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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschöne, berührende Liebesgeschichte
Hätte ich nur die Beschreibung des Films gelesen, hätte ich ihn mir nicht angesehen. Die Rezensionen haben mich dazu veranlasst, es doch zu tun. Und ich bin froh darüber!

Ich habe zwar keine wirkliche Ahnung vom Film, was ein Film haben sollte und was nicht, aber ich versuche einfach mal wiederzugeben, wie dieser Film auf mich wirkte...
Vor 5 Monaten von Viv2107 veröffentlicht

versus
67 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück
Es ist mir schon fast peinlich, nach all diesen guten Kritiken etwas nicht so positives über die Neuverfilmung des Klassikers von Charlotte Bronte zu schreiben. Ich habe die DVD heute super gespannt angeschaut und habe wirklich erwartet hier ebenfalls auf eine gemischte Resonanz zu stoßen...
1) Was macht eine gute Literaturverfilmung eines Klassikers aus,...
Veröffentlicht am 3. Mai 2012 von St.wombel


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschöne, berührende Liebesgeschichte, 10. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
Hätte ich nur die Beschreibung des Films gelesen, hätte ich ihn mir nicht angesehen. Die Rezensionen haben mich dazu veranlasst, es doch zu tun. Und ich bin froh darüber!

Ich habe zwar keine wirkliche Ahnung vom Film, was ein Film haben sollte und was nicht, aber ich versuche einfach mal wiederzugeben, wie dieser Film auf mich wirkte...
Hervorragende Schauspieler, die überzeugen. Ein Spiel aus Licht und Schatten in den Aufnahmen. Zum Teil düster, dann kommt wieder "Licht ins Dunkel". Dieser Film hat nichts von Horror an sich (ich weiß nicht, wie diese Beschreibung zustande gekommen ist). Der Film hat mystische Seiten, aber hat auch nicht Irreales. Er mag insgesamt eher ruhig wirken, dafür wühlt er innerlich auf. Die Geschichte beginnt sehr traurig und der "Horror" mag in der Kindheit der Jane Eyre stecken (ich befürchte, es gibt auf der Welt immer noch ähnlich Grausames), doch es entspricht sicher auch mancher Realität dieser Zeit. Die Geschichte, die Figuren und Bilder fesseln vom ersten bis zum letzten Moment. Die Musik ist wunderschön, steht aber immer eher im Hintergrund. Wer sich eher vom Hollywood-Film wie "Stolz & Vorurteil" angesprochen fühlt - ein Film den ich auch gerne gesehen habe und mag, aber nicht als das Sahnehäubchen betrachte - und mehr auf Pomp und "viel" Musik steht, wird sich bei diesem Film vielleicht langweilen. Wer leise Töne mag, wird von diesem Film begeistert sein!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Film - aber falsch angekündigt, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
Zugegeben - ich habe den Film schon "überblättern" wollen, denn Horror ist eigentlich gar nicht mein Fall. Aber beim weiteren Lesen der Inhaltsangabe und anderer Rezensionen, die schrieben, dass es eben kein Horror sei, haben mich bewogen, den Film dann doch anzusehen. Ich habe es nicht bereut. Es war eine meisterhaft konstruierte Stimmung (die ich mit meinen Stimmungslampen von Philips Living Colors noch steigern konnte), eine brilliante Hauptdarstellerin, schöne Filmmusik - ich war wirklich sehr angetan von diesem Film. Also: Nicht von der Ankündigung "Horror" stören lassen.
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67 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück, 3. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (DVD)
Es ist mir schon fast peinlich, nach all diesen guten Kritiken etwas nicht so positives über die Neuverfilmung des Klassikers von Charlotte Bronte zu schreiben. Ich habe die DVD heute super gespannt angeschaut und habe wirklich erwartet hier ebenfalls auf eine gemischte Resonanz zu stoßen...
1) Was macht eine gute Literaturverfilmung eines Klassikers aus, der sich mit einigen Vorgängern messen lassen muss? Na, entweder er wird richtig werkgetreu umgesetzt oder es handelt sich um eine komplette Neuinterpretation. Ich bin als Kenner des Buches auf der Seite der Werktreue, aber leider fand ich zu viele Dialoge so verändert,dass sie die Stärke des Originals nicht mehr hatten-. Fand ich echt schade und unnötig. Auch die Kürzungen der Dialoge fand ich nicht optimal. Manchmal kam man dann ohne Vorwissen gar nicht aus. Teilweise fehltem eine regelrecht Informationen.
2) Die Schauspieler- für sich genommen toll. Die Figur der Jane Eyre, wie Mia W. sie umsetzt -richtig gut. Auch Michael Fassbender gefällt mir für sich genommen:launisch, düster, etwas zu jung und hübsch- aber ok. Leider stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern überhaupt nicht! Irgendwie wundert man sich, warum die beiden auf einmal verliebt sein sollen- es wirkt zerstückelt und zu hastig. In der Romanvorlage fühlt man das Prickeln, die unterdrückte Leidenschaft- was zum Beispiel in der BBC Version von 2006 zwischen Ruth Wilson und Toby Stephens heftigst zu spüren ist.
3)Die inhaltlichen Schwerpunkte die in der Neuverfilmung gesetzt wurden, empfinde ich zu Teil als etwas unglücklich:
a) Janes Werdegang ist mir zu schnell erzählt, man bekommt noch nichtmal richtig mit, dass sie Lehrerin ist und wie und warum sie nach Thornfield Hall kommt.
b) Man erfährt zu wenig über die mysteriösen Vorgänge im Haus- die schaurige Atmosphäre will gar nicht aufkommen.
c) Das Leiden Janes im Moor ist wiederum zu lang und rückt ihren Charakter in ein zu zerbrechliches Licht.
d) Das Ende ist für mich ganz schön bitter- Jane hat sich zu einer recht selbstsicheren Frau entwickelt und trifft auf einen zerstörten, erblindeten Rochester in seinem Haus im Wald.Das ist so schön im Buch erzählt, aber auch in der 2006er BBC Verfilmung gelungen. Dieses Wiedersehen ist soo toll- warum musste es ganz heraus genommen werden und einem lieblosen Ende am hellichten Tag im Garten weichen?
e) Warum hat man ihre VErwandtschtsbeziehungen verändert- war das nötig?
Ich könnte ewig so weiter machen möchte als Fazit sagen, dass es ein handwerklich guter Film ist- aber mit Sicherheit nicht die beste Jane Eyre Verfilmung aller Zeiten- da gibt es bessere,zum Beispiel die mehrfach erwähnte BBC Miniserie.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Film..., 15. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
wer Jane Austen mag, muss diesen Film gesehen haben. Nach anfänglicher Verwirrung durch die Szenensprünge von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt sich der Film im Laufe der Zeit großartig. Es gibt Menschen mit schwerer Kindheit und Vergangenheit, die daraus gestärkt heraus gehen, Jane Eyre ist so eine Frau. In der Kindheit an Demütigung kaum zu überbieten erscheint es unwirklich jemals die große Liebe zu finden. Man leidet, fiebert und weint mit. Eine großartige Mia Wasikowska und ein ein brillanter Michael Fassbender.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Horrorfilm, 16. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
Wer auf Action steht, wird von diesem Film eher gelangweilt sein. Wer aber bereit ist, sich auf einen emotionalen Film in sehr dichter und eindringlicher Atmosphäre einzulassen, wird ganz sicher belohnt. Der teilweise schwermütig anmutende Film fesselt durch überzeugende Darsteller, einer sich langsam und mit Hindernissen entwickelnden Liebesgeschichte und autentischem geschichtlichen Hintergrund. Ich habe lange gezögert, mir diesen Film anzuschauen und habe es nicht bereut. Gefühlskino der Spitzenklasse!
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137 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow - nach 24 Versuchen ist sie nun da, die wahrscheinlich beste Jane Eyre - Verfilmung aller Zeiten, 14. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (DVD)
Nicht viele Romane sind häufiger verfilmt worden als Charlotte Brontës unsterblicher Klassiker "Jane Eyre".
Die hier vorliegende aktuelle Verfilmung soll die 25. sein, von den angeblich 24 Vorgängern kenne ich gefühlte zehn, von denen auch viele ihre Stärken hatten und alles andere als schlecht waren.
So überzeugte zum Beispiel die 1944er Version "Die Waise von Lowood" mit einer sehr stimmungsvollen schwarz-weißen Kamera- und Lichtarbeit und einem dämonischen Orson Welles als Mr Rochester (wenngleich diese etwas einseitige Darstellung der doch deutlich vielschichtigeren Figur in der Romanvorlage nicht wirklich gerecht wurde), die Zeffirelli-Adaption von 1996 brachte mit Charlotte Gainsbourg endlich eine Jane auf die Leinwand, die mit ihrem eher herben Typ sehr viel mehr der Romanfigur entsprach als die meist viel zu hübschen und gefälligen blonden Film-Janes, die TV-Mehrteiler hatten den Vorteil, nicht in das Korsett einer üblichen Filmlänge passen zu müssen und mussten deshalb weniger stark kürzen und auch andere Adaptionen konnten mit dem einen oder anderen Pfund wuchern.
Mit der aktuellen Verfilmung gelingt Cary Fukunaga nun das Kunstsück, eng an der Romanvorlage zu bleiben (wobei bei einer Verarbeitung einer derart komplexen Vorlage zu zwei Stunden Film Kürzungen natürlich immer unvermeidlich sind), die Pluspunkte diverser vorheriger Verfilmungen zu kumulieren und dennoch etwas ganz eigenes zu schaffen - und hat damit Maßstäbe gesetzt, an denen sich jede eventuelle Neuverfilmung wird messen lassen müssen.

Zum Inhalt muss man wohl nicht mehr viel sagen, wer kennt sie schließlich nicht, die unverwüstliche Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichte der Waise Jane Eyre, die nach freudloser Kindheit und Jugend eine Stelle als Gouvernante bei dem geheimnisumwitterten Mr Rochester auf seinem Anwesen Thornfield Hall antritt und sich in ihren Arbeitgeber verliebt.

Fukunagas Film setzt mit der Flucht Janes von Thornfield Hall und ihrer Aufnahme durch den Vikar John Rivers ein, wo Jane sich in Rückblenden an die vorherigen Ereignisse erinnert.
Ein sehr schöner und gelungener Aufbau, durch den man sofort an einem besonders spannenden Punkt in die Handlung hineingeworfen wird.
Vor allem für diejenigen, die die Geschichte tatsächlich noch nicht kennen sollten, ensteht so vom ersten Augenblick an eine fesselnde Spannung, denn natürlich will man wissen, wie es zu dieser Flucht kam.
Ansonsten wird die Vorlage aber erfreulicherweise chronologisch umgesetzt; Fukunaga verkneift sich hier die seit einigen Jahren ja geradezu inflationär eingesetzte Technik, die gesamte Erzählstruktur aus oftmals reinem Selbstzweck auf den Kopf zu stellen.
Während Jane die Fragen Rivers' und seiner Schwester beantwortet, sieht man in Rückblenden ihre Kindheit bei ihrer Tante und später im Internat Lowood und später erinnert sie sich an ihre Zeit auf Thornfield Hall.
Sehr schön gelungen wirken diese Parallelmontagen vor allem dadurch, daß die Gegenwart und Janes Erinnerungen stimmungsmäßig verblüffend zusammenpassen:
In ihrer Aufgewühlheit und Erschöpftheit nach der Ankunft bei den Rivers' erzählt beziehungsweise erinnert sie ihre schwierige Kindheit und Jugend, während sie später, als sie als Dorfschullehrerin im ersten eigenen Zuhause ihres Lebens endlich zur Ruhe kommt, sich an ihre Zeit auf Thornfield Hall erinnert, wo sie ebenfalls nach ihrer freudlosen Vergangenheit zur Ruhe gekommen war.
Wie dann in der Erinnerung Janes die Ereignisse auf Thornfield Hall ihrem dramatischen Höhepunkt entgegenstreben, entspricht ebenfalls perfekt der steigenden Spannung der Gegenwart, in der John Rivers Jane zunehmend mit seinem Heiratswunsch bedrängt.
Ein absolut genialer Aufbruch der streng linearen Erzählstruktur des Romanes also, der so selbstverständlich daherkommt, als könne es gar nicht anders sein.
Ein Glücksgriff auch die Besetzung des Filmes, nicht nur Mia Wasikowska ist mit stiller Stärke, aber auch oftmals aufbrausendem Temperament und nur mühevoll unterdrücktem Zorn über soziale Ungerechtigkeiten und die nicht immer einfache Stellung der Frauen ihrer Zeit und ihres gesellschaftlichen Umfeldes, die authentischste Jane, die ich je auf der Leinwand bzw dem Bildschirm gesehen habe, sondern auch Michael Fassbender ist endlich ein Mr Rochester, der zwar geheimnisvoll, aber nicht zu dämonisch, schwermütig, aber nicht rettungslos depressiv dargestellt wird.
Diese Verfilmung ist daher die erste mir bekannte, in der nicht nur Janes bewegende Lebensgeschichte, sondern auch und vor allem die Liebe zwischen ihr und Mr Rochester wirklich fühlbar wird und dadurch tief berührt.
Weder erliegt hier eine naive junge Jane dem dämonischen Zauber eines geheimnisumwitterten Mannes (wie bei Joan Fontaine und Orson Welles 1944) noch muss eine starke Jane eine verlorene Seele retten, ohne daß dabei wirklich greifbar wird, daß hier auch echte und vor allem leidenschaftliche Liebe und eben nicht nur "Seelenrettung" im Spiel ist (wie bei Charlotte Gainsbourg und William Hurt 1996), sondern ganz im Geiste von Charlotte Brontës Romanvorlage treffen hier tatsächlich zwei starke und leidenschaftliche Seelenverwandte aufeinander, die sich allen gesellschaftlichen Unterschieden zum Trotz von Anfang an auf gleicher Ebene begegnen.
Besonders schön deutlich wird dies bei ihren pointierten Wortgefechten - geschliffene Dialoge, bei denen Worte gleichsam als Waffe in einem Duell zweier ebenbürtiger "Gegner" eingesetzt werden.
Gewohnt überzeugend ist auch Judi Dench als resolute und gutherzige, aber manchmal auch ein wenig einfältige Haushälterin Mrs Fairfax und auch die Nebenrollen sind durchweg hervorragend besetzt und gespielt, auch und vor allem durch die Kinderdarsteller in den Rückblenden.
Großartig gelungen auch die filmische Umsetzung, die mit wunderschönen Bildern, erlesener Ausstattung und stimmungsvoller Musik aufwarten kann, ohne daß dieses jemals zu reinem Selbstzweck würde.
So ziehen vor den Fenstern von Thornfield Hall die Jahreszeiten vorbei, die immer auch ein Spiegel der Handlung und der Gemütszustände der Protagonisten sind:
Ungewisser Bodennebel bei Janes Ankunft, ein Frühling, der gleichzeitig mit der erwachenden Liebe zwischen Jane und Rochester erblüht, Regen und Sturm bei Janes Flucht - pures Überwältigungskino ist es, welches Fukunaga hier abliefert.
Wunderschön auch die sehr sparsam eingesetzte musikalische Untermalung, die hauptsächlich sorgfältig ausgewählte bekannte klassische Klavierstücke, unter anderem von Beethoven und Mozart, aufgreift.

Ein Berliner Journalist forderte in seiner Kritik zu diesem Film eine 50jährige Neuverfilmungssperre für "Jane Eyre", da es mindestens so lange dauern würde, nochmals eine ähnlich kongeniale Verfilmung realisieren zu können.
Ich argwöhne, daß sich bereits deutlich früher weitere Filmemacher an der wohl berühmtesten Gouvernante der Literaturgeschichte versuchen werden.
Sie werden sich alle an dieser Adaption, mit der Fukunaga die Latte sehr hoch gelegt hat, messen lassen müssen - und es dürfte ihnen schwer fallen, dabei zumindest nicht allzu schlecht abzuschneiden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührendes Drama, 5. Oktober 2014
Von 
Evelyn (Mudau, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
"Jane Eyre" ist die Geschichte einer jungen Frau, die im ländlichen England des 19. Jahrhunderts unter sehr harten, ja grausamen Erziehungsmethoden in einem Internat aufwächst. Trotz allen Bemühens, ihren Willen zu brechen, bewahrt sie ihr freies und unabhängiges Wesen, obgleich es wie ein Vogel in ihr eingesperrt bleibt. Als sie schließlich eine Stelle als Gouvernante für ein französisches Kind in wohlhabendem Haus annimmt, findet sie im dortigen Hausherrn ihre große Liebe. Der Standesunterschied und ihre eigenen Moralvorstellungen hindern Jane jedoch daran, diese auszuleben.

Großartig inszeniertes Porträt einer starken jungen Frau, musikalisch wunderbar untermalt mit gefühlvollen Klaviertönen. Die Stimmung wird durch die düsteren Bilder, die zeitweise von ein paar lichten Szenen aufgehellt werden, eindrucksvoll transportiert. Das alte England zur Zeit der Kolonialherrschaft wird lebendig. Die steifen Umgangsformen und starren gesellschaftlichen Normen lassen kaum Nähe zu, sodass sich die Liebesgeschichte langsam entwickelt und ohne Kitsch auskommt.
Ein empfehlenswerter Film für all jene, die auch mal ruhigere Töne vertragen und eine starke Frau sehen wollen.
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35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schöne Bilder, Schwache Verfilmung..., 25. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (DVD)
Ich hätte mich an meinen Grundsatz halten sollen 'sieh nie eine Literaturverfilmung an, wenn du gerade erst das Buch gelesen hast'. Die Enttäuschung folgte zwangsläufig.

Was ist aus Jane Eyre geworden? Was mich im Buch an Jane am meisten fasziniert ist ihre ruhige Charakterstärke, ihre Empfindsamkeit und ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion. Sie ist zu starken Gefühlen fähig, wirkt anschmiegsam, zart und zerbrechlich und hat dabei eine innere Stärke und ein starkes Bewusstsein für Recht , Anstand und Moral. Sie ist wach und aufmerksam, sie ist bescheiden und leidenschaftlich.
Die ausdrucksstarken Dialoge der Vorlage werden nicht ansatzweise zu Ausdruck gebracht. Man fragt sich in dieser Verfilmung wann , wie und warum sich hier überhaupt jemand verliebt hat. Es wirkt, als wäre Rochester nur 'scharf' auf die kleine Hauslehrerin.
Rochesters innerer Konflikt aufgrund seiner ersten Ehefrau, seine langen Leidensjahre, sein Wunsch nach einer anständigen, ehrlichen, authentischen, gleichwertigen Frau werden nicht deutlich.
Ich hätte mir gewünscht, statt übertriebener, mit schwerer Musik untermalter Moorlandschafts-Wanderei etwas mehr Dialoge oder auch die Gedanken von Jane Eyre vorzufinden.

Fast alle Figuren des Romans werden viel zu oberflächlich abgehandelt. Die Janes Tante, die Geschwister und Janes Leiden in ihrem ersten Heim sind verstümmelt dargestellt. Ebenso ihre Schulzeit, ihre Freundschaft zu Helen , ihr Werdegang zur guten Schülerin und letztlich Lehrerin.
Adéle und ihre Herkunft und ihre Beziehung zu Rochester werden komplett gekürzt.
Im Film wird der Unterschied des ruhigen , intelligenten , ehrlichen Charakters Janes im Gegensatz zum affektierten, oberflächlichen, eitlen gehabe der Miss Ingram nicht ansatzweise berührt.
Es wird nicht deutlich, wieso sich Rochester in Jane verliebt und welcher Art diese Liebe ist.

Die Zeit im Moorland, die Beziehung zu den Rivers wird im Zeitraffer erzählt, die verwandtschaftliche Beziehung komplett ignoriert. Die Charaktere werden nicht ausgebaut.

Der gesamte Film wirkt wie im Zeitraffer erzählt , sprunghaft und oberflächlich. Eigentlich schade, denn die Ausstattung, die Kulissen, die Landschaften sind stimmungsvoll und entsprechen sehr meiner Vorstellung.
Auch die Hauptdarsteller sind sehr gut gewählt, leider gelingt es ihnen aber nicht gut, die gegenseitige Zuneigung zum Ausdruck zu bringen.

Alles in allem fand ich diese Verfilmung von Jane Eyre deprimierend schwach.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme aller Zeiten, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
Die Geschichte der Jane Eyre ist wunderbar verfilmt. Das Mädchen, das sich unter schwierigen Bedingungen seine Würde wahrt, ihre Rechte verteidigt, aber auch ihrem Herzen folgt - Großartig. Der Film ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Das ist bei dem Stoff keine Kleinigkeit.

Eine erstklassige Regiearbeit mit guten Schauspielern, Kameraführung, Musik - alles überzeugt. Mir hat der Film das Buch von Charlotte Bronte überhaupt erst erschlossen. Auch das spricht für den Film.
Filme sind Interpretationen. Dass Filme nicht das Kopfkino widergeben, das beim Lesen entsteht - ist mittlerweile ein Allgemeinplatz und ganz bestimmt kein KO-Kriterium.
Wer sich die Rezensionen zu diesem Film hier anschaut, wird überrascht: Offensichtlich haben etliche Rezensenten den Film mit völlig falschen Erwartungen aufgerufen - und dennoch eine Bestnote vergeben. Auch das spricht für den Film.

Der Film ist eine Empfehlung wert. Einer der besten Filme aller Zeiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne Reue, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre (Amazon Instant Video)
Habe vor vielen Jahren das Buch gelesen und lange überlegt, ob ich mir den Film ansehen sollte. Ich habe es nun gewagt und muss sagen, dass ich ganz und gar nicht enttäuscht wurde! Der Film trifft die Stimmung des Romans sehr gut.
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Jane Eyre
Jane Eyre von Cary Fukunaga (DVD - 2012)
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