Kundenrezensionen


16 Rezensionen
5 Sterne:
 (12)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderes Märchen, 29. Februar 2012
Von 
capkirki (Espa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder (Taschenbuch)
Ich bin immer noch überrascht wie gut mir dieses Buch gefallen hat!

Zum ersten Mal ist es mir auf audible.com aufgefallen und dann habe ich auf einigen Bücherwebseiten gelesen, dass es ein wirklich toller Auftakt zu einer vierteiligen Serie (The Lunar Chronicles) seien soll.

Nachdem ich mir die Inhaltsangabe durchgelesen habe, war ich mir aber nicht sicher, ob das tatsächlich etwas für mich ist:

Menschen und Androiden leben in den Straßen von New Beijing - über 100 Jahre nach dem vierten Weltkrieg. Eine tödliche Seuche bedroht die Erdbevölkerung. Aus dem All beobachtet die dunkle Königin von Luna den Kampf der Menschen. Sie wartet, wartet auf den passenden Moment, um zuzuschlagen. Niemand weiß, dass das Schicksal der Erde an einem einzigen Mädchen hängen wird: Cinder, eine begabte Mechanikerin und ein Cyborg. Geschmäht von ihrer Stiefmutter begegnet sie eines Tages Prinz Kai auf dem Markt, der sie bittet, seinen Androiden zu reparieren.
Und plötzlich steckt Cinder mitten in der Auseinandersetzung mit Luna und mitten in einer komplizierten Nicht-Beziehung mit dem Thronfolger. Sie ist gefangen zwischen Pflicht und Freiheit, zwischen Loyalität und Betrug. Um die Zukunft der Menschheit zu retten, muss sie die Geheimnisse ihrer Vergangenheit aufdecken....

Cinder, eine böse Stiefmutter und ein Prinz?
Ja, das kommt einem bekannt vor. Es ist eine Cinderella Story - eine, die man so schnell nicht mehr vergisst.

Aschenputtel als Cyborg ist schon eine etwas ungewöhnlich Idee und daher war ich am Anfang eher skeptisch. Aber da wir ja das Grimm Jahr haben und ich einige Neuerzählungen von Märchen lesen wollte, holte ich mir das Buch trotzdem.
Und jetzt, da ich fertig bin, will ich sofort den zweiten Teil haben! *argh*

Natürlich werden im ersten Teil zuerst die Story und die Charaktere aufgebaut.
Cinder ist absolut liebenswert. Trotz oder vielleicht wegen ihrer vielen Probleme ist sie unglaublich stark und unabhängig. Die böse Stiefmutter ist so böse, wie es sich gehört, die brutale Königin Levana von Luna so manipulativ und machthungrig, wie man es sich nur vorstellen kann und Prinz Kai genau so, wie man sich einen Prinzen vorstellt.
Die Märchenaspekte sind also voll erfüllt.
Die Geschichte selbst besticht durch ungewöhnliche Ideen und zahlreiche Nebencharaktere, die wunderbar ins Geschehen passen und herrlich lebendig sind - besonders Iko habe ich ins Herz geschlossen. Auch die ganzen Entwicklungen, die Androiden, die ID Chips, die Kolonie auf dem Mond, die Möglichkeit Menschen zu Cyborgs zu machen, machen das Buch zu einer interessanten und unterhaltsamen Lektüre.

Natürlich muss man sich vor Augen halten, dass es trotz allem ein Märchen ist, das man auch älteren Kindern vorlesen könnte. Wer also genauste technische Details oder eine komplexe Erzählung geschichtlicher Ereignisse erwartet, wird sicher enttäuscht werden. Auch ist die Handlung ein wenig voraussehbar. Sobald "Selene" erwähnt wird, weiß man, wohin der Hase läuft, das schadet dem Buch - meiner Meinung nach- aber nicht. Es ist dennoch interessant zu lesen, wie denn die Anderen auf das kommen, was man selbst schon lang weiß.

Ich selbst war nach kürzester Zeit Feuer und Flamme und musste mich wirklich überwinden, das Buch wegzulegen. Ich selbst steckte quasi in New Beijing und wollte nicht wirklich zurück nach Hessen ;)

Obwohl es die besagten Schwächen hat, bekommt der Erstling von Marissa Meyer von mir locker 5 Cinder Sternchen und eine Leseempfehlung für all die jung gebliebenen Märchenfans da draußen.
Eine wirklich originelle Aschenputtel Version!

Die Lunar Reihe wird mit folgenden Büchern fortgesetzt:

Band 1: Cinder
Band 2: Scarlet - 2013
Band 3: Cress - 2014
Band 4: Winter - 2015

Cinder wird weiterhin die Hauptrolle in den Büchern spielen, wir werden aber auch neue Märchenfiguren treffen: Rotkäppchen in Scarlet, Rapunzel in Cress und Schneewitchen in Winter. Ich bin SEHR gespannt!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction trifft Märchen: Viereinhalb Sterne!, 9. März 2013
Von 
Christian Handel "Darkstar" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder: 1 (Kindle Edition)
Dass Märchen aus dem fantastischen Es war einmal-Zeitalter in unsere Wirklichkeit geholt werden, ist mittlerweile ein gängiges Erfolgsrezept. US-Autorin Marissa Meyer geht sogar noch einen Schritt weiter: Ihr Aschenputtel ist ein als Mechanikerin arbeitender Cyborg im Teenager-Alter, der in einem fernöstlichen Kaiserreich aufgezogen wird, das von der Königin des Mondes mit Krieg bedroht wird. Rotkäppchens Großmutter arbeitete als Raumschiffpilotin für das französische Militär. Und ihr Rapunzel wird nicht in einem hohen Turm gefangen gehalten, sondern in einem Satelliten.

Der Auftaktband:

Cinder lebt als Mechanikerin bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern in New Bejing. Ihr Stiefvater ist vor einigen Jahren gestorben und ihre Familie macht ihr das Leben nicht gerade leicht - sieht man einmal von Peonie ab, der jüngeren ihrer beiden Stiefschwestern, die zu Cinder ein herzliches Verhältnis pflegt. Sie begegnet Cinder nicht mit Abscheu und scheint vor ihren Cyborg-Implantaten nicht abgeschreckt. (Als Kind hat Cinder einen schrecklichen Unfall erlebt und konnte nur dadurch gerettet werden, dass man ihr künstliche Körperteile, Kabel und Gehirn-Chips einsetzte).

Ebenfalls Cinders Vertraute ist Iko, die Androidin, die den Haushalt führt und die ebenso wie Penoie von dem wunderhübschen Prinzen Ki schwärmt, der eines Tages den Kaiserthron des Östlichen Königreichs besteigen soll. Ausgerechnet dieser taucht zu Beginn des Romans inkognito an Cinders kleinem Marktstand auf, wo sie als Mechanikerin Geld für die Familie verdient. Er übergibt ihr einen kleinen Roboter mit der dringenden Bitte, diesen zu reparieren - und ist sichtlich von dem jungen Mädchen angetan, das vor ihm verborgen hält, dass es ein Cyborg ist. Ki ist darauf angewiesen, den Roboter möglichst schnell funktionstüchtig zurück zu erhalten, da er in ihm eine geheime Botschaft vermutet, die ihm beim Lösen seiner Probleme helfen könnte.

Und seine Probleme sind groß: In New Bejing wütet eine schreckliche Krankheit, die das Leben schon zahlreicher Menschen gekostet hat. Die verzweifelte Suche nach einem Gegenmittel verläuft erfolglos. Auch Kis Vater, der Kaiser, ist erkrankt. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt stellt Levanna, die Königin von Lunar, ein empörendes Ultimatum: Wenn Ki sie nicht heiratet und sie damit zu einer der mächtigsten Frauen der Erde macht, will sie mit ihren Truppen das Östliche Königreich mit Waffengewalt erobern und danach den Planeten mit Krieg überziehen. Und aufgrund der Fähigkeiten der Lunaraner, Menschen mittels Gedankenkontrolle zu beeinflussen, stehen die Chancen für die Menschen nicht gut.

Cinder ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr im Konflikt mit Luna eine Schlüsselrolle zugedacht ist ...

Cinderella als turbulente Science Fiction-Version ...

... zunächst war ich mir nicht sicher, ob das funktionieren kann. Aber bereits mit dem ersten Kapitel von "Cinder", dem Auftaktband ihres Vierteilers, hatte mich Meyer am Haken. Das liegt vermutlich daran, dass sie erstens die Märchen, die sie zu den Romanen inspiriert haben, sehr gut kennt und es ihr dadurch gelingt, die ikonischen Momente verfremdet, aber sehr gelungen in die Geschichte einzubauen, sich zweitens das Science Fiction-Setting als wunderbar frisch und nicht aufdringlich gestaltet und sie drittens sehr süffig und unterhaltsam schreiben kann.

Was das Setting angeht, so geht Marissa Meyer nicht zu sehr in die Tiefe, sondern benutzt ihr Zukunftszenario als gelungenes Kolorit. Mir kam das sehr entgegen. Sie erzählt so lebhaft und munter, dass man gar nicht versucht ist, nach Logiklöchern in Plot oder Setting Ausschau zu halten, sondern einfach nur erfreut die Reise der höchst sympathischen Charaktere zu begleiten. Und auch, wenn der Leser so manche Plotwendung schnell durchschaut (Cinders wahre Identität, beispielsweise) und wenn sich die Autorin vom Verlauf der Originalgeschichten mitunter etwas weiter entfernt, so sind die Märchenwurzeln immer deutlich erkennbar: So fährt Cinder natürlich nicht in einer verzauberten Kürbis-Kutsche zum Ball, sondern in einem schrottreifen Auto, dass sie selbst heimlich wieder fahrtüchtig gemacht hat. Und auf den Stufen des Palastes verliert sie nicht etwa ihren Schuh, sondern gleich ihren Cyborg-Fuß. Trotz all der Freiheiten, die sich die Autorin erlaubt, ist die Saga eindeutig eine Fairy Tale-Fantasy!

Dass die Prinzessin von Lunar (dem Mond) Selene heißt, ist eine nette Referenz an Sailor Moon, auch wenn der Name natürlich in beiden Fällen auf die griechische Göttin des Mondes zurückgeht. Marissa Meyer bekennt, dass sie ein großer Anime- und Sailor Moon-Fan ist und über das Verfassen von Fanfictions zum Schreiben gekommen ist. Auch wenn in ihren "Lunar Chronicles" diese Liebe erkennbar ist, ist es Meyer gelungen, eine eigene Geschichte nicht nur gelungen zu konstruieren, sondern auch höchst unterhaltsam zu erzählen.

Auch für Fairy Tale-Fantasy-Fans, die bereits viel gelesen haben, sind die "Lunar Chronicles" eine Offenbarung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cinderella reloaded, 9. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder (Taschenbuch)
Inhalt: Cinder ist ein Mechanikerin und lebt im New Beijing der Zukunft bei ihrer verhassten Stiefmutter und den beiden Stiefschwestern. Doch, was nur die wenigsten wissen: Cinder ist ein Cyborg. Teils Maschine, teils Mensch muss sie sich den Anfeindungen derer entgegensetzen, welche von ihrer Besonderheit wissen. Doch dann begegnet sie eines Tages Prinz Kai, welcher verzweifelt versucht eine tödliche Seuche zu bekämpfen, die sein Reich bedroht. Und der einzige Weg, dies zu schaffen, scheint die unbarmherzige und gefährliche Königin Levana zu heiraten, die ein Gegenmittel verspricht. Doch welche Rolle spielt Cinder in dem ganzen Szenario?

„Cinder“ scheint anders als andere Jugendbücher, die es bisher auf dem Markt gibt. Es reiht sich ein in eine lange Riege von düsteren Zukunftsdystopien, weigert sich aber in der Masse zu verschwinden.
Es ist der erste von vier Bänden, welche alle eines der altbekannten Märchen neu auflegen, sich jedoch in der im ersten Band eingeführten Rahmenhandlung bewegen.
Besonders herrlich erfrischend war es, hier endlich einmal eine realistische Liebesgeschichte in einem Jugendbuch zu lesen. Häufig erscheinen sie zu überstürzt, unauthentisch und nicht nachvollziehbar. In „Cinder“ jedoch nähern sich die Charaktere nur sehr langsam an, es wird nicht mit großen Worten wie Liebe um sich geworfen und es ist eine eher süße, fast schon zögerliche Romanze, die den Leser das ein oder andere Mal zum Lächeln bringen dürfte.

Mit dem Prinzen Kai wurde ein Charakter geschaffen, der sofort sympathisch erscheint. Er wirkt in seinem Denken und Handeln reif und bereit, den Thron zu besteigen. Es wird jedoch deutlich, dass er nur ein junger Mann ist, der sich selbst der nahenden Aufgabe nicht gewachsen sieht. Manche wenige Passagen des Buches sind aus seiner Sicht geschrieben, was den Lesefluss nicht stört oder einen zu genauen Einblick erlaubt. Im Gegenteil, durch eben diese Abschnitte erfährt der Leser mehr, vor allem wichtige Informationen und Gedankengänge, die nur aus der Sicht von Cinder vielleicht nicht genau genug hätten dargestellt werden können. Allgemein ist er ein männlicher Protagonist, der so manche weibliche Leserherzen durch kleine Gesten höher schlagen lässt und zur Abwechslung mal kein typischer „Bad Boy“ ist.

Cinder erscheint herrlich sarkastisch, doch auch verletzlich. Sie möchte nicht, dass noch mehr Menschen erfahren, dass sie ein Cyborg ist, vielmehr möchte sie als das gesehen werden, was sie ist: ein Mensch. Weswegen sie vielleicht auch manchmal Fehler macht aus ihrer Unsicherheit heraus, jedoch am Ende selbstlos und stark für das kämpft, was ihr wichtig ist.

Ein Charakter, zu dem ich eine Art Hass-Liebe während des Lesens entwickelt habe ist eindeutig Königin Levana. Zum einen der Hass, weil sie einfach der perfekte Bösewicht ist und man gar nicht anders kann, als sie durch die Seiten durch strangulieren zu wollen. Zum andern die Liebe, weil sie einfach als Charakter so wunderbar in die ganze Szenerie passt und die Autorin ihre bösartige und manipulative Mondkönigin nicht besser hätte gestalten können.
Anders steht es um Cinders Stiefmutter Adri und ihre Tochter Pearl. Einerseits ist ihr Handeln ein klein wenig verständlich, da besonders Adri als noch immer trauernde Ehefrau die Schuld am Tod ihres Mannes bei Cinder sucht. Dennoch scheinen ihre Figuren ein wenig zu übertrieben. In ihrer Boshaftigkeit wirken sie zu extrem und meistens ist ihr Handeln nicht nachzuvollziehbar. Des Weiteren ist unklar, warum Peony als einzige der Familie auf Cinders Seite steht, wenn ihr familiäres Umfeld ihr doch von Kindesbein an eingetrichtert hat, eben diese zu hassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Cinder ein Roman ist, der sich von anderen abhebt und sich definitiv einen Platz im Bücherregal verdient hat. Wunderbar gestaltete Charaktere und eine glaubhaft dargestellte Zukunftsvision machen Lust auf eine Fortsetzung und erschweren einem die Wartezeit bis Februar 2013.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aschenputtel einmal anders, 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder (Taschenbuch)
“Cinder” ist nicht nur der erste Teil einer auf bisher 4 Bände ausgelegten Reihe “Lunar Chronicles“, sondern auch der Debütroman der amerikanischen Autorin Marissa Meyer. Die deutsche Ausgabe des Buches erscheint Ende 2013 unter dem Titel “Wie Monde so silbern” bei Carlsen.

“Cinder” hat mich von der ersten Seite an sofort in seinen Bann gezogen. Normalerweise stehe ich Neuadaptionen von klassischen Märchen teilweise doch eher skeptisch gegenüber, denn oftmals geht ein solches Vorhaben nach hinten los, aber allein schon die Tatsache dass es sich bei Cinder um einen Cyborg handelt hat in diesem Fall mein Interesse geweckt. Der restliche Plot tat dann sein Übliches.

Mit Cinder stellt uns Marissa Meyer eine durch und durch sympathische Protagonistin zur Seite, ihres Zeichens Cyborg. Ihr Körper ist mit Kabeln durchzogen, einige Gliedmaßen bestehen aus Metall, eine Software läuft im Einklang mit ihrem restlichen Denken. Cinder kann weder Tränen vergießen noch erröten, besitzt jedoch einen eingebauten Lügendetektor und kann sich mit dem Nachrichten- und Informationsnetzwerk New Beijings verbinden. Sie ist weder komplett menschlich noch ein reiner Androide, und genau diesen Status als “Mensch zweiter Klasse” bekommt sie tagtäglich zu spüren. Zumindest seitens derer die wissen, dass es sich bei der überaus talentierten Mechanikerin um einen Cyborg handelt, denn normalerweise ist Cinder sehr darauf bedacht, ihre metallenen Körperteile bestmöglichst zu verbergen.

Auf den ersten Blick scheint Cinder eine gewisse Freiheit zu genießen, schließlich ist es ihr erlaubt als Mechanikerin Geld zu verdienen. Doch dieser erste positive Eindruck verflüchtigt sich schon nach sehr kurzer Zeit. Denn Cinder gehört ihrer Stiefmutter Adri, die als Cinders Erziehungsberechtigte fungiert und das Mädchen arbeiten lässt, um den Lebensunterhalt aller zu finanzieren. Inklusive teurer Ballkleider, versteht sich.

Hier versteckt sich auch eine deutliche Gemeinsamkeit zum eigentlichen Märchen, das als Vorlage für Cinder dient. Ganz traditionell in eine typische Aschenputtelthematik verpackt ist Cinder das Mädchen für alles, und kann sich doch selbst nichts von ihrem hart verdienten Geld gönnen. Wenn man denn von einem neuen Fuß absieht.

Geschickt verwebt Meyer die klassischen Elemente des Aschenputtel-Märchens mit ihrer eigenen, modernen Welt und Geschichte. So ist auch hier ein Ball das große Thema für Adri und ihre beiden Töchter. Ein Ball, zu dem Cinder nicht gehen darf, und eigentlich auch nicht möchte. Bis sie Prinz Kai kennenlernt.

Kai, eigentlich Kaito, ist der Prinz und zukünftige Herrscher von New Beijing und dem Eastern Commonwealth. Er ist charmant und trotz seiner Stellung keinesfalls eingebildet oder gar egoistisch. Der Mädchenschwarm sucht verzweifelt nach einem Heilmittel für die Letumosis-Krankheit, die ihm bereits die Mutter nahm und nun den Vater befallen hat. Nebenbei versucht er eine Möglichkeit zu finden, einer Allianz mit Königin Levana von Luna aus dem Weg zu gehen.

Meyer gelingt es, ihre Charaktere ungemein glaubhaft darzustellen, und ihnen Leben und Persönlichkeit einzuhauchen. Die Gespräche und amüsanten Wortgefechte zwischen Cinder und Kai haben mich mehr als nur einmal breit lächeln lassen, und ganz besonders positiv sticht hervor, dass es sich hier nicht um die typische Liebe auf den ersten Blick handelt, die so vielen Young Adult Romanen heutzutage zu Grunde liegt. Im Gegenteil. Die beiden Hauptpersonen mögen sich, Kai flirtet und Cinder findet ihn interessant, aber sie verlieben sich nicht Hals über Kopf. Ein absolutes Plus.

Und auch die Nebencharaktere können sich sehen lassen. Zum einen wäre da die mysteriöse Königin Levana, eine grausame Frau mit geheimnisvollen Kräften, die es ihr ermöglichen die Wahrnehmung Anderer zu kontrollieren. Zum anderen Dr. Erland, der im Auftrag des Prinzen nach einem Letumosis-Gegenmittel forscht. Bei beiden handelt es sich um interessante Charaktere mit Potential, deren Geschichte nach und nach enthüllt wird. Unsterblich verliebt habe ich mich ebenfalls in Cinders Androiden Iko, ein kleines, freches Maschinchen mit einer Schwäche für schöne Dinge und einer ganz außergewöhnlichen Persönlichkeit.

Einzig Cinders Familie, Adri, Peony und Pearl, bleiben ein wenig auf der Strecke und zeigen kaum mehr Facetten als man von Stiefmutter und -schwesterm Aschenputtels erwarten würde. So ist Adri grausam und ungerecht zu Cinder, gleichzeitg weiß sie aber dass sie ohne die Arbeit ihrer Ziehtochter kaum ihr Leben finanzieren könnte und bemüht sich, das Mädchen stets zu kontrollieren. Die beiden Schwestern kopieren das Verhalten der Mutter, einzig Peony empfindet für Cinder schwesterliche Zuneigung und Freundschaft.

Meyer fesselt, nicht nur mit ihren wunderbaren Charakteren, sondern auch mit ihrem Schreibstil. Flott und frech haucht sie ihrer Welt leben ein, und begeistert den Leser auf jeder Seite mehr und mehr. Ihre unkomplizierte Erzählweise macht es leicht der Geschichte zu folgen, die Seiten fliegen nur so dahin.

Die von Meyer geschaffene Welt ist voll technisiert, jedoch auch gezeichnet. Nach vier Weltkriegen ist die Angst vor einem erneuten Konflikt groß, und erklärt das Verlangen der Erdbevölkerung alles zu tun um den Frieden mit Luna zu halten. Koste es was es wolle. Doch nicht nur die Angst vor einem Krieg mit den Lunar beschäftigt die Menschen, denn die Krankheit Letumosis stellt eine Bedrohung dar, gegen die niemand etwas tun kann. Ein Virus, unsichtbar und tödlich, der jeden erschaudern lässt und Familien auseinander reißt. Es ist nur verständlich, dass bei der Suche nach einem Heilmittel alle Register gezogen werden, und mehr oder minder Freiwillige zu Versuchskaninchen mutieren.

Trotz allem gab es ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Zum einen die etwas farblos bleibenden Familienmitglieder Cinders. Zum anderen die Tatsache, dass ich bereits nach wenigen gelesenen Seiten ahnte, worauf es bei dieser Geschichte wohl hinauslaufen wird, und es der Autorin nicht gelungen ist, mich am Ende doch noch komplett zu überraschen. Und Cinder, so wundervoll sie als Charakter war und ist, erwieß sich in einigen Situation als etwas langsam und schwer von Begriff. Aber diese kleinen Beanstandungen sind minimal und mindern das Lesevergnügen keineswegs.

“Cinder” begeistert mit einer tollen Ideen und ganz wunderbaren Charakteren. Eine Geschichte voller Humor, Spannung, Gefahr und Intrigen, voller Hoffnung, Verzweiflung und Verrat. Eine Geschichte die von der ersten Seite an fesselt und nicht mehr los lässt. Eine Geschichte, die auch ohne dominante Lovestory funktioniert. Frisch, anderes und definitiv zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cyborg-Cinderella, 16. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich weiß nicht mehr genau warum, aber eine Zeit lang war ich der Überzeugung, Cinder sei ein Cowboy-Cyborg Roman. Völliger Blödsinn, wie sich herausgestellt hat, aber damals Grund genug, um einen weiten Bogen um das Buch zu machen. Irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, den Klappentext doch noch mal genau zu lesen und von da an war mir klar, ich muss das Buch haben. Cyborgs kommen wirklich darin vor, aber einen Cowboy hat dieses Buch garantiert noch nie gesehen.

Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass Cinder eine moderne Interpretation des Märchens Cinderella ist. Begonnen mit dem Namen der Protagonistin, über den verlorenen Schuh und den Kürbis als Fortbewegungsmittel - viele kleine Details wurden "ummodelliert", in Cinder eingebaut und machen das Märchen somit unverkennbar. Allerdings ist der Rest der Geschichte alles andere als Märchenhaft. Dystopische Zustände herrschen in New Beijing und eine tödliche Plage versetzt alle in Angst und Schrecken. Es kann jeden unerwartet treffen und dann geht alles ganz schnell. Tod innerhalb von nur wenigen Tagen.

Diese Plage ist es auch, die Cinders Leben eine unerwartete Wendung bringt. Inwiefern kann ich leider nicht verraten, aber es ist überaus interessant. Unabhängig davon lernt Cinder Prinz Kai kennen, der sich als ein überaus intelligenter und charmanter Kerl entpuppt. Hello, Prince Charming. Aber Cinder wäre nicht Cinder, würde sie sofort auf alle seine Wünsche eingehen und das naive Mädchen spielen. Ganz im Gegenteil. Kai beißt sich seine Zähne an Cinder aus und kann gar nicht verstehen wieso. Sein Durchhaltevermögen in allen Ehren! Cinder erinnert mich ein bisschen an Sydney aus Bloodlines aufgrund ihrer Liebe zu Autos und ihres Dickschädels, und auch ein wenig an Aschenbrödel aus Drei Haselnüsse für Aschenbrödel wegen ihrer Keckheit dem Prinzen gegenüber. Ich mag sie total! Sie ist sarkastisch und intelligent und und und... Auch ihren Androiden Iko (natürlich ein Mädchenname!) mag ich sehr gerne. Ein defekter Chip sorgt bei ihr für eine außerordentlich witzige und wiedererkennbare Persönlichkeit, die mehr mädchenhafte Macken an den Tag legt als die von Cinder.

Nun aber noch mal zu Prince Charming, alias Kai. Da das Buch in der "Sie/Er Perspektive geschrieben ist, gibt es auch einige Szenen, in denen das Geschehen aus seiner Sicht geschildert ist. So erfährt man etwas über seine Gefühle und seine Lebensumstände, die dafür, dass er ein Prinz ist, nicht immer grandios sind. Für sein Alter muss er eine unglaublich große Verantwortung übernehmen und dass er sich trotz allem seine Lebensfreude bewahrt hat ist tröstlich. Er und Cinder sind auf einem Niveau, was den Sarkasmus angeht und das sorgt immer wieder für lustige Gespräche. Die beiden wären ein süßes Paar, gäbe es da nicht diese vielen Probleme... Der Herzschmerz ist quasi vorprogrammiert.

Cinder ist ein Cyborg und damit "unterste Schublade" in der Gesellschaft. Klar, dass Kai das nicht erfahren soll. Dann ist da aber noch ihre böse Stiefmutter die einfach alles mies macht und zum Lachen wahrscheinlich in den Keller geht. Und zu guter Letzt sind da noch die Lunar...
Zugegeben, das Leben auf dem Mond hätte man sich sparen und auf einen anderen Kontinent umlegen können, aber gut. Die Lunar sind jedenfalls Nachkommen von Menschen, die auf den Mond umgesiedelt sind und bestimmte Fähigkeiten haben können. Gedankenkontrolle und Manipulation sind zwei davon. Ein ganz "besonderes" Exemplar hat es auf die Erde abgesehen und bringt Kai in Bedrängnis. Jedes Mal, wenn die Sprache auf sie kam, haben sich bei mir die Nackenhaare hochgestellt und bei allem was sie gesagt hat hätte ich ihr am liebsten eins übergebraten. (Das ging mir bei der Stiefmutter auch so... vielleicht wurden die beiden bei der Geburt getrennt?)

Von der Liebesgeschichte her war Cinder also schon mal ein Volltreffer bei mir. Bei der restlichen Handlung auch, allerdings muss ich sagen, dass es an einigen Stellen echt vorhersehbar war. Größtes Ziel aller am Palast (und auch sonst überall) ist es, der Königin der Lunar das Handwerk zu legen und dazu braucht man... nun ja, etwas ganz bestimmtes. Bereits nach der ersten Erwähnung davon war mir klar, wie der Hase läuft, aber dennoch war von abfallender Spannung nichts zu merken. Im Gegenteil. Ich habe gelesen und gelesen und gelesen und wollte gar nicht mehr aufhören. Ein Rätsel hier, eine Gefahr da und ich war glücklich. Zwischendrin noch ein paar unterhaltsame Flirtversuche des Prinzen und tadaa, Lisa schwebt im siebten Himmel. Als Cinder dann am Ende noch einen Filmreifen Auftritt liefert, hätte ich am liebsten Fähnchen geschwungen und gejubelt. Das klingt jetzt vielleicht sarkastisch, aber so ist es wirklich nicht gemeint. Ich hatte einfach unglaublich viel Spaß beim Lesen! Vorhersehbarkeit (und ein paar kleine Fehler) Hin oder Her, ich fand es klasse!

FAZIT
Cinder ist eine gelungene Neuinterpretation von Cinderella, in der Science-Fiction- und Lovestory-Fans gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Ich finde Cinder herrlich und in Verbindung mit Kai kann man sich auf viele Lacher, aber auch auf Herzschmerz gefasst machen. Den Knackpunkt der Geschichte enthüllt man ziemlich schnell, aber das hat zumindest bei mir der Lesefreude keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Ich freue mich auf die Folgebände, in denen wir Cinder wiedersehen, in denen die Protagonistinnen allerdings andere sein werden...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Mischung aus Dystopie, Sci-Fi, Cinderella und Sailor Moon, 9. März 2013
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder (Taschenbuch)
INHALT
Humans and androids crowd the raucous streets of New Beijing. A deadly plague ravages the population. From space, a ruthless lunar people watch, waiting to make their move. No one knows that Earth’s fate hinges on one girl. . . . Cinder, a gifted mechanic, is a cyborg. She’s a second-class citizen with a mysterious past, reviled by her stepmother and blamed for her stepsister’s illness. But when her life becomes intertwined with the handsome Prince Kai’s, she suddenly finds herself at the center of an intergalactic struggle, and a forbidden attraction. Caught between duty and freedom, loyalty and betrayal, she must uncover secrets about her past in order to protect her world’s future (Amazon.de)

MEINUNG
Ich sag es gleich vorweg, ich bin kein großer Fan von Märchenneuerzählungen. Die reizen mich kaum bis gar nicht, denn wenn ich ein Märchen lesen will, dann greife ich zu dem altbekannten Buch, was mich schon in der Kindheit begleiten dürfte: Das Märchenbuch von den Gebrüdern Grimm.
Aber bei Mondmännchen, Cyborgs und einem unwiderstehlichen Prinzen will ich natürlich nicht nein sagen, denn das ganze klingt völlig untypisch für eine Neuinterpretation Aschenputtels. Ich griff also zum Buch mit einer Mischung aus Misstrauen und Neugier. Zwar fängt Cinder fast haargenau wie Aschenputtel an, doch der Schein trügt, denn es sind nur die Grundelemente des Märchens, die man in Cinder wiederfindet. Prinz, böse Stiefmutter mit ihren Töchtern und ein Ball. Mein Misstrauen kann man also getrost ignorieren, denn das Buch entwickelte sich zu wundervollen Lesestunden.

Cinder ist also kein Märchen. Was dann? Tja, die Frage habe ich mir auch bei der Einordnung für ein passendes Genre gefragt. Fantasy? Dafür ist das Buch zu wissenschaftlich. Dystopie? Nahe dran, kommt aber durch aus auf die Interpretation an. Wikipedia sagt: „Eine dystopische Gesellschaft ist in der Regel charakterisiert durch eine diktatorische Regierungsform oder eine Form repressiver sozialer Kontrolle.“. Es gab Weltkriege und die Gesellschaft in Cinder plagt sich nun mit einer Seuche herum, doch so ganz diktatorisch kommt das ganze nicht daher. In einer Stelle gehen die Menschen sogar auf die Straße und protestieren (Der wird zwar unterdrückt, aber nicht von der Regierung).

Also Endzeit? Ja, nein, vielleicht … keine Ahnung. Cinder ist so viel und so individuell, dass es mir echt schwer fällt das Buch irgendwo einzuordnen. Es gibt so viele Elemente, die das Buch ausmachen und alles passt gescheit zusammen ohne protzig oder gar nervig zu wirken. Die Handlung verläuft dabei flüssig und spannend. Fast also schon perfekt.
Fast. War natürlich klar, dass ich das Haar noch in der Suppe finden würde. Einige werden jetzt bestimmt glauben, es sind die Figuren, so wie ich es schon bei Goodreads bemängelt hatte. Es hat zwar ein wenig länger als sonst gedauert, doch dann sind auch mir die Figuren ans Herz gewachsen und ich war schnell in Cinders Abenteuer gefangen.

Vielmehr hat mich gestört, dass die Handlung an manchen Stellen dann doch sehr durchschaubar war. Ich möchte jetzt gar keine Beispiele geben, denn ich würde euch sonst zu viel verraten. Aber bei so vielen Kleinigkeiten und Details, hatte ich mir doch erhofft, dass die ein oder andere Wendung kommen würde, die mich überraschen kann.

Dafür war aber dann das Ende wirklich gelungen und so ganz anders als erwartet. Hier zeigt sich, dass Marissa Meyer nicht nur vor hatte ein Märchen neu zu erzählen, sondern eine ganz eigene Geschichte zu schreiben, mit lieben, individuellen Figueren und einer schönen Handlung mit vielen Details und Kniffen.

FAZIT
Mal ganz anders als jeder Einheitsbrei kommt Cinder ganz charmant daher und hat mich überzeugt. Eine freche Mischung aus Sailor Moon und Aschenputtel und dennoch kaum einzuordnen. Sicherlich eines der Bücher, nach denen man greifen sollte, wenn man mal genug von allen hat und was Neues sucht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Mein persönlicher Schatz *-*, 11. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder (Taschenbuch)
"The Lunar Chronicles" sind die absolut tollste Reihe, die ich seit langer Zeit gelesen habe, eine der tollsten überhaupt!!!
Zum Inhalt brauche ich wohl nicht mehr allzu viel zu sagen und weil ich die nächsten beiden Teile auch schon gelesen habe, fällt es mir auch schwer die einzelnen Bände auseinander zu halten. Deswegen bezieht sich meine Rezension auch auf alle bisher erschienenen Bücher der vierteiligen Serie (natürlich ohne zuviel zu verraten).

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen!? Die Bände erzählen zwar fortlaufend die Geschichte um Cinder, Kai, Levana und co., allerdings kommen mit jedem Buch auch neue Hauptprotagonisten hinzu und damit auch ganz neue Aspekte und Perspektiven. Die einzelnen Hauptcharaktere sind sehr individuell und mit viel Liebe gestaltet worden, und haben sofort ihre Plätze in meinem Herzen gefunden. Deswegen haben mich die Protagonisten-Wechsel auch überhaupt nicht gestört, wie anfangs angenommen, sondern die Erzählung spannend und sehr vielschichtig gehalten, da jede Figur ihren ganz persönlichen Teil zum großen Ganzen beiträgt.
In Cinder, wie auch in den anderen Bändern, gibt es dann natürlich auch eine kleine Romanze, das gehört einfach dazu :3
Diese sind aber eher nebensächlich und versüßen nur hier und da die sonst eher ernsten Angelegenheiten mit denen sich die Protagonisten rumschlagen müssen. Dabei geht aber nie das kleine Fünkchen Humor verloren, das ebenfalls die Geschichte ein wenig auflockert.

Und die Geschichte .. *-* .. man merkt einfach von vorne bis hinten, dass die Autorin sich sehr viele Gedanken gemacht und jedes noch so kleine Detail genauestens durchdacht hat. Nichts wird ohne Hintersinn erwähnt, sondern spielt früher oder später noch eine wichtige Rolle. Diese gründliche Planung der Zusammenhänge und Ereignisse hat mir besonders gut gefallen.
Außerdem hat sie es geschafft mich immer wieder mit neuen überraschenden Wendungen zu verblüffen, was mir sonst nie passiert, da ich in den meisten anderen Büchern die Geschehnisse doch meist ziemlich vorhersehbar finde.
Bei Cinder kann man sich zwar auch einiges schon im Voraus denken, aber vor allem in den nächsten beiden Teilen ist immer gerade dann, als ich dachte ich hätte jetzt den Überblick, etwas Unerwartetes zum Vorschein gekommen, was meine Vorstellungen wieder alle über den Haufen geworfen hat.

Mit den Ereignissen und den Gefühlen ist es ein ziemliches Auf und Ab, die Geschichte hat mich gefesselt und sehr mitgenommen. An einer Stelle musste ich sogar ein bisschen heulen :'(

Mein Fazit: Auch wenn es sich um Märchenneuerzählungen handelt, hat man es bei Cinder, Scarlet und Cress mit einem ganz tollen, ideenreichen und einzigartigen Abenteuer zu tun, das nie langweilig wird und ich trauere jetzt schon dem Ende entgegen.
Wer auf Fantasy, Science Fiction oder Märchen steht sollte unbedingt Cinder lesen!!!
Und ich werde jetzt sehnlichst auf Teil 4 warten, der leider erst 2015 rauskommt DX
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Own it! Read it! Love it!, 22. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
OH MEIN GOTT!
Ich LIEBE ja Märchen und ich bin ÜBERHAUPT KEIN großer Fan von Robotern und derartigen Elektrozeugs in Büchern. Aber diese Kombination hat alles auf den Kopf gestellt! Ich finde diese Umsetzung der Märchen mit all den Ideen einfach nur wunderschön. Es passt einfach und reist mit. Die Story legt den Mittelpunkt nicht (nur) auf die Liebe oder sogar weniger im Vergleich zu anderen Dystopien, sondern auch auf anderes wichtiges, wie die Gesellschaft und die Umwelt, in der diese Geschichte spielt. Und obwohl ich Romanzen liebe, hat sogar das mich völlig umgehauen. Ich bin so froh, dass ich nicht auf mein böses Ich im Hintergrund meines Gehirns gehört habe, das ursprünglich kein großer Fan von solcher Fiktion war. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen für jeden der YA Fiktion + Dystooie + Magie + Roboter + ne tolle neue Welt mag! Thumbs up!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Cinderella mal anders, 16. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lunar Chronicles: Cinder: 1 (Kindle Edition)
Eine böse Stiefmutter, zwei mehr oder weniger wohlgesinnte Stiefschwestern, ein Ball und ein Prinz lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei „Cinder“um eine Adaption des berühmten Märchens „Aschenputtel“ handelt. Aber dieses Buch ist so ganz anders. Cinderella ist hier ein Cyborg und die Erde wird bedroht, zum einen durch Mondbewohner und zum anderen durch eine zerstörerische Pandemie. Zuerst hatte ich Mühe mich in die Geschichte einzufühlen, denn das Bild von Aschenputtel in meinem Hirn, ist eher von Disney geprägt, daher fiel es mir schwer, sie mir als Cyborg festzustellen. Als ich mich aber darauf eingelassen hatte, hatte mich die Geschichte plötzlich im Griff und ich konnte das Buch nicht mehr beiseite legen. Vor allem die Nebenfigur des kleinen Roboters Iko hatte es mir angetan, aber auch Dr. Erland und Poeny. Das Schönste aber ist, dass es sich um den Auftakt zu einer Mehrteiligen Erzählung handelt und ich mich am Ende des Buches noch nicht von den liebgewonnenen Figuren verabschieden muss. Ich bin gespannt, wie es in „Scarlet“weitergeht. Die Story vereint: Action, Romantik, Dystopie und Scifi. Demzufolge sollte für jeden Leser etwas dabei sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Toll, einfach toll!, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Cinder (Lunar Chronicles) (Taschenbuch)
Schon das Prequel war super appoanregend ;)

ABER dieses Buch hat mich echt unglaublich in den Bann gezogen, das hatte ich so nicht erwartet. Ich weiß ja nicht, wie ich das beschreiben soll. Ich habe richtig mit Cinder mitgefühlt o.O auch wenn ich oft *huuuusst* ein wenig anders reagiert hätte. Toll, einfach toll!

Dem Cyborgmädchen Cinder ergeht es wie ihrem Märchenvorbild Cinderealla. Ihre Stiefmutter und zumindest eine ihrer Stiefschwester sind einfach nur ätzend zu ihr und lassen sie für deren Wohl schuften.

Eines Tages jedoch kommt jemand mit einem Auftrag in ihre Werkstatt, was etwas großes ins Rollen bringt. Der Kunde ist Prinz Kaito, der Sohn des Emperors.

Durch ein Unglück, dass Cinder, sowie ihre Stief’familie’ gleichermaßen trifft, beschließt ihre Stiefmutter aus Wut, Cinder als Testobjekt für ein Heilmittel gegen Leutomosis, einer tödlichen Krankheit, zu verkaufen.

Schwärmerei (Liebe wäre vielleicht zu viel gesagt), Tod, Verzweiflung, Freundschaft und Hoffnung, Aliens, Übermenschliche Kräfte… und eine böse Königin :D – das braucht es wohl und Carmen wird total in diese Märchen Retellings reingezogen.

by Elektrohase (veröffentlich auch in meinem Blog [...])
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

The Lunar Chronicles: Cinder: 1
EUR 5,30
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen