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am 11. Juni 2013
Ein ererbter Bauernhof in Talbichl veranlasst eine Berliner Kommune Anfang der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts nach Bayern umzuziehen. Während die Gruppe von einem Therapiezentrum träumt, treffen ihre Kinder in der Schule die örtliche Realität. Besonders Lili gefällt es nicht von den Mitschülern ausgegrenzt zu werden. So folgt Lili zuhause den Regeln ihrer Mutter Amrita, versucht aber außer Haus sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Die heimatliche Geschichte wird mit einem zwinkernden Auge erzählt. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und fördern allzu bekannte Charakteren zutage. Überraschende Wendungen sorgen für Spannungsschübe. Gut ausgestattete Szenenbilder verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern liefern eine kurzweilige Komödie ab.
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am 8. Februar 2014
Dieser Film ist ein gelungenes Werk, was keinen hohen Anspruch auf intellektuelle und spirituelle Inhalte hat, diese aber dennoch, wenn man genau hinschaut und offen ist, irgendwie auf unaufdringliche und freundliche sowie amüsante Weise beinhaltet. Die Charaktäre sind sher gut gespielt, auch die Kinder-Darsteller wirken echt und authentisch. Der Film läßt hinter die oft unausgesprochenen Wahrheiten blicken, die im Alltag oft zu gerne unter den Teppich gekehrt werden und zwar sowohl bei den konservativen als auch bei den Om Shantis. Beziehung ist mehr, als nur irgendeiner Idee oder Überzeugung zu folgen. Sich mit all dem zu zeigen und hinzuschauen öffent Raum für Neues, was am Ende des Filmes etwas hollywood-verdächtig inszeniert wird. Und so liegt es in jedem von uns, ob, wie im Film, in unserem Leben ein "Haapy-End" drin ist. Viel Spaß und Freude beim anschauen!
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am 9. April 2014
Vielleicht geht es in diesem Film weniger um die Inhalte der Lehre Baghwans, als um das Drama der Kinder, deren Eltern sich selbst zu verwirklichen suchen. Mich hat die einsame Suche der Geschwister nach Zugehörigkeit berührt und all die Anstrengungen, sie sie hierfür aufwenden - bis hin zu Lügen und Verrat.
Beeindruckend.
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am 7. März 2016
Dies schreibt ein Sannyasin der dritten Stunde, der 1983 in Oregon Sannyas genommen und die Szene bis 2011 verfolgt hat. Zuerst muss man sich klar machen, dass der Film in erster Linie auf komische Weise unterhalten will und sich dafür des gesellschaftlichen Kontrastes dieser Ausnahmeerscheinung vor dem Hintergrund eines kleinen bayrischen Dorfes, das noch fest in Traditionen verwachsen ist, bedient. Um es gleich vorweg zu schreiben, diese Absicht hat sich großartig erfüllt. Dass die Geschichte von der ersten bis zur letzten Einstellung gutartig und freundlich gehalten ist, zeigt, dass sich erkennbar die positive, kreative Energie des Sannyasfeldes durchgesetzt hat. Wenn kritische Töne oder Absichten erkennbar werden, sind sie gut zwischen den beiden kontradiktischen Polen verteilt. Zum zweiten wird die Geschichte aus der Sicht eines Kindes, eines elfjährigen Mädchens erzählt, womit Missverständnisse und verzerrte Sichtweisen vorprogrammiert sind. Drittens leuchtet ein, dass Regisseur und Schauspieler nicht originär bei der Quelle der Ereignisse dabei waren. Was sie zeigen, wurde nicht erfahren, sondern nachahmend simuliert. Das durchzieht den ganzen Film und wird in der Gestalt des Prem Brahman bis an die Schmerzgrenze übertrieben. Der arme Thomas Loibl kann ja nichts dafür, denn er wusste es nicht besser, aber er wirkt derart fundamental falsch und unecht, dass es wenigstens für mich kaum zu ertragen ist. An keiner Stelle des Films wird die spirituelle Komponente in der Bewegung und die Relevanz der Erscheinung OSHOs in der Welt spürbar. Die Waldszene zum Schluss, gewiss ein halluzinatorisches Traumbild der kleinen Lilli, ist eine Verballhornung des Meisters, die sein Wesen auch nicht andeutungsweise trifft, aber verzeihlich bleibt, weil auch sie letztlich gutartig und fröhlich gehalten wurde. Am zutreffendsten sind noch die Szenen aus der Dynamischen Meditation und die Gruppentherapie mit Amrita und Brahman. Die Szene des Events mit Brahman in München wurde heillos übertrieben, denn ein solcher Enthusiasmus wurde nur in der Gegenwart Bhagwans selbst lebendig und ausagiert. Ich habe allerdings die Veranstaltungen mit Swami Somendra alias Michael Barnett nicht miterlebt, auf den die Figur des Brahman anscheinend zurückgeht. Da er auf Energiearbeit spezialisiert ist, halte ich für möglich, dass es bei ihm ähnlich zuging, wie in der Szene des Films. Auch echt und nachvollziehbar ist der gezeigte Eltern-Kind-Konflikt, das Dilemma einer Mutter, die für ihre Selbstfindung aufgebrochen ist und sich an zwei Kinder gebunden sieht, die ihre Bewegungsmöglichkeiten stark einschränken. Was Lilli hier beschreibt, ist gewiss so für sie gewesen. Ich habe in vergleichbare Konstellationen hineinsehen können. Die Dialoge unter den Sannyasins sind zwar konstruiert, von den Aussagen her verdichtet und zusammengeschustert, auch teilweise kabarettistisch zugespitzt, geben aber sinngemäß die Themen und damals verbreiteten Sichtweisen richtig wieder. Für mich ist die Musik ein wirklicher Mangel des Films. Von der Anlage und Ausführung her ist sie völlig sannyasfremd. Sie ist nicht geeignet, das Lebensgefühl der Sannyasins zu spiegeln und erzeugt deshalb eine kühle Atmosphäre der Distanz. In Wirklichkeit wurde in den Kommunen neben aktueller Popmusik eine Musik gespielt, die der Atem Rashneeshdams in Pune und Rajneeshpurams in Oregon durchwehte. Diese Musik hätte in großer Breite zur Verfügung gestanden. Ein bedauerliches Versäumnis. Viele Sannyasins sind zur Bewegung gestoßen, weil sie im Sinne der Hippie-Bewegung aus der Gesellschaft aussteigen, freier leben und lieben, und sich "selbst verwirklichen" wollten, ohne dass sie je wirklich begriffen hätten, auf was sie sich mit einem spirituellen Meister von OSHOs Format einließen. Sie waren und sind selbstverständlich Menschen wie Du und ich, unerleuchtet und mit allen menschlichen Schwächen und Unbewusstheiten behaftet, wie der letzte Dorfbürgermeister in Hintertupfingen. Jesu Aussage: "denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt" gilt auch hier. Und die, die etwas verstanden haben, treten nicht unbedingt in den Vordergrund. Wo er wirklich stand, zeigt Brahman auf dem Podest des Dorffestes. Wie geschrieben: Spiritualität kommt in diesem Film nicht vor, war aber auch nicht sein Anliegen. So bleibt als Höhepunkt die letzte Einstellung nach dem Abspann: selbst der Bürgermeister lernt noch etwas dazu. Na also, dann hat die Kommune doch etwas Gutes bewirkt!
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am 12. Oktober 2012
Regisseur Marcus H. Rosenmüller sammelte für Wer früher stirbt, ist länger tot" einige Preise, was für das Danach immer eine Bürde ist.

STORY

Die 12jährige Lili (Amber Bongard) lebt mit ihrem Bruder (Bela Baumann) und ihrer Mutter (Petra Schmidt-Schaller) in einer Sannyasin-Kommune (Bhagwan) in Berlin. Deren Mitglieder sind zwar allesamt liebenswert, was aber die freie Meinung, z. B. der Kinder, angeht, auch nicht besser als das von ihnen verpönte Bürgertum. Nachdem Siddharta (Georg Friedrich) einen Bauernhof in Bayern erbt, ziehen alle dort hin. Das dörfliche Bayern ist dann doch was anderes als Berlin.

MEINUNG

Der Film hat einige Akte, die richtig gut gelungen sind, weil sie einer gewissen Forschung nach Wahrhaftigkeit dem Vorzug vor lächerlichem Zirkus geben. So, dass Lili in der Bürgermeistergattin eine Stabilisation als Kind erfährt. Dass die liebenden Jünger doch was recht Militantes haben, was gar nicht so weit weg von der marschierenden Trachtenkappelle ist. Oder dass auch Siddharta nur ein eifersüchtiger Mensch ist, obwohl er den Namen Buddhas trägt und auch, dass Lilis Mutter im Kreislauf der Selbstfindung auf ewig stecken geblieben ist, was sie letztlich zu einer egoistischen Glucke macht, ohne es zu merken.

Daneben gibt es die eine oder andere kleine witzige Szene, für die man genauer hinsehen muss sowie die versuchten großen Lacher, die aber nicht so recht zünden. Das schadet aber nicht so sehr, denn die Grundausrichtung des Films bleibt sympathisch. Nicht zu viel drauf geladen und kein Spiel mit Hohn und Spott, weder für die eine noch die andere Seite.

FAZIT

Am Schluss bleibt: Alles sind nur Menschen. Egal was sie wie tun und wie sie rumlaufen. Schöne Aussage auf Kosten des Humors. Mehr ein amüsant, leichter Bilderwind als ein knallendes Witzfestival.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Januar 2012
Im Sommer 1980 zieht die Bhagwan-Anhängerin Amrita mit ihren beiden Kindern und ihrer gesamten WG aus Berlin in die niederbayerische Provinz. Ein geerbter Bauernhof soll ihr neues Therapie-Zentrum" werden, was in der beschaulichen Gemeinde einige Unruhe auslöst, weil zwei vollkommen unterschiedliche Welten aufeinanderprallen. Drehbuchautorin Ursula Gruber hat Autobiographisches verarbeitet und Rosenmüller ist es gelungen die unterschiedlichen Charaktere der spirituellen Kommune so überspitzt darzustellen, dass man herzhaft darüber lachen kann. Da der Film weder Partei für die ausgeflippte Sannyasin-Kommune noch das bayerische Spießbürgertum ergreift, verdeutlicht er auf spielerische Weise, wie ähnlich wir uns im Grunde alle sind und dass es gut ist, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.
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am 23. Dezember 2012
Eine deutsche Komödie? Da regen sich bei mir immer erst mal leichte Zweifel in memoriam solcher Streifen wie "Mein Führer" oder "Männerpension". Doch gibt es auch schöne Erinnerungen: "Drei Herren" oder "Goodbye Lenin". Alles Geschmackssache, dito, aber nicht in jedem Fall.
"Sommer in Orange" machte mich schon neugierig durch den Klappentext. Dann ausgeliehen und volle 106 Minuten geschmunzelt und gelacht. Etwa in der Mitte des Films kam in mir die Befürchtung auf: "Hoffentlich kackt das jetzt nicht ab, hoffentlich holen die nicht am Ende doch noch die fette Moralkeule raus und hauen mir eine über'n Detz! Hoffentlich!". Aber gottlob hat sich diese Angst nicht bestätigt. Es ging unbeirrt um das Leben, die Liebe, das Jung- und Alt-Sein, all so'n Zeugs eben, was das Leben spannend und schön macht. Und überhaupt geht es um Lichtjahre auseinanderliegende Lebensauffassungen. Wie schnell aber diese Räume im Menschlich-Allzumenschlichen zusammenfallen können, zeigt liebevoll "Sommer in Orange". Bis zum Ende balanciert die Geschichte ausgewogen und virtuos auf ihrem Till-Eulenspiegel-Seil.
Eine Botschaft gab es zum Schluss aber trotzdem, eine schöne Botschaft, ohne Häme oder Belehrung: Da sind auf der einen Seite die blauweißen bayrischen Ureinwohner und auf der anderen die orangen "Zuagreisten", die Bhagwanspinner. Allesamt sind sie ein bisschen verrückt, allesamt reinrassige Menschen, alle irgendwie wie ich und Du. Und alle irren sich nicht, wenn sie das leben, was sie sind. Im Abspann einträchtig beieinander: Eine Seite blau und eine orange. Vorzüglich!
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am 18. März 2014
Bei schlechter Laune ansehen. Der Film zeigt wunderbare Einblicke in andere Lebensformen. Und dort, dass selbst Träumer und Traumleber ihre Alltagssorgen quälen. Lustig und einfallsreich erzählt. Passend pointiert und nicht übertreibend. Viel Spaß!

Bei guter Laune ansehen. Und orange Kleidung dabei tragen ;-)
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am 21. Juni 2015
Es macht immer wieder Spaß, diesen gelungenen Film anzuschauen. Auf hintergründige Art zeigt er auf, wie jeder auf seine Art spießig und selbstherrlich ist. Lilly,die Hauptperson,geht ihren Weg, und am Ende kapiert auch ihre Mutter, dass die eigenen Kinder das Wichtigste sind.
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am 23. Februar 2014
Herrlicher Film, die lieder haben mich einfach sofort angesprochen, die bilder sind toll, ich war zu jung um das damals live mitzubekommen, wieder ein film der kategorie 'den muss ich im schrank stehen haben' - ich zumindest, mich hat er sehr begeistert
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