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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik zum Träumen
Die Band Alcest war mir vollkommen unbekannt und auf dieses Album bin ich im Grunde nur zufällig beim Stöbern gestossen. Nach dem ersten Durchlauf blieb ich erstmal eine Weile baff im Sessel sitzen und mußte mich sammeln. Ich mußte schon eine Weile überlegen wann mich das letzte mal ein Album so beeindruckt und gefesselt hat. Einzig Anathemas...
Veröffentlicht am 2. Februar 2012 von absu_de

versus
2 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nicht so begeistert
Habe mir diese Platte gekauft nachdem auf dem Visions sampler Autre Tempes drauf war.Und dieser Song ist echt super ohne frage.Und nachdem alle Kundenmeinungen überschwenglich sind ,hab ich sie mir bestellt.Leider war die Enttäuschung gross,da nämlich genau dieser Song der einzig gute ist,und das mit Abstand!!Zudem ist er in der Albumversion länger und...
Veröffentlicht am 8. Februar 2012 von Philipp Lebemann


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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik zum Träumen, 2. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Die Band Alcest war mir vollkommen unbekannt und auf dieses Album bin ich im Grunde nur zufällig beim Stöbern gestossen. Nach dem ersten Durchlauf blieb ich erstmal eine Weile baff im Sessel sitzen und mußte mich sammeln. Ich mußte schon eine Weile überlegen wann mich das letzte mal ein Album so beeindruckt und gefesselt hat. Einzig Anathemas letztes Album (We are here because we are here) hat bei mir einen vergleichbaren Eindruck hinterlassen.
Sphärische Klangteppiche, getragen von Akkustik und E-Gitarre lassen einen tief in eine Traumwelt hinabgleiten. Über all dem schwebt die ruhige Stimme von Neige, wobei die französische Sprache geradezu wie geschaffen für diese Musik ist. In einigen Stücken wird es etwas rauher und es kommen die Black Metal Wurzeln zum Vorschein. Dies wirkt aber keinesfalls deplaziert sondern fügt sich sehr gut in die Gesamtstimmung des Albums ein.
Wer Vergleiche sucht wird wohl am Ehesten bei Anathema oder Katatonia landen. Überflüssig zu erwähnen das dieses Album definitiv nichts für reine Black/Death/Thrash Anhänger ist. Wer allerdings auch zur Anathema/Katatonia/Opeth Fraktion gehört kommt hier denke ich voll auf seine Kosten.
Also, Licht aus, Kopfhörer an und ein Glas Rotwein parat halten, und ihr werdet für 50 Minuten alles um euch herum vergessen.
Aber Vorsicht, wer von Natur aus melancholisch veranlagt ist, wird es sehr schwer haben wieder zurück zu kommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Metallica Français, 10. Februar 2013
Von 
Dr. Priesnitz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Alcest ist eine französische Gruppe aus Avignon, deren Musikstil dem Post Metal und Shoegazing zugeordnet werden kann. Die Band wurde vom Sänger und Gitarristen Stéphane Paut alias Neige gegründet. Das hier angebotene Album "Les Voyages De L'âme" (in Deutsch: Soul - Reise, Seelenreise) aus dem Jahr 2012 ist bereits das dritte Studioalbum der Gruppe. Die Songs der Metal Band gehen aber in Sachen Derbheit des typischen Genres nicht über die sanfte Tonart von Metallicas "Nothing else matters" oder einer Nickelback Ballade hinaus. Auch, wenn Neige zu Deutsch Schnee bedeutet, ist die Musik eher nichts für triste Winter- und Regentage, sondern eher zum Entspannen bei Sonnenschein, denn ansonsten besteht Depressionsgefahr. : - )

"Melancholisch, verträumt, hypnotisch, sphärisch oder nicht von dieser Welt" sind die Adverbien, mit denen man diese Scheibe am besten beschreiben kann. Der bekannteste Titel "Autre temps" wird gleich zu Beginn gespielt. Zu "Autre Temps" wurde auch ein Musikvideo fürs Fernsehen produziert. Leider ist es der einzige Titel, der als hervorstechender Ohrwurm im Gedächtnis bleibt, auch wenn die Scheibe im Ganzen ohne zu skippen gut hörbar ist. Lauter wird es nur beim Titel 6: Faiseurs De Mondes," der eine Reminiszenz an die Ursprünge der Band darstellt. Neiges Stimme dringt zwar aus dem stimmungsvollen E-Gitarrensound hervor, wirkt aber dennoch fast durchgehend fragil und sphärisch. In der Musik findet man zudem deutliche Bezüge zur traditionellen Musikwelt Norwegens bzw. der Sami und ihren melancholischen Liedern über Waldgeister und Bergtrolle.

Alle Songs neigen zur Überlänge. Das erschwert leider die Bewertung der Hörproben, die hier angeboten werden, weil sie jeweils nur einen ganz, ganz kleinen Ausschnitt darstellen. Im Booklet der Audio CD sind übrigens auch alle Texte vollständig abgedruckt, allerdings nur in Französisch.

Die Adressaten des Albums werden vorwiegend Menschen sein, die sich auch einmal gern abseits der Bravo Charts und dem Mainstream bewegen und stets dazu bereit sind, sich neuen Klangerlebnissen zu öffnen. Für diesen Personenkreis ist dieses Album von Alcest eine willkommene Abwechslung im Allerlei.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk mit (kleinen) Schönheitsfehlern: Take off zur Seelenreise, 7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Bonjour Cybernautes,

Ich habe erst vor kurzer Zeit von Alcest erfahren, genauer gesagt erst durch die Neuveröffentlichung von "Le Secret" Ende 2011. Trotzdem bin ich mittlerweile ein richtiger Fan dieser französischen Combo geworden. Glücklicherweise musste ich also nicht lange auf neues Futter in Sachen Alcest warten und so heiße ich nun seit gestern "Les Voyages de l'Ame" in den Reihen meiner CD-Sammlung willkommen. Im Vorfeld hörte ich schon das Frontmann Neige seinen Stil von ziemlich Black Metal-lastigem Sound wie auf "Le Secret" hinzu eher sphärisch-shoegazing-mäßiger Rockepik verändert hat und so war ich wirklich tierisch gespannt auf das neue Werk und konnte es kaum erwarten endlich die ersten Töne zu erhaschen.

Grundsätzlich kann man sagen das sowohl Artwork als auch Innenleben wieder einmal sehr schön gestaltet sind, wenn auch etwas weniger aufwendig als die Limited Edition von "Le Secret 2011", was sich jedoch auch auf den Preis auswirkt. Das Artwork erinnert an einige Cover der französischen Band "Les Discrets" was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn es stammt von deren Bandmitglied Fursy Teyssier.

Als Kritikpunkt möchte ich anmerken das noch auf "Le Secret" zu jedem französischen Text eine englische Übersetzung im Booklet zu finden war, jedoch bei "Voyages de l'ame" nicht. Das finde ich wirklich extrem schade und trägt nicht gerade zum Verständniss der vermutlich hochphilosophischen Texte bei die bereits ohne den Sinn zu verstehen verdammt gut klingen.

Bevor ich mich jedoch darauf beschränke hier nur allgemein über das gesamte Album zu sprechen, nehme ich mir wieder etwas Zeit und nehme die einzelnen Tracks auseinander.

Und Ab dafür:

1. Autre Temps
Für mich definitiv der BESTE SONG auf Les Voyages de l'Ame. Los gehts mit einer wundervoll sphärischen Gitarre die an einer Stelle des Intros ein paar Töne spielt die klingen als würde gleich "Tri Martolod" von Alan Stivel gespielt (Den Metallern besser bekannt als "Inis Mona" von Eluveitie) aber dann geht die Melodie in eine völlig andere Richtung und an der Stelle als Neige singt: " Anime les feuilles dans leur danse alanguie" erinnert mich die Melodie und Rhythmik groteskerweise an Abbas "S.O.S" als es heißt "When you're gone, how can I even try to hold on", aber das geht vermutlich nur mir so also vergesst das mal ganz schnell wieder.
Der Song jedenfalls ist an Eingängigkeit unübertroffen im Alcest-backkatalog und ist ALLEIN SCHON EIN GRUND DIESES ALBUM ZU KAUFEN. Eine Ballade die jetzt schon ein kleiner Klassiker für mich ist.
Im direkten Vergleich mit meinem bisherigen Lieblingslied "Elevation" ist "Autre Temps" einfach viel mehr auf den Punkt gebracht und frisst sich ganz locker ins Gedächtniss.
Wenn es in der Metal-welt nicht so negativ behaftet wäre würde ich diesen Song mit dem Wort "Popsong" beschreiben, wobei Pop für mich nicht unbedingt etwas schlechtes ist.

2. Là Où Naissent les Couleurs Nouvelles
Das zweite Highlight auf "Voyages...", dieser Song dürfte eigentlich jedem Gefallen der was für getragene Metalmusik übrig hat, der Song grooved wirklich trotz aller balladesken Melancholie an den richtigen Stellen und läd zum Rotorförmigen Schütteln der Haare ein das es nur so kracht.
Bei "Là Où...." schimmert eindeutig die Black Metal-kante von Alcest durch und spätestens ab Minute 2.17 dürfte klar sein das diese Seelenreise nicht nur ein harmloses melodiöses Geplänkel bleibt und Neige absolut nicht verlernt hat wie man ordentlich rumschreit. Und wenn ab 3.25 der gute Herr Winterhalter den guten alten Blastbeat aus der Metal-trickkiste holt schiebt dieser Song derartig, dass eigentlich alle Skeptiker ruhig sein müssten. Mit seinen 8.50 Minuten ist "Là où..." der Längste auf dem Album und dermaßen vielschichtig und abwechslungsreich das man niederknien möchte. Leider meandert die Melodie jedoch über einige Strecken innerhalb des Songs nur um einen einzigen Ton herum was mitunter etwas langatmig ist. Trotzdem gefällt mir dieses Lied gut.

3. Les Voyages de l'ame
Witzigerweise gefällt mir dieser namensgebende Song eigentlich gar nicht besonders. Die Melodie klingt irgendwie gelangweilt und auch der Gesang ist eher schnarchig. Vielleicht dauert es ein wenig bis man diesen Song in seiner ganzen Pracht begreift aber von meinem jetzigen Standpunkt betrachtet haut mich das Ding einfach nicht richtig von den Socken. Irgendwie klingt das alles zu sehr nach "Wall of Sound" und ab 3.13 erinnert es mich an Coldplay und die mag ich irgendwie gar nicht. Irgendwie überzeugt mich auch das Arrangement nicht besonders, der sphärische Sog der normalerweise entsteht wenn Neige um einen Ton herum seine Melodien platziert, kommt irgendwie nicht richtig auf, stattdessen wirkt es für mich irgendwie einfalls- und kraftlos.

4. Nous sommes l'emeraude
Dieser Song steht für mich sozusagen im Mittelfeld denn er ist wirklich gut aber eben nicht der beste Song auf dem Album. Textlich wird hier ähnlich wie noch bei "Elevation" eine Gedichts-adaption geboten und zwar von Charles van Leberghe.
Die wirkliche Stärke dieses Tracks ist der wieder mal sehr eingängige Refrain bzw. Chorus. Auffällig ist jedoch das einige Reime von Leberghe den langgezogenen Tönen innerhalb Alcests Melodien zum Opfer gefallen sind. Neige kommt nicht immer genau so raus das sich die Zeilen reimen, was jedoch der unglaublichen Stimmung die dieser Track zu verbreiten vermag keinen Abbruch tut. Intelligente Arrangements und der eine oder andere Break machen 'Nous sommes...' zu einem interessanten Song den ich auf keinen Fall weiterknipse wenn ich das Album anhöre.

5. Beings of Light
Das ist er wieder: Der unglaubliche Sound, der mich schon bei solchen Tracks wie 'Elevation' begeistern konnte!! Für diese Art der Musik müsste man eigentlich eine neue Schublade eröffnen:
'Heller Black Metal', ob das die Szenepolizei in Ordnung finden würde?
Mit einer unglaublichen Helligkeit und fast schon kristallinen Stimmung sticht dieser Song aus den anderen hervor auch wenn er etwas weniger spektakulär und eingängig wirkt als manch anderes Stück der Gruppe. Beings of Light jedenfalls überzeugt mich, auch wenn ich den Gesang etwas vermisse. Fans des alten Sounds und vor allem des Debüts von Alcest dürften hier Freude dran haben. Leider ist der Song relativ kurz gehalten und kurz bevor die Sonne so richtig aufgeht ist es auch schon wieder vorbei und warum bei einem derartigen Brett kein Screaming eingesetzt wurde ist auch nicht so richtig klar.

6. Faiseurs de Mondes
Faiseurs de Mondes fängt im Grunde wirklich sehr stark an und ist das zweite richtig kompromisslose Brett auf dem Album. Jeder der Black Metal und Metal allgemein mag wird hier Spaß dran haben und sich praktisch genötigt fühlen das Haar zu schütteln. Nachteil des Ganzen ist allerdings das dieser Song zwar ordentlich in der Metal-klischee-kiste rumwühlt und den einen oder anderen Songwriting-gag rausnimmt, jedoch Alcest dadurch etwas an Eigenständigkeit und Spannung verliert. Irgendwie macht es den Eindruck als wollte Neige hier einfach noch schnell sein BM-Pflichtprogramm runterziehn und dimmuborgt sich kurzerhand ordentlich bei den nordischen Kollegen Elemente aus. Besser wird's ab Minute 3.00 doch letztlich verliert sich alles in einer rauschenden schwammigen Wall of Sound die mitunter ziemlich nervt. Allgemein empfinde ich den Song als etwas austauschbar und auch hier ist die um sehr wenige Töne herumgebastelte Melodie ein wenig dünn (vor allem gegen Ende). Dieser Song wird jedoch eben durch seine Anbiederung an Metal als definiertes Genre viele Fans in genau diesem Lager finden. Für mich persönlich ist das etwas langweilig, für andere ist es vermutlich der in Stahl gegossene Himmel auf Erden. Trotz aller Kritik ist dieses Lied absolut solides Handwerk und enthält wirklich nahezu perfekt durchdachte Passagen.

7. Havens
Hier zeigt sich eindeutig der Shoegazing und Slowdive-Einfluss auf Alcest. Das Instrumentale Kleinod 'Havens' hat im Grunde nur ein großes Problem ' Es ist einfach viel zu schnell vorbei. Auch hier wäre eine gesangliche Untermalung interessant gewesen, aber ohne tut's der Song auch. Besonders Gitarrophile Mucker könnten sich in dieses Liedchen verlieben. Der Song klingt als wäre er angelehnt an den 15-Minuten-Epos 'Le Secret' und ist somit auch für Fans dieser Phase in der Alcest- Geschichts-Schreibung geeignet.

8. Summers Glory
Dieser fast schon grungige Track gehört zu meinen ABSOLUTEN ULTRA-FAVs auf dem Album auch wenn seine Melodieführung ganz Alcest-like keine wirklich großen Intervall-sprünge vollzieht. Irgendwie schafft es Neige auf 'Summers Glory' trotz oder gerade wegen seiner limitierten Tonwelt wieder einmal alle Knöpfe bei mir zu drücken und so sitze ich staunend und wie durch einen Sog angezogen hochkonzentriert und lausche diesem Stück das irgendwie den Anschein macht als wäre es gar nicht wirklich von hier. Pluspunkt auch hier wieder ein sehr eingängiger Chorus der sich in den Gehirnwindungen einnistet und da auch so schnell nicht wieder rausgeht. Leider muss ich sagen, dass es in dem Fall etwas weniger Hall auch getan hätte. Irgendwie klingt alles etwas verwaschen was wirklich schade ist.
Dass wirklich Seltsame an 'Summers Glory' ist jedoch die Gitarrenarbeit ab Minute 4.10. Spinn ich oder erinnert das noch wen da draußen ganz gravierend an Guns and Roses? Noch deutlicher wird diese Verbindung meiner Ansicht nach ab Minute 5.04. Ob nun diese Assoziation gerechtfertigt ist oder nicht, der (das?) Riff rockt wirklich äußert mächtig und ist ein wunderbar pathetischer Weg zum Schluss hinzuleiten. Diese Melodieführung und Gitarrenarbeit ist zwar nichts besonders neues aber es verfehlt seine Wirkung auch 2012 noch nicht. Ein sauber ausgeführtes an der richtigen Stelle platziertes Ton-klischee das einfach mitreißt ohne das man rational erklären kann/musss warum.
"Summers Glory" ist für mich ein absoluter ANSPIELTIPP! Dieser Song hat mich wirklich fast zum weinen gebracht (ja ich bin n Weichei und so), man möchte die Augen schließen die Arme ausstrecken und sich einfach mitnehmen lassen von dieser (wie es ein guter Freund treffend formulierte) SEHNSUCHT IN MUSIKFORM!

FAZIT: 'Les Voyages de L'âme' ist ein äußerst solides und wundervolles Metal-album mit kleineren bis mittelschweren Schwachpunkten aber einigen absolut überdimensional guten und stimmungsgeladenen Liedern (siehe oben). Ich glaube von Alcest wird man noch eine Menge hören und sehen und vielleicht reicht es beim nächsten Mal ja für die volle Stern-zahl.

Auch dieses Mal war es wirklich sehr sehr knapp und so vergebe ich zwar 'nur' 4 Sterne aber dafür eine

UNEINGESCHRÄNKTE REINHÖR- UND BEI GEFALLEN KAUFEMPFEHLUNG!!!!!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik aus einer anderen Spähre...?!, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Als opener möchte ich unverschämterweise den letzten Satz aus der Amazon Rezi kopieren denn besser bzw. exakter kann man das Gefühl, das diese Musik vermittelt, eigentlich nicht mehr in Worte packen:
"Allen Liedern gemein ist jedoch das vorherrschende Gefühl von Euphorie und Glückseligkeit, über dem stets ein subtiler Schatten von Melancholie und Sehnsucht liegt."
Wer Alcest bisher noch nicht kennt - und auch ich habe sie erst vor einigen Monaten durch das Album "Ecailles de Lune " kennengelernt und alsgleich sämtliche outputs nachgeordert: Die Musik läßt sich am ehesten mit den großen Katatonia und stellenweise generell mit dem sound diverser anderer Black/Gothic metal bands der frühen 90iger, wie zum Beispiel Heavenwood, beschreiben.
Wobei dieses neue Album doch am eheseten mit Katatonia - und zwar verblüffenderweise sowohl stellenweise mit deren Alt- aber größtenteils doch eher mit deren neueren Werken - vergleichbar ist. Vor allem das Gitarrenspiel erinnert doch sehr häufig an die Melancholievirtuosen aus Schweden.
Allerdings gelingt Alcest das, was Katatonia zumindest für mich persönlich - der ich doch eher deren Altwerke bis zum Meisterwerk "Brave Murder Day" bzw. der EP "Sounds of Decay" schätze (BMD halte ich gar für DAS MEISTERWERK des melancholischen Dark Metal schlechthin) - mit deren neueren outputs nicht mehr so ganz geklappt hat: Der Künstler Neige schafft es, songs mit einem dermaßen überwältigenden Wechselspiel von Gefühlen zu kreieren die einen manchmal in einen wahren Gefühlstaumel von Depression bis Euphorie innerhalb weniger Minuten befördern.
Das beste Beispiel auf diesem Album ist der song "Faiseurs De Mondes" welcher mit düsterem, bedrückendem Black Metal beginnt um dann in der zweiten Hälfte plötzlich voller Hoffnung und Erwartung zu erstrahlen ohne das es jemals unpassend oder aufgesetzt wirkt, phantastisch!
Katatonia sind und waren doch stets eher die unübertrefflichen Meister der reinen Melancholie.

Höhepunkt und Anspieltip Nummer 1 ist dennoch für mich der opener "Autre Temps" - ich kann nicht sagen, wann das letzte mal ein Stück Musik bei mir soviel Emotionen ausgelöst hat.
Das muß lange her sein, ich denke an die alten Zeiten als eben "Brave Murder day" oder "Tales from the 1000 lakes" sowie "Elegy" von Amorphis veröffentlicht wurden.
Alleine das rein instrumentale "Intro" sowie das (leider viel zu!) kurze Finale des songs lassen mich sofort in andere Sphären abdriften, ich weiß nicht warum. Aber generell ist das ganze Stück, mit seinem euphorischen Refrain einfach nur phantastisch - und das trotz (oder für den ein oder anderen vielleicht auch gerade wegen ;) des gänzlichen Verzichts von Black Metal Gekreische.
Für mich persönlich hätte das Album - wie das vorige - gerne noch eine kleine Note derber ausfallen dürfen, eine Prise mehr Black Metal hier und da vielleicht, aber die meisten songs funktionieren auch so!
Ich hoffe allerdings, der nächste output wird nicht noch seichter, dann befürchte ich, würde mir persönlich doch ein wichtiges Element der Musik fehlen.

Ohne Zweifel ist der kreative Kopf AlcestŽs - Neige - ein Ausnahmekünstler der es schafft, den düsternen sound der 90iger neu zu erwecken und mit einer ganz eigenen, unwiderstehlichen Note zu versehen und zu perfektionieren.
Ich persönlich denke, er ist dabei noch lange nicht am Höhepunkt angekommen, wir können sicherlich noch einiges erwarten.

Großartig! Für mich persönlich ist Alcest DIE Entdeckung der letzten Jahre aus dem Sektor Metal, dem ich eigentlich gar nicht mehr so arg fröhne, aber Alcest haben eine immerwährende, wenn auch schwache Glut in mir neu entflammt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen stetige Steigerung, 7. Januar 2012
Von 
Bärsrajko "rbaers" (Strausberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Begrifflichkeiten wie Shoegazer-Post Black Metal sind seit geraumer Zeit der verzweifelte Versuch,Bands die melancholisch,schwebenden Metal mit allerlei sphärischem Überbau vermischen,zu kategorisieren.Da ich selbst mit Bands wie Slowdive(RIP),Ride und ähnlichen gross geworden bin,dabei aber auch dem frühen bis Mid-90's Black Metal Bands mehr als nur 1 Ohr geliehen hab,ist es schon immer ein schmunzeln wert,wenn man die Schublade zückt.
Da nun aber Alcest so etwas wie die Choryphäen mit ihrem bisherigen 2 Volltrefferalben waren und sind,war die Vorfreude mehr als gross und wird nun wie erwartet in erhabenster Weise belohnt.Meterhohe Soundwälle,glockenhelle melancholisch melodische Gitarren,sehnsüchtiger Gesang,der wie immer fast wie ein weiteres Instrument sich anfühlt,hat man doch das Gefühl,alles verschmilzt zu einer einzigen Wall of Melancholic-Soundwand.
Alcest machen nicht den Fehler,mit einer glatten Produktion ihren Charme zu verspielen,im Gegenteil,man merkt zwar die Verbesserung im gesamten Soundbild im Vergleich zu den Vorgängern und trotzdem ist alles akustisch verspielt miteinander verwoben,druckvoll aber letzlich nicht überproduziert.
Man schafft es letztlich mit jedem Song weltvergessen davonzutreiben,integriert immer mal wieder nordisch anmutende Metalparts,die aber nur die drückende Schwere für Momente unterstützen.
Ansonsten regiert sehnsüchtig,traumwandlerische Erhabenheit,die so im Augenblick keine Band im Dark Metal Bereich erreicht.
Gesanglich so unglaublich erhaben,Naturgewalten in musikalische Bilder verzaubernd...man hat letztlich das Gefühl einem langen nicht enden wollenden Song zu hören und trotzdem ist jeder Song wieder mal ein Kleinod für sich und ich würde mich hüten hier Anspieltipps vorzugaukeln.Diese Form von himmlischen Gesang meets gelegentlichen nächtlichen Schreien liegt eine Perfektion inne,die konkurrenzlos ist und jedem fühlenden Hörer,der auf Naturinspirierten Blackmetal,progressiven Geistern wie Opeth,Katatonia oder auch den sogenannten Shoegazerbands sein verträumtes Ohr leiht,der wird hier aufs akustisch feinste belohnt.
Man fragt sich,wo diese Reise noch hingeht,wenn man sich die Produktivität des Leaders von Alcest so anschaut.Da darf man sich auf wohl noch grosse Taten freuen.
Das Prophecy hier wieder die Musik mit einer hochästhetischen Verpackung krönen,muss schon nicht mehr betont werden,sind doch alle Produkte aus dem Prophecystall der musikalischen Qualität ebenbürtig.Kompliment!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Reise in die eigene Fantasie, 13. Januar 2012
Von 
V. Mayr "Metalhead" (Breitscheidt (Ww)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Das neue Jahr hat soeben die Pforten geöffnet und schon scheint der Lauf zu beginnen. Mit dem nunmehr dritten Longplayer von Alcest zeichnet sich von meiner Seite aus das erste spannende Album auf dem Plan. Musik welche wahrhaftig traumhaft in die folgenden zwölf Monate verleiten soll. Ausnahmekünstler Neige fabriziert seit Anbeginn dieses Projektes einzigartige und ambitionierte Düsterperlen, welche sich in sphärischer Melancholie bewegen. Die Kompositionen verführen in eine nachdenkliche Welt durchwachsen von Trauer, Hoffnung, Glück, Niedergeschlagenheit und vordergründlich im schon erwähnten großen Stil: Melancholie, ja...Alcest war schon immer eine recht elegische Angelegenheit, schafft es dabei aber den Trauertopf nicht überkochen zu lassen. Auch ein weniger trübsinniges Gemüt vermag sich gut in dieser Musik wiederzufinden.
Neben Gruppen wie zum Beispiel Katatonia sticht das Duo (Neige wird auf diesem Rundling von dem Drummer Winterhalter unterstützt) durch ein ganz besonderes Trademark heraus, Alcest singen nämlich in ihrer Heimatsprache: Französisch. Für meinen Geschmack ein sehr positiver Aspekt welcher sich auch wunderbar dem Fluss der Musik anvertraut. Kann man nun mit "Les Voyages de l'ame" ein derartiges Niveau und eine solche Schöpferkraft anlegen wie mit dem Vorgänger? - Definitiv!
Der neue Silberling verhält sich im schönen Kontrast und bedient einen ähnlichen Musikcharakter wie die vergangenen Tätigkeiten, unterscheidet sich aber trotzdem in genügenden Facetten sodass von Schichtenmangel nicht zu reden sein darf. Zeitweise kommt mir "Les Voyages de l'ame" etwas langatmiger vor - das soll vorerst jedoch kein Störfaktor sein.
Die Schönheit der musischen Darbietung lässt den Gedanken zu, dass die Lieder beinahe den Begriff Poesie aufgestempelt bekommen sollten. Wer sich da in Deutschkenntnissen etwas kundig gemacht hat kann vielleicht die Phasen nachvollziehen: Lyrik, Dramatik sowie auch Epik sind hier im düsteren Gewand musikalisch verkörpert. Ja, Alcest sind zurück...wieder düster und poetisch (letzteres ist natürlich nicht im grammatikalischen Sinne gemeint (!)).

Das Highlight erfolgt unmittelbar durch den Opener: "Autre Temps", die ultimative Quelle des Albums und ein komplexes und eingängiges Bündel aller positiven Elemente. Ruhige Gitarren, schlichte Drums (dezente und fehlerfreie Unterstützung für die vordergründigen Facetten der Musik), schöne Akkordfolgen und leidenschaftlich beruhigender Gesang. Die Atmosphäre öffnet all ihre Seiten und gewährt dem Ohr Eintritt in ein traumhaftes Lied welches in unfassbarer Schönheit durch höhere Klangflächen schwebt. Nein - das ist nicht dick aufgetragen! Die verzerrten E-Gitarren und die weibliche Stimme nutzen ihr potenzial besonders souverän. Einerseits so beschwichtigend und doch zielgerichtet schreibt dieses Stück ein tolles Arrangement, tolle Melodien und zauberhafte Harmonien in das Programmbuch des Duos. Unverblümt...eines der ergreifendsten Stücke in der Geschichte des elegischen Metals.
Ähnlich zeitlos erlaubt es uns der folgende Longplayer "Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles", das längste Stück, - nah an die neun Minuten ran gegriffen - etwas in einer ferneren Welt zu kursieren. Wie selten in diesem Genre wird das langminütige Erlebnis jedoch nicht zur monotonen Langeweile sondern beschert dem Klangbild durch tollen Aufbau und Melodiebögen immer wunderbar gesetzte Spannungskurven. Die epischen Gänsehautmomente betreten die Gehörgänge besonders in Form des attraktiven und ruhigen Mittelparts welcher ferner an Insomnium erinnert, jedoch weitaus erwachsener und vollkommener klingt.

Alcest begeistern im außergewöhnlichen Stil und die brillante Musik ändert ihre Bilanz auch mit den zwei folgenden Stücken keineswegs. Das Geschehen nimmt sogar noch an Breite zu durch brachiale Black Metal Einsprengsel in Form des Keifgesangs. Eine böse und gelungene Umarmung des vorher so seichten Gemüts der Soundcollagen. Umso enttäuschender für mich der Nachfolger "Beings Of Light", welcher zwar in seiner Seele ein herzzerreißendes Stück sphärischer Metal ist, jedoch über sechs Minuten meine Begeisterung durch Langatmigkeit und fehlende Abwechslung abflauen lässt. Ewig scheint hier die Überraschung in Sicht, doch der Lauf bleibt derselbe, bis der letzte Ton erlischt. Eventuell mangelte es mir aber auch bisher noch an Geduld mich tiefer in diesen Song hinein zu versetzen. Atmosphäre hat er, zündet aber als Ganzes in meinem Falle noch nicht...abwarten.

Daraufhin dürfen jedoch wieder meine Sinne auf Wolke sieben gehoben werden. Besonders "Havens" - und sei es nur ein zwei-minütiges Interlude - steigert meine Zuneigung zu Komponist Neige sehr.
Als Abschluss zieht man wieder eine lange Nummer aus dem Hut, wieder mit englischem Titel: "Summer's Glory". Im Kontrast zu nebenliegender Setlist ein eher magerer Abschluss für meinen Geschmack, welcher sich Haut an Haut neben "Beings Of Light" einordnet. Kein Störfaktor wenn man dieses edle Produkt in einem durchhört, jedoch eine Nummer unter dem restlichen Durchschnitt. Dieser steht kurz nochmals angemerkt in hoher Position.

Und so endet das erste Highlight dieses Jahres, ein wahrlich schönes Alcest-Werk für die Hörgemeinschaft melancholischer Werke. Neige unterstreicht eindrucksvoll dass diese Musik auch mit einfachen und schlichten Mitteln ein fantasievolles und Spannungsbewogenes Fabrikat erzeugen kann. Perfektionismus wird hier aus meiner Sichtweise noch durch die genannten zwei englisch-betitelten (wir lassen "Havens" kurz außen vor) Stücke verhindert was jedoch einer wärmsten Empfehlung von "Les Voyages de l'ame" (zu Deutsch übrigens "Die Reisen der Seele") nichts abtut. Es kommt nicht oft vor dass ich einen fünften Stern vergebe, die Wertung sollte die Qualität dieser Langrille nicht mindern! Nein - Einzigartigkeit in dieser Form sollte im Regal stehen!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholie mit wunderbaren Melodien, 6. Februar 2012
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Jahrelang habe ich darauf verzichtet, mir die Musik von Alcest anzuhören. Melancholischer Post-Metal mit französischen Texten? Nee, das klang gar nicht wie etwas, was mir gefallen könnte. Nun habe ich mich aber doch dazu hinreißen lassen, mir das neue Album "Ley Voyages de l'Ame" anzuöhren, und ich war sehr positiv überrascht.
Zu allererst: die französischen Texte (ich mag den Klang der französischen Sprache nicht sonderlich) stören mich nicht, sie klingen gesungen sogar ziemlich gut.
Die Musik ist melancholisch, aber nicht weinerlich. Die oft erwähnten Anathema können hier tatsächlich als Vergleich herangezogen werden, wobei Alcest meist über mehr Eingängigkeit verfügen. Die Kompositionen sind nicht sonderlich komplex, aber dafür fräsen sich die Melodien sofort ins Gedächtnis und sind richtig schön, wie schon der Opener "Autre Temps" zeigt. In "Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles" wird mittendrin noch deutlich, dass die Band eigentlich mal was mit Black Metal zu tun hatte, dort wird dann auch mal gekeift und ein bisschen geblastet. Das ist aber eher die Ausnahme. Meist wird die Formel aus gutem Cleangesang, gemäßigtem Tempo und tollen Melodiebögen verwendet.
So ein gutes Album hatte ich wirklich nicht erwartet. Allen, die in Sachen Alcest ähnliche Bedenken haben wie ich einst: gebt euch ruhig einen Ruck, es lohnt sich!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastique !!!, 4. April 2012
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Wow, diese Scheibe ist definitiv eine kleine Sensation !!! Während die gesamte Düster-Metal-Gemeinde in diesem Jahr wohl vornehmlich den neuen Scheiben von PARADISE LOST und KATATONIA entgegenfiebert, hat sich die französische 2-Mann-Band ALCEST mal ganz klammheimlich ein wahres Meisterwerk "gegönnt". Vollmundig behaupte ich schlicht und ergreifend, dass es jede andere Dark/Gothic-Combo heuer verdammt schwer haben wird, die Brillianz von "Les voyages de l'ame" zu übertrumpfen - auch wenn ich den Schweden KATATONIA dieses "Wunder" noch am ehesten zutraue. Und trotzdem: Diese Art von Musik kann man eigentlich nicht besser spielen !!!
Etwas peinlich betroffen muss ich zugeben, dass mir die Vorgänger-Scheiben "Souvenirs d'une autre monde" und "Ecailles de lune" bisher leider nicht kenne...ich diesen Wissensrückstand aber schnellstens nachholen werde. Auf den 8 Songs von "Les voyages de l'ame" zelebriert das Duo um ALCEST-Initiator Neige jedenfalls eine packende, atmosphärisch warme Melange aus MY DYING BRIDE , ANATHEMA , KATATONIA und chilligen PORCUPINE TREE-Momenten, die den Hörer auf eine wundervolle Traumreise mitnimmt. Zusätzlich umweht das Ganze noch ein finsterer Black-Metal-Hauch (die straighten PRIMORDIAL fallen mir hier zu allererst ein!) , so dass phasenweise richtig schön knackig auf die Tube gedruckt wird. Alles verläuft jedoch in geregelten Bahnen, ohne in stumpfe Raserei auszuarten. Hier regiert das getragene Mid-Tempo.
Verpackt in einem glasklaren Soundgewand setzen einen gigantisch-schwermütige Songs wie "Nous sommes l'emeraude" , "Autre temps" , "Là où naissent les couleurs nouvelles" oder das ruhige, halbakustische Instrumental "Havens" unter Spannung. Wie gefangen zwischen pechschwarzer Mondfinsternis und gleißend-hellem Sonnenaufgang fühlt sich der Hörer stets geborgen. Sanfte Keyboard-Teppiche und Seelenstreichler-Melodien stehen im Einklang mit den knallharten Gitarren, die sich vor dem inneren Auge gebirgsartig auftürmen. Mit seiner eindringlichen, nie übertrieben weinerlichen Stimme singt, schmeichelt, keift, schmettert sich der ALCEST-Mainman direkt in die Gehörgänge, ohne den zumeist überlangen Songs dabei die Show zu stehlen. Gerade im Wechselspiel passen hier alle Stimmungen perfekt - ein Album wie ein langer, ruhiger Fluss!!!
Die Songtitel deuten es schon an: Der gute Herr Neige hat auf "Les voyages de l'ame" sämtliche Texte in seiner Muttersprache verfasst. Und auch wenn vier Jahre "Französisch Grundkurs" bei mir keine größeren Spuren hinterlassen haben...die tiefgründige Poesie der ALCEST-Lyrics bleibt auch mir nicht verborgen. Denn die Sprache der Musik steht hier über allem!
Das flotte "Beings of light" gefällt durch seine träumerische "Raumschiff Enterprise"-Gedächtnis-Melodie (inklusive Frauen-Gesang!). Mit den wunderbar ausgetüftelten Hymnen "Les voyages de l'ame" und "Faiseurs de mondes" (über, über, über!) gelingt ALCEST die perfekteste Düster/Schwarzmetall-Symbiose seit Jahren. Und das abschließende "Summer's glory" hätte in exakt unveränderter Form auch auf dem gottgleichen JESU-Masterpiece "Conqueror" stehen können...wohl der beste Song, den Justin K. Broadrick nie selber geschrieben hat. Da gibt's nur eins: Chapeau !!!
Fazit: Weitere Worte erübrigen sich an dieser Stelle eigentlich. Denn jeder Rock/Metal-Fanatiker sollte dieses Wunderwerk mitreißender Tonkunst mit eigenen Ohren "in sich aufgesogen" haben. Ein Album ohne Schwächen, mit dem sich ALCEST direkt auf Augenhöhe zum letzten KATATONIA-Longplayer "Nigth is the new day" wiederfinden. Im ersten Quartal 2012 geht "Les voyages de l'ame" als unangefochtener Tabellenführer über die Ziellinie. Denn diese Scheibe triumphiert bisher über allem !!!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut spitze!, 8. Januar 2012
Von 
Thorsten (daheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'ame (Audio CD)
Es gibt Alben die sind zum Träumen gemacht und die sollte man über den Kopfhörer genießen und abschalten können! "Les Voyages De L'Âme" (dt. "Die Reisen der Seele") der französischen Band Alcest ist solch ein Werk, was jenseits von Balladen Alben oder launiger Instrumentalmusik überzeugt. Neige, Hauptmusiker des Duos (live agiert man anscheinend mit Gästen) kommt zwar aus der Black Metal Ecke, was manche Promobilder noch ahnen lässt, überzeugt aber mit melancholischem Düster Rock hauptsächlich mit akustischen Gitarren und sphärischem, französischem Gesang. Es gibt auch verzerrte Gitarren und ein Schlagzeug, das wird alles jedoch sparsam und behutsam eingesetzt. An wenigen Stellen wie dem überlangen "La Ou Naissent.." mit fast neun Minuten Laufzeit mischen sich sehr dezente Kreischeinlagen und fast schon behutsame Aggroparts in die Musik, was aber auflockert und nicht nervt. Normalerweise stören mich persönlich französischer Gesang, doch dieser ist hier sehr geschickt im Hintergrund und passend zur Musik dass es weder stört noch auffällt. Der englischsprachige Song "Summer's Glory" tönt so dermaßen nach Type O' Negative, das kann nur ein Tribut an den leider verstorbenen Peter Steele sein. Wenn ich es nicht besser wüsste, hielt ich es für ein Cover und es ist richtig gut geworden! Das Lied ist auch rockiger als das restliche Material, fast kommerziell. Das ebenfalls mit englischem Titel versehene "Being Of Light" ist dagegen fast ein Instrumental mit sehr sehr sphärischen Gesangseinlangen.
Insgesamt eine beeindruckende Scheibe mit einer nicht alltäglichen Mischung und vielen Überraschungen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reisen der Seele....., 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages de L'Âme (MP3-Download)
..... ist ein durch und durch gelungenes Album! Mal verträumt, mal bewegend, dann rau und bissig. Die Band verbindet gekonnt verschiedenste Elemente aus Post Rock, Folk und Black Metal. Wer eher das Monothematische liebt, werden die Stilwechsel sicherlich das ein oder andere mal befremden. Mich fesselt dieses Album dadurch von mal zu mal mehr! Bei jedem Durchlauf entdecke ich Neues. Deshalb von mir 5 Sterne! ..... und im Januar 2014 gibt es wohl die nächste CD! Ich bin gespannt....
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Les Voyages De L'ame
Les Voyages De L'ame von Alcest (Audio CD - 2012)
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