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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2004
Ich selbst habe die Zeit erlebt, als dieser Film in den Kinos uraufgeführt wurde. Selten wurde so eindringlich das partnerschaftliche Beziehungsgeflecht von Großstadtmenschen die (nicht nur kulturell) etwas auf sich halten, aufgezeigt. Sehr feinsinnig entwickelt Woody Allen als Regisseur und Darsteller die Charaktere der Hauptpersonen. Diesen Film lediglich als Komödie zu klassifizieren geht sicher an der wahren Qualtität dieses Werkes vorbei. Es ist vielmehr ein Stimmungsbild einer inzwischen längst vergangenen Epoche der späten siebziger Jahre. Und trotzdem ist es Woody Allen gelungen hier ein über alle Zeiten gültiges Abbild von Beziehungen und den damit verbundenen Verwirrungen zu schaffen. "Do it again Sam" (Machs nochmal Sam); "Annie Hall" (Der Stadtneurotiker) und "Manhattan" sind in der Reihe erstklassiger und trotz aller Komik ernst zu nehmender Filme Woody Allens als eine sich gegenseitig bedingende Werkfolge zu verstehen. Nach meinem Dafürhalten hat Diane Keaton für ihre Leistung in diesem Film zu Recht den Oskar erhalten. Eine grossartige Schauspielerin in einem grossen Film.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2004
"Der Stadtneurotiker" ist einer der besten und schönsten Liebesfilme, die ich kenne! Er zeigt, gerade auch mit den Mitteln der Entfremdung, ehrlich und ohne jeden falschen Kitsch, wie menschliche Beziehungen in der zivilisierten Welt sind - warmherzig und zynisch, ernst und lustig, leidenschaftlich und langweilig usw. Diesen Film sollte jeder Mann mal seiner Frau oder Freundin zeigen - als Gegengift zu "Pretty Woman" oder "Love Story"!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. November 2003
Annie Hall. Viele Erinnerungen verknüpfe ich daran. 1977 herausgekommen, war dies eigentlich der erste ernstzunehmende Film des Autoren, Regisseurs und Schauspielers Woody Allen. Ein lustiger und bewegender Film über die on-off-Romanze zwischen Komiker Alvy Singer (Woody Allen) und Sängerin Annie Hall (Diane Keaton), die autobiographische Züge hat. Die Midlife-Krise eines 40-jährigen New Yorkers, der sein Leben überdenkt. Viele der besten Einzeiler-Witze Allens sind hier in diesem Film versammelt, dieser "Szenen nicht einer Ehe, sondern einer Beziehung". Alvy lebt mit Annie zusammen - auseinander. Das komische Element verbindet sie, skurrile Szenen, auch Mitleid. Trotz vieler Gags ist da immer das unterschwellige Gefühl von Trauer und Schmerz dabei.
Woody setzt Flashbacks, Monologe direkt in die Kamera, Split Screens und andere Techniken mit überraschendem Effekt ein.
Herrliche Szenen wie die Warteschlange vor dem Kino, Alvy und Annie nach dem Tennismatch, die Autofahrt im VW etc. sind zu sehen.
Trotz dem eigentlichen 'unhappy ending' sind wir zufrieden, da wir mit beiden mitfühlen und für beide das Beste wollen.
Der Film erhielt (zu Recht) Oscars für beste Schauspielerin (Diane Keaton), Beste Regie (Woody Allen), Bestes Original-Drehbuch (Allen und Marshall Brickman) und Bester Film. Ein kleines Juwel halt.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. November 2012
Story (4)
Mit gewohnt zynischem Humor und viel Sprachwitz inszenierte Woody Allen diesen Streifen und an eben diesem Werk wurde er seither gemessen.
Viele Themen, die in diesem Film verarbeitet wurden, trifft man auch in späteren Werken wieder an, jedoch nie mehr so geistreich, witzig und mit diesem unnachahmlichen Gespür fürs richtige Timing.
4 Oscars erscheinen dem heutigen Betrachter vielleicht etwas zuviel des Guten und in der Tat, wurden Woody Allens Themen in moderner Zeit noch prägnanter, noch schonungsloser dargestellt. Betrachtet man diesen Film aber im Kontext der Zeit, so wird schnell klar, wie neu und originell das war, was Allen und Co. da 1977 auf die Leinwand zauberten...

Bild (3)
Die Bildqualität ist im Grossen und Ganzen recht unbefriedigend. Viel Mühe hat man sich da bestimmt nicht gemacht mit einem Remastering. Das sehr starke Filmkorn und die ausgewaschenen Farben, machen es auch nicht gerade besser. Der Schwarzwert ist nicht schlecht aber der Kontrast nicht wirklich gut. In dunklen Sequenzen säuft das Bild schon mal richtig ab. Wir bewegen uns am unteren Bereich vom Mittelmass, bzw. einer Standard-DVD-Qualität. HD-Qualität sucht man vergebens.

Ton (2)
Der Ton ist leider noch schlechter als das Bild. Hier wurde definitiv gar nichts gemacht. Der Klang ist sehr dumpf und in den Höhen überschlägt sich das Ganze dann auch mal gern. Was bei einem Dialogfilm besonders stört, die Dialoge sind mitunter nur sehr schlecht zu verstehen. Da es so gut wie keinerlei Tondynamik gibt, ist alles gleichlaut, was die Verständlichkeit zusätzlich erschwert.

Extras (2)
Interessieren mich nicht. Es gibt leider nicht mal ein Wende-Cover!

Fazit: Ein sehr sehenswerter um nicht zu sagen wertvoller Film, der in jede gute Filmsammlung gehört. Die HD-Umsetzung ist jedoch nicht gut gelungen weshalb Besitzer der DVD getrost auf ein Upgrade verzichten können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Woody Allens -Der Stadtneurotiker- ist einer dieser zeitlosen Streifen, die man sich auch in zehn Jahren noch ansehen wird. Der Künstler Alvy Singer(Woody Allen) beginnt eine Beziehung zu Annie Hall(Diane Keaton). Der Zuschauer fragt sich schnell, wer von den beiden wohl neurotischer ist. Nichts in dieser Beziehung ist selbstverständlich. Alles muss fundiert erklärt und logisch sein. Selbst im Bett können die beiden nicht so richtig abschalten, okay, Annie schon, jedenfalls wenn sie einen Joint zu rauchen bekommt.
So begleiten wir Annie und Alvy durch ihr Leben und durch New York. Wir erleben tragische Momente, hervorragende Lacher und einen Woody Allen, der sich manchmal aus der Handlung des Films löst, um mit dem Betrachter vor der Glotze zu kommunizieren.
Das der Film aus dem Jahr 1977 ist, muss man dazu schreiben. Denn: Allens Komödie um die Beziehung zwischen Mann und Frau ist heute noch genau so aktuell wie damals. Allerdings haben es in den vergangenen 30 Jahren nur wenige Filmemacher geschafft, das Thema so lustig und zugleich interessant zu verarbeiten.
Einer der "Besten Filme aller Zeiten".
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2004
Auch nach so vielen Jahren verblüffen der Wortwitz, das unglaubliche komische Timing, die wunderbar verstört agierende Diane Keaton, die vielfältigen, kreativen Einfälle, aus der schlechtere Filmemacher ein Dutzend Komödien machen würden... Es wäre vermessen, angesichts des Gesamtoeuvres von Allen diesen als seinen Besten zu bezeichnen, aber viel spricht doch dafür. Ein Meisterwerk, rund und (fast) vollkommen. Im Englischen Original natürlich um Längen besser, auch wenn die Übersetzer solide Arbeit abgeliefert haben.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2006
Als Gewinner von vier Oscars, einschließlich „Bester Film", kann man diese Tragikomödie wohl als einen der besten Filme von Woody Allen ansehen. Anders als bei aktuellen Komödien wird hier der Zuschauer durch Wortwitz zum Lachen gebracht, und nicht durch Slapstick-Szenen. Und das macht diesen Film für mich zu einem der lustigsten Filme überhaupt. Die beiden Hauptfiguren wurden perfekt besetzt: Diane Keaton spielt zauberhaft (Oscar!) und Woody Allen kann einfach wie niemand sonst einen deprimierten Mittvierziger in der Midlife-Crisis darstellen. Das alles summiert sich zu einem Filmvergnügen, das in bester Erinnerung bleibt, auch wenn es den Zuschauer ein wenig nachdenklich stimmt.
Jeder Woody-Allen-Fan besitzt die DVD wohl sowieso schon, allen anderen kann ich dieses Meisterwerk nur wärmstens empfehlen. Ein Film mit viel Gefühl, aber ganz ohne Kitsch.
"Ich möchte nie einem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt."
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2011
Diane Keaton heißt mit bürgerlichem Namen Diane Hall. Ihr Spitzname ist Annie. Eigentlich ist das unwichtig, für diesen Film aber nicht, denn Annie Hall ist auch der originale Titel von "Der Stadtneurotiker" und das kommt nicht von ungefähr. Weil Diane Keaton sich hier mehr oder weniger selbst spielt, genauso wie Woody Allen mit dem sie zu dieser Zeit auch liiert war. So wird das unbeständige Verhältnis von Annie Hall und Alvy Singer zur ironischen Selbstanalyse der eigenen neurotischen Paarbeziehung, bei der unter der vordergründigen Komik immer auch ein Hauch von melancholischer Tragik verborgen liegt.

In der Eröffnungssequenz teilt Alvy Singer in einer intimen Ansprache dem Publikum schon nach wenigen Sekunden ganz trocken und nüchtern mit, dass Annie und er sich getrennt haben, weil die Gefühle füreinander entschwunden sind. Wie es dazu kam, sollen die nächsten knapp 90 Minuten klären, die allerdings nicht mehr als eine Indizienkette für die gescheiterte Beziehung darstellen. Denn die Antworten sind ebenso irrational wie die an und für sich tiefgründige Liebe zwischen Annie und Alvy selbst. Ein Grund des paradoxen Scheiterns könnte in der unvereinbaren Vorstellung von Sex liegen. So gibt Annie in der virtuos-witzigen Splitscreen-Szene beim Psychiater an, dass ihr dreimal in der Woche einfach "schrecklich oft" vorkommen, während Alvy diese dreimal fast schon zu wenig sind. Ein anderer Grund könnte auch die permanente Bindungsangst des paranoiden Stadtneurotikers sein, die ihn unfähig macht, die Liebe seines Lebens für immer festzuhalten. Der Umgang mit diesem notorischen Pessimisten, der an der krankhaften Schwäche leidet, Lebensfreude zu empfinden, fällt Annie sichtlich schwer, was allzu verständlich ist, wenn man ständig Bücher mit einem "Tod" im Titel geschenkt bekommt. Oder liegt es doch daran, dass Alvy mit der emanzipatorischen Abkapselung der launischen Annie nicht zurechtkommt, deren Selbstbewusstsein sie auf die Suche nach einer neuen Bestimmung führt und raus aus der Umklammerung angestaubter Geschlechterkonventionen treibt? Wenngleich auch Alvy jede heraufbeschworene Katastrophe mit einem Gag illustriert, trauert er dennoch innerlich der verlorenen Liebe nach, weil die Vergänglichkeit der Leidenschaft eben doch immer einen bitteren Beigeschmack hat. Wie so oft bei Woody Allen verschmelzen die vermeintlichen Gegenpole Tragik und Komik mit vernichtendem Witz ineinander. Sozusagen urbaner Humor als letzte Bastion im Kampf gegen existenzielle Selbstzweifel und innere Leere, wobei Woody Allen in aller Selbstironie auch seine jüdischen Wurzeln nicht verschont. So schlittert sein Alter Ego Alvy in eine peinliche Situation, als er mit den Sitten von Annies protestantischer Familie konfrontiert wird.

"Der Stadtneurotiker" ist eine sensible Komödie mit einem melancholischen Blick auf ein Paar, das unfähig ist, Neurosen und Selbstzweifel zu überwinden und sich seine Liebe bedingungslos zu offenbaren. Wobei aber am Ende beide Protagonisten mit sich selbst absolut im Reinen sind. Angesiedelt ist die Handlung im intellektuellen New Yorker Milieu der 70er Jahre. Dass Woody Allen seine Karriere als Stand-Up Comedian begann, ist nicht zu übersehen, wird die Handlung doch auf einer originellen Abfolge von Sketchen aufgebaut, die miteinander lose verbunden werden und viele schmunzelnde Momente auf die Leinwand zaubern. Eine der schönsten Szenen ist, als Annie und Alvy beim schüchternen Kennenlernen auf einem idyllischen Balkon stehen, sich im verlegenen Gefasel verlieren und in Untertiteln eingeblendet wird, was beide während des Gesprächs wirklich über den Anderen denken. Dabei wurde die schlaksige Diane Keaton in einem androgynen Outfit eingekleidet mit Hut, Schlips, Herrenhemd und maskulinen Chino Pants im Stil der 30er Jahre. Für die eklektische Modeausstattung, in der sich scheinbar die irritierende Unordnung der Geschlechter reflektiert, war Ralph Lauren verantwortlich, der damals noch ein unbekannter Stylist war.

Ironisch konnotiert ist auch die Besetzung der kleineren Nebenrollen. Paul Simon ist hier als dubioser Plattenproduzent besetzt worden, der die Nachtclubsängerin Annie schließlich in die Traumwelt nach LA lockt. Ein geschickt eingebauter Abstecher von Woody Allen, den er nutzt, sarkastische Schimpfkanonaden auf die Stadt an der Westküste und die seichten Formen der Unterhaltungsindustrie abzufeuern. Christopher Walken spielt den leicht soziopathisch veranlagten Bruder von Annie. Außerdem ist Shelley Duvall in einem Kurzauftritt zu sehen.

Die stets charmant-schelmisch blickende Diane Keaton wurde von der SZ-Cinemathek in die Reihe dieser Traumfrauen-Edition aufgenommen. Für die versponnene Annie Hall bekam sie auch einen Oscar als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle. Bonusmaterial zum Film ist in dieser Ausgabe nicht vorhanden. Die Tonspur liegt jeweils in Englisch und Deutsch nur in Dolby Digital 2.0 vor. Die Qualität der Bildauflösung ist in Ordnung. Format ist 1,85:1 bzw. 16:9.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kürzlich habe ich mir den Film "Der Stadtneurotiker" von Woody Allen mal wieder angesehen u. habe mich dabei köstlich amüsiert !!!

Wenn man bedenkt wie alt der Film inzwischen bereits ist, kann man nur staunen, wie sehr Woody Allen damals u. auch heute mit diesem Film auf der Höhe der Zeit ist.

Da könnte sich so mancher heutige Filmemacher ein Scheibchen von abschneiden, kann ich da nur sagen !!!

Die absolut genialen Überlegungen über Alltäglichkeiten u. über das Leben an sich, die Woody Allen den ganzen Film über anstellt, kennt im Grunde jeder.

Jeder hat so etwas irgendwie schon mal gedacht u. darum erkennt man sich selber auch so herrlich parodiert wieder !!!

Weil Woody Allen die Gabe hat alles irgendwie ein wenig ins Absurde u. Lächerliche zu ziehen u. seine Gags u. Anspielungen sind ebenfalls zum Schreien komisch.

Fazit ist jedenfalls, ich habe mich glänzend amüsiert u. teilweise Tränen gelacht !!!

Unbedingt anschauen u. nicht verpassen !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 8. August 2012
Vorweg:

Meine Rezension bezieht sich überwiegend auf den Film - wer Informationen zum beworbenen Film-Paket und den enthaltenen Extras sucht, kann meine Rezension einfach überspringen.

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"Wenn's doch einmal im echten Leben so laufen würde!"

DIE HAUPTPERSON

"Der Stadtneurotiker" Alvy Singer ist ein herrlich verquerer Zeitgenosse, der ständig mit sich und dem Leben hadert. Er ist paranoid, selbstzweiflerisch, querulantisch, zwanghaft und auch ein wenig narzisstisch, um nur einige Merkmale zu nennen. Dieser skurrile Typ, der es angesichts seines sarkastischen Humors jedoch zu einer gewissen Popularität geschafft hat, erzählt uns in diesem Film seine Geschichte und lässt uns an seiner Weltsicht hautnah teilhaben. Es scheint dabei fast so, als würde er auf lange Sicht mit niemandem, und schon gar nicht mit sich selbst, auskommen können, weil ihn ständig irgendetwas zu stören oder in der neurotischen Auslebung seiner Spleens zu behindern scheint.

DER FILM

Wer hatte nicht schon einmal das Gefühl, in seinem eigenen kleinen Mikrokosmos, mit all den zurechtgelegten kleinen Eigenheiten, prima zu funktionieren, jedoch in der intimen Konfrontation mit anderen Menschen plötzlich gar nicht mehr zurechtzukommen. Da werden kleine Wünsche nicht verstanden und ignoriert, nur leicht abergläubische Routinen hinterfragt und verlacht oder winzige Macken kritisiert und verurteilt. Und unweigerlich kommt man sich, in seinem doch eigentlich ausgeklügelten System plötzlich wie ein Freak vor, der sich dafür auch noch entschuldigen muss. Woody Allen erzählt eine wahrlich aus dem Leben stammende Geschichte von den absonderlichen Eigenheiten der Menschen und schafft es in deren kreativer Entlarvung immer wieder, äußerst komisch zu sein. Es ist schön zu sehen, dass es eigentlich allen Menschen so geht und nicht nur man selbst davon betroffen ist. In "Der Stadtneurotiker" sind eigentlich alle Figuren auf ihre ganz individuelle Art und Weise neurotisch - und einzig jenen, die in trauter Zweisamkeit "einfältig und oberflächlich" sind, scheint ein glückliches und sorgenfreies Leben beschienen zu sein. Herrlich!

FAZIT

Ein sehr sehenswerter und witziger Film der auf skurrile, sarkastische und scharfsinnig-spitzzüngige Weise das Zusammenleben von uns Menschen karikiert. Ein Klassiker der gesellschaftlichen Komödie, den man wahrscheinlich zwei oder drei Mal ansehen muss, um alle doppeldeutigen und verschmitzten Seitenhiebe verstehen zu können.
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