Kundenrezensionen


48 Rezensionen
5 Sterne:
 (21)
4 Sterne:
 (13)
3 Sterne:
 (9)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Beginn einer furiosen Reihe
42 nach Christus: der verwöhnte kaiserliche Sklave Quintus Licinius Cato erhält im Gegenzug für die treuen Dienste seines Vaters, eines Freigelassenen, die Freiheit.

Bedingung ist allerdings, dass Cato sich zum Dienst in der Armee verpflichtet, der für gewöhnliche Legionäre fünfundzwanzig Jahre dauert.

So findet...
Veröffentlicht am 6. September 2006 von Scott Carey

versus
49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Extrem spannender Historienroman
Der römische Kaiser Claudius lässt den jungen Sklaven Cato, der bisher nur das kultivierte Leben im Palast gekannt hatte, unter der Bedingung, dass dieser fortan in der römischen Armee dient, frei. An der Rheingrenze stationiert muss er sich dann mit seinem rauen, ihm aber wohlgesonnenen Centurio Macro, dem sadistischen Ausbilder Bestias und dem brutalen...
Veröffentlicht am 5. September 2005 von Kein Name


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Beginn einer furiosen Reihe, 6. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
42 nach Christus: der verwöhnte kaiserliche Sklave Quintus Licinius Cato erhält im Gegenzug für die treuen Dienste seines Vaters, eines Freigelassenen, die Freiheit.

Bedingung ist allerdings, dass Cato sich zum Dienst in der Armee verpflichtet, der für gewöhnliche Legionäre fünfundzwanzig Jahre dauert.

So findet sich Cato im Stützpunkt der Zweiten Legion an der verregneten Rheingrenze wieder und landet in einer ihm völlig fremden Männergemeinschaft aus prügelnden, rülpsenden Legionären und brutalen Vorgesetzten, wo seine Kenntnisse von Geschichte und Theater ziemlich fehl am Platz sind.

Doch Cato gibt nicht auf und beginnt seine Laufbahn als Optio, sprich eine Art Vertreter, des Zenturios Macro, eines rauen, altgedienten Soldaten, der sich jedoch schnell mit Cato arrangiert; immerhin eignet der gebildete Jüngling sich für lästige Schreibarbeiten.

Schnell wird Cato mit den Realitäten des Soldatenlebens konfrontiert (Macro: „Bist du in Rom, tue so wie die Römer, aber bist du in der Armee, halt den Mund und zeige verdammt noch mal etwas Respekt!“) und es beginnt eine gewaltige, abenteuerliche Reise durch eine Romanreihe aus 1800 Seiten geballter Spannung, Gewalt und Intrigen, in deren Verlauf Cato zum Mann reift und der Leser auf jeder Seite die Gewissheit hat, ein besonderes Buch zu lesen.

Wie nur wenige andere Autoren schafft Simon Scarrow es, ein fesselndes, ungeschöntes Bild der Antike im Allgemeinen und des Legionärslebens im Besonderen zu erschaffen, das niemanden loslassen wird, der sich für die Antike, Rom und Armeen interessiert.

Scarrow schreibt leicht verständlich und relativ modern, ohne dabei jedoch an Atmosphäre einzubüßen, die Schilderungen der zahlreichen Schlachten sind hart und brutal, Cato und Macro sind nachvollziehbare und sympathische Charaktere…ein Rundum-Sorglos-Paket.

Zur Story, in der Cato und Macro stets auf neue in größere Pläne und Verschwörungen verwickelt werden, will ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, sondern noch einen kleinen Überblick über die „Adler“-Reihe geben:

- Band 1: Im Zeichen des Adlers

- Band 2: Im Auftrag des Adlers

- Band 3: Der Zorn des Adlers

- Band 4: Die Brüder des Adlers

PS: Bedenkenlos kaufen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Extrem spannender Historienroman, 5. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Der römische Kaiser Claudius lässt den jungen Sklaven Cato, der bisher nur das kultivierte Leben im Palast gekannt hatte, unter der Bedingung, dass dieser fortan in der römischen Armee dient, frei. An der Rheingrenze stationiert muss er sich dann mit seinem rauen, ihm aber wohlgesonnenen Centurio Macro, dem sadistischen Ausbilder Bestias und dem brutalen Schläger Pulcher herumplagen, bis die Legion zur Eroberung Britanniens abkommandiert wird. Dort wird er zusammen mit Macro auf eine Geheimmission geschickt, die sich schon bald als wahres Himmelfahrtskommando entpuppen soll...
Obwohl "Im Zeichen des Adlers" stellenweise nicht immer plausibel ist, muss man Simon Scarrow doch bescheinigen, dass ihm mit dem Werk ein rasanter, unglaublich spannender Historienroman gelungen ist. Dass man hier nicht allzu viel über den historischen Hintergrund erfährt, ist angesichts des genialen Lesevergnügens verzeihlich. Unverzeihlich sind dagegen die peinlichen Fehler, die höchst wahrscheinlich dem Übersetzer unterlaufen sind (Es ist kaum wahrscheinlich, dass Scarrow als Geschichtsdozent an einer Universität solche Fehler unterlaufen wären). Aus dem Mamertinischen Kerker wird z.B. "das Gefängnis in Mamertima" (obwohl sich dieses in Rom in der Nähe des Forums befand), aus Kaiser Augustus wird "Augustinus" (S.191) und aus dem Kaiser Tiberius Claudius Drusus Germanicus werden "unsere Kaiser Tiberius, Drusus und Claudius" (S.200).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Meisterwerk, 11. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Historische Romane gibt es nicht gerade wenig. Auch nicht empfehlenswerte Autoren. Simon Scarrow hat sich mit diesem und auch mit dem zweiten Roman dieser Reihe in die Liga der lesenswerten Autoren hineingeschrieben. Es ist keine hohe Literatur, die er da vogelegt hat, sondern ein gut recherchierter historischer Roman über das Leben in der römischen Legion im Besonderen (diesbezüglich gab es ja bislang nur wenige Romane, die dieses Thema in den Mittelpunkt rückten) und über die Verhältnisse im alten Rom im Allgemeinen. Die beiden (bislang vorliegenden) Romane sind ungeheuer spannend (gut zu lesen) und vermitteln so manchen "Aha" Effekt (auch wenn so manches natürlich spekulativ ist, was Scarrow bezüglich der römischen Armee und auch einiger realer historischer Personen zum Besten gibt, aber auch Geschichtsschreibung hat häufig einen mehr oder minder Großen Anteil an Spekulation). Als versierter Leser von Literatur und Fachbüchern zum Thema "Römisches Reich" möchte ich dieses, wie auch die anderen beiden Bücher von Simon Scarrow jedem empfehlen, der gute historische Romane mag und der an der römischen Armee interessiert ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Ansatz, schlechte Ausführung, 24. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Zu den Stärken des Buchs gehört sicherlich, dass es für diesen historischen Rahmen nur wenig Romane gibt. Man merkt auch durchaus an der Fülle an Beschreibungen, dass Mr. Scarrow bemüht war dem Leser etwas über das Alltagsleben in der römischen Armee auf unterhaltsame Art und Weise beizubringen. Für einen Laien ist es also duchaus informativ.

Wo man allerdings schwere Mängel feststellen kann sind die schriftstellerischen Fähigkeiten des Authors. Durch das gesamte erste Buch zieht sich eine gewisse Lieblosigkeit. Man gewinnt den Eindruck, dass Mr. Scarrow so viel Handlung und historische Information in dem Buch unter zu bringen versuchte, wie nur irgend möglich. Dies macht das Lesen manchmal äußerst zäh und bisweilen verwirrend. Schwere Fehler empfand ich folgende Punkte:

- Die Handlung ist sehr vorhersehbar. Junger, unerfahrener Rekrut trifft auf hemdsärmligen Veteranen. Man zweifelt an ihm, aber er beweist sich doch entgegen aller Hindernisse.
- Zeit und Raum der Handlung sind manchmal unklar. Bsp: Bei einer Verfolgungsjagd stürzt ein Soldat vom Wurfspeer der Verfolger getroffen, die bereits anstürmen. Der Held eilt zurück um zu helfen. Dann wird eine längere Unterhaltung geführt und zwar in ganzen Sätzen, nicht so, als würde die Zeit drängen. Was die Verfolger zwischenzeitlich tun wird vergessen.
- Adjektive wiederholen sich immer und immer wieder.
- Willkürlich werden historische Begriffe eingedeutscht oder auch nicht. Der Pilum wird Speer genannt(nicht Wurfspeer), der Optio bleibt Optio.
- Perspektive wird beinahe garnicht beachtet. Manchmal wechselt sie mitten im Absatz und man muss erraten, aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Manchmal kann der Akteur auch Gedanken lesen, was sein Gegenüber bei dem was er sagt und tut denkt.
- Naturgesetze werden der Handlung zu Liebe gebeugt. Ein Rammbock aus frisch gefällter Kiefer brennt nicht sofort lichterloh, nur weil man brennendes Stroh darauf wirft. Im Winter erst recht nicht.
- Schlußendlich ist die Übersetzung miserabel. Manche englische Ausdrücke wurden wörtlich übersetzt und geben kaum Sinn. Hin und wieder finden klägliche Versuche statt eine etwas altertümliche Sprache zu gebrauchen. "X gewahrte, dass Y geschah." Dann tauchen wieder sehr moderne Ausdrücke auf.

Alles in allem ist das Buch "nett". Aber auch nicht mehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittendrin in der Legion, 16. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Also ich finde das Buch (bzw. die ganze Serie) klasse, denn ich finde es wird durchaus realistisch beschrieben, wie es in der römischen Legion so zugegangen ist. Auch ist die Geschichte sehr schön erzählt, man liest stehts flüssig und wird nicht durch Nebensächlichkeiten aufgehalten, sondern der Autor wirft einen immer direkt ins Geschehen. Natürlich kann man sagen, dass diese Bücher wohl eher für Rom-Fans geschrieben sind, die sich im speziellen für das Legionärsleben interessieren, da Schlachten nunmal das Hauptthema der Bücher sind. DIese sind total spannend beschrieben, man hat das stets das Gefühl Seite an Seite mit den Legionären vorzurücken und sich in die Schlacht zu stürzen....kein anderer römischer Roman hat das bisher bei mir geschafft. Dennoch sind Schlachten nicht alles, sondern es wird natürlich auch in jedem Buch eine spannende Geschichte erzählt, welche es einem unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Alles in allem kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen, solange man sich für die Legionen Roms begeistern kann. Ich vergebe aber nur 4 Sterne, da die Übersetzung an manchen Stellen doch zu neumodisch klingt und das ein bisschen vom Charme der Antike nimmt.

PS: Leider ist aus einem unerfindlichen Grund der 4. Band " Brüder des Adlers" in Deutschland ausverkauft und wird auch nichtmehr verlegt...was sehr schade ist, da dieser mir noch fehlt :( na ja muss man sich halt an die englische Originalversion ab Band 4 halten ;) Aber komisch ist das schon, da ja die ersten 3 Bände noch erhältlich sind..??
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine wahre Freude, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Kenner des römischen Militärwesens bin ich natürlich sehr skeptisch doch muss ich eingestehen das ausser einigen Fauxpas (vielleicht auch Übersetzungsfehler) die Geschichte autentisch und historisch korrekt ist. Natürlich gibt es immer einige ??? Dinge welche nicht belegt sind oder mehr dem Verlauf der Geschichte dienen. Es darf ja nicht vergessen werden dass es sich um einen Roman handelt und keine Fachlektüre ist. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon auf die nächsten Neuerscheinungen gespannt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, kurzweilig, informativ..., 14. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Ich habe den Roman innerhalb weniger Tage gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr actiongeladen. Ich persönlich empfand diesen als sehr angenehm. Zugegebenermaßen ist die Charaktertiefe der Protagonisten nicht so ausgeprägt wie bei einigen anderen Autoren, aber trotzdem ausreichend, um sich in die Gefühlswelten hineinzuversetzen. Mit Macro und Cato hat Scarrow sympathische Protagonisten erschaffen, mit denen man die dunkle Zeit in Germanien, Gallien und Britannien durchleben kann. Die Schlachtszenen werden schonungslos und intensiv beschrieben, da hat sich der Autor von seinem schriftstellerischen Vorbild Bernard Cornwell inspirieren lassen. Der geschichtliche Hintergrund ist gut recherchiert (kein Wunder, der Autor war früher Geschichts-Dozent) und die fiktiven Ereignisse werden gut in die tatsächlichen Geschehnisse eingebunden. Man erfährt einiges über das Leben in einer römischen Legion. Wie gesagt, ich bin sehr angetan von diesem Roman und vergebe deshalb volle Punktzahl.

Nachfolgend noch die mir bekannten Romane der Adlerreihe in zeitlicher Abfolge, leider liegen die Bände 6-7 bisher noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Der Heyne-Verlag holt dies aber nach - Band 6 erscheint im September 2013 in deutsch.

1. Im Zeichen des Adlers (2003)
2. Im Auftrag des Adlers (2004)
3. Der Zorn des Adlers (2005)
4. Die Brüder des Adlers (2005)
5. Die Beute des Adlers (2005)
6. Die Prophezeiung des Adlers (9.9.2013) / The eagles prophecy (2008)
7. The eagle in the sand (2007)
8. Centurio (2010)
9. Gladiator (2011)
10. Die Legion (2012)
11. Die Garde (2012)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und unterhaltsam!, 13. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Im Zeichen des Adlers: Roman (Taschenbuch)
Dieser Roman, dessen Handlung sich ausschließlich innerhalb der Zweiten Legion bewegt, ist keineswegs nur für Interessierte des römischen Militärs. Jeder Freund historischer Romane kommt hier auf seine Kosten, und ich will behaupten, Neulinge in diesem Genre werden mit dem Buch ihren Einstieg in das große Feld der historischen Romane finden. Es ist spannend, unterhaltsam und zieht den Leser in seinen Bann, man fühlt mit dem Protagonisten mit und findet sich, auch dank der kurzen Erläuterung zur Kommandostruktur des römischen Militärs am Anfang des Buches, schnell in der Legion und ihren Rängen zurecht.
Natürlich muß man hinzufügen, daß "Im Zeichen des Adlers" in literarischer Hinsicht nicht an Meisterwerke wie beispielsweise jenen von Valerio Manfredi ("Die letzte Legion") heranreicht, aber, um einzutauchen in die römische Welt und eine spannende Zeit zu erleben, ist Scarrows Buch genau das Richtige.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Feldzug ins Ungewisse: Ein toller Stoff, verwandelt in einen hochspannenden Roman, 19. April 2014
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die römische Grenze zum freien Germanien 42 n. Chr.: Der hochgebildete, unbedarfte und eher zarte Ex-Leibsklave Cato taucht in der Garnison der Zweiten Legion (Legio II Augusta) auf, kommandiert vom Legaten Vespasian.
Ein Schreiben weist ihn als gesandt vom Kaiserhaus aus. Als Dank für seine Freilassung hat sich der junge Mann verpflichten müssen, der Armee beizutreten, und so soll er hier, an der Grenze der zivilisierten Welt aus Sicht der Römer, als Rekrut auf das harte Leben eines Legionärs vorbereitet werden.

Von Catos ganz persönlicher Situation abgesehen, befindet sich das Römische Reich in einer Phase des Umbruchs. Nachdem ein Aufstand gegen Kaiser Claudius gescheitert ist, bemüht dieser sich mit Hilfe des ebenso genialen wie skrupellosen Ex-Sklaven und nunmehrigen Kanzlers Narcissus um die Stabilisierung seiner Herrschaft. Keine Mittel wären besser dazu geeignet als Ruhm und Beute, errungen in einem grandiosen Feldzug, welcher auch den Offizieren und Soldaten erkleckliche Anteile am Gewinn versprechen würde. So beginnen auch für die 2. Legion die Vorbereitungen zur Invasion Britanniens, an der Julius Cäsar 100 Jahre zuvor scheiterte.

Ich hatte meine helle Freude an diesem Buch. Um es fair zu beurteilen, muss man zuerst klar sagen, dass Soldatenalltag, Kriegshandwerk und hohe Politik der altrömischen Männerwelt den absoluten Schwerpunkt der Handlung bilden. Frauengestalten mit Profil sind die Ausnahme. Wer sich an militärischen Winkelzügen, Schlachtenlärm und Landser-Humor so gar nicht erfreuen kann, sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Damit will ich durchaus nicht sagen, dass wir es bei "Im Zeichen des Adlers" mit einem dumpfen Schlachtengemälde zu tun haben. Im Gegenteil. Soweit wir das 2000 Jahre später beurteilen können, stimmen die Fakten und Scarrows Geschichte ist keineswegs abstrus und völlig unpassend zum historischen Hintergrund. Alltag und Kultur der Römer und Nicht-Römer werden mit Liebe zum Detail beschrieben und geben einen glaubwürdigen Rahmen ab. Auch bei den Figuren gibt er sich Mühe: Der überforderte Cato, sein roher, gutherziger Zenturio Macro, der gebildete Tribun Plinius, der ehrbare Legat Vespasian, der knallharte "Drill Instructor" Bestia (erinnerte mich tatsächlich etwas an Ronald Lee Ermey in "Full Metal Jacket"): ja, ich stelle mir vor, so könnten sie durchaus gewesen sein, die alten Römer. Insbesondere Macro ist ein äußerst unterhaltsamer Charakter in seiner wenig kultivierten, bauernschlauen Bodenständigkeit. Cato und Macro geben für einen historischen Roman ein Traum-Duo ab.

Mich hat sehr eingenommen, dass Scarrow seine Römer sehr differenziert darstellt, nämlich als Angehörige einer Kultur ohne humanistische Werte in unserem Sinne, jedoch beileibe nicht ohne Werte. Während viele andere historische Romane fantasievolle Grausamkeiten aneinanderreihen, um einen merkwürdigen Voyeurismus zu befriedigen, sind Scarrows Römer zwar keine Lichtgestalten, doch auch kaum brutale Sadisten, Folterknechte und Sklaventreiber. Persönlicher Mut, Gerechtigkeit, Ehre, Disziplin, Vertrauen in ihre Freunde (und in ihre Befehlshaber) gelten ihnen als hohes Gut.

"Im Zeichen des Adlers" ist aber vor allem eines: Ein hochspannender Roman ohne Längen. Von Catos erstem, mit Glück überlebten Scharmützel bis zum dramatischen Finale in Britannien bin ich dem Buch gebannt gefolgt. Der Vorstoß einer römischen Armee in ein weitestgehend unbekanntes Feindesland, das ist wahrlich toller Stoff für einen Roman. Dieser Autor macht in Band 1 der Reihe wirklich das Beste daraus.

[Für Frieda]
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gelungener Roman über die Eroberung Britanniens durch die Römer, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Simon Scarrow gelingt es sehr gut, historische Details mit einer Phantasiegeschichte zu verbinden. Man erfährt einiges über die politische Situation im Europa des ersten Jahrhunderts. Im Vergleich zu anderen Schriftstellern des Genres der historischen Romane könnte sich Simon Scarrow an manchen Stellen noch etwas verbessern. Vorgenannte kleine schriftstellerische Schwächen könnten aber an der Übersetzung liegen. Insgesamt kann ich Freunden guter historischer Romane nur raten, dieses Buch zu kaufen. Nach Lektüre der ersten drei Bände dieser Reihe bin ich jedenfalls sehr angetan.

Die in anderen Rezensionen geäußerte Kritik daran, dass manche Fachbergriffe manchmal eingedeutscht (statt pilum Speer) und manchmal nicht eingedeutscht werden (Optio bleibt Optio), kann ich nicht nachvollziehen. Optio muss Optio bleiben. Ob man den Wurfspeer nun lateinisch pilum oder deutsch Wurfspeer nennt, ist meines Erachtens nicht wichtig. Insgesamt handelt es sich bei dieser Reihe um gute historische Romane mit nur geringen Schwächen. Empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen