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220 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Album
Vorwort
Natürlich beginnen schon wieder die Diskussionen über alt/neu, böse/gut, Gothic/Schlager usw. Ich selbst komme aus der Metal-Szene (wenn es sowas gibt) und durch Unheilig und meiner Freundin habe ich die Möglichkeit gehabt mich mal in der schwarzen Szene zu bewegen. Discos, Festivals und Konzerte habe ich nun in den letzten 2-3 Jahren...
Veröffentlicht am 16. März 2012 von Gorthok

versus
65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was ist aus Unheilig geworden?
Nur der Vollständigkeit halber: Ich höre Unheilig schon länger, zwar nicht von Anfang an, aber auf jeden Fall schon vor dem Hype. Das Album habe ich bereits am Veröffentlichungstag erworben.

Egal ob Alt- oder Neufan, wer den Werdegang und die Geschichte von Unheilig kennt, der weiß, dass sich Unheilig nicht nur musikalisch, sondern...
Vor 19 Monaten von SEVERIN BLACK veröffentlicht


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220 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Album, 16. März 2012
Vorwort
Natürlich beginnen schon wieder die Diskussionen über alt/neu, böse/gut, Gothic/Schlager usw. Ich selbst komme aus der Metal-Szene (wenn es sowas gibt) und durch Unheilig und meiner Freundin habe ich die Möglichkeit gehabt mich mal in der schwarzen Szene zu bewegen. Discos, Festivals und Konzerte habe ich nun in den letzten 2-3 Jahren erlebt. Mittlerweile find ich es nur noch widerlich, wie viele aus der Szene (nicht nur Anhänger sondern auch Bands) Unheilig und speziell den Grafen auseinanderreißen anstatt einfach "Leb wohl!" zu sagen, wenn es einem nicht passt. Nach Professionalität sucht man vergeblich.
Das jetzige Album "Lichter der Stadt" hat der Graf in den letzten 2 Jahren überwiegend auf Tour geschrieben und entwickelt. Die Musik und seine Texte spiegeln einfach das wieder, was er zu diesem oder jenem Zeitpunkt gefühlt hat. Es sind seine Gedanken, seine Gefühle und seine Erlebnisse, die er in seinen Liedern verarbeitet hat. Kritik ist völlig in Ordnung und ein muss! Aber was ich in den letzten Wochen bis heute für Artikel gelesen habe über Ihn, der Single "So wie du warst" und seinem Album... Kopfschütteln. Zum Teil drücken einige Kommentare nur noch Beleidigungen aus. Erkennt man auch hier bei Amazon anhand der Anzeige wie hilfreich eine Rezension war. Da wird der Frust ausgelebt - traurig!

Zum Album "Lichter der Stadt"
Ich habe das Album einige Male durchgehört und bin sehr zufrieden. Vollends bin ich jedoch nicht überzeugt worden (deshalb nur 4/5 Sterne), weil es da doch das eine oder andere gab, das mir nicht gefallen hat.

1. Das Licht
Sehr gelungenes Intro! Es fängt ruhig an, der Graf baut mit seiner gespenstigen Stimme Spannung auf und es geht dann zu einer Art "Befreiung" über. Dieses Intro geht unter die Haut und macht definitiv Bock auf mehr!

2. Herzwerk
Geil! Absolut Unheilig! Deftige Gitarrenriffs gepaart mit dunklem Gesang des Grafen und einem Refrain der sofort zum mitsingen und abgehen animiert. Mein Herz habt ihr damit ohne jede Frage "berührt" - Feuer!

3. So wie du warst
Eine sehr gefühlvolle Ballade über einen Menschen, der rückblickend auf sein Leben schaut. Rein instrumental ist es klasse aber textlich etwas zu flach und zu einfach. Mehr Zeilen in den Strophen und weniger "So wie du warst" im Refrain hätte mir besser gefallen.

4. Tage wie Gold
Musikalisch mal was anderes - beim ersten Hören klingt es sehr interessant. Ein Stück aus der Rubrik "Nichts ist für immer" und "Genieße den Moment". Etwas flotter und mit einem Refrain, der bei Live-Auftritten mit dem "Ohohoh" sicherlich gut ankommt. Hier sind übrigens auch die Fans von der "Heimreise"-Tour zu hören!

5. Wie wir waren (ft. Andreas Bourani)
Der Graf singt im Duett mit Andreas Bourani über eine glückliche vergangene Zeit und Freundschaft. Für mich einfach nur Pop. Zwar guter Pop, nur leider bleibt der Song nicht bei mir hängen. Schade! Demosong anhören, klingt musikalisch viel besser (weniger Pop, mehr Unheilig).

6. Unsterblich
Klavier, Streicher und ruhiger Gesang bilden hier eine Ballade zum kuscheln. Rein objektiv betrachtet hören wir hier ein wunderschönes Liebesstück. Für meinen Geschmack ist dieses Lied jedoch einen Tick "zu" schön.

7. Feuerland
Jetzt schallt wieder Wums aus den Boxen. Klasse tiefer und mysteriöser Gesang gefolgt von harten Beats und druckvollen Gitarren wie man es von Unheilig aus einigen älteren Stücken kennt. Sowohl die Strophe als auch der Refrain gehen sofort in die Beine und laden zum tanzen ein. Einfach Top!

8. Lichter der Stadt
Der Graf versucht während des ganzen Trubels der "Großstadt" etwas Ruhe zu finden und klettert auf die Dächer der Stadt. Metaphorisch blickt er nun auf die Geschehenisse seiner letzten 2 Jahre hinab. Harter Beat, aber Pop-lastig. Obwohl "Lichter der Stadt" eigentlich nicht ganz meiner Musik entspricht, wirkt es mit unglaublichem Ohrwurmpotential auf mich ein.

9. Ein guter Weg
Hier wurde ich völlig positiv überrascht, denn auf der "Heimreise"-Tour habe ich "Ein guter Weg" noch anders in Erinnerung. Der Graf überzeugt uns hier, das eine wortlose Umarmung einen angeschlagenen Menschen enorm aufbauen kann und schwierige Zeiten im Leben gemeinsam bewältigt werden können. Die Mischung aus Ballade und dem "befreienden" etwas härteren aber melodischen Refrain hat mir sehr gut gefallen.

10. Ein großes Leben
Auch im nächsten Lied "Ein großes Leben" finden wir einen ruhigen und vorallem gefühlvollen Song. Jedoch handelt es sich hierbei um Abschied und die Melancholie ist sowohl im Text als auch in der Musik absolut spürbar. Sehr schön!

11. Brenne auf
Jetzt wird es wieder etwas flotter. Gefällt mir, aber etwas schnelleres Tempo und kräftigere Gitarrenriffs hätten hier meiner Meinung nach nichts falsch gemacht. Leider kann ich mit dem Text (zumindest noch) nicht viel anfangen - somit bleibt er nicht hängen.

12. Zeitreise (ft. Xavier Naidoo)
Xavier Naidoo ist nicht mein Fall. Zudem sind wir hier wieder beim Pop angekommen wie in "Wie wir waren" mit Andreas Bourani. Wer damit kein Problem hat, dem wird dieses Lied sehr zusagen, weil auch der Text an sich sehr gut ist! Vom Thema ähnelt er zwar dem von "Wie wir waren", jedoch ist er vielseitig interpretierbar.
Auch hier: Die Demoversion zu dem Song gefällt mir sehr, sehr viel besser!

13. Das Leben ist schön
Wow, sehr verspielte Sounds und interessanter Text! Muss aber mehrmals gehört werden. weil einfach zu viel passiert. Die Demoversion ist übrigens electro-lastiger was mir mehr zusagt.

14. Eisenmann
Klasse!! Mein persönlicher Favorit auf dem Album. Schwere Beats, schwere Gitarrenriffs, schwerer Gesang! Musikalisch fügt sich hier einfach alles zusammen. Das gesamte Lied formt einen Eisenmann wie kein anderes!

15. Vergessen
Die ersten 35 Sekunden entführt uns der Graf in eine Musikwelt, mit der er vor über 12 Jahren angefangen hat - der Filmmusik. Danach habe ich nur gestaunt. Instrumental und textlich hat der Graf mich die restlichen knapp 4 Minuten alles um mich herum vergessen lassen. Melancholisch aber dennoch schön - geht ins Ohr, bleibt im Kopf!

16. Die Stadt (Instrumental)
Schönes Outro. Knüpft an "Das Licht" an und schließt gleichzeit das gesamte Album/Konzept klasse ab.

Fazit
An vielen Stellen von "Lichter der Stadt" erkennt man, dass der Graf bestimmte erlebte Situationen mit seinen Liedern verarbeitet hat. Seine Stimmung war in den letzten 2 Jahren sicherlich von Erfolg gekrönt aber auch reichlich mit Druck und Kritik (gerade Seitens der Szene) gefüllt. Der Graf hat kein Album produziert um alte Fans mit nur harten Liedern "zurückzugewinnen", sondern zeigt uns hier ein Werk, das ihn aktuell und persönlich so wiederspiegelt wie kein anderes. Ob es nun jemanden gefällt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass er Musik für sich selbst macht und nicht, um jemanden zu gefallen.
Mein persönliches Lieblingsalbum von Unheilig bleibt somit "Moderne Zeiten" aber dennoch bedanke ich mich beim Grafen für dieses Album und bin gespannt, wie sich seine Gedanken und Gefühle in Zukunft orientieren werden. Vielleicht sieht er die Welt wieder etwas lockerer und das nächste Album wird nicht ganz so ruhig!
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65 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was ist aus Unheilig geworden?, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
Nur der Vollständigkeit halber: Ich höre Unheilig schon länger, zwar nicht von Anfang an, aber auf jeden Fall schon vor dem Hype. Das Album habe ich bereits am Veröffentlichungstag erworben.

Egal ob Alt- oder Neufan, wer den Werdegang und die Geschichte von Unheilig kennt, der weiß, dass sich Unheilig nicht nur musikalisch, sondern auch generell, in Auftreten, Präsenz und Prinzipien um 180° gedreht hat. Das ist einfach Fakt und lässt sich nicht abstreiten, egal wie sehr man ihn verteidigen möchte. Aber darüber möchte ich hier nicht diskutieren, ich werde das Album sachlich bewerten, da eine Musik auch dann gut sein kann, wenn der Künstler noch so unsympathisch ist. Ich werde lediglich die Vorgängeralben mit einbeziehen, was man ja im Normalfall auch tut, wenn man sich über ein neues Album einer Band unterhält.

Wer die ersten sechs Alben von Unheilig kennt, der weiß, wie diese aufgemacht waren. Melancholische, düstere Melodien, getragen von Synthies, hin und wieder E-Gitarren und unzähligen Samples und Geräuschen. Passend zur Musik waren die Texte. Viel Inhalt, viel Tiefgang, viel Trauer, Sehnsucht, Hoffnung und Liebe. Die Ehrlichkeit und das Herzblut drangen förmlich durch die Boxen. Vorgetragen wurden diese Texte mit einer tiefen Stimme. Ich habe diese Musik geliebt. Mit ihr gelacht, mit ihr geweint, Zuflucht bei ihr gesucht. Unheilig war für mich immer eine seichte Version von Rammstein (was im Übrigen meine Lieblingsband ist).
Auf Große Freiheit war von diesem Zauber zwar nicht mehr allzu viel zu spühren, aber ein kleiner Funken war immer noch da und ich empfinde Große Freiheit als eines der besseren Alben, es hat mich noch gepackt und auf die Konzerte gezogen. Was jetzt aber mit Lichter der Stadt passiert ist, ist ein unglaubliches Ereignis in der Musikgeschichte. Die Musik auf diesem Album hat absolut gar nichts mehr mit dem zu tun, was der Künstler die 12 Jahre davor gemacht hat. Rein gar nichts. Was ist aus seiner tiefen, kraftvollen Stimme geworden? Was ist aus den traumhaften, melancholischen Melodien geworden? Jetzt sind es glattgebügelte, austauschebare, 3,5 Minuten Poprythmen. Was ist aus den poetischen, inhaltsvollen Texten geworden? Zwei Strophen á 4 Zeilen und dann fünfmal der Refrain? Ich habe mir letztens mal den Spaß gemacht und mir eine vierzeilige Strophe aus dem Stegreif ausgedacht, mit den typischen Unheilig Phrasen. Ich glaube, ich hatte in nicht mal 20 Sekunden vier Zeilen zusammen, die sich reimten. Also sagen wir mal, er braucht für zwei solche Strophen ungefähr eine Minute, überlegt sich dann noch einen vierzeiligen Refrain in nochmal 20 Sekunden und hat somit in weniger als zwei Minuten einen Text für Lichter der Stadt geschrieben. Das soll jetzt auch gar nicht sarkastisch klingen, sondern das dauert wirklich nicht länger, ihr könnt es ja mal ausprobieren.
Was sich auf diesem Album befindet, ist nichts mehr, als austauschbare Popmusik, die schon tausendmal da war. Was suchen ein Bourani und ein Naidoo auf einer UNHEILIG CD? Ich hätte mir damals nie träumen lassen, dass mal so etwas zustande kommt. Das sind Lieder, die nur im Moment aktuell sind. Das sind keine Stücke, die man sich in 20 Jahren noch anhört und dann sagt: "Boah weißt du noch, Lichter der Stadt von Unheilig?". In spätestens zwei Jahren interessiert sich kein Mensch mehr für dieses Album, wohingegen man heute noch seine alten Platten hört.
Ich zerreiße ihn hier gar nicht wegen seiner Mainstream-Wandlung, soll er ruhig, wenn er es nötig hat. Mir geht es hier lediglich um die Musik und das hier ist nicht die Musik, die ich mit Unheilig verbinde und die ich von Unheilig hören möchte. Ich höre nun mal keine Chart- und Popmusik. Und natürlich kann jetzt wieder jeder sagen "es zwingt dich keiner dazu!". Damit habt ihr natürlich recht, aber ein Fan kauft nunmal blind und wenn er mit sieben vorherigen Alben zufrieden war, dann geht er beim Kauf natürlich davon aus, dass ihm auch das achte etwas taugt. Aber das war der Fehler und deshalb werde ich beim nächsten Album nicht mehr blind kaufen und falls es wieder diese Richtung einschlägt, kommt es nicht in meine Sammlung.

Leuten, die die früheren Alben von Unheilig mochten und auf der Suche nach deutschsprachiger Musik á la Rammstein, Eisbrecher, Megaherz etc. sind, kann ich dieses Album NICHT empfehlen, da es genau den anderen Weg einschlägt, mit dem "wir" eigentlich nichts zu tun haben (wollen).
Wer hingegen auf rythmische Popmusik mit guter Stimme und Durchhaltetexten steht und auf tiefgründige Lyrik nicht allzu viel Wert legt, der kann hier zugreifen.

Ich bitte allerdings darum, sich nicht als Fan zu bezeichnen, wenn man nur Große Freiheit und Lichter der Stadt kennt und sich vor allem nicht mit der Vergangenheit der Band beschäftigt hat. Das tut mir als ehemaliger "Hardcore-Fan" nämlich im unheiligen Herzen weh. Wenn ihr richtige Fans sein wollt, dann solltet ihr auch Ahnung von eurem Idol und seiner Musik haben. Sonst wäre ich ja auch Fan von jedem Künstler, von dem ich mal eine CD gut fand. Ich habe bspw. 2-3 Alben der Toten Hosen in meinem Regal. Die Band gibt es zwar schon lange, ich kenne mich zwar mit der Geschichte und den anderen Alben nicht wirklich aus, aber hey, ich nenne mich mal "großer Fan" der Toten Hosen. [/Ironie]
Ich höre die Hosen einfach gerne, aber nur weil ich ein paar Lieder gut finde, bin ich noch lange kein Fan und Kenner. Deshalb schmerzt es mich immer etwa, wenn sich Leute als UH Fan bezeichnen, die nicht mal wissen, dass er vor 2010 schon Musik gemacht hat.

Danke für ein Bisschen Aufmerksamkeit.
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163 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Meine ehrliche Meinung......, 18. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
Ich habe mir die Meinungen der anderen Amazon-Kunden intensiv durchgelesen und genau das, was ich vermutet habe ist eingetroffen. Schon bevor ich nur ein einziges Lied gehört habe. Ich finde die CD nicht schlecht, aber auch ziemlich brav und angepasst. Im Radio läuft das ein oder andere Lied schon ziemlich erfolgreich und ich denke es wird gute Verkaufszahlen erzielen.

Der Graf hat sich entschieden. Das musste er nach dem großen Erfolg von Geboren um zu leben auch tun.

Ich hatte die große Freude ihn nochmal in Köln im kleineren Rahmen zu erleben, kurz nachdem dieses Lied in die Charts geschossen war. Dort spiegelte sich genau das wieder, was sich hier in den Rezensionen abspielt. Ein bunt gemischtes Publikum, ja dort gab es auch noch Leute aus der Szene (der ich persönlich nicht angehöre). Schon im Foyer wurde heiß diskutiert, ob es in die eine oder andere Richtung weitergeht mit der Band. Es gab Familien mit kleinen Kindern, die diesen bei dem ein oder anderen Lied die Ohren zugehalten haben, weil sie sich wohl nicht einmal damit beschäftigt haben, welche Musik die Gruppe eigentlich ausgemacht hat. Dem wurde Abhilfe geschaffen, beim nächsten Konzert, dass ich in Frankfurt gesehen habe war dann endgültig Schluss mit den Liedern der härteren Gangart.

Den Leuten hier, die die "alten" Fans angreifen, weil sie Kritik üben, möchte ich sagen, dass es sehr sehr viele gab, die KEIN Konzert verpasst haben, Ihrem Grafen nach den Konzerten immer nah waren (macht er jetzt nicht mehr, wie auch?)

Nun muss jeder Künstler selbst entscheiden, wie er mit Erfolg- oder Misserfolg umgeht. Ich persönlich denke, dass Unheilig es nicht nötig gehabt hätte diesen Weg zu gehen, weil sie so viele Fans hatten, die ihnen treu waren und eine ausgesprochen vielfältige und tiefsinnige Musik, egal ob Ballade oder härter. Vielleicht wären sie nicht so reich geworden, aber davon leben wäre kein Problem gewesen. Aber das ist meine Meinung und jeder hat das Recht selbst zu bestimmen wie er sein Leben lebt. Wäre nur traurig, wenn diese Band irgendwann in der Mottenkiste verschwindet, weil die breite Masse sehr schnell ihre Euphorie verlieren kann.

Mein Fazit: Nichts ist für immer..........gönnt einander Eure Meinung
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Graf schöpft sein großes Potential leider nicht aus, 21. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
Zunächst als kleines Vorwort: ich gehöre nicht der schwarzen Szene an, habe die Band aber schon lange vor ihrem offiziellen Durchbruch gekannt. Ich bewerte das Album aus der Sicht von jemandem, der längst nicht nur die 'harten Lieder' mag, sondern auch gerne einmal ruhigere Stücke hört. Ich möchte dem Graf daher auf keinen Fall einen Strick daraus drehen, wenn er mit seinem neuen Album 'Lichter der Stadt' grundsätzlich vielleicht etwas leisere Töne angeschlagen hat. Auch halte ich den Graf für einen sehr sympathischen Menschen und gönne ich ihm seinen kommerziellen Erfolg, keine Frage.

Ich hatte mich schon sehr lange auf das neue Album gefreut, konnte den Veröffentlichungstermin kaum erwarten. Und nun?

Als ich das erste Mal '"So wie du warst"' im Radio gehört hatte, hatte ich noch die Hoffnung, dass es sich nur um einen bösen Ausrutscher der Band handelt. Eine Auskopplung, die von der Plattenfirma ausgesucht wurde, weil sie an Lieder wie "'Geboren um zu leben"' anknüpft und daher wohl für das Radiopublikum geeignet ist, aber ich hatte die Hoffnung, dass die übrigen Lieder des Albums aber doch sicher mehr Anspruch aufweisen würden und deutlich davon abheben würden. ' Leider stellte sich diese Hoffnung als falsch heraus.

Bereits das letzte Album "'Große Freiheit"' war ja schon deutlich softer als die früheren Werke. Das habe ich grundsätzlich nicht als allzu problematisch bewertet, denn einzelne Stücke wie "'Abwärts"' und '"Sternbild"' fand ich noch sehr ansprechend, auch wenn sie nicht an frühere (meines Erachtens absolut geniale) Lieder wie "'Spiegelbild"' o.ä. anknüpfen konnten. Mit "'Geboren um zu leben"' auf der letzten Platte konnte ich seltsamerweise nie etwas anfangen, auch wenn es der Band den Durchbruch beschert hat. Leider entsprechen die meisten Lieder auf 'Lichter der Stadt' genau diesem Stil' nur noch etwas weichgespülter, oberflächlicher, nichtssagender. Und das ist genau mein Hauptproblem, das ich mit dem neuen Album habe: ich vermisse die tiefgründigen Texte des Grafen aus früheren Zeiten, die unter die Haut gehen, die einen nicht mehr loslassen und bewegen. Seichter ist alles geworden, nichtssagend. Floskelhaft und schönklingend.

Ohne Zweifel: Der Graf selbst hat eine wundervolle Stimme. Wenn er jedoch mit einer solchen Stimme derartig 'Belangloses' singt, wirkt das für mich wie ein Bruch. Mit dem Album hat er definitiv sein großes Potential in keiner Weise ausgeschöpft.

Musik für die Ewigkeit ist das nicht. Eher eine CD, von der einige Lieder im Radio auf- und abträllern werden, bei denen die Hausfrau ganz nett ihren Abwasch erledigen kann, die vielleicht bei einer RTL-Werbung nett als Hintergrundsong eingesetzt werden kann, ' aber mit tiefgründigen Texten, die unter die Haut gehen, zum Nachdenken anregen - also Dinge, für die ich Unheilig immer sehr geschätzt habe, als sie noch ein 'Geheimtipp' in der Musikwelt waren ' hat das leider nichts mehr zu tun.

Schade. Ich will die Band nicht verurteilen. Es wird von jeder Musikgruppe wohl immer ein Album geben, das man als Tiefpunkt ansieht. Es bleibt nur zu hoffen, dass Unheilig sich auf das besinnen, wofür man sie eigentlich liebt, nämlich gerade den inhaltlichen Tiefgang. Seichte, nichtssagende Texte gibt es auf dem Musikmarkt schon zur Genüge. Dieses Album wird wohl weichenstellend dafür sein, in welche Richtung sich die Band in Zukunft bewegen will. Das bleibt abzuwarten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschung, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorbesteller war ich..., habe es aber bis heute nicht geschafft (oder hatte keinen Bock) wenigstens ein paar Worte über dieses belanglose Album zu schreiben.
Ich höre Unheilig seit ca.10 Jahren und meine Begeisterung stieg mit jedem Album und jeder Tour. Ich besitze alle Alben und die meisten Singles (alle bei Konzerten gekauft). Das erste Album, welches ich bei Amazon gekauft habe, war "Große Freiheit", und ich fand es klasse (nicht so gut wie Puppenspiel, aber doch außergewöhnlich gut). Kritik in meinem Umfeld an der Veränderung in der Musik von Unheilig prallte an mir ab und ich verteidigte sogar noch "Winterland" (ich darf heute gar nicht mehr darüber nachdenken mit welchen Argumenten).
Meine Erwartungen an "Lichter der Stadt" waren nicht sehr hoch. Ich habe erwartet das man schnellstmöglich den "Große Freiheit"-Schwung für die Veröffentlichung eines neuen Silberlings nutzen würde. Und nachdem Unheilig nach der Veröffentlichung von "Große Freiheit" eigentlich immer auf Tour waren, konnte schon aus Zeitgründen kein tolles Album zusammengestellt werden. Als ich dann las wer die Duettpartner auf dem neuen Album waren, überlegte ich ernsthaft das Album zu stornieren.
Aber meine Schwiegermutter zeigte plötzlich Interesse (sie ist übrigens glühender Schlagerfan). Also bekam ich das neue Album um es nach einer Woche meinen Schwiegereltern zu schenken. Ich möchte jetzt nicht auf die einzelnen Lieder eingehen, es macht mich traurig, was aus einer so außergewöhnlich guten Band geworden ist (nicht nur musikalisch).
Die "Lichter der Stadt"-Tour fand dann ohne mich statt, nicht aber ohne meine Schwiegereltern die es ganz toll fanden (sie vermissten nur Sitzplätze, aber wer weiß schon was noch kommt...).
Die zwei Sterne gebe ich weil ich den Grafen immer noch sympatisch finde und die letzten drei Songs ganz okay sind (hätten aber früher kaum für eine B-Seite gereicht), der Rest ist (meiner Meinung nach) Riesenmist...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Musikantenstadl, 1. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (MP3-Download)
Diese neue Scheibe der deutschsprachigen Gruppe UNHEILIG um den Sänger DER GRAF kann mit einem einzigen Wort beschrieben werden: langweilig.

Kein Pathos, keine Tiefe, keine ordentlichen Melodien oder Arrangements. Platter Gesang mischt sich mit ein wenig Klavier und jede Menge Gitarre, wird mit Computerklängen aufgehübscht und als ganz große Kunst an den Mann gebracht. Die Lieder eignen sich zum Schunkeln aber nicht zum Nachdenken und so entsteht im Hirn nach Anhören dieses Albums dieselbe Leere, die von der CD ab der ersten Takte ausgestrahlt wird.

Angesichts dieser drittklassigen Arbeit verstehe ich, weshalb wir in fast jedem Spot des Privatfernsehens und schon im Höhrgeräteladen auf das Antlitz des Grafen treffen: irgendwo muß die Kohle zum Überleben herkommen, wenn die Musik zwar angepriesen, aber nicht mehr angebetet wird....

1 Stern.
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48 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So wie du warst, lieber Graf..., 5. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
Ich weiß nicht mehr genau, wann es war. Irgendwann zwischen 2006 und 2008 stieß ich zufällig auf Unheilig. Ich gehöre auch nicht zur Gothic-Szene und mir ist es im Endeffekt auch vollkommen egal, welche Musikrichtung der Graf einschlägt. Ich war von Anfang an enorm begeistert von UH und dem Grafen und habe mir binnen kürzester Zeit die Alben zugelegt und hatte eine neue Lieblingsband gefunden. Die Musik hatte Tiefgang, Emotion, Herzblut, Kraft... ich war stolz darauf, diese Band für mich entdeckt zu haben.
Irgendwann kam dann "Geboren um zu leben", da dachte ich mir noch nichts weiter. Ich fand und finde das Lied gut und dachte mir damals in etwa: "Klasse, Unheilig bekommt endlich die verdiente Aufmerksamkeit!". Der Hype ging die erste Zeit an mir vorbei, da ich Charts und Radio nicht wirklich verfolge. Nur irgendwann wurde es mit der Vermarktung und dem Hype so dermaßen übertrieben, dass es auch der Letzte zwangsläufig mitbekommen hat, dass UH existiert. Es war für mich, zugegeben, etwas nervig, dass plötzlich jeder, aber wirklich jeder, Unheilig kannte und toll fand. Ich hatte nichts, wie soll ich sagen, "eigenes" mehr. Aber okay, dachte ich, so lange die Musik weiterhin gut ist und ich es gerne höre, ist ja alles im Lot. Große Freiheit hat mir auch sehr gut gefallen, trotz dem ganzen Rummel. Ich würde es sogar als eines der besseren Alben abstempeln, auch wenn mMn nichts an Zelluloid rankommt. Ich hatte in dieser Ära auch drei Konzerte besucht, die mir trotz dem neuen und veränderten Publikum Spaß gemacht haben.
Wie viele andere sicher auch, war ich dann enorm auf die Fortsetzung gespannt. Wird der Hype bleiben? Wird er Große Freiheit toppen können? Lehnt sich das Album wieder an alte Zeiten an? Die Antwort: Nein.
Ich hatte mir die Scheibe direkt am VÖ Termin geholt und mich wahnsinnig darauf gefreut. Wie gesagt, ich ging ohne große Vorurteile ran, hab keine Anforderungen, welches Genre er spielt und hatte vor, trotz diesem Megahype auch weiterhin bei UH zu bleiben. Jedoch hat mich Lichter der Stadt extrem enttäuscht. Das Intro war noch relativ stimmig und machte Lust auf mehr. Der zweite Track, Herzwerk, machte auch noch Laune und ich dachte mir: "Schön, den Titel hätte man auch auf eine früher Platte packen können, UH scheinen wohl wiedere ihrer alten Zeit treu zu werden!". Doch falsch gedacht, danach ging es für mich ziemlich bergab. Eine Ballade reiht sich an die nächste, lediglich zwei stärkere Titel kommen noch hinzu, welche aber aufgrund der Balladendominanz deplatziert und gezwungen erscheinen. Eisenmann erinnert mich zudem stark an Maschine. Das Album hat sowieso das Problem, dass extrem viele Wiederholungen drin sind (Das Licht/Lichter der Stadt/Die Stadt - Tage wie Gold/Goldene Zeiten [Moderne Zeiten] - Herzwerk/Herzland [Das 2. Gebot] - Feuerland/Feuerengel [Puppenspiel]/Unter Feuer [Große Freiheit] - Das LEBEN ist schön/Ein großes LEBEN - So wie DU warst/[So] wie WIR waren)
An sich habe ich wirklich nichts gegen Balladen, ich bin ein großer Balladen Liebhaber und gerade die von UH waren immer genial, Titel wie Astronaut, Mein Stern, An deiner Seite, Sei mein Licht, Rache, Herz aus Eis etc. zählen für mich bis heute zu den besten Stücken, die UH je veröffentlicht haben. Da war Gefühl, Liebe, Hingabe, Herzblut, Tiefgang, Gänsehaut... das waren Stücke, die haben einem einen Schauer über den Rücken gezogen, die haben einen träumen lassen. Das ist auf dem neuen Album nicht gelungen, wie ich finde. Die Titel plätschern lieblos vor sich hin im glattgebügelten Rhytmus, schön auf 3,5 Minuten gekürzt. Ich finde irgendwie, alles klingt gleich. Und dieses 0-8-15 Popgedudel geht mir persönlich auch gewaltig auf die Nerven. Ich weiß nicht warum, aber ich wurde beim Hören - kein Witz - aggressiv und habe mir extrem schwer getan, das Teil an einem Stück durchzuhören. Das ist kein Witz. Es klingt einfach total austauschbar. Das Album hätte jeder x-beliebige andere Sänger einsingen können. Das wird auch direkt mit zwei Duetten bewiesen, die für mich den Tiefgang darstellen. Hört man nur Naidoos Part und weiß nicht, dass man sich auf einem UH Album befindet, dann könnte man glatt sagen, das ist ein neuer Naidoo Song. Die Musik erinnert rein gar nicht an UH, sowas war schon tausendmal da und läuft jeden Tag auf Viva und im Radio. Hätte Naidoo das komplette Album eingesungen, hätte niemand gesagt "Hey, irgendwie klingt der jetzt wie Unheilig". Aber lasst ihn mal Phosphor oder Zelluloid einsingen, da sollte man schon einen Unterschied merken. Das ganze Album klingt total austauschbar, jeder andere hätte über diese Melodien drübersingen können, es hat nichts eigenes mehr (die Texte waren auch schonmal stärker).
Ich möchte hier auch gar nicht auf UH oder den Leuten, die das Album mögen, herumhacken. Wie gesagt, ich hatte mich ja eigentlich selber darauf gefreut. Dies ist lediglich meine persönliche Meinung und diese kann von anderen Meinungen abweichen. Das Ding ist einfach, die auf diesem Album eingespielte Musik verbinde ich nicht mit dem Namen Unheilig. Das ist einfach nur noch austauschbare Popmusik und das will ich nicht hören. Ich höre keine Popmusik, ich höre Bands wie Rammstein etc. und Unheilig hatte für mich immer prima reingepasst in meine "düstere, melancholische Deutschrock" Ecke. So wie UH bis Große Freiheit war, so wollte ich sie haben. Das war mein Musikgeschmack, dass war Melancholie und Tiefgang, das wollte ich hören und habe ich geliebt. Popmusik will ich nun mal nicht hören und verbinde ich auch nicht mit Unheilig. Das ist der Grund, wieso sich unsere Wege hier vorerst trennen. Ich finde auch irgendwie, dass der Name Unheilig überhaupt nicht mehr passt. Vielleicht sollte er einfach unter dem Pseudonym "Der Graf" weitermachen und Unheilig Unheilig bleiben lassen, das war in meinen Augen ein ganz eigener Zeitabschnitt und alles was mit dem Hype kam ist doch irgendwie etwas völlig anderes, ein ganz neuer Abschnitt, neue Musik, neues Auftreten... da fände ich einen Namenwechsel ganz gut, da kann er sich dann austoben, wie er will, aber er soll doch bitte nicht die Musikrichtung um 180° drehen und das unter dem selben Namen veröffentlichen wie die "dunklen" Sachen. Ist natürlich nur meine Meinung und ich bitte diese zu akzeptieren, ich akzeptiere die anderer auch und hacke nicht auf Leuten herum, die es gut finden.

In diesem Sinne...
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine einzige Enttäuschung..., 19. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (MP3-Download)
2010: Unheilig schaffen mit ihrem Album "Große Freiheit" und der Single "Geboren um zu Leben" den kommerziellen Durchbruch und die Songs laufen im Radio auf und ab. Mit einer klugen Mischung aus düsterem Rock (Abwärts, Unter Feuer), recht gefühlvollen Balladen (Geboren um zu Leben, Unter deiner Flagge), sowie einigen etwas mehr an Pop orientierten Songs (Für Immer, Fernweh) gelang es ihnen, die Herzen der Zuhörer im Sturm zu erobern. Besagtes Album grenzte sich ein wenig von den Vorgängern ab, sowohl lyrisch als auch musikalisch, die Fanlager wurden gespalten, Unheilig galten nicht weiter als Teil der "Schwarzen Szene".

Etwa 2 Jahre später schickt die Band seinen nächsten Longplayer "Lichter der Stadt" ins Rennen. Unabhängig von den üblichen Kindereien der "alten" und "neuen" Fans wolltete ich mir ein eigenes Bild machen... ich hätte jedoch auf die "alten" Fans hören sollen.

Dem neuen Album fehlt es nahezu an Allem! Die Scheibe ist musikalisch recht langweilig und lyrisch alles andere als das, was man von Unheilig so gewöhnt war - die schöne Stimme vom Grafen ist jedoch geblieben. Schon dem Intro gelingt es nicht, die Vorfreude auf das Kommende zu wecken und bringt keine Atmosphäre rüber. Der Rest der Scheibe besteht zum Großteil aus "Balladen", die sich für meinen Geschmack leider zu sehr ähneln und "so vor sich dahinplätschern" - berührt wird man hier nicht; das können auch die Gastsänger Andreas Bourani und Xavier Naidoo nicht ändern.

Besonders enttäuscht dürften Fans des "Rock" von diesem Album sein, der hier eindeutig zu kurz kommt: Herzwerk und Eisenmann sind die einzigen Titel, die versuchen, ein bisschen Schwung in das Gebotene zu bringen, wirken aber recht hilflos und zu den übrigen Titeln ziemlich unpassend. Zudem wurde bei "Brenne auf" - welches durchaus Potenzial gehabt hätte - erfolgreich Rock verhindert. Das Outro ist, wie man es seit "Das 2. Gebot" gewöhnt ist, ein Instrumental und stellt für mich leider das stärkste Stück des Albums dar.

Es scheint fast, als würden sich Unheilig auf ihren Lorblättern vom Vorgänger-Album ausruhen. Verzweifelt versucht man an den Erfolgen von "Geboren um zu Leben", "Unter deiner Flagge" und (meinetwegen auch) "Winter" anzuknüpfen. Die Verkaufszahlen geben ihnen Recht, die Band sollte aber trotzdem gewarnt sein, dass ein weiteres "Lichter der Stadt" ihnen einen großen Knick verpassen könnte. An den Amazon-Rezensionen gemessen bin ich nicht der einzige, der hier enttäuscht wurde. 2 Sterne gibt es, weil meine Bewertung der einzelnen Lieder bei Itunes, durchschnittlich auf 2/5 Sternen gekommen ist.

P.S. Im Booklet haben sich einige Tippfehler eingeschlichen. Das ist natürlich nicht weiter tragisch, hätte man aber vermeiden können, gar müssen.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man nehme eine Unheilig-CD, eine Rammstein-Maxi, Schlagsahne und viel Weichspüler..., 16. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
"Das Licht" (Intro)
Anspieltipp!
Genialer Einstieg fürs neue Unheilig-Album. Alle, die auf "Große Freiheit" das Intro "Das Meer" mochten, werden diesen Track lieben! Einfach HAMMER!!! Durch die zu hörende Sirene passt das Stück perfekt zum Cover.
Bereits bei den ersten Worten des Grafen und der dann einsetzenden Musik war mir klar, dass diese CD einfach umwerfend sein wird! Wow! Was für ein Einstieg!

"Herzwerk"
Anspieltipp!
Hart gespielter, sehr interessanter Track, der an eines der Vorbilder vom Grafen erinnert: Rammstein! Typischer, leider sonst mittlerweile sehr seltener, Unheilig-Sound!
Gefällt mir sehr gut.

"So wie Du warst"
Der obligatore Ohrwurm und die aktuelle Single, welche sicher für einen der nächsten Auftritte bei Carmen Nebel oder in irgendeiner ZDF-Seniorenbespaßer-Sendung gedacht ist.
Hier versucht man eindeutig an den Erfolg von "An Deiner Seite" oder "Geboren um zu leben" anzuknüpfen, es vielleicht sogar wie eine Fortsetzung klingen zu lassen.
Leider ist das Lied, trotz Ohrwurmmelodie, nicht überzeugend. Irgendwie sucht man eine tiefere - unheilig-übliche - Message. Der Refrain klingt für mich außerdem von Leonard Cohen's "Halleluja" abgekupfert...
Ein Ohrwurm ist das Lied, trotz meiner Kritik dennoch!

"Tage wie Gold"
Spricht vor allem Leute, die sicher auch die ein oder andere Ü30-Party besuchen bzw. kurz vor der Midlife-Crisis sind. Leider ohne richtigen Tiefgang...

"Wie wir waren" (feat. Andreas Bourani)
Typischer Track, mit dem man früher oder später allen im Radio auf'n Sack geht. Definitiv nicht mein Ding! Definitiv zu "schlagerlastig"!
Das Ding hätte auch einer von den "Prinzen" mit Gunther Emmerlich zusammen singen können...

"Unsterblich"
Das Lied, welches sich bestimmt jede Frau in der Midlife-Crisis von ihrem Mann - pardon - noch nie getroffenen Chat-Freund wünscht. Extrem schmalzig... Kann man hören, muss man aber nicht...
Definitiv wird dieser Song früher oder später (durch den tollen Vertrag, den der Graf mit RTL abschloss) bei "Schwiegertochter gesucht" eingespielt...

"Feuerland"
Anspieltipp!
Endlich wieder ein schnellerer Track auf dieser CD, der an frühere UH-Alben erinnert. Gefällt mir recht gut. Wird sicher in einem VOX-Urlaubs-Special über "Feuerland" mal verwurstet...

"Lichter der Stadt"
Das Titellied zum Album soll hier eindeutig eine größere Masse ansprechen. Leider viel zu weichgespült! Solche Titel wurden früher von Größen wie Hanne Haller im Schlagerbereich produziert.
Gerade für das Lied, welches der Platte ihren Namen gibt, hätte ich mehr Unheilig erwartet. Zumal der Graf ja in einem Interview (schön von der Plattenfirma einstudiert) sagte, dass dies angebl. sein persönlichstes Album wäre. Warum ist es dann so aussagelos?

"Ein guter Weg"
Siehe meine Kritik zu "Unsterblich". In der zweiten Hälfte kann man hierbei endlich mal wieder ein paar typische dunklere UH-Klänge (vereinzelt) im Hintergrund hören. Den Text könnte allerdings perfekt auch "Michelle" singen. Im Ernst!

"Ein großes Leben"
Wieder ein total UH-untypischer Song, den Eltern ihren Kindern zum Einschlafen vorspielen können. Hätte ich ein Kind, würde ich dies mit dem Song zumindest so handhaben.
Prinzipiell eine schöne Message in einem recht netten Lied, das sich an ein Kind wendet.

"Brenne auf"
Ein Lied, welches an frühere UH-Zeiten und stilmäßig an das letzte Album erinnert. Keine Offenbarung, aber nett anzuhören.

"Zeitreise" (feat. Xavier Naidoo)
Typischer, völlig überflüssiger, Radio-Track ohne Tiefgang. Bereits an den ersten "Klimper"-Sekunden hört man, dass es der Titel mit dem "Xaver" ist. Das Duett ist definitiv besser als das mit Bourani, jedoch ist es nicht mehr "Unheilig" und recht schlager- ... pardon - deutschpop-lastig.
Für mich klingt das Lied außerdem, als hätte jeder Sänger in unterschiedlichen Tonstudios den Gesang aufnehmen und erst später abmischen lassen...

"Das Leben ist schön"
Prinzipiell ein recht schöner (verträumt klingender) Song, der an etwas an die Synthi-Musik aus den 80ern von Jan Hammer ("Miami Vice") erinnert. Zu 40 % fließt auch etwas "Unheiliges" ein und macht das Lied auf jeden Fall hörbar!

"Eisenmann"
Anspieltipp!
Der Anfang ist bereits absolut genial! Das Beste was dieses Album zu bieten hat! Wäre auf dem letzten "Rammstein"-Album ein solcher Track gewesen, hätte mir dieses auch gefallen! Zum Teil kann man wirklich denken, man hört Till Lindemann bzw. Rammstein!
Den Song kann man sich als eine (im positiven Sinne) schwerfällig stark metall-lastige Variante des UH-Klassikers "Maschine" vorstellen! Wirklich Klasse!

"Vergessen"
Schade, dass sich der Graf hier scheinbar wieder etwas zur Beruhigung eingeworfen hat. Der Hörer bekommt hier einen ruhigeren Titel geboten. Durch das Schlagzeug hat der Song nur wieder etwas Schlagerhaftes. Dennoch gehört das Stück hier zu einem der besseren Lieder.

"Die Stadt"
Anspieltipp!
Ein richtig gelungenes (intrumentales) Outro, im beliebten, leider auf dem Album nicht durchgängigen, Unheilig-Stil.
Absolut genialer Track und voll mein Ding!
Auch wenn es "nur" instrumental ist, hat das Musikstück, wenn man genau hinhört und die Reise mitmacht tatsächlich (kaum zu glauben) eine Message!

Fazit zum Album:

Für mich das leider schwächste "Unheilig"-Album. Dies war letztlich schon ohne eine Schaffenspause des Grafen, der von einem Konzert und Auftritt zum nächsten rannte, leider zu erwarten.
Es sind zwar einige wirklich geniale Tracks drauf, jedoch wird der "frühe" Unheilig-Fan hin und wieder mal auf die "Weiter"-Taste drücken. Einen roten Faden, der durch die Songs, wie bei den anderen UH-Alben führte, sucht man leider vergeblich...

Sehr schade, lieber Graf! Du versucht mit aller Gewalt möglichst viele Bevölkerungsschichten anzusprechen. Dies spiegelt dieses Album nur zu sehr!

Ich würde mir für dein nächstes Album "Das Dunkel der Gullis" (oder wie auch immer), welches hoffentlich nicht wieder "nebenbei" entsteht nicht wieder Weichspüler-Duette mit Bourani und Co. wünschen! Wie wäre es denn mal mit einem Duett (wenn es denn wirklich sowas sein muss) mit Till Lindemann/Rammstein, Doro Pesch etc. oder einfach mal einer Neuauflage deines ersten Albums "Dreams & Illusions" welches bei eBay sonst nie für unter 500,00 Euro verkauft wird?

Ich hätte nie gedacht, dass ich früher oder später mal eine solch negative Kritik an einem meiner absoluten Lieblingskünstler loslasse...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen kurz und knapp, 13. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lichter der Stadt (Audio CD)
Kurz und knapp :
bin Unheilig Fan so ziemlich von Anfang an , möchte auch gar keine neue grosse Diskussion lostreten die sowieso zu nichts führen würde , da jeder einen andren Geschmack und eine andere Meinung hat und das ist ja auch gut so.

Dieses Album hat mich auf ganzer Linie voll enttäuscht und verstaubt mittlerweile in meinem Regal. Dieses Album ist es nicht wert grossartig viele Worte drüber zu schreiben , da es einfach nur schlecht ist für Unheilig Verhältnisse. Hoffentlich war es ein einmaliger Ausrutscher , denn 3 gute Songs reichen einfach nicht aus ! Ich erfreue mich weiterhin an den alten Alben , aber falls der Graf weiter in diese Richtung macht wie hier auf diesem Album , wird dieses auch das letzte Album gewesen sein was ich von ihm erworben habe. Das nächste Album werd ich mir nicht mehr blind kaufen , sondern vorher reinhören.

Frohe Weihnachten an alle
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Lichter der Stadt
Lichter der Stadt von Unheilig (Audio CD - 2012)
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