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111 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verbal Essences
(Kinoversion)

Roman Polanski hat mit "Der Gott des Gemetzels" sozusagen eine ernste, teilweise bitterböse Variante eines typischen Woody Allen-Films gedreht. Wie bei Allen, sind in diesem Film eigentlich die Worte die Hauptdarsteller, wobei natürlich auf einen ausgezeichneten Cast nicht verzichtet wurde. Und wo Allen zwinkernd und schmunzelnd eher...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2011 von MissVega

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu fiktiver Schlagabtausch
Es ist mir zu viel Theaterenge in diesem Film, das ich generell an Theaterstücken hasse. Die Darsteller kommen in Situationen, in denen jeder normale Mensch die Bühne (hier die Wohnung eines fremden Paares) verlassen würde. Kein normaler Mensch kehrt vom Fahrstuhl zurück, weil er von der Gegenpartei, mit der man sich bereits in die Haare bekommen hat,...
Vor 10 Monaten von Andreas Junius veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film mit großartigen Schauspielern, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Mein Freund meinte am Wochenende "Ich würde gern heute Abend "Der Gott des Gemetzels" schauen." Und ich: "Gehts noch? Ich gucke doch keine Horrorfilme!" :-) Nachdem ich auf der DVD gelesen habe, um was es geht, war ich sofort begeistert, zumal ich seit Django Unchained bekennender Christoph Waltz Fan bin und Kate Winslet ist ja sowieso eine tolle Schauspielerin. Zu Jodi Foster und John C. Reilly hatte ich bisher keine Meinung.
Worum es geht, ist schnell erzählt: ein 11jähriger Junge haut einem Spielkameraden auf dem Spielplatz mit einem Stock eine runter, der verliert deshalb zwei Zähne, die Eltern treffen sich zu einer Aussprache. Fertig!
Dieser Film überzeugt nicht durch seine Handlung, sondern durch die dargestellten Charaktere. Sprachlich auf höchstem Niveau baut sich das "Drama" ganz langsam auf. Am Anfang sind alle freundlich und höflich, nach und nach kochen die Emotionen hoch, so dass sich erst die beiden Paare gegenseitig Vorwürfe machen a la "Ihr Sohn hat unseren Sohn entstellt." "Nein, Ihr Sohn hat unseren Sohn eine Petze genannt.", am Ende tun sich dann die Abgründe der Paarbeziehungen auf und jeder schießt gegen jeden.
Einfach ein großartiges Abbild unserer Gesellschaft. Diesen Film muss man gesehen haben! Einziges Manko: mit 77min. leider viel zu kurz!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Schauspieler, 26. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Sehr beeindruckender Film, der mich in vielen Szenen zum "breiten" Grinsen animiert hat. Christoph Waltz ist einer der besten Schauspieler, die es gibt und Kate Winslet als seine Frau - das ideale Paar. Seien wir doch ehrlich - der Film spiegelt viel von uns langjährigen Verheirateten oder Beziehungsgeschädigten wider. Wir denken vieles, sagen es selten oder nie. Denn: Wahrheit tut weh. Als Erwachsene können wir wenig verzeihen, daher ist das, wie die Kinder am Ende des Filmes agieren, doch das, was wir uns für uns selbst wünschen...auch verzeihen und Fünfe mal grade sein lassen können.
Absolut empfehlenswert. Ich habe mir den Film mittlerweile mehrfach angesehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Raum, vier Menschen = ein Film!, 25. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
War es nicht Herr Rousseau der einst sagte "Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern"? Wer es nicht glaubt, guckt bitte diesen Film. Da wollen zwei Elternpaare eigentlich nur Missverständnisse und die Versicherungsfrage infolge einer handgreiflichen Auseinandersetzung ihrer Kinder klären und geraten verbal aneinander. Die sofort anwesende und fühlbare Antipathie zwischen ihnen wird zuerst noch behutsam verhehlt und allenfalls lästern die Beteiligten in Abwesenheit der Gegenpartei. Wenn die Charaktere aber anfangen die Masken abzulegen, erfährt man auch mehr über sie. Bis auf einige Kraftausdrücke hier und dort bleibt Polanski Schmierentheater jugendfrei. Seine Dramödie zeigt die gut situierte Mittelschicht als gehässig, mit allerhand Problemen belastet, über die nur ungern gesprochen wird. Wir lernen die ekeligen Seiten der Menschen kennen, die in jedem von uns stecken. Weiter, dass die Ehe ein einziger Kompromiss ist, zumal, wenn die Ehepartner heterogene Charaktertypen darstellen wie Nihilist Michael (J. C. Reilly) und die idealistische, mitfühlende Penelope (J. Foster) oder die aufbrausende Nancy (K. Winslet) sowie der introvertierte Alan (C. Waltz), von dem man den Eindruck gewinnt, dass er sich die ganze Zeit verschmitzt durch den Film laviert. Beide Männer offenbaren wenig Interesse an der Aussprache der Paare und somit an der Aufklärung des Vorfalls unter den Kindern. Waltz hat im Übrigen einige fabelhafte Szenen aufzuweisen, die er mit schmieriger Mimik grandios begleitet. Unter anderem betrachtet er sein Mobiltelefon als ungeheuer relevant, da er sein Leben darin wähnt, ist aber unfähig, Akku und SIM - Karte zu entnehmen, als dies vonnöten wäre. "Der Gott des Gemetzels" hat Gift und Argwohn in petto, welches sich nach und nach entwickeln muss, weil der Beginn indessen etwas steif geraten ist. Sehenswert, wenn auch die Gemeinheit von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" nicht erreicht wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja der Alkohol holt manchmal einiges hervor, 2. Juni 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels [Blu-ray] (Blu-ray)
habe es leider nicht ins Kino geschafft, daher erst jetzt gesehen

jeder der 4 Schauspieler für sich ist Klasse, aber zu 4 - unschlagbar

Ich kenne diese Situationen, die man als Eltern hat, wenn die Kinder sich schlagen.

Wenn Jodie Foster nicht von Anfang an so gegiftet hätte, wäre die Situation nicht so aus dem Ruder gelaufen
Das Handy - mein Mann hat auch so eines, das des öfteren klingelt, aber bei dieser Situation wäre ich auch irgendwann ausgerastet.
Manche schreiben, sie haben den Handy-Dialog nicht verstanden- war doch glasklar um was es ging.

Alkohol, das kann die Stimmung zum kipper bringen - das war hier eindeutig zu sehen. Manche verlieren da alle Hemmungen.

Das Ende war, meiner Meinung nach, nicht anders zu lösen. Alles andere wäre sonst gekünstelt gewesen - so konnte sich jeder selber überlegen, wie diese Situation geendet hat. Und er Hamster war doch zu süss :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wer will 'n kleinen Scotch?", 15. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Auf den ersten Blick betrachtet eine gute Idee von Michael(John C. Reilly), aber genaugenommen ist das der Anfang der Katastrophe. Als der Alkohol die Hemmungen der Beteiligten abbaut, gibt es eine verbale Schlammschlacht allererster Güte in der New Yorker Wohnung der Familie Longstreet. Als Zuschauer und Zuhörer dürfen wir dabei bestaunen, wie schnell es geht, dass zivilisierte Umgangsformen im Klo heruntergespült werden, um archaischem Platzhirschgehabe und kompletter Hysterie Platz zu machen. Roman Polanski hat diese Geschichte, nach dem erfolgreichen Bühnenstück von Yasmina Reza, hervorragend auf die Leinwand gebannt. Dabei braucht -Der Gott des Gemetzels- ein wenig, ehe er sich auf dem Bildschrim richtig austobt. Leben versprüht Polanskis Film vor allem durch die exquisiten Darsteller.

In einem Streit zwischen elfjährigen Jungen schlägt Zachary Even zwei Zähne aus. Jetzt treffen sich die Eltern, um zu klären, wie man sich verhalten soll. Zachs Eltern sind die Investmentbankerin Nancy(Kate Winslet) und der Anwalt Alan(Christoph Waltz). Evens Eltern sind der Verkäufer Michael und die Hobbyschriftstellerin Penelope(Jodie Foster). Zunächst scheint man miteinander klar zu kommen. Irgendwie trifft die Upper Class von Alan und Nancy den Mittelstand in Form von Michael und Penelope. Aber irgendwo brodelt da ein Funke. Als Alan ständig telefoniert und Nancy sich kurze Zeit später auf den Stubentisch übergibt, bringt dieser kleine Funke das Wort- und Gefühlsgemisch in der Wohnung zur Explosion. Jeder bemüht sich urplötzlich darum, seinen Gegenüber bloßzustellen und fertig zu machen. Das kann durch einen Wutausbruch oder ein kleines Lächeln geschehen. Am Ende gibt es nur Verlierer und die Frage: Worum ging es eigentlich?

Polanski hat Rezas Bühnenstück gut umgesetzt. Was vor allem wunderbar geklappt hat, war die ständig fortschreitende Eskalation der Geschichte. -Der Gott des Gemetzels- beginnt verhalten. Die schmale Kulisse erfordert da schon ein wenig Geduld, um am Ball zu bleiben. Spätestens nach einer halben Stunde aber wird man mit brillianten, bitterbösen Dialogen belohnt. Hat Michael tatsächlich den Hamster ausgesetzt? Ist Penelope tatsächlich so eine verschrobene Nudel, die den Armen in Afrika helfen will? Wann dreht Nancy endgültig durch? Verliert dieser süffisante Alan eigentlich nie die Ruhe? Diese und andere Fragen treiben einen immer tiefer in die Geschichte hinein.

Alle vier Mimen sind perfekt in ihren Rollen. Meine persönlichen Favoriten waren zum einen Jodie Foster mit Mut zur Hässlichkeit. Wenn sie in ihrer Wut eine hassverzerrte, ungeschminkte Fratze in die Kamera schleudert, ist das Schauspielkunst vom Allerfeinsten. Christoph Waltz scheint mit einem Fingerschnippen große Gefühle auslösen zu können. Mit seiner unterkühlten Überheblichkeit kommt er brilliant rüber, bis sein Handy in der Blumenvase landet. Dann ist es auch mit seiner Nonchalance vorbei...

-Der Gott des Gemetzels- ist dialoglastiges Bühnenkino. Wer so etwas mag, der muss sich den Film einfach ansehen. Allein die Schauspielleistungen sind das wert. Eine Garantie, dass dieser Film jedem gefällt, würde ich nicht abgeben. Bei der Adaption von Bühnenstücken muss das Medium Kino immer einen kleinen Spagat vor die Kamera zaubern. Hier ist er, wie ich finde, gut gelungen.
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33 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Ursache, große Wirkung!, 9. Dezember 2011
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Ein ganz banaler Vorfall, der wahrscheinlich täglich tausendfach auf der Welt passiert: Ein Junge haut einem anderen eine rein. Die Lösung ist natürlich ebenso banal: Auge um Auge, Zahn um Zahn oder einfach stillschweigend einstecken. Was (nach meiner persönlichen Erfahrung) sehr selten funktioniert ist das berühmt berüchtigte PETZEN!
Der junge Mann (das Opfer) begeht in dieser Verfilmung eines Theaterstücks eben diesen fatalen Fehler und bringt somit etwas ins Rollen, das nur anfangs nach zivilisiertem Ausdiskutieren moderner Erziehungsberechtigter aussieht....

Hier ist der Beweis (für alle, die es noch nicht wußten): Für einen richtig guten Film braucht man nicht viel. Man braucht keine Pyrotechnik, man braucht keine millionenschweren Kulissen oder Kostüme und auch keinen Bombast-Soundtrack.
Alles was man braucht, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern, ist ein gut durchdachtes Drehbuch und ein paar motivierte Schauspieler, die ihren Beruf lieben.
Die vier motivierten Darsteller in "Gott des Gemetzels" zeigen aber nicht nur ihre Liebe zum Schauspiel, sie zeigen nahezu alle Facetten des Schauspiels. Und das mit so einer fanatischen Hingabe, dass sich jede der jeweiligen Stimmungen automatisch auf mich übertragen hat. Immer wieder habe ich gedacht, dass einer den anderen Kollegen mit einer gnadenlosen Leistung übertreffen und seiner bisherigen Karriere die Krone aufsetzen will. Apropos Krone, die trägt für mich hier ganz klar Christoph Waltz mit seiner Interpretation des selbstgefälligen Anwalts Alan. Es ist der nackte Wahnsinn, was der Mann da veranstaltet.

Bei all der Begeisterung muss ich dabei auch etwas vorwarnen. Diese 80minütige Komödie mit nur einem Schauplatz und einer Geschichte, die in Echtzeit abläuft, ist bestimmt nichts für Zuschauer, die sich hauptsächlich von Thrillern, Actionfilmen und klassischen Komödien mitreißen lassen. Etwas Erfahrung mit dem Theater sollte man schon mitbringen. Dann wird's auf jeden Fall ein Fest!

Mein Fazit: Bitterböse Dialoge und hemmungsloses Schauspiel- für mich ein Filmhighlight des Jahres.

Für Fans von: Dogville, Der Rosen-Krieg

Extras der DVD: Original Kinotrailer, Interviews (circa 30 Min.), Darstellerinformationen
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krieg der Worte, 28. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Gott des Gemetzels, wie der letzte Film mit Christoph Waltz heißt, ist Roman Polanskis gelungene und sehr satirische Hommage an das gute alte Darstellerkino, bei dem keine ausgefeilte Action, sondern die klugen Texte der Schauspieler im Vordergrund stehen. Der Anlass des Treffens von zwei New Yorker Ehepaaren, bei denen von vier Darstellern alleine drei Oscar Preisträger sind. Da sind Christoph Waltz, Kate Winslet und Jodie Foster mit John C. Reilly, sind deren Kinder, die sich im Park geprügelt haben und dabei Zähne flogen. Die Eltern treffen sich nun, um über die Folgen dieses Dramas zu reden. Zu Beginn werden noch harmlose Höflichkeiten und Artikgeiten ausgetauscht, wie das Fremde eben so machen. Es dauert aber nicht lange, dann werden daraus Spitzen, Bissigkeiten und blanker Zynismus. Besonders Christoph Waltz ist da nicht mundfaul, sondern ganz groß, wie man ihn eben als Schauspieler kennt. Er ist eben ein Meister der Wortspiele und kleinen verbalen Gemeinheiten. Man verliert bald jede Contenance, kotzt sich verbal und auch wortwörtlich so anschaulich an. Die Pärchen haben einen völlig unterschiedlichen sozialen Status und damit ist dann auch der letzte Rest von Frieden beerdigt. Ein Gatte (Christoph Waltz) ist Jurist, der fast ohne Unterbrechung am Handy ist und der andere nur Vertreter Leider hat der Film einige Längen und verliert auch etwas an Kraft. Es gab schon mal einen ähnlichen Film, der *Wer hat Angst vor Virginia Woolf?* hieß, mittlerweile 45 Jahre alt ist und mit Elizabeth Taylor und Richard Burton hochkarätig besetzt war. Taylors Schimpfkanonaden waren so legendär, sie brachten ihr sofort einen Oscar ein. Ganz so stark waren die Darsteller in Der Gott des Gemetzels leider nicht.
Es ist aber schön und unterhaltend zuzusehen, wie bald alle bürgerlichen Konventionen vergessen sind und die Akteure wie die Geier aufeinander losgehen als wären sie Aas. Ein Film, der durch den lobenswerten Umgang mit der Waffe und Instrument Sprache locker 8/10 auf meiner persönlichen Wertung erreicht hat und auch schon für mein Heimkino vorbestellt ist. Ein Film für alle, bei denen Kino mehr ist als eine Abfolge von Action-Sequenzen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu fiktiver Schlagabtausch, 1. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
Es ist mir zu viel Theaterenge in diesem Film, das ich generell an Theaterstücken hasse. Die Darsteller kommen in Situationen, in denen jeder normale Mensch die Bühne (hier die Wohnung eines fremden Paares) verlassen würde. Kein normaler Mensch kehrt vom Fahrstuhl zurück, weil er von der Gegenpartei, mit der man sich bereits in die Haare bekommen hat, einen Kaffee angeboten bekommt. Und kein im Oberstübchen klarer Mensch würde seinem Kontrahenten, der endlich die Wohnung verlassen hat, vor dem Fahrstuhl nochmals einen Kaffee anbieten. Wer schreibt denn solch blöde Szenen.
Natürlich muss auf der Bühne die Handlung weitergehen, daher darf das gegnerische Paar die Wohnung auf keinen Fall verlassen. Und die handelnden Personen werden mit absurden Dialogen ausgestattet, damit man sich immer heftiger in die Wolle bekommt. Und dieser Handlungsstrang ist mir zu unwirklich, viel zu fiktiv. Es läuft alles darauf hinaus, dass der große Knall kommt, weil man sich (warum auch immer) nicht aus dem Weg gehen kann.
Die Geschichte fühlt sich an, als seien die Darsteller in einem Gefängnis, das sie nicht verlassen können, obwohl sie ständig ankündigen, endlich zu gehen. Jedesmal denkt man "Endlich, endlich. Geh doch einfach". Und wenn sie auf dem Flur stehen, dann kommt wieder so ein blöder zusammengewurschtelter Anlass wie der dämliche Dialog wegen einem Hamster, der sie veranlasst, wieder in die Wohnung zurück zu kehren. Was für eine absurde Szene.
Das Thema "Was wäre wenn" ist die treibende Fiktion. Was wäre, wenn .. alle ehrlich zu einander wären, wenn man wildfremden Besuchern alles anvertraut - wie furchtbar man seinen Ehepartner findet, wie furchtbar man die Besucher und deren Ansichten findet. Man nippt 2-3x an einem Scotch und ist schon so besoffen, dass man seinem Gegenüber die unverblümte Wahrheit sagt. Erst legt man sich gemeinsam als Paar mit dem anderen Paar an, dann dreht sich das Karussell und die Geschlechter verbünden sich. Die eigenen Partner werden blosgestellt, dann auf einmal haben sich die Frauen wieder in den Haaren.
Für mich ein Science-Fiction-Film, es handelt nicht von echten Menschen und nicht von echtem menschlichen Verhalten. Es ist alles viel zu überzeichnet. Ein Konzentrat an menschlichen Verhaltensweisen.
Es sind zweifelsohne sehr gute Schauspieler, keine Frage, aber die Handlung an sich ist mir zu abstrus.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich glaube an den Gott des Gemetzels!, 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels (DVD)
So Zitat Alan in der Verfilmung von Roman Polanski, nach dem berühmten Theaterstück von Jasmina Reza. Besonders geworben wurde mit den vier Hauptdarstellern und ehrlich gesagt hatte ich ein wenig Angst, dass ich mir zu viele Hoffnungen mache, aber von wegen: "Der Gott des Gemetzels" ist ein großartiges Stück Filmkunst, dass sich nicht nur sehr gezielt an die Vorlage hält, sondern auch als Film an sich viel Neues und Frisches bietet und ganz nebenbei beachtliche schauspielerische Leistungen von vier ebenso beachtlichen Schauspielern darbietet.

Zwei Jungs streiten sich, dabei kommt es zu einer Verletzung und nun wollen die Eltern sich darüber aussprechen, wie man die Sache am besten regelt. Anfangs ist alles wunderbar und die Sache an sich, scheint nicht wirklich von Bedeutung, doch mit jeder weiteren Sekunde verstricken sich die vier Erwachsenen in einen tiefen Sumpf aus Beschimpfungen, Angriffen und pubertären Streitereien...

Man merkt sehr schnell, wie bühnentauglich die Story daherkommt, der Film spielt fast ausschließlich in der Wohnung der Longstreets. Nur der Pro- und Epilog rahmen den Film mit den abseits stattfindenden Handlungen der beiden Jungs ein.
Die ganze Zeit ist es so, als ob man wirklich mit in dem Zimmer steht, als stummer Beobachter, der nicht zu Wort kommen darf, da die vier sich ständig am attackieren sind. Und die beiden Parteien tragen natürlich dieses Werk, jeder für sich auf seine Art. Es ist schon wirklich beachtlich, wie einfach jede Figur ihre Rolle in diesem Dialoggewitter beibehält und sich trotzdem um 180 Grad dreht. Jodie Foster als politisch, verkrampfte Sozialfrau, John C. Reilly als überfreundlicher, grinsender Arsch, Kate Winslet spielt die hysterische Zicke und Christoph Waltz glänzt wieder mit viel Sarkasmus, während er den machohaften Rechtsanwalt mimt.

Diese vier vielschichtigen und ausgereiften Figuren stürzen sich von einer Absurdität in die nächste und es ist so schockierend, dass es einfach nur noch witzig ist und man sich mit jedem weiteren Kommentar den einen oder anderen Lacher verkneifen muss und dabei ist "Der Gott des Gemetzles" keine Komödie, zu mindestens nicht vordergründig. Hier geht es einfach darum, wie schnell sich die Rollen von Kindern und Erwachsenen wechseln können, während sich die Kids wahrscheinlich ganz schnell wieder vertragen und sich gegenseitig entschuldigen, verzetteln sich die Erwachsenen immer weiter in sinnlose und wirre Diskussionen über Täter, Opfer, Recht und Unrecht und über ihre gescheiterten Ehen.

Von vorne bis hinten ein durchdachtes und großartiges Kunstwerk, sowohl in der Theater- als auch in der Filmwelt. Roman Polanski machte aus der Vorlage etwas bissiges, ehrliches und trotzdem irrwitziges, sollte man auf keinen Fall verpassen, einer der besten Filme aus dem Jahre 2011!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Offenbarung der Psyche, 23. September 2012
Von 
Bernd Hammes (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Gott des Gemetzels [Blu-ray] (Blu-ray)
Spätestens die durch Singlemalt gelöste Zunge veranlasst die Protagonisten zu tiefen Einblicken in die eigene Psyche.

Hört sich sehr hochtrabend und langweilig an aber was die tollen Darsteller hier abliefern ist aller Ehren wert.

Wenn Jodie Foster fast die Halsadern platzen, ist Sie mit allem was Sie zu bieten hat bei der Sache und Kate Winslet, Christoph Walz und John C. Reilly fallen dabei keines Falls ab. Ein Schauspiel auf höchstem Niveau.

Sicherlich kein Blockbuster aber trotzdem ein Meisterwerk von Roman Polanski und Crew.

Ich gebe dafür 5 Sterne.
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Der Gott des Gemetzels
Der Gott des Gemetzels von Roman Polanski (DVD - 2012)
EUR 9,09
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