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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ethik jenseits der Illusion eines Freien Willens
Freilich, das Argument ist kein Geheimnis: Das Konzept des Freien Willens ist mit den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften nicht vereinbar. Jedwede Entscheidung, deren Urheberschaft wir uns selbst zusprechen, ist das Ergebnis unbewusster neurophysiologischer Vorgänge, über die wir keinerlei Kontrolle haben. Folglich haben wir auch keine Kontrolle...
Veröffentlicht am 31. März 2012 von Bestbesteller

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema, unzureichend behandelt
Der Inhalt des Buches ist ja bereits in ausgezeichneter Weise dargestellt worden. Hier möchte ich mich daher auf die Umsetzung konzentrieren.

Das Vorhaben, den aktuellen Stand der Forschung, der deutlich gegen einen freien Willen spricht, in für breitere Kreise lesbarer Form zusammenzufassen und die - wenig überraschenden - Einwände dagegen...
Veröffentlicht am 12. April 2012 von H. Krausse


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ethik jenseits der Illusion eines Freien Willens, 31. März 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
Freilich, das Argument ist kein Geheimnis: Das Konzept des Freien Willens ist mit den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften nicht vereinbar. Jedwede Entscheidung, deren Urheberschaft wir uns selbst zusprechen, ist das Ergebnis unbewusster neurophysiologischer Vorgänge, über die wir keinerlei Kontrolle haben. Folglich haben wir auch keine Kontrolle über das Ergebnis dieser unbewussten Vorgänge. Mit geeigneten Messgeräten lassen sich in (bisher einfachen) Experimenten die Entscheidungen von Testpersonen zuverlässig vorhersagen; lange bevor der Proband die Entscheidung getroffen hat. Eine vorurteilsfreie Selbstbeobachtung komme den Tatsachen deutlich näher: Gedanken, Stimmungen, Entscheidungen entstehen unabhängig von unserem Zutun. Wir sind lediglich die Zeugen ihres Auftauchens in unserem Bewusstsein.

Neben seiner neurowissenschaftlichen Arbeit hat Harris einen Abschluss in Philosophie an der Stanford University und bringt auch dieses Feld der Expertise in die Argumentation ein. Kompatibilismus, die Überzeugung (zum Beispiel seines Kollegen Dan Dennetts), auch die unüberschaubare Neurophysiologie bei jeder Entscheidungsfindung gehöre integral zu einer Persönlichkeit, so dass man der Person durchaus eine genuine Urheberschaft an ihren Entscheidungen zusprechen könne, ist für Harris lediglich ein Ausweichmanöver. Er fasst die kompatibilistische Rechtfertigungsversuche in einer einprägsamen Pointe zusammen: "A puppet ist free as long as he loves his strings."

Auch die Quantenmechanik, welche einem rein deterministischen Weltbild den Boden entzogen hat, bietet laut Harris keinen Unterschlupf für das Konzept des freien Willens. Quantenmechanische Zufälligkeit mag die Neurophysiologie des Gehirns in unvorhersehbarer Weise beeinflussen; mit freiem Willen und der bewussten, autonomen Urheberschaft von Entscheidungen hat ein solcher Zufallsgenerator aber nichts zu tun.

In den abschließenden Kapiteln adressiert er die verbreitete Weigerung vieler Menschen, das Konzept des freien Willens trotz Unvereinbarkeit mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen aufzugeben; ihre Besorgnis, mit einem deterministischeren Weltbild würde menschliches Verhalten dehumanisiert werden, das Gefühl von ethischer Verantwortlichkeit für das eigene Handeln würde schwinden oder dem menschlichen Zusammenleben potentieller Schaden erwachsen. Er zeichnet eine Vision aufrichtiger Auseinandersetzung mit den Ursachen menschlichen Verhaltens, die vereinbar ist mit philosophischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Anerkennen der Tatsachen schule Empathie, Mitgefühl und Demut angesichts eigener Errungenschaften. Viele Faktoren, die zu einem erfolgreichen Leben verholfen haben, liegen und lagen außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten.
Ungekehrt: "It seems true enough to say that the men and women on death row had a combination of bad genes, bad parents, bad ideas, or bad luck. Which of these quantities are they responsible for?" In einer Reihe von Gedankenexperimenten gelingt Harris nichts weniger als eine Katharsis: Der Leser erlebt mit, wie die Anziehungskraft einer Vergeltungsjustiz als intellektueller Fehlschluss demaskiert wird.

Das Buch enthält einige von Harris' Aufsätzen, die schon in seinem Blog zu lesen waren. Nichts desto weniger liegt hier eine gut lesbare und überzeugende Zusammenschau seines Diskussionsbeitrags vor, ergänzt durch einen Ausblick, in welcher Weise das Aufgeben des Konzepts eines Freien Willens den gesellschaftlichen Diskurs zu verändern imstande sein mag.

Wem 80 Seiten zu kurz sind: The Moral Landscape gleich mitbestellen; Harris argumentiert hier für eine wissenschaftliche Behandlung ethischer Fragestellungen als Gegenentwurf zu dogmatischen Moraltheologien einerseits und postmodernistisch-selbsthadernder Urteilsenthaltung anderseits.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema, unzureichend behandelt, 12. April 2012
Von 
H. Krausse "Whitelotus" (Königswinter) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Kindle Edition)
Der Inhalt des Buches ist ja bereits in ausgezeichneter Weise dargestellt worden. Hier möchte ich mich daher auf die Umsetzung konzentrieren.

Das Vorhaben, den aktuellen Stand der Forschung, der deutlich gegen einen freien Willen spricht, in für breitere Kreise lesbarer Form zusammenzufassen und die - wenig überraschenden - Einwände dagegen zu behandeln, ist ehrenwert und aus meiner Sicht überfällig. Ich bin auch durchaus der Meinung, dass Harris' Darstellung nachvollziehbar und gut begründet ist und dass er typische Gegenreden überzeugend entkräftet.

Die Art und Weise, wie er dies tut, wird diesem existenziellen Thema allerdings nicht gerecht. Vielleicht ist meine Erwartung zu 'deutsch', aber ich habe eine klar strukturierte Abhandlung erwartet, die zum einen den Stand der wissenschaftlichen Forschung vollständig transparent macht und zum anderen ein vollständiges Argumentarium bietet, um die These zu verteidigen. Stattdessen findet man hier einen (ich möchte sagen typisch amerikanischen) Plauderton, gespickt mit Anekdoten und einen Autor, der von Thema zu Thema springt. Das ist eine Streitschrift, ein Pamphlet.

Das ist nichts Schlimmes. Für das Thema und die öffentliche Diskussion ist es mir das knappe Büchlein inhaltlich und konzeptionell einfach zu dünn. Glaubte ich nicht, dass Harris das Thema am Herzen liegt, würde sich der Eindruck aufdrängen, ein Prominenter wollte mit einem Reizthema schnell Kasse machen. Schade um die verpasste Chance.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie gewohnt, 16. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
Es ist Sam Harris wieder geglückt, ein komplexes Thema verständlich und
spielerisch abzuarbeiten. Das Buch ist zugegeben etwas kurz und die Verarbeitung
auch nicht so schön. Doch es geht ja um den Inhalt und der ist Spitze.
Kann sein nächstes Buch kaum erwarten.
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5.0 von 5 Sternen Mind-raising, essential reading, 29. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
"Free Will" by Sam Harris is a wonderful book, surprising and scientific, that will change the way you think about people you consider to be just "good" or "bad", as well as about yourself. As Richard Dawkins would say, this book is "mind-raising".

It is also rather compact, in length as well as in content, which makes it easy to read (I read it in one go) and, most importantly, easy to understand. Sam Harris is known for focussing on facts, which makes his books reliable sources for honest reflections. I really can highly recommend it.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regt zum Nachdenken an!, 21. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Kindle Edition)
Gutes Essay das einem einen neuen Blickwinkel auf Schuld und Verantwortung bietet.

Der Autor ist sich wieder einmal nicht zu schade auch Kontroverse fragen erörtern(ist ein Mörder wirklich Schuld an seinen Taten?)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zu kurz geraten..., 9. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
... wenn man sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat. Trotzdem ist das Buch als erster Einstieg hilfreich und empfehlenswert.
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12 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Am Thema vorbei, 12. März 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
Sam Harris hat anscheinend den Ruf, schwierige Sachverhalte einfach darzustellen. Das tut er hier auch, doch leider sind die wirklich interessanten Aspekte dieses Themas ausgeblendet. Sein wesentliches Argument, nämlich dass wir zwar tun können was wir wollen, jedoch nicht entscheiden könnnen was wir wollen, stammt eigentlich von Schopenhauer. Dem hat Harris kaum etwas hinzuzufügen. Er bringt wiederholt seine Meinung über ca. 80 Seiten verteilt, verwechselt jedoch 'Meinung' mit 'Argument'. Auch wenn das Buch kurz ist: kaum lesenswert.
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6 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich hab das Buch..., 26. März 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Free Will (Taschenbuch)
...noch nicht ganz durch...aber kann jetzt schon sagen das es sich um totalen Quatsch handelt. Bodentiefe Erkenntnisse wie: Wenn ich im Körper eines Mörders stecke, dasselbe denke und dieselbe Herkunft habe werde ich auch zum Mörder weil ich nicht mehr ich bin sondern eine andere Person (der Mörder eben) - was für eine tiefe Erkenntnis...solche und ähnliche an den Haaren herbeigezogene Beispiele für die Steuerung unseres "freien Willens" der somit eine Produkt aus Herkunft, Erfahrung, Erziehung und Genetik sein soll.
Erinnert sehr an die Sarazin Theorie das Dummheit vererbbar ist....meiner Meinung nach ein totaler Blödsinn der leider auch in diesem Buch durch nicht untermauert wird. Auch die Hinweise das im Gehirn messbare neurologische Vorgänge vor der bewußten Entscheidung stattfinden...auch nicht sehr neu und hilft nicht die Theorie (wenn es denn eine ist) des Authors zu stützen. Im übrigen ist meine Ausgabe saumäßig verarbeitet, die Seiten des Buches sind schief geschnitten....sieht aus wie selbst zusammengeklebt....
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ARRAY(0xae18860c)

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Free Will
Free Will von Sam Harris
EUR 5,23
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