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Im Prolog sieht man in einer seltsamen statischen Einstellung von weitem zwei Kinder im Brooklyn Bridge Park miteinander streiten und der eine hat den anderen daraufhin mit einem Ast.

Der Zuschauer erfährt daraufhin im nächsten Cut, dass der Schläger mit dem Ast dem Jungen zwei Zähne herausgeschlagen hat. Die Mutter Penelope Longstreet (Jodie Foster) hält dies am Computer fest. Die Eltern des Opfers haben die Eltern des Schlägers eingeladen um sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Obwohl man bereits fühlt, dass sich beide Elternpaare nicht grün sind, geben sie sich höflich und vermittelnd. Penelopes Mann Michael (John C. Reilly) macht gute Miene zu bösem Spiel und gibt sich betont freundlich. Er erzählt hier und da einen Schwank aus seiner Jugend und sucht sein Heil in Small Talk.

Bereits beruflich sind beide Elternpaare unterschiedlicher wie sie nicht sein können. Penelope arbeitet in einem Buchladen und hat ein Buch über Afrika mitgeschrieben. Ihr Mann ist Haushaltswarenhändler. Demgegenüber steht Nancy Cowan (Kate Winslet), die Investmentberaterin ist. Deren Mann Alan (Christoph Waltz) ist Rechtsanwalt. Er verteidigt derzeit einen Pharmakonzern, die ein Mittel vertreiben, das der Patient nicht unbedingt verträgt.

Die Prioritäten sind ebenfalls unterschiedlich. Alan ist von dem ganzen Theater nur angenervt. Er versteht nicht, weshalb er überhaupt da sein muss. Seinem Sohn begegnet er mit Desinteresse und bezeichnet ihn als Wahnsinnigen. Nancy will eine gute Mutter sein, fühlt sich aber überfordert. Auch die Ehe zu Alan kriselt, der es nicht lassen kann unentwegt dienstliche Telefonate mit seinem Smartphone zu führen und die Gesprächsatmosphäre damit aufheizt. Penelope hat eine vollkommene Sichtweise der Political Correctness und will alle dazu bekehren, ihre Sicht als einzig richtige zu vermitteln. Ihr Mann hingegen scheint zunächst keine eigene Meinung zu haben, übertüncht er alles mit Witzen und Belanglosigkeiten. Schließlich kommt es zum Eklat, als er erzählt, dass er den Hamster der Tochter ausgesetzt hat. Er könnte das Tier nicht anfassen und mag diese Nager nicht und hat daher den Käfig unten einfach umgestülpt. Als seine Frau davon erfahren hat, war er fort. Nancy ist schockiert und das Gespräch entwickelt sich in eine unangenehme Richtung.

Als die Atmosphäre weiter aufkocht, erbricht sie sich über die seltenen Kataloge von Penelope und die Hose ihres Gatten. Man findet den richtigen Zeitpunkt zum Gehen nicht und versucht ständig zu vermitteln bis Alkohol und Vorwürfe alle Hemmungen fallen lassen. So kommen Verletzungen und Beleidigungen ans Tageslicht, die durch gesellschaftliche Restriktionen und selbst auferlegten Moralvorstellungen lange zurückgehalten wurden. Michael erweist sich als nihilistisches Ekel, dem alles vollkommen egal ist. Allianzen werden geschmiedet und so verbünden sich die Männer zeitweise gegen die Frauen und umgekehrt. Innerhalb der Ehen gibt es Krisen, die jetzt aufbrechen. Die vier sind gefangen in einer immer angeheizteren Atmosphäre, die sich entlädt...

Der Film zeit menschliche Schwächen und Emotionen, die zurückgehalten werden und bei denen es nur eine Kleinigkeit bedarf, bis sie ans Tageslicht treten. Dabei führen sich die Erwachsenen nicht anders als ihre Kinder auf, die sich eins auf die Mütze gegeben haben, die aber ihrerseits einem strengen moralischen und gesellschaftlichen Reglement folgend versuchen, miteinander auszukommen, wo nicht miteinander auszukommen werden kann. Dabei werden Nuancen in Gesichtszügen zu wahren Emotionsfeuerwerken.

Das Kammerspiel ist recht kurzweilig und spielt fast ausschließlich im Wohnzimmer bzw. in der Wohnung (kurzzeitig im Flur vor der Wohnung oder mal im Badezimmer) der Longstreets. Dabei tragen die vier Charaktere ihre Vendettas miteinander auf bitterböse Art und Weise aus, die so gut wie jedem Zuschauer irgendwie, irgendwo und irgendwann bekannt vorkommen dürften.

Die Blu-ray wartet dann endlich mit dem Ende auf, dass jeder ARD-Zuschauer verpasst hatte. So dürfen wir den niedlichen Hamster, der überlebt hat, friedlich schnuppernd im Park nach diesem verbale Gemetzel beneiden. Und die beiden Jungs werden erneut gezeigt von denen einer Polanskis Sohn ist. Als Extra gibt es 32 Minuten Interviews mit den vier Hauptdarstellern über die Ausgangssituation und anderen Themen des Films. Ansonsten sind nur der Kinotrailer und die Darstellerinformationen enthalten. Interessant ist, dass Jodie Foster das Stück nicht gesehen hat, während Kate Winslet es gesehen hatte. Wie ein Theaterstück ließ Polanski die Darsteller das Stück auswendig lernen (!) und es wurde letztlich auch so gedreht, wie es gezeigt wurde. Am Anfang mussten alle heuchlerischer wirken und dann aber richtig die Sau rauslassen.
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am 2. Dezember 2011
(Kinoversion)

Roman Polanski hat mit "Der Gott des Gemetzels" sozusagen eine ernste, teilweise bitterböse Variante eines typischen Woody Allen-Films gedreht. Wie bei Allen, sind in diesem Film eigentlich die Worte die Hauptdarsteller, wobei natürlich auf einen ausgezeichneten Cast nicht verzichtet wurde. Und wo Allen zwinkernd und schmunzelnd eher seichte menschliche Abgründe bloßlegt, geht Polanski in die Vollen und reißt den Beteiligten mit sprachgewandter Macht die Masken der political correctness vom Gesicht und entblößt menschliche Schwächen, Vorurteile, Neid und Boshaftigkeiten. Und dank des ausgezeichneten Drehbuchs von Yasmina Reza, die hier ihr eigenes Theaterstück filmgerecht umgeschrieben hat und einem Cast, der darstellerisch zur Höchstform aufläuft, ist aus "Der Gott des Gemetzels" eine fulminante Wortschlacht geworden, die gerne mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" verglichen werden darf. Und das Ganze in sehr runden, intensiven und kurzweiligen 79 Minuten.

Der 11jährige Zachary (Elvis Polanski) haut dem gleichaltrigen Ethan (Eliot Berger) eins auf die Omme, dieser trägt eine blutige Lippe und knapp zwei ausgeschlagene Zähne davon. Grund genug für die Eltern der beiden Rotzlöffel, sich zu treffen und die Situation wie Erwachsene zu klären. Dies geht allerdings gründlich nach hinten los, da die Eltern von Zachary, Nancy (Kate Winslet, "Titanic") und Alan Cowan (Christoph Waltz, "Inglorious Basterds") und Ethan, Penelope (Jodie Foster, "Das Schweigen der Lämmer") und Michael Longstreet (John C. Reilly, "Stiefbrüder") sich von Anfang an unsympathisch sind und die mühsam aufrecht erhaltene Fassade aus Höflichkeit und Einvernehmen im Verlauf des Gespräches mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Am Ende dieses Treffens bleiben vier erschöpfte, bloßgestellte und desillusionierte Streithammel zurück, deren Verhältnis so kurz wie unwiederbringlich zerstört ist, während Zachary und Ethan längst wieder einträchtig miteinander spielen. Tja, so kann's kommen, wenn Erwachsene sich wie kleine Kinder aufführen, den Streit aber mit der rhetorischen Wucht kriegerischer Diktatoren führen.

Neben dem exzellenten Drehbuch, welches auf dem gleichnamigen Theaterstück von 2006 basiert, steht und fällt ein Film, der nur an einer Location spielt und somit keine Möglichkeiten für großartige Kameraexperimente bietet, natürlich mit seinen Protagonisten. Und hier hat Polanski richtig groß aufgefahren. Drei seiner vier Hauptdarsteller sind Oscarpreisträger und auch der vierte im Bunde, John C. Reilly, zeigt, dass er wesentlich mehr kann, als in albernen Komödien den Deppen zu spielen.

Kate Winslet als Nancy variiert ihren Charakter wunderbar zwischen höflich-reserviert und emotional völlig aus dem Ruder laufend, nachdem sie ein paar Drinks gekippt hat. Je mehr Strähnen sich aus ihrem sauber gesteckten Dutt lösen, umso befreiter agiert sie. Spätestens, nachdem sie sich die Nachspeise der Longstreets noch mal durch den Kopf hat gehen lassen, bröckelt die Fassade der akkuraten, beherrschten Investmentmaklerin und weicht einer aufgebrachten, ironischen, aber auch sehr frustrierten Frau.

John C. Reilly als Michael gibt hier anfangs sehr überzeugend den Streitschlichter und personifizierten Gutmenschen, der alles schnell und reibungslos wieder ins Lot bringen will und Auseinandersetzungen hasst. Je mehr er aber im Verlauf der Geschichte in die Enge getrieben wird, und das auch von seiner Frau, desto mehr zeigt sich, was passieren kann, wenn man Menschen zu sehr reizt und ihre Grenzen nicht respektiert. Fast möchte man applaudieren, wenn dieser an sich nette, zurückhaltende Kerl dann endlich mal ausflippt und verbal um sich schlägt.

Jodie Foster ist schon so lange im Geschäft, dass es ihr mühelos gelingt, nahezu jede Rolle überzeugend zu verkörpern. Und auch hier spielt sie wieder hervorragend auf, allerdings gibt es eine Handvoll Szenen, in denen selbst Foster den darstellerischen Bogen etwas überspannt und knapp am Overacting vorbeischrammt. Ab und an ist ihre Miene zu gewollt verkniffen, reagiert sie zu heftig auf noch relativ harmlose Äußerungen und steigert sich zu übertrieben in ihren Gerechtigkeitswahn. Davon abgesehen jedoch ist ihre Penelope eine moralisch überkorrekte, gerechtigkeitsliebende, mit ihrem Leben unzufriedene Frau, die für ihre geplatzten Träume insgeheim ihren Mann verantwortlich macht. Ihre verkrampfte Verspanntheit macht erst nach ein paar Whiskeys einer feurigen Wut Platz, die wie ein Tornado über Michael und auch die Cowans hinwegfegt.

Und obwohl hier alle Schauspieler gleich viel Screentime haben und hervorragend spielen, muss man doch einmal mehr Christoph Waltz' großartiger Performance Respekt zollen, der seinen Alan so wunderbar fein nuancieren kann, ihm so viele witzige, sarkastische, verwunderte, erschöpfte und intensive Abstufungen entlocken kann, dass man sich an seinem Spiel gar nicht satt sehen kann. Ständig mit seiner Kanzlei telefonierend und zu Beginn eigentlich nur körperlich anwesend, bringt sich Alan nach und nach immer mehr in die Streitereien, die sich entwickeln, ein, wobei er auch hier erst einmal emotionale Distanz walten lässt. Irgendwann ist aber auch bei ihm das Maß voll und er beginnt, sehr pointiert und gezielt auszuteilen. Sein Spiel ist besonders ambivalent, besonders amüsant und noch mal, so fein ausgearbeitet, dass man rein darstellerisch von ihm am meisten geboten bekommt und sich vor diesem Ausnahmetalent nur verneigen kann.

Roman Polanski ist hier ein großartiges Stück Schauspielkino gelungen, dass seine Theaterherkunft nie verleugnet, aber dennoch seine eigene, cineastische Dynamik entwickelt und bestmöglich entfalten kann. Besonders der Storyaufbau, die Wandlung der zivilisierten Eltern zu zanksüchtigen Verbalakrobaten, die keine Rücksicht auf Verluste mehr nehmen und jegliche Hemmungen fallen lassen, ist fantastisch. Zum Spannungsbogen trägt ebenfalls die Bildung neuer Allianzen bei, so dass man stets gespannt ist, wer sich als nächstes mit wem verbünden wird oder dem anderen in den Rücken fällt. Fast schon ist es schade, dass der Film nur 79 Minuten lang ist, denn wenn die Protagonisten erstmal richtig warmgelaufen sind, hätte man ihnen noch viel länger zuschauen können. Wer sich also für Filme, die nur an einem Ort spielen, für sprachlich hochwertige Dialoge und ganz hervorragende Darsteller, die die ganze Palette ihres Könnens abrufen, begeistern kann, der sollte sich schleunigst "Der Gott des Gemetzels" ansehen. Volle fünf von fünf verbalen Speerspitzen, die ihr Ziel punktgenau treffen.
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Zwei Elternpaare treffen sich im Zuhause der einen, weil ihre Söhne einen handfesten Streit hatten und der eine dem anderen dabei zwei Zähne ausgeschlagen hat. Man ist bestrebt, die Sache zivilisiert und möglichst schnell zu bereinigen. Doch die Ansichten, wie das zu bewerkstelligen sei, gehen auseinander. Zunächst verhält man sich noch höflich und zurückhaltend, bald und dann rasch zunehmend bröckelt jedoch die Fassade der Konventionen ab. Man verlässt den Weg der bürgerliche Zurückhaltung und Kultiviertheit und zeigt das versteckte, verzerrte Gesicht hinter der Maske....

Roman Polanski nimmt vier Weltklasse-Schauspieler und lässt sie in nur gut 70 Minuten in einer begrenzten Wohnung in New York agieren. Das Werk ist natürlich unglaublich dialog-lastig, in der Art, dass man Woody Allen schon hinter dem Schrank hervorzutreten ahnt. Ich kam kaum aus dem Staunen heraus und war begeistert, dass dann doch mal wieder eine cineastische Überraschung gelingt. Am besten haben mir persönlich übrigens Christoph Waltz und Jodie Foster gefallen.

Extras: über eine halbe Stunde Interviews mit den 4 Darstellern, natürlich auf Englisch; außerdem Darstellerinformationen (als Text) und Trailer

Fazit: Aus seine Art ein kleines Meisterwerk.
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am 11. September 2013
Über die Frage, ob der Film "Der Gott des Gemetzels" gut sei, lässt sich wohl streiten. Letztendlich kommt es darauf an, was man erwartet. Dass der Titel (übrigens ein Zitat aus dem Film selbst) alles andere als vielsagend ist und nicht (direkt) das widergibt, was sich der geneigte Zuschauer im ersten Moment denkt, sollte einem klar sein.

Der Film, der das namensgebende Theaterstück als Vorlage hat, spielt ganz klassisch an einem Ort, innerhalb von einem Tag und mit vier Protagonisten. Und diese vier haben es alle in sich; allen voran Christoph Waltz mit seiner mehr als trockenen Art. "Der Gott des Gemetzels" zeigt dabei sehr gut auf, welche Abgründe sich manchmal in uns Menschen auftun können und wie aus einer einer Mücke (oder einer Prügelei unter Kindern) eine nukleare Katastrophe werden kann.

Wer sich auf dieses psychologische Spiel einlassen kann, der wird mit dem Film seine wahre Freude haben. Wer jedoch mehr auf durchgehend lustige oder actionreiche Kost steht, die man nebenbei an einem Abend laufen lassen kann, z.B. wenn man sich noch Freunde zu Besuch hat mit denen man sich nebenbei unterhält, dann sollte man eher auf andere Filme zurückgreifen, denn dieser Film bedarf die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer.

Grandiose Schauspieler, grandiose Handlung und ein Humor, der teils ins ziemlich Böse übergeht. Jedenfalls ganz mein Geschmack ;)
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am 30. Mai 2012
Es gibt hier schon einige sehr gute Rezensionen, denen ich nichts hinzufügen müsste, aber auch ich möchte diesem kleinen Meisterwerk gerne meine 5 Sterne zukommen lassen. :-) Filme wie diese, die sich derartig "reduziert" auf zentrale Aspekte wie eine gute Textvorlage, eine passende Inszenierung und vor allem hervorragende Schauspielkunst verlassen, findet man in heutiger Zeit nicht mehr so häufig. Angesichts einer gewissen Gewöhnung an Raum- und Zeitreisen, einer bombastischen Bilderflut und Mengen an "Special Effects" fällt es schwer sich vorzustellen, dass das vorliegende Konzept überhaupt (noch) funktioniert. Ich denke, dass es nicht schaden kann, vorher zu wissen, worauf man sich einlässt. Mit seinem eng gefassten Fokus und seiner "Sprachlastigkeit" stellt "Der Gott des Gemetzels" gewiss eine Herausforderung für so manche Sehgewohnheiten dar (zumal der Titel auch leicht falsche Erwartungen provozieren könnte ;-)). Ich für meinen Teil fühlte mich wie in einem fesselnden Theaterstück, in dem ich dichter dran war als in der ersten Reihe. Ich war immer wieder überrascht, wie mühelos es gelang, die Sache im Fluss zu halten und habe mich bei dieser kleinen Reise in die Niederungen menschlicher Kommunikationsfähigkeit und Verstrickungen der Beziehungen keine Sekunde gelangweilt.
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am 25. August 2013
Nach einer Prügelei ihrer 11 jährigen Söhne treffen sich die Eltern - vordergründig um über die Konsequenzen für ihre Söhne zu sprechen. Das Ergebnis hat nur noch wenig mit der eigentlichen Tat zu tun, denn schon bald entpuppt sich das Treffen als wahre Ausuferung der innersten Gefühle. So verlieren beide Paare im Verlaufe der Handlung ihre Fassung und plaudern über intimste Gedanken ihrer enttäuschten Ehen.

Meiner Meinung nach ist es vor allem die sehr gute Besetzung, die diesen Film zu einer Überraschung für mich gemacht hat. Jeder Charakter überzeugt durch die Darstellung vielschichtiger Facetten, so dass obwohl die Handlung ja wie in einem Kammerstück üblich, nur in einem Raum statt findet.

Klasse Film!
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am 24. März 2013
Es ist ein Bühnenstück vom Broadway, das verfilmt wurde. Es spielt eigentlich nur in einer Wohnung.
Die Besetzung ist hochkarätig, die Dialoge sind einfach nur phantastisch und voll aus dem Leben gegriffen.
Alleine Christoph Waltz bringt mit seiner Art eine herrliche Spannnung zwischen den Schauspielern auf.

Zum Inhalt wurde hier schon genug gepostet.

Ein Film ist natürlich Geschmacksache, dem einen gefällt er, dem anderen nicht.
Daher möchte ich mich nur zum Bild und zum Ton äussern.
Bild und Ton sind auf einem hohen Niveau.
Bild ist gestochen scharf , Ton ist gut abgemischt,
Das Bild habe ich über einen 46"-LCD gesehen und den Ton über eine sehr gute Surroundanlage (Pioneer und Nubert) gehört ;-))
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am 26. Dezember 2012
Sehr beeindruckender Film, der mich in vielen Szenen zum "breiten" Grinsen animiert hat. Christoph Waltz ist einer der besten Schauspieler, die es gibt und Kate Winslet als seine Frau - das ideale Paar. Seien wir doch ehrlich - der Film spiegelt viel von uns langjährigen Verheirateten oder Beziehungsgeschädigten wider. Wir denken vieles, sagen es selten oder nie. Denn: Wahrheit tut weh. Als Erwachsene können wir wenig verzeihen, daher ist das, wie die Kinder am Ende des Filmes agieren, doch das, was wir uns für uns selbst wünschen...auch verzeihen und Fünfe mal grade sein lassen können.
Absolut empfehlenswert. Ich habe mir den Film mittlerweile mehrfach angesehen.
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am 16. April 2014
Polanski zeigt mal wieder, dass es auch mit einer einfachen Geschichte, verhältnismäßig wenig Geld und einer Wohnung als einzigen Drehort möglich ist, eine unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Story zu erzählen.

Zwei Kinder prügeln sich. Die Eltern - beide Paare aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten - treffen sich, um das Geschehene zu besprechen und sich darüber zu einigen, wie so etwas künftig vermieden werden kann. Die Kinder sind nicht nawesend. Aus einem einfach anmutenden Plausch, der im grunde rasch vorbei ist, wird durch eine kleine Schlussbemerkung eine handfeste Diskussion. Es wird alles aufgearbeitet und spitzt sich zu. Das eigentliche Thema ist längst vergessen und schlussendlich ... ;-)

Sehen Sie selbst. Alle Darsteller stehen sich in nichts nach und wurden hervorragend gecastet.
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am 18. Juli 2013
Denn ich hatte keine allzu hohen Erwartungen.
Ich hatte im Fernsehen nur die Vorschau für den Film gesehen und habe ihn eher für meinen Mann angemacht. Er mag etwas witziges meisten lieber als ich...(und ich kann dann in Ruhe lesen).
Aber bei diesem Film habe ich keinen Satz gelesen.

Erst habe ich hingeschaut, weil mich Christoph Waltz, Jodie Foster und Kate Winslet interessiert haben.
Und dann konnte ich ziemlich schnell gar nicht mehr wegschauen.
Alle vier Schauspieler sind einfach nur großartig.

Hochklassige Schauspielkunst, die einfach nur in einer Wohnung abspielt.
Pointierte Dialoge, wenn zwei Elternpaare sich über ihre sich streitenden Söhne unterhalten.
Natürlich kommt es immer wieder zu Anfeindungen, besonders unter den Mutter-Weibchen, die ihren Nachwuchs verteidigen. Aber auch die Ehepaare unter sich können so manche Spitze gegen den jeweils Angetrauten nicht unterlassen.

Also Szenen wie aus dem richtigen Leben. Sozialverhalten anschaulich dargestellt.
Es hat mich nicht gewundert, als ich erfuhr, daß es sich hier um ein Broadwaystück handelt. Aber eins, daß mit seinen Schauspielern steht und fällt. Großartig in Szene gesetzt von Roman Polanski.
Und natürlich darf ich nicht unerwähnt lassen...Christoph Waltz - erstklassig. Wenn man ihn hier gesehen hat, dann weiß man, wie er seinen kometenhaften Aufstieg in Hollywood geschafft hat - angeborenes Talent!
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