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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hingebungsvoll zelebrierte Kammermusik, 26. Juni 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Klaviertrios 1-3 (Ga)/+ (Audio CD)
Robert Schumann gilt als Erneuerer der Musik nach Beethoven. Was Wunder, dass er auch im Bereich der Kammermusik zunächst die Finger von scheinbar ausgereizten Gattungen wie dem Klaviertrio ließ und stattdessen in weniger erforschten Bereichen komponierte.

Sein Klavierquintett in Es Dur op. 44 zählt zu seinen großen Meisterwerken. Das Werk eröffnet mit einem strahlenden Allegro brillante. Dieses erweist sich zwar anfangs als recht schlicht und unspektakulär, offenbart seine Stärken dann allerdings im Zentrum. Der Höhepunkt des Werkes ist aber ein Trauermarsch mit einem mitreißenden Mittelteil.
Nach einem ausgelassenen Scherzo folgt ein schlichtes aber erlesenes Finale.

Unmittelbar nach dem Quintett schrieb Schumann sein Klavierquartett ebenfalls in Es Dur op. 47. Das Werk eröffnet recht nüchtern, fast sachlich, schwillt dann aber zum ein oder anderen leidenschaftlichen Ausbruch an. Das Scherzo ist einfach und ordentlich. Im Andante cantabile durchforscht der Komponist mozartsche Ausdrucksformen, ohne dabei aber seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Erst im Finale erkennt man wieder den schumannschen Habitus, die romantische Lebendigkeit, die pastorale Fröhlichkeit.

Schließlich fand Schumann dennoch seinen Weg zum Klaviertrio, einem Genre, das vor allem durch Haydn und Beethoven stark vorbelastet war, im positivsten Sinne. Sein erstes Trio op. 63 steht in d moll. Nichts mehr scheint übrig von der Ausgelassenheit der opp. 44 und 47, düster und schwer wirkt der erste Satz. Pathos ist diesem durchgängig anzumerken, genau wie dem etwas freundlicherem Scherzo. Im langsamen Satz vermag Schumann es, uns ans Innerste zu rühren mit seinem schlichten aber effektvollen Adagio. Das Finale greift zwar technisch den Kopfsatz auf, ist aber wesentlich lieblicher und enttäuscht ein bisschen.

Sein zweites Trio in F Dur op. 80 beginnt Robert Schumman mit einem heiteren, unbedraften Allegro. Der zweite Satz ist von pittoresker und anmutiger Schönheit, wirkt zerbrechlich und fragil. Nach diesem andächtigen Satz lässt der Tonsetzer das Werk gemächlich ausklingen durch ein mäßiges Scherzo und einen weniger schnellen Finalstz, der vor allem durch seine weite thematische Verzweigung zu überzeugen weiß.

In g moll steht Schumanns letztes Klaviertrio op. 110. Auch wenn grundsätzlich vor Spätwerken des Komponisten gewarnt wird, so kann hier doch zurecht attestiert werden, dass diese Komposition vom noch klaren Verstand desselben zeugt. Das Oeuvre beginnt gemessen, aber pathetisch mit weit ausschweifenden Melodien. Der zweite Satz ist schlicht und beruhigend, wirkt aber eher abgeklärt als leidenschaftlich. Im Scherzo greift Schumann ein letztes Mal die düstere Stimmung auf, denn im Finale scheint er das allzu ernste Gehabe selbst etwas auf den Arm nehmen zu wollen.

Das Beaux Arts Trio erweist sich einmal mehr als die erste Wahl für diese seltener gespielten Stücke. Die Konstellation spielt virtuos, leidenschaftlich und trifft immer den richtigen Tonfall, den Kern des Stückes. Unterstützt wird das Trio durch den Cellisten Samuel Rhodes und den Bratschisten Dolf Bettelheim, die sich einwandfrei in das elegante Spiel einfügen. Die Tonqualität der Aufnahme ist famos.

Fazit: Ein weiteres Mal scheint es erwiesen: Auch weniger aufgeführte Werke haben ihre Berechtigung. Das Beaux Arts Trio mit Verstärkung beweist, dass Robert Schumann ein großer Kammermusiker gewesen ist.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Einspielung, 3. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Klaviertrios 1-3 (Ga)/+ (Audio CD)
Hier treffen mehrere Meister ihres Fachs aufeinander: der Komponist, das Beaux Arts Trio, seine Verstärkung (Dolf Bettelheim und Samuel Rhodes) sowie, namentlich nicht genannt, der oder die Tonmeister. Das Ergebnis: eine wunderschöne Interpretation und ein klares, durchsichtiges Klangbild. Eine Einspielung für Genießer!
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