch riesige Bandbreite an Möglichkeiten der Teilnahme bilden. Leider können viele dann doch nichts damit anfangen, weil in der Mitte eine riesige Lücke klafft.

Was mir immer wieder im Kopf rumging: Der Film heißt "Melancholia" und handelt von einer Depression. Melancholie und Depression sind meiner Meinung nach keine identischen Begriffe, obwohl es in der neueren Psychologie (lt. Wikipedia) fast nurmehr heißt: Was früher Melancholie war, nennen wir heute Depression.

Melancholie war (bis in's späte Mittelalter ? weiß das jemand genauer ?) einer von vier Temperamentszuständen: melancholisch, sanguinisch, cholerisch und phlegmatisch. Aber es wurde nicht als Krankheit betrachtet.

Meiner Meinung nach machen aus diesem Grund die beiden Teile von Melancholie sehr viel Sinn: Im ersten Teil erlebt man ein Individuum mit seiner Familie = anderen neurotischen Personen. Und man überlegt sich: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei ? Sind die so komisch zu ihr, weil sie krank ist ? Oder ist sie so krank, weil die so komisch sind ? Glücklicherweise werden hier Ursache und Wirkung nicht müßig erörtert.

Auch die Darstellung von Justine (von Marquis de Sade entlehnt ?) läßt kein endgültiges "Krankheitsbild" zu. Viele beschweren sich hier, daß sie sich durch diese Darstellung eines depressiv erkrankten Menschen beleidigt fühlen. Das nervt mich ehrlich gesagt entsetzlich, denn das hat Lars von Trier nicht versprochen, daß er ein simpel zu konsumierendes Abziehbild für eine bestimmte Betroffenheitsklientel bereit hat.

Justine ist schwach, aber sie kann auch grausam sein. Letzten Endes verfährt der Film nach der einfachen Regel: Wo Schatten ist, ist auch Licht. Stärke und Schwäche, Yin und Yang, nichts geht verloren.

In einem äußerst schrecklichen Moment kurz vor dem Ende kann man die grausame Mutter in Justine erkennen.

Depression macht keine gutmütigen, alles über sich ergehen lassenden Menschen. Depression kann böse machen und verantwortungslos und mit Absicht Grenzen sprengend.

Für mich sehr entscheidend ist dann doch der Sprung von dieser Egoebene = Depression in den Weltschmerz = Melancholie. Gut für Justine: die Rettung von einem Krankheits- in einen Daseinszustand. In einem mondähnlichen Melancholia-Bad läßt sie sich reinwaschen von dem ganzen Dreck. Sie ist nicht krank.

Melancholia läßt mich zumindest hoffen, daß Lars von Trier zukünftig seine Methode, das Leid der Frauen zu untersuchen, noch weiter verfeinern wird.
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4.0 von 5 Sternen Künstlerisch wertvoll, aber nicht für jeden ..., 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Melancholia (DVD)
Der Film „Melancholia“ besticht auf jeden Fall erstens durch seine fabelhaften Bilder und zweitens, durch die erstklassige schauspielerische Leistung der Darsteller. Insbesondere Kirsten Dunst (Justine) und Charlotte Gainsbourg (Claire) gebührt hier großes Lob. Ich habe selten erlebt, dass Emotionen so realistisch dargeboten wurden. Definitiv die beste Darstellung einer Manisch-Depressiven Person seit langem. Leider hat dieser Film auch ein Problem. Lars von Trier versucht hier den Zuschauer in eine Welt hineinzuziehen, durch die zwar zu Anfang noch ein Hoffnungsschimmer flimmert, die jedoch mit der Zeit immer mehr von den Schleiern der Verzweiflung eingehüllt wird. Der Transport dieser Botschaft erfolgt außerordentlich gut und ist künstlerisch hervorragend umgesetzt, aber leider führt dieses Gesamtkonzept auch dazu, dass der Film an vielen Stellen sehr still und gemächlich daherkommt (andere Kritiker würden jetzt das Wort 'langatmig' verwenden). Doch will man dieses Konzept konsequent umsetzten, hat man schon fast keine andere Wahl mehr, als beim Filmtempo gewaltig auf die Bremse zu treten. Alles in diesem Werk strotzt nahezu vor künstlerischer Ambition und wird aufgrund der schweren Thematik (Depression bzw. [persönlicher] Weltuntergang) zum nicht enden wollenden Bildnis.

Fazit: „Melancholia“ ist ein Film für absolute Cineasten, die nicht nur einen hohen Anspruch haben, sondern auch die Freiheit schätzen, in einem Werk viel Raum für Interpretationen zu finden. Wer klassisch („einfach nur“) unterhalten werden möchte, oder gar einen Film erwartet dessen Handlung mit gewohntem Hollywood-Tempo voranschreitet, der wird sehr enttäuscht werden und diesen eventuell sogar als langweilig empfinden.
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