Kundenrezensionen

55
4,2 von 5 Sternen
Spec Ops: The Line (uncut)
Plattform: Xbox 360Ändern
Preis:11,99 €+5,00 €Versandkosten
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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2012
Max Payne 3 war für mich bis jetzt das Game of the Year und nun dank Spec Ops The Line bin ich in einer Zwickmühle ^^

Fängt SO wie ein standartmäßiger Militäry Shooter ala Call of Duty an, endet es in eine Achterbahn der Emotionen und Selbstzweifel.
Hat früher mich noch Modern Warfare 1 & 2 in Sachen Action und Dramaturgie weggeblasen, bekam ich bei MW3 nicht mal ein jucken in der Hose, um es mal ganz dezent zu sagen ;) Spec Ops ist eigentlich nicht anders, denn es wir geballert, in Deckung gegangen, ein Script mal da und hier oder ein lockerer Spruch vom Teamkollegen, dass aus drei Mann besteht.

Nur der große Unterschied liegt in der Story...JAWOHL richtig ein Shooter mit Story + Emotionen und Tiefgang!
Ok Max Payne 3 ist nicht lange her, aber Hand aufs Herz, in den letzten Jahren musste man Shooter plus interessanter Story mit der Lupe suchen.

Die erste Hälfte von SO ist einfache Kost in Sachen Third Person Shooter, aber ab ca. Kapitel 7 gehts zur Sache, denn dann kommen die ersten Entscheidung und da ist das eigene Gewissen gefragt. Retten wir den Agenten, der uns vorher aus einer schwierigen Situation gerettet hat oder retten wir die Geiseln vor dem Erschießungskommandos, die aber auch selber nicht sehr freundlich zu uns sind??? Die Geiseln zu retten wäre eine heldenhafte Tat, aber dann wird der Agent erschossen und wir bekommen nicht die Infos, warum in Dubai die Hölle los ist. Retten wir den Agenten, hätten wir einen Lageplan, aber dafür müssten dann Unschuldige ihr Leben lassen.

So in etwa habe ich Spec Ops erlebt und das war nur eine Entscheidung von weiteren! Es gibt nicht viele Entscheidungsmomente, aber diese sind gut dosiert im Spiel verteilt, wirken logisch in der Konsequenz und sind weder plump noch wirken diese aufgesetzt.

Wie weit diese Entscheidungen sich auf das Ende wirken kann ich nicht genau sagen, da es anscheinden bis zu 4 (!!!) Enden geben soll und das Ende, was ich gesehen habe, hat mich wie schon lange nicht mehr aus den Socken gehauen.
Es ist ungefähr so, man hat sowas schon mal gesehen, aber es kommt völlig unerwartet und überraschend und sowas zollt meinen ganzen Respekt an das deutsche Team Yager!

Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert und ich war erstaunt wieviel Mut das Team Yager hat so einen kompromisslosen Shooter auf die Beine zu stellen. DANKE!!!
Spec Ops ist sehr blutig und brutal, das ist richtig und ist auschließlich für das erwachsene Publikum gedacht. Von Zensur keine Spur und darüber bin froh, denn ich bin nicht gewalt oder blutgeil, aber Krieg ist einfach ein dreckiges Geschäft und so ist Spec Ops auch.
Wenn man den Hauptcharakter Walker beobachtet, wie er seine Exekutionen an verwundeten Feinden im verlaufe Spiels immer brutaler ausführt, spiegelt das ungefähr die Grausamkeit des Krieges wieder und das Erlebte nach den Entscheidungen und Wendungen. Es gibt zusätzlich wie immer einige Sammelobjekte, die das Hintergrundwissen vom Geschehen in Dubai etwas näher Erläutern.

Ich möchte nicht zu sehr abscheifen, aber ich wollte genau auf die Story eingehen, denn wann erlebt man einen Standard Shooter mit einer tiefgreifenden Story...selten meiner Meinung nach.

Einen Multiplayer gibt es auch, aber der ist nur Beilage, denn hier ist eindeutig der Fokus auf dem Singleplayer ausgelegt und gegen allen Gerüchten dauert der Horrortrip mind. 10 Stunden beim ersten durchspielen.

Auch in Sachen Grafik und Sound kann man nicht meckern, die Lichteffekte sind sehr schön, die Umgebungen abwechslungsreich und Detailverliebt. Die Waffensounds erfüllen ihren Zweck ( für Battlefieldverwöhnte Ohren etwas mager ), aber die Explosionen von Granaten sind leider zu schlapp meiner Meinung nach. Kommt eher in die Richtung Böller, statt Granate, aber das sind Kleinigkeiten, denn das Gesamtpaket ist seine 50 € wert.

Ich habe auch zuerst mit der deutschen Synchro angefangen und die war in FAST allen Bereichen sehr gelungen und kamen auch sehr authentisch rüber. Nur für mich war der DJ in der Sendestation zu platt gesprochen, aber das ist kein Beinbruch.

So genug geschrieben und ich hoffe ich konnte einen gewissen Überblick verschaffen was das Spiel angeht.
Diejenigen, die nicht sicher sind beim Kauf sollten die Demo ausprobieren um einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen, ABER lasst euch gesagt sein , dass ist nur der Anfang und nichts ist wie es scheint. Es gibt keine Helden...die Linie zwischen Gut und Böse verwischt, wahrscheinlich deshalb der Untertitel *The Line*.

Klare Kaufempehlung von mir!
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2012
Dieses Spiel hat mich völlig überrascht. Positiv natürlich!
Taktische oder Third-Person-Shooter gibt es inzwischen so einige. Die Highlights waren bisher wohl Gears of War, Max Payne als Actionvertreter und Army of Two. Hauptsählich geht es in dieser Art Spiele natürlich darum, zu überleben. Dazu rutscht man mehr oder weniger geschickt von einer Deckung zur nächsten und versucht die Feinde mit teils blindem Feuer aus der Deckung den Garaus zu machen. Im Falle von Army of Two sogar mit einem KI Spieler oder einem Freund, der bestimmte Aufgaben und/oder Befehle ausführt.

Doch was das deutsche Entwicklerteam von Yager dort liefert, ist eine sehr schöne Mischung aus eben jenen, genannten Highlights. Mein erster Eindruck von dem Spiel war eher von der Marke "Noch so ein Multiplayershooter". Das hat sich allerdings schon mit den ersten paar Minuten gelegt! Anders als Battlefield oder Call of Duty, besitzt Spec Ops einen richtig guten Singleplayer. Keine halbherzig gestaltet und erzählte Story, sondern eine richtige Geschichte, fesselnd und so gut erzählt wie die Max Payne Storys. Man hat sogar den Eindruck, als würde sich der Multiplayer um die Story herum aufbauen.
Die Story ist relativ simpel: Dubai wurde von schwersten Sandstürmen heimgesucht und wurde somit auch fast verschlungen und verlassen. Die Evakuierung Dubais war Aufgabe der sogenannten 33ten Einheit unter Colonel Konrad. Während der Evakuierung ging allerrdings etwas gewaltig schief und die gesamte Einheit geht verloren. Da die Regierung allerdings wissen will, ob es noch Überlebende gibt und auch gerne wüsste, wie ein halbes Heer verschwinden kann, schickt man ein dreiköpfiges Delta Team nach Dubai. Herzlichen Glückwunsch, sie übernehmen dabei die Rolle des Anführers, Captain Walker.

Die Steuerung kommt einem anfangs etwas merkwürdig vor, aber nach einigen Minuten wissen sie was wann zu tun ist. Ausser das ihre beiden Begleiter sie im Kampf unterstützen, gibt es die Möglichkeit einen von 3 Befehlen zu erteilen: Ziel eliminieren, Blendgranate werfen oder Verbündeten reanimieren.Diese Befehle werden auch prompt ausgeführt, was je nach Situation ein erhöhtes Risiko für den verbündeten darstellt, weshalb man oft genug den reanimations Befehl geben muss.
Die Schwierigkeit is recht anspruchsvoll an einigen Stellen, was das Spiel sehr reizvoll macht für Leute, denen aktuelle Games einfach viel zu einfach sind.
Grafisch kann man natürlich nicht das Maß aller Dinge erwarten, jedoch sieht das Spiel trotzdem sehr schön und detailiert aus und nur hin und wieder trüben kleine Schönheitsfehler das Gesamtbild. Die Story wird großartig erzählt und auch die Stimmung wird schön rübergebracht, so das man den Wahnsinn und die Verzweiflung während des Spiels gut nachempfinden kann.

Den Multiplayer habe ich zur Zeit noch nicht getestet, denn alleine oder mit Fremden, kann es zeitweise echt frustrierend sein, wenn die Taktik den Bach runter geht, bevor das Spiel überhaupt gestartet hat. Die Kampagne lässt sich auch nicht mit mehreren Bewältigen, obwohl die Story sehr gut für 3 Spieler ausgeegt gewesen sein könnte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2012
Anfangs war ich ja skeptisch da ich eigentlich so gar nicht auf third-person shooter stehe aber ich muss sagen das Spiel hat mich wirklich positiv überrascht. Das Spiel habe ich mir aus langeweile bestellt und es sollte auch nur für ein Wochenende reichen, jetzt komme ich davon nicht mehr weg. Das Spiel hat hier und da seine macken wie jedes Spiel auch, trotzdem macht es spaß und bietet sehr sehr viel Spannung besonders die Story reißt einen mit ob man will oder nicht und bringt einen öfters zum Grübeln. Man merkt, dass es ein deutsches Team produziert hat, denn die story ist nicht wie bei den meisten hollywood filmen und spielen einfach gehalten,also gut gegen böse, sondern sie grenzt stark an der realität wo man mit viel schwierigeren Entscheidungen konfrontiert wird, entscheidungen bei denen man überhaupt nicht durchblickt was richtig und was falsch ist. Spielspaß ist nach der anfänglichen Schwierigkeit der Steuerung aufjedenfall mit dabei und durch die vielen möglichkeiten in der kampagne wird man teilweise dazu gezwungen aktiv mitzudenken da es ein taktisches Spiel ist. Einiges wie z.b. die soundqualität oder explosionen sind etwas verbesserungswürdig aber das sind eher kleinigkeiten, die wie ich hoffe im nächsten teil verbessert werden.

zum Multiplayer: der Multiplayer hat mir ebenfalls zahlreiche stunden freude bereitet wobei die kampagne meines erachtens nach im vordergrund steht. Es gibt viele personalisierungsmöglichkeiten und freischaltbares. Einziges manko: es könnten ruhig mehr spieler in einem server sein da dann eine aktionreichere atmosphäre herrschen würde. Klar sollten es nicht so viele sein da es eher ein taktisches spiel ist aber 1-2 spieler mehr pro team wäre denk ich mal machbar.

von mir eine klare kaufempfehlung besonders jetzt für diesen niedrigen preis auch für leute die keinen third-person shooter mögen, die story allein wird das wieder gut machen ;) muss man mindestens einmal durchgespielt haben !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2012
Mehr oder weniger wegen Langeweile hab ich die Demo von Spec Ops The Line gespielt und war gleich positiv überrascht! Ich dachte erst es wäre ein Ego-Shooter und war doch sehr erfreut, daß es Third-Person ist.
Die Grafik finde ich sehr gut, ebenso den Sound und die Dialoge sind (bis auf ein paar klitzekleine Ausnahmen) lippensyncron. Letzteres ist ja selbst heutzutage leider immer noch nicht Standard (siehe z.B. Gears of War 3).
Das Spiel ist während der ersten Missionen ein konventionelles Actionfeuerwerk, aber mit zunehmenden Spielfortschritt beginnt einen das Spiel immer mehr in seinen Bann zu ziehen. Während die meisten Titel dieses Genre in die Kategorie "spielen und vergessen" fallen, grübelt man nach dem Abspann noch lange über SO nach.
Klar gewinnt das Spiel keinen Gameplay-Innovations-Preis, aber hier macht die Story den Unterschied.
Es beginnt als Rettungsmission im durch einen Sandsturm zerstörten Dubai und geht dann über menschliche Abgründe hinweg bis zu einem erschütternden wenn auch zwiespältigem Ende. Die Entscheidungen die man während seiner Mission trifft, wirken sich nicht nur auf den weiteren Spielverlauf aus, sondern auch auf den Spieler selber. Selten habe ich meine Entscheidungen so bereut und bedauert wie hier. Nicht mal die grandiosen Mass Effect 1 & 2 gingen mir so tief unter die Haut.
Wie schon gesagt, auf spielerischer Seite ist nichts neues am Action-Horizont. Simples Deckung & Schießen, ab und zu aufgelockert durch Rail-Shooter-Passagen. Das team-orientierte Kampfsystem ist allerdings ein Witz. Distanz-Schuß, Blendgranate und Angriff auf anvisiertes Ziel, mehr ist nicht drin (zumindest hab ich nicht mehr zustandegebracht). Die Spiel-Physik ist dafür ganz ordentlich gelungen. Man kann (schwere Waffen vorausgesetzt) die Deckung der Gegner pulverisieren, explosive Gegenstände hochjagen oder den Gegner unter Tonnen von Sand begraben.
Es sollen ja vier verschiedene Ende geben, zwei davon bekam ich bisher vor Gesicht. Dieses und da man immer zwei Varianten hat, wie man sich entscheidet, lädt dazu ein das Spiel mehrmals zu spielen.
Den Multiplayer habe ich nicht ausprobiert, da ich nicht so der Online-Spieler bin. Daher fällt mein Urteil darüber weg.
Gut finde ich, daß SO keine Online-Erfolge hat. Endlich wieder mal ein Spiel, bei dem man seine 1000 Punkte voll bekommt! Ich hoffe das bleibt auch so!
Die einzigen Kritikpunkte sind für mich das schlauchartige Levelsystem, die manchmal etwas unglücklich gewählte Verteilung der Speicherpunkte und das künstliche Verlängern der Spielzeit durch Gegnerhorden. Trotzdem hatte ich SO in zwei Tagen auf Schwierigkeitsgrad Selbstmord durch.
Mein Fazit: Special Ops The Line kann ich nur empfehlen. Allerdings befürchte ich, daß es zwischen CoD/MoH/BF und deren Klonen untergeht, was ich sehr schade finde. Yager liefern als deutsches Entwickler-Team einen Titel ab, der sich vor der Konkurrenz zu keinster Zeit verstecken braucht und von Story und Tiefgang her fast allen anderen eine Nase voraus ist.
Abschließend will ich noch sagen, daß es mich sehr wundert, daß dieses Spiel zu 100% Uncut durch die USK gekommen sein soll. Die Exekutionen und manche Zwischensequenzen sind dann doch schon sehr heftig und krass!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Januar 2013
Ich bin der gängigen Shooter schon lange müde, vor allem, seitdem einige der letzten "Glanzlichter" mich durch Dauerballern (so ungefähr 1 Magazin pro Gegner), durch unsterblich-übermächtige Team-KI-Kameraden oder durch ständiges Heldengeschwafel aus diesem Spielgenre vertrieben haben.

Auf Specs Ops bin ich durch interessante Rezensionen aufmerksam geworden, und in der Tat: Es hebt sich erfreulich gut von diesen Massen-Langweilern ab. Die Graphik ist solide, die Atmosphäre stimmig, Steuerung und Benutzerführung sind erstklassig.

Besonders gut haben mir folgende Elemente gefallen:
- Bisher keine Programmierfehler.
- Die KI des Teams und der Gegner ist angenehm.
- Der Realismusfaktor ist für einen Shooter erfreulich gelungen. Natürlich können der Held und seine Kameraden so einiges ab (jedoch auch nicht zuviel), aber die Gegner fallen mit wenigen gut gezielten Schüssen um, je nachdem, mit welcher Waffe man hantiert. Munition ist wichtig und knapp, das macht die Sache spannender. Nach den erlittenen Dauerballerorgien in anderen Spielen ist das mal eine gute Rückkehr zum Wesentlichen; weniger ist hier mehr. Auch Deckung ist enorm wichtig, denn auf freiem Feld geht man schnell zu Boden.
- Die Geschichte ist durchdacht, dicht und basiert auf Apocalypse Now bzw. Herz der Finsternis. Der Spieler ist quasi mittendrin in einem Kriegsverbrechen unserer Zeit und kann es, soweit irgendwie möglich, zu verhindern versuchen oder selbst mit ins Unheil hineingezogen werden. Diese drückende Atmosphäre merkt man auch den Spielfiguren an, die im Verlauf des Spieles viel ernster und weniger "cool" werden als noch am Anfang. Das ist der erste Shooter seit langem, der mich in die Geschichte hineinzieht und mich mit meiner Spielfigur identifizieren läßt. Vergessen sind die Geistesqualen, die mir die dauercoolen "Helden" aus Gears of War, Call of Duty und Co unsäglicherweise bereiteten. Sehr gut!

Weniger gut gefallen hat mir dagegen (= 1 Stern Abzug):
- Die in unzähligen Rezensionen vielbeschworenen Moralentscheidungen und bedrückenden Scheidewege habe ich bisher nicht als solche empfunden, aber vielleicht bin ich auch zu nüchtern-sachlich dafür und unterscheide zu stark zwischen einer Spielwelt und der realen Welt. Obwohl ich die Geschichte in diesem Spiel sehr gut finde, stellt sie für mich und meine Entscheidungen keine Zerreißprobe dar, wie das in einigen Rollenspielen der Fall war, z.B. Mass Effect oder Dragon Age. Bei dem Für und Wider in Rettungssituationen zählt für mich immer, mit welcher Handlung mehr "Spiel-Menschen" gerettet werden können - es bleibt also lediglich ein nüchterner "Bodycount". Das wäre in der Realität nun ganz anders und unvorstellbar viel schwieriger. Und wenn mir die Entwickler mitten in einem Gefecht mit zahlreichen Gegnern plötzlich eine fast gleich gekleidete Zivilistin als Flüchtige direkt in die Schußbahn schicken (was bisher erst einmal und ganz unerwartet vorkam), denke ich eher "Freche Entwickler" und weniger, daß ich da gerade eine "Spiel-Zivilistin" erpixelt habe. Dummweise hat das Spiel dann auch eine Autospeicherfunktion, so daß ich diesen unglücklichen Fehler nicht mehr ausbügeln konnte.
- Das Spiel ist und bleibt nun mal ein Shooter und hat daher Schlauchlevel und auch Situationen mit massenhaft Gegnern, die man niedermachen muß (und die auch kräftig zurückschießen). Das führt gelegentlich zu Frust, weil man eine Stelle mehrfach (oder vielfach) wiederholen muß, da man gegenüber diesen vielen Gegnern mit ihren Scharfschützen, Schnellfeuerwaffen und Granaten recht hilflos ist, bis man die taktisch besseren Plätze und Aktionen erst einmal durch Try-and-Error erkundet hat.
- Munitionsknappheit und Zwischensequenzen führen immer wieder dazu, daß ich meine beiden Lieblingswaffen ablegen muß oder abgenommen bekomme. Das nervt mich schon sehr, weil ich eher der Freund von Einzelfeuerwaffen bin und Salven- oder Dauerfeuerwaffen weniger mag.

Aber nichtsdestoweniger ist Spec Ops ein Shooter, der aus der Genremasse der letzten Jahre bemerkenswert herausragt und bei mir wieder Lust auf mehr Spiele dieser Qualität weckte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Oktober 2012
Ich bin kein 3rdPerson-Shooter Fan und bei Gears of War hab ich nach 2 Stunden das Handtuch geworfen, weil ich's einfach für zu blöde halte, als muskelbepackter Sprücheklopfer permanent in schlauchengen, total gescripteten Leveln ständig dasselbe zu tun: aus der Deckung alles abbalern was sich bewegt.

Das ist bei dem Spiel hier leider exakt dasselbe und es nervt auch ab und an gewaltig... und ich hätt's wohl schon nach 'ner Stunde aufgehört, wäre da nicht die zunehmend 'absackende' Geschichte, die immer mehr die Sinnlosigkeit des Krieges an sich, durch Horrorszenarien und dem permanentem Verfall der eigenen Spielfigur demonstrieren! Und das haben die Jungs von Yager (besonders gegen Ende) sehr gut hinbekommen. Ich will nix verraten, aber 3 Gimme5-Händeklatsch-Idioten die sich über den finalen Sieg freuen gibt es hier garantiert nicht.

Spec Ops: The Line ist zuweilen unglaublich sperrig, da man erstmal alles niederballern muß, sich freut den Abschnitt gemeistert zu haben, danach aber mit den Folgen seines Handelns, teilweise sehr drastisch konfrontiert wird. Bis auf kleinere Patzer ist die Technik astrein und tritt nach einer kurzen einspielzeit völlig in den Hintergrund (so wie's sein sollte). Natürlich ist ein Ballerspiel aus deutschen Landen immer so 'ne Sache und alles guckt dann mit Argusaugen auf das fertige Produkt (ähnlich wie bei Filmen die die Nazi-Zeit zum Thema haben) und die Kritik geht los. Respekt für den Mut das so kritisch zu machen, Platoon in Dubai, komisches 'Spiel', technisch (fast) einwandfrei umgesetzt und sollte von jedem Konsolenbenutzer einmal durchgespielt werden...

Pflichtprogramm!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2012
Für den klassischen Shooter-Proll ist das Spiel natürlich intellektuell viel zu hoch. Wo eine Geschichte erzählt wird, zudem noch eine so derbe, da muss man viel Hirn investieren. Spec ops ist ein grausames Spiel, man befindet sich in einem entmentschtlichtem Szenario und fällt Entscheidungen, die an moralischer Grausamkeit nicht zu ueberbieten sind. Im Grunde ist es eine kurze, heftige, weitgehend vorbestimmte Geschichte in der man auch noch auf unfassbare Weise rumballert. Am Ende fühlt man sich auch nicht unbedingt gut, nach all dem, was man getan hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2012
Das ist ein Shooter, der sich tatsächlich unterscheidet. Sehr solides Gameplay, lots of action, Grafik schon ok, Story tief und bombastisch. Das wurde alles schon zu Recht benannt.
Das Spiel selbst "fliesst" recht gut beim spielen - ohne oft zu nerven. Ich spiele eigentlich lieber (und besser) Tactical-Shooter/Games, aber die Atmosphäre hier während der multiplen Gefechte macht Laune. Beziehungsweise ist stimmig.
Realismus fehlt hier natürlich komplett, wenn Massen gegnerischer Einheiten erfolgreich bekämpft werden müssen. Und auch bei der Story muss man sich manchmal ein wenig grübelnd am Kinn kratzen. Aber meist auch erst beim 2. Blick. Das Spiel funktioniert.
Spec Ops The Line ist keine halbgegarte Beta Version. Und auch kein hochglanzpoliertes MW3. Dafür hat das Spiel Charakter.
Es wurde auch recht gründlich gearbeitet: gameplay, scripts, und story gehen nahtlos ineinander über. Ganz ist die Detailarbeit nicht gelungen: Bei den Waffen z.B. stimmen die Bezeichnungen (Tactical Sniper) und teilweise die Funktionen nicht mit der Wirklichkeit überein (AK 47). Wenn aber im Zuge der Veröffentlichung dieses Spiels alle möglichen 3rd Person Shooter vergleichsweise herangezogen werden fällt mir auf, dass kaum über das vor kurzem veröffentlichte Sniper-Elite gesprochen wird. Im Vergleich des Spielgefühls wird es sehr deutlich: Spec Ops ist weit aus reifer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2012
spec Ops: The Line lockt zwar zunächst ebenfalls mit einfachen Mustern, aber nur, um die schnell über den Haufen zu werfen. Oft genug lässt uns das Spiel hilflos zurück, ohne Hinweis auf einen Ausweg, ohne Hinweis darauf, wie sich der Karren wieder aus dem Dreck ziehen ließe. Ich kann das hier nur andeuten, aber nicht im Detail schildern, ohne ein Verbrechen am spielerischen Erleben eines jeden Einzelnen zu begehen. Sprich: Ich will nicht spoilern.

Aber so viel dann doch: Spec Ops demontiert all das, was wir sonst von Titeln mit Soldaten drin gewohnt sind. Heldenklischees werden trotz der im Grunde recht gewöhnlichen Spielmechanik peu à peu zerbröselt. Ich glaube sogar, dass sich Yager einen Spaß daraus gemacht hat, etwa in der Mitte des Spiels einen Charakter zu etablieren, der verdächtig an den Superheroen Captain Price aus Modern Warfare gemahnt, nur um ihn dann fast schon genüsslich zu zerstören.

Gameplay:3von5
story:4von5

online habe ich noch nicht getestet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 11. April 2015
Für meine Begriffe liegt mit SPEC OPS: THE LINE einer der besten Shooter für die XBOX 360 vor - und auch wenn dieses Spiel nicht ganz "perfekt" ist kann es sich meiner Ansicht nach zumindest im Singleplayer definitiv mit den besten Titeln der "Gears Of War" Reihe messen, welche sicherlich eine ganz wichtige Inspiration für SPEC OPS war, und auch mit den anderen Shootern auf der XBOX 360 kann es jederzeit auf Augenhöhe konkurrieren.

Was macht SPEC OPS: THE LINE so gut? Meiner Ansicht nach das überzeugende Worldbuilding, die Atmosphäre und natürlich auch die Action. Das Setting des vom Sand wieder eingenommenen Dubai ist einfach sehr atmosphärisch, und man fühlt sich von der ersten Sekunde in einem morbiden Szenario a la "Apocalypse Now" gefangen - und man reist mit Lt. Walker immer weiter in die Finsterniss. Auch die Story, welche sich immer weiter entwickelt, ist für Shooter-Verhältnisse richtig gelungen und sehr cinematisch.

Aber auch spielerisch und technisch kann sich SPEC OPS: THE LINE absolut sehen lassen - der Schwierigkeitsgrad ist wie ich finde genau richtig, die Gefechte sind spannend und bieten immer wieder verschiedene Vorgehensweisen. Grafisch ist für das Erscheinungsjahr und die gute alte XBOX 360 auch alles soweit in Butter, SPEC OPS: THE LINE kann sich definitiv sehen lassen.

Allerdings, ein wichtiger Kritikpunkt kann an dieser Stelle nicht verschwiegen werden: die Steuerung ist zwar eigentlich sehr flüssig und intuitiv erfassbar, aber leider in manchen Situationen nicht ganz präzise. Mitunter ist es echt schwer, sich im Kugelhagel richtig hinter ein Hinterniss fallen zu lassen oder ein Ziel schnell aufzufassen. In diesem (alles andere als unwichtigen) Punkt hatte "Gears Of War" die NAse ein kleines Stück vorne. Bevor man mich falsch versteht: die Steuerung von SPEC OPS: THE LINE ist gut und tut dem Spielspaß keinen Abbruch, aber ich werde beim Zocken das Gefühl nicht los, dass sie noch einen Tick präziser sein könnte - allerdings in einem Rahmen, der völlig (!) zu verschmerzen ist.

Alles in allem: ich stehe zu meiner eingänglichen Feststellung - SPEC OPS: THE LINE ist ein Titel, welcher sich jederzeit mit den ebsten Shootern auf der XBOX 360 auf Augenhöhe messen kann. Von mir gibts sehr gute 4 Sterne mit Tendenz nach oben!
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