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Kundenrezensionen

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Martin Scorseses "Mean Streets" schlug 1973 wie eine Bombe in die amerikanische Filmwelt ein. Sein rauher, lebendiger, ungeschönter und autobiografisch motivierter Blick auf das Milieu und seine Charaktere im New Yorker Bezirk Little Italy war formal wie inhaltlich etwas wirklich Innovatives und Frisches. Sein Fokus auf die Entfaltung der Charaktere und weniger auf die Story lässt den Film oft eher dokumentarisch als filmisch wirken. Jedoch baut Scorsese immer wieder ästhetisch interessante und aufmerksamkeitserzeugende Elemente wie Zeitlupen und Beschleunigungen ein, die mit klassischen Rock 'n Roll- und Soul-Nummern wie "Be my Baby" oder "Jumpin' Jack Flash" kombiniert werden. Die Charaktereinführungssequenzen mit am Ende eingeblendetem Namen sieht man seit diesem Film immer und immer wieder. Unzählige Filmemacher waren entscheidend von "Mean Streets" inspiriert.

Etliche Gangsterfilme und Milieustudien haben Scorseses Stil über die Jahrzehnte kopiert, wodurch vielen Neuzuschauern "Mean Streets" vielleicht gar nicht so besonders vorkommt. Jedoch machen die Imperfektionen und die authentisch wirkende Rohheit den Film immer noch zu etwas Sehenswertem. Dazu tragen natürlich auch der junge Harvey Keitel (Scorseses Alter Ego in diesem Film) und Robert De Niro in einer seiner ungewöhnlichsten und immer noch besten Leistungen bei. Alle, die an "Mean Streets" die Erwartung setzen, einen Film im selben Stil wie Scorseses "Goodfellas" oder "Casino" zu sehen, werden hier sicher enttäuscht. Der Film ist ruhig erzählt, äußerst persönlich, gibt das Milieu und seine Bewohner authentisch wieder, aber hat bei weitem nicht die rasende Intensität von Scorseses späteren Filmen. Wer filmhistorisch an "Mean Streets" interessiert ist und in der Lage ist, seine Erwartungshaltung anzupassen, wird hier mit einem sehr guten, kraftvollen und wichtigen, ja, essentiellen Film belohnt.

Die Blu-Ray erhält hier leider zu meinem Unverständnis viel Kritik. Natürlich ist es sehr ärgerlich, dass außer dem Trailer keine Extras vorliegen. Auch das Original Cover riecht nach Etikettenschwindel, da es zu modern aussieht und den Film nicht richtig repräsentiert. Dafür gibt es aber ein viel schöneres Wendecover, was in etwa der damaligen ems-Veröffentlichung entspricht.
Ich muss gestehen, dass ich den Film bisher jahrelang nur auf VHS kannte, was jedoch ästhetisch auch gut zu dem 70er-Jahre Flair und der ungeschliffenen Inszenierung passt. Dennoch habe ich hohe Qualitätsansprüche, jedoch passe ich meine Erwartungen an den jeweiligen Film und seine ursprünglich beabsichtigte Ästhetik an. Der Blu-Ray-Transfer von "Mean Streets" ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und definitiv keine VHS-Qualität, wie manche hier behaupten.
Der Film hat meiner Meinung nach noch nie so lebendig ausgesehen wie hier. Die Farben und Kontraste kommen gut rüber, es liegt schlichtweg ein adäquater Transfer der ursprünglich gewollten Ästhetik des Films vor. Sicher, oft gibt es Momente, wo Elemente im Bild leicht unscharf wirken. Das liegt aber auch nur daran, dass das Originalmaterial in diesen Momenten unscharf war. Der Film verfügt einfach über eine wirklich schöne Filmästhetik, die natürlich nicht mit aufpolierten Hochglanz-HD-Produktionen von heute mithalten kann. So ist der Film aber auch eben näher am Original dran. "Mean Streets" war eine Low Budget-Produktion (Budget: ca. 500.000 $) und selbst für damalige Verhältnisse ungeschliffen, aber das macht den Charme des Films auch aus. Wer also den Film so sehen möchte, wie er von Scorsese beabsichtigt war, ist hier gut bedient. Als langjähriger Kenner des Films war ich jedenfalls sehr angetan.
Die Tonqualität ist durchschnittlich, weshalb man hier nicht allzu viel erwarten sollte.
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am 19. August 2014
Scorseses Durchbruch als Autorenfilmer, der junge Harvey Keitel und der noch jüngere Robert ne Niro als ungleiches, kleinkriminelles Buddypaar im italienisch geprägten Teil von Lower Manhattan der frühen Siebzigerjahre. Die Story ist Nebensache, fast banal, es geht um den Rhythmus und um die Logik des Ortes, um die Vermischung und das orts- und zeittypische Nebeneinander von amerikanischer und italienischer Kultur und um die Ratlosigkeit der Figuren. Episodenhaft werden Nebensächlichkeiten aneinandergereiht, so dass das Verrückte und das Alltägliche der Situation zu einem Bild verschmelzen.
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am 13. Februar 2012
Little Italy, der italienische Teil von Manhattan, ist ein Hexenkessel - ein Hexenkessel, in dem die Kleinganoven versuchen, den Tag zu überleben und die berüchtigte Leiter der Mafia-Karriere hoch zu kommem - ein Hexenkessel, in dem Gier, Angst und Brutalität, Gewinnstreben und Überlebenskampf regieren.

In diesem Hexenkessel lebt in den 60er Jahren Charlie (Harvey Keitel) mit seinem Freund Johnny Boy (Robert De Niro). Charlie ist eher zu nachdenklich und zu weichherzig für die raue Umgebung und hofft, daß er bald ein angesehenes Mitglied der Mafia werden wird, so wie sein Onkel Giovanni, der ein angesehenes Mitglied der lokalen Cosa Nostra ist und dessen Restaurant er übernehmen will. Sein Freund Johnny Boy ist eher ungestüm, gewalttätig und psychotisch und leiht sich bei jeder Gelegenheit Geld - was für Charlie zum Problem wird, da er sich darum kümmern muß, um Johnny Boy Unannehmlichkeiten zu ersparen.

Charlies zweites Problem ist seine Freundin Teresa (Amy Robinson), Johnny Boys Cousine, die er trotz ihrer epileptischen Anfälle liebt. Charlies Liebe zu Teresa wird von seiner Familie und sogenannten Geschäftspartnern abgelehnt. Das, gemeinsam mit dem Bewußtsein ein Gangster zu sein, löst in ihm, dem gläubigen Katholiken, einen tiefen Zwiespalt aus. Ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens besteht aus dem Balanceakt, Teresa mit schlechtem Gewissen heimlich zu treffen und Johnny Boys Schulden begleichen zu können. So sind die beiden Menschen, die Charlie am nächsten stehen, gleichzeitig die größten Hindernisse seiner Mafia-Karriere.

Der Mafiaboss Michael (Richard Romanus) ist einer jener Männer, denen Johnny Boy Geld schuldet. Johnny Boy erscheint dann nicht zum vereinbarten Termin der Rückgabe des Geldes, was sich als fataler Fehler erweist, da Michael rasend vor Wut zurück bleibt. Böses ahnend will deshalb Charlie mit Johnny Boy und Teresa eine zeitlang untertauchen. Auf der Fahrt durch Brooklyn begegnen sie Michael im vorbeifahrenden Auto ....

Mean Streets ist 1973 noch vor Good Fellas, Casino und Departed entstanden, wurde von Martin Scorsese schwungvoll und mit deutlichem Blick auf das Milieu von Little Italy inszeniert und ist eher eine Schilderung des Milieus als ein Actionfilm. Mit Robert De Niro hat Scorsese auch die Idealbesetzung für den verwegenen Johnny Boy gefunden, einem Schauspieler, der wie er selbst in Little Italy aufgewachsen ist und zur atmosphärischen Dichte wesentlich beiträgt. Der Film war ein großer Erfolg und der Beginn der großartigen Karrieren von Martin Scorsese und Robert De Nero.

Main Streets trägt deutlich autobiografische Züge mit den Mythen des amerikanischen Gangsterfilms im Hintergrund, die Scorsese auch bei seinen Schauspielern durchscheinen läßt. Scorsese bringt leidenschaftliches Kino, die Bilder könnten aus seinem eigenen Leben sein und er bekennt sich damit durchaus zu seinen italo-amerikanischen Wurzeln. Dazu gehört auch der Katholizismus als Gegenpol zu den Gesetzen der Strassen und der Gangs in Little Italy, den er durch Charlie verkörpern läßt. Die besondere Mischung aus menschlicher Dramatik, unmenschlicher Härte, realistischen Figuren und christlicher Symbolik bestimmen den Film und auch das weitere Werk Scorseses.

Ein kulturell, historisch und ästhetisch bedeutender Film! Die Umsetzung auf DVD ist leider nicht sehr geglückt.
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am 17. April 2012
Mean Streets ist meiner Meinung nach der vielleicht immer noch beste und kraftvollste Film von Martin Scorsese, ein absoluter Meilenstein des New Hollywood. Nicht umsonst hat ihm Wong Kar-Wai in seinem ersten Kinofilm, dem Remake "As tears go by", seine Reverenz erwiesen. Der Film hätte es deshalb mehr als verdient, eine ähnlich hochwertige Übertragung auf Blue Ray zu erhalten, wie dies mit vergleichbar wichtigen Filmen der frühen und mittleren 70er Jahre - etwa Deer Hunter oder Apocalypse Now - gelungen ist. Herausgekommen ist aber eine beschämend lieblose Kopie der bereits äußerst mäßigen DVD. Nicht nur, daß jede Art von Bonusmaterial fehlt, das sich hier sicherlich angeboten hätte, teilweise kommen nun aber noch irritierende digitale Effekte und eine in vielen Einstellungen fehlende Tiefenschärfe hinzu, so daß ich nur vom Kauf dieser Blue Ray trotz günstigen Preises - leider - dringend abraten muß. Wer das Glück hat, den Film - wie ich selbst vor einigen Jahren - im Kino zu sehen, sollte die Aufführung deshalb keinesfalls versäumen!
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am 18. Januar 2016
Guter Film auch wenn er nicht ganz mit anderen Filmen dieses Genres zu vergleichen ist. Besonders nett ist es auch so bekannte Schauspieler in deren jungen Jahren zu sehen.
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am 27. Februar 2012
Zwei Freunde in einem atmosphärischen Hexenkessel, zwielichtige Geschäfte unter "Ehrenmännern", ein Kampf um Geld und Leben, Martin Scorseses Film ist fast schon eine Autobiographie über eine Welt, in der eigene Regeln gelten.

Zum Inhalt: Charlie (Harvey Keitel) ist ein Kleinganove und lebt in Little Italy. Scheinbar ohne einen festen Job besteht sein Alltag im Treffen von Freunden und der Aufenthalt in zwielichten Bars. Sein Freund Johnny (Robert De Niro) leiht sich, obwohl er schon genug Schulden hat, laufend Geld. Was mitunter ziemliche Schwierigkeiten verursacht, die Charlie wiederum als Freund und Vermittler in Ordnung bringen muß. Dazu kommt noch eine Liebschaft Charlies mit einer kranken Frau, was von seinen "Geschäftspartnern" ebenfalls sehr reserviert aufgenommen wird. Und so manches Treffen artet in eine handfeste Schlägerei aus. Als Johnny schließlich Geld nicht mehr zurückzahlen kann, eskaliert die Situation und eine gnadenlose Hetzjagd beginnt.

Zur Kritik: Martin Scorseses "Hexenkessel" wirkt fast schon wie eine Autobiographie einer Gegend, in der er selbst aufgewachsen ist. Keine Wunder, sind die Frühwerke des Regisseurs Milieustudien, die Hauptdarsteller meist psychisch angeschlagene Typen, die versuchen, in einer rauen Gegend zu überleben Die Kamera in diesem Film folgt den Protagonisten manchmal wie bei einer Berichterstattung. Den Eindruck hatte ich jedenfalls in sehr vielen Szenen.

Zur Bildqualität der Blu Ray: Die Bildqualität gestaltet sich eher mittelmäßig, richtiges HD-Feeling kommt nie auf. Das grösste Problem des Filmes: es fehlt durchgehend an der richtigen Schärfe. Gesichter der Schauspieler in Großaufnahmen sind zwar gut und halbwegs scharf zu sehen, aber auch hier ist kein echtes HD-Feeling. Ausserdem sind viele Szenen einfach zu weich. Was ebenfalls auffallend ist: Die Farbgebung ist den gesamten Film zu matt. Es könnte natürlich sein, das das ein absichtliches visuelles Stilmittel des Regisseurs ist, um die raue Atmosphäre des Filmes zu betonen. Filmkorn und Filmrauschen ist besonders in dunklen Szenen sehr ausgeprägt und hält sich aber in hellen Passagen in Grenzen. Panorama-Aufnahmen haben dagegen eine ganz akzeptable Detaildurchzeichnung. Man sollte sich vom Bild aber nicht zu viel erwarten.

Bonusmaterial gibt es keines.
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am 9. Januar 2016
Man möchte meinen 5 Gruppen von Kameraleuten wurden ihre Geräte gereicht und gesagt "FILMT ! LOS FILMT WIE DER TEUFEL!"
und als diese zurück kamen, hat man aus all dem Material das dabei so rum kam nen Film zusammen geschnitten :/

Handlung ist hier keine, die haben das ganze einfach mal so genommen wie s kam und gut.... nein Danke.

Dann lieber Goodfellas oder Pathe.
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am 14. November 2013
Filme mögen wie vieles Andere reine Geschmackssache sein. Wer einen jungen De Niro in
einem top Scorsese Film sehen will, kann ich diesen Film empfehlen.
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am 26. Februar 2016
schrott Film ! keine Handlung keinen sinn einfach nur blöde lange nicht mehr so was langweiliges gesehen wie denn Film
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am 15. September 2014
Robert De Niro spielt einen Deppen, Charlie ist voll das Weichei und der echte Drogenbaron und Onkel, von dem wird gar nichts berichtet. Die möchtegern Liebesstory ist total sinnfrei.hätte niemand den Film von vorn herein schlechter bewerten können, dann hätte ich mir meine wertvolle Zeit gespart.
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